Beste Freundin - Suizidversuch

Benutzer129453  (24)

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PS: Es ist verständlich das ihr Therapie Angst macht, und es ist verständlich das (so hab ich es verstanden) sie den Ärzten nicht sagt das sie suizidal ist. Keiner möchte auch die geschlossene , glaube mir. Oft macht es die Situaion noch schlimmer als sie ohne hin schon ist.[DOUBLEPOST=1363710562,1363710407][/DOUBLEPOST]Suizid Gedanken oder auch Versuche rühren oft auch aus selbsthass und ich fand es immer schlimmer damit erdrückt zu werden. Iwe gesagt, versuch du zur Not mit ihren Psychologen zu sprechen, das sie weiter zur Therapie muss aber nicht auf die geschlossene. Habt ihr schonmal über einen stationären Aufenthalt nachgedacht?
 

Benutzer26627 

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Sie soll ja in eine andere Klinik, nicht nur in irgendein allgemeines Krankenhaus, aber da wird nur von Wartezeiten geredet. Es muss aber JETZT was passieren. Und keiner kümmert sich.
 
3 Monat(e) später

Benutzer26627 

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Tja, es ist alles noch genauso wie im Februar...

Manchmal nimmt sie von den Selbstmordgedanken Abstand aber nur, weil sie denkt, sie sei "sowieso zu blöd, um sich umbringen zu können".
Sie ist immer wieder im Krankenhaus. Teilstationär, stationär... Geschlossene Station, offene. Therapeuten, Ärzte...

Nichts bringt etwas, denn sie will nicht... Sie rührt sich nicht vom Fleck innerlich, fühlt sich gar nicht mehr dem "normalen Leben" zugehörig. Und sie ist davon überzeugt, dass, wenn sich überhaupt etwas bewegt, dann eher in eine noch schlimmere Richtung...

Kontakt hat sie nur noch zu ihrer Familie, ihrem Freund und zu mir. Und die Familie ist auch schon restlos überfordert, ihr Freund äußerte auch schon, er könne das so nicht mehr ewig mitmachen...
 

Benutzer109511  (27)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ohje, das tut mir Leid zu hören! Das ist schlimm, wenn sich so gar nichts ändert...aber das Problem wird darin liegen, dass sie nicht will. Wenn sie nicht dazu bereit ist, sich helfen zu lassen, dann kann ihr kein Arzt und kein Therapeut der Welt helfen. So schlimm das auch ist...
Kannst dir mal meinen letzten Thread durchlesen, da geht es auch um Depressionen...nur dass mein Schwiegerpapa ( um den es da geht) nicht suizidal ist und im Gegensatz zu deiner Freundin noch nie deswegen beim Arzt war. Der Grund: er will nicht. Und genau das ist das Problem bei sowas.

Landet sie denn im Krankenhaus, weil ihre Famile, ihr Freund oder du sie dazu drängen? Oder geht sie, weil sie es selber einsieht? Wenn sie keine Hilfe annehmen will, dann werdet ihr sie wohl dazu drängen oder? Und wenn sie nicht dazu bereit ist, sich auf eine Therapie einzulassen, dann kann der Therapeut da nichts machen.
Und noch viel wichtiger: du kannst erst recht nichts machen! Du kannst ihr als Freundin beistehen, ihr signalisieren, dass du mit ihr zusammen Lösungen suchen wirst und zu ihr hältst, wenn sie ihr Problem angeht. Und dass du sie nicht alleine lässt, auch wenn es gerade alles andere als einfach mit ihr ist. Aber du kannst sie nicht allein aus ihrem Loch holen, mach dir das klar.
 

Benutzer26627 

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Danke Blueberry!

Ja, also, das klingt ein bisschen blöd, aber ich denke, ich gehe mit der Situation inzwischen auch entspannter um. Denn dass SIE wollen muss, ist uns allen absolut klar. Ihr selbst auch. Aber für sie ist die Sache sowieso gegessen, sie sieht keinen Grund, zu kämpfen. "Es wird ja eh alles noch schlimmer", kriegen wir dann zu hören.

Naja, drängen tun wir sie nicht. Aber sie geht ja zumindest zu den Arzt- und Therapieterminen. Und sie soll denen oft versprechen, sich nichts anzutun. Und das kann sie dann nicht und wird wieder eingewiesen (oder dabehalten, wenn sie bereits im Krankenhaus ist).
Ich weiß auch, dass unsere Gespräche darüber sich im Kreis drehen. Aber von meiner Seite bekommt sie halt kein verzweifeltes Anflehen, dass sie was tun muss. Ich sage ihr immer, dass ich da bin, wann immer sie anfangen möchte zu kämpfen. Und dass sie sehr gut weiß, dass sie sich selbst gerade innerlich aufhält, sich da praktisch eingemauert hat. Sie sagt dann immer, ja, das wisse sie.

Man kann den Willen nicht herbeizaubern, deshalb können wir nur warten. Ich weiß auch nicht genau, ich glaube, der Großteil ihrer Familie ist zwar für sie da, weiß aber auch schon nicht mehr damit umzugehen und alle resignieren so ein bisschen.

Aber ich kenne diese Verhaltensweise. In meinem Umfeld gibt es Alkoholiker, da ist es ja dasselbe. Wie überhaupt bei jeder Erkrankung, sei es psychisch oder physisch: Nur wer Hilfe will, dem kann auch geholfen werden.

Ich gehe inzwischen mit meiner Trauer um. Denn ein wenig muss ich trauern, denn die Freundschaft kann eben im Moment gar nicht auf Gegenseitigkeit beruhen. Ich dränge mich ihr ja ein wenig auf und irgendwo wird sie auch dankbar dafür sein aber es ist gerade nunmal kein Geben und Nehmen bei uns. Sie zeigt ja kein rechtes Interesse mehr an Dingen, die im "wahren Leben" passieren. Manchmal erzähle ich ihr einfach irgendwas aus dem Alltag, ob sie nun danach gefragt hat oder nicht. Ich halte es für wichtig, dass sie in Ansätzen noch merkt, dass sie ein Teil der "normalen Welt" ist.

Gern würde ich auch mit unseren (ehemals) gemeinsamen Freunden darüber sprechen, aber ich darf es nicht. Sie schämt sich und hat alle Kontakte abbrechen lassen. Und wenn mal jemand nach ihr fragt, muss ich ausweichend antworten, um nicht komplett lügen zu müssen.

Ich denke aber, Freunde, Kontakte, wären ein paar weitere "Anker", die sie hier halten. Aber ich habe ihr versprechen müssen, nichts zu sagen.
 

Benutzer109511  (27)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich denke aber, Freunde, Kontakte, wären ein paar weitere "Anker", die sie hier halten.

Das auf jeden Fall. Sie sollte schon das Gefühl bekommen, dass sie auch mit ihrer Krankheit angenommen wird. Dass ihr nicht ohne sie wollt, auch wenn es gerade nicht so einfach ist.
Ich kenne das aber von meinem Schwiegervater, da ist es dasselbe...er hat sich von allen zurückgezogen, Freunden und Familie. Und auch ihm fehlt so komplett ein soziales Netz. So sitzt er nur noch alleine daheim, grübelt nach und redet mit sich selber und zieht sich nur mehr und mehr runter...und genau das ist nicht gut. Dazu kommt dann noch das Gefühl, dass man eh überflüssig ist, einen keiner vermisst und so weiter. Das ist ein Teufelskreis!

Deswegen würde ich dir raten, eventuell doch ein paar vertrauenswürdige gute Freunde mal anzusprechen. Du musst ihnen ja nicht alles erzählen, aber wenn du 1,2 enge Freunde deiner Freundin und dir mit einweihst, dann wäre auch von dir eine Last genommen. Außerhalb von Familie und Freund bist du ihr einziger sozialer Kontakt und auf Dauer kannst du alleine ihr nicht ein Netzwerk aus Freunden ersetzen. Das ist einfach zu viel!

Dass sie sich schämt kann ich verstehen. Leider Gottes sind psychische Krankheiten ja total stigmatisiert, es heißt oft bloß " der oder die hat einen an der Klatsche..." oder dergleichen. Verständnis und Akzeptanz bringt kaum jemand auf, auch das erlebe ich gerade selber mit. Ist wirklich schrecklich. Aber auch da kann man nur vorsichtig bei ihr insistieren, dass sie sich nicht schämen muss. Dass es keine Schande ist krank zu sein. Und dass du gern was für sie tun willst, es dir aber auf Dauer eben alleine zu viel ist.

Link wurde entfernt
Bisschen anders liegt der Fall bei uns schon, aber ich habe einige sehr gute Tipps bekommen! Vielleicht hilft es dir ja auch, dir das mal durchzulesen.
 
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1 Woche(n) später

Benutzer26627 

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Letzte Woche kam auf einmal der Umschwung. Erst dachte ich, es geht ihr wirklich besser. Aber jetzt sieht es fast so aus, als wäre sie im anderen Extem gelandet. Eine Manie. Das Schlimme hierbei ist gerade, dass sie das überhaupt nicht wahrhaben will. Jetzt sei ja alles super, sie braucht keine Therapie mehr usw.
Am Wochenende war ich mit ihr im Kino (ihr Vorschlag), sie hat NICHTS vom Film mitbekommen, weil sie nur gequasselt hat.

Irgendwas stimmt doch da noch nicht. Sie neigt gefühlsmäßig auch sehr zu Überreaktionen...
Sie wirkt komplett euphorisch und sehr, sehr überdreht. "Ich wolte sterben, da darf ich mich jetzt doch wohl freuen, noch am Leben zu sein." Ja, aber so?
Mein Bauchgefühl sagt ganz klar, da ist was nicht in Ordnung.

Und die Ärzte scheinen das auch so zu sehen. Vorhin rief sie mich an und ärgerte sich, dass man ihr eine Manie unterstelle und sie auf der Geschlossenen sei... :frown:
 

Benutzer109511  (27)

Planet-Liebe Berühmtheit
Klingt schon irgendwie danach, ja. Alles weitere müssen jetzt die Ärzte klären. Ich habe einen Onkel mit manischen Depressionen und bei ihm war es so ähnlich wie bei ihr. Erst Todessehnsucht, dann totale Überdrehtheit.
 
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