Beschäftigungsverbot

Benutzer123446 

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Das ist zwar bei mir noch kein Thema, aber ich denke aus verschiedenen Gründen drüber nach.^^

Ich arbeite in einer Schule mit schwierigen Kindern und Jugendlichen.
Es kommt - nicht häufig, aber von Zeit zu Zeit - auch zu gewalttätigen Übergriffen, bei denen man als Lehrkraft geschlagen/geboxt/getreten wird (insbesondere, wenn man sich prügelnde Schüler trennen muss, aber auch unabhängig davon).

Ich hab in meiner Branche schon "alles" gesehen - von BV ab dem erstmöglichen Tag bis hin zu arbeiten bis zum Mutterschutz; hab auch schon beides an derselben Schule mitbekommen.
Ich möchte mir einfach da schon vor dem Fall eines Falles Gedanken machen, für mich selbst einen Handlungsplan entwickeln, und deswegen möchte ich gerne verschiedene Meinungen hören.

Mich würde interessieren, inwiefern hier Leute sind, die ein Beschäftigungsverbot "erhalten" haben und da ihre Überlegungen schildern können - und aus welchen Gründen ihr ein Beschäftigungsverbot für gerechtfertigt haltet/wie ihr das handhaben würdet oder welche anderen Möglichkeiten es geben könnte...
 

Benutzer34605  (35)

Sehr bekannt hier
Ich habe ein Teilbeschäftigungsverbot. Heißt, ich arbeite noch ganz normal bis zum Mutterschutz, allerdings nicht mehr mit allen Patientengruppen und mit angepassten Mutterschutzbestimmungen. Nebenbei, ich bin als Logopädin tätig.

Aufgrund meiner nicht vorhandenen Immunität gegenüber Ringelröteln und Zytomegalie, darf ich keine Kinder unter 6 Jahren mehr behandeln, keine geistig behinderten Menschen und auch keine schwer verhaltensauffälligen Personen (Stichwort Aggressivität und Gewaltätigkeit).
Darüber hinaus arbeite ich ganz normal weiter.

Ich fahre aber z.B. nicht mehr in die Schulen mit Förderschwerpunkten, weil ich das eben auch nicht mehr machen darf. Ähnlich hört sich das ja bei dir dann auch an.

Die Bestimmungen kann man alle im Mutterschutzgesetz nachlesen. Wenn dein Chef diese Bestimmungen nicht anpassen kann oder dich in der Zeit anderweitig beschäfitgen kann, dann kommt es zu einem BV.
 

Benutzer15352 

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Ich hab zwar nichts beizutragen, aber eine Frage: Wie ist das eigentlich mit dem Gehalt? Kriegt man im BV weiterhin seinen regulären Lohn?
 

Benutzer108391  (39)

Verbringt hier viel Zeit
Ich hab zwar nichts beizutragen, aber eine Frage: Wie ist das eigentlich mit dem Gehalt? Kriegt man im BV weiterhin seinen regulären Lohn?
Ja, man bekommt sein volles Gehalt.
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Das ist zwar bei mir noch kein Thema, aber ich denke aus verschiedenen Gründen drüber nach.^^

Ich arbeite in einer Schule mit schwierigen Kindern und Jugendlichen.
Es kommt - nicht häufig, aber von Zeit zu Zeit - auch zu gewalttätigen Übergriffen, bei denen man als Lehrkraft geschlagen/geboxt/getreten wird (insbesondere, wenn man sich prügelnde Schüler trennen muss, aber auch unabhängig davon).

Ich hab in meiner Branche schon "alles" gesehen - von BV ab dem erstmöglichen Tag bis hin zu arbeiten bis zum Mutterschutz; hab auch schon beides an derselben Schule mitbekommen.
Ich möchte mir einfach da schon vor dem Fall eines Falles Gedanken machen, für mich selbst einen Handlungsplan entwickeln, und deswegen möchte ich gerne verschiedene Meinungen hören.

Mich würde interessieren, inwiefern hier Leute sind, die ein Beschäftigungsverbot "erhalten" haben und da ihre Überlegungen schildern können - und aus welchen Gründen ihr ein Beschäftigungsverbot für gerechtfertigt haltet/wie ihr das handhaben würdet oder welche anderen Möglichkeiten es geben könnte...


Ich bhatte auch vor zwei Wochen vor Beginn des Mutterschutzes ein BV bekommen. Bin auch Lehrerin (Förderschullehererin) an einer IGS. Unsere Schüler sind allerdings nicht gewalttätig o.ä. Während der Pausen bin ich aber auch meistens schützend die Hand vorm Bauch haletnd durch die Schule gelaufen, weil Kinder einfach nicht auf den Bauch achten und es schon mal zu unabsichtlichen Rempeleien kommen kann. Aufsicht hätte ich nicht mehr machen müssen und hab mich daher nur als Springer, falls mal Not am Mann ist, eintragen lassen. Auch, weil ich die zwischenzeitlichen Pausen auch mal brauchte. Das war schleßlich auch der Grund für das BV. Man kommt in der Schule einfach kaum zum sitzen, da waren sieben acht Std. non stop auf den Beinen einfach irgendwann zu viel. Ich hatte aber auch ein eingeschränktes BV mit weniger Std bekommen können.
Du bist ja sicherlich mit deinem Schulleiter diesen Bogen durchgegangen. Wir haben ein paar Schüler mit Unterstützungsbedarf im körperlichen und motorischen Bereich, die sitzen im Rolli. In diese Klassen sollte ich nicht gehen. Da die Schule erst ab Kl. 5 startet, gab es keinerlei Einschränkungen wie Streuselchen sie beschreibt.
Ich an deiner Stelle würde keinerlei Risikio eingehen. Ich finde, das hört sich bei dir schon sehr krass an vom Klientel her. Also wenn du unbedingt weiter arbeiten willst, würde ich mich nicht in Prügeleien einmischen und auch keine Aufsichten machen sowie keinen Sportunterricht.
 
T

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Gast
Wie ist das eigentlich mit dem Gehalt? Kriegt man im BV weiterhin seinen regulären Lohn?
Man bekommt das Gehalt weiterhin direkt vom Arbeitgeber ausgezahlt (ich glaube, das geht nach dem Durchschnitt der letzten 12 Monate oder sowas...), und der AG holt es sich dann hintenrum von der Krankenkasse wieder.
Ich an deiner Stelle würde keinerlei Risikio eingehen. Ich finde, das hört sich bei dir schon sehr krass an vom Klientel her.
Da stimme ich völlig zu. Sicher mag das eine Typfrage sein, wie risikofreudig man ist bzw. wie viele Sorgen man sich macht, aber ich würde da in deiner Situation absolut auf Nummer Sicher gehen und ein komplettes BV anstreben. Das sollte der Frauenarzt eigentlich auch ohne Probleme genehmigen bei der Arbeitssituation.
Also wenn du unbedingt weiter arbeiten willst, würde ich mich nicht in Prügeleien einmischen
Geht das denn? Angenommen, man unterrichtet weiter und es kommt zur Prügelei; dann hat man doch als Lehrer(in) trotzdem die Aufsichtspflicht, auch wenn man keine Pausenaufsichten auf dem Schulhof macht. Kann man dann einfach weggehen und einen anderen Lehrer um Hilfe bitten, damit man selbst bzw. das Baby keinen Schaden davonträgt? Im Einzelfall stelle ich mir das auch schwierig vor; angenommen, es findet direkt vor der Klassenzimmertür eine handfeste Klopperei statt, dann kommt man ja gar nicht unbedingt "heil" aus dem Zimmer raus, um einen Kollegen aus dem Nachbarzimmer zu holen... :hmm:
 

Benutzer38570 

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Ich selbst hatte noch kein BV bekommen, aber als Arbeitgeber erteile ich inzwischen bei Schwangerschaften standardmäßig die BV. Es gibt einfach Berufe, die sich nicht oder nur sehr schwer mit den Anforderungen des Mutterschutzgesetzes vereinbaren lassen. Dem Arbeitnehmer entsteht kein Nachteil und als Arbeitgeber bekomme ich das am Ende der Schwangerschaft die gezählten Gehälter über das U2-Umlageverfahren von der Krankenkasse zurück.

In Deinem Fall TS, spricht alles für ein BV. Deine Tätigkeit ist mit einem nicht unerheblichen Risiko für Dich und das Kind verbunden - da gibt es eigentlich gar nichts, worüber man lange nachdenken müsste...
 
T

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Gast
als Arbeitgeber bekomme ich das am Ende der Schwangerschaft die gezählten Gehälter über das U2-Umlageverfahren von der Krankenkasse zurück.
Ich dachte, der Arbeitgeber bekommt das Gehalt genauso monatlich von der KK erstattet, wie er es auszahlt? Ist das immer so, wie du es beschreibst, oder ist das eine Sonderregelung?
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich dachte, der Arbeitgeber bekommt das Gehalt genauso monatlich von der KK erstattet, wie er es auszahlt? Ist das immer so, wie du es beschreibst, oder ist das eine Sonderregelung?
Das weiß ich nicht. Zumindest stelle ich den Antrag erst am Ende, ob man den früher stellen kann - keine Ahnung. Macht aber irgendwie Sinn, den erst am Ende zu stellen, theoretisch könnte so ein BV ja auch wieder aufgehoben werden. Obwohl - wäre auch egal.
 

Benutzer123446 

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Danke schon mal für die bisherigen Meinungen! (Ich nehme aber gerne weitere entgegen, so isses nicht.)

Nur nochmal zur Klarstellung: ich bin (noch) nicht schwanger, aber ich möchte für mich eben eine Haltung entwickeln, bevor es soweit ist.
Ich hab auch die Lehrkräfte immer sehr gut verstanden, die sich ein BV haben ausstellen lassen, eben weil das Klientel (Förderschule, Erziehungshilfe) nicht grundsätzlich rücksichtsvoll und v.a. berechenbar ist (und je nachdem was für innere Konflikte auch eine Rolle spielen auch auf das Thema Schwangerschaft etc. reagieren). Und wie auch geschrieben wurde - sich immer aus Konflikten raushalten geht leider einfach nicht, weil man oft schnell reagieren muss.

Ich erlebe unter (Förderschul-)Lehrern halt oft so ein gewisses "Heldentum"- "Seht her, ich gehe das Risiko ein, ein hohes Opfer für meine Arbeit zu bringen!" - dem man sich manchmal nur schwer entziehen kann, und Einschätzungen von außen helfen mir dabei.
Ich kann mir z.B. auch vorstellen, dass man Papierkram erledigt, oder mit Kindern in gut strukturierbaren Settings einzeln arbeitet, aber die Klassensituation... ich glaube, da hätte ich ein mulmiges Gefühl.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mal so nebenbei: Dein Arbeitgeber muss doch nebst der Meldung der Schwangerschaft auch eine Gefährdungsbeurteilung an das RP schicken - da müssen doch zwangsläufig Maßnahmen draus hervor gehen, die eine Beschäftigung im direkten Kontakt mit dem Klientel ausschließen?! Ich meine... neben der Gefährdung für die werdende Mutter und das ungeborene Kind - der Arbeitgeber haftet doch, wenn er nicht sicherstellt, dass der Arbeitsplatz gesetzeskonform ist.
 
T

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Gast
Ich erlebe unter (Förderschul-)Lehrern halt oft so ein gewisses "Heldentum"- "Seht her, ich gehe das Risiko ein, ein hohes Opfer für meine Arbeit zu bringen!"
Ich muss ehrlich sagen, dass ich so eine Haltung völlig fehl am Platz finde. Wenn dann doch was passiert, nützt einem das ganze Heldentum gar nichts. Aber gut, das muss jeder selber wissen, wie er damit umgeht.
Es ist auch jede Frau anders und jede Schwangerschaft verläuft wieder anders. Von daher halte ich in dem Zusammenhang überhaupt nichts von Vergleichen und möchte dir Mut machen, dich da nicht beirren zu lassen, wenn es mal so weit ist!

Ich kenne eine Krankenschwester, die in der Schwangerschaft ins Teil-BV ging und jetzt wahrscheinlich noch vor dem Mutterschutz ins komplette BV gehen wird, der wird immer vorgehalten: "Aber Ihre Kollegin Anneliese, die hat bis zum Mutterschutz voll durchgezogen und ohne Einschränkung weitergearbeitet!" *Druck aufbau* :rolleyes:
Ja, schön für Schwester Anneliese, wenn es ihr in ihrer Schwangerschaft so super ging, sie keine Schmerzen hatte und alles machen konnte. Das ist ja wirklich schön, wenn es so gut läuft. Nur nützt das Schwester Petra herzlich wenig, wenn sie selbst vor Schmerzen nicht mehr stehen kann. Sowas kann man nicht einfach 1:1 auf jede andere Schwangere übertragen, und ich finde, jede Schwangere sollte auf ihr Gefühl und ihren Körper hören und sich nicht unter Druck setzen lassen.
Ich kann mir z.B. auch vorstellen, dass man Papierkram erledigt, oder mit Kindern in gut strukturierbaren Settings einzeln arbeitet,
Das müsstest du dann mit deinem Arbeitgeber abklären, ob so eine Trennung der Tätigkeiten möglich ist. Falls ja, würde ich mich dann auch nicht bequatschen lassen à la "kannst du heute ausnahmsweise mal die Pausenaufsicht machen, ich muss noch Arbeitsblätter kopieren...".

Um noch deine Anfangsfrage zu beantworten:
Ich bin seit dem 3. Monat im BV, aber nicht wegen gefährlicher Tätigkeiten, sondern wegen meinem eigenen Zustand. (Ich habe seit Beginn der Schwangerschaft ziemlich heftige Bauchschmerzen und kann kaum normal sitzen, und erst recht nicht stehen. Deshalb war bei mir von Anfang an kein Arbeiten mehr möglich. Ich war erst krank geschrieben, und als sich abzeichnete, dass es nicht besser wird, wurde ein BV draus.)
 

Benutzer108391  (39)

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Dein Arbeitgeber muss doch nebst der Meldung der Schwangerschaft auch eine Gefährdungsbeurteilung an das RP schicken - da müssen doch zwangsläufig Maßnahmen draus hervor gehen, die eine Beschäftigung im direkten Kontakt mit dem Klientel ausschließen?!
Genau diese geht der Schulleiter mit einem durch und kreuzt entsprechend an. Daher durfte ich nicht in die Klassen mit den Rolli-Kindern. Die Übernahme einer Pausenaufsicht liegt in eigenem Ermessen, die Schulleitung kann dich dazu aber nicht zwingen, wenn man das Risiko nicht eingehen möchte.
Sicherlich kann man nicht einfach abhauen, wenn sich vor den Augen eine Prügelei anbahnt, aber in der Regel hat man ja schon irgendinen Kollegen in der Nähe, der eingreifen kann. deal ist das sicherlich nicht, aber mein Kind eght vor. In deinem Fall würde ich glaube wirlich vorher die Reissleine ziehen und auf ein BV bestehen bzw schauen, ob andere Arbeiten möglich sind. Evtl. könntest du ja Überprüfungsgutachten schreiben o.ä

Nachteile für den AG, in unserem Fall der Schulleitung, ergeben sich in der Form (zumindest in unserer Region), als dasss es nicht mal eben so Ersatz gibt, selbst wenn ein Anspruch darauf besteht. Aber ich denke, darauf kann man nicht immer Rücksicht nehmen. Du und dein Kind gehen in jedem Fall vor.
Ich hab z.T. während des BVs von zu Hause noch Unterrichtsmaterialien vorbereitet und per Mail verschickt, dass die jew. Schüler zumindest im Unterricht versorgt sind, wenn auch niemand neben ihnen stehen kann. Absprachen sind ja auch z.T per Mail oder Telefon möglich.
 

Benutzer107106 

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Meine Tochter geht in eine Kita, in der auch behinderte Kinder sind, die teils höchst aggressiv sind. Einige der Schwangeren sind daher sofort ins BV gegangen, andere sagten, dass ihnen die Decke auf den Kopf fallen würde und sie lieber arbeiten würden. Ist halt totale Typfrage.
 

Benutzer108391  (39)

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Meine Tochter geht in eine Kita, in der auch behinderte Kinder sind, die teils höchst aggressiv sind. Einige der Schwangeren sind daher sofort ins BV gegangen, andere sagten, dass ihnen die Decke auf den Kopf fallen würde und sie lieber arbeiten würden. Ist halt totale Typfrage.
Ja, und auch abhängig von deinem Impfstatus bzw Titer. In den Schulen ist es häufig auch so (zummindest an GS und Förderschulen geistige/motorische Entwicklung), dass man eh erstmal raus ist, solange nicht klar ist, ob man immun ist gegen die typischen Kinderkrankheiten.
 

Benutzer107106 

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Ja, und auch abhängig von deinem Impfstatus bzw Titer. In den Schulen ist es häufig auch so (zummindest an GS und Förderschulen geistige/motorische Entwicklung), dass man eh erstmal raus ist, solange nicht klar ist, ob man immun ist gegen die typischen Kinderkrankheiten.
Stimmt. Und eben in wie weit Risikofaktoren dazukommen, die man im Kollegium gar nicht so breittreten möchte. (Vorangegangene FGs, o.ä.) Solche Frauen wären ja auch in anderen Berufen ins BV gegangen.
 

Benutzer34605  (35)

Sehr bekannt hier
Ja, und auch abhängig von deinem Impfstatus bzw Titer. In den Schulen ist es häufig auch so (zummindest an GS und Förderschulen geistige/motorische Entwicklung), dass man eh erstmal raus ist, solange nicht klar ist, ob man immun ist gegen die typischen Kinderkrankheiten.

Deshalb habe ich das vor dem Bastelstart checken lassen. Den dafür nötigen Bluttest zahlt sogar der AG (trägt die KK nicht).
 

Benutzer20579  (37)

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Ich finde es etwas komisch, dass hier so getan wird, als ob ein Beschäftigungsverbot eine freie Wahlmöglichkeit wäre. Ob ein Beschäftigungsverbot erforderlich (!) ist, lässt sich doch eindeutig objektiv bestimmen.

Für mich gilt: Krank ist krank, schwanger ist schwanger - und schwanger mit ungeeigneter Beschäftigung führt zum Beschäftigungsverbot während der Schwangerschaft. Keine Diskussion, Priorität ist immer die Gesundheit (in dem Fall von Mutter und Kind).

Wenn die Risiken bestehen und eine Schwangerschaft nicht sicher möglich ist, dann stellt der Arzt ein BV aus. Da verhandle ich doch nicht, ob ich mir eins hole? Da beschreibe ich meinen Job objektiv und frage den Arzt- wenn er es für sinnvoll hält, ist bis zur Geburt Sense mit arbeiten.

Better safe than sorry - gilt auch hier finde ich.

Schön für das Heldentum, aber welcher Arbeitgeber und welcher Kollege ersetzt einem den immateriellen Schaden, wenn das nicht gut geht?

Und was ist wahrscheinlicher: Dass man sich hinterher fragt: "Wäre ich bloß weiter arbeiten gegangen!" oder dass man es ewig bereut, wenn man weiter arbeiten war und was passiert? Erst Recht, weil es nicht nur um einen selbst geht.

http://www.gesetze-im-internet.de/muschg/__4.html Wenn ich hier gucke, sehe ich bei jemandem mit dem im Eingangspost genannten beruflichen Anforderungen einige Überschneidungen. Für mich wäre die Sache daher klar.
 

Benutzer151290  (26)

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Dreizehn Dreizehn Na ja, was heißt freie Wahlmöglichkeit. Der Arzt stellt ja ein Attest aus, sollte seiner Meinung nach die Notwendigkeit für in BV vorliegen. Dabei fragt der Arzt ja auch, was man macht etc. Ich zum Beispiel habe einen Bürojob, bei dem ich jedoch viel mit körperlich und geistig Kranken (also Leuten mit MRSA oder Alkohol- und Drogenkranken) in Kontakt bin. Da fragte meine Ärztin mich, wie hoch ich das Risiko bei den Suchtkranken einschätzen würde, da sie da keine Erfahrungen hatte.

Rein theoretisch würde ich sagen, als Schwangere sollte man nicht mit Suchtkranken, die zumeist aggressiv reagieren, arbeiten. In meinem Beruf habe ich jedoch immer jemanden, der im Falle des Falles Gefahr abwenden kann und somit sieht das ganze schon wieder anders aus. Und so wird das sicherlich auch im Falle der Schwangeren an der Schule der TS sein.

Ansonsten sehe ich es wie du: Lieber Vorsicht als Nachsicht, denn der Schaden der entstehen kann, ist nicht zu reparieren und bleibt für immer.
 
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