Berufswahl nach Studium

Benutzer99146 

Benutzer gesperrt
mit der studienfachwahl legt man sich zwar für eine bestimmte richtung fest, aber da viele studiengänge nach abschluss diverse berufsmöglichkeiten bieten, muss man dann ja noch eine speziellere entscheidung treffen.

nach welchen kriterien habt ihr diese entscheidung getroffen? woher wisst ihr, dass ihr dort am besten hinpassen werdet bzw. woher wusstest ihr das? habt ihr in allen möglichen bereichen praktika gemacht? nur theoretisch informiert und danach entschieden "das ist es"? freunde/bekannte? beruf der eltern? oder etwas ganz anderes?

diese frage richtet sich also an diejenigen, die diesbezüglich schon klarheit gewonnen haben bzw. an diejenigen, die sowieso schon im berufsleben stehen (und es geht mir wirklich explizit nur um akademiker).
 
R

Benutzer

Gast
Also mein Studiengang lässt eigentlich nur einen Beruf zu bzw. ist auch eine richtige Berufsausbildung, die sich an das Studium anschließt.

Entschieden habe ich mich dafür schon recht früh, mir war klar, dass ich diesen Beruf gerne ausüben würde und er ließ sich auch gut mit meinen Neigungen verbinden. Kurz hatte ich auch mal eine andere Option durchdacht und auch die Zulassung dafür bekommen (das wäre ein Studiengang mit sehr vielen verschiedenen Berufsmöglichkeiten gewesen), aber ich habe mich dann dagegen entschieden, weil ich mir einfach sicher bin, dass mein zukünftiger Beruf zu mir und meiner Lebensplanung passt.

Praktika habe ich sowohl in anderen Bereichen gemacht als natürlich auch direkt in meinem angestrebten Beruf und dadurch fühlte ich mich eigentlich nur in meiner Wahl bestätigt - ein Praktikum aus einem anderen Bereich fand ich zwar sehr toll, aber die für diesen Job nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten fehlen mir und somit wäre das nichts für mich.
 

Benutzer37399 

Benutzer gesperrt
Ich habe das Pferd von hinten aufgezogen und mir das Studium zum Beufswunsch gesucht. Habe trotzdem diverse Praktika in dem Bereich gemacht. Alles andere würde ich persönlich auch etwas merkwürdig finden, denn ein Studium geht nur eine begrenzte Zeit aber seinen Beruf übt man ein Leben lang aus. Einfach vor sich hin studieren ohne "das" Ziel vor Augen zu haben, würde nicht zu mir passen.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Keine Ahnung, ich wusste schon einige Jahre vor dem Studium, was ich machen wollte und da mein Studium meine Berufswahl unterstützt, ist das ganz nett. Natürlich habe ich dann Praktika gemacht und mich in der Richtung neben dem Stidum weitergebildet durch externe Kurse ect.
 

Benutzer14969  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe erst eine Ausbildung gemacht ohne ein Studium fest im Blick zu haben. Habe dann während der Ausbildung festgestellt, das ich mehr wissen möchte und ein entsprechendes Studium angefangen. Das Studium ist recht genau auf eine bestimmte Art Beruf ausgerichtet und die Entscheidung was für einen Beruf ich danach wähle ist quasi damit schon gefällt.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mir fällt die Entscheidung für die grobe Richtung bei der Berufswahl nach dem Studium ziemlich leicht, weil ich nur 3 relevante Möglichkeiten sehe:
1. Uni-Karriere: promovieren, viel veröffentlichen, habilitieren oder Juniorprofessur und dann irgendwann eine richtige Professur.
2. Forschung und Entwicklung - aber da gibt es wieder 2 Möglichkeiten:
2 a) Forschun in einem Forschungsinstitut (Max Plack Institut, Fraunhofer Institut, etc.)
2 b) Forschund und Entwicklung in der freien Wirtschaft.
3. Fachfremde Tätigkeit z.B. bei einer Bank oder einer Unternehmensberatung.

Variante 1 fällt aus, weil ich mir nicht vorstellen kann, meinem Lehrauftrag als Professor wirklich gerecht werden zu können und weil ich nicht glaube, dass mir das Spaß machen würde. - Dazu ist die Bezahlung, bis man endlich mal Professor ist, nicht besonders toll und es besteht das nicht unerhebliche Risiko, irgendwo auf dem Weg steckenzubleiben.

Variante 2 finde ich eigentlich schon immer interessant: Forschung und Entwicklung ist eigentlich schon seit meiner Kindheit der Bereich, in dem ich gerne arbeiten möchte. (Neben gewissen anderen, längst verworfenen Kindheitsträumen)
Variante 2 b) gefällt mir aber wegen der tendentiell besseren Bezahlung und der größeren Praxisnähe tendentiell besser als Variante 2 a). Ich habe mich ja nicht umsonst im Studium auf ein sehr praxisnahes Gebiet spezialisiert und obwohl ich die Grundlagenforschung interessant finde, fehtl mir dort einfach die Aussicht auf mögliche praktische Anwendungen. Weiterhin interessiert mich der Grenzbereich zwischen Natur- und Ingenieurswissenschaften einfach am meisten - und da gibt es in der Wirtschaft schöne Tätigkeiten.

Variante 3 passt nicht besonders gut zu meiner Ausrichtung im Studium (das ist eher was für theoretische Physiker, die schon im Studium in Richtung Finanztehorie, usw. Zusatzqualifikationen erwerben) und ich finde mein Fach so spannend und interessant, dass ich nicht fachfremd arbeiten möchte. - Weiterhin schrecken mich die Arbeitsbedingungen (extrem lange Arbeitszeit bei Unternehmensberatungen, viel Stress, Leistungstduck, usw.) trotz sehr guter Bezahlung ab. - Ich möchte ja mein Leben geniesen können und nicht nur leben, um zu arbeiten.

Aus meiner Familie, sowie meinem Freundes- und Bekanntenkreis kann ich hier kaum auf irgendwelche Erfahrungen zurückgreifen, weil die meisten entweder noch studieren oder einen Ausbildungsberuf in einem ganz anderen Bereich haben.
Die Erfahrungen eines Bekannten, der sein Ingenieursstudium hinter sich hat und der jetzt in der Entwicklung in der Wirtschaft arbeitet, bestärken mich allerdings darin, dass das auch eine gute Tätigkeit für mich ist.

Weiterhin habe ich bisher als Schüler ein Praktikum gemacht, das mir gezeigt hat, dass die IT-Branche (und ein Informatikstudium) nichts für mich ist.
Und ein Ferienjob hat mir noch mal sehr deutlich gezeigt, dass praxisnahe Forschung und Entwicklung genau mein Ding ist.

Nachtrag: Eine Möglichkeit habe ich vergessen: Die Weiterbildung zum Patentanwalt. - Aber dieses Thema geht mir so weit am Arsch vorbei, dass ich keine Sekunde ernsthaft über diese Möglichkeit nachgedacht habe.
 

Benutzer7157 

Sehr bekannt hier
als juristen stehen einem in der tat die verschiedensten türen offen. ein paar berufe konnte ich von vornherein ausklammern, weil ich daran keinen spaß haben könnte; mir war klar, ich möchte keine richterin werden, in keiner verwaltungsbehörde arbeiten und nicht langfristig an der uni bleiben. außerdem wußte ich genau, dass eine juristische tätigkeit ausüben will. die tätigkeiten, die noch übrig blieben und in die engere wahl kamen, konnte ich dann im referendariat und im nebenjob testen. die letzte entscheidung ist mir echt schwer gefallen und ich habe mir viele gedanken gemacht, pro- und contra-listen erstellt etc. Ausschlaggebend war dann letztlich das "schicksal", dass mir gute chancen in einem der beiden zu auswahl stehenden bereiche eröffnete, so dass die entscheidung gefallen ist. und das gute ist: ich bereue es keine sekunde.

mein tip: schon während des studiums so viel praxisluft wie möglich schnuppen und ausprobieren, was einem spaß macht.
 

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