Schule Berufliches Problem

Benutzer109854 

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Schönen guten Tag,

mein Name ist Maximilian und ich bin 18 Jahre alt. Ich mach zur Zeit eine Ausbildung zur Pflegefachkraft seid einem halben Jahr nur leider bin ich seid einem Monat sehr unzufrieden mit dieser Ausbildung.Unsere Berufsschulklasse besteht nur aus 4 Azubis und alle sind mindestens 6 Jahre älter als ich. Ich hab mich zu Anfang noch darüber gefreut das wir so wenige sind da man einfach viel besser lernen kann und im Stoff besser mit kommt. Nur es ist einfach sau langweilig und wenn ich ganz ehrlich bin hängt mir die Anatomie und Krankheitslehre jetzt schon zum Hals heraus. Wir verstehen uns in der Klasse echt gut aber es wär auch einfach schön Leute im gleichen bzw. änlichen Alter da zu haben. Was auch noch ein großes Problem für mich ist, dass ich mit unserer Pflegeleiterin überhaupt nicht auf einen Nenner komme. Sie hat fast immer schlechte Laune und kommuniziert sehr wenig mit mir und den anderen Arbeitskollegen. Selbst wenn man Sie in der Pause sieht und man Sie begrüßt kommt Null zurück. Sie soll auch schon 3 andere Mitarbeiter aus dem Betrieb vertrieben haben. Das haben mir sogar fast alle Mitarbeiter bestätigt. Dazu hinkommt noch das ich maximal nur in der Frühschicht effektiv 5-6h arbeite und in der Spätschicht vielleicht 2-3h. Also im ganzen möchte ich die Ausbildung abbrechen.

Ich habe leider nur einen Hauptschulabschluss weil ich in fast allen Prüfungen in der 10.Klasse nicht angetreten bin. Ich möchte ja in der Sozialenschiene bleiben aber nicht mehr als Pfleger. Ich habe eher daran gedacht eine Ausbildung zum Sozialassistenten zu machen und nach einem guten Abschluss bekomme ich sogar meinen Realschulabschluss. Danach könnte ich einen Platz an einer Fachhochschule bekommen und Sozialpädagoge werden. Ich arbeite nämlich sehr gern mit Menschen und helf ihnen auch sehr gern bei ihren Problemen. Ich hab auch schon ein Praktikum in einem Kindergarten gemacht und mir hat das auch eigentlich alles Gefallen. Die Kinder haben mich echt gemocht und ich konnte ihn sogar die eine oder andere Sache beibringen aber den ganzen Stress den man hatte. Ich denke mal das ich einfach mit Jugendlichen viel besser arbeiten kann und ihnen helfen kann. Ich glaube das ich in dem Beruf am besten aufgehoben bin und erfolgreich werden kann. Ich selber erfreue mich sehr daran wenn ich anderen Menschen weiter helfen konnte aber lieber auf Persönlicher/Seelischer Art und vorallem mit Erfahrungen. Nur hab ich mir mit meinem Abschluss ein sehr schlechtes Fundament gebaut für mein Leben. Ich weiß das klingt alles etwas eigentartig wie soll jemand der selbst Hilfe brauch anderen Menschen helfen. Ich weiß aber das ich für solch einen Beruf gut zu gebrauchen bin.

Ich habe jedenfalls einen Berufsberater kontaktiert und ein Termin vereinbart. Natürlich hab ich mich auch selbst im Internet belesen was ich denn für Anforderung erfüllen muss um solch eine Ausbildung zu bekommen. Ich hab gesehen das Berlin eigentlich das einzigste Bundesland ist was Hauptschüler aufnehmen tut. Dann muss das ganze auch noch finanziert
werden. Wenn ich überhaupt einen Platz in Berlin bekommen sollte. Vielleicht wird es sowas wie Bafög geben oder ich muss mir nebenbei einen Job suchen. Mich würde auch ein neues Umfeld überhaupt nicht stören sondern eher erfreuen.

Ich weiß auch das ich eigentlich froh über solch eine Ausbildung sein kann mit so einem Abschluss. Ich habs mir auch am Anfang versucht ein zu reden, dass ich diese Ausbildung durchziehen tu und meine Eltern nicht schon wieder schulisch bzw. beruflich enttäusche. Nur ich weiß jetzt schon das ich diese Ausbildung nicht mit großem Erfolg abschließen werde. Das Interesse ist einfach zu gering und dazu noch diese Faktoren bzw. Probleme.

Ich wollte mir eigentlich einfach mal mein großes Problem von der Seele schreiben und fragen was ihr vielleicht an meiner Stelle tun würdet oder eventuell Tipps für mich habt. Mir hat es einfach an Disziplin gefehlt und ich hab die wichtigen Sachen außer Auge gelassen.

Gruß Max
 

Benutzer145204  (23)

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Wo ein Wille, da auch ein Weg.

Leider kann ich dazu mangels Erfahrung nicht mehr schreiben.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Du hast keinen Realschulabschluss und konntest die Ausbildung zur PFK beginnen? Wie das?

Egal, auf mich wirken Deine Vorstellungen etwas überzogen und naiv. Die Ausbildung soll keine Party sein, da ist es normal, dass einem nicht alles Spaß macht.

Vom Sozialassistenten rate ich ab, da sind die Chancen nicht so pralle. Von daher: ziehe die jetzige Ausbildung durch.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Aaaalso... :zwinker:

Erstmal find ichs gut, dass Du da relativ überlegt rangehst. Relativ, weil für mich halt doch einige Punkte drin sind, die ich nicht zuende gedacht finde.

Daher noch eine Frage dazu: Möchtest Du die Ausbildung nur abbrechen, weil Du mit den Mitschülern nicht klarkommst, die PFlegedienstleitung Mist ist und Dir zwei Fächer nicht liegen? Oder ist es insgesamt nicht Dein Ding?

Der Sozialassistent ist sinnvollerweise nur eine Durchgangsstation. Firebird schrieb es schon: allein damit hast Du keine Chancen. Sozialassistenten werden realistisch gesehen so gut wie nie eingestellt und die Ausbildung wird von vielen entweder abgebrochen oder als Mittel zum Zwecke Schulabschluss/Studium/Erzieherausbildung gemacht. Du müsstest nachher wirklich die Disziplin behalten und das angepeilte Studium auch angehen, wenn Du von der Ausbildung was haben willst.

Ich weiß nicht, an welche FH Du dann möchtest, aber es ist auf jeden Fall gut - falls man sich dort persönlich bewerben muss - ehrenamtliche Tätigkeiten oder vorausgegangene soziale Jobs vorweisen zu können, um die Aufnahmechancen zu erhöhen.
Brauchst Du danach noch Fachabitur oder reicht die abgeschlossene Ausbildung für die Aufnahme an der FH? Anerkennungsjahr erforderlich? Berufserfahrung?

Jobben neben dem Studium ist, falls Du kein BAfög bekommen solltest, eigentlich kein Problem, aber Du musst natürlich trotzdem ackern und lernen. Nicht erst fürs Studium, sondern schon für die Noten, die Dir den Realschulabschluss ermöglichen. Da wäre die Frage, ob Du die Prüfungen zum HaSa aus Faulheit nicht angetreten bist, oder weil Deine Leistungen nicht gepasst haben ?

Ich weiß das klingt alles etwas eigentartig wie soll jemand der selbst Hilfe brauch anderen Menschen helfen. Ich weiß aber das ich für solch einen Beruf gut zu gebrauchen bin.

Zum ersten Satz: Du würdest Dich wundern, bei wie vielen Sozialis das so ist :zwinker:
Zum zweiten Satz: Super - dann machs!
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Als erstes einmal etwas provokativ:
Du hast einen Hauptschulabschluss und dir waren die ZAPs für die mittlere Reife schon zu schwer. Die Ausbildung willst du kicken, weil du in der Schule nicht so gut klarkommst und dir 2 Fächer gar nicht liegen. Ich meine das ernst und nicht hämisch: Glaubst du wirklich, dass du ein Fachabitur (soweit ich weiß das Minimum für eine FH) und danach ein Studium schaffst? Ich kenne genügend 1er Abiturienten, die mit einem Studium überfordert waren. Ich würde daher noch überlegen, ob das denn so der richtige Gedankengang ist.

Soziale Berufe gibt es viele. Alle schlecht bezahlt, viele mit blöden Arbeitszeiten und alle heiß umkämpft. Daher auch hier die Überlegung: Eine Ausbildung schmeißen, um eine andere anzufangen? Vielleicht lieber eine zweite dranhängen, die inhaltlich passt? Zum Beispiel Rettungsassistent: Sozialer Job, auch im medizinischen Bereich, aber vlt. etwas "spannender" und du kannst die Ausbildung als Qualifikation mit angeben. Als Krankenpfleger kann man sich ja auch weiter ausbilden: Stationsleitung, OP, etc, pp.

Und dann natürlich Erzieher oder Heilerziehungspflege. Dort sind Männer natürlich auch gerne gesehen... Gerade bei letzterem ist eine abgeschlossene (!) Ausbildung im pflegerischen Bereich gar nicht schlecht, gerade wenn man in Heimen arbeitet.
 

Benutzer109854 

Verbringt hier viel Zeit
Das ist mir doch bewußt das in der Ausbildung einem nicht alles spaß machen kann aber ich empfinde mittlerweile gar keine Freude mehr daran. Ich bin mir aber 100%ig sicher das es die richtige Richtung ist. Auf jeden Fall möchte ich doch danach nicht nur ein Sozialassistent bleiben sondern auf eine FH gehen und den Weg eines Sozialpädagogen einschlagen. Das kann man nach dieser Ausbildung machen. Die Vorraussetzungen sind natürlich das man auch am Ende ein ordentliches Zeugnis brauch und wenn ich das erreichen sollte habe ich zusätzlich meinen Realschulabschluss mit drinnen. Ich habe bereits jetzt eine längere Zeit mit älteren Menschen und Kindern gearbeitet und in den Zeiten ist mir deutlich klar geworden das ich viel lieber mit Jugendlichen zusammenarbeiten möchte. Ich hab auch einfach zu wenig Interesse für die Ausbildung und nein ich bin jetzt auch nicht schlecht in Anatomie oder in der Krankheitslehre. Es sind halt Lernfächer zum größten Teil die mich zu wenig interessieren. Ich will lieber die Ausbildung jetzt abbrechen bevor es dann zu spät ist und ich noch mehr Zeit damit verschwende.

Ich bin jetzt 18 Jahre alt und mir ist das jetzt schon peinlich keine Ausbildung in dem nächsten Jahr abschließen zu können. Ich wollte mal noch zusätzlich fragen ob ich hier jemand mal meine Bewerbung schicken könnte? Mein Berufsberater hat mir leider erst am Ende des Monats einen Termin gegeben.
 

Benutzer58449  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
und in den Zeiten ist mir deutlich klar geworden das ich viel lieber mit Jugendlichen zusammenarbeiten möchte.

Schonmal gemacht? Jugendliche erfordern je nach Klientel einen extrem langen Atem, starke Nerven und das Talent sich durchsetzen zu können.
 

Benutzer8865  (34)

Meistens hier zu finden
Dir reicht allerdings der Realschulabschluss nicht, um an die Fachhochschule zu kommen. Du musst schon mindestens deine Fachhochschulreife während der Ausbildung machen,falls das möglich ist wenn man mit Hauptschulabschluss da antritt.
 

Benutzer34612 

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Redakteur
Schonmal gemacht? Jugendliche erfordern je nach Klientel einen extrem langen Atem, starke Nerven und das Talent sich durchsetzen zu können.

Hrhrhr, Du hast ja soooo Recht! :grin:
Aber es macht auch ne Menge Spaß, wenn man den richtigen Draht zu den Herrschaften hat.
@TE: stimmt, darüber musst Du dir im Klaren sein, dass Dir da so einiges zu Augen und Ohren kommen wird. Hast Du denn eine ungefähre Vorstellung, was Du mit Jugendlichen machen möchtest? Eher sowas wie Jugendtreff? Jugendamt? Bildung? Schulsozialarbeit? Streetwork? Psychisch, körperlich oder sozial eingeschränkte Klienten?

Ich bin jetzt 18 Jahre alt und mir ist das jetzt schon peinlich keine Ausbildung in dem nächsten Jahr abschließen zu können.

Das muss Dir nicht peinlich sein. Da gibts ganz deutlich ältere Jugendliche ohne Ausbildung - Du bewegst Dich noch an der unteren Grenze.

Ansonsten ist Lulus Idee mit Erzieher oder HEP auch eine sehr gute, denn davon gibts viel zuwenig männliche Kandidaten.
 

Benutzer58449  (32)

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Hrhrhr, Du hast ja soooo Recht! :grin:
Aber es macht auch ne Menge Spaß, wenn man den richtigen Draht zu den Herrschaften hat.
Off-Topic:
Kommt halt immer drauf an mit wem man am besten kann :zwinker: Ich kam zum Beispiel nie mit Kindern und Jugendlichen klar. Immer irgendwelche beschissenen Widerworte...:grin:
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Off-Topic:
Kommt halt immer drauf an mit wem man am besten kann :zwinker: Ich kam zum Beispiel nie mit Kindern und Jugendlichen klar. Immer irgendwelche beschissenen Widerworte...:grin:

Off-Topic:
Kann sich auch echt flott ändern... Im Studium hab ich auch immer gesagt "Was mit Kindern..."
Schon während des Diploms hatte ich da keinen Bock und keine Nerven mehr drauf. Jugendliche sind mir bis heute deutlich lieber.
 

Benutzer109854 

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe Heute mit meinem Chef telefoniert und er möchte mit mir in einem Gespräch eine Lösung für die ganzen Probleme finden.
 

Benutzer107106 

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Redakteur
Schön!

Nur noch mal, weil du da nicht drauf eingegangen bist:
Für ein Studium an einer FH brauchst du ein Fachabitur, für die Uni ein Abitur. Da reicht die mittlere Reife nicht.
 
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