berufe an der uni- was gibts außer professor?

Benutzer60537 

Verbringt hier viel Zeit
hi, ich frag hier mal was für einen freund, der anglistik studiert:

nach seinem studium gäbe es für ihn die möglichkeit zur promotion und stelle als wiss. assistent. das ist ja der klassische weg zur uni-laufbahn. aber wir haben uns unterhalten und und er meinte er wolle eher was mit menschen machen als eine wissenschaftliche laufbahn einzuschlagen. aber auf den freien arbeitsmarkt will er aus gewissen gründen auch nicht (wäre jetzt zu ausladend), sondern an der uni bleiben. ich habe ihn versprochen mich mal schlau zu machen, aber im internet findet man nichts. er selbst wurde aus nachfragen an seiner uni auch nicht schlau. wie auch immer: er sucht also einen job an der uni was so in die richtung personal-management oder studentenbetreuung, eine art vertrauensperson der studenten, irgendwas, wo man mit menschen/für menschen arbeitet (nicht als verwalter, sondern aktiv wie ein psychologe/berater/betreuer).

GIBT ES SOWAS ÜBERHAUPT?

ich selbst studiere noch nicht...

danke schonmal
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Das hat dann aber nicht wirklich viel mit seinem Studium zu tun, das wäre somit also unnötig gewesen.
Es gibt ja an fast jeder Uni eine psychologische Beratungsstelle, vielleicht sowas? Kann mir aber nicht vorstellen, dass er die voraussetzungen erfüllt, da müsste er auch schon was in diesem Bereich gelernt haben, so wird das beim Rest auch sein.

Er kann nicht erwarten, dass er studiert und damit dann alles machen kann :ratlos:
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Wo und wen hat er denn bislang wonach gefragt?
Beruflich "was mit Menschen machen" ist halt eher diffus, auch wenn man das Wort durch "Studenten" ersetzt. In welcher Hinsicht hält er Beratung für nötig und wünschenswert, inwiefern möchte er "für sie da sein"? Er als Student ist doch vor Ort im Gegensatz zu Dir... vielleicht sollte er einfach selbst mal schauen, was an Beratungsangeboten existiert und davon was nutzen, wenn er weiß, was er NICHT will (forschen und lehren, "normal" außerhalb der Hochschule arbeiten). Personal-Management ist ja nun auch wieder was anderes als "Beratung der Studenten". Mir scheint, er muss erstmal genauer herausfinden, was er WILL, um dann herauszufinden, wie er an sein Ziel kommt.

Er kann bei den Mitarbeiter der Studienberatung nachfragen, welche Qualifikationen man für eine Beratertätigkeit benötigt bzw. wie dort ein Einstieg möglich ist. Weitere Beratung für Studenten gibt es über die psychologischen Beratungsstellen, aber wenn er Anglist ist, passt er so direkt dort wohl nicht hinein. Kommt darauf an, was eben angeboten wird.
Er kann sich auch beim Studentenwerk mal erkundigen, dort werden ja auch Beratungen angeboten, ob in sozialer Hinsicht (z.B. für Studenten mit Kind) oder in psychologischer Beratung. In manchen Universitäten gibt es "Career Center", die auf den Einstieg in das Berufsleben vorbereiten.

Muss er seiner gewünschten Beratungstätigkeit unbedingt an der Universität nachgehen? Was stellt er sich denn darunter vor?

Wenn er promovieren will, wird er zwangsläufig erst einmal forschen und je nach Doktorandenstelle auch lehren. Wenn er am Forschen wenig Interesse hat, ist fraglich, ob das für ihn das Richtige ist. Davon würde ich eher abraten.

Was hat er denn bislang für berufliche Erfahrungen gesammelt, was für Praktika hat er absolviert?

An der Uni gibt es im Übrigen auch Hausmeister, Techniker, Putzkräfte usw. :zwinker:
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Glaub kaum das es da so gute Jobs gibt, die meisten in der Univerwaltung (und da zählt der ganze Beratungskram dazu) sind eher keine Akademiker. Ich denke mal einen Job, wie du ihn hier beschrieben hast, wird er an der Uni zu 99% so nicht finden. Vor allem noch weniger mit Anglistik, wenn er jetzt was soziales studieren würde, sähe es u.U. ne Spur besser aus.
Und die meisten Jobs an der Uni (außer Prof und irgendwelche lahmen Beamtenjobs in der Verwaltung) sind sowieso zeitlich begrenzt, irgendwann wartet dann auf jeden Fall die freie Wirtschaft auf ihn.
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Hallo,

also es gibt doch auch bestimmt drei Millionen Austauschprogramme und Stiftungen, vielleicht ist da was dabei? Zb die Erasmusstudenten werden doch auch an vielen Stellen betreut und da kann man sicher was mit Anglistik anfangen.
Desweiteren gibts ja auch Jobs in der Unibib, da ist er mit seinem Sprachstudium sicher auch nicht soo verkehrt.
Allerdings frag ich mich, wieso er als Student einen Nicht-Studenten fragt, was er an der Uni arbeiten kann?? Da sollte er sich echt selbst bemühen und informieren, Selbstständigkeit ist mit das Wichtigste an der Uni ;-)
Ansonsten: mal die Stellenausschreibungen der Universität im Auge behalten. Da kriegt man mit, was es für Stellen an der Uni gibt.

Edit: Er könnte auch noch als Lehrer für Sprachkurse an der Uni bleiben, allerdings müßte er da wahrscheinlich im Ausland Deutsch unterrichten, denn die meisten Unis wollen ja Native Speakers.

Gruß,
Kaya
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Die Betreuung der Erasmusstudenten war bei uns direkt durch die Dozenten.
In welchem Semester ist Dein Freund denn eigentlich? Falls er mit Anglistik inhaltlich nicht glücklich ist und eigentlich auf eine andere Schiene will, kann er ja auch umsatteln.
 

Benutzer60537 

Verbringt hier viel Zeit
ja, ihr habr wohl recht, dann siehts wohl schlecht aus. warum er mich gefragt hat weiß ich nicht, er ist (bin mir nicht sicher) im 5 semester... wie gesagt er ist wohl mit seinen recherchen auch nicht weit gekommen, aber ich werd ihm sagen was ihr so geschrieben habt, danke
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Kanns sein, dass er gern Berater für Studenten werden will, weil ihm selbst solche Beratung fehlt und er da eine "Versorgungslücke" sieht? :engel: So richtig Plan hat er ja offensichtlich nicht. Wie und wo hat er denn "recherchiert"?

Warum will er denn nicht in die freie Wirtschaft? Was hat er für berufliche Erfahrungen? Jobbt er?

Wenn er bislang nach der Schule "nur" in der Uni war: Vielleicht wird es einfach mal Zeit, dass er aus der Uni rauskommt und mitbekommt, was man alles "da draußen" machen kann. Für mich waren die ersten Erfahrungen (Kulturmanagement, Redaktionsbüro) jedenfalls sehr hilfreich.

Zu sagen, er möchte nicht in Forschung und Lehre arbeiten, aber auch nicht in die freie Wirtschaft - das genügt nicht. Was genau will er, was kann er, welche Qualifikationen bringt er mit und welche Qualifikationen werden für das benötigt, was er gern beruflich machen will? Auch Quereinsteiger haben Chancen, aber da muss er schon den Arsch hochkriegen und sich überlegen, wohin er will und was er arbeiten will - und wo es dafür Bedarf gibt.
 

Benutzer472 

Verbringt hier viel Zeit
Glaub kaum das es da so gute Jobs gibt, die meisten in der Univerwaltung (und da zählt der ganze Beratungskram dazu) sind eher keine Akademiker.
Ist das bei euch so? Bei uns hat so gut wie jeder ein Studium absolviert. Kein Studium haben bei uns absolviert: Hausmeister, Pförtner, Sekretärinnen, Köche und Küchenhilfen, Teil der Technikabteilung. - Ausnahmslos jeder in der Studienberatung hat bei uns mindestens ein Studium abgeschlossen, teilweise auch promoviert.
 
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