Beruf = KO-Kriterium

Benutzer27629 

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:confused::eek::what:
Damit scheiden ja schon mal gefühlt 95% aller Menschen allein aufgrund ihres Berufes aus ...

Ganz so viele auch nicht.. :tongue:
Ich finde einfach, dass der Beruf sehr prägend ist und die Berufswahl trifft man ja normalerweise auch überlegt.
Man verbringt im Job extrem viel Zeit und befasst sich die ganze Zeit mit einer bestimmten Materie oder in einem bestimmten Setting und das macht etwas aus.
 

Benutzer123446 

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Wenn man vorher schon einen Kriterienkatalog aufstellt, zeugt das meiner Meinung nach von Engstirnigkeit und Intoleranz.

Möglicherweise aber auch von Haltung und davon, dass man keine Lust hat, mit dem falschen Menschen Zeit zu verbringen :tongue:
Weil sich hier manche so ein bisschen, hm, "beschweren", mal ganz direkt: Was bringt es dem Berufssoldaten, wenn ich mich weil er irgendwie "nett" ist überwinde und wir dann aber tägliche Diskussionen über Waffengewalt, Pazifismus und Hierarchien haben? (Soldat wäre so das absolute NoGo an Berufen für mich.)
Nur als Beispiel.

Ich gehe (jetzt sowieso nicht mehr, aber auch als Single...) keine Beziehungen ein, die ich nicht als zukunftsträchtig erachte.
Da ich aber weltanschaulich und politisch sehr starke Meinungen habe, die durchaus auch einseitig sind, halte ich nichts davon mit jemandem anzubandeln, dessen Meinung von meiner deutlich abweicht. Da ich auch doch recht diskussionsfreudig bin...
Das gilt auch für CSU-Wähler, Atheisten (nicht: Agnostiker) und Ballermann-Fans, insofern diskriminiere ich nicht nur Berufsgruppen, keine Sorge. :grin:


(Bisherige Partner waren übrigens Lehrer, Schreiner und Mathematiker, ich bin also nicht unbedingt festgefahren :tongue:)
 

Benutzer50955 

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Neben dem Beruf gibt es ja auch noch den Bildungshintergrund als Ausschlusskriterium. Gerade von Akademikern habe ich schon oft gehört, dass jemand ohne Hochschulbildung ein no go wäre.
 

Benutzer11466 

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:ROFLMAO:
Lehrer sind Klugscheißer und reden immer nur über den Beruf
Stimmt - ich war mal auf 'nem Geburtstag, wo außer meinem Kumpel, dessen Freundin und mir alle Lehrer waren. Das war furchtbar!

Ist aber objektiv gesehen wohl immer so, wenn mehrere Angehörige derselben Berufsgruppe aufeinandertreffen - wenn man sich privat und einzeln mit den Leuten unterhält, sind sie genauso nett oder langweilig wie der Rest der Welt. Für die meisten Schulfächer würde ich mich sogar interessieren - wäre also nicht wirklich ein KO-Kriterium.

Unter den WinkeladvokatenJuristen habe ich leider viele Fachidioten kennengelernt, die wirklich nur Paragraphen reiten und ansonsten dröge sind und schon daran scheitern, einen Nagel in die Wand zu schlagen. Auch unter denen gibt's aber Nette.

Unter den paar Angestellten aus dem öffentlichen Dienst, mit denen ich mal zu tun hatte, waren leider viele eher langweilige, phlegmatische Gestalten dabei - auch das wäre aber nicht per se ein Ausschlußkriterium.

In der Praxis wären wohl eher Arbeitszeiten oder ein entweder unverschämt niedriges oder exorbitant hohes Gehalt eines potentiellen Partners ein Problem.

Tendentiell würde ich aber zu Immobilienmaklern, Versicherungsvertretern u.ä. eher Abstand halten. Und als Atheist hätte ich wohl mit Kirchenmitarbeitern ein Problem.

Hier noch was Nettes aus "Titanic" zu Jobs mit schlechtem Ruf...

Berufliche Probleme
Es gibt so viele unvorteilhafte Berufe, ja ganze Branchen mit Imageproblemen. Fällt dann die Frage: »Und, was machen Sie beruflich?«, wird der Smalltalk oder Flirt schnell zum Flop. Deshalb ein Trick: Um die eigene Branche zu vernebeln, bietet sich die Wendung »Was mit…« an. »Was mit Köpfen« verrät nicht, ob man als Henker oder Headhunter tätig ist, und »was mit Armen« machen ziemlich viele, ob als Ringer oder Sozialarbeiter.
Diesen Trick habe ich kürzlich auch meinem Onkel Peter verraten. »Sag doch einfach: Was mit Firmen«, habe ich ihm eingebleut, nachdem er wieder einmal hängenden Kopfes aus der Disko kam, betrübt darüber, daß seine Gesprächspartnerinnen stets Reißaus nehmen, sobald er erzählt, daß er Pfarrer ist. Jetzt läuft das mit den Frauen wie am Schnürchen.

Ella Carina Werner

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Gerade von Akademikern habe ich schon oft gehört, dass jemand ohne Hochschulbildung ein no go wäre.
Glaube ich sofort - spricht aber nicht für die Herrschaften. Mit dummen Leuten habe ich auch ein Problem. Aber jemand, der klug ist, kann sich Bildung aneignen - wichtig ist, daß die Leute interessiert und - ein schönes altes Wort - wißbegierig sind. Klar gibt es Untergrenzen: Wenn jemand nicht weiß, wer gerade den Bundeskanzler gibt, würde da wohl höchstens 'ne Bettgeschichte draus....

Umgekehrt durfte ich schon viele Diplom- und Dr.-Dödel kennenlernen, die im schlimmsten Fall nicht mal auf dem Gebiet gut waren, das sie studiert hatten oder im besten Fall Fachidioten.

Von daher: Leute, die sich auf den Hochschulabschluß des Partners einen schrubben, stehen bei mir auf der Schwarzen Liste.
 
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Benutzer147358  (27)

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Es ist auffällig, wie gerade die Frauen immer noch und immer wieder auf den Beruf und seine Passung bestehen.
Ich glaube für Männer gibt es auch Berufe die sie eher ausschließen, die machen sich zumindest in meinem Bekanntenkreis im Vorfeld nicht so viele Gedanken darum. Was ich schade finde und mmn oft zu Problemen führt.
 

Benutzer58054  (39)

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Ich verschweige auch gern, um nicht Auskunft geben zu müssen. Jedoch habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass es auf dem Liebe/Dating-Markt kein Nachteil ist Juristin zu sein.

Ich verschweige das aber gern bei Vermietern :zwinker:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich verschweige es zwar nicht, aber ich bleibe anfangs schon undeutlich. Warum? Weil es abschreckt, wenn die Leute nicht im gleichen Bereich arbeiten, und weil sie ein falsches Bild davon haben. Hat aber eher mit dem Bildungsstand (promoviert) als mit dem Job zu tun. Einerseits ist das total bescheuert, weil ich tatsächlich noch NIE einen Mann kennengelernt hab, der damit ein ernsthaftes Problem hatte (die gibt es natürlich, aber ich glaub, so jemanden such ich mir dann auch nicht aus. Mag keine Männer mit Egoproblem, und hab schon Leute nur mit Hauptschulabschluss gedatet), andererseits habe ich schon gemerkt, dass es Leuten anfangs unangenehm ist, wenn sie es hören (sie müssen sich erstmal dran gewöhnen :grin: dann geht's aber und sie finden's entweder wurscht oder sogar cool). Und dann möchte ich auch nicht in die gleiche Schublade mit Leuten gesteckt werden, die sich auf ihre Ausbildung unheimlich viel einbilden. Daher, wenn mich jemand fragt "Was machst du eigentlich" hab ich nie gesagt "Ich promoviere gerade" oder später "Ich bin Post-Doc", sondern eher was schwammiges mit "Ich studiere/bin an der Uni." Nur wer nachgehakt hat, hat dann mehr erfahren.
 

Benutzer122533  (32)

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Ich brauche nichts zu verschweigen, da mein Job in keine der üblichen Ausschlusskategorien fällt. Aber selbst wenn, wozu lügen? Was soll ich denn mit jemandem, der mit einem Teil von mir ein Problem hat? Und wenns nur am Klischee hängen würde - einen Menschen, der auf unüberwindbaren Vorurteilen sitzt, fasse ich mit der Kneifzange nicht an.

Ich schließe alles aus, was das Beziehungsleben wesentlich beeinflusst: Sehr viele Dienstreisen, Schichtarbeit, usw.
Ebenso alles, was meinen Wertvorstellungen oder meiner Art widerspricht, aber das liegt nicht wirklich am Beruf selbst, sondern an der Persönlichkeit, die einen solchen wählt.
Militär kann ich z.B. nicht ab. Die spannendsten Jobs für mein Studium gibts zwar genau da, aber dazu konnte ich mich wirklich nicht durchringen. Passenderweise ist das exakt die Einstellung meines Freundes. :zwinker:

Was alle gegen Lehrer haben, weiß ich nicht. Der, den ich kenne, redet auch nicht mehr oder weniger als andere über seinen Job und ist auch sonst überhaupt nicht so wie hier beschrieben. Liegt vielleicht aber daran, dass er das tatsächlich aus Leidenschaft für den Beruf und nicht als Notlösung studiert hat und sich auch nicht für ach so toll hält.

PS: Ausnahmen gibt es, das ist alles nicht in Stein gemeißelt.
 

Benutzer161012 

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Ich glaube für Männer gibt es auch Berufe die sie eher ausschließen, die machen sich zumindest in meinem Bekanntenkreis im Vorfeld nicht so viele Gedanken darum. Was ich schade finde und mmn oft zu Problemen führt.
Off-Topic:
Mich nervt es eben schon mein ganzes Leben, dass mich Frauen nicht nach meinem Charakter einschätzen, sondern zuerst nach meinem Beruf und Einkommen....und danach gucken, ob ich auch charakterlich passe. Für mich die falsche Reihenfolge.
 

Benutzer147358  (27)

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sondern zuerst nach meinem Beruf und Einkommen....und danach gucken, ob ich auch charakterlich passe. Für mich die falsche Reihenfolge.
Bei wirklichen KO-Kriterien ist die Reihenfolge doch egal. Da dauert es nur länger und bereitet allen mehr Qual wenn man später zu diesem Punkt kommt.
Persönliches Beispiel: Ich käme mit monatelangen Auslandsaufenthalten nicht klar. Ergo fällt ein Soldat für mich raus und ich würde sie dementsprechend nicht daten. Es wäre doch einfach nur unfair eine Beziehung mit ihm einzugehen um ihn dann zu verlassen, wenn er wegen einem Auslandseinsatz weg muss. Er hat doch auch die Chance verdient eine Freundin zu finden die damit umgehen kann und ihn unterstützt.
Und manche Kriterien, bei denen man zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht doch denkt "Ach, nur deshalb. Ich liebe ihn/sie doch", ersparen beiden viel, viel Ärger.
Persönliches Beispiel: Motoradfahrer. Wenn er das verschweigt und wir uns verlieben würde ich ihn voraussichtlich nicht verlassen. Aber ich könnte auch nicht damit laben das er häufig mit dem Motorrad unterwegs ist. Ich würde ihm damit wirklich ständig in den Ohren liegen, jammern schümpfen, quängeln. Erstens will ich nicht so sein, könnte es mir aber aufgrund von persönlichen Erfahrungen nicht verkneifen. Zweitens macht es ihm doch auch keinen Spaß mehr.
Ich erwate einfach von meinem Gegenüber das er sich Gedanken darüber macht wie er sich das Zusammensein vorstellt und auch KO Kriterien für sich erkennt und selbst ablehnt. Auf ständiges Gezanke habe ich in einer Beziehung keinen Bock und darauf das sich jemand nach Ewigkeiten überlegt das er z.B. als pazifistischer Veganer nicht mit 'nem Metzger zusammen sein kann auch nicht. Einstellungen können sich natürlich ändern aber wenn manche Sachen von Anfang an klar waren, fehlt mir da irgendwo das Verständnis und finde es dem anderen gegenüber auch respektlos es überhaupt so weit kommen zu lassen.

Ich finde es auch seltsam das man nicht sehen will, dass der Beruf durchaus etwas mit dem Charakter zu tun hat. Abgesehen vom Schlafen verbringen die meisten Menschen schließlich den größten Teil des Tages damit.
Es kann offensichtlich sein das er etwas mit dem Charakter desjenigen zu tun hat, weil er sich damit identifiziert. Das kommt in manchen Berufsgruppen sicher öfter vor als in anderen.
Aber auch wenn man damit "nur" das Brot auf den Tisch bekommen will sagt es etwas über einen aus.
 

Benutzer165615 

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Ich finde es auch seltsam das man nicht sehen will, dass der Beruf durchaus etwas mit dem Charakter zu tun hat.

Das halte ich für maßgeblich falsch, wenn es drum geht dem Beruf eine Wertigkeit zu geben und von der Rückschlüsse auf die Person zu ziehen. Auf welcher Grundlage wird die Wertigkeit geschlossen? Eigene Erfahrung, weil selber darin gearbeitet? Okay! Mutmaßungen, weil man denkt es könnte so sein? Nicht okay!

Wenn heute Mrs B. in Schicht arbeiten müsste und daran Spaß hätte, dann gehe ich da als Partner natürlich mit. Es wäre rational nicht zu begründen warum die Beziehung scheitern sollte, nur weil man grundsätzliche Skepsis demgegenüber hat. Da sage ich einfach, dass die Liebe siegt und die Antisympathie für einen Beruf/ eine Situation verliert. Mag vielleicht auch an mir liegen, dass ich mich an Situationen anpassen kann, bez es eh müsste.

Ich kann aber Georgie verstehen, wenn er beklagt bei einer Frau nie diese Stelle zu erreichen. Sondern aufgrund von fehlender Sympathie/ Liebe aussortiert zu werden. Das kann durchaus Frust machen. Insofern stellt sich die Frage ob man Abneigungen von Zeit zu Zeit nicht mal hinterfragen sollte. Besonders, wenn man mehr Lebenserfahrung gesammelt hat. Vielleicht sieht man es am Ende doch entspannter als gedacht?
 

Benutzer123446 

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Insofern stellt sich die Frage ob man Abneigungen von Zeit zu Zeit nicht mal hinterfragen sollte. Besonders, wenn man mehr Lebenserfahrung gesammelt hat. Vielleicht sieht man es am Ende doch entspannter als gedacht?

Aber hat nicht jeder irgendwelche KO-Kriterien? Bei dem einen ist es eben die Optik, die Sportlichkeit, die Intelligenz etc., bei dem anderen sind es bestimmte Berufe/Berufsgruppen. :cautious:

Und es gibt einfach Berufe, da "muss" irgendein Zusammenhang mit dem Charakter bestehen, insofern dass ein Zusammenhang mit Einstellungen zum Leben, zur Politik, zur Welt besteht. Ein Vegetarier wird in den seltensten Fällen Metzger werden, ein Berufssoldat müsste schon kurz vor dem Austreten stehen, um mit mir kompatibel zu sein. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso man sich darüber beschwert.

Ich hab hier von den meisten durchaus gelesen, dass "softere" Berufe eben auch nicht zum direkten Ausschluss führen sondern man einfach die Erfahrung gemacht hat, dass man nicht kompatibel ist. Ist doch verständlich, dass man dann eben das eher als inkompatibel sieht?

Dazu kommen eben persönliche Wünsche an die Beziehungsgestaltung. Ich finde es sehr gut, wenn man da klare Vorstellungen davon hat, was man eben NICHT möchte. Bei mir zählen da auch Berufe, die tendenziell gefährlich sind dazu und beispielsweise Auslandsaufenthalte. Ich möchte das einfach in einer Beziehung nicht. Andere wollen niemanden, der so karriere-desinteressiert ist wie ich (was man an meiner Berufswahl durchaus sieht). Das ist aber völlig in Ordnung, es passt dann eben einfach nicht.

Aber ja: Wenn mein Mann plötzlich vermehrt ins Ausland müsste, dann würde ich das zunächst mitgehen. Allerdings wäre uns beiden (!) klar, dass unsere Beziehung Vorrang hat und dass, wenn die Auslandsaufenthalte "schaden", sich etwas verändern muss. Und das ist ein Unterschied zur Beziehungsanbahnung für mich. Da suche ich einen Partner, der so wie sein Leben eben grade ist, zu mir kompatibel ist.
 

Benutzer147358  (27)

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wenn es drum geht dem Beruf eine Wertigkeit zu geben
Was genau meist du damit?

Rückschlüsse auf die Person zu ziehen.
Wie sollte man nicht Rückschlüsse aus dem ziehen was eine Person idR 8 Stunden am Tag tut :confused:
Beispiel Polizist: Für mich sagt es schon etwas über diese Person aus. Letztendlich ist er Teil des ausführenden Organs des Staates und setzt auch ideologisch besetzte Gesetze durch. Wenn ich jetzt z.B. Anarchistin wäre würde das einfach nicht gut passen.
Oder auch am Beispiel vom Gehalt: Wenn es nun mal meine Wunschvorstellung wäre Hausfrau und Mutter zu sein, mit zwölfzendrölfzig Kindern, geht das nur wenn der Partner entsprechend verdient.
Es ist doch ehrlicher und für alle weniger schmerzhaft wenn man direkt sagt das es nicht passt, als wenn man sich nach 1, 2 Jahren entweder deshalb trennt oder nur noch Streitet und Frust schiebt.
Du hast weiter vorne selbst eins deiner beruflichen KO-Kriterien beim Kennenlernen genannt. Andere haben da andere Prioritäten, aber es ist das selbe Prinzip.

Das man bei Veränderungen während der Beziehung anders reagiert ist denke ich oft so, aber darum ging es mir nicht und so hatte ich den Thread auch nicht verstanden.
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Off-Topic:
Ich kann aber Georgie verstehen, wenn er beklagt bei einer Frau nie diese Stelle zu erreichen
Was aber nicht nur am Beruf liegen kann. Es gibt sicher Berufe mit denen die Partnersuche schwieriger/eingeschränkter ist als mit anderen und ich kann verstehen das es frustrierend sein kann. Ich kenne aber keine Berufsgruppe in der es nur sexlose Singles gibt (und da darf man katholische Prister miteinschließen :tongue:).
 

Benutzer164526 

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Da ich aber weltanschaulich und politisch sehr starke Meinungen habe, die durchaus auch einseitig sind, halte ich nichts davon mit jemandem anzubandeln, dessen Meinung von meiner deutlich abweicht.
Nun gut, manche Menschen schmoren halt am liebsten im eigenen Saft.
 

Benutzer123446 

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Nun gut, manche Menschen schmoren halt am liebsten im eigenen Saft.
In einer Beziehung? Definitiv.
Warum sollte ich mir beispielsweise tägliche Diskussionen über Politik antun? Ich weiß, was mir wichtig ist, was ich als wertvoll und sinnvoll in meinem Leben erachte. Ich weiß, wie ich zur Flüchtlingsfrage, zu Rassismus, zu Kapitalismus stehe. Und ich weiß, wie wichtig mir diese Haltungen sind.
Insofern halte ich es auch aus der Erfahrung heraus für sinnbefreit, eine Beziehung mit jemandem einzugehen, der komplett anders tickt als ich. Diskussions- und Gesprächspotential gibt es ja genug, auch ohne dass ich mit meinem Partner aneinander geraten muss.
Dazu kommt z.B., dass mir auch Dinge in der Kindererziehung wichtig sein werden, bei denen es für mich - und meinen Partner! - ziemlich unabdingbar ist, dass wir am selben Strang ziehen.
Warum sollte ich mir und meinem Gegenüber also antun, ständig aneinander zu geraten? Ist jetzt nicht meine Traumvorstellung von Beziehung.

(Wie hier weiter vorne schon Thema war, differenziere ich da z.B. auch zwischen Freunden und Partner. Mit den Freunden muss ich nicht in Urlaub fahren, Kinder erziehen und generell mein Leben verbringen. Da dürfen dann bis zu einem gewissen Grad auch Differenzen bestehen. Zu große Differenzen (beispielsweise rassistische Haltungen) schließe ich aus, aber die Haltung zur Atompolitik oder zu Feminismus ist mir im Freundeskreis ... nun ja, nicht egal, aber da kann man diskutieren oder es bleiben lassen. Bei einer Paarbeziehung bin ich sehr selektiv, ja.)
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Was genau meist du damit?

Ein Job ist in der Regel der Verdienst der Brötchen. Für manche ist es mehr, für manche weniger. Für viele ist der Beruf einfach eine Entwicklung. Man kann in der Schule rotze faul gewesen sein, das Schicksal hat am Ende zu nicht mehr gereicht als der Einzelhandelsmann. Würden wir hier die Wertigkeit "weniger gebildetet" interpretieren könnte das folglich auch ein Trugschluss sein. Warum? Weil man in jungen Jahren selten weiß was wirklich wichtig sein wird und man irgendwann Geld verdienen muss - weil der Teller sonst leer ist. Heißt also, dass der berufliche Werdegang unmittelbar an Lebensereignissen gekoppelt ist. Die kann ich nicht wissen, die kann ich auch nicht einschätzen. Ich meine aber das tun zu können, in dem ich eine Wertung vorzunehmen ohne das Individuum als solches zu betrachten. Nämlich individuell. Ich agiere eher in pauschalisierenden Halbsätzen.

Wie sollte man nicht Rückschlüsse aus dem ziehen was eine Person idR 8 Stunden am Tag tut :confused:

Weil es für viele Mittel zum Zweck ist. Weil viele ein Beruf üben, den sie eigentlich gar nicht mögen. Weil sie sich evtl. nur mit Teilen identifizieren können. Wer sagt dir, dass es genau die Punkte sind, womit er sich identifiziert die es sind, die sich dir widerstreben. Beispiel Soldat:

Er kann auch einfach so zum Wehr gekommen sein. Eben weil er dort Unterschlupf gefunden hat. Oder weil er ein konkretes Ziel verfolgt und dass der Bund bezahlen soll. Nun ist es natürlich legitim, dass man Auslandseinsätze nicht mag. Die Frage ist doch, tut er das überhaupt?

Weiß ich das, wenn ich kategorisch ablehne Soldaten zu mögen? Weiß ich ob der Typ n Waffengeiler Spinner ist? Nein. Ich meine zu wissen. Verstehst du?

Du hast weiter vorne selbst eins deiner beruflichen KO-Kriterien beim Kennenlernen genannt.

Klar, weil die Bereitschaft davon abzuweichen nicht hoch ist - da keine Gefühle der Motivator sein kann es doch zu tun. Es ist auch herrlich einfach. Wird es ,reflektiert, der Situation immer gerecht? Ich denke nicht. Ich nehme mir quasi schon im voraus die Chance mich selber vom Gegenteil zu überzeugen.

Aber hat nicht jeder irgendwelche KO-Kriterien? Bei dem einen ist es eben die Optik, die Sportlichkeit, die Intelligenz etc., bei dem anderen sind es bestimmte Berufe/Berufsgruppen. :cautious:

Und dann kommt man eben genau dazu, das kategorisieren in "No-Go" von Zeit zu Zeit abzulegen. Als wäre es irgendwo in Stein gemeißelt dass es immer so sein wird. Das wäre wie wenn ich sagen würden, ich wäre für immer mit meinem Partner zusammen. Wünschen würde ich es mir, zusichern kann ich es aber nicht. Was ist daran so schlimm sich selber und sein Verhalten von Zeit zu Zeit zu überdenken? Das kann ja auch dazu führen anderen KO-Kriterien zu finden. Aber es macht mich doch offen nicht so engstirnig in einem Denkmuster zu verharren.

Da datest du einen Typen, voll die Sympathie, toller Abend und dann sagt er "Ich bin Soldat" und ZACK alles weg. Voll unsympathisch, einfach nur weil man eine Abneigung hat. Was macht man denn, wenn innerhalb der Beziehung Punkte kommen die für einen eigentlich nicht gehen? Hinschmeißen? Oder n Weg suchen mit der Sache umzugehen. Verstehe mich nicht falsch. Hier geht es nicht drum jeden Trottel n Chance zu geben. Nur seine Euphorie nicht gleich ins Loch zu schmeißen, wenn etwas kommt was einem erst Mal nicht schmeckt.
 

Benutzer160853  (34)

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Wenn es nicht illegal ist, interessiert mich dies nicht. Ich verliebe mich in Menschen und nicht in ihre Parameter.
 

Benutzer123446 

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Und dann kommt man eben genau dazu, das kategorisieren in "No-Go" von Zeit zu Zeit abzulegen. Als wäre es irgendwo in Stein gemeißelt dass es immer so sein wird.
Ich verstehe was du meinst, aber ich glaube, dass man mich da falsch versteht - vielleicht kommt die Diskussion hier auch deshalb auf? Ich sage nicht direkt "Igitt, Soldat" oder so. Abgesehen davon, dass ich seit über sieben Jahren nicht mehr date :zwinker:
Ich hab zu meiner aktiven "Such-Zeit" durchaus auch Leute getroffen, die nicht ganz ins "Raster" gepasst haben und natürlich hab ich überprüft/reflektiert, ob meine Haltungen noch mit meinen Gefühlen und der Realität übereinstimmen. Aber letztendlich war es eben doch immer so, dass meine Haltungen und Erwartungen hinsichtlich bestimmter Kriterien gleich geblieben sind.
Ich hab übrigens nie zu jemandem gesagt "Ich will dich nicht wegen deines Berufs", aber sehr wohl, dass ich glaube, dass wir zu unterschiedliche Vorstellungen vom Leben haben und es deshalb nicht passt. Damit hab ich auch nie schlechte Erfahrungen gemacht.

Da datest du einen Typen, voll die Sympathie, toller Abend und dann sagt er "Ich bin Soldat" und ZACK alles weg. Voll unsympathisch, einfach nur weil man eine Abneigung hat.
Nein, nicht "alles weg", aber ich wäre vorsichtig und die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich dazu entschließe eine Beziehung einzugehen, wäre wirklich absolut minimal. Nicht wegen einer einfachen Abneigung, sondern weil da für mich ein Gesamtpaket drinsteckt. Ja, ich tu mir schwer mit der Bundeswehr. Ja, ich bin Pazifistin. Ja, ich hab ein Problem damit, wenn jemand hierarchiegläubig ist. Ja, ich bin politisch sehr weit links. Ja, ich kann nicht damit umgehen, wenn mein Partner längerfristig weiter weg ist - und schon gar nicht, wenn er einen gefährlichen Job hat.
Diese Sachen.
Insofern glaube ich nicht mal, dass der Soldat und ich es bis zu einem beziehungsmäßig ernst zu nehmenden Date schaffen würden. Und wenn, dann müsste einfach schon SEHR viel passieren um mich davon zu überzeugen, dass man zusammenpasst.

Was macht man denn, wenn innerhalb der Beziehung Punkte kommen die für einen eigentlich nicht gehen? Hinschmeißen? Oder n Weg suchen mit der Sache umzugehen.
Mir ist es ehrlich gesagt noch nie passiert, dass ich in einer Beziehung war und dann wirklich gravierende Unterschiede in Bereichen zu Tage traten, die nicht mehr aushaltbar waren. Wobei, doch - was Glauben und Atheismus angeht, da war meine Exfreundin leider sehr militant. Ich nicht mal so, aber sie hat meine Haltung wirklich nicht ausgehalten und ist da regelmäßig ausgestiegen. Da war dann nicht das Thema der Trennungsgrund, aber ihr Verhalten.
Und nein, grundsätzlich versuche ich immer in einer bestehenden (!) Beziehung Probleme aus dem Weg zu räumen. Aber ja: Wenn mein Partner plötzlich zum Rassisten mutieren würde und sich nicht umstimmen ließe, egal wie oft wir reden, dann wäre ich wohl weg. Zum Glück kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen, dass das passiert.
 
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