Bereust du, ein Kind bekommen zu haben?

Bereust du, ein Kind bekommen zu haben?

  • Ja, meistens

    Stimmen: 3 5,8%
  • Nein

    Stimmen: 49 94,2%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    52

Benutzer150857 

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Off-Topic:

Ich kann ja nun nichts dafür, wenn Du meine Erklärungen nicht zur Kenntnis nimmst:
Off-Topic:

Das war deine Erklärung an Bria. Mir ging's um den Vergleich zwischen der Wichtigkeit der Beziehung von Mutter zu Kind und Mutter zu Partner. Und mir ist nicht klar, worüber du den Stellenwert definierst, wenn nicht über Liebe.
 

Benutzer123446 

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In den ersten Lebensjahren ganz speziell ist es einfach so, dass das Kind auf Erwachsene angewiesen ist, die es durch das Leben begleiten. Natürlich ist das mit Zeitaufwand verbunden?
Ich hab das im Bekanntenkreis schon mitbekommen, dass es für Väter manchmal schwieriger ist, diese Anfangszeit so zu akzeptieren, wie sie ist, weil sie offenbar irgendwie dachten - Baby kommt und alles geht genauso weiter wie vorher. Aber da ist dann eben ein kleiner Mensch, der auf einen angewiesen ist, für den man Sorge zu tragen hat. Das sollte einem glaube ich vor dem Zeugen eines Kindes zumindest rational klar sein. :confused:
Ebenso, dass sich die Paarbeziehung ein Stück weit verändern wird, weil da eben noch eine Person ist, die ebenfalls Wünsche und Anliegen hat und das Recht darauf, damit gesehen zu werden.

Wenn ich dich richtig verstehe, dann geht es dir bzgl. "Stellenwert" um die ganz reale, messbare Zeit und auch die Energie, die in das Kind, seine Erziehung und die Beziehung zwischen Kind und Eltern (bzw. in deiner Sicht zwischen Kind und Mutter) gesteckt wird?
Da denke ich mir dann, dass es sicher Jahre gibt, in denen das Kind den höheren "Stellenwert" hat, aber je älter und unabhängiger es wird, umso mehr Zeit ist doch dann auch wieder für das Paar und seine Bedürfnisse.

Ich sehe das übrigens bzgl. Beziehung zu den Eltern oder dem Mann anders als z.B. ViolaAnn . Für mich hat eine Ehe mindestens ebenso eine Verbindlichkeit wie die Beziehung zu meinen Eltern. Das möchte ich gern ergänzen, weil ich schon finde, dass in solchen Sätzen eine Abwertung der Paarbeziehung steckt, die ich so nicht stehen lassen will.
 

Benutzer164526 

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Off-Topic:
Das war deine Erklärung an Bria. Mir ging's um den Vergleich zwischen der Wichtigkeit der Beziehung von Mutter zu Kind und Mutter zu Partner. Und mir ist nicht klar, worüber du den Stellenwert definierst, wenn nicht über Liebe.
Das ist so ähnlich wie wenn sich jemand darüber beschwert, dass der Beruf für seinen oder ihren Partner einen höheren Stellenwert besitzt als die Paarbeziehung.
Natürlich haben Eltern gewisse Verpflichtungen ihren Kindern gegenüber, genauso wie Arbeitnehmer gewisse Verpflichtungen gegenüber ihrem Arbeitgeber haben. Aber wenn es zur Regel wird, dass die Paarbeziehung über die objektiv bestehenden Verpflichtungen hinaus geringer priorisiert wird, dann merkt man das halt.
 

Benutzer123446 

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Das ist so ähnlich wie wenn sich jemand darüber beschwert, dass der Beruf für seinen oder ihren Partner einen höheren Stellenwert besitzt als die Paarbeziehung.
Natürlich haben Eltern gewisse Verpflichtungen ihren Kindern gegenüber, genauso wie Arbeitnehmer gewisse Verpflichtungen gegenüber ihren Arbeitgeber haben. Aber wenn es zur Regel wird, dass die Paarbeziehung über die objektiv bestehenden Verpflichtungen hinaus geringer priorisiert wird, dann merkt man das halt.
Aber was sagst du denn zu dem "Gegenargument", dass ein Kind im Gegensatz z.B. zum Beruf eine Verantwortung ist, die man nicht abgeben kann? Und zwar auch deshalb, weil ein Arbeitgeber in den allermeisten Fällen nicht grade pleite gehen und der Chef sich nicht ruinieren wird, wenn man kürzer tritt oder kündigt, ein Kind aber auf die Fürsorge seiner Eltern angewiesen ist. Zudem haben sich die Eltern gemeinsam für das Kind entschieden, davon gehe ich zumindest mal aus, wohingegen die Entscheidung für einen Beruf eine individuelle ist.

Und ich frage mich ehrlich gesagt, wie man merkt, dass die Paarbeziehung über die objektiv bestehenden Verpflichtungen hinaus geringer priorisiert wird. Kannst du da Beispiele dafür geben? Vielleicht gibt es einfach auch verschiedene Ansichten zu den "objektiv bestehenden Verpflichtungen"? (Beispiel meinerseits: "Kind füttern" ist eine definitive objektiv bestehende Verpflichtung. Manche anderen Verpflichtungen bestehen nur in Bezug auf ein bestimmtes Kind, womöglich auch in den Vorstellungen die man von der eigenen Rolle als Mutter oder Vater hat. "Mit dem Kind spielen" ist sicher keine objektiv bestehende Verpflichtung für alle Eltern, in meinen Augen allerdings durchaus, aus verschiedenen Gründen. Natürlich hat man auch Verpflichtungen gegenüber der Paarbeziehung, die stehen in den ersten Lebensjahren eben hintenan. Irgendwie fällt es mir schwer, zu verstehen, worauf du da rauswillst, deshalb die Bitte um Beispiele.)
 

Benutzer124223  (45)

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ich würde es als ziemlich unnatürlich empfinden, wenn eine frau den mann ihren kindern tatsächlich vorziehen würde. schließlich ist dieser, im gegensatz zu den kindern, idr gut in der lage für sich selbst zu sorgen. der muss eigentlich nicht beschützt werden etc.

Das würde ich genauso empfinden, auch wenn meine Frau mich unserem Sohn vorziehen würde. Vielleicht wäre ich ganz kurz geschmeichelt, aber dann würde ich mir doch sorgen darüber machen, dass die Mutter meines Sohnes ihm nicht die Priorität gibt, die er verdient.
 

Benutzer164526 

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schließlich ist dieser, im gegensatz zu den kindern, idr gut in der lage für sich selbst zu sorgen. der muss eigentlich nicht beschützt werden etc.
aber vielleicht empfindest du genau das anders :zwinker:
Nein, ich lege keinerlei Wert darauf, von meiner Partnerin *beschützt* zu werden. Aber ich bin auch ganz sicher nicht in erster Linie mit ihr zusammengekommen, weil ich eine Familie gründen wollte und eine Mutter für meine Kinder gesucht habe.
Ich bin mit ihr zusammengekommen, weil ich mich zu ihr hingezogen fühlte und ihr möglichst nahe sein wollte.
 

Benutzer122781 

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Nein, ich lege keinerlei Wert darauf, von meiner Partnerin *beschützt* zu werden. Aber ich bin auch ganz sicher nicht in erster Linie mit ihr zusammengekommen, weil ich eine Familie gründen wollte und eine Mutter für meine Kinder gesucht habe.
Ich bin mit ihr zusammengekommen, weil ich mich zu ihr hingezogen fühlte und ihr möglichst nahe sein wollte.
ja jut, also wenne keinen bock auf kinder hattest/ hast, wäre es wohl klug gewesen, das deiner frau gegenüber mal vorm zeugen dieser mitzuteilen.:hmm:
 

Benutzer163532  (36)

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Wenn sich beide Partner gleichermaßen dem Kind zuwenden, dürfte man doch Verständnis dafür haben, dass sich auch der Partner nicht vierteilen kann.
Ich kann entweder mit meiner Tochter ein Buch anschauen, oder mit meinem Mann auf dem Sofa kuscheln. Sie entweder ins Bett bringen, oder meinetwegen mit ihm schlafen. Sie am Tisch mit Babybrei füttern, oder mit ihm in einem feinen Restaurant speisen. Geht halt nicht alles gleichzeitig. Aber ich mache das ja nicht alleine. Es sind nicht nur meine Pflichten und nicht nur meine Zuwendung, die das Kind erfährt. Ich habe Verständnis dafür, dass mein Mann weniger Zeit als früher für mich hat, weil auch ich weniger Zeit für ihn habe. Wir haben uns dieses Kind gemeinsam gewünscht, es geht ja nicht um ein einseitig ausgeübtes Hobby, das plötzlich alle Zeit und Energie auffrisst.

Und es ist ja auch nicht so, dass man nicht auch mit Kind noch Partnerzeit haben kann. Wenn wir zu dritt unterwegs sind, verbringen wir auch als Partner Zeit gemeinsam.

Wenn ich meinem Mann etwas backe, dann ist das eine Art, ihm meine Zuneigung zu zeigen. Ebenso wenn ich ihn Samstags ausschlafen lasse, während ich mich um unsere Tochter kümmere. Oder wenn ich ihm Badewasser einlasse. Oder wenn ich sein Kissen im Bett aufschüttle, damit er es schön hat, wenn er schlafen geht.

Also so richtig verstehe ich dieses Konkurrenzdenken nicht - vor allem nicht in einer Partnerschaft, in der sich beide Elternteile gleichermaßen um die Kinder kümmern. Und wenn das nicht der Fall ist, ist das ja etwas, das sich durchaus ändern lässt - dann entlastet man auch den Partner, der dann vielleicht auch mehr Energie für und Lust auf Zweisamkeit hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer39498 

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ja jut, also wenne keinen bock auf kinder hattest/ hast, wäre es wohl klug gewesen, das deiner frau gegenüber mal vorm zeugen dieser mitzuteilen.:hmm:
Das finde ich dann auch wieder übertrieben - er hat ja nicht gesagt, das er eigentlich die Kinder nicht wollte, sondern das er in erster Linie mit seiner Frau zusammen kam, weil er diese Frau liebt. Und das finde ich eigentlich auch ganz richtig so - die richtige Reihenfolge quasi. Ich habe mir auch keinen "Vater für meine Kinder" ausgesucht sondern einen Mann, mit dem ich mein Leben verbringen will. Ob mit oder ohne Kinder. Und auch dann, wenn die Kinder aus dem Haus sind.
 

Benutzer122781 

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sondern das er in erster Linie mit seiner Frau zusammen kam, weil er diese Frau liebt. Und das finde ich eigentlich auch ganz richtig so - die richtige Reihenfolge quasi.
schon klar. aber irgendwann kommt ja dann wohl das thema kinder aufs tapet und da muss man ja schon ziemlich weltfremd sein, wenn man davon ausgeht, dass beide partner dann noch genauso viel zeit wie vorher füreinander haben.
und wenn man eben nicht so naiv ist, dann muss einem doch klar sein, dass die kinder eben ne gewisse zeit priorität haben. das liegt doch in der natur der sache.
und wenn es mir eben so wichtig ist, dass ich IMMER die nr. 1 für meinen partner bin, wäre es wohl nicht verkehrt mal zu überlegen ob es dann so klug ist kinder in die welt zu setzen.
die liese hat bei euch doch zzt auch priorität, vor paarzeit etc. das ist doch ganz normal?
 

Benutzer39498 

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die liese hat bei euch doch zzt auch priorität, vor paarzeit etc. das ist doch ganz normal?
Ja, ich finde das auch normal. Besonders was die reale Zeit angeht ist es für mich klar, das erst die Bedürfnisse meiner Tochter befriedigt werden müssen - auch vor meinen eigenen. Nicht für immer (auch sie wird mal zurück stecken müssen), aber am Anfang natürlich schon.
Emotional ist die Beziehung zu meinem Mann aber schon eine Andere als zum Kind, ohne ihn gäbe es das Kind ja auch gar nicht.
Aber vielleicht habe ich das auch falsch verstanden oben. Muss noch mal alle Beiträge ordentlich lesen. :ashamed: Ich dachte, deine Aussage bezöge sich darauf das er meinte er hätte nicht eine Mutter für Kinder gesucht sondern in erster Linie eine Partnerin.
 

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Ich bin mit ihr zusammengekommen, weil ich mich zu ihr hingezogen fühlte und ihr möglichst nahe sein wollte.
Indem ich mit meinem Mann eine Familie gründe und da noch jemand hinzu kommt, zusätzlich zu unserer Paarbeziehung, nimmt aber ja nicht die Zuneigung zu meinem Mann ab. Ich hab ja nicht nur 100g Liebe und die teile ich auf auf die Leute, die mir wichtig sind, und wenn's Baby da ist, kriegt mein Mann eben etwas weniger ab. Weniger Nähe ja, aber das ist ja normal, weil da eben jemand ist, um den man sich kümmern muss und möchte (!). Ich selbst muss aber ja in Hinblick auf mein Nähebedürfnis zu meinem Mann auch zurückstecken.
 

Benutzer122781 

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Ich dachte, deine Aussage bezöge sich darauf das er meinte er hätte nicht eine Mutter für Kinder gesucht sondern in erster Linie eine Partnerin.
tat sie auch. aber das hängt ja miteinander zusammen.
es ist doch völlig logisch (also sollte es zumindest sein :grin:), dass ich einen partner wähle, weil ich ihn liebe, nicht weil ich nen kind will.
wenn dann aber kinder thema werden, sollte es eben genauso klar sein, dass sich die beziehung, bzw. die zeit, die man nur für sich als paar hat, (erstmal) reduziert.
und entweder war diese, für mich völlig logische tatsache, tiefblick nicht bewusst oder es wäre eben klüger gewesen keine kinder zu kriegen, wenn ich den beziehungszeit-status quo beibehalten will.
Emotional ist die Beziehung zu meinem Mann aber schon eine Andere als zum Kind, ohne ihn gäbe es das Kind ja auch gar nicht.
genau das scheint er ja aber nicht zu meinen, wenn er betont, dass es nicht um "liebe" ginge. um was es sonst geht ("stellenwert"), wird ja ziemlich kryptisch ausgedrückt, so dass ich eben davon ausging, dass die gemeinsame zeit gemeint ist.
 
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Benutzer77547 

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Mir fällt es wirklich schwer zu verstehen, was hier verhandelt wird. Mir hat sich eigentlich nie die Frage gestellt, was bei mir einen höheren "Stellenwert" einnimmt - Partnerin oder Kinder -, wobei mir aber auch wohl immer noch nicht klar ist, was hier unter "Stellenwert" und "Priorisierung" genau zu verstehen ist. In welchen Alltagssituation äußert sich so eine "Priorisierung"?
Ich empfinde das - jedenfalls in meinem Alltag - irgendwie anders: Ich lebe in einer Art "Gruppe" mit meiner Frau und meinen drei Kindern. Ich liebe sie alle und versuche halt irgendwie auszutarieren, dass "am langen Ende" niemand zu kurz kommt (inkl. meiner eigenen Person) und das Gesamtsystem "Familie" auch nicht. Ist schwer genug. Mal ist der eine dran, mal der andere, dann wieder alle zusammen....und irgendwie muss das halt eine "Balance" aufweisen. "Stellenwert" ist da eigentlich gar keine Kategorie für mich. :confused:.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer22419 

Sehr bekannt hier
Mir fällt es wirklich schwer zu verstehen, was hier verhandelt wird. Mir hat sich eigentlich nie die Frage gestellt, was bei mir einen höheren "Stellenwert" einnimmt - Partnerin oder Kinder -, wobei mir aber auch wohl immer noch nicht klar ist, was hier unter "Stellenwert" und "Priorisierung" genau zu verstehen ist. In welchen Alltagssituation äußert sich so eine "Priorisierung"?]
Im Alltag priorisiere ich, nach meiner Definition, nicht. Da brauchen die Kinder aktuell mehr ihre Mama als der Mann seine Partnerin braucht. Deshalb steckt er, natürlich, zurück. Das ist aber temporär und einfach eine Notwendigkeit und nichts, was ich tue, weil ich die Kinder mehr liebe als ihn.
Wenn ich sage, die Kinder haben Vorrang, dann bezieht sich das auf den hoffentlich niemals eintretenden Fall, dass ich zwischen Mann und (real existierenden, nicht einem geplanten!) Kind wählen müsste. Bräuchten beide eine Niere, das Kind würde sie bekommen. Könnte ich nur einen aus einem brennenden Haus oder dem Fluss retten, es wäre das Kind. Das meine ich. Und da tickt er übrigens ganz genauso. Er würde mich auch sterben lassen, um die Kinder zu retten.
Im Alltag liebe ich sie alle ziemlich gleich intensiv :smile:
 

Benutzer164526 

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Aber was sagst du denn zu dem "Gegenargument", dass ein Kind im Gegensatz z.B. zum Beruf eine Verantwortung ist, die man nicht abgeben kann? Und zwar auch deshalb, weil ein Arbeitgeber in den allermeisten Fällen nicht grade pleite gehen und der Chef sich nicht ruinieren wird, wenn man kürzer tritt oder kündigt,
Das mag vielleicht für einen konkreten Arbeitgeber gelten, aber den Beruf an sich komplett aufzugeben, ist schon eine ziemlich einschneidende Entscheidung.
Es geht mir aber auch gar nicht darum, dass die Verantwortung für Kinder oder Beruf komplett abgegeben werden soll. Davon war ja gar keine Rede.

Und ich frage mich ehrlich gesagt, wie man merkt, dass die Paarbeziehung über die objektiv bestehenden Verpflichtungen hinaus geringer priorisiert wird. Kannst du da Beispiele dafür geben? Vielleicht gibt es einfach auch verschiedene Ansichten zu den "objektiv bestehenden Verpflichtungen"? (Beispiel meinerseits: "Kind füttern" ist eine definitive objektiv bestehende Verpflichtung. Manche anderen Verpflichtungen bestehen nur in Bezug auf ein bestimmtes Kind, womöglich auch in den Vorstellungen die man von der eigenen Rolle als Mutter oder Vater hat.
Na wenn z.B. die Freizeitgestaltung so sehr auf die vermeintlichen Wünsche/Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten wird, dass die Paarbeziehung darunter leidet, weil die Eltern abends noch erschöpfter sind als es ohnehin der Fall ist.

Natürlich hat man auch Verpflichtungen gegenüber der Paarbeziehung, die stehen in den ersten Lebensjahren eben hintenan.
Nun ja: Angesichts des nicht unerheblichen Anteils von Paarbeziehungen, die dadurch in ernsthafte Schieflage geraten oder gar daran zerbrechen, klingt diese Formulierung für mich doch etwas bagatellisierend.
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es ist doch völlig logisch (also sollte es zumindest sein :grin:), dass ich einen partner wähle, weil ich ihn liebe, nicht weil ich nen kind will.
Ich bin mir da inzwischen nicht mehr so sicher, auch aufgrund von Gesprächen mit anderen Frauen, die relativ lange nach dem richtigen Partner für eine Familiengründung gesucht haben.

wenn dann aber kinder thema werden, sollte es eben genauso klar sein, dass sich die beziehung, bzw. die zeit, die man nur für sich als paar hat, (erstmal) reduziert.
und entweder war diese, für mich völlig logische tatsache, tiefblick nicht bewusst oder es wäre eben klüger gewesen keine kinder zu kriegen, wenn ich den beziehungszeit-status quo beibehalten will.
Die Tatsache an sich war mir durchaus bewusst, nicht aber das Ausmaß, in dem dies der Fall sein würde.

genau das scheint er ja aber nicht zu meinen, wenn er betont, dass es nicht um "liebe" ginge. um was es sonst geht ("stellenwert"), wird ja ziemlich kryptisch ausgedrückt, so dass ich eben davon ausging, dass die gemeinsame zeit gemeint ist.
Das hast Du schon tendenziell richtig verstanden, auch wenn ich natürlich nie erwartet habe, dass man mit Kindern genauso viel Zeit füreinander hat wie vorher. Aber ich war auch nicht davon ausgegangen, dass die Paarbeziehung durch Beruf und Kindern derartig marginalisiert werden würde wie es dann der Fall war.
 

Benutzer163532  (36)

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T tiefblick77 , habt ihr denn nicht vielleicht die Möglichkeit, für Entlastung zu sorgen?
Ich meine, die Kinder sind jetzt da und eure Jobs werdet ihr auch nicht einfach an den Nagel hängen können und wollen. Aber offensichtlich ist euer Zustand ja keiner, mit dem du gut leben kannst.
Gibt es keine Möglichkeit, dass die Kinder ab und an bei Oma und Opa übernachten? Und vielleicht effektiver: Dass mindestens einer von euch beruflich kürzer tritt?
Wir sieht deine Frau eure Situation?
Du musst aber natürlich nicht antworten, falls dir das zu privat ist.
 

Benutzer39498 

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Übrigens finde ich es interessant, das es so arg aneckt das ein Mann offen sagt das er sich das anders vorgestellt hatte und nicht in allen Aspekten mit der Entscheidung für Kinder glücklich ist. In Zeiten von "regretting motherhood" scheint das immer noch ein kleines Tabu zu sein, dabei finde ich es gut, offen darüber zu sprechen.
 

Benutzer147358  (27)

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Übrigens finde ich es interessant, das es so arg aneckt das ein Mann offen sagt das er sich das anders vorgestellt hatte
Einerseits finde ich das du Recht hast, andererseits ist er eben nicht damit gestartet das er persönlich etwas bereut oder sich anders vorgestellt hatte. Er hat mit einem Vorwurf gestartet, dass Frauen mit Kinderwunsch einen "Samenspender" (das Wort hat er nicht verwendet, aber bei mir ist es so angekommen) suchen und keinen Partner. Das man damit polarisiert sollte nicht überraschen.
Als er dann näher auf seine persönlichen Gefühle eingegangen ist, wurde auch deutlich einfühlsamer reagiert, siehe z.B. Velvet Velvet 's Beitrag.

Zum Thema Suche nach Partner vs Suche nach einem Vater: In den Wunschvorstellungen der Mehrheit wird diese Position wohl von der gleichen Person ausgefüllt werden. Also ja, wenn man einen Kinderwunsch hat wird man wohl nicht nur einen Partner, sondern auch einen potenziellen Vater suchen. Umso konkreter der Kinderwunsch, desto konkreter wird wohl auch nach einem Mann gesucht der nicht nur die Partnerrolle, sondern auch die Vaterrolle übernehmen kann/will.
Aber nur weil man eben auch einen potenziellen Vater sucht, heißt es nicht das man dadurch weniger Ansprüche an seine Rolle als Partner hat und diese Rolle unwichtig wäre.
 

Benutzer164526 

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ja jut, also wenne keinen bock auf kinder hattest/ hast, wäre es wohl klug gewesen, das deiner frau gegenüber mal vorm zeugen dieser mitzuteilen.:hmm:
Aber so war es ja damals nicht. Ich glaube Du schätzt mich da wirklich völlig falsch ein. Was ich hier heute schreibe, basiert ja auf den Erfahrungen und Erkenntnissen, die ich *heute* habe. Und ja, wenn ich mit meinem heutigen Wissen noch einmal vor der Entscheidung stünde, dann wäre ich dem Kinderwunsch meiner Partnerin gegenüber wesentlich skeptischer und würde sehr viel kritischer hinterfragen wie sie sich bestimmte Dinge vorstellt. Aber damals hatte ich diese Erfahrungen noch nicht und war somit wesentlich unbefangener als heute.
[doublepost=1510934841,1510933246][/doublepost]
Off-Topic:
Er hat mit einem Vorwurf gestartet, dass Frauen mit Kinderwunsch einen "Samenspender" (das Wort hat er nicht verwendet, aber bei mir ist es so angekommen) suchen und keinen Partner. Das man damit polarisiert sollte nicht überraschen.
So habe ich das ja gar nicht geschrieben:
Das ist echt so ein Punkt, mit dem ich mich nur sehr schwer abfinden kann, dass für sehr viele (aber natürlich nicht alle) Frauen Kinder wichtiger zu sein scheinen als die Paarbeziehung.

Ich glaube das ist auch einer der Hauptgründe, warum in der sog. Manosphere oft die Auffassung vertreten wird, dass Paarbeziehungen für viele Frauen im Grunde nur Mittel zum Zweck sind.
Ich schrieb, dass vielen Frauen Kinder wichtiger zu sein scheinen als die Paarbeziehung, und dass das wohl einer der Gründe für die von Dir angesprochene Samenspendertheorie ist. Dass Frauen tatsächlich ausschließlich einen Samenspender suchen, wollte ich damit nicht zum Ausdruck bringen, sonst hätte ich das anders formuliert.
 
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