Bereust du, ein Kind bekommen zu haben?

Bereust du, ein Kind bekommen zu haben?

  • Ja, meistens

    Stimmen: 3 5,8%
  • Nein

    Stimmen: 49 94,2%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    52

Benutzer123446 

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Ich meinte das auch eher auf die TS bezogen, die sich von außen kritisch beäugt fühlt. Das Gefühl wird nicht vergehen, es werden sich nur die Inhalte verändern.

Das glaube ich. Aber - grade in Bezug auf die unklare Gefühlslage der TS: Ich glaube, je sicherer man hinter einer Entscheidung steht, umso mehr bewirken solche Kommentare ein :rolleyes: :cool: und nicht ein :cautious::geknickt:. Das sagt mir zumindest meine Erfahrung mit anderen Lebensbereichen (wie nach außen irriterende Jobwechsel, Studienabbrüche...). Je unglücklicher ich mit einer Entscheidung war, je unsicherer, umso schmerzhafter waren die Kommentare. War ich mir sicher, das Richtige zu tun, und sei es auch nur für den Moment, war es mir egal.
 

Benutzer59742 

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Ein ähnliches Thema (zumindest mit dem eigentlichen Hintergrund der TS) gab es übrigens schon mal:

Kein Kinderwunsch - warum glaubt mir niemand?

Ist vllt hilfreich für die TS, zu sehen, dass sie nicht alleine ist mit dieser Einstellung :smile:.

caotica caotica Also dein "Allein-Sein" Tick, klingt wirklich ... speziell :zwinker: Davon mal abgesehen, verstehe ich aber total, was du meinst. So schön das Mutter sein auch ist, das einzige was ich wirklich "bereue" und was mir Angst macht, sind die Sorgen und die Abhängigkeit von diesem kleinen Menschen. Das ist mir in den ersten Tagen nach seiner Geburt so richtig bewusst geworden. "Ich bin jetzt Mutter, für IMMER! Dieses Fürsorgegefühl, dass ich jetzt empfinde, wird niemals enden - wie schrecklich!"
Klar, die Kinder werden größer und die Bedürfnisse verschieben sich, aber er wird immer mein Sohn bleiben, um den ich mich sorge.
 

Benutzer68775  (36)

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caotica caotica Also dein "Allein-Sein" Tick, klingt wirklich ... speziell :zwinker: Davon mal abgesehen, verstehe ich aber total, was du meinst. So schön das Mutter sein auch ist, das einzige was ich wirklich "bereue" und was mir Angst macht, sind die Sorgen und die Abhängigkeit von diesem kleinen Menschen. Das ist mir in den ersten Tagen nach seiner Geburt so richtig bewusst geworden. "Ich bin jetzt Mutter, für IMMER! Dieses Fürsorgegefühl, dass ich jetzt empfinde, wird niemals enden - wie schrecklich!"
Klar, die Kinder werden größer und die Bedürfnisse verschieben sich, aber er wird immer mein Sohn bleiben, um den ich mich sorge.

Off-Topic:

Jap, genau das meine ich :zwinker: Hatte ich in abgeschwächter Form mit dem Welpen, auch wenn das blöd klingen mag - keine Angst ich vermenschliche keine Tiere ... aber ein Herzensstück kann nicht glücklich sein, wenn der Hund krank ist, oder Ähnliches. Für ein Kind wäre es ein noch viel größeres Stück, für viel längere Zeit.

Das mit dem Allein sein müssen ist nochmal was andres, was gar nicht sooo umwerfend direkt damit zusammenhängt, ja da bin ich speziell.
Aber FÜR IMMER Mutter zu sein, und abhängig zu sein davon, dass es jemand anderen gut geht... und wie meine Mama mal gesagt hat - als ich kleiner war, war es einfacher, weil man etwas in der Hand hatte, um es besser zu machen, wenn es mir schlecht ging.
Heute muss sie einfach daneben stehen, wenn ich leide und kann nichts ändern. Klar überlebt man das, aber diese unabänderliche Liebe komme was da wolle, will ich nicht für mich.
 

Benutzer59742 

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Off-Topic:


Aber FÜR IMMER Mutter zu sein, und abhängig zu sein davon, dass es jemand anderen gut geht... und wie meine Mama mal gesagt hat - als ich kleiner war, war es einfacher, weil man etwas in der Hand hatte, um es besser zu machen, wenn es mir schlecht ging.
Heute muss sie einfach daneben stehen, wenn ich leide und kann nichts ändern. Klar überlebt man das, aber diese unabänderliche Liebe komme was da wolle, will ich nicht für mich.
Das kann ich sehr gut verstehen. Ich war sehr unvorbereitet, was das angeht. Ich konnte mir das nie so vorstellen, wie stark diese Muttergefühle sein würden. Mein Mann hatte das schon eher im Gefühl :grin: Von daher finde ich es auch gut und bemerkenswert, dass du das für dich so entscheiden kannst. Und dich so gut in dieser Situation reflektieren kannst. Besser, als wenn das Kind da ist, und du merkst dann erst, dass es dich total überfordert!
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:

Das kann ich sehr gut verstehen. Ich war sehr unvorbereitet, was das angeht. Ich konnte mir das nie so vorstellen, wie stark diese Muttergefühle sein würden. Mein Mann hatte das schon eher im Gefühl :grin: Von daher finde ich es auch gut und bemerkenswert, dass du das für dich so entscheiden kannst. Und dich so gut in dieser Situation reflektieren kannst. Besser, als wenn das Kind da ist, und du merkst dann erst, dass es dich total überfordert!
Off-Topic:
Völlig überfordert nur innerlich :zwinker: Ich wills einfach nicht - ich glaube, wenns dann da wäre, dann wäre es wie es wäre, und würde auch nicht nur furchtbar werden - ein emotionaler Krüppel bin ich jetzt auch nicht :zwinker: Ich bin aber prädestiniert dafür mit 55 dann einen Auszucker zu bekommen, weil ich das alles so eigentlich nie wollte, und nur reingerutscht bin :zwinker:
 

Benutzer59742 

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Übrigens: Das rowan rowan schrieb, sie hätte sich zwischen Kinderwunsch und Partner wohl eher für den Partner entschieden, ist ja nachvollziehbar: Wenn ich sie richtig verstanden habe, schrieb sie, dass zum Zeitpunkt der Hochzeit war ihr Kinderwunsch noch nicht so augeprägt war. Das ist ja eine ganz andere Grundlage als wenn eine Frau einen innigen Kinderwunsch hegt.
Ich wollte schon immer Kinder haben und daher wäre für mich auch kein Partner in Frage gekommen, der keine Kinder will. Zum Glück waren mein Mann und ich uns da von Anfang an einig. Hätte er sich aber im Laufe unserer Beziehung gegen den Kinderwunsch ausgesprochen... puh. Ich weiß nicht, ob ich bei ihm geblieben wäre :frown:

Ich gehöre übrigens zu denen, die wohl instinktiv das Kind retten würden, statt den Partner. Und ich glaube (und hoffe), dass mein Mann sich genauso entscheiden würde. Wir beide am Leben - aber ohne unseren Sohn? Und zu wissen, der Partner ist Schuld?! Oh Gott, das könnte nicht gut gehen. Da macht man sich doch nur gegenseitig Vorwürfe...
 

Benutzer83901  (36)

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Ja, meinecKinder sind mir wichtiger, als mein Mann. Damit liebe ich sie nicht mehr als ihn, aber es gibt Grenzen, die würde ich für meinen Mann nicht übertreten, für meine Kinder schon. (Organspende, andere verletzen, etc).
Das finde ich interessant. Das führt mich zu der Frage, wie ich selbst empfinden werde, wenn es so weit ist. Meine Mutter hat immer gesagt: Ohne euch geht es nicht in meinem Leben. Ich weiß auch, warum: Als ich dann erwachsen war und auszog und mein eigenes Leben lebte, da war mein Vater weiter an ihrer Seite. War das Velvet, die von ihrem Rudel sprach? Ja, das gefällt mir. :smile:

Mein Partner sagt, wir sind alle gleichermaßen wichtig. Ich bin sein Kamerad, sein Gefährte in allen Lebenslagen. Die Kinder sind ein Teil von ihm, die Liebe ist groß. Aber ein "Ranking" gibt es nicht.

Und meine eigene Frau und auch alle anderen Mütter, die ich mal danach gefragt habe, würden ohne zu zögern ihren Partner opfern und die Kinder behalten.
Ich frage mich nur, warum das so ist. Natürlich spielen da allerlei Emotionen hinein, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass alle Mütter ohne zu zögern ihre Partner opfern würden. Oder ist das doch eher normal? :confused:
 

Benutzer154152 

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bereut defintiv nicht.
lange zeit stellte ich mir aber die frage wie würde mein leben jetzt aussehen wenn ich kein kind hätte. mein mann ist ja damals früh gestorben da war die kleine keine 18 monate alt. hab sie bis sie 10 jahre alt war alleine erzogen. war also alleinerziehend und bin vollzeit arbeiten gegangen. es ist schwer und anstrengend. ich bin aber erst arbeiten gegangen als meine tochter 5/6 Jahre alt war weil ich einfach die erziehung steuern wollte und nicht irgendwelchen erziehern in irgendwelchen kitas das überlassen wollte wo man sich so manches mal an den kopf fassen kann und sich fragt welche erziehung findet hier statt ? nämlich gar keine. defitniv lässt sich arbeiten und kind vereinbaren. bin sogar schichtarbeit gegangen, habe meine tochter schon mit 7 auf arbeiten vorbereitet, sprich mit 7 schon 3 h alleine gelassen und dann stetig die allein sein stunden verlängert. mit 9 war sie soweit das sie völlig selbstständig war. sie ist alleine abends schlafen gegangen etc. ja manche werden jetzt die hände über den kopf zusammen schlagen aber man muss es auch von der anderen seite sehen. hartz 4 wollte ich meiner tochter nicht vorleben. aber zurürck zum thema. ich vermisse definitiv meine freiheit. einfach los gehen und nicht auf die uhr schauen müssen, oder überstunden arbeiten können ohne das da jemand abgeholt werden muss. partys irgendwas. aber wenn meine tochter mal weg ist für 2 wochen im zeltlager dann mache ich absolut nix außer depressiv zu Hause herum sitzen und mich einsam und unerfüllt ohne mein kind zu fühlen. mittlerweile ist meine tochter nun größer und möchte selbst schon auf partys gehen, was sie noch nicht darf aber ich hab ihr schon gesagt wenn sie noch etwas größer ist können wir zusammen auf die ersten partys gehen. ich war nie jemand der das mag das jemand die ganze zeit am hosenbein hängt. eigentlich wollte ich auch nie kinder. aber als ich dann schwanger war haben wir uns damals für das kind entschieden. und jetzt würde ich sagen es war die beste entscheidung die wir damals getroffen haben. ich würde nie wieder ohne meine tochter sein wollen. diese bindung zum kind kann man erst verstehen wenn das kind da ist. nicht direkt nach der geburt aber diese bindung wächst und auf diese unsichtbare bindung solltest du dich verlassen. sie wird da sein.
wobei meine beste freundin von früher die hat damals einen sohn bekommen und sie hat immer gesagt sie liebt es nicht und hat keine bindung dazu. sie hat auch irgendwann ihren mann verlassen und das kind hat seine mutter nie wieder gesehen.sie will auch nie wieder kinder. aber ich denke solche fälle sind ausnahmefälle.
 

Benutzer56469  (36)

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Bereut habe ich es nie. Nach dem ersten Kind allerdings kam ich mir vor wie wenn ich nur mehr funktionieren würde. Dauermüde, keine Auszeiten, nur schreien und diese Hilflosigkeit weil er sich absolut nicht beruhigen lies, weder von mir noch von meinem Mann. Ich wollte oft fortgehen und tat dies auch ich habe die Zeiten mit ihm nicht so genossen, ich kam mir irgendwie eingesperrt vor und wollte raus.
Trotzdem wollten wir ein zweites Kind und seitdem genieße ich es total. Ich bin gerne Mama und ich liebe unsere beiden Kinder sehr. Ich bin zwar von Haus aus immer irgendwie genervt aber trotzdem bringen sie mich oft zum lachen. :zwinker:
Wollen übrigens noch ein Kind.
 

Benutzer39498 

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Übrigens: Das rowan rowan schrieb, sie hätte sich zwischen Kinderwunsch und Partner wohl eher für den Partner entschieden, ist ja nachvollziehbar: Wenn ich sie richtig verstanden habe, schrieb sie, dass zum Zeitpunkt der Hochzeit war ihr Kinderwunsch noch nicht so augeprägt war.
Eher war er in's Negative gerutscht. Mein Mann allerdings hatte schon immer einen starken Kinderwunsch.
Ich wollte schon immer Kinder haben und daher wäre für mich auch kein Partner in Frage gekommen, der keine Kinder will. Zum Glück waren mein Mann und ich uns da von Anfang an einig. Hätte er sich aber im Laufe unserer Beziehung gegen den Kinderwunsch ausgesprochen... puh. Ich weiß nicht, ob ich bei ihm geblieben wäre :frown:
Nun war meine Erfahrung eben, das ich mehrere Phasen in den letzten Jahren durchlaufen habe. Wir sind seit fast 8 Jahren zusammen, in der Zeit war Alles dabei von "Jetzt sofort Kinder!" bis "Niemals Kinder!".
Mein Mann hatte diese Schwankungen nicht, für den gehört Kinder kriegen einfach zum Lauf des Lebens dazu und er hat das auch nie weiter in Frage gestellt. Ich habe Kinder nicht kategorisch ausgeschlossen, das hat ihm damals gereicht.
Trotzdem: als ich dann durchaus den Wunsch verspürt habe und wir uns dafür entschieden haben, ein Kind zu kriegen... hätte es nicht geklappt, dann hätte ich deswegen keinen neuen Mann gesucht. Weil ich glaube, das unser Leben auch ohne Kinder toll geworden wäre.

Letztendlich war mein Mann eher derjenige, der in deiner Schilderung deinen Part übernommen hat. Eine Weile war ich wirklich sehr überzeugt davon, das wir kinderlos bleiben. Natürlich hatte er daran zu knabbern, aber wir haben eben offen darüber gesprochen und auch er meinte, das er lieber mit mir ohne Kinder alt wird als ohne mich und mit Kindern.
Und so geht es mir auch, daran finde ich aber nichts Schlimmes (man fühlt sich immer gleich als müsste man sich dafür rechtfertigen, ich liebe meine Tochter, aber ich glaube das ich auch ohne sie glücklich geblieben wäre, ich war ja vor ihrer Geburt auch glücklich. :confused:)
 

Benutzer96053 

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rowan rowan Ich glaube, bei diesem Thema fühlen sich beide Seiten schnell so, als müssten sie sich verteidigen. Ehrlich gesagt finde ich es total bewundernswert, wenn man das Leben so auf sich zukommen lassen kann und nicht so von dem Kinderwunsch gesteuert wird.

So, wie die eine Seite gerne unterstellt, dass man das kind ja gar nicht "wirklich" gewollt haben kann, wenn man auch ohne Nachwuchs sicher ist, ein schönes Leben leben zu können, muss sich die andere Seite oft anhören, dass die Liebe zum Partner gar nicht tief genug sein kann, wenn man ihn bei einem unerfüllten Kinderwunsch verlassen würde.

Ich liebe meinen Mann das vollem Herzen und könnte mir mein Leben nicht ohne ihm vorstellen. Hätte er aber selber keinen Wunsch nach Kindern, hätte ich mich von ihm getrennt. Das Gleiche, wenn er jetzt plötzlich entscheiden sollte, keine Kinder zu wollen. Anders ist es, wenn es nicht klappt: Dann werden wir auch zu zweit ein tolles Leben haben.
 

Benutzer123446 

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(...)Und so geht es mir auch, daran finde ich aber nichts Schlimmes (man fühlt sich immer gleich als müsste man sich dafür rechtfertigen, ich liebe meine Tochter, aber ich glaube das ich auch ohne sie glücklich geblieben wäre, ich war ja vor ihrer Geburt auch glücklich. :confused:)
Ich finde das auch überhaupt keinen Grund, sich rechtfertigen zu müssen. Wir stehen/ standen ja im Prinzip vor dem tatsächlichen Problem, dass es schwierig ist, miteinander Kinder zu bekommen und auf natürlichem Weg quasi unmöglich.
Trotzdem stand es für uns beide, egal in welchem Stadium der Diagnostik nie zur Debatte, uns zu trennen.
Das ist nochmal ein anderes Thema, als wenn der andere "nur" nicht will, aber trotzdem. Für mich ist da irgendwie nicht soviel Unterschied zwischen dem "nicht wollen" und "nicht können", das Ergebnis bleibt dasselbe.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Freiheit heißt in dem Zusammenhang nicht reale Einschränkungen durch Kinder, es heißt einfach nie mehr ganz für mich sein können.
Aber ich hab schon mit 10 die Krise bekommen, wenn ich allein sein wollte, und jemand irgendwo in der Wohnung geatmet hat. Für mich muss "allein" einfach eine andere Dimension haben, als einfach nur "mal für mich in der Natur sein".
Das kann aber nie jemand verstehen
öhm doch,ich.ich empfinde das ganz genauso und weiß genau,was du meinst.:smile:
 

Benutzer22419 

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Ich frage mich nur, warum das so ist. Natürlich spielen da allerlei Emotionen hinein, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass alle Mütter ohne zu zögern ihre Partner opfern würden. Oder ist das doch eher normal? :confused:
Ich glaube schon, dass das recht verbreitet ist.
Ich hatte nie einen starken Kinderwunsch - Kind 1 war ein Unfall, bei Kind 2 war ich nicht abgeneigt, aber mein Mann die treibende Kraft. Doch, ich glaube, ich wäre auch ohne Kinder glücklich geworden bzw geblieben und hätte niemals meinen Kerl verlassen, um mit einem anderen eine Familie zu gründen.
Aber jetzt, wo die beiden Mädels da sind, haben sie sich so tief in mein Herz und mein Leben gebohrt, dass ich alles geben würde - auch meinen Partner. Und dem geht es umgekehrt genauso.
Ich würde den Tod meines Mannes verkraften und auch sicher wieder glücklich werden können irgendwann. Beim Verlust meiner Kinder wäre ich nicht sicher, ob ich das überleben könnte.
Beruflich hatte ich in den letzten Jahren viel mit dem Tod zu tun, mit Angehörigen und auch mit Eltern, die gerade ihr Kind verloren haben. Ich habe Todesnachrichten überbracht, den Satz gesagt, der von einer Sekunde auf die andere die Welt zusammenbrechen und alles für immer verändern wird und schreienden Müttern ihren toten Säugling aus dem Arm genommen. Das macht nachdenklich, gerade wenn man selbst ein Kind oder Kinder im gleichen Alter hat. Daher ist das "was wäre wenn" bei uns immer Thema und ich spreche da auch mit meinem Mann ganz offen drüber. Wir sind uns da absolut einig - die Kinder sind Nummer eins, immer und ohne Zögern.
 

Benutzer77547 

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Und so geht es mir auch, daran finde ich aber nichts Schlimmes (man fühlt sich immer gleich als müsste man sich dafür rechtfertigen, ich liebe meine Tochter, aber ich glaube das ich auch ohne sie glücklich geblieben wäre, ich war ja vor ihrer Geburt auch glücklich. :confused:)

Sehe ich genauso....und ich habe drei Kinder. Ich wäre sicher auch glücklich geworden ohne Kinder. Das Leben wäre einfach ein etwas anderes.

Ich liebe meine Kids und finde ein Leben mit Kindern schön. Diese völlige "Idealisierung" von Kindern für das eigene Lebensglück finde ich persönlich aber etwas strange. Für mich gehört es - ähnlich wie bei deinem Mann - zwar schon irgendwie - ab einem gewissen Alter - zum Leben dazu, aber es ist nichts was nun wirklich auf 'Deibel komm raus' sein muss, bzw. was ich als eine nahezu zwingende Voraussetzung für Lebensglück empfinde. Bei uns war die Entscheidung für die Kinder übrigens relativ "unemotional". Wir waren einfach mal im Urlaub in einer netten französischen Dorf-Bar des abends unter Platanen gesessen, am Nebentisch eine französische Familie mit mehren Kindern, die auf dem Dorfplatz Fangen gespielt haben. Da sind wird einfach gemeinsam zur Entscheidung gekommen, dass wir beide eigentlich jetzt offen sind für eine neue Lebensphase....und haben aufgehört zu verhüten....und den Rest einfach auf uns zukommen gelassen. Bewusst "gebastelt" haben wir nicht. Wenn es nichts geworden wäre, warum auch immer, dann wäre es halt so gewesen. Wäre wahrscheinlich für keinen von uns zum Drama geworden. Ich schreibe bewusst "wahrscheinlich", weil ich das natürlich abschließend nicht beurteilen kann. Ich weiß also nicht genau, wie es weiter gegangen wäre, wenn einfach auf Dauer nichts passiert wäre.
 
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Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich finde diese Einstellung, eigene Kinder weder abzulehnen, noch sonderlich stark herbeizusehnen ja total beneidenswert. Das hört sich für mich einfach total entspannt an: Wenn die Bedingungen passen und es klappt, ist es schön und wenn nicht, ist das auch völlig in Ordnung.
Ich glaube, mit einer solchen Einstellung könnte ich viel entspannter leben und vor allem auch die Partnersuche viel gelassener angehen. Nur "leider" finde ich Kinder für eine derartig entspannte Einstellung einfach viel zu toll
 

Benutzer59742 

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Und so geht es mir auch, daran finde ich aber nichts Schlimmes (man fühlt sich immer gleich als müsste man sich dafür rechtfertigen, ich liebe meine Tochter, aber ich glaube das ich auch ohne sie glücklich geblieben wäre, ich war ja vor ihrer Geburt auch glücklich. :confused:)
Daran finde ich auch nicht Schlimmes (ich weiß nicht, ob du mich damit meintest, wegen dem rechtfertigen?).

Wenn es meinen Sohn nicht gäbe, würde ich ihn ja gar nicht kennen und logischerweise auch nicht vermissen :zwinker:
Wenn wir keine Kinder bekommen hätten, wäre ich bzw. wir sicherlich sehr traurig gewesen. Aber das hätten wir auch überstanden und uns dann das Leben anders schön gemacht. Anders wie gesagt, wenn er plötzlich keine Kinder mehr gewollt hätte. Je nach Umstand und Lebenslage, hätte ich mich dann vermutlich auch getrennt... (Und ich fühle mich bei dieser Äußerung auch ein klein wenig schlecht - aber, so ist es eben.)

rowan rowan
So, wie die eine Seite gerne unterstellt, dass man das kind ja gar nicht "wirklich" gewollt haben kann, wenn man auch ohne Nachwuchs sicher ist, ein schönes Leben leben zu können, muss sich die andere Seite oft anhören, dass die Liebe zum Partner gar nicht tief genug sein kann, wenn man ihn bei einem unerfüllten Kinderwunsch verlassen würde.
Stimmt. Aber wenn ich es hier richtig verfolgt habe, hat hier aber niemand irgendjemanden etwas unterstellt. Von daher sind wir hier doch noch auf einem ganz guten Niveau :tongue:
[doublepost=1507790079,1507789647][/doublepost]Um nochmal aufs eigentliche Thema zurück zu kommen:

Und nur weil ANDERE ihre Prioritäten nicht bei der Arbeit sehen, sondern bei der Familie, kann dir das doch schnurzpiepegal sein? Warum ist das dann gleich "verächtlich"? Warum ist es gleich "von oben herab", wenn jemand sich freut, im Alter von seinen hundert Enkeln, die Cricket auf dem Rasen spielen, umgeben zu sein? (Oder ist Peter Fox mit seinem Haus am See auch eine stumme Anklage für dich?)
Wenn DU andere Prioritäten hast und damit glücklich bist, ist doch fein. Muss ja nicht jeder Mensch die gleichen Prioritäten haben. Aber genauso musst DU auch damit leben, dass andere Leute ihre Prioritäten eben anders setzen.
Dem kann ich nur zustimmen!
Ich wollte da auch nochmal nachhaken: Findest du "Haus am See" echt so schlimm, wie du es hier kurz dargestellt hast? Dann würde ich auch gerne hinterfragen wollen, warum das so ist. Oder anders gesagt, ich finde DU solltest mal überlegen, warum du dich da so angegriffen fühlst. Das ist ja nur ein harmloses Lied über SEINEN Lebenstraum. Man könnte vermuten, dass du dir selber nicht sicher bist, was du eigtl möchtest, und dich diese Sachen daher so sehr unter Druck setzen.
Ich kann total verstehen, dass es nervig sein muss, wenn man sich immer dafür rechtfertigen muss, WARUM man keinen Kinderwunsch hat. (siehe Kein Kinderwunsch - warum glaubt mir niemand?)
Und wenn gezielte Sticheleien kommen, ist das auch unangebracht. Aber ein harmloses Lied als "Anklage" zu verstehen... Das geht dann doch ein bisschen weit :hmm:


Nachtrag: nachträglich geändert, habe die TS falsch verstanden!!! Sorry!
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Aber wenn man Kinder hat, zu sagen, man wäre auch ohne Nachwuchs weiterhin glücklich gewesen, ist ja auch relativ einfach. Ich meine das gar nicht vorwurfsvoll, aber wer weiß es denn schon? :zwinker:
 

Benutzer39498 

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Ja, klar. Andersrum ist es aber genauso: wer kinderlos bleibt, wird nie wissen ob er mit Kind tatsächlich glücklicher gewesen wäre. :hmm:
Nicht selten bestätigt sich das ja auch nicht unbedingt, grade wenn der Kinderwunsch so überhöht wird und es ein langer, schwerer Weg zum Kind ist, ist der Absturz in die Realität schlimmer.
 
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