Bereust du, ein Kind bekommen zu haben?

Bereust du, ein Kind bekommen zu haben?

  • Ja, meistens

    Stimmen: 3 5,8%
  • Nein

    Stimmen: 49 94,2%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    52

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nein, ich bereue es nicht. Trotzdem gibt es natürlich Momente, in denen ich ihn am liebsten an der Tankstelle aussetzen möchte oder ihn einfach mal zumindest eine Woche bei Oma und Opa abgeben und alleine Urlaub mit meiner Frau machen möchte.

Würde man meine Freunde fragen, dann würden die sicherlich auch sagen, dass ich nur schimpfe. Es ist halt einfacher erzählt, dass Pupser wieder um 5 Uhr wach war und aufstehen wollte, als zu erklären, warum eine Geste oder ein Wort vom Kind dann doch was sehr schönes und besonderes ist.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich fühl mich schon unter Druck gesetzt, ich kann gar nicht genau sagen woher es kommt. In Kleinigkeiten, so die allgemeine gesellschaftliche Stimmung, der Zeitgeist, ein unausgesprochenes Bemitleiden von kinderlosen ( va Frauen), ein sie als egoistisch abstempeln, ein Winken mit der düsteren Zukunft, einsam ohne Kümmerer alt zu werden, ein Absprechen der Berechtigung überhaupt zu existieren im krassesten Fall
Nicht direkt, aber indirekt, Worte, Blicke, Gesten und das zur Schau getragene Überlegenheitsgefühl vieler Eltern gegenüber Nicht-Eltern

Sagt mir bitte, dass ich nicht verrückt bin und das da draußen noch wer so empfindet!
Die Frage ist für mich da eher, ob es da tatsächlich diesen Druck von außen auf dich gibt, oder du ihn dir selber machst, weil dein eigener moralischer Kompass dir sowas sagt. In ersterem Fall ist das natürlich kacke und sollte so nicht vorkommen. Es gibt mehr als genug Frauen, die halt einfach keine Kinder kriegen. Deswegen müssen die nicht unbedingt kreuzunglücklich werden. Sie erfahren halt eine bestimmte Art von Glück nicht. Dafür halt wahrscheinlich eine andere.
Wenn aber letzteres der Fall ist, solltest du dich fragen, woher deine Unsicherheit da aus dir selber kommt und warum du dir so einen Druck machst. Entweder ist es dann besser, deine innere Einstellung mal neu zu eichen und dir ein bisschen mehr von einer "Scheiß drauf!"-Einstellung zuzulegen. Oder du solltest mal überlegen, ob du vielleicht nur diffuse und unbegründete Angst vor dem Kinderkriegen hast, obwohl du es eigentlich möchtest.
 

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Die Frage ist für mich da eher, ob es da tatsächlich diesen Druck von außen auf dich gibt, oder du ihn dir selber machst, weil dein eigener moralischer Kompass dir sowas sagt. In ersterem Fall ist das natürlich kacke und sollte so nicht vorkommen. Es gibt mehr als genug Frauen, die halt einfach keine Kinder kriegen. Deswegen müssen die nicht unbedingt kreuzunglücklich werden. Sie erfahren halt eine bestimmte Art von Glück nicht. Dafür halt wahrscheinlich eine andere.
Wenn aber letzteres der Fall ist, solltest du dich fragen, woher deine Unsicherheit da aus dir selber kommt und warum du dir so einen Druck machst. Entweder ist es dann besser, deine innere Einstellung mal neu zu eichen und dir ein bisschen mehr von einer "Scheiß drauf!"-Einstellung zuzulegen. Oder du solltest mal überlegen, ob du vielleicht nur diffuse und unbegründete Angst vor dem Kinderkriegen hast, obwohl du es eigentlich möchtest.


Danke für die Überlegungen. Es kann natürlich sein, dass viel aus meinem Inneren kommt - oder andere es nicht so wahrnehmen.
Das sind drei Begebenheiten aus den letzten 1,5 Tagen als Beispiele:
1. Arbeit: kurze Vorgeschichte: kollegin hat mit 42 keine Kinder, auch keinen uns bekannten Freund. Ist sehr ambitioniert und arbeitet viel. Andere fühlen sich dadurch unter Druck gesetzt, auch mehr zu machen. Gestern geht eine ältere Kollegin und sagt zu mir und 2 anderen aufgebracht. "Ich hab noch ein Leben nach der Arbeit, ich hock nicht allein daheim wie die." Die zwei anderen nicken bestätigend
2. Arbeit: Kollege mit Frau und Baby zu Besuch. Frau von ihm sagt in wie ich fande leicht verächtlichem Tonfall: "wenn dann die Kleine da ist, dann ist alles andere, die Arbeit, auf einmal so egal, so zweitrangig" (btw: die arbeit die wir machen bringt für viele Leute da draußen Positives, bewirkt was, ist wichtig)
3. Hier im Forum: jemand prahlt mit seinen drei Kindern und dass sie doch wenn er alt ist nach ihm sehen und wie leid ihm doch die Kinderlosen, die dann allein sind, tun. Fand ich von oben hersb und Wiederspruch gabs kaum
4.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Es ist halt einfacher erzählt, dass Pupser wieder um 5 Uhr wach war und aufstehen wollte, als zu erklären, warum eine Geste oder ein Wort vom Kind dann doch was sehr schönes und besonderes ist.
Aber das sind doch zwei völlig verschiedene Fragestellungen:
  1. Bescheren Kinder schöne und besondere Momente?
  2. Überwiegen die empfundenen Vorteile insgesamt die empfundenen Nachteile bzw. glaubt man, dass man ohne Kinder insgesamt zufriedener oder unzufriedener wäre?
Es wird wohl kaum jemand ernsthaft in Abrede stellen, dass Kinder schöne und besondere Momente bescheren, aber dennoch kann es sein, dass bestimmte Lebensbereiche aufgrund der Kinder einen Verlauf nehmen, der einen Menschen insgesamt unzufriedener macht als er es war, bevor er Kinder hatte.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Danke für die Überlegungen. Es kann natürlich sein, dass viel aus meinem Inneren kommt - oder andere es nicht so wahrnehmen.
Das sind drei Begebenheiten aus den letzten 1,5 Tagen als Beispiele:
1. Arbeit: kurze Vorgeschichte: kollegin hat mit 42 keine Kinder, auch keinen uns bekannten Freund. Ist sehr ambitioniert und arbeitet viel. Andere fühlen sich dadurch unter Druck gesetzt, auch mehr zu machen. Gestern geht eine ältere Kollegin und sagt zu mir und 2 anderen aufgebracht. "Ich hab noch ein Leben nach der Arbeit, ich hock nicht allein daheim wie die." Die zwei anderen nicken bestätigend
2. Arbeit: Kollege mit Frau und Baby zu Besuch. Frau von ihm sagt in wie ich fande leicht verächtlichem Tonfall: "wenn dann die Kleine da ist, dann ist alles andere, die Arbeit, auf einmal so egal, so zweitrangig" (btw: die arbeit die wir machen bringt für viele Leute da draußen Positives, bewirkt was, ist wichtig)
3. Hier im Forum: jemand prahlt mit seinen drei Kindern und dass sie doch wenn er alt ist nach ihm sehen und wie leid ihm doch die Kinderlosen, die dann allein sind, tun. Fand ich von oben hersb und Wiederspruch gabs kaum
Da interpretierst du jetzt aber extrem viel in Dinge rein. Kann es vielleicht sein, dass du einfach ANGST hast, im Alter unglücklich und allein zu sein, wenn du jetzt keine Kinder kriegst?

Und nur weil ANDERE ihre Prioritäten nicht bei der Arbeit sehen, sondern bei der Familie, kann dir das doch schnurzpiepegal sein? Warum ist das dann gleich "verächtlich"? Warum ist es gleich "von oben herab", wenn jemand sich freut, im Alter von seinen hundert Enkeln, die Cricket auf dem Rasen spielen, umgeben zu sein? (Oder ist Peter Fox mit seinem Haus am See auch eine stumme Anklage für dich?)
Wenn DU andere Prioritäten hast und damit glücklich bist, ist doch fein. Muss ja nicht jeder Mensch die gleichen Prioritäten haben. Aber genauso musst DU auch damit leben, dass andere Leute ihre Prioritäten eben anders setzen.
 

Benutzer2610 

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Off-Topic:

1. Arbeit: kurze Vorgeschichte: kollegin hat mit 42 keine Kinder, auch keinen uns bekannten Freund. Ist sehr ambitioniert und arbeitet viel. Andere fühlen sich dadurch unter Druck gesetzt, auch mehr zu machen. Gestern geht eine ältere Kollegin und sagt zu mir und 2 anderen aufgebracht. "Ich hab noch ein Leben nach der Arbeit, ich hock nicht allein daheim wie die." Die zwei anderen nicken bestätigend
Das ist ein interessanter Aspekt den ich so bisher gar nicht im Blick hatte.
Mit geht es da ähnlich wie deiner Kollegin, ich habe auch weder Kinder (ich hätte gerne welche gehabt, aber das Schicksal hatte andere Pläne) noch Partner - die Arbeit ist daher mehr oder weniger das einzige was mein Leben mit Inhalt füllt.
Dementsprechend arbeite ich auch recht viel und engagiert.
Dass dies auf meine Kollegen Druck ausüben könnte habe ich dabei bisher gar nicht bedacht, werde mich da aber in Zukunft bemühen dies deutlich zu kommunizieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Da interpretierst du jetzt aber extrem viel in Dinge rein. Kann es vielleicht sein, dass du einfach ANGST hast, im Alter unglücklich und allein zu sein, wenn du jetzt keine Kinder kriegst?

Und nur weil ANDERE ihre Prioritäten nicht bei der Arbeit sehen, sondern bei der Familie, kann dir das doch schnurzpiepegal sein? Warum ist das dann gleich "verächtlich"? Warum ist es gleich "von oben herab", wenn jemand sich freut, im Alter von seinen hundert Enkeln, die Cricket auf dem Rasen spielen, umgeben zu sein? (Oder ist Peter Fox mit seinem Haus am See auch eine stumme Anklage für dich?)
Wenn DU andere Prioritäten hast und damit glücklich bist, ist doch fein. Muss ja nicht jeder Mensch die gleichen Prioritäten haben. Aber genauso musst DU auch damit leben, dass andere Leute ihre Prioritäten eben anders setzen.

Ne, die Person hier im Forum hat sich ja nicht einfach nur gefreut. Sondern klargemacht, dass er Kinderlose bemitleidet. Auf ne von-oben-herab-Weise, nicht empathisch-ehrlich.

Und die Frau des Kollegen, der Vater ist, hat verächtlich gesprochen. Da war null reininterpretiert. Das war ein mehr oder weniger offenes "was ihr hier macht ist doch eigentlich unwichtig, aber ich, ich hab ein Kind, ich bin besser"
[doublepost=1507402904,1507402838][/doublepost]Und natürlich ist haus am See keine stumme Anklage :kopfwand:
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Aber das sind doch zwei völlig verschiedene Fragestellungen:
  1. Bescheren Kinder schöne und besondere Momente?
  2. Überwiegen die empfundenen Vorteile insgesamt die empfundenen Nachteile bzw. glaubt man, dass man ohne Kinder insgesamt zufriedener oder unzufriedener wäre?
Es wird wohl kaum jemand ernsthaft in Abrede stellen, dass Kinder schöne und besondere Momente bescheren, aber dennoch kann es sein, dass bestimmte Lebensbereiche aufgrund der Kinder einen Verlauf nehmen, der einen Menschen insgesamt unzufriedener macht als er es war, bevor er Kinder hatte.

Klar, es könnte durchaus sein, dass ich "zufriedener" wäre, wenn ich nicht drei Kinder hätte. Ich würde wahrscheinlich mehr in der Welt herumkommen (weil das Geld dafür da wäre), müsste mich insgesamt weniger aufregen und ärgern, hätte weniger "Sorgen" und evtl. wäre meine Beziehung zu meiner Frau auch (noch) besser, weil wir mehr Zeit für ungestörte und ungeteilte Zweisamkeit hätten.

Insofern wäre das Leben ohne die drei sicher auch prima, ja vielleicht sogar für mich besser.

Das Problem ist nur: Dann gäbe es diese drei wunderbaren Menschen nicht! Und dass es sie gibt, reicht mir völlig, um nichts zu bereuen.

P.S.
Ganz nebenbei: Bereuen, was man sowieso nicht mehr ändern kann, sollte man sowieso nicht zu intensiv. Ist SEHR schlecht fürs Gemüt und bringt absolut nichts.
 

Benutzer161456 

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Klar, es könnte durchaus sein, dass ich "zufriedener" wäre, wenn ich nicht drei Kinder hätte. Ich würde wahrscheinlich mehr in der Welt herumkommen (weil das Geld dafür da wäre), müsste mich insgesamt weniger aufregen und ärgern, hätte weniger "Sorgen" und evtl. wäre meine Beziehung zu meiner Frau auch (noch) besser, weil wir mehr Zeit für ungestörte und ungeteilte Zweisamkeit hätten.

Aber ob du dadurch wirklich zufriedener wärst?? Ich für mich würde es glaube ich verneinen.
Keine Reiselust und Abenteuer könnten mir das Gefühl ein zufriedener Familienvater zu sein wirklich ersetzen.

Und event. wäre die Beziehung mit deiner Frau ja auch inzwischen auch beendet, da die nicht vorhandenen Kids eine Trennung ja einfacher möglich gemacht hätten.

Und ja, meine tollen Kinder hätte ich so auch nie kennenlernen und beim Grosswerden begleiten dürfen.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Keine Reiselust und Abenteuer könnten mir das Gefühl ein zufriedener Familienvater zu sein wirklich ersetzen.

So sollte es doch sein, wenn jeder haben kann, was einen glücklich macht. Bei mir wäre es genau umgekehrt, keine Familiengebundenheit mit aller Liebe der Welt könnte mir Freiheit und Unabhängigkeit ersetzen.

Ich glaube, ehrlich gesagt, wenn man wirklich mit sich und seiner Haltung da im Reinen ist, empfindet man auch keine "Vorwürfe" von andern, sondern einfach... naja, Meinungen. Meine engsten Freundinnen sind glückliche Mamas, und ich gönne es ihnen von Herzen. NAtürlich fragen die auch nach, wieso ich das nicht will, was ich daran nicht gut fände etc, aber das ist ...fürsorglich gemeint, sie wünsche mir Glück, das ist alles. Für SIE ist Glück in den Kinderaugen, für mich im Flieger :zwinker: Wieso sollte ich ihnen übel nehmen, oer mich schlecht behandelt fühlen, wenn sie es doch nur gut meinen, aber eben nicht verstehen können?

Wäre ich jetzt unsicher, wüsste nicht, was ich eigntlich will, dann könnte ich da viel mehr Verächtlichkeit, Vorwürfe udn Schwarzmalerei hinein hören. Auch dass meine Oma manchmal bedauernd sagt, schade, dass ich das nicht will, ist nichts weiter als das, ein Bedauern darüber, dass ich eine Entscheidung treffe, deren Konsequenzen sie schade findet. Aber das beeinflusst mich nicht - wer wie über mich urteilt ode rnicht betrifft mich nur, wenn ich selbst unsicher bin.

Also ja, ich höre die selben Sätze, liebe TS, du bist nicht verrückt. Aber ich höre sie ganz anders, und fühle mich weder herablassend behandelt, noch bemitleidet, noch verurteilt. Jeder hat nur seine Sicht auf die Welt, wieso sollte ich mich von der anderer beeinflussen lassen, die meine ja doch nie vollständig verstehen können?
 

Benutzer161456 

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Jeder hat nur seine Sicht auf die Welt, wieso sollte ich mich von der anderer beeinflussen lassen, die meine ja doch nie vollständig verstehen können?

Das ist genau der springende Punkt.
Das Gras ist nicht immer bei den andern grüner.
Man muss nur das eigene Gras ernten wollen.

Wenn man mit sich im Reinen ist, lassen einen andere Lebensentwürfe kalt.
Im Gegenteil, man freut sich, dass der andere sein Glück gefunden zu haben scheint.
Dann hält man es auch gut aus oder freut sich gar, wenn andere von ihrem Leben erzählen, auch wenn evnt. der Ton nicht ganz so sensibel sein mag.

Ich freue mich zB. wenn befreundete Pärchen von ihren langen Reisen rund um den Globus erzählen, wenn sie Fahrradtouren über die Alpen planen oder auf Korsika oder Amerika wandern gehen. Schön, vielleicht mach ich das auch mal noch...wer weiss.

Das Leben kann einem halt nicht alles bieten.
Wichtig ist mMn. auch nur, dass man das Schicksal welches das Leben für einen bereit hält annehmen mag und darin aufgehen kann.
Die Alternative kann ziemlich stressig sein.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Ganz nebenbei: Bereuen, was man sowieso nicht mehr ändern kann, sollte man sowieso nicht zu intensiv. Ist SEHR schlecht fürs Gemüt und bringt absolut nichts.
Das ist ja nun das Totschlagargument schlechthin. Dann kann man sich solche Fragen wie im Threadtitel auch gleich sparen.

Und genau diese Haltung vieler Menschen lässt natürlich auch gewisse Zweifel daran zu, wie sehr sich Menschen, die noch keine Kinder haben, bei ihrer Entscheidung für oder gegen Kinder an den "Erfahrungsberichten" anderer orientieren sollten. Denn der Anteil derer, die grundsätzlich alle irreversiblen Entscheidungen, die sie selbst getroffen haben, verteidigen, weil es ja sonst "SEHR schlecht fürs Gemüt" wäre, ist vermutlich recht hoch.
[doublepost=1507411515,1507411044][/doublepost]
Ne, die Person hier im Forum hat sich ja nicht einfach nur gefreut. Sondern klargemacht, dass er Kinderlose bemitleidet. Auf ne von-oben-herab-Weise, nicht empathisch-ehrlich
Was soll sie auch sonst sagen? Alles andere wäre ja "SEHR schlecht fürs Gemüt".

Und die Frau des Kollegen, der Vater ist, hat verächtlich gesprochen. Da war null reininterpretiert. Das war ein mehr oder weniger offenes "was ihr hier macht ist doch eigentlich unwichtig, aber ich, ich hab ein Kind, ich bin besser"
Muss er so sagen. Alles andere wäre "SEHR schlecht fürs Gemüt".
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Für SIE ist Glück in den Kinderaugen, für mich im Flieger :zwinker:
Also ich finde beides super :thumbsup: Und wüsste auch nicht warum man sich ernsthaft für das Eine oder das Andere entscheiden muss. Letztendlich begleiten wir unsere Kinder auch nur einen Teil unseres Lebens so intensiv wie am Anfang, eines Tages gehen sie ihre eigenen Wege und Eltern haben noch viel, viel Zeit um auf eine ganz andere Art und Weise ihre Reiselust, Abenteuerlust, Gartenlust, was auch immer, auszuleben. :smile:
Klar, während ein Kind noch sehr klein ist, ist man nicht so flexibel wie vorher, aber das hängt auch viel an einem selbst.
Außerdem bist auch du nicht komplett "frei". Du hast deinen Hund. Ist es denn nicht so, das du bei deiner Planung immer deinen Hund mitbedenken musst? Ja, deine Eltern nehmen ihn gerne, aber dafür musst du ihn auch erst Mal einen ganzen Tag im Auto hinfahren (und Auto fahren findet er doof).
Ehrlich gesagt könnten wir im Moment ohne Probleme jedes Wochenende irgendwo hin fliegen - wenn die Hunde nicht wären. :grin: Die Kleine ist dabei eigentlich kein Hindernis.

Wie du weißt, liegt es mir fern dir erklären zu wollen das du Kinder bekommen sollst, nein nein, mir geht es nur darum das man sich nicht für den Rest seines Lebens entscheiden muss, ob man Kinder haben will oder Reisen, die Welt entdecken, Freiheit genießen.
Wenn das so wäre hätte ich, glaube ich, kein Kind bekommen. :zwinker:
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Wäre ja interessant zu erfahren, wie die beiden es konkret empfinden, die "ja, meistens" angeklickt haben.
 

Benutzer161456 

Meistens hier zu finden
Letztendlich begleiten wir unsere Kinder auch nur einen Teil unseres Lebens so intensiv wie am Anfang, eines Tages gehen sie ihre eigenen Wege und Eltern haben noch viel, viel Zeit um auf eine ganz andere Art und Weise ihre Reiselust, Abenteuerlust, Gartenlust, was auch immer, auszuleben. :smile:

genau so ist es.
Unsere Kids sind nun in der Pubertät, und wir Eltern haben wieder viel Mehr Zeit für uns als noch vor 3-4 Jahren.
Alles hat seine Zeit. Es geht einfach beides, wenn ´s gut läuft.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Wie du weißt, liegt es mir fern dir erklären zu wollen das du Kinder bekommen sollst, nein nein, mir geht es nur darum das man sich nicht für den Rest seines Lebens entscheiden muss, ob man Kinder haben will oder Reisen, die Welt entdecken, Freiheit genießen.
Wenn das so wäre hätte ich, glaube ich, kein Kind bekommen. :zwinker:

"Reisen" war nur ein Ausdruck als Beispiel. Mein eigentliches Problem ist das vorher geschilderte - ich will diese unkappbare Verbindung nicht. Dein Kind bleibt immer dein Kind, man macht sich immer Sorgen, man ist nie mehr allein im Kopf. Das ist wie eine Beziehung nur viel schlimmer :zwinker: Jemand der Beziehungen schon zu viel findet, der hält so eine enge Verbindung einfach nicht gut aus.
Freiheit heißt in dem Zusammenhang nicht reale Einschränkungen durch Kinder, es heißt einfach nie mehr ganz für mich sein können.

Klar könnte ich die üblichen Dinge, die ich gerne mache, auch mit Kind gerne machen - aber nie mehr wieder ganz allein für mich, weil ein Teil meiner Gedanken immer beim Kind wäre, egal wie alt es ist.

Off-Topic:
Wegen des Hundes hatte ich ganz zu Anfang einen ausgewachsenen hysterischen Anfall genau deswegen - den ich für mich lösen konnte, nicht zuletzt weil diese Verbindung nicht lebenslang gilt. Außerdem fällt es mir leichter mit Hund allein zu sein, als mit Menschen :zwinker: Darum geht es nämlich eigentlich - wenn man ein Kind hat, ist man nie mehr wieder allein. Das halt ich nicht aus.
Kann sein, dass ich einen Vogel habe, weiß ich eh.
 

Benutzer107106 

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Redakteur
Also ich habe in meinem Umfeld schon den Eindruck, dass Kinder sehr oft erheblich zulasten der Paarbeziehung gehen. Zumindest nach den Maßstäben, anhand derer ich die Qualität von Paarbeziehungen bewerte. Ich kenne eigentlich wenige Paare, bei denen ich den Eindruck habe, dass sich ihre Beziehung nach der Geburt von Kindern verbessert hat. Dafür aber sehr viele, derern Beziehung sich offenkundig verschlechtert hat, oder die sich sogar getrennt haben. Ich meine auch mal gelesen zu haben, dass eine signifikante Zunahme der Scheidungsrate nach der Geburt von Kindern sogar statistisch belegt ist.

Insofern kommt es natürlich auch immer darauf an, wo man die Prioritäten setzt. Ich kenne viele Eltern, und das betrifft vor allem die Mütter, die ganz klar von sich sagen, dass ihnen ihre Kinder wichtiger sind als ihr Partner. Dies muss aber nicht zwingend bei allen Menschen so sein. Mir sind z.B. meine Kinder definitiv nicht wichtiger als meine Partnerin. Ich könnte viel eher ohne Kinder als ohne Partnerin leben.
Ja, meinecKinder sind mir wichtiger, als mein Mann. Damit liebe ich sie nicht mehr als ihn, aber es gibt Grenzen, die würde ich für meinen Mann nicht übertreten, für meine Kinder schon. (Organspende, andere verletzen, etc).
Mein Mann ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Meine kleinen Kinder sind von mir/uns völlig abhängig. Mein Sohn würde ohne uns binnen Stunden verhungern. Und natürlich muss mein Mann mit seinen erwachsenen Bedürfnissen manchmal zum Wohle der Kinder zurückstecken. Ein Baby braucht nun mal alle 3 Std eine Flasche. Eine vierjährige braucht bei Krankheit auch noch ganz viel Nähe und Fürsorge.
Also ich finde beides super :thumbsup: Und wüsste auch nicht warum man sich ernsthaft für das Eine oder das Andere entscheiden muss. Letztendlich begleiten wir unsere Kinder auch nur einen Teil unseres Lebens so intensiv wie am Anfang, eines Tages gehen sie ihre eigenen Wege und Eltern haben noch viel, viel Zeit um auf eine ganz andere Art und Weise ihre Reiselust, Abenteuerlust, Gartenlust, was auch immer, auszuleben. :smile:
Klar, während ein Kind noch sehr klein ist, ist man nicht so flexibel wie vorher, aber das hängt auch viel an einem selbst.
Außerdem bist auch du nicht komplett "frei". Du hast deinen Hund. Ist es denn nicht so, das du bei deiner Planung immer deinen Hund mitbedenken musst? Ja, deine Eltern nehmen ihn gerne, aber dafür musst du ihn auch erst Mal einen ganzen Tag im Auto hinfahren (und Auto fahren findet er doof).
Ehrlich gesagt könnten wir im Moment ohne Probleme jedes Wochenende irgendwo hin fliegen - wenn die Hunde nicht wären. :grin: Die Kleine ist dabei eigentlich kein Hindernis.

Wie du weißt, liegt es mir fern dir erklären zu wollen das du Kinder bekommen sollst, nein nein, mir geht es nur darum das man sich nicht für den Rest seines Lebens entscheiden muss, ob man Kinder haben will oder Reisen, die Welt entdecken, Freiheit genießen.
Wenn das so wäre hätte ich, glaube ich, kein Kind bekommen. :zwinker:
Das denke ich auch. Ein Baby habe ich ein Jahr, ein Kleinkind 2 Jahre, dann begleite ich ca 8 Jahre ein Kind, dann 4,5 Jahre einen Teeny und dann ist ein Erwachsener ein Teil meines Lebens. Die Jahre, die mir ein Kind richtig anhaftet sind ca ein Hundeleben. Danach bin ich auch wieder frei (evtl. Verlängerung durch weitere Kinder möglich).
Eine Bekannte von mir ist neulich verwitwet und kümmert sich nun allein um den Dackel ihres verstorbenen Mannes. Ich glaube, die hat mehr Stress mit dem Tier, das sein Bezugsherrchen verloren hat und so gut wie nie alleine war, als ich mit zwei Kindern.
Damit will ich nicht sagen, dass Hunde lästig(er) sind als Kinder, sondern dass Verpflichtungen immer anders gesehen werden können.
Ein Kind ist nicht Gefangenschaft auf Lebenszeit. Im Gegensatz zum Hund, ist sie auch variabler, denn das Kind entwickelt sich stetig und wird nach und nach selbstständiger.
 

Benutzer39498 

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Ja, also ich finde das ja toll, diese enge Verbundenheit, aber ich bin auch ein Mensch der sich viel mehr Gedanken und Sorgen über, für und mit anderen Menschen macht als über sich selbst. :hmm::grin:
Allerdings muss ich sagen das ich - bisher, wer weiß wie es in den nächsten zehn Jahren ist - durchaus auch noch oft "allein in meinem Kopf" bin. Wenn ich zum Beispiel auf dem Fahrrad sitze, denke ich oft kein einziges Mal an mein Kind (oder meinen Mann, haha). Mag sein, das es Menschen gibt die das eher komisch finden, aber ich genieße das durchaus :zwinker: :smile:

Hunde sind eben auch eine freiwillige Einschränkung und bei mir ist es schon so das die Hunde (und jetzt auch das Kind) natürlich immer zuerst kommen. Ich kümmere mich immer zuerst um die Anderen und dann um mich. Automatisch.
Macht mir aber nichts aus und ich kann mir gar nicht vorstellen jemals wieder ohne die Viecher zu sein, also, wenn die in 10 Jahren nicht mehr sind, dann will ich sicher wieder welche...
Aber... das schweift dann jetzt doch etwas ab :zwinker:
 
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