Berühren wir uns im Alltag zu wenig?

Benutzer163396  (24)

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Nein nein, geht gar nicht. Berührungen sind was intimes für mich, sei es nur eine Umarmung oder ein Freundschaftsküsschen oder so. Selbst bei meinen Eltern mag ich das gar nicht.
Im Freundeskreis ist so ein Kerl, der meint immer alle und jede angrapschen und tätscheln zu müssen, jetzt nicht fummelig oder so, aber das ist mir sowas von unangenehm. Und der kapiert das nicht. :nope:
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Ich bin ja Asperger Autist und ich kann diese Anfass und Berührorgien nicht nach vollziehen .

Körperkontakt ist in meinem Verständnis etwas sehr Intimes .
 

Benutzer163396  (24)

Benutzer gesperrt
Ich bin ja Asperger Autist und ich kann diese Anfass und Berührorgien nicht nach vollziehen .

Körperkontakt ist in meinem Verständnis etwas sehr Intimes .
Off-Topic:
hm, vielleicht sollte ich auch mal einen Test machen, andere Leute sind mir oft ein Rätsel und aus Freundschaften mache ich mir nicht viel bis gar nichts. Andere interessieren mich einfach nicht, noch nie.
 

Benutzer114808  (34)

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Das finde ich ehrlich gesagt total seltsam.
Nur weil eine Frau schwanger ist, käme ich niemals auf die Idee, mein Verhalten in Sachen Körperkontakt zu verändern.
So sollte es auch sein, keine Frage. Mir geht es da nicht alleine so, andere Schwangere berichteten mir ähnliches und oft schlimmeres (bei völlig Fremden). Komisches Phänomen.

Aber ich finde es absolut unangebracht, wenn irgendwelche Leute ein Kind einfach so betatschen. :annoyed: Wieso sollte man Kinder nicht genau so respektvoll behandeln, wie Erwachsene?!?
Mir ist eröffnet worden, dass gerade DM/Rossmann/Müller/... eine "Spielwiese" für solche Menschen sind. Alle wollen das Baby anfassen. Total ekelhaft. Bei mir landen sie da ja genau an der richtigen Adresse (und sind danach für immer kuriert). :teufel:
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Das Thema finde ich ziemlich interessant. Wenn ich bedenke, wie viel Körperkontakt ich mit anderen Menschen als Single hatte, empfinde ich den Körperkontakt als durchaus zu wenig. Als Single fehlte mir zum großen Teil hauptsächlich das Kuscheln und ein Gefühl der Geborgenheit. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich das mit meinem Freund jetzt überkompensiere, aber zu viel kuscheln geht nicht uhd schön ist es ja auch. :ashamed: :herz:

Dass ich Freunde umarme, kam erst als ich studierte. Als ich jünger war, sah ich meine Freunde eh jede Woche mehrmals, sodass das irgendwie nicht nötig war. Die Freundschaft wurde im höheren Alter intensiver und tiefgründiger, sodass es jetzt auch Umarmungen gibt.

Zwar gehe ich damit konform, dass wir uns zu wenig berühren, aber ich finde, man sollte schon die Grenzen des Einzelnen beachten. Zum Beispiel würde ich nie Familienmitglieder umarmen oder von ihnen gern umarmt werden, weil sich das einfach falsch anfühlt. Wenn es aber Menschen gibt, denen man nahe steht, so denke ich, dass diese Menschen nichts dagegen haben, wenn man einen Schritt auf sie zumacht und sie einfach mal berührt. An der Reaktion des Anderen kann man ablesen, ob das ok war.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
hm, vielleicht sollte ich auch mal einen Test machen, andere Leute sind mir oft ein Rätsel und aus Freundschaften mache ich mir nicht viel bis gar nichts. Andere interessieren mich einfach nicht, noch nie.
Na ja das muss nicht immer ein Indikator dafür sein.

Noir Désir Noir Désir

Mir geht es derzeit ähnlich mir fehlt das alles sehr . Jedoch ohne Partnerin ehr problematisch . Daher denke ich auch, dass dieser Zwang das Unwohlsein bei Koerplichem Kontakt zu fremden vielmehr hemmt .
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Zwar gehe ich damit konform, dass wir uns zu wenig berühren, aber ich finde, man sollte schon die Grenzen des Einzelnen beachten.
Auf jeden Fall.
Zum Beispiel würde ich nie Familienmitglieder umarmen oder von ihnen gern umarmt werden, weil sich das einfach falsch anfühlt.
Wenn es aber Menschen gibt, denen man nahe steht, so denke ich, dass diese Menschen nichts dagegen haben, wenn man einen Schritt auf sie zumacht und sie einfach mal berührt.
Was genau verstehst Du unter Familienmitgliedern?
Ich bin tatsächlich gerade erstaunt, dass sich für Dich anscheinend Umarmungen innerhalb der Familie "falsch anfühlen". Ich versteh das so, dass Familienmitglieder nicht zu den Menschen gehören, "denen man nahe steht".

Gut, Cousinen, Cousins, Tanten, Onkel usw. begrüße ich per Händeschütteln, da ist aber generell viel Distanz und wir haben wenig miteinander zu tun. Ich kann mich nicht erinnern, meine Großeltern umarmt zu haben - wobei es Fotos gibt, auf denen meine Großmutter auf unserer Couch liegt und ich im Alter von fünf Jahren etwa neben ihr liege und sie mich im Arm hält.
Meine Schwester (und Mann) und meine Eltern und ich umarmen einander schon immer - zur Begrüßung, zum Abschied, manchmal auch zwischendurch.
Das Verhältnis meines Neffen und meiner Nichte zu mir und ihren Eltern und den Großeltern ist sehr eng, was sich auch körperlich ausdrückt - ganz normal, dass die Kinder bei Besuchen morgens mal ins Bett der Großeltern krabbeln und sich ankuscheln.
 

Benutzer56469  (36)

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Ich selber berühre schon gerne Menschen, meine Mama bekommt zb immer ein Bussi oder mal eine Umarmung, mein Vater hingehen nur einen Handschlag. Wenn ich Freunden zeigen will dass ich sie gern habe gebe ich ihnen einen Schulterklopfer. :grin:
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wieso sollte man Kinder nicht genau so respektvoll behandeln, wie Erwachsene?!?

Das sehe ich genauso und bin da ganz bei dir. Aber ich kenne auch einige Kinder, die selber ein anderes Nähebedürfnis haben - mir sind schon fremde Kinder um den Hals gefallen oder wollten zumindest meine Hand halten. Ich sehe keinen Grund (auch keine genervten Eltern), dieses Bedürfnis der Kinder zu ignorieren.
Mir ist zum Beispiel mal ein weinendes Kind im Einkaufszentrum aufgefallen. Als ich die Kleine angesprochen habe und dabei in die Hocke gegangen bin, hat sie mich schon umarmt. Gerade bei kleinen Kindern wirkt eine Umarmung sehr tröstlich.

Ich hab sie dann an die Hand genommen und wollte den Papa ausrufen lassen, aber der kam uns schon entgegen und war nicht darüber erfreut, dass ich mich eingemischt habe. Er hätte ja nur schnell da drüben was geholt. :hmm:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das sehe ich genauso und bin da ganz bei dir. Aber ich kenne auch einige Kinder, die selber ein anderes Nähebedürfnis haben - mir sind schon fremde Kinder um den Hals gefallen oder wollten zumindest meine Hand halten. Ich sehe keinen Grund (auch keine genervten Eltern), dieses Bedürfnis der Kinder zu ignorieren.
Mir ging es hier eher um Leute, die fremde Kinder einfach so berühren, die in einen Kinderwagen fassen, um das darin liegende Baby zu streicheln, o.Ä. So etwas finde ich einfach respektlos und unangemessen.

Sich um ein Kind zu kümmern, das weint, weil es seine Eltern verloren hat, es nicht wegzustoßen, wenn es einen umarmen will, es an die Hand zu nehmen, o.Ä., ist natürlich eine völlig andere Sache. So etwas würde ich auch jederzeit tun.
(Und ein Vater, der mich dumm anmacht, weil ich mich um sein weinendes Kind gekümmert habe, während er außer Sicht- und Hörweite war, müsste sich von mir auch was anhören.)
 

Benutzer1515  (40)

Previously MrX
Ich mag Berührungen sehr gern und, wie schon erwähnt wurde, gerade als Single fehlt einem das schon sehr.

Wenn ich andere Menschen umarmen will, dann breite ich meist einfach die Arme aus (zB. Begrüssung) und dann sehe ich an der Reaktion, ob die Person, das auch möchte oder nicht. Ich würde aber niemals einfach so umarmen. Das empfinde ich als zu aufdringlich.

Das mit dem "an der Hüfte" schieben, habe ich auch schon gemacht, auf Parties, wenn ich irgendwo durch wollte. Dauert meist nur 1-2 Sekunden und man schiebt auch nur ganz leicht. Die Person weiß meist direkt in welche Richtung sie soll. Manche sind überrascht, aber mich hat noch niemand geohrfeigt. :grin: Ich mache das aber auch eher so nebenher und ganz sanft.
(Es ist eher die Hüfte als die Taille. Es ist die Körpermitte und daher bewegt sich dort automatisch der gesamte Körper mit. Die Taille wird eher als sensibel wahr genommen. Das wäre aufdringlich.)
Ansonsten lieber Schulter tippen. Dauert länger, ist aber angebrachter, wenn man die Person so gar nicht kennt.

Mit Fremden oder nur "Bekannten" bin ich (leider) eher schüchtern was Berührungen angeht, obwohl ich in der Vergangenheit niemals einen negativen Kommentar zu meinem "Berührungsverhalten" bekommen habe.
Meist taue ich aber irgendwann auf und dann komm ich auch aus mir raus. Wobei ich immer versuche zu "erschnuppern" was angenehm für meinen Gegenüber ist und was nicht.

Im Rückblick denke ich, dass die meisten Menschen Berührungen mögen, weil das meine erlebten Erfahrungen sagen.
Es ist allerdings schwierig zu erklären, wann was angebracht ist. Entweder weil ich es nicht gut erklären kann oder weil ich meine Berührungen oft unterbewusst ausführe. :smile:

Das mit dem "ich bin schwanger mit Babybauch und jeder darf hier mal anfassen" finde ich auch ganz grausam. Wieso verlieren plötzlich alle ihre guten Manieren, wenn sie eine Schwangere mit Babybauch sehen? Der Bauch gehört trotzdem der Frau und ist keine öffentliche Tätschelzone nur weil sie Babybauch trägt. :eek:
 
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