Behindertes Kind, behalten oder nicht

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Hallo Ihr lieben,
wenn Ihr schwanger wärd und euch der Arzt sagen würde, das Ihr ein behindertes(geistig, körperlich) zur Welt bringen werdet, würdet Ihr abtreiben.
Wenn das Kind auf der Welt ist und sich dann erst rausstellt, das euer Kind behindert ist, würdet ihr es behalten?
 

Benutzer11686 

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Ich würde nicht abtreiben, sondern das Kind bekommen. Ich weiß, dass das schwer wäre.

Als ich schwanger war, hat meine Frauenärztin mir vorgeschlagen, dass man eine Punktion vom Fruchtwasser macht (das heißt so, oder?). Da kann man wohl auch Behinderungen feststellen. Schließlich war ich noch so wahnsinnig jung, als ich schwanger war und sie dachte wohl, wenn dann das Kind noch behindert wäre, würde ich vollends überfordert sein... Ich hab gesagt, ich wills nicht. Wenns behindert ist, nehm ichs eh sowieso auch und ich möchte mich auf das Kleine einfach freuen können. (abgesehen davon wäre das auch nicht 100% risikolos gewesen, wenn man das macht)
 
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Wenn ich wirklich in die Situation komme sollte, dass ich ein Kind will und freiwillig schwanger werden würde - dann würde ich das Kind auch trotz Behinderung behalten.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Kann ich nicht sagen, in der Situation müsste ich erstmal stecken.
 

Benutzer58449  (32)

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Ich würde es bekommen wollen. Ich arbeite unter anderem mit behinderten Menschen zusammen und weiß das diese nicht völlig Hilflos sind und auch mit Behinderung ein normales Leben leben können.
 

Benutzer12216 

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also dann bin ich mal der erste mit einer anderen meinung!falls also in einer sehr frü+hen phase der schwangerschaft eine behinderung feststehen würde wäre ich für eine abtreibung.
 
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Also ich würde es in jedem Fall behalten, auch wenn es heißt, das ich mein leben verändern müsste, da ein behindertes Kind ja mehr hilfe im Leben braucht.
Aber ich würde es in jedem Fall soweit möglich vor der Geburt wissen wollen, damit ich mich seelisch drauf vorbereiten kann.
Egal was für eine Behinderung es ist,ich würde dem Kind die Chance geben zu Leben.

Danke für eure vielen Antworten
 

Benutzer64332 

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde es von dem Grad der Behinderung abhängig machen.
Ist es eine sehr starke Behinderung würde ich selber sicher nicht damit klar kommen.

Wenn sich nach der Geburt herausstellt, dass das Kind behindert ist würde ich es aber nicht weggeben, das könnte ich einfach nicht.
 

Benutzer26398 

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Hallo Ihr lieben,
wenn Ihr schwanger wärd und euch der Arzt sagen würde, das Ihr ein behindertes(geistig, körperlich) zur Welt bringen werdet, würdet Ihr abtreiben.
Wenn das Kind auf der Welt ist und sich dann erst rausstellt, das euer Kind behindert ist, würdet ihr es behalten?
also ich bin mal so ehrlich und behaupte mal das ich persönlich nicht mit dieser Situation zurechtkommen würde/könnte. Falls möglich würde ich es in dieser speziellen Situation wohl abtreiben oder alternativ zur Adoption freigeben - um des Kindes willen! Das hört sich zwar etwas blöd an aber ich glaube nicht das ich solche einer Situation gewachsen wäre... Allerdings sollte man auch sagen das es immer zwei Elternteile gibt...
 

Benutzer67627  (51)

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Kann ich nicht sagen, in der Situation müsste ich erstmal stecken.

das würde ich mal so übernehmen. ich weiss es wirklich nicht.

sicherlich hat jedes kind oder jeder mensch ein recht auf leben - behindert oder nicht, aber ich weiss nicht, ob ich damit zurechtkommen würde. die situation hat sich einfach noch nicht ergeben.
ich kenne eltern, die darin aufgehen, ihr behindertes kind zu lieben und es auf sein leben vorzubereiten, aber ich kenne auch mütter und väter, die daran zerbrochen sind.
da ich mit meiner kinderplanung abgeschlossen habe, wird mir diese überlegung wohl auch erspart bleiben.
 

Benutzer22419 

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Kann ich pauschal nicht sagen, das hinge auch sehr vom Grad der Behinderung ab und davon, in welchem Stadium der Schwangerschaft sie entdeckt würde.

Ein Kind mit "nur" Down-Syndrom beispielsweise, könnte ich mir nicht vorstellen abzutreiben. Natürlich gibt es auch da unterschiedliche Ausprägungen und die Betreuung solcher Kinder ist eine enorme Belastung, aber sicher auch eine große Bereicherung, wenn man sich darauf einlassen kann.

Es gibt aber auch Behinderungen, bei denen ich mir sehr gut überlegen müsste, ob ich es mir (und meinem Partner) zumuten wollte, das Kind zu bekommen.
Krasses Beispiel wäre eine Behinderung, bei der absolut klar ist, dass das Kind nicht lebensfähig sein und nach wenigen Stunden oder Tagen sterben wird, etwa eine Anenzephalie. Kann und will ich mich den Belastungen einer Schwangerschaft und Geburt aussetzen, wenn ich weiß, dass das alles nur dazu dient, meinem Kind, das vorher monatelang quicklebendig und munter in mir gestrampelt hat, beim Sterben zuzusehen? Ich weiß es nicht. Viele Frauen, die solche lebensunfähigen Kinder bekommen haben, sagen hinterher, dass es richtig war und sie so besser Abschied nehmen konnten. Ob es für mich richtig wäre, weiß ich nicht.

Ich weiß auch nicht, ob ich mir ein Kind zutraue, das vielleicht eine relativ normale Lebenserwartung haben, aber sein ganzes Leben ein Schwerstpflegefall bleiben würde. Was mache ich, wenn ich zu dem Zeitpunkt vielleicht schon zwei oder drei Kinder habe, die meine ganze Aufmerksamkeit fordern? Kann ich es denen zumuten, ein weiteres Geschwisterchen zu bekommen, das rund um die Uhr intensivste Betreuung braucht, Freizeit und Urlaub fast unmöglich macht und uns womöglich finanziell ruiniert (ich weiß, das ist ein schäbiger Aspekt, der nur ungern angesprochen wird)? Es ist sicher ohne Ende schwer darüber entscheiden zu müssen, ob eine entstehendes Leben "lebenswert" ist oder nicht und abzuwägen zwischen den eigenen Interessen denen der Familie und dem Recht des ungeborenen Kindes auf eine Chance - und ich hoffe sehr, dass ich niemals in diese Lage komme.
 
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Sicher muss man abwägen, ob der Kind sein Leben überhaupt "genießen" könnte. Mit einer sehr sehr schweren Behinderung, sodass es vielleicht von Geburt an an Medizinische Mittel gebunden ist, ist kein Lebenswertes Leben. Wenn ich wüsste, das meinem Kind sowas bevor steht, würde ich abtreiben, da es in dem Sinne kein "lebenswertes" Leben ist
 

Benutzer22419 

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Sicher muss man abwägen, ob der Kind sein Leben überhaupt "genießen" könnte. Mit einer sehr sehr schweren Behinderung, sodass es vielleicht von Geburt an an Medizinische Mittel gebunden ist, ist kein Lebenswertes Leben. Wenn ich wüsste, das meinem Kind sowas bevor steht, würde ich abtreiben, da es in dem Sinne kein "lebenswertes" Leben ist

Naja, die Frage ist doch, wo setzt du die Grenze? Was sind in deinen Augen "medizinische Mittel"? Das geht bei einfachen Medikamenten, zB gegen Hämophilie (Bluterkrankheit) los und endet bei lebenslanger Intensivpflege. Wer urteilt mit welchem Recht darüber, ab wann ein Leben nicht mehr lebenswert ist? Kann ein Kind, das sein Leben lang im Rollstuhl sitzen wird, dieses Leben nicht genießen, nur weil es für uns selbstverständlich ist, dass wir unsere Beine benutzen können? Wohl kaum.
Wie sieht's aus, wenn dieses Kind auch seine Arme nicht gebrauchen kann? Oder blind ist? Taub? Was, wenn es keinerlei körperliche Beeinträchtigungen haben, aber geistig schwer zurückgeblieben sein wird? Kann man dann überhaupt annehmen, dass es sein Leben als "lebensunwert" empfindet? Oder umgekehrt, geistig total fit, aber der Körper von Beginn an ein Wrack. Nee, ich glaube, es kann darauf keine allgemein gültigen Antworten geben, das ist immer wieder aufs Neue eine ganz grausame Entscheidung.
 

Benutzer89539 

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Das ist eine schwierige Entscheidung, was ich tatsächlich tun würde, kann ich schwer sagen und hängt natürlich auch von der Mutter ab. Aber ich würde zu behalten tendieren.
 
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@Miss marple
wenn ein Kind "nur" im rollstuhl sitzt oder seine arme nicht bewegen kann, genauso wenn es geistig zurück hängt, habe ich keine Probleme damit. Schlimmer ist es, wenn ein Kind von Geburt an an einem Beatmungsgerät hängt oder dauerhaft unter Schmerzen steht.
 

Benutzer58449  (32)

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Wie sieht's aus, wenn dieses Kind auch seine Arme nicht gebrauchen kann? Oder blind ist? Taub? Was, wenn es keinerlei körperliche Beeinträchtigungen haben, aber geistig schwer zurückgeblieben sein wird? Kann man dann überhaupt annehmen, dass es sein Leben als "lebensunwert" empfindet? Oder umgekehrt, geistig total fit, aber der Körper von Beginn an ein Wrack. Nee, ich glaube, es kann darauf keine allgemein gültigen Antworten geben, das ist immer wieder aufs Neue eine ganz grausame Entscheidung.
Wobei diese Kinder lernen ihre Defizite auszugleichen. Kinder ohne Arme benutzen ihre Beine und Taube oder Blinde sind heutzutage auch gut intigriert. Ich habe mal mit jemandem der eine schwere Spastik hat darüber geredet ob er denn so wie er ist glücklich ist und er meinte ja. Denn er kommt so wie er ist gut durch die Welt da er ja auch nicht den Unterschied kennt. Ich habe sehr schwer geistig Behinderte Menschen erlebt die glücklich waren und gestrahlt haben. ich denke da sieht man auch schon an das dieses Leben nicht "sinnlos" ist.

Ich ziehe meine Grenze da wo Schmerzen beginnen. Schmerzen machen ein Leben unerträglich. Anzephalie zum Beispiel zieht eine extreme Schmerzempfindlichkeit nach sich. Das hieße also das die wenigen Tage oder die Stunden die mein Kind auf der welt ist aus Leiden bestehen würden und damit könnte ich mich denke ich mich auch nicht anfreunden. Nur um mich zu verabschieden ? Nein. Dann schließe ich meinen Frieden mit dem Ungeborenen bevor ich mich entscheiden müsste.
 

Benutzer22419 

Sehr bekannt hier
Wobei diese Kinder lernen ihre Defizite auszugleichen. Kinder ohne Arme benutzen ihre Beine und Taube oder Blinde sind heutzutage auch gut intigriert.
Absolut. Ich wollte damit auch nur andeuten, wie schwer bis unmöglich es für uns als Gesunde ist, darüber zu entscheiden, ab wann ein Leben keinen "Wert" mehr hat und dass die Abhängigkeit von den Möglichkeiten der modernen Medizin da nur sehr beschränkt als Kriterium dienen kann.

Ich ziehe meine Grenze da wo Schmerzen beginnen. Schmerzen machen ein Leben unerträglich.
Wobei man hier wieder argumentieren könnte, dass es doch heute genug potente Möglichkeiten der Schmerzbekämpfung gibt. Aber ist lebenslange ununterbrochene Abhängigkeit von hochdosierten Schmerzmitteln erstrebenswert? Keine Ahnung.
 

Benutzer58449  (32)

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Wobei man hier wieder argumentieren könnte, dass es doch heute genug potente Möglichkeiten der Schmerzbekämpfung gibt. Aber ist lebenslange ununterbrochene Abhängigkeit von hochdosierten Schmerzmitteln erstrebenswert? Keine Ahnung.
Erstens das und zweitens legen die meisten schmerzmittel eher lahm. Ich rede nicht von einer popligen Aspirin Tablette sondern von richtigen Schmerzmitteln wie Morphium.Wobei die Dosis sich immer steigert da der Körper sich gewöhnt und nach mehr verlangt. Nicht erstrebenswert meiner Meinung nach.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
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Wenn das Kind einfach nur beeinträchtigt ist, sollte es leben. Ein guter Freund von mir ist spastisch behindert, hat quasi eine Feinmotorik von null und kann die Hände nicht ruhig halten. Er arrangiert sich einfach damit: Schreiben tut er am PC, zum Trinken braucht er einen Strohhalm, und manchmal braucht er kurz Hilfe... na und? Er geht damit selbstverständlich um, er ist ein lebhafter Mensch mit vielen Freunden, wird (fast) überall akzeptiert, und im Normalfall denkt man gar nicht daran, dass er behindert ist, weil er einfach ein ganz normaler Mensch ist. Natürlich gibt es manchmal Probleme, es musste z.B. eine Ausbildung abbrechen, weil die freundlichen Mitarbeiter dort keine Rücksicht auf ihn genommen haben (aber schön, einen Quoten-Behinderten zu haben!). Aber sich zu überlegen, dass man sein Leben als "unwürdig" oder "lebensunwert" ansehen sollte?! Zum Glück leben wir nicht mehr in den 1930ern.

Wenn das Kind hingegen dauerhaft schwer leidet (wie von Pinky Bunny beschrieben), ist es vermutlich das beste, es zu töten. Aber ich hoffe, dass ich eine solche Entscheidung nie treffen muss.
 
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