Behinderte Kinder

Benutzer24017 

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Ganz klares NEIN. Ich würde nicht abtreiben. Denke schon sehr lange darüber nach - nicht erst seit dieser Frage. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich NIEMALS abtreiben würde. Ganz abgesehen davon, dass sich die wenigsten geistigen Behinderungen schon in der Schwangerschaft feststellen lassen.
@Liza: Ich finde deine Antwort toll. Du hast recht, die Menschen sollen zugeben, WARUM sie sich für eine Abtreibung entscheiden würden. Denn ich finde das Argument, dass es zum Wohl des Kindes ist zählt nicht. Kein Mensch darf entscheiden ob es für den anderen besser ist zu sterben - KEIN Mensch darf das. Denken wir das weiter: Abtreibung weil behindertes Leben nicht lebenswert ist, A. aus finanziellen Grunden, A. weil besser für das Kind, A. weil es kein Junge ist...
 

Benutzer60251 

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Im allgemeinen, bin ich der Meinung, dass ich nicht das Recht habe, für das Kind zu entscheiden, ob es leben darf, oder nicht. Ich würde es höchstwahrscheinlich nicht forcieren, dass das Kind mittels Intensivmedizin überlebt, wenn es so früh geboren wird, dass das Gehirn kaum ausgebildet ist, wie hier jemand erwähnt hat. Auch würde ich über eine Abtreibung nachdenken, wenn vorher schon klar wäre (aber ab wann mit genügend "Sicherheit"?), dass das Kind nur ein paar Stunden überleben kann. Wenn es schon eine Sache von Jahren wäre, würde ich mich vermutlich für das Kind entscheiden.
Was ich aber (leider) nicht garantieren könnte, wäre, dass ich dem gewachsen wäre, dass Kind groß zu ziehen. Es ist ja doch eine sehr starke Belastung. Deshalb schließe ich nicht aus, das Kind wegzugeben, wenn ich es nicht schaffe (es steckt ja auch finanziell einiges dahinter); wobei ich fast vermute, dass ich das Kind dann trotz der Behinderung so sehr liebe, dass ich es nicht schaffen werde, es wegzugeben.
Ich bin davon überzeugt, dass auch behinderte Kinder Freude empfinden können. Sicher nicht an den gleichen Sachen, wie wir. Aber dafür freuen sie sich über Sachen, die für uns ganz normal sind? Sonnenschein, in der Gruppe singen...
Ich finde, bei der Debatte um Abtreibung wegen einer Behinderung muss man sehr stark aufpassen. Es gibt inzwischen sehr ausgereifte Verfahren zur pränatalen Diagnostik (PID), und ich hab von einer Umfrage in GB gehört, die mich tierisch erschreckt hat, weil dort eine große Zahl (ich weiß leider nicht mehr wie viele) meinte, wenn eine Veranlagung dazu bestände, dass das Kind unterdurchschnittlich intelligent wird, würden sie abtreiben :kopfschue

alles in allem ist das aber wohl eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss, denn egal wie er/sie sich entscheidet, er muss den Rest seines Lebens damit leben...
lG,
HasisMausi

edit: Was mir noch einfällt: man sollte auch bedenken, dass die Tests, die notwendig sind, um eine Erkrankung zu erkennen, doch teilweise doch auch starke Risiken bergen, so dass eventuell durch den Test ein Kind erst behindert wird.
 

Benutzer23623  (54)

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Auch von mir ein klares NEIN!

Haben bei unseren Kindern auch von vornherein keinerlei Tests machen lassen. Wir hatten dann zwar das Glück 4 gesunde Kinder zu bekommen aber für uns stellte sich während der Schwangerschaft nie die Frage ob eine Behinderung vorliegt. Wir hätten im Falle des Falles auch jedes behinderte Kind akzeptiert und geliebt.

Sicher hätte ein behindertes Kind einiges an unserem Leben nicht einfacher gemacht, aber ich würde mir nie anmaßen über die Lebensberechtigung und die Lebensqualität eines anderen Menschen zu verfügen. Die Entscheidung für jedes einzelne unserer Kinder ist für uns mit allen dazugehörigen Konsequenzen schon vorher gefallen.
 

Benutzer35070 

Meistens hier zu finden
Also bei der ERbkrankheit die ich meinte ging s nicht um Diabetes (das ist meiner Familei weit verbreitet ist für mich aber in der Wahrnehmung kaum eine Behinderung) sondern um das Freeman Sheldon syndrom. Da gibt es verschiedenen Symptome im mundbereich(kurze Zunge, kurzer Hals, Lippen) udn Symptome an den HÄnden und Füßen die so schlimm sein können das zum Beispiel bei meinem freund als Kind im ersten Jahr nur die Beine operiert wurden und er bis heute keine Waden hat. Das wichtige für mich ist aber das die Kinder normal intelligent sind und auch eigenständig leben können.

Aber das überraschende war für mich halt das mein Freund das so schlimm fände ein behindertes Kind zu bekommen (eigene ERfahrungen??)

ICh denek ich würde bei einer schweren geistigen Behinderung ernsthaft ans Überlegen kommen. Ausschließen kann amn das ja nie, aber wie Liza gesagt hat wäre ich wahrscheinlich auch zu egoistisch, ich weiß nicht ob ich mein Leben soooo dem Kind unterordnen könnte. Außerdem sind diese Kinder ja sehr anfällig- Kinder mit Down-Syndrom haben ja auch sehr oft herzfehler und ich hätet auch ANgst das ich dann total fertig bin wenn das Kind dann Stirbt! (ist vielleicht paradox aber ist so)
 

Benutzer37411 

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Hm also das kann ich nur sagen wenn ich in der Situation wäre. Ich kann jetzt nicht sagen ich würde abtreiben, aber auch nicht das ich es bekommen würde. Ich bin froh das ich ein gesundes Kind hab und mehr will ich wahrscheinlich sowieso nicht.
 

Benutzer15049  (35)

Beiträge füllen Bücher
Off-Topic:
fragen darf man immer:zwinker:

weis einfach den namen gerade nicht*peinlich* aber der name würde wohl auch nichts bringen.
es handlet sich um ne seltene nervenkrankeit( eine person auf 200'00) vondaher ist sie kaum erforscht.
beispielsweise habe ich keien kniescheibenreflex(heisst der so?), weil halt da mit den nerven was nicht stimmt.
ich persönlich finde,dass ich nicht sehr eingeschrenkt bin, aber andere betroffene können mit 15 nicht mehr barfussgehen und müssen spezial-schiehnenschuhe trage,oder können nicht in eine normale badewanne steigen.
acuh die feinmotorik ist eingeschrenkt(hängt ja auch mit den nerven zusammen) und so sehen und muskel sind verkürzt,früher ging ich immer auf den zehenspitzen,aber durch dehen(aua!!) gehts jetzt....
ich kann eignetlich sehr gut damit leben,ich wurde eignetlich auch nie gehänselt,weil ich im hochsprung halt nicht mitgemacht habe(kann nicht mal überne bank springen,aber egal..)
für mich wäre ne lebensmittel allergie(mehl,mich,nüsse) definitiv vieeeel schlimmer!
wie forest gump,... :smile:
 

Benutzer16921 

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Denken wir das weiter: Abtreibung weil behindertes Leben nicht lebenswert ist, A. aus finanziellen Grunden, A. weil besser für das Kind, A. weil es kein Junge ist...

von welchem planeten kommst du denn? :zwinker:
da brauch man nicht weiterdenken, das ist schon so.

lg
kerl
 
A

Benutzer

Gast
Ich würde das Kind nicht mal auf eine Behinderung testen lassen, während es noch nciht geboren ist.
Klar bedarf es wenn ein Kind behindert ist einer großen Kraft und einem starken Familienzusammenhalt, nur ich weiß nicht. Diese Menschen haben auch ein Recht auf Leben. *Ich will niemandem unterstellen das es etwas anderes behauptet hat*
Solche wunderbaren Menschen haben mich durch meine Trotphase in der Pupertät geholfen, ich habe alles und jeden abgelehnt nur nicht diese Leute. Warum weiß ich bis heute nicht, ich dneke aber mal weil sie mein Herz berührt haben und einfach sie selbst waren und nich mit dummen Sprüchen kamen.
Auch schwerst Behinderte sind ein Segen. Sie schweißen Familien zusammen und lassen einen das Leben ganz anders sehen.

Mein Opa wurde als schwerst behindert eingestuft da war ich 4 meine Mutter hat in häuslich gepflegt bis ich 12 war, also einige Jahre. Ich weiß was es heißt so jemanden zu pflegen und acuh was für körperliche Anstrengungen damit verbunden sind wenn diese Person älter wird.
Aber ich würde das lieber im kaufnehmen als abzutreiben.
Und wie auch schon gesagt wurde kann man eine Behinderung auch erst während der Geburt "bekommen".

MfG Akico:engel:
 

Benutzer19169  (44)

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Meine Frau und ich hatten uns mit dem Thema eigenlich erst während ihrer Schwangerschaft "beschäftigt" (naja, eigentlich weniger wirklich beschäftigt). Mein Vetter ist leider auch körperlich und geistig behindert. Für mich stand immer irgendwie fest, dass ich ein Kind nicht bekommen wollte, wenn man früh feststellt, dass es behindert sein wird und man noch abtreiben kann.

Als die Frauenärztin uns dann über weitere Untersuchungen zur Feststellung möglicher Behinderungen informierte meinte mein Schatz nur: "Ist nicht notwendig. Ich würde das Baby sowieso nicht mehr hergeben." Erst habe ich gestutzt - und dann festgestellt, dass sie Recht hat. Ich hätte mir auch nicht mehr vorstellen können, dass wir das Kind nicht bekommen.
 

Benutzer32811  (34)

...!
Ich würde das Kind nicht mal auf eine Behinderung testen lassen, während es noch nciht geboren ist.
Klar bedarf es wenn ein Kind behindert ist einer großen Kraft und einem starken Familienzusammenhalt, nur ich weiß nicht. Diese Menschen haben auch ein Recht auf Leben.
Meine Zustimmung. Und wenns durch Zufall herausgefunden wird, dann ändert das auch nichts.
Meine Mutter hat als Therapeutin viel mit Behinderten zu tun, habe mit ihnen durchweg positive Erfahrungen gemacht, nichts erfahren, was meinen Entschluss ändern würde :smile:
 

Benutzer22419 

Sehr bekannt hier
ich würde nichts testen lassen.
jedenfalls nicht, solange weder ich noch der vater als überträger einer schweren erbkrankheit bekannt sind.
es gibt einfach dinge, die ich lieber nicht wissen will.

und wenn im ultraschall was auffällt, wäre das auch kein grund abzutreiben - von schwerstbehinderungen wie anenzephalie oder anderen extremen missbildungen, die mit dem leben nicht vereinbar sind, mal abgesehen.
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Seit meinem Praktikum in einer Sonderschule würde ich es auf jeden Fall behalten wollen. :smile:
(Solange ich denke, dass das Leben für das Kind lebenswert ist und es nicht permanent unter unsäglichen Schmerzen leiden würde).
 

Benutzer10438  (37)

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Ich würde das Kind nur abtreiben, wenn es ne sehr starke Behinderung hätte, also z.b. sein Leben lang nicht richtig sprechen oder essen könnte, immer an den Rollstuhl gefesselt wäre und absolut kein eigenes Leben führen könnte....

Bei der Cousine von meinem Vater war es so, dass der Sohn bei der Geburt zu wenig Sauerstoff bekommen hat, man das aber zu spät gemerkt hat und er dann mit der Zange geholt wurde. Er war dann auch geistig und körperlich leicht behindert aber sonst ein total fröhlicher Junge. Im letzten Jahr, an meinem Geburtstag ist er dann mit 12 an Krebs gestorben......

Also ich meine, manchmal kann man ja auch gar nicht vorher sehen, was passiert und muss dann ja auch damit klar kommen....
 

Benutzer23548 

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Ich bewundere alle, die jetzt schon klar sagen können, dass sie das Kind bekommen würden.
Ich ehrlich gesagt würde mir das nicht zutrauen. Wenn ich schwanger wäre und es wird festgestellt, dass das Kind schwer behindert ist, dann würde ich es wohl abtreiben.
Und ich gebe zu meine Gründe sind da egoistisch. Ich hätte Angst davor, dass ich es nicht schaffe, dass mein Leben "verloren" geht, wenn ich das Kind bekomme. Das klingt vielleicht hart, aber so denke ich im Moment. Aber ich bin auch erst 20 und wer weiß, ob ich in 5 Jahren noch genau so denke.
 

Benutzer52533 

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Ich glaube auch, dass es eine schwere Entscheidung ist. Je nachdem ob ich mich absolut überfordert fühlen würde, würde ich es wahrscheinlich abtreiben.
Es gibt aber auch Beispiele, wo ich trotzdem Kinder kriegen würde:
Mein Freund ist Bluter. Das bedeutet, dass meine Töchter auf jeden Fall Überträgerinnen sein werden (falls wir Kinder bekommen sollten :tongue: ).
Damit wird die Kindergeneration zwar übersprungen, aber selbst, wenn ich auch eine defekte Anlage hätte... Viele Erbkrankheiten/Behinderungen sind nicht mehr so schlimm, wie sie einmal waren.(natürlich bleiben sie immer irgendwo schlimm, aber man kann einfacher mit manchen Leben heutzutage). Klar gibt es andere ganz extreme Fälle. Aber die Medikamente bezahlt die Krankenkasse und keiner aus der Familie meines Freundes ist unglücklich über eine solche Enscheidung (Vater, Bruder, er sind Bluter und seine 2 Schwestern und Mutter Überträgerinnen).
Sollte eine absolut schwere Behinderung auf mich zu kommen, muss ich gestehen, wäre mir das wahrscheinlich zu viel...
 

Benutzer6665  (50)

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wenn ich 100% wüsste, dass mein Kind behindert ist, dann würde ich es abtreiben. Es würde mir zwar unheimlich schwer fallen und wäre keine leichte Entscheidung, aber ich würde es machen.
Allerdings gibt es ja so viele Behinderungen, die man während der Schwangerschaft gar nicht feststellen kann und selbst wenn während der SS alles in Ordnung ist, kann hinterher immer noch was sein, und das Kind ist dann behindert.
Ich denke man darf sich nicht wahnsinnig machen mit dem Thema oder anderfalls eben gar kein Kind kriegen. Schliesslich kann das "Kind" auch noch mit 20 einen Unfall haben und im Rollstuhl landen. Und dann würde man es ja auch nicht verstossen.

Passieren kann immer was....

Madison,
20. Woche schwanger
 

Benutzer53287 

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Ich würde nicht damit klarkommen, dass ich mein Kind umgebracht hätte. Ich würde es auf jeden Fall bekommen, egal ob es gleich nach der Geburt sterben sollte, oder ein Leben lang auf Hilfe angewiesen sein sollte.

...Ich muss meinen Beitrag editieren: Ich habe gerade nachgelesen, was Anencephalie ist. In dem Fall wäre ich mir nicht sicher, ob ich das Kind wirklich austragen würde. Die Geburt muss sowieso künstlich eingeleitet werden, weil die Kinder keine Hypophyse haben, die normalerweise anscheinend dafür sorgt, dass die Geburt beginnt (kenn mich damit nicht aus). Und die Diagnose kann ab der 14. Woche sicher gestellt werden, und die Geburt wird dann, wenn man sich für eine Abtreibung entscheidet, künstlich eingeleitet (es ist ja zu spät zum Ausschaben u.ä., man muss das Kind wie bei einer normalen Geburt zur Welt bringen). Ich glaube, wenn ich schon so lange vor dem normalen Geburtstermin wüsste, dass mein Kind nicht lebensfähig sein wird, würde ich die Geburt doch vorher schon einleiten lassen. :-/
 
1 Woche(n) später

Benutzer44426  (33)

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auch wenns sich grausam anhört aber egal welche behinderung das kind hätte, würde ich es abtreiben lassen. meine begründung: in meiner familie gibt es einen fall von geistiger behinderung. meine tante hats erst später bekommen durch ne hirnhautentzündung,a ber von jahr zu jahr wird sie anstrengender, oft ist es mit ihr nicht lange auszuhalten. sie ist zwar nen ganz lieber mensch nur es treten viele probleme auf. es gibt ja zb. solche wohnheime wo behinderte zusammen leben aber die sind 1. schweine teuer und 2. sind dort ab abends keine pfleger mehr wenn da mal nachts was passiert ist keiner da der helfen kann...

zurück zum thema. man muss viel zeit in behinderte kinder investieren, die nerven behalten, ehekriesen aushalten (streit kann zwischen den partnern entstehen), man ist einem hohen druck ausgesetzt zb. "was passiert wenn ich sterbe. was ist dann mit meinem kind?" wie oben gesagt so nen wohnheim ist absolut ungegeignet und anderen familienmitgliedern (seinen anderen Kindern) dieses kind aufzudrücken ist auch nicht richtig finde ich.
 
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