Befriedigung im Sexleben

Benutzer184279 

Ist noch neu hier
Hallo zusammen,

ich habe ein kleines Problem, über das ich mit niemanden aus meinem Freundeskreis reden kann und schon mal gar nicht mit meiner Familie. Deshalb wende ich mich an euch. Schadet bestimmt auch nicht mal die Sicht von neutralen Personen zu sehen.

Mein Freund und ich sind 25 Jahre alt und sind seit 8 Monaten ein Paar, kennen uns aber schon länger. Wir wohnen seit kurzem zusammen und sind sehr glücklich miteinander.

Ich liebe ihn wirklich sehr und er auch mich. Das merkt man auch. Er ist wirklich ein toller Partner. Sehr sensibel und zuvorkommend. Wir harmonieren sehr gut miteinander und es ist wirklich alles perfekt. Aber ein kleines Problem habe ich und das liegt in unserem Sexleben.

An sich ist unser Sexleben auch sehr gut. Ich schlafe sehr gerne mit ihm und es ist abwechslungsreich. Ich gebe zu, ich habe wirklich gerne Sex und habe absolut nichts dagegen, wenn es jeden Tag wäre, vielleicht auch mehrmals. Da kann es manchmal passieren, dass er keine Lust hat, vielleicht auch mal mehrere Tage. Manchmal stört es mich, aber ich akzeptiere es dann und mache ihm auch keinen Vorwurf. Aber das ist gar nicht mein Problem.

Was andere Methoden der Befriedigung angeht, bin ich auch offen. Was mich betrifft, also was ich geben kann und auch was ich gerne habe. Ich gebe ihm alles was er sich wünscht. Natürlich im „normalen“ Bereich. BJ, HJ usw und das nicht wenig. Er ist auch zufrieden damit und genießt es. Und ich mache es auch wirklich gerne und freiwillig. Allerdings kommt von ihm aus für mich sehr wenig bis gar nichts. Ich mag halt gerne die Klischee Dinge. Fingern usw. Den Körper, bzw speziell die Brüste mit dem Mund bearbeiten usw. Mein Freund hat ein Problem mit diesen Dingen und macht es nicht. Er mag es nicht, sagt er meistens dazu. Ich habe schon oft mit ihm darüber gesprochen. Wir haben uns nie deswegen gestritten. Ich habe zwar mal dabei geweint, weil es mich echt belastet hat aber unsere Gespräche darüber waren immer ruhig. Er sagt, er hat ein Problem damit etwas an den Fingern zu haben. Er mag auch keinen Dreck oder anderes Zeug wie z.B. Kleber an den Fingern und hat manchmal dann das Gefühl, es nicht mehr von der Haut zu bekommen. Man stellt sich jetzt die Extremfälle aus dem Fernsehen vor, die einen totalen Hygienefimmel haben, aber so extrem ist es nicht bei ihm. Es ist eine leichte Form. Was die Sachen mit dem Mund betrifft, da sagt er zu, dass auch da er das Gefühl am Mund nicht mag. Okay, dass kann ich noch irgendwie verstehen und verlange jetzt auch wirklich nicht, dass ich das regelmäßig bekomme. Aber er mag es auch nicht meinen restlichen Körper mit dem Mund zu bearbeiten, da ihm sein Speichel stören würde. So auch beim Küssen. Ein wirkliches Rumknutschen gibt es bei uns auch nicht oft. Der Abend, wo wir uns das erste Mal geküsst haben, da haben wir kaum Luft bekommen, aber so war es auch schon lange nicht mehr. Das fehlt mir auch. Dadurch, dass er diese Dinge nicht mag, fallen auch diese Typischen Vorspiele vor dem Sex weg.

Ich kann es verstehen, dass es auch Männer gibt, die nicht drauf fliegen eine Frau so zu befriedigen, gibt ja auch Frauen, die keine BJ mögen. Und wenn er wirklich da eine Riesenhemmung und Ekel hätte, dann könnte ich damit umgehen. Zwar schwer, aber ich könnte es. Allerdings hat er mich schon mal in allen Arten so befriedigt. Alles in allem habe ich jede Möglichkeit jeweils 2- bis 3-mal in dieser Zeit bekommen. Und wenn er es dann macht, dann dauert das auch richtig lange. Er gibt sich Mühe und wird selbst dadurch auch geil. Danach hatten wir immer Sex und es war einfach so, wie man es sich wünscht. Aber jetzt gab es schon seit langer Zeit nichts mehr. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es mir nicht fehlt und dass ich mittlerweile Tage habe, wo ich echt unzufrieden deshalb bin und fast wahnsinnig werde, wenn wir Abends einfach nur kuschelnd im Bett liegen.

Wir haben schon oft drüber gesprochen. Ich war immer sehr verständnisvoll und habe gesagt, dass ich auch kein Problem habe, ihm dass irgendwie zu erleichtern. Wie z.B, kurz vorher nochmal waschen, um richtig frisch zu sein usw. und ich verlange es auch nicht regelmäßig. 2-3 mal im Monat würde mir zusätzlich zum Sex schon reichen. Wenn ich ihn Frage, ob es ihm hilft, zuckt er nur mit den Schultern. Er betont, dass es nichts mit mir zu tun hat und dass er das gleiche Problem auch bei seinen Ex-Freundinnen hatte. Er ist sehr traurig darüber, dass er es mir nicht geben kann, beschimpft sich selbst als Idiot und dass er alles kaputt macht und entschuldigt sich tausendmal deswegen. Das wars dann. Jedes Gespräch endet so und das wars dann auch. Es gab auch noch zwei Momente, die mich beschäftigt haben.

Wir lagen mal zusammen auf der Couch. Ich auf den Rücken und die Beine angewinkelt. Er lag vor mir auf dem Rücken und hatte seinen Kopf halt zwischen meine Beine gelegt. Das hat mich schon tierisch angemacht, aber ich habe nichts weiter dazu gesagt. Irgendwann hat er sich umgedreht und schaute mich an. Ich sagte „Du bist gemein.“ Er meinte dann. „Soll ich mal gemein sein?“ und küsste mich dann auf diese gerade seeeehr empfindliche Stelle. Das wars. Er wechselte danach das Thema und setzte sich auf. Ich war echt fassungslos und war mit meiner Geilheit am Kämpfen. Das hat er sogar bemerkt und sagte das auch noch. Danach entschuldigte er sich wieder tausendmal und war sichtlich traurig über die Situation. Ich habe nichts gesagt, die Situation durchgestanden und das wars. Innerlich war ich natürlich sauber darüber. Ich habe wirklich dann erwartet, dass er mir es endlich in der Situation gibt. Oder zumindest an dem Tag am Abend, oder am nächsten Tag. So als „Entschädigung“ aber es kam nichts. Auch keine andere Art der Befriedigung. Auf der anderen Seite denke ich auch, ich tue ihm unrecht und sollte nicht so denken.

Die Zweite Situation ist schon etwas her, ist aber immer noch fest in meinem Kopf. Wir lagen im Bett und dieses Thema wurde leicht angekratzt. Er fragte mich, ob ich einen Dreier bzw mal einen anderen Mann haben möchte, der mir das mal gibt. Ich war total geschockt über diese Aussage. Ich fragte ihn, ob er dies möchte. Hätte ja sein können, dass er mir durch die Blume eine offene Beziehung vorschlagen wollte. Das verneinte er sofort energisch und er ist auch überhaupt nicht der Typ dafür und eigentlich auch relativ eifersüchtig was mich betrifft. Deshalb wunderte mich diese Aussage umso mehr. Ich sagte, dass ich das nicht möchte. Ich möchte nur ihn und wie er denn auf sowas kommt und ob ihn das denn nicht stören würde, wenn ich jetzt ja gesagt hätte. Er meinte, es würde ihn natürlich stören, aber ihm wäre wichtiger, dass ich glücklich und zufrieden bin. Und wenn er nicht alles geben kann, kann es vielleicht jemand anderes ausgleichen. Ich bin heute noch geschockt darüber, dass dies eine Option für ihn ist aber er nicht bereit ist (ich drücke mich jetzt böse aus) sich 2-3 Mal im Monat selbst zusammenzureißen. Wir haben nicht weiter über das Thema gesprochen.

Wenn ich ihn gezielt darauf anspreche und drum bitte (Wir liegen im Bett, die Situation passt) dies oder das zu machen, möchte er das auch nicht. Er will, dass es einfach so passiert und nicht "geplant" ist.

Ich will dieses Thema auch nicht ständig ansprechen, weil es eh immer aufs selbe Ende hinausläuft, ich will ihn nicht unter druck setzen will, sonst alles perfekt ist und er wirklich ein absoluter Traumpartner ist und ich denke, es gibt vielleicht auch wichtigeres im Leben. Aber trotzdem fehlt es mir sehr einfach mal so begehrt und bearbeitet zu werden. Es ist echt schwer für mich damit umzugehen. Wie seht ihr das?
 
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Benutzer183558 

Klickt sich gerne rein
Er sagt, wenn wir mal weniger oder gar kein Sex ein paar Tage haben und er so richtig horny ist, dann würde das gehen.
Vielleicht wäre das ja auch eine Lösung: Du verzichtest auf täglich Sex, bekommst dafür aber alle ein bis zwei Wochen den Sex, den du wirklich erfüllend findest.
Aber ich finde es schon komisch, dass sowas dann eine Phobie kurz außer Kraft setzen kann.
Ja, schon etwas seltsam.
 

Benutzer168169 

Öfters im Forum
Er ekelt sich vor seinem Sperma.
und anfassen will er das Zeug auf keinen Fall.
wenn er duscht und sich unten rum gewaschen hat, muss er sich danach nochmal die Hände waschen. Und wenn wir Sex haben und er sich unten rum sauber gemacht hat, benutzt er seine Hände so wenig wie möglich, bis sie gewaschen sind.
Das klingt für mich so, als hätte er irgendwelche anerzogenen Komplexe, nach dem Motto: "Faß Dich dort nicht an, das macht man nicht, das ist schmutzig!", etc., was - sollte ich damit richtig liegen, auch aglaia aglaia 's These von einer (in diesem Fall jedoch anerzogenen) psychischen Störung meines Erachtens sogar stärken würde...

Hier wurden bereits viele Vorschläge hinsichtlich des Tragens von Handschuhen und Lecktüchern gemacht, also durchaus konstruktive Lösungen bereitgestellt.

Offensichtlich ist es ihm wichtiger, sich selbst nicht anpassen zu müssen, als Dir Freude zu bereiten (denn die gemachten Vorschläge verhindern ja seine genannten "Probleme" wie, z.B. klebrige Finger, Lippen, ...)!

Wenn er sich dabei (mit im vorletzten Absatz genannten Hilfsmitteln), wie Du schreibst, "doof" vorkommt, ist das eine Sache, aber wenn ich mitbekäme, daß etwas, wobei ich mir zwar (ggf. nur anfangs) "doof" vorkomme, meine Partnerin glücklich macht und ihr sogar große Lust bereitet, dann genieße ich, wenn ich sie damit glücklich machen kann, selbstlos ihr Glück und freue mich, daß ich derjenige sein darf, der ihr so schöne Gefühle bereitet und daß sie sich wegen mir so gut fühlt - und das sollte das "sich doof fühlen" schnell in den Hintergrund drängen, denn wenn er sich "doof" dabei fühlt, der Frau, die er angeblich liebt, deutlich erkennbar Lust zu verschaffen und ihr deshalb diese, für sie wichtige Lust grundsätzlich verwährt und Dir nicht einmal 2 - 3 mal im Monat gönnt, finde ich dies, insbesondere im Rahmen einer Liebesbeziehung, äußerst egoistisch!
Er möchte zb nicht, dass ich im normalen bikini schwimmen gehe und ausschnitt darf ich auch nicht zeigen. Er betont immer, ich wäre seins und das darf auch nur er sehen.
Mal abgesehen davon, daß es DEIN Körper ist und Du damit machen kannst, was DU willst, wären dies weitere Anhaltspunkte, die in meinen Augen eine Störung im oben bereits genannten Muster einer prüden Erziehung unterstreichen würden... - Ich vermute einmal ganz stark, er hätte auch große Probleme damit, in eine gemischte Sauna oder gar an einen FKK-Strand zu gehen, denn dort könnten ja andere Menschen Körperteile von einem sehen, die in seinem (anerzogenen) Weltbild "schmutzig" und nicht für andere zum sehen bestimmt sind, richtig?

Wäre meine Vermutung richtig, hätte man zumindest einen Anhaltspunkt, woher dieses Verhalten stammen könnte, nur wird es dann vermeintlich sehr unwahrscheinlich und schwer sein, dieses, ihn bereits sein ganzes Leben begeleitendes Verhalten zu ändern oder gar abzulegen und Du solltest Dir gut überlegen, ob Du, wie krava krava es weiter oben bereits beschrieben hat, noch Ewigkeiten
alles weg lassen kannst und willst und mit ihm eher eine Art WG und Freundschaftsbeziehung führen willst mit zwischendurch mal ein bisschen Penis rein stecken...
 

Benutzer164451 

Meistens hier zu finden
Ich muss zugeben, dass ich die letzten Seiten nur noch überflogen habe, aber ich hab den Startbeitrag komplett gelesen. Ich finde es ja echt arg wie du auf seine Wünsche reagierst und wie hier anscheinend auch alle anderen reagieren.

Er will diese Sexpraktiken nicht machen, Punkt aus. Ich finde das ziemlich schlimm, dass er sich "zusammenreißen", "verbessern", "seine Störung behandeln" soll. Ja, dann findet er es eklig. Genauso wie viele Leute Analsex eklig finden, Spucke beim Küssen nicht mögen, etc. Du gibst ihm permanent das Gefühl dir nicht auszureichen, dass er es "wiedergutmachen" soll, dass er nunmal nicht so sein soll. Echt, da krieg ich ja das Grausen, wie respektlos du mit seiner Sexualität umgehst.

Du willst diese Praktiken machen, er will sie nicht. Beides ist legitim und dann passt man halt nicht zusammen und muss sich im Zweifelsfalls trennen anstatt den Anderen zu sexuellen Gefälligkeiten zu drängen. Auch wenn du es "nur zwei bis drei Mal im Monat" willst. Er will es nicht. Er hat dir das mehrfach klargemacht, dass er das nicht will. Dann solltest du das auch respektieren.
 

Benutzer184279 

Ist noch neu hier
Ich muss zugeben, dass ich die letzten Seiten nur noch überflogen habe, aber ich hab den Startbeitrag komplett gelesen. Ich finde es ja echt arg wie du auf seine Wünsche reagierst und wie hier anscheinend auch alle anderen reagieren.

Er will diese Sexpraktiken nicht machen, Punkt aus. Ich finde das ziemlich schlimm, dass er sich "zusammenreißen", "verbessern", "seine Störung behandeln" soll. Ja, dann findet er es eklig. Genauso wie viele Leute Analsex eklig finden, Spucke beim Küssen nicht mögen, etc. Du gibst ihm permanent das Gefühl dir nicht auszureichen, dass er es "wiedergutmachen" soll, dass er nunmal nicht so sein soll. Echt, da krieg ich ja das Grausen, wie respektlos du mit seiner Sexualität umgehst.

Du willst diese Praktiken machen, er will sie nicht. Beides ist legitim und dann passt man halt nicht zusammen und muss sich im Zweifelsfalls trennen anstatt den Anderen zu sexuellen Gefälligkeiten zu drängen. Auch wenn du es "nur zwei bis drei Mal im Monat" willst. Er will es nicht. Er hat dir das mehrfach klargemacht, dass er das nicht will. Dann solltest du das auch respektieren.
Erstmal spreche ich hier im forum über das Thema, weil ich es mir von der Seele reden will. Nicht weil ich dringende Bestätigung von der einen oder anderen Seite haben will. Das habe ich aber eigentlich auch deutlich gemacht. Ich möchte mich austauschen und drüber reden und mich dadurch selbst reflektieren. Und nicht hetzen oder die Bestätigung haben, dass er mir gefälligst geben soll was ich will. Ich habe auch mehrfach betont, dass ich manche Gedankengänge von mir selbst nicht gut finde und sie hinterfrage und sie auch gar nicht vor ihm ausspreche aus Respekt und Liebe. Nein, ich habe nicht vor ihm gekniet und angebettelt, ich habe ihn nie angemault, ihm nie Vorwürfe gemacht und ich auch nie deshalb schlecht behandelt. Es geht sich hier darum, dass er es erst gemacht hat, ohne dass ich drum gebeten haben. Und dabei war nicht die Spur zu erkennen, dass es ihm unangenehm ist oder sonstiges. Es war von Anfang an sehr wenig. Ja, aber das war völlig ausreichend für mich. Dann hat es aufgehört. Sogar Kleinigkeiten mich vielleicht auch mal woanders zu küssen und nicht nur auf den Mund. Was ist da der erste Gedanken bei einem? Genau. Muss wohl an mir liegen. Hab ich was falsch gemacht? Was hat sich geändert? Kann ich was ändern? Da habe ich dann das erste mal mit ihm drüber gesprochen und ja, da habe ich auch etwas geweint, aus Angst es liegt an mir. Die ersten Aussagen waren aber eher so "ich stehe da nicht so drauf. Ich habe lieber richtig Sex". Das ist ein gewaltiger Unterschied zu "ich habe eine Phobie davor und Ekel mich." Darum geht's mir. Denn solche Aussagen kamen erst später. Ich zwinge ihn zu gar nichts, dass habe ich auch tausendmal betont. Ich ihm helfen bzw Kompromisse anbieten und eventuell dadurch auf einen Nenner kommen. Ich denke das ist normal in einer Beziehung und legitim. Andere Probleme schluckt man auch nicht einfach runter sondern redet drüber. Und wenn einem eine mögliche Lösung oder Kompromiss einfällt, kann man ja wohl drüber reden. Ja, ich bin mittlerweile auch an dem Punkt angelangt, dass ich nicht mehr weiter drüber reden will und kann, da man nicht auf einen Nenner kommt. Und das meine ich jetzt nicht negativ und auch nicht als "der blöde Typ will gar nichts machen und jetzt will ich aus trotz auch nicht mehr". Ich habe nie vor ihm gesessen und gesagt, "du musst, wie kannst du nur, du bist schlecht". Ganz im Gegenteil. Ich habe immer versichert das es für mich nicht das wichtigste ist ich ihn aber auch nicht anlüge, indem ich sage, "ist mir eh egal." Denn ich mag solche Berührungen ja nun mal gerne.

Ich möchte auch einfach ein Ansprechpartner für ihn sein, damit er weiß, er kann es mir sagen und braucht sich nicht schämen. Wenn er es immer noch nicht will, ist es auch in Ordnung.

Falls es unverständlich war nochmal: wenn er eine wirklich ekel oder Phobie hat akzeptiere ich das und wenn ich helfen kann helfe ich (wie schon mal erwähnt) aber es war ja möglich und das machte mich stutzig und ich habe hier nur eine Plattform gesucht, um es los zu werden und mich auszutauschen
 

Benutzer164451 

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Ich hatte ja das gleiche Thema in meiner vorigen Beziehung und mir tut das ehrlich gesagt schon beim Lesen weh. Mein Partnr hat mich da auch mehrmals auf mein "Defizit" hingewiesen und es gab immer sehr freundliche (also wirklich ernstgemeint, er war da immer sehr freundlich) Gespräche darüber, warum ich etwas nicht mag. Dass ich es doch mal tun soll. So ein bisschen. Er braucht das nicht wirklich, nur wäre es so schön, wenn ich das mal machen würde. Das ist ja auch ganz normal. Das ist ja schon nicht so normal, dass ich es nicht mag. Irgendwann fühlt man sich da so schlecht deswegen, dass man naheliegende Gründe angibt, warum man es nicht will. Weil es nicht genug ist, wenn man es nicht mag und weil es vorallem auch anscheinend dem Gegenüber wehtut, wenn das Problem irgendwie mit ihm/ihr zu tun haben könnte. Und das ist dann ein Teufelskreis, weil er mir dann eben auch helfen wollte, diese Gründe zu überwinden.

Auch wenn er immer total lieb und freundlich war, war das für mich erniedrigend. Erstens, dass er findet, dass etwas mit mir nicht stimmt, dass ich irgendwie kaputt bin (selbst wenn ich selber die Gründe geliefert habe - in Wirklichkeit wollte ich dass er damit die Sache einfach endlich fallenlässt) und zweitens weil damit noch mehr Druck auf mir war.

Das war ganz schlimm - ich hab mir unzureichend gefühlt, mein Selbstwertgefühl hat extrem darunter gelitten, ich hab mich nicht mehr attraktiv gefühlt (weil der Sex mit mir ja anscheinend nicht gut genug war, wenn ich diese Sachen nicht machen will) und ich hab mich natürlich auch immer dafür entschuldigt. Auf den Tisch zu hauen und zu sagen "Das ist jetzt genug. Ich mag das nicht und aus!" ist mir nie auch nur eingefallen, weil ich ja die Schuldige war, die die die normalen Sachen nicht macht und die Beziehung zerstört. Das klingt jetzt alles Dramatisch aber in der Situation hab ich das gar nicht so dramatisch empfunden. Es war eine normale liebevolle Beziehung aber diese Sache war wie Gift in uns beiden drinnen und das ist dann mit der Zeit schlimmer und schlimmer geworden. Irgendwann hat er mich ja dann tatsächlich zur Sexualtherapeutin geschickt, die das Gott sei Dank nicht gefressen hat, gemeint hat dass wir beide kommen müssen und im Zuge dessen ich dann realisiert habe, dass wir einfach nie eine gute Sexualität zusammen haben werden.

Ich knabbere jetzt noch sieben Jahre nach der Sache an dieser Geschichte. Ich fühl mich sexuell noch immer so als wär ich schlecht im Bett und als könnte ich nicht genügen. Und wir hatten in diesen sieben Jahren keinen eiznigen Streit drüber, er hat es mir nie an den Kopf geworfen, war deswegen nie gemein zu mir. Aber er hat mir jahrelang suggeriert, dass etwas mit mir nicht stimmt und dass man "die normalen Sachen" machen soll und dass es komisch von mir ist, dass ich das nicht mache. Sowas kann eine Beziehung nicht ohne Opfer schaffen.
 

Benutzer184279 

Ist noch neu hier
Ich hatte ja das gleiche Thema in meiner vorigen Beziehung und mir tut das ehrlich gesagt schon beim Lesen weh. Mein Partnr hat mich da auch mehrmals auf mein "Defizit" hingewiesen und es gab immer sehr freundliche (also wirklich ernstgemeint, er war da immer sehr freundlich) Gespräche darüber, warum ich etwas nicht mag. Dass ich es doch mal tun soll. So ein bisschen. Er braucht das nicht wirklich, nur wäre es so schön, wenn ich das mal machen würde. Das ist ja auch ganz normal. Das ist ja schon nicht so normal, dass ich es nicht mag. Irgendwann fühlt man sich da so schlecht deswegen, dass man naheliegende Gründe angibt, warum man es nicht will. Weil es nicht genug ist, wenn man es nicht mag und weil es vorallem auch anscheinend dem Gegenüber wehtut, wenn das Problem irgendwie mit ihm/ihr zu tun haben könnte. Und das ist dann ein Teufelskreis, weil er mir dann eben auch helfen wollte, diese Gründe zu überwinden.

Auch wenn er immer total lieb und freundlich war, war das für mich erniedrigend. Erstens, dass er findet, dass etwas mit mir nicht stimmt, dass ich irgendwie kaputt bin (selbst wenn ich selber die Gründe geliefert habe - in Wirklichkeit wollte ich dass er damit die Sache einfach endlich fallenlässt) und zweitens weil damit noch mehr Druck auf mir war.

Das war ganz schlimm - ich hab mir unzureichend gefühlt, mein Selbstwertgefühl hat extrem darunter gelitten, ich hab mich nicht mehr attraktiv gefühlt (weil der Sex mit mir ja anscheinend nicht gut genug war, wenn ich diese Sachen nicht machen will) und ich hab mich natürlich auch immer dafür entschuldigt. Auf den Tisch zu hauen und zu sagen "Das ist jetzt genug. Ich mag das nicht und aus!" ist mir nie auch nur eingefallen, weil ich ja die Schuldige war, die die die normalen Sachen nicht macht und die Beziehung zerstört. Das klingt jetzt alles Dramatisch aber in der Situation hab ich das gar nicht so dramatisch empfunden. Es war eine normale liebevolle Beziehung aber diese Sache war wie Gift in uns beiden drinnen und das ist dann mit der Zeit schlimmer und schlimmer geworden. Irgendwann hat er mich ja dann tatsächlich zur Sexualtherapeutin geschickt, die das Gott sei Dank nicht gefressen hat, gemeint hat dass wir beide kommen müssen und im Zuge dessen ich dann realisiert habe, dass wir einfach nie eine gute Sexualität zusammen haben werden.

Ich knabbere jetzt noch sieben Jahre nach der Sache an dieser Geschichte. Ich fühl mich sexuell noch immer so als wär ich schlecht im Bett und als könnte ich nicht genügen. Und wir hatten in diesen sieben Jahren keinen eiznigen Streit drüber, er hat es mir nie an den Kopf geworfen, war deswegen nie gemein zu mir. Aber er hat mir jahrelang suggeriert, dass etwas mit mir nicht stimmt und dass man "die normalen Sachen" machen soll und dass es komisch von mir ist, dass ich das nicht mache. Sowas kann eine Beziehung nicht ohne Opfer schaffen.
Ich verstehe was du meinst und ich wollte dich auch in keinster Weise damit angreifen. Mir hilft es auch weiter deine Ansichten, also die andere Seite, darüber zu hören. Das meine ich ernst.
Kannst du denn aber auch verstehen, dass ich oder auch dein Partner darüber angefangen haben reden zu wollen? Denn ich gehe mal davon aus, dass du genauso wenig wie mein Freund, nicht von Anfang gesagt habt "pass mal auf, ich mag sowas nicht deshalb mache ich sowas auch nicht". Das soll jetzt nicht negativ oder abwertend klingen. Ich kann verstehen, dass man das nicht machen möchte. Dadurch ist es dann natürlich für den anderen Part nur die Situation, dass es halt einfach nicht passiert oder sehr sehr selten. Kannst du verstehen, dass man da einfach nachfragen muss und auch drüber reden möchte? Es ist für beide Seiten nicht einfach und auch für mich ist es erniedrigend, denn ich habe das Gefühl nicht reizvoll genug zu sein. Beide Seiten leiden unter diesem Thema. Aber ich will diese Beziehung wegen so einer "scheiße" nicht aufgeben.

Mich interessiert jetzt nur wirklich, was würdest du mir raten? Von jetzt an schweigen? Nie wieder drüber reden? Oder noch einmal hinsetzen und ich sage ihm, dass ich es verstehen kann und ihm den Ausweg biete, es auch nie machen zu müssen, denn er als Person und unser normaler Sex ist mir wichtiger als dieser Kram?
 

Benutzer164451 

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Natürlich sollte man anfangs darüber reden, Kommunikation ist da ja total wichtig. Aber ich glaube ihr seid an einem Punkt angekommen, wo du akzeptieren musst, dass er es nicht mag und dass da auch nichts mehr kommt. Es ist ja auch nicht so als hätte er da von Anfang an gesagt "hey ich weiß, dass dir das wichtig ist und mich stört dass total, dass ich da selbst ein Problem mit Körperflüssigkeiten/belegten Fingern etc. hab, ich werde da daran arbeiten". Im Prinzip mag er es einfach nicht und er musste/wollte dir einen Grund liefern (ich sage nicht, dass du ihn dazu gedrängt hast, aber er sich vielleicht selber, weil er gemerkt hat, dass dir das wehtut, dass er es halt einfach nicht mag). Ich würde mir keine sexuellen Vorlieben antrainieren wollen/können, die ich üüüberhaupt nicht mag. Und selbst wenn er da eine Phobie hat - er wird es selbst nach einer ordentlichen Therapie nicht mögen. Vor allem nicht lieben.

Ich weiß es ist leichter gesagt als getan - aber du musst mit dem Thema abschließen. Für euch beide. Einsehen, dass du das nicht von ihm bekommen wirst und dass du das mit keiner Methode ändern können wirst. Vor allem mit keiner Methode, die ihm nicht wehtun würde. Du musst für dich herausfinden, ob du die Beziehung so leben kannst oder nicht. Du hast ein großes Bedürfnis und dieses Bedürfnis wird er nicht erfüllen. Du musst entscheiden, ob die Beziehung das wert ist. Ich würde zu mir selber und zu meinem Exfreund im Nachhinein sagen, dass es da draußen sooo viele Leute gibt, die besser zusammenpassen als wir und das Leben zu schade dafür ist, um so ein Problem in einer Beziehung zu haben. Aber ja, das ist leicht gesagt.
 

Benutzer184279 

Ist noch neu hier
Ich verstehe was du meinst und ich wollte dich auch in keinster Weise damit angreifen. Mir hilft es auch weiter deine Ansichten, also die andere Seite, darüber zu hören. Das meine ich ernst.
Kannst du denn aber auch verstehen, dass ich oder auch dein Partner darüber angefangen haben reden zu wollen? Denn ich gehe mal davon aus, dass du genauso wenig wie mein Freund, nicht von Anfang gesagt habt "pass mal auf, ich mag sowas nicht deshalb mache ich sowas auch nicht". Das soll jetzt nicht negativ oder abwertend klingen. Ich kann verstehen, dass man das nicht machen möchte. Dadurch ist es dann natürlich für den anderen Part nur die Situation, dass es halt einfach nicht passiert oder sehr sehr selten. Kannst du verstehen, dass man da einfach nachfragen muss und auch drüber reden möchte? Es ist für beide Seiten nicht einfach und auch für mich ist es erniedrigend, denn ich habe das Gefühl nicht reizvoll genug zu sein. Beide Seiten leiden unter diesem Thema. Aber ich will diese Beziehung wegen so einer "scheiße" nicht aufgeben.

Mich interessiert jetzt nur wirklich, was würdest du mir raten? Von jetzt an schweigen? Nie wieder drüber reden? Oder noch einmal hinsetzen und ich sage ihm, dass ich es verstehen kann und ihm den Ausweg biete, es auch nie machen zu müssen, denn er als Person und unser normaler Sex ist mir wichtiger als dieser Kram?
Ich finde einfach das viel mehr dazu gehört zu einer Beziehung als einfach nur anders befriedigt zu werden. Ich finde, wir passen sehr gut zusammen. Es ist halt nur diese eine Sache die nicht ganz stimmig ist. Dafür alles aufzugeben finde ich einfach zu hart. Nur weil da unten nicht rumgefummelt wird. Weißt du was ich meine? Ich will das nicht aufgeben.
Aber meinst du ich soll nochmal mit ihm drüber sprechen, dass er es nicht machen braucht?
 

Benutzer77893 

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Ich finde einfach das viel mehr dazu gehört zu einer Beziehung als einfach nur anders befriedigt zu werden. Ich finde, wir passen sehr gut zusammen. Es ist halt nur diese eine Sache die nicht ganz stimmig ist. Dafür alles aufzugeben finde ich einfach zu hart. Nur weil da unten nicht rumgefummelt wird. Weißt du was ich meine? Ich will das nicht aufgeben.
Aber meinst du ich soll nochmal mit ihm drüber sprechen, dass er es nicht machen braucht?
Ja wo ist hier deine Selbstreflexion und versuch damit mal in die Zukunft zu schauen!

Wenn du willst schreibe ich dir später nochmal ausführlich.
 

Benutzer164451 

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Ich finde einfach das viel mehr dazu gehört zu einer Beziehung als einfach nur anders befriedigt zu werden. Ich finde, wir passen sehr gut zusammen. Es ist halt nur diese eine Sache die nicht ganz stimmig ist. Dafür alles aufzugeben finde ich einfach zu hart. Nur weil da unten nicht rumgefummelt wird. Weißt du was ich meine? Ich will das nicht aufgeben.
Aber meinst du ich soll nochmal mit ihm drüber sprechen, dass er es nicht machen braucht?

Genau deswegen war ich mit meinem Exfreund auch sieben Jahre lang zusammen :smile: und wir hatten auch viele schöne Zeiten und ich bereue die ganze Beziehung definitiv nicht - nur war ich was das Thema Sex angeht danach extrem angeschlagen und so ganz abgeschüttelt habe ich es trotz sechs Jahren Ehe noch nicht. Die letzten zwei Jahre als wir gar keinen Sex mehr hatten hätten wir uns allerdings echt sparen können. Das war für uns beide derartig frustrierend, aber wir haben so so stark aneinander festgehalten, weil wir uns sonst so gemocht haben. Jetzt sind wir sehr gute Freunde und das passt sooooo viel besser und wir sind beide so viel glücklicher mit neuen Partnern. Aber im Nachhinein erkennt man sowas immer leichter.
 

Benutzer184279 

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Ja wo ist hier deine Selbstreflexion und versuch damit mal in die Zukunft zu schauen!

Wenn du willst schreibe ich dir später nochmal ausführlich.
Meine Meinung muss ja nicht die richtige sein. Das ist meine Grundeinstellung. Wenn sie aber falsch ist und ich damit alles kaputt mache, muss ich was dran tun. Deshalb höre ich mir hier verschiedene Seiten an und versuche herauszufinden, was ich an mir tun kann. Du kannst mir gerne noch ausführlicher drauf antworten
 

Benutzer77893 

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Meine Meinung muss ja nicht die richtige sein. Das ist meine Grundeinstellung. Wenn sie aber falsch ist und ich damit alles kaputt mache, muss ich was dran tun. Deshalb höre ich mir hier verschiedene Seiten an und versuche herauszufinden, was ich an mir tun kann. Du kannst mir gerne noch ausführlicher drauf antworten
So funktioniert aber Selbstreflexion nicht! Das bedeutet nicht ich befrage 100 Leute und ändere mich nach der Mehrheit!
 

Benutzer180555  (48)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich weiß es ist leichter gesagt als getan - aber du musst mit dem Thema abschließen. Für euch beide.
Das trifft den Nagel auf den Kopf. Wenn einer der Beteiligten immer zu gewissen Tätigkeiten "überredet" werden muss ist das der Anfang vom Ende. Ich selber komme mir das selbst blöd vor, wenn ich Wünsche äußere und sie mir das dann widerwillig erfüllt. Das kostet mich das komplette Lustempfinden, denn richtig geiler Sex ist es dann wenn ich weiß, dass sie das macht weil sie mich in den Wahnsinn treiben will und nicht weil sie "muss" oder "soll"
 

Benutzer183558 

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Kannst du verstehen, dass man da einfach nachfragen muss und auch drüber reden möchte? Es ist für beide Seiten nicht einfach und auch für mich ist es erniedrigend, denn ich habe das Gefühl nicht reizvoll genug zu sein. Beide Seiten leiden unter diesem Thema.
Ich möchte nur sagen, dass ich das sehr gut verstehen kann.
 

Benutzer152906 

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Ich finde diese "er ist so und das muss man akzeptieren" Geschichte in großen Teilen absurd. Warum? Nun, er wurde von seinen Eltern ggf. so erzogen ... und jetzt soll man hingehen und darf nicht versuchen, das wieder in geregelte Bahnen zu bringen?

Nehmen wir mich mal ... ich fand es immer ziemlich eklig, ein rohes Putenschnitzel anzufassen. Je älter ich wurde, desto mehr war klar "das ist kein normales Empfinden". Also habe ich mich mehr als einmal dazu gezwungen. Ja ... ich liebe es immer noch nicht. Aber es ist besser geworden.

Jetzt kommt bestimmt direkt ein "Du kannst doch kochen nicht mit Sexualität vergleichen". Und dann frage ich: "Wieso nicht?"

Wenn das kleine Kind in den Matsch fällt und sich ekelt, kann man hingehen und sagen: "hey ... das ist nur Dreck! Komm wir machen Dich sauber und dann ist wieder alles in Ordnung". Aber man nehme das gleiche im sexuellen Kontext und dann muss man vor Erfurcht erstarren und jeden Unsinn akzeptieren? Nein, verdammt nochmal. Wenn er sich duscht, ist er sauber. Und wenn er seinen Penis (vernünftig) säubert, muss er sich danach nicht noch die Hände waschen. Das ist ABSURD!
 

Benutzer77893 

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Ich finde diese "er ist so und das muss man akzeptieren" Geschichte in großen Teilen absurd. Warum? Nun, er wurde von seinen Eltern ggf. so erzogen ... und jetzt soll man hingehen und darf nicht versuchen, das wieder in geregelte Bahnen zu bringen?

Nehmen wir mich mal ... ich fand es immer ziemlich eklig, ein rohes Putenschnitzel anzufassen. Je älter ich wurde, desto mehr war klar "das ist kein normales Empfinden". Also habe ich mich mehr als einmal dazu gezwungen. Ja ... ich liebe es immer noch nicht. Aber es ist besser geworden.

Jetzt kommt bestimmt direkt ein "Du kannst doch kochen nicht mit Sexualität vergleichen". Und dann frage ich: "Wieso nicht?"

Wenn das kleine Kind in den Matsch fällt und sich ekelt, kann man hingehen und sagen: "hey ... das ist nur Dreck! Komm wir machen Dich sauber und dann ist wieder alles in Ordnung". Aber man nehme das gleiche im sexuellen Kontext und dann muss man vor Erfurcht erstarren und jeden Unsinn akzeptieren? Nein, verdammt nochmal. Wenn er sich duscht, ist er sauber. Und wenn er seinen Penis (vernünftig) säubert, muss er sich danach nicht noch die Hände waschen. Das ist ABSURD!
Der feine aber wichtigste unterschied in deiner Geschichte ist, das DU es verändert hast.
 

Benutzer164451 

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Ich finde diese "er ist so und das muss man akzeptieren" Geschichte in großen Teilen absurd. Warum? Nun, er wurde von seinen Eltern ggf. so erzogen ... und jetzt soll man hingehen und darf nicht versuchen, das wieder in geregelte Bahnen zu bringen?

Nehmen wir mich mal ... ich fand es immer ziemlich eklig, ein rohes Putenschnitzel anzufassen. Je älter ich wurde, desto mehr war klar "das ist kein normales Empfinden". Also habe ich mich mehr als einmal dazu gezwungen. Ja ... ich liebe es immer noch nicht. Aber es ist besser geworden.

Jetzt kommt bestimmt direkt ein "Du kannst doch kochen nicht mit Sexualität vergleichen". Und dann frage ich: "Wieso nicht?"

Wenn das kleine Kind in den Matsch fällt und sich ekelt, kann man hingehen und sagen: "hey ... das ist nur Dreck! Komm wir machen Dich sauber und dann ist wieder alles in Ordnung". Aber man nehme das gleiche im sexuellen Kontext und dann muss man vor Erfurcht erstarren und jeden Unsinn akzeptieren? Nein, verdammt nochmal. Wenn er sich duscht, ist er sauber. Und wenn er seinen Penis (vernünftig) säubert, muss er sich danach nicht noch die Hände waschen. Das ist ABSURD!
Wenn man jemanden dazu drängt in den Matsch zu hüpfen, dann ist das nervig aber das wars. Wenn man jemanden zu sexuellen Gefälligkeiten drängt, dann macht das den Anderen kaputt. Sexualität ist ein sehr intimer und emotionaler Teil von uns - anders als das Kochen. Darum ist es auch okay, wenn der Chef die Mitarbeiterin fragt ob sie mal so eine gute Suppe wie sie da immer hat für ihn mitnehmen kann. Aber es wäre nicht okay sie zu fragen, ob sie ihm mal kurz einen blasen könnte, sie hat so schöne Lippen. Sie kann sich doch nur einmal zusammenreißen.

Heißt das denn dann für dich, dass sich jeder zusammenreißen und jegliche sexuellen Bedürfnisse des Partners befriedigen muss? Muss die Frau dann mindestens einmal pro Monat mit dem Ehemann schlafen, weils sonst nicht normal ist. Muss ein Mann sich anal befingern lassen, wenn seine Partnerin das geil findet?

Ich verstehe die Logik da nicht.
 

Benutzer152906 

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Der feine aber wichtigste unterschied in deiner Geschichte ist, das DU es verändert hast.

Na und? Er fängt an zu heulen und entschuldigt sich tausendfach. ER weiß also, dass sein Verhalten "nicht normal" ist. Wieso sollte man ihn dann nicht in die richtige Richtung schieben dürfen?
 

Benutzer152906 

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Heißt das denn dann für dich, dass sich jeder zusammenreißen und jegliche sexuellen Bedürfnisse des Partners befriedigen muss? Muss die Frau dann mindestens einmal pro Monat mit dem Ehemann schlafen, weils sonst nicht normal ist. Muss ein Mann sich anal befingern lassen, wenn seine Partnerin das geil findet?

Ich verstehe die Logik da nicht.

Es soll heißen, dass man gemeinsam daran arbeiten kann, sich dem Ekel zu stellen und ihn zu überwinden. Nein, das heißt nicht, das eine Liebhaberin von Kot-Spielen solange Ihren Ehemann in die Richtung schieben soll, bis er sich gerne in den Mund kacken lässt. Aber an einer Störung a la "ich kann die Frau, die ich liebe auf den Mund küssen, aber sonst keinen anderen Teil Ihres Körpers, weil das eklig ist" kann und sollte man arbeiten.
 

Benutzer164451 

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S Souvereign wer bestimmt das denn, dass man daran arbeiten soll? Du? Warum, weil es nicht normal ist? Sexuelle Vorlieben sind nunmal unterschiedlich und wenn man was ekelig findet ist das so, egal wie normal das ist. Manche Schwule finden den Sex mit Frauen ekelig, das muss nicht therapiert werden. Manche finden Sex an sich ekelig, muss nicht therapiert werden. Manche finden Analsex ekelig, ist auch okay. Aber wenn der Typ keine Körperflüssigkeiten mag ist er gestört? Nope, ich weigere mich das zu akzeptieren. Wenn er da Handlungsbedarf sieht und drunter leidet kann er sich jederzeit Hilfe holen. Tut er aber nicht, weil er das für sich wohl so entscheidet, dass er es nicht machen will. Und das ist sein gutes Recht.
 
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