beerdigungen - doch nur sinnlos?

beerdigungen...

  • sind ganz und gar nicht sinnlos. ich gehe hin und finde das gehört sich so.

    Stimmen: 30 75,0%
  • sind sinnlos. trauerarbeit geht auch anders, und dem verstorbenen bringt es nichts.

    Stimmen: 6 15,0%
  • weiß nicht so recht...

    Stimmen: 4 10,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    40

Benutzer46933  (40)

live und direkt
C

Benutzer

Gast
Beerdigungen sind nicht sinnlos, da man Leute trifft und sich so eventuell neue Kontakte bilden können.
 

Benutzer67771 

Sehr bekannt hier
Dann sage ich es hier nochmal :zwinker:: Der Verstorbene hat nichts davon, kriegt ja schließlich nichts mit - für ihn sinnlos.

Dass es "keiner braucht", habe ich übrigens nicht gesagt, sondern nur, dass ich für mich diese Art der Verarbeitung nicht brauche/ihr nichts abgewinnen kann.
Mag aber natürlich sein, dass andere Leute das anders sehen (oder es einfach nur so machen, weil es ja eben "dazu gehört und man das nun mal so macht"? :hmm:).
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Für den Verstorbenen ist es sicherlich sinnlos.

Der Grund für eine Beerdigung ist die Trauerbewältigung und ob diese Art der Bewältigung für die einzelne Person die richtige ist, das ist halt eine objektive Sache.
Das Problem sehe ich eher darin, dass das ganze ja auch eine Gruppenveranstaltung ist und es eben von anderen als höflich erachtet wird, wenn man auf der Beerdigung auftaucht.

Ich persönlich... hmm... also ich war noch nie wirklich in der Situation. Die einzige Beerdigung auf der ich war, war von meiner einen Oma, mit der ich aber nie sonderlich viel Kontakt hatte. Wenn ich die freie Wahl gehabt hätte, dann wäre ich wohl nicht hin gegangen. Aber meinem Vater war es schon wichtig, dass ich auch da war, also bin ich hin.

Bei einem engen Freund oder Verwandten würde ich auch hingehen, schon aus Respekt vor den Angehörigen und den restlichen Freunden. Ich glaube zur Trauerbewältigung brauche ich so etwas eher weniger.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Mir geht es bei einer Beerdigung nicht um meine Trauerbewältigung sondern um den letzten Gang des Verstorbenen und von daher finde ich das nicht sinnfrei.
 

Benutzer46933  (40)

live und direkt
Mir geht es bei einer Beerdigung nicht um meine Trauerbewältigung sondern um den letzten Gang des Verstorbenen und von daher finde ich das nicht sinnfrei.

ja, so sehe ich das auch. ich finde, es ist ja das mindeste.

und @veti: hab ich auch nicht gesagt dass du das gesagt hast. ich habs nur mit angefügt.
 

Benutzer66279 

Sehr bekannt hier
In meinen Augen ist eine Beerdigung eine Zusammenkunft der Trauergemeinde zum Zwecke der Respekterweisung, einen Menschen, den man geliebt hat, auf dem letzten Weg zu begleiten.
Eine Beerdigung im familiären Umfeld würde ich daher unter keinen Umständen nicht wahrnehmen.
Einfach aus der Überzeugung heraus, dass auch ich wollen würde, dass man mir diese Geste des Respekts und der Zuneigung nach meinem Ableben erweist.
 

Benutzer96881 

Benutzer gesperrt
Klar, dem Verstorbenen bringt's nix. Aber ich finde, für mich persönlich, das kann jeder gerne anders sehen, eine Beerdigung zur Verarbeitung und zum Abschiednehmen sehr wichtig.
Grabbesuche hinterher brauche ich dagegen nicht.
 

Benutzer101233  (39)

Planet-Liebe Berühmtheit
Dann sage ich es hier nochmal :zwinker:: Der Verstorbene hat nichts davon, kriegt ja schließlich nichts mit - für ihn sinnlos.
Das sieht die Seele des Verstorbenen aber ganz anders... na gut, vielleicht doch nicht... aber eine schöne Einnahmequelle der Städte und Gemeinden würde wegfallen, wenn Beerdigungen ganz wegfallen würden und wir uns die Urnen in den Garten stellen könnten.
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Sterben ist eine gesellschaftliche Funktion, und die Beerdigung genauso. Es ist ein Ritual, was irgendwie auch einen Endpunkt markiert.
Ob man es tatsächlich "nicht braucht", weiß man wohl erst wenn man tatsächlich in der Situation ist. Wer von euch, die sagen, sie brauchen es persönlich nicht, ist denn schonmal nicht zur Beerdigung eines Angehörigen oder Freundes gegangen und fand das auch besser so?

Bei meiner Mutter haben wir das Ritual auf jeden Fall gebraucht. Bei meinem Freund war es noch extremer. Dessen Eltern sind beim Tsunami ums Leben gekommen, das sie wirklich tot sind, stand aber erst Monate später fest. Als sie schließlich in Deutschland beigesetzt wurden, fand die Sache einen "Abschluss" und es wurde irgendwie "real". Das war für alle Beteiligten sehr wichtig. So gesehen hatte es in dem Fall schon eine große Bedeutung..

Und bei meinen Großeltern war es auch jeweils ein schönes Ritual. Meine Oma ist nach meinem Opa gestorben und wurde direkt daneben beerdigt. Irgendwie war es eine "Wiedervereinigung", so bescheuert das auch klingt.

Off-Topic:
Ob der Verstorbene es sinnlos findet, kann man ja in den meisten Fällen vor dem Tod klären. Für viele Menschen ist die Gewissheit, ein schönes Begräbnis zu haben, wo alle Verwandten und Freunde kommen, beruhigend. Auch wenn sie rational gesehen davon dann nichts mehr mitbekommen. Wobei - das werden wir wohl niemals rausfinden :zwinker:
 
L

Benutzer

Gast
Auch wenn man ja eher ungern zu einer Beerdigung geht, gehört sie für mich zum Leben dazu. Ich find es ganz schwer zu beschreiben, dass sie für mich wichtiger Bestandteil der Trauerbewältigung ist. Nach dem Tod des Menschen ist man ja zunächst "konsterniert", traurig, planlos, leer... die Beerdigung holt einen selbst ein Stück weit zurück ins Leben, finde ich.
 
M

Benutzer

Gast
Beerdigungen sind dann nicht "sinnlos", wenn sie nicht nur das reine "Rein ins Grab" sind. Meine Beerdigung wird eh ein Spaß für alle Beteiligten und hat daher durchaus eine Menge Sinn :grin:
 
K

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Gast
Ich finde es überhaupt nicht sinnlos, weil man sich auf die Weise vom Verstorbenen noch einmal verabschieden kann.

Traurig, daß dieses Thema wirklich derart zur Debatte steht, mit "sinnlos" und so.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Beerdigungen sind dann nicht "sinnlos", wenn sie nicht nur das reine "Rein ins Grab" sind. Meine Beerdigung wird eh ein Spaß für alle Beteiligten und hat daher durchaus eine Menge Sinn :grin:

Off-Topic:
Eine Runde Super-Mario um die Rechnung für die anschließende Trauerfeier? :grin:

Für meine werde ich auf jeden Fall die Musik selbst festlegen. :smile:
 
M

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Eine Runde Super-Mario um die Rechnung für die anschließende Trauerfeier? :grin:

Für meine werde ich auf jeden Fall die Musik selbst festlegen. :smile:

So ähnlich. Musik wird halt u.a. die "Game Over" Melodie von Super Mario. Generell wirds halt ne Super Mario Themen Beerdigung. Schwarz tragen ist verboten, jeder muss mindestens ein gepunktetes Kleidungsstück (sichtbar!) tragen. Beim Leichenschmaus gibts ne Super Mario Torte.
In meinen Sarg kommt mit mir mein NES inkl. Super Mario Bros. 3 und 2 Controllern. Und mein GameBoy mit "Zelda Links Awakening".

Sowas halt...
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich hab eine recht... negative Einstellung zu Beerdingungen, respektiere aber jeden, der eine andere hat.
Da ich nicht gläubig bin, ist für mich gestorben nunmal.. naja. Tot. Daher finde ich ganz allein für mich, bevor alle über mich herfallen, wirklich nur allein meine Ansicht - hat die Teilnahme an einer Beerdigung nicht viel mit Respekt dem Verstorbenen gegenüber zu tun. Der letzte Gang endet mit dem letzten Atemzug. Für mich gehört eben nicht die Beerdingung mit dem religiösen Hintergrund zum Leben, sondern das Sterben an sich. Ich bin bei einem lieben Menschen lieber in den letzten Stunden dabei, und verzichte dann auf die Beerdigung.

Beerdigungen und Trauerfeiern sind etwas für die Angehörigen, meiner privaten Meinung nach.
Ich "musste" somit auf Beerdigungen gehen, weil meine Eltern sonst enttäuscht gewesen wären. Das ist der einzige Grund, weswegen ich an so etwas teil nehme, und ich komm mir dabei immer ein wenig heuchlerisch vor. Ich trauere eben anders. Mir bringen auch Gräber nicht viel, ich denke an die die ich verloren hab an Orten oder in Situationen, die ich mit ihnen verbinde, nicht zwangsweise auf dem Friedhof.

Ich hab das bei einem mir sehr wichtigen Familienmitglied so gemacht, vorher und bis zum letzten Atemzug dagewesen, danach im Wald weinen gewesen - das war mein Abschied. Keine Beerdigung. Wurde zum Glück in diesem einen Fall so akzeptiert, dass ich abschliessen konnte wie ich es wollte. Ich brauche dazu eben weder Menschen, noch Kirche noch Gräber.
Was nicht heissen soll, dass ich das andern nicht zugestehe. Jedem das, was ihm hilft.

Somit zur direkten Fragebeantwortung - Beerdigungen sind für unsere Kultur nicht sinnlos, und geben vielen das Gefühl von Abschluss und Abschied und Zusammenhalt. Das respektiere ich.
Für mich ist der Abschied durchlebt, sobald die Person verstorben ist. Ich brauche das drum herum nicht.
Auch nicht für mich.
Also egal unter welchen Umständen mein Ableben stattfindet, ich habe freigestellt, dass meine Familie damit umgeht wie es ihr am besten hilft. Wenn sie eine christliche Beerdigung möchten, meinetwegen, nichts davon stört mich dann mehr. ICH will es eigentlich nicht, aber was ich will ist dann nicht mehr wichtig, andre müssen damit weiterleben. Wenn man mich fragen würde, was ich am liebsten hätte, wäre es ein brennendes Floß auf dem Meer - und alle die mich lieb haben behalten in ihren Gedanken die Verbindung von der Weite und Freiheit des Meeres zu mir.

Aber ich finde, die Angehörigen sollten die Trauerarbeit gestalten wie sie möchten, ich habe ab dem letzten Herzschlag keine weiteren Wünsche mehr anzumelden. Also nein, für mich ergeben Beerdigungen ausser dem kulturellen Hintergrund keinen Sinn.
 

Benutzer101233  (39)

Planet-Liebe Berühmtheit
Schau doch mal, ob du den einen Controller bis an die Oberfläche bekommst! Dann könnten Grabbesucher wirklich mitspielen.
Off-Topic:
Jungs und Mädels, hier gehts um so ein ernstes Thema und ihr... :cry:... An reichlich Batterien denken oder Stromanschluß. :zwinker:
 
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