Bedingungsloses Grundeinkommen nicht aufzuhalten?

Benutzer130414 

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Naja, der Wegfall der menschlichen Arbeitsplätze ist ein Phänomenen, das weltweit voranschreitet.
ach ja? das hör ich immer wieder.
gut der deutsche Arbeitsmarkt ist sicher nicht exemplarisch, aber auch International sehe ich das nicht so.
Da fallen höchstens Arbeitsplätze weg, weil Volkswirtschaften zusammenbrechen. Aber dabei sinkt nicht nur die Produktion sondern auch der Markt schrumpft.
Wenn die Märkte aber nicht wegen misswirtschaft (ja, auch der deutschen... vor allem der deutschen) würde auch der Bedarf an Gütern nicht sinken sondern stetig steigen und somit auch der Bedarf an Produktionskapazitäten, Handelskapazitäten, Dienstleistungskapazitäten.

Hat jemand eine Statistik zum Weltweiten Beschäftigungsstand? Ich hab da jetzt tatsächlich absolut keine Zahl im Kopf. Ist die Prozentuale Beschäftigung seit Beginn der Digitalen Revolution (also die letzten 30 Jahre) wirklich gesunken? ich kann mir das kaum vorstellen.
 

Benutzer135918 

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Naja, der Wegfall der menschlichen Arbeitsplätze ist ein Phänomenen, das weltweit voranschreitet. Von daher ist die Frage nach einem Grundeinkommen auf Dauer keine nationale Aufgabe.
Außer wir schaffen es vorher, uns durch Krieg, Klimawandel und Co. auszurotten oder zumindest gründlich um ein paar Jahrzehnte und Mrd. Einwohner zurück zu "entwickeln"
Du leider muss ich dich enttäuschen, solange Menschen in bestimmten Ländern billiger sind als der unterhalte von Robotern wird es das nicht geben.
 

Benutzer161456 

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Naja, der Wegfall der menschlichen Arbeitsplätze ist ein Phänomenen, das weltweit voranschreitet. Von daher ist die Frage nach einem Grundeinkommen auf Dauer keine nationale Aufgabe.

aber wir wollen doch nicht warten, bis der letzte 3.welt oder Schwellenstaat die Stufe des BGE erreicht hat.
Das kann nämlich noch dauern.

Im Grunde genommen brauchen wir Menschen eine globale Regierung, eine die die globalen Aufgaben managt:
- Rettung der Schöpfung, Erde/ Klimaschutz
- Verteilung des menschlichen Vermögens/ Soziale Gerechtigkeit
- Handel und Kommunikation
- Friedens- und Ernährungspolitik

Doch die sehe ich noch lange nicht.
Wir bekommen das ja noch nicht mal im relativ homogenen Europa zustande
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Naja, der Wegfall der menschlichen Arbeitsplätze ist ein Phänomenen, das weltweit voranschreitet.

Bisher ist die einfache und körperlich schwere Arbeit nur im Westen verschwunden.
Ausgelagert in die 3. Welt, genau so wie die Umweltverschmutzung und die Ressourcenvernichtung...
 

Benutzer78484 

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Bisher ist die einfache und körperlich schwere Arbeit nur im Westen verschwunden.
Ausgelagert in die 3. Welt, genau so wie die Umweltverschmutzung und die Ressourcenvernichtung...
Naja, der ganze Machinenbau ist inzwischen doch stark durchautomatisiert. Da wird auch nix groß verlagert, weil die Produktion in ärmeren Ländern einfach kaum Kosten spart. Die Werke werden dann nicht mehr da gebaut, wo die Arbeitskraft am billigsten ist, sondern wo die Rechnung aus qualifierten Arbeitskräften, Subventionen, logistischer Anbindung und Steuern am besten ausfällt.
 

Benutzer36171 

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Das BGE wird kommen. Wann und wie ist die Frage, aber ich halte es für eine logische und wünschenswerte Entwicklung.
 

Benutzer161456 

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Da wird auch nix groß verlagert, weil die Produktion in ärmeren Ländern einfach kaum Kosten spart

Eben, in die 3. Welt lagert man gesundheitsgefährdende Arbeiten und körperliche Schwerstarbeit aus.
Die Arschkarten halt.
Und das würde mMn. mit dem BGE noch weiter zunehmen.

Unser Wohlstand auf Kosten der 3. Welt.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
für mich bedeutet das nur eins.
Entlohnung erfolgt auf Bedarf. nicht auf Leistung.

Verstehe ich nicht. Natürlich erfolgt Entlohnung auch bei einem BGE auf Leistung, wenn derjenige zusätzlich zum BGE noch arbeitet. Was meinst Du mit "Bedarf"?

je mehr ich Leiste und je mehr ich produziere, desto mehr (anteilig) muss ich abgeben um andere mitzufinanzieren die entweder nicht Fähig oder nicht willig sind für ihren eigenen Bedarf zu arbeiten.

Und wo wäre da in diesem Punkt der Unterschied zu heute? Außerdem wäre das bei einem BGE nur dann so bzw. so ausgeprägt, wenn das BGE im Wesentlichen durch Steuern auf Arbeit (also wie bisher die Sozialleistungen auch) finanziert würde. Das muss aber nicht zwangsläufig sein. Edelweiß hat z.B. auf andere Steuerquellen hingewiesen (Wertschöpfungsabgabe vulgo "Maschinensteuer" oder Kapitalertragssteuern etc.).
Der dm-Drogeriemarkt-Besitzer Götz Werner, einer der vehementesten und prominentesten Verfechter einer sehr radikalen Form des BGE, favorisiert z.B. eine Finanzierung über Verbrauchssteuern, also eine erhebliche Erhöhung der Mehrwerststeuer. Klar, das hat dann andere "Pferdefüße". Da schreien dann gerade meine linken Kollegen reflexhaft "ungerecht (!!)", weil nicht progressiv und ärmere mehr in den Konsum stecken müssen. Sie realisieren aber nicht, dass es das Umfeld bei einem BGE ja ein ganz anderes wäre und "Gerechtigkeit" nach einem anderen Paradigma erreicht würde. Ich persönlich sehe da eher EU-Binnenmarktprobleme, wenn nicht alle Länder darauf umstellen.

Das ist enteignung der Vermögenden. und Vermögend meine ich nicht, das sie "Vermögen besitzen" sondern das sie es vermögen Werte zu erschaffen.

Verstehe ich nicht. Selbst wenn man nicht die radikale Lösung (Mehrwertsteuer) von Götz Werner umsetzen würde, wäre das keinen Deut anders als heute.

Jetzt erzähl mir mal einer Stichhaltig, warum ich mehr und mehr arbeiten soll, um mehr und mehr Leute zu bezahlen, die sich lieber mit Bogenschießen, Schund schreiben (Sry. Auch die Kunst steht für mich im Wettbewerb. einfach Dinge schaffen die keiner will und dann dafür Geld verlangen... nee, Sry.) oder anderen unproduktiven Hobbys beschäftigen?
Wo ist da der Sinn?
Du würdes mehr und mehr arbeiten etc., weil Du Dir mehr leisten können willst, als Du es mit BGE + Bogenschießen und Schund schreiben erreichen kannst oder weil es Dir gefällt, etwas eigenes erfolgreich aufzubauen, "Chef" einer Firma zu sein und diese zu gestalten etc. pp.
Warum arbeiten denn heute Leute mehr und mehr, um mehr und mehr Leute zu bezahlen etc. pp.? Das müsste auch heute so keiner tun. Ein Halbtagsjob würde für viele ausreichen, um nicht zu verhungern, trotzdem hackeln die meisten wie die Blöden und wollen für sich und ihre Lieben etwas aufbauen und sich etwas leisten können. Das würde sich doch überhaupt nicht ändern, außer man würde das BGE nicht als Existenzsicherung konzipieren, sondern als überdurchschnittliches Gehalt. Das tun zwar manche, aber das ist in der Tat völlig illusorisch, weil unfinanzierbar und kann man vergessen.

Und wenn Jetzt das Argument kommt, dass das ja nur ne Basis ist, und man dennoch arbneiten gehen muss um gut zu leben, warum dann nicht gleich arbeiten gehen? warum dann dieser Umweg?

Weil es das ganze Sozialsystem enorm vereinfacht und damit Bürokratie und sinnlose Kosten reduziert, nur so zum Beispiel. Außerdem ist das BGE eben "bedingungslos". D.h. es hat eine wichtige psychologische Komponente. Kein Mensch muss sich dafür schämen es zu bekommen, weil es sowieso jeder bekommt. Keiner muss sich "nackig" machen oder ähnliches. Jeder bekommt einen existenzsichernden Betrag und was er sonst aus seinem Leben macht, ist seine Sache. Das nimmt Existenzängste, Stigmatisierungsängste usw. und macht den Kopf frei für Neues.
Problematisch ist sicherlich, dass eine Umstellung vieles verändern würde. Evtl. hätte es deutliche Auswirkungen auf unser gewohntes Gehalts- und Preisgefüge. Dinge die heute billig sind, würden teurer werden, andere billiger. Jobs die heute schlechter bezahlt sind, würden evtl. deutlich besser bezahlt werden und dafür andere, die heute sehr gut bezahlt sind, in Zukunft weniger gut. Der Markt würde also ziemlich durcheinander gewirbelt. Dass in dieser Umstellungsphase ziemlich viele "Unbekannte" drin stecken, macht es natürlich schon riskatn und deswegen traut sich da auch keiner wirklich dran.
 
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Benutzer6874  (35)

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und das ist genau das Problem. Wer macht denn dann die Arbeiten, die keiner gerne macht?
Genau! Heute werden diese Arbeiten "per Arschkarte" verteilt. Solche Arbeiten übernimmt wer (warum auch immer) nichts anderes findet, oder Angst davor hat der Fremdenpolizei gemeldet zu werden, oder (z.B. bei weiblichen Pflegeberufen), wer den nötigen Idealismus aufbringt, zu einem kleinen Lohn grosse Arbeit zu leisten.

Unbeliebte Arbeiten sollten eben nicht schlechter bezahlt werden als beliebte. Und wenn es sich um wirklich unqualifizierte Arbeiten handelt kann man sie auch reihum durch alle die dazu in der Lage sind, ausführen lassen. Ich sehe nicht ein, warum ein Banker nicht auch mal im Winter Schnee schaufeln sollte.

Das Geld ist für das BGE ist zunehmend vorhanden. Das bringt der Fortschritt mit sich, denn sonst wäre er ja kein Fortschritt :zwinker:
Wenn ich denke wie viel die Öffentlichkeit in die Wissenschaft und Technik investiert, und überhaupt in die Bildung, dann sehe ich nicht ein warum die Rendite bloss den Investoren zu Gute kommen soll.

Off-Topic:
Zum letzten Satz: Ich hab mal den Spruch gehört "Der Ingenieur ist das Kamel auf dem der Kaufmann zum Erfolg reitet" :grin:
 
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Benutzer135968 

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mein lieblingsthema, zur zeit. es spricht praktisch nichts gegen das bedingungslose grundeinkommen (BGE). jedenfalls kann man die meisten bedenken entkräften.

BGE kommt und die arbeitskräfte gehen! klar, wenn die arbeit scheiße ist.

weniger geld in den staatskassen! falsch, die maschinen, die vermehrt eingesetzt werden, werden einfach besteuert und sind dabei immer noch günstiger als ein mensch. für den arbeitgeber. zumal ist der grund, warum es immer schlechter bezahlte jobs gibt, dass es immer welche gibt, die diese auch noch freiwillig machen.

damit wird man faul und das BG wollen eh nur faule! falsch, damit fördert man kreativität und den geist, denn zwang ist immer unterdrückung. damit kann sich jeder aussuchen, ob er arbeiten will, oder nicht. wer will, verdient sich was dazu. damit werden auch die krankheiten massiv verringert, die durch stress entstehen.

aber berufe wie müllabfuhr, kanalreiniger usw würden dann nicht mehr gemacht werden! falsch, wenn man mit dem geld lockt, werden sich immer welche finden. zudem macht jeder einen job liebendgern, wenn das geld stimmt.

es ist ungerecht, wenn alle das gleiche bekommen! WAS ist gerecht daran, dass menschen schon in der schule aussortiert werden und behandelt werden wie gesellschaftlicher ABFALL, obwohl jene so gut wie NICHTS dafür können? wer hart arbeitet, bekommt auch das geld dafür. also habt ihr das was ihr wolltet,

arbeit wird entwertet! falsch, es wird eher aufgewertet, denn man bekommt mehr geld, weil man die arbeiter locken muss, damit sie wieder artbeiten gehen. das was wir jetzt haben ist zwang. wer sagt, er geht arbeiten, weil er muss, der kann nicht von freiwillig reden.

die menschheit müsste anders denken! haha, wir werden dazu gezwungen, zu denken, man muss arbeiten, sonst wäre man ein wertloserer mensch. ohne veränderungen, werden wir nicht anders denken.

menschen wird das ausschlafen finanziert! falsch, wie oben erwähnt, werden die maschinen dies tun. natürlich dauert das alles noch. man sollte aber nicht immer nur im jetzt stecken bleiben, sondern an die zukunft denken und da ist das BGE unausweichlich, weil die berufe immer wertloser werden. weil die unternehmen immer effektiver arbeiten wollen und der mensch passt da nicht rein.

schattenwirtschaft/schwarzarbeit! die gibt es nur aus dem grund, weil es zu wenig geld in den meisten berufen gibt.

dadurch könnte eine inflation entstehen! mal davon abgesehen, dass die wirtschaft voll im arsch war und nicht mit unserer vergleichbar ist, sehe ich da keine gefahr. denn das, was die BGE-bezieher dann bekommen, stecken sie auch wieder in die wirtschaft rein, es ist nichts anderes wie mit dem ALG2 und es wird kein bedarf sein, an extra gedrucktes geld, fürs BGE. was raus kommt, geht auch wieder rein. ca zu 95%. aber dieses risiko, der zB ca 5% die ins nichts verschwinden, oder ins ausland, ist zu jeder zeit gegeben. am schlimmsten sind in dem fall die millionäre, wie hoeneß, die ihr gesamtes geld, nicht auch nur in die nähe der staatskasse lassen. oder nur ein mickrigen anteil. ergo, sehe ich das als polemik an.

in anderen ländern sind menschen deswegen eingestellt, weil billiger! in jenen ländern sind die menschen auch weniger wert, verreckt einer, wird er einfach ausgetauscht.

die 1-euro-jobs existieren nur, weil es einfach zu wenig berufe gibt, um alle einen job zu geben. darum kann man solche jobs auch nicht einfach abschaffen, weil es noch viel mehr arbeitslose geben würde. tendenz steigend. schwarzarbeit gibt es deswegen, weil die meisten berufe, die für die masse bestimmt sind, entweder zu wenig abwerfen, oder proportional zum arbeitsaufwand, einfach nur legale ausbeuter-berufe sind. der mensch wird immer weiter von der maschine ersetzt, der mensch ist eben ohne drogen nicht in der lage 24/7 zu arbeiten und das 365 tage im jahr. eine maschine ist effektiver. auch ein punkt den die befürworter offensichtlich vergessen haben, es ist absolut unmöglich, für alle menschen, einen job zu besorgen, der vollkommen ausreicht, ohne noch mehrere jobs machen zu müssen! es sind einfach zu viele menschen und sie werden immer mehr.
 

Benutzer102346 

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Vielen Dank für die Zusammenfassung, mir lag was Ähnliches auf der Zunge, aber ich hatte keine Lust das alles so niederzuschreiben :grin:
 
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Ein-Euro-Jobs kann man kritisieren, aber sie sind eben kein klassisches Arbeitsverhältnis.
Sie sollten es nicht sein. Die Realität sieht anders aus, sie sollten gemeinnützig und ZUSÄTZLICH sein, das ist meistens nicht der Fall. Sie ersetzen Arbeitskräfte. Sie werden im Altenheim nicht eingesetzt um Menschen Bücher vorzulesen und mit ihnen spazieren zu gehen, sondern sie putzen Fenster und beziehen Betten, die Arbeit, die sonst von regulären Arbeitskräften ausgeführt werden müsste.
die 1-euro-jobs existieren nur, weil es einfach zu wenig berufe gibt, um alle einen job zu geben. darum kann man solche jobs auch nicht einfach abschaffen, weil es noch viel mehr arbeitslose geben würde.
Natürlich könnte man 1€-Jobs abschaffen, diese Menschen sind ja auch so weiterhin arbeitslos und erhalten Sozialleistungen, die 1€-Jobs haben nicht den Effekt, dass es weniger Arbeitslose gibt. Und es gäbe schon Arbeit, nur Arbeit, die uns kein Geld wert ist. Dass sich an dieser Einstellung etwas ändert halte ich für eine Grundvoraussetzung des BGE, natürlich kann man das negativ formulieren (wie in der Diskussion schon), aber man kann sich auch fragen, warum ist es uns nichts wert, wenn jemand mit unserer Oma einen Ausflug macht, herrenlose Katzen zum sterilisieren zum Tierarzt bringt oder unseren Kindern bei einem Waldspaziergang die Natur näher bringt (alles Beispiele von Arbeiten, die heute ehrenamtlich ausgeführt werden) und warum ist es uns Geld wert einen Tennisplatz nutzen zu können und Glitzersachen am Körper zu tragen. Zwingend ist das nicht, dass es so ist.
 

Benutzer53463 

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Das BGE ist in meinen Augen eine an den Haaren herbei gezogene Spinnerei aus einem nicht zuende gedachten Gedankenexperiment.

Es widerspricht völlig dem Subsidiaritätsprinzip und ist komplett undifferenziert und damit asozial. Es wird immer Menschen geben die zb aufgrund von Behinderung mehr Unterstützung brauchen. Wie sollen die dann mit dem BGE hinkommen? So jemand kann nicht einfach mal beliebig hinzuverdienen.

Ich verstehe auch nicht was an der Idee des 1€Jobs so schlimm ist. Wenn eine Person durch die Gesellschaft unterstützt wird kann sie ruhig auch, soweit ihr möglich, der Gesellschaft etwas zurück geben. Ich halte die Bedingungslosigkeit für komplett naiv. Selbst wenn es viele Berufe nicht mehr geben sollte kann man Arbeitslose im soziale Bereich einsetzen damit zb im Altenheim gespielt wird oder im Krankenhaus vorgelesen oder Unterstützung in der Jugendarbeit etc. Da gäbe es so viele Möglichkeiten um unsere Gesellschaft damit besser zu machen.

Mit einer Bedingungslosigkeit macht jeder eben nur noch seinen eigenen Stiefel ohne dass dadurch eine sinnvolle Steuerung möglich ist.

Die Finanzierung des Ganzen halte ich ebenfalls für nicht durchführbar und einfach nur komplett blauäugig. Da werden hier nur immergleiche Phrasen heruntergebetet ohne dass da Substanz dahinter steckt. steckt.

Und die ganze Theorie bezüglich bezüglich der Abnahme der Jobs ist nichts anderes als eine Hypothese die nicht zutreffen muss. Wenn man danach ginge hätte man zur Industrialisierung auch schon ein BGE einführen müssen. Das ist aber Schmarrn. Damals kam es zu einer Verlagerung von Erwerbstätigen aus dem primären in den sekundären und tertiären Sektor. Jetzt muss eben eine weitere Verlagerung in den Tertiären Sektor erfolgen. Und damit entbehrt der theoretischen Grundlage der Befürworter jeglicher Grundlage.

Last but not least widerspricht so ein System indem viele Wettbewebsmechanismen ausgeschaltet sind in meinen Augen der menschlichen Natur. Das hat schon beim Kommunismus nicht funktioniert. Wieso sollte es dann plötzlich nur weil es ein neues Label bekommt klappen?
 

Benutzer6874  (35)

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Jetzt muss eben eine weitere Verlagerung in den Tertiären Sektor erfolgen.
oder in den quartären? Eine Armee von Beratern? :zwinker:

Es geht darum auch die Kaufkraft zu erhalten. Ein Wirtschaftskreislauf der nur noch eine Minderheit einschliesst sollte eigentlich nicht mehrheitsfähig sein.

Vorher gibt es eh noch vordringlichere Probleme. Den Ausgleich zwischen post-industriellen Ländern und der Dritten Welt. Die Folgen der Klimaänderung auf menschliche Art bewältigen. Die Ressourcen nachhaltig nutzen und gerecht verteilen.

Aber das verlangt nach politischen Entscheiden. Anzunehmen dass es der Markt irgendwie dann doch richten wird ist naiv, und die Diskussion über das BGE nicht schon jetzt führen ein Fehler..
 

Benutzer135968 

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Es wird immer Menschen geben die zb aufgrund von Behinderung mehr Unterstützung brauchen. Wie sollen die dann mit dem BGE hinkommen? So jemand kann nicht einfach mal beliebig hinzuverdienen.
heise-luft-argument. wer hilfe braucht, wird sie auch so weiterhin erhalten.

Ich verstehe auch nicht was an der Idee des 1€Jobs so schlimm ist. Wenn eine Person durch die Gesellschaft unterstützt wird kann sie ruhig auch, soweit ihr möglich, der Gesellschaft etwas zurück geben.
diese "jobs" dienen dazu, dass man aus der arbeitslosen-statistik fällt, muss aber dennoch ALG beantragen. und wer was für die gesellschaft tun will, macht es einfach. wer nicht, kein problem. das die 1€-jobber massiv ausgenutzt werden, interessiert arrogante personen anscheinend nicht.

Selbst wenn es viele Berufe nicht mehr geben sollte kann man Arbeitslose im soziale Bereich einsetzen damit zb im Altenheim gespielt wird oder im Krankenhaus vorgelesen oder Unterstützung in der Jugendarbeit etc. Da gäbe es so viele Möglichkeiten um unsere Gesellschaft damit besser zu machen.
was das BGE nicht ausschließt.

Mit einer Bedingungslosigkeit macht jeder eben nur noch seinen eigenen Stiefel ohne dass dadurch eine sinnvolle Steuerung möglich ist.
so sehen es nur jene, die sich mit egoismus persönlich auskennen.

Die Finanzierung des Ganzen halte ich ebenfalls für nicht durchführbar und einfach nur komplett blauäugig. Da werden hier nur immergleiche Phrasen heruntergebetet ohne dass da Substanz dahinter steckt. steckt.
diese phrasen beziehen sich auf logisches zukunftsdenken, deine phrasen sind eher haltlose unterstellungen eines gedanken-projektes, was immer mehr früchte trägt.

Und die ganze Theorie bezüglich bezüglich der Abnahme der Jobs ist nichts anderes als eine Hypothese die nicht zutreffen muss.
so sieht es nur die person, die sich nur grob damit beschäftigt hat und voller vorurteile ist. hypothese ist es schon lange nicht mehr, warum gibt es wohl so viele arbeitslose? weil die alle faul sind?

Das hat schon beim Kommunismus nicht funktioniert.
der kommunismus hatte damals ein anderes fundament, wo er aufbauen konnte. heutzutage ist es aber eine tatsache, dass maschinen immer effektiver werden und wertvoller, für das unternehmen und weit günstiger, als nen mensch. maschinen werden besteuert, bzw roboter und diese füllen ganz einfach die staatskassen.
 

Benutzer161456 

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heise-luft-argument. wer hilfe braucht, wird sie auch so weiterhin erhalten.

diese "jobs" dienen dazu, dass man aus der arbeitslosen-statistik fällt, muss aber dennoch ALG beantragen. und wer was für die gesellschaft tun will, macht es einfach. wer nicht, kein problem. das die 1€-jobber massiv ausgenutzt werden, interessiert arrogante personen anscheinend nicht.

was das BGE nicht ausschließt.

so sehen es nur jene, die sich mit egoismus persönlich auskennen.

diese phrasen beziehen sich auf logisches zukunftsdenken, deine phrasen sind eher haltlose unterstellungen eines gedanken-projektes, was immer mehr früchte trägt.

so sieht es nur die person, die sich nur grob damit beschäftigt hat und voller vorurteile ist. hypothese ist es schon lange nicht mehr, warum gibt es wohl so viele arbeitslose? weil die alle faul sind?

der kommunismus hatte damals ein anderes fundament, wo er aufbauen konnte. heutzutage ist es aber eine tatsache, dass maschinen immer effektiver werden und wertvoller, für das unternehmen und weit günstiger, als nen mensch. maschinen werden besteuert, bzw roboter und diese füllen ganz einfach die staatskassen.

Schade..Ausser blutleere nichtssagenge Allgemeinsätze garniert mit mehr oder weniger direkten Verunglimpfung des Vorredners hast du hier nichts Konstruktives eingebracht.
Dein Beitrag hat null Substanz.

Etwas wenig dafür, dass du dich damit brüstest, dich hier auszukennen.
Lass uns doch mal an deinem Detailwissen teil haben.
 
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Benutzer78484 

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Es widerspricht völlig dem Subsidiaritätsprinzip und ist komplett undifferenziert und damit asozial. Es wird immer Menschen geben die zb aufgrund von Behinderung mehr Unterstützung brauchen. Wie sollen die dann mit dem BGE hinkommen? So jemand kann nicht einfach mal beliebig hinzuverdienen.
Das ist kein Problem, was das BGE löst, richtig. Aber auch kein Problem, was heute besser gelöst wäre. Ohne private Absicherung fällt man doch heutzutage bei Bedürftigkeit auch fast zwangsläufig in die Grundsicherung. Ist ja nicht so, als gäbe es da heute außer Krankenversicherung und Pflegeversicherung (die unabhängig vom BGE sind) etwas, was zwangsläufig großartig Leistungen garantiert.
Von daher eher ein Strohmann gegen das BGE.
 

Benutzer161456 

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ich würde mir schon auch ein BGE wünschen.
Ich wäre der erste, der davon profitieren wollte.
Nur reicht meine Phantasie im Moment noch nicht aus, wie die Vision dauerhaft tragfähig und den Zielen entsprechend umgesetzt werden solle.

Meine Hauptbedenken wären neben der Labilität des neuen Wirtschaftssystems, dass es mMn. auf Dauer nur durch staatliche Zwangsmassnahmen umzusetzen wäre.

Und was ich noch weniger mag wie den Zwang zum Geld verdienen ist in politischer Unfreiheit zu leben. Das ist für mich ein Nogo.

Ausserdem habe ich die Befürchtung, dass das System sehr kompliziert, schwerfällig und reformintolerant werden würde.
Wer hier glaubhafte und praktikable Lösungsansätze liefern kann hat mich aus seiner Seite.
 
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