Bedingungsloses Grundeinkommen nicht aufzuhalten?

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
...und damit fallen auch schon wieder Arbeitsplätze weg.
Nur ein kleiner Gedankengang, der mir eben kam:

Vielleicht gibt es auf lange Sicht auch wieder mehr Jobs, weil viele nicht mehr 40 Stunden arbeiten wollen, wenn der Lebensunterhalt der Familie gesichert ist. Insgesamt könnte das schon (in einigen Bereichen) dazu führen, dass sich die Menschen weniger überarbeiten und mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen.
Sicher, klingt nach ein wenig Utopie, aber ich halte es (in Grenzen) für möglich.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Der Verwaltungsaufwand fällt großteils weg.
Das ist in zweierlei Hinsicht falsch:
  1. Der Verwaltungsaufwand in der gesetzlichen Rentenversicherung ist extrem gering. Der ganz überwiegende Anteil der Ausgaben entfällt auf Rentenzahlungen und Kostenerstattungen an andere Versicherungsträger.
  2. Der "Verwaltungsaufwand" setzt sich in erster Linie aus den Personalkosten des ÖD zusammen. Wenn Du ernsthaft glaubst, dass diese Personalkosten bei Einführung eines BGE einfach wegfallen würden, dann bist Du sehr naiv. Im öffentlichen Dienst wird selten jemand entlassen, und Beamte schon gar nicht. Die Personalkosten der ARGen und Rententräger werden bei einer Einführung eines BGE ganz sicher nciht kurzfristig wegfallen. Die entsprechenden Ämter werden allenfalls umbenannt werden.
 

Benutzer160853  (34)

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Der Verwaltungsakt bleibt doch erhalten. Nun wird aber jeder in durch diese Verwaltungsmühle laufen Verschiedene Kostenträger sind spezialisiert und bedienen eine bestimmte Klientel. Soll doch niemand denken, dass es nun einfacher wird, wenn jeder durch ein System geschleust werden muss. Dieses System muss dann auch erstmal aufgebaut werden. Am Ende führt dies zu massiven Mehrkosten und einer unglaublichen Menge an Daten.

Es mag sein, dass sich Menschen dann mit Dingen befassen, die sie interessieren. Aber woher kommt eine marktwirtschaftliche Steuerung. Arbeit hat am Ende nicht so viel mit Hobbies zu tun, sondern mit diversen Notwendigkeiten.

Digitalisierung wird den Arbeitsmarkt verändern. Aber doch nie und nimmer in allen Bereichen. Der klassische Handwerksbetrieb wird doch nicht auf Industrie 4.0 umstellen und auch "Auto Meyer" wird tendenziell eher in recht ähnlichen Geschäftsmodellen arbeiten.Wer sagt eigentlich, dass durch neue Arbeitszeitmodelle nicht auc ganz andere Jobprofile auf den Markt treten, die es heute nicht gibt?

Warum soll ich jemanden finanzieren, der einfach nicht arbeiten will und wie die Made im Speck lebt, währenddessen andere um 5 Uhr in die Schicht fahren. Das ist einfach ungerecht und hat nichts mit Freiheit zu tun.

Außerdem würde eine unglaublich große Blase enstehen. Geld wäre ohne Gegenwert auf den Markt gepunpt und wohn dies führt haben wir alle vor gut zehn Jahren gesehen.

Wer soll das eigentlich finanzieren? Die Deppen, die dann noch arbeiten müssen oder diejenige, die der Autorebmillionär Gysi in der Superillu zu letzt als asozial tituliert hat?

Wenn ein Arbeitsplatz 500 Euro Produktivität einbringt, wird er dies auch nach einem Grundeinkommen tun.
Im Zweifel wandert er in die Schattenwirtschaft
 

Benutzer135968 

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wer will freiheit? dies bekommt ihr nur in einem libertären land. eines davon ist liberland, aber auch das "wunderbare" land, somalia ... falls ihr das noch nicht getan habt, beschäftigt euch mit dem libertarismus.

der libertarismus ~ hier die "vorteile" (im sinne der libertären) - keine rente, allg keine sozialehilfe, keine steuern. ihr müsst niemandem helfen, all das geld was ihr erarbeitet, behaltet allein ihr. euer besitz, bleibt euer besitz. keine "staatliche" macht vorhanden. wer pech hat, nicht mehr arbeiten kann, wird in der gosse landen. wenn niemand helfen will. jeder arbeitgeber kann dich behandeln, wie er will. es gibt kein recht auf "genug" geld.

"die leben dann wie die made im speck!" ~ das BGE, wenn es 1000 € beträgt, dann lebt man in DEU unter dem existenzminimum. ALG2-bezieher leben praktisch in armut. und das existenzminimum ist weltweit nahezu identisch. man muss halt auf die unterhaltskosten achten.

"warum soll ICH das finanzieren?" ~ so zu tun, als würde man selbstlos handeln, nur weil man arbeiten geht, ist erbärmlich. die meisten gehen in DEU arbeiten, um sich den luxus leisten zu können, den sie wollen. ausgenommen sind natürlich die, die arbeiten gehen, damit sie etwas würdig leben können - bekommen also nur ca 1000 am ende raus.

beim BGE geht es vor allem darum, dass armut beseitigt wird. dazu gibt es ca 4 millionen ALG2 bezieher und ca nur 750 tausend offene stellen in DEU. es ist schon geplant, dass nicht jeder nen job bekommen kann, der einen aus der armut raus holt, der einen über dem existenzminimum hält und wo man würdig leben kann, indem man auch mal was zurücklegen kann. und jene wollen sich nicht ausbeuten lassen, nur damit einige weniger, noch reicher werden.

ungerecht ist es, wenn man in armut lebt, unter dem existenzminimum. das versteht natürlich nur jemand, der so leben muss. und viele müssen so leben. von wegen, sie wären selbst schuld, ist bullshit. in den meisten fällen.

was der BGE für "mehrkosten" ergibt, beruht auf keine empirischen fakten. sondern mutmaßungen, von jenen erdacht, die grundlegend etwas dagegen haben, zu teilen.
 

Benutzer43798  (41)

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Sehr faszinierend, dass sofort der Umkehrschluss gezogen wird, wenn jemand BGE bekommt er nicht mehr arbeiten braucht und wird.
Das bisher diskutierte (und finanzierbare) BGE wird gerade so reichen um seine notwendigen Ausgaben (Miete, Essen, Kleidung, Strom) zu bezahlen. Urlaub, LED-TV, Auto, Kino, Schmuck wird damit nicht drin sein. Und deswegen werden die Menschen weiter arbeiten gehen: um sich Luxus zu leisten. In zweitere Entscheidung wird man arbeiten gehen, damit man eine Aufgabe hat. Ich bezweifel sehr stark, dass es dann nur noch Künstler und Tierärzte geben wird.
Aber das Lohnniveau wird sich ändern. Unattraktive Jobs (Pfleger, Müllarbeiter, Stahlarbeiter, Schlachter) werden eine massive Lohnanhebung erfahren, denn irgendwer muss diesen Job ja machen. Während bisherige Exklusivjobs (Manager, Anwalt, Politker) fallen werden.
Ein BGE würde unsere komplette Wirtschaft einmal umkehren. Das oberste zu unterst.
Und wie wird es finanziert? Einerseits kommen hier die Steuern auf geleistete Arbeit. Da das BGE steuerfrei sein sollte würde ab dem 1sten Euro verdienten Geldes durch Arbeit Steuern anfallen, die wiederum das BGE finanzieren.
Und der ganze gigantische Verwaltungsapparat (welcher ohnehin überlastet ist) könnte entschlackt werden. Es geht dabei nicht nur um die Rentenversicherung. Mit drin sind all jene Ämter, die schon jetzt massive Staathilfen leisten: Arbeitslosengeld, Hartz 4, Wohngeld, Elterngeld, BaföG, etc.. Wir geben heute schon ein kleines BGE an millionen Menschen raus. So fürchterlich weit sind wir nicht davon entfernt. Nur dass es nicht jeder bekommt und es an sehr starke Zwänge gebunden ist (Arbeitszwang, Offenlegung des Vermögens).
Und natürlich das Finanzamt, welches mit tausenden Mitarbeitern jede einzelne Steuererklärung mit ihren unübersehbaren Sonderausnahmen kontrollieren muss.

Aber ja du hast recht, gerade im Verwaltungsapparat wird man sich massiv wehren, da hier ja gerade jene, die aktuell sicher und sorgenfrei leben auf einmal in die "Unsicherheit" (Ironie: sie bekommen dann ja auch das BGE) fallen.
 

Benutzer161456 

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Aber das Lohnniveau wird sich ändern. Unattraktive Jobs (Pfleger, Müllarbeiter, Stahlarbeiter, Schlachter) werden eine massive Lohnanhebung erfahren, denn irgendwer muss diesen Job ja machen. Während bisherige Exklusivjobs (Manager, Anwalt, Politker) fallen werden.

Und deswegen glaube ich, dass ein schlecht gemachtes BGE einfach nur die Inflation anheizen wird, und sich danach einfach wieder der alte Zustand einstellen wird. Nur mir mehr Geld im Umlauf.
Also ein Nullsummenspiel.

Bestes Beispiel ist die Entwicklung im Profifußball . Das allgemeine Geldpumpen ins System verursacht nur höhere Ablösesummen für alle.
 

Benutzer160853  (34)

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Das ist ein massives Problem. Jedes Jahr würde ein dreistelliger Milliarden Betrag ohne Gegenwert in den Wirtschaftskreislauf gedrückt. Die Folgen treffen dann eher den Mittelstand. Diese Idee ist sehr elitär, weil der Normalbürger die Folgen.
Wenn dies über Steuern finanziert werden soll, bleibt die Ungerechtigkeit, dass der normale Mittelklasseangestellte den Drückeberger finanziert, der mit BGE und Schwarzarbeit ideal leben kann. Das ist weder gerecht noch sozial, sondern schlichtweg unverschämt.
Der Punkt mit der Verwaltung ist weiterhin grober Unfug. Es würde ein Monstrum geschaffen. Diese Bundesbehörde würde alle Daten vom Säugling bis zum Greis erfassen und wäre auch kaum kontrollierbar. Das Sozialrecht sieht kluger Weise Aufsichtsgremien vor. Mir machen solche kaum kontrollierbaren Kranken Sorgen.

Es fände zudem eine völlige Entwertung von Bildung statt. Die Aufwendungen für ein Studium oder eine Weiterbildung bis hin zum Handwerksmeister wären ab einem gewissen Grad unattraktiv. Warum soll jemand Zeit, Mühe und im Falle eines Handwerksmeisters noch Geld aufbringen?

Es ist gut und richtig, dass Ansprüche bei staatlichen Leistungen kontrolliert werden. Es ist für mich unverständlich, dass wirklich jeder staatliche Leistungen beziehen kann.
 

Benutzer98820 

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Der Punkt mit der Verwaltung ist weiterhin grober Unfug. Es würde ein Monstrum geschaffen. Diese Bundesbehörde würde alle Daten vom Säugling bis zum Greis erfassen und wäre auch kaum kontrollierbar.
Hä? Von was für einer Behörde fantasierst du da bloß? Was soll die genau machen? Welche Daten muß sie erfassen? Wieso ist sie kaum kontrollierbar? :ratlos:

Es fände zudem eine völlige Entwertung von Bildung statt. Die Aufwendungen für ein Studium oder eine Weiterbildung bis hin zum Handwerksmeister wären ab einem gewissen Grad unattraktiv. Warum soll jemand Zeit, Mühe und im Falle eines Handwerksmeisters noch Geld aufbringen?
Weil wir hier die fleißigen Menschen sind, die die kulturelle Leistung vollbringen, Bildung und Arbeit für Werte für sich zu halten. Die faulen Menschen sind anderswo auf der Welt (je nach gefragtem Politiker mal in Rumänien, mal in Afrika, ...).

Es ist gut und richtig, dass Ansprüche bei staatlichen Leistungen kontrolliert werden. Es ist für mich unverständlich, dass wirklich jeder staatliche Leistungen beziehen kann.
Es ist so, weil es so ist. Gut, daß wir drüber geredet haben...
 

Benutzer43798  (41)

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Und deswegen glaube ich, dass ein schlecht gemachtes BGE einfach nur die Inflation anheizen wird, und sich danach einfach wieder der alte Zustand einstellen wird. Nur mir mehr Geld im Umlauf.
Also ein Nullsummenspiel.

Bestes Beispiel ist die Entwicklung im Profifußball . Das allgemeine Geldpumpen ins System verursacht nur höhere Ablösesummen für alle.

Das ist mir wohl bewusst, dass meine Beschreibung sehr kurz gegriffen ist. Natürlich ist es nicht damit getan einfach nur jedem Bundesbürger 1000 Euro zuzustecken. Im Grunde muss das komplette Finanz-, Steuer- und Sozialsystem umgekrempelt werden.
Das beschreiben ein paar gute Bücher von sehr renomierten Ökonomen.

Klar ist das BGE nicht das absolute Utopia. Denn das ist nicht erreichbar. Aber ich denke jeder kann einsehen, dass unser aktuelles System an seine Grenzen stößt. Wenn es so weiter geht, werden mehr und mehr und mehr Milliarden in Stütze und Förderung geblasen, weil immer weniger Menschen zu wenig Geld zum leben haben. Das Solidarsystem ist überfordert, insbesondere weil es nicht solidarisch ist (viele können sich rausschummeln, gerade jene mit viel Einkommen. Und jene die am wenigsten haben zahlen mehr als sie sich leisten können).

Auch der Kapitalismus und die Leistungsgesellschaft ist überholt. Heute verdient schon lange nicht mehr derjenige am meisten, der "am meisten leistet". Reiche Erben, Profisportler, Manager, Aufsichtsräte, Politiker sind sicherlich nicht jene die für die Gesellschaft einen herausragend bedeutenden Beitrag leisten, dass sie in einem Monat so viel verdienen, wie eine Krankenschwester, Rettungsassistent oder Müllbeseitiger.
Und der endlose Kapitalismus sorgt nun dafür, dass die Schere immer weiter auf klafft. Wie bereits gezeigt war die Ungleicheit seit über 100 Jahren nicht so groß, wie heute. Und sie wird weiter wachsen. Und ich glaube niemand möchte in Bälde einen Krieg der Armen gegen die Reichen.
Es braucht jetzt mutige neue Ideen. ständiges "ach der Markt macht das schon" und "dafür haben wir gar nicht die Kapazitäten" oder "ich will nicht dass..." wird keine Änderung bringen.
 

Benutzer135968 

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es ist kindisch, wenn man den "sehe ich anders" button drückt, ohne sich mit einem inhalt auseinander zu setzen (können sie vielleicht auch gar nicht) - aber das zeigt, welch geistiges niveau agiert.

Und deswegen glaube ich, dass ein schlecht gemachtes BGE einfach nur die Inflation anheizen wird, und sich danach einfach wieder der alte Zustand einstellen wird. Nur mir mehr Geld im Umlauf.
Also ein Nullsummenspiel.
niemand behauptet, es wäre schon perfekt. also geh nicht dauernd davon aus, als würde dies irgendjemand behaupten.

Sehr faszinierend, dass sofort der Umkehrschluss gezogen wird, wenn jemand BGE bekommt er nicht mehr arbeiten braucht und wird.
Das bisher diskutierte (und finanzierbare) BGE wird gerade so reichen um seine notwendigen Ausgaben (Miete, Essen, Kleidung, Strom) zu bezahlen. Urlaub, LED-TV, Auto, Kino, Schmuck wird damit nicht drin sein. Und deswegen werden die Menschen weiter arbeiten gehen: um sich Luxus zu leisten. In zweitere Entscheidung wird man arbeiten gehen, damit man eine Aufgabe hat. Ich bezweifel sehr stark, dass es dann nur noch Künstler und Tierärzte geben wird.
Aber das Lohnniveau wird sich ändern. Unattraktive Jobs (Pfleger, Müllarbeiter, Stahlarbeiter, Schlachter) werden eine massive Lohnanhebung erfahren, denn irgendwer muss diesen Job ja machen. Während bisherige Exklusivjobs (Manager, Anwalt, Politker) fallen werden.
Ein BGE würde unsere komplette Wirtschaft einmal umkehren. Das oberste zu unterst.
Und wie wird es finanziert? Einerseits kommen hier die Steuern auf geleistete Arbeit. Da das BGE steuerfrei sein sollte würde ab dem 1sten Euro verdienten Geldes durch Arbeit Steuern anfallen, die wiederum das BGE finanzieren.
Und der ganze gigantische Verwaltungsapparat (welcher ohnehin überlastet ist) könnte entschlackt werden. Es geht dabei nicht nur um die Rentenversicherung. Mit drin sind all jene Ämter, die schon jetzt massive Staathilfen leisten: Arbeitslosengeld, Hartz 4, Wohngeld, Elterngeld, BaföG, etc.. Wir geben heute schon ein kleines BGE an millionen Menschen raus. So fürchterlich weit sind wir nicht davon entfernt. Nur dass es nicht jeder bekommt und es an sehr starke Zwänge gebunden ist (Arbeitszwang, Offenlegung des Vermögens).
Und natürlich das Finanzamt, welches mit tausenden Mitarbeitern jede einzelne Steuererklärung mit ihren unübersehbaren Sonderausnahmen kontrollieren muss.

Aber ja du hast recht, gerade im Verwaltungsapparat wird man sich massiv wehren, da hier ja gerade jene, die aktuell sicher und sorgenfrei leben auf einmal in die "Unsicherheit" (Ironie: sie bekommen dann ja auch das BGE) fallen.

ich finde es schlimm, wie hier einige personen ernsthaft denken, das BGE von 1000 euro wäre "wie die made im speck" zu leben. jeder der behauptet, die mehrheit würde gar nicht mehr arbeiten gehen, geht praktisch nur von sich aus. man muss die gehälter der jobs nicht mal stark anheben, es reicht schon, wenn man teilzeit-jobs daraus macht, allein das wirkt sich schon positiv auf die arbeitsmoral aus. (Manager, Anwalt, Politker) sind eh jobs, die tendenziell überbezahlt sind. jeder der arbeiten geht, egal welche arbeit, wird dann steuern zahlen. also praktisch alles über zB 1000 euro. generell finden einige auch, eine art konsumsteuer sollte eingeführt werden. wer viel kauft, zahlt viel - wer wenig kauft, zahlt wenig. auf jeden fall wird der Verwaltungsapparat entlastet werden. wer einmal in einem jobcenter war, weis, wie irrsinnig das alles sein kann. ALG2 ist praktisch eine art BGE - der unterschied ist, man bekommt sanktionen aufgebrummt, und man lebt faktisch in armut.

das problem am jetzigen system ist - egal ob arm, ob reich. man muss die selben steuern zahlen - damit meine ich die mehrwertsteuer. die steuern, die jemand zahlen muss, der im mittelstand lebt, sind so "gering" dass man immer noch weit besser lebt als ein ALG2-bezieher. praktisch ist es so, dass vor allem die, die wenig gehalt erhalten nur noch dazu dienen, einige wenige, reicher zu machen. sieht man bestens in china - wo viele ausgebeutet werden, damit unternehmen wie apple, noch reicher werden. und wie ungerecht es wirklich ist, erkennt man daran - es werden ab und an mal personen von apple zu den firmen geschickt, die weit mehr geld bekommen, als die personen, ohne die es zB die iphones gar nicht geben würde und jene "besucher" laufen einfach nur mal nen paar minuten rum.

Das ist ein massives Problem. Jedes Jahr würde ein dreistelliger Milliarden Betrag ohne Gegenwert in den Wirtschaftskreislauf gedrückt. Die Folgen treffen dann eher den Mittelstand. Diese Idee ist sehr elitär, weil der Normalbürger die Folgen.
Wenn dies über Steuern finanziert werden soll, bleibt die Ungerechtigkeit, dass der normale Mittelklasseangestellte den Drückeberger finanziert, der mit BGE und Schwarzarbeit ideal leben kann. Das ist weder gerecht noch sozial, sondern schlichtweg unverschämt.
Der Punkt mit der Verwaltung ist weiterhin grober Unfug. Es würde ein Monstrum geschaffen. Diese Bundesbehörde würde alle Daten vom Säugling bis zum Greis erfassen und wäre auch kaum kontrollierbar. Das Sozialrecht sieht kluger Weise Aufsichtsgremien vor. Mir machen solche kaum kontrollierbaren Kranken Sorgen.

Es fände zudem eine völlige Entwertung von Bildung statt. Die Aufwendungen für ein Studium oder eine Weiterbildung bis hin zum Handwerksmeister wären ab einem gewissen Grad unattraktiv. Warum soll jemand Zeit, Mühe und im Falle eines Handwerksmeisters noch Geld aufbringen?

Es ist gut und richtig, dass Ansprüche bei staatlichen Leistungen kontrolliert werden. Es ist für mich unverständlich, dass wirklich jeder staatliche Leistungen beziehen kann.
ich könnte auch einfach schreiben. "alles falsch." die bildung hat schon längst, kontinuierlich an wert verloren. eher ist es so, dass dann nur noch die studieren, die auch wirklich studieren wollen. heutzutage ist es eher so, dass viele studieren, weil man keine jobs machen will, wo man körperlich schwer arbeiten muss und gutes geld verdient. mir scheint eher, du hast keine ahnung von was du da schreibst.
 

Benutzer168121 

Ist noch neu hier
A alpaslan
Alle Gewinner bei mein-grundeinkommen.de, wurden nicht asozialer. Hier sieht man schon eindeutig, es kommt drauf an, wie das Geld verpackt ist, wie man es erhält usw..

Es geht nicht nur um Geld allein. Mehr dazu hier
Das Grundeinkommensgefühl | Gewinner*innen | News | Mein Grundeinkommen

Wie man sieht hab eine Seite vorher ein Link hier gepostet, klappt es auch in Afrika. Vertrauen und Gemeinschaft sind besser als Konkurrenz.

Schon Anfang an hier werden wir in der Schule so manipuliert, es gibt bis heute immer noch in den Schulen Konkurrenz Kämpfe anstatt auf das wichtige zu konzentrieren. Was gemeinsam zusammen was erreichen für die Menschheit und nicht wie jetzt, wo viele dann nichts weiter machen als Job auszuüben, ob die sinnvoll oder nicht tut nicht zur Sache. Es soll nur gemacht werden, damit die mehr Steuer kassieren und für was anderes ausgeben, aber die Rente, Hartz4 usw.. kriegen seit Jahren nicht die richtige Höhe vom Beitragssatz, sondern immer nur ganz wenig. Und dann auf einmal gibt in den ganzen medien altersarmut. kommt davon wenn man gierig nach dem geld ist. ja so ist es doch. ihr merkt es nur nicht, weil ihr nur ständig arbeitet, wie eine maschine.

und dann im Renten Alter so alt und krank wird, dass man im alter nicht mehr richtig leben kann und sollen lieber verrecken. oder wieso steigt die altersgrenze immer wieder? in den nächsten jahren darf man bestimmt erst wieder mit 70 in die rente, man soll solange arbeiten, dass man daran verreckt, doch so ist es. es funktioniert ja auch, die ganz armen menschen, die ihr nicht richtig bemerkt, die sind schon alle tot. Ich kenne das von meiner OMA und paar alten Kollegen.

Was man hier in Deutschland unbegrenzt machen darf ist arbeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer24152 

Verbringt hier viel Zeit
Alle Gewinner bei mein-grundeinkommen.de, wurden nicht asozialer. Hier sieht man schon eindeutig, es kommt drauf an, wie das Geld verpackt ist, wie man es erhält usw
Das Grundeinkommen bei "mein-grundeinkommen.de" wurde immer nur fuer ein Jahr ausbezahlt. Jeder der Gewinner wusste also, dass es in 12 Monaten vorbei ist mit der zusaetzlichen Einnahmequelle.

Wir reden aber ueber ein Lebenslanges BGE. Fuer mich sind daher die Ergebnisse von "mein-grundeinkommen.de" als Argumente fuer ein BGE ziemlich schwach.
 

Benutzer43798  (41)

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Gut, du bist kein Freund vom BGE. Das ist ok.
Aber mich würde trotzdems ehr interessieren, was du vorschlagen würdest, wie man die immer weiter auseinanderklaffende Schere wieder zusammen führen kann.Was wären deine Vorschläge um Armut zu bekämpfen? Oder siehst du gar kein Problem und es sit doch gut, so wie es ist?
 

Benutzer81418 

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Was ist die Alternative zum BGE?
Nicht heute. Mittel- und langfristig.
 

Benutzer130414 

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Was ist die Alternative zum BGE?
Nicht heute. Mittel- und langfristig.
arbeiten gehen, Produktiv sein, Geld verdienen

nur weil wir uns jetzt nicht vorstellen können wie die Arbeit in 100 Jahren aussieht, heißt das noch lange nicht, das es dann keine Arbeit mehr gibt.
Die Ängste gab es vor jeder großen Änderung
Als die Bauern die Stadtfreiheit suchten, als Manufakturen anfingen das Handwerk zu ersetzen, Als die Dampfmaschine das Industriezeitalter einläutete, Als Fließbänder die Massenproduktion einläuteten, Als EDV in den Markt einzughielt und halt jetzt bei Industrie 4.0
Immer hatten die Menschen Angst, das moderne Technik ihnen die Arbeit nun endgültig wegnimmt und immer hat die Neue Technik nur neue Arbeit gebracht statt gekostet.
Und auch die Digitalisierung hat zum Stand heute mehr Arbeitsplätze erschaffen als vernichtet.

Es sollte weiterhin die Aufgabe von Politik und Gesellschaft sein, die Menschen so zu bilden, das sie dazu fähig ist sich selbst zu versorgen und sie nicht nur zum Zurücklehnen zu bewegen.
 

Benutzer78484 

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arbeiten gehen, Produktiv sein, Geld verdienen

nur weil wir uns jetzt nicht vorstellen können wie die Arbeit in 100 Jahren aussieht, heißt das noch lange nicht, das es dann keine Arbeit mehr gibt.
Die Ängste gab es vor jeder großen Änderung
Als die Bauern die Stadtfreiheit suchten, als Manufakturen anfingen das Handwerk zu ersetzen, Als die Dampfmaschine das Industriezeitalter einläutete, Als Fließbänder die Massenproduktion einläuteten, Als EDV in den Markt einzughielt und halt jetzt bei Industrie 4.0
Immer hatten die Menschen Angst, das moderne Technik ihnen die Arbeit nun endgültig wegnimmt und immer hat die Neue Technik nur neue Arbeit gebracht statt gekostet.
Und auch die Digitalisierung hat zum Stand heute mehr Arbeitsplätze erschaffen als vernichtet.

Es sollte weiterhin die Aufgabe von Politik und Gesellschaft sein, die Menschen so zu bilden, das sie dazu fähig ist sich selbst zu versorgen und sie nicht nur zum Zurücklehnen zu bewegen.
Naja, Arbeit als Selbstzweck finde ich jetzt irgendwie auch nicht so erstrebenswert. Sowas kommt auch immer nur von Leuten, die einen einigermaßen erfüllenden Job haben.
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
arbeiten gehen, Produktiv sein, Geld verdienen
nur weil wir uns jetzt nicht vorstellen können wie die Arbeit in 100 Jahren aussieht, heißt das noch lange nicht, das es dann keine Arbeit mehr gibt.
Der Blick in die Geschichte schadet sicher nicht, aber er darf nicht verleite zu denken "Es kommt schon gut". Wenn unser Blick in die Zukunft offen sein soll, dann müssen wir uns BEIDES vorstellen können, also auch dass uns die Arbeit (als Hauptaufgabe im Leben) ausgehen kann. Ich kann mir eben AUCH vorstellen, das wir unsere Lebensqualität mit sehr wenig Arbeit halten können, weil uns die Arbeit von unseren eigenen Erfindungen abgenommen wird. Es ist NICHT das Ziel des technologischen Fortschrittes, mehr Arbeitsplätze zu schaffen, als er überflüssig macht.

Irgend einmal müssen wir daran denken, die Produktion zu besteuern, und den Ressourcenverbrauch, und nicht mehr die Arbeit. Irgend welche "Beschäftigungsprogramme" für die durch den Fortschritt überflüssig gewordene Arbeitskräfte fände ich extrem menschenverachtend, dazu Leerlauf und Verschleuderung von Ressourcen.

Dass dann der so genannte "Mittelstand" die Kosten für das BGE tragen muss, halte ich für Panikmache. Denn die Gewinne werden nicht vom Mittelstand gemacht, sondern von denen die in die Automation investiert haben. Heute allerdings ist es zu früh für das BGE. Aber nie zu früh daran zu denken, und Lösungen zu suchen.

Ich finde übrigens die Frage ausgesprochen spannend, was wir Menschen tun werden, wenn für die meisten von uns die tägliche Arbeit für den Lebensunterhalt nicht mehr nötig sein wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer36720 

Verbringt hier viel Zeit
Das BGE wird es in absehbarer Zeit nicht geben, Hartz IV ist auch nur ein Thema für einen kleinen Prozentsatz der Bevölkerung. Das sind einfach Themen, die einen Großteil der Bevölkerung überhaupt nicht berühren.
 

Benutzer2610 

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arbeiten gehen, Produktiv sein
Ich glaube ganz ehrlich gesagt nicht, dass das in Zukunft für den Großteil der Menschheit noch möglich sein wird.
"Produktiv sein" hat ja irgendwo etwas mit produzieren zu tun, d.h. mit der Herstellung von Waren oder der Erbringung von Dienstleistungen.
Beides wird aber in Zukunft immer stärker automatisiert werden sodass immer weniger Menschen benötigt werden die automatisierten Prozesse zu überwachen, zu steuern und zu warten.
In der bisherigen Entwicklung konnten die Menschen immer eine Nische weiterrücken - von der Rohstoffgewinnung über die Rohstoffverarbeitung hin zur Dienstleistung.
Wenn aber in all diesen Bereichen ein so hoher technologischer Stand erreicht ist dass nur ein Bruchteil der Menschen benötigt werden um die gesamte Gesellschaft zu versorgen, dann bleibt für den Rest keine Nische mehr in der "produktiv" gearbeitet werden könnte.
 

Benutzer135918 

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Wie schon so oft gesagt das BGE oder wie auch immer würde den Arbeitsmarkt derzeit Flexibilisieren.

Ich versuche es mal von der Unternehmerischen Seite aus aufzuziehen . Nehmen wir an es gibt 1000 € BGE, nehmen wir das Linke Model welches jegliche Sozialversicherung nun drin hat. Dann gehen die Leute nur noch für Luxus arbeiten. Das bedeutet, dass die Zeiten auch flexibler sind. Eine Stelle wird dann im Schnitt von 3 Mitarbeitern betreut. Warum, weil nicht mehr Vollzeitjob s gemacht werden. Der eine geht 10 Stunden die Woche arbeiten, ein andere wieder nur Saisonal Vollzeitjob usw... Dadurch wird sich für Unternehmer eine erwünschte Flexibilität offenbaren. Zeitarbeit wird überflüssig.

Dazu wiederhole ich gern nochmals mein Modell : Stufenweise Einführung


1. BGR Bedingungslose Grundrente von 1000 € Steuerfrei.
Mit Option Rente darauf zu bekommen.

2. EGE Ehrenamt s Grundeinkommen. Oder auch Anreizzahlung.

Wichtige Ehren Ämter in Kschutz und Sozialem werden mit 1300 € vergütet

3. Gisi 1 . An die Lebenswirklichkeit angepasstes Geld zum Überleben. Über Anreize wird das Geld von 900 € für alles stufenweise aufgestockt


Nach dem Harz 4 Revolutioniert wurde und die wirklichen Drücke Berger gerrade genug zum Überleben aber zu wenig zum Sterben haben. Werden jene die sich engagieren entlohnt.
 
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