Bahn: Prestigeprojekte

Benutzer11466 

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Leider kein Wort dazu, wie das mit den geplanten unterirdischen Durchgangsgleisen zusammengehen soll - trotzdem gut:

Bahn verspricht „neuen Glanz“: So soll der Hauptbahnhof der Zukunft aussehen

Das große Vorbild für den Frankfurter Umbau ist der Leipziger Hauptbahnhof. Auch er ein Kopfbahnhof. Doch neben dem Reiseverkehr ist der mit seinen Promenaden und darin befindlichen Geschäften längst zu einer Art Shopping-Mall geworden. An diesen Erfolg, den die Deutsche Bahn auch am Berliner Hauptbahnhof erlebt, soll nun in Frankfurt angeknüpft werden.
 
1 Woche(n) später

Benutzer3277 

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Das große Vorbild für den Frankfurter Umbau ist der Leipziger Hauptbahnhof. Auch er ein Kopfbahnhof. Doch neben dem Reiseverkehr ist der mit seinen Promenaden und darin befindlichen Geschäften längst zu einer Art Shopping-Mall geworden. An diesen Erfolg, den die Deutsche Bahn auch am Berliner Hauptbahnhof erlebt, soll nun in Frankfurt angeknüpft werden.

Es gibt aber einen Unterschied zwischen Leipzig und Frankfurt: Auf dem Hbf Frankfurt sind täglich viel mehr Reisende unterwegs als in Leipzig. Und er ist auch kleiner als der Leipziger Hbf mit seinen riesigen Hallen. Wenn man jetzt aus dem Frankfurter auch einen Supermarkt macht, zieht das noch mehr Menschen an. Kann dieser Hbf das verkraften??
 

Benutzer35148 

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TV-Tipp: ZDF_Info bringt am Fr. 23.10. um 20:15 eine zweiteilige Doku "Murks in Germany". Im ersten Teil wird viel über Stuttgart 21 berichtet, im zweiten Teil ab 21:00 wird auch ins Ausland geschaut, wie Großprojekte dort ablaufen.
 

Benutzer11466 

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Tja - wenn man aus 'nem Beamtenladen 'ne AG in Staatsbesitz macht, kann man noch ungehemmter mit Bezügen und Pensionen aasen... :kotz:

Deutsche Bahn - Ehemalige Vorstandsmitglieder erhalten im Schnitt 20.000 Euro im Monat

Viel Geld für Ex-Vorstände

Die Bahn selbst beziffert die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen für das Geschäftsjahr 2019 auf insgesamt 10,1 Millionen Euro. So steht es auch im Geschäftsbericht. Unter Verschluss blieb allerdings stets, auf wie viele Ex-Vorstände sich die Summe verteilt. In seinem Schreiben lüftet Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium nun das Geheimnis. Die Summe fließt demnach an 42 Bezieher - 26 Bahnvorstände und 16 Ex-Manager von Firmen, die etwa durch Übernahmen in der Bahn aufgegangen sind.

Nicht mal der Dienstherr der Bahn, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), kann bei solchen Pensionsansprüchen mithalten. Der Bund der Steuerzahler kommt bei Bundesministern auf Ruhegehälter zwischen 4500 und rund 12 000 Euro - je nach Amtszeit. Zwar liegen die Ruhegehälter der Bahn unter dem Schnitt ehemaliger Dax-Vorstände. Die bekommen sogar deutlich mehr als 40 000 Euro. Als Staatskonzern ist die Bahn mit der freien Wirtschaft jedoch kaum vergleichbar.

In der Politik wird an den üppigen Zahlungen heftige Kritik laut. "Die Pensionen ehemaliger Vorstandsmitglieder im bundeseigenen Unternehmen Deutsche Bahn sind im Durchschnitt höher als die Gehälter der Bundesminister", klagt Bartsch.
 

Benutzer3277 

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1 Monat(e) später

Benutzer11466 

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Grundsätzlich natürlich erfreulich - aber es spricht Bände über die überbezahlten Minderleister im DB-Turm, daß sie vor gar nicht langer Zeit dieselben Züge abschafften... :kopfwand:

In Berlin einschlafen, in Paris aufwachen: Vier Bahnunternehmen vereinbaren neue Nachtzugverbindungen - Wirtschaft - Tagesspiegel

Eigentlich hatte sich die Deutsche Bahn davon längst verabschiedet. „Das klassische Nachtzuggeschäft ist ein sehr kostenintensives Angebot“, hieß es noch im Januar. Denn es werden spezielle Fahrzeuge mit Schlaf- und Liegewagen benötigt. Und diese brauchen für Tageszüge nicht nutzbare Wartungsanlagen in den Werken. Zuletzt machte das Nachtzuggeschäft einen Verlust von 31 Millionen Euro, 2016 verabschiedete sich die Bahn von dieser besonderen Art des Reisens. Doch nicht zuletzt auf Druck des Bundes soll es ein Comeback geben, aufbauend auf den positiven Erfahrungen der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB). Dann soll es zum Beispiel über Nacht von Berlin nach Paris gehen.

Und auch bei dieser Meldung sagt man sich: Ist ja erfreulich - aber wieso fällt Euch das erst jetzt ein?

EU-Konzept: Europas Verkehr soll grüner werden - DER SPIEGEL - Mobilität

So sollen bis 2030 doppelt so viele Hochgeschwindigkeitszüge wie bisher auf europäischen Schienen fahren.


Und gleich wird gemeckert... :kopfwand:

Der Europaabgeordnete Markus Ferber kritisierte den Entwurf als zu grün und zu vage: Die Strategie »scheint von Umweltexperten verfasst zu sein, nicht von Verkehrsexperten«, sagte der CSU-Politiker der »Süddeutschen Zeitung«. So fehlten zum Beispiel echte Lösungsansätze, um auch ländlichen Regionen den Anschluss an die moderne Verkehrswelt zu ermöglichen.

Daß viele Konzepte Landbewohner vergessen (und Leute, die aus der Stadt zu entlegenen Dörfern müssen - oder umgekehrt) stimmt natürlich. Aber "zu grün"? Wie dämlich ist das denn?

Und auch diese erfreuliche Meldung kommt viel zu spät... :realmad: :sleep:

Erstmals elektrisch aus der Schweiz

Am vergangenen Freitag gegen 9 Uhr erreichte der erste elektrische Zug auf dem Weg von Zürich nach München Fürstenfeldbruck. Die Elektrifizierung der Strecke von Geltendorf nach Lindau ist endlich vollbracht, auch dank eines Kredits der Schweizer Regierung, die den Deutschen Dampf machen wollte, denn das Geld war an die Bedingung geknüpft, die Elektrifizierung der Strecke bis Ende 2020 fertigzustellen. Man kann durchaus von einem Jahrhundertprojekt sprechen. Im Frühjahr 1933 berichtete die Brucker Lokalzeitung, die Elektrifizierung der Strecke sei von der Reichsbahn auf eine Prioritätenliste genommen worden. Die Umsetzung hat Jahrzehnte gebraucht.

Daß das so lange dauerte, ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Letzte Posse auf dieser Strecke war, daß die DB mit Neigetechnik-Diesel-ICEs versuchte, flotter zu fahren - leider waren die Züge teurer Murks. Daraufhin fuhr man wieder schön langsam mit Dieselloks aus den 1960ern.

Für die Strecke Zürich-Stuttgart ("Gäubahn") sieht's hingegen immer noch trübe aus... Die hat zwar durchgehend Oberleitung, ist aber an vielen Stellen eingleisig und entsprechend lahm.
 
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Benutzer106548 

Team-Alumni
Ab Dezember 2021 sollen die Verbindungen Wien–München–Paris [...] hergestellt werden.
Das ist ja schonmal eine Mogelpackung, denn den Zug gibt es ja schon, er fährt aktuell bis Brüssel.
Beziehungsweise: er fährt schon wieder nicht mehr. Der internationale Zugverkehr scheitert selbst im Jahr 2020 an Kleinstaaterei. Wegen der Grenzschließung Österreichs fährt der Zug nicht, obwohl der allergrößte Teil der Strecke auf nicht-österreichischem Gebiet verläuft.

Und warum die Einführung weiterer Strecken und des TEE so lange dauern soll, erschließt sich nicht wirklich. Es steht zu befürchten, dass da wieder ein Megaprojekt draus gemacht wird. Mit neuem Fahrmaterial z.B. und dann wird das wieder ein Milliardengrab, anstatt einfach ein paar Loks/Wagen/Triebzüge zusätzlich zu bauen und auf die Schiene zu setzen. Hat bei NightJet ja auch geklappt, da sind ja auch schon mehrere Bahngesellschaften mehrerer Länder beteiligt.

tagesspiegel schrieb:
Davon, dass er [Andreas Scheuer] nicht von Anfang an von dem Projekt begeistert gewesen sein soll, war nichts mehr zu spüren.
Schlimmstes steht zu befürchten, wenn sich Scheuer einmischt...:geknickt:
 

Benutzer3277 

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Es steht zu befürchten, dass da wieder ein Megaprojekt draus gemacht wird. Mit neuem Fahrmaterial z.B. und dann wird das wieder ein Milliardengrab, anstatt einfach ein paar Loks/Wagen/Triebzüge zusätzlich zu bauen und auf die Schiene zu setzen.

Nachtzüge werden grundsätzlich weniger gefragt sein als "Tag"-Züge. Daher muss man nicht unbedingt neue, teure Züge bauen. Man könnte ältere Waggons modernisieren, z.B. mit teureren Schlafabteilen und preiswerteren Schlafsesseln.
 

Benutzer35148 

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Sie haben es endlich geschafft, die Strecke München-Lindau ist elektrifiziert.
Aber Halt! Irgendwo haben sie da doch gespart... denn nicht alle Gleise haben Strom... aber seht selbst:


:rolleyes: :upsidedown: (als Ersatz für das verschollen gegangenen Schenkelklopfgesicht)
 
1 Monat(e) später

Benutzer11466 

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Mal wieder ein Beispiel peinlicher Kirchturmpolitik - immerhin scheint jetzt etwas Bewegung in das Thema zu kommen:


Was mich am meisten erstaunt und nervt ist, daß die Strecke nie entwidmet war, dennoch Anwohner und Gemeinde das Vorhaben so lange blockieren können. Und der aktuelle Mönchengladbacher Bürgermeister ist ja auch ein Herzchen: "Nur, wenn die Bahn nicht über Viersen hinaus fährt!"
 
4 Woche(n) später

Benutzer11466 

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Das wäre ja mal was Positives... Vor allem als Alternative zu Kurzstreckenflügen. Gerade der Münchner Flughafen ist ja absolut bescheiden angebunden. Wer nicht tatsächlich in diese Ecke Bayerns muß, kommt nur mit der (S-)Bahn superlangsam nach München. Ansonsten ist München nur als Umsteigeflughafen für internatiomale Flüge interessant - wenn denn die Seuche mal vorbei ist.


In Deutschland klappt das ja bisher so gut wie gar nicht. Praktisch alle privaten Fernverkehrskonkurrenten der DB haben aufgegeben, wenn ich mich recht entsinne, gibt's nur den Flixtrain von Stuttgart nach Berlin - und der ist kein Hochgeschwindigkeitszug.

Tja - aber dazu müßte man wohl auch die Netze ausbauen und vor allem dafür sorgen, daß auch die Bahnverbindungen ins flache Land überhaupt wieder in Betrieb genommen werden und die Verbindungen attraktiv sind. Fährt nur alle zwei Stunden ein Zug, kann man das knicken.
 

Benutzer3277 

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Ich wäre schon froh, wenn ich überhaupt mal wieder mit der Bahn fahren kann. Seit Oktober 2020 habe ich keinen Zug mehr betreten. 🚊

Nun droht schon wieder Streik durch die Lokführergewerkschaft. Die warten natürlich noch damit, bis Läden und Kultur öffnen und alle wieder Bahn fahren können. 🚇
 
1 Monat(e) später

Benutzer11466 

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In Schuttgart putzt jetzt die aktuelle Landesregierung aus, woran die Narren von der CDU schon bei der Konzeption von Schrott 21 hätten denken müssen.... :kotz:


Der Ausbau soll nun nicht zu S 21 gehören, sondern zum Deutschlandtakt. Bund und Bahn wollen mit ihm alle wichtigen Schienenknoten in der Republik in 30-Minuten-Schritten miteinander verbinden. Um die Strecke Mannheim-Stuttgart in dieser Zeit zu schaffen, sind der Bau eines neuen, etwa zehn Kilometer langen Tunnels von der bestehenden Schnellfahrstrecke bis zum S-21-Tunnel aus Feuerbach und mehr Tempo auf der Strecke (280 km/h) vorgesehen. Der neue Tunnel bringt mehr Kapazität, löst allein aber nicht den Engpass im Zulauf auf den Tiefbahnhof. Dazu braucht es die P-Option.

Tja - hätte man den alten Bahnhof einfach modernisiert und sich einen gescheiten Anschluß für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Richtung Ulm/München überlegt, hätte man das alles für viel weniger Geld und mit mehr Nutzen für die Bürger haben können. Aber das Lügenpack wollte ja sein Schandmal - angefangen bei der Kanzlerette.
 

Benutzer161456 

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Der Schrottbahnhof wird eh das gleiche Schicksal erleiden wie der BER.
Es ist jetzt schon bekannt, dass Bahnhof und Tunnel die massgeblichen Brandschutzbestimmungen reissen wird. Die Bahn hat die Tunnel falsch auf einer falschen Datenbasis bzw. geschönten Brandschutzsimulation geplant.
Déjà-vu?
 

Benutzer121902 

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Nun, zumindest hat der BER gerade eines seiner prognostizierten Hauptprobleme nicht - daß er von Anfang an zu klein sein würde für die erwarteten Menschenmassen 🤣
 

Benutzer161456 

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Schön wäre es
Aber leider nicht ganz.
Es soll ja nun noch ein Regierungsterminal dazugebaut werden. Man kann den Politikern wohl nicht zumuten mit dem gemeinen Pöbel zu warten und auszusteigen.
Wir haben es ja.
 
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Benutzer121902 

Verbringt hier viel Zeit
Ach, was so alles gebaut werden soll - da lehnt sich der Berliner erstmal ganz entspannt zurück. Es sollten auch am Alex schon viele Wolkenkratzer stehen.
Und wie lange hat man für den Regierungsbahnhof gebraucht! Ehe man mit den Bauplänen für ein Regierungsterminal so weit ist, sind alle Minister eh nur noch animierte Hologrammse, die man mit einem USB-Stick via Drohne verschicken kann :tongue:
 

Benutzer11466 

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Der Schrottbahnhof wird eh das gleiche Schicksal erleiden wie der BER.
Immerhin ist der - spät genug - benutzbar. Bei Schrott 21 kann man zwar erwarten, daß das Teil irgendwie fertiggebaut wird, wg. Brandschutzmängeln aber nicht benutzt werden darf...
 
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