Babywunsch

Benutzer126332  (24)

Verbringt hier viel Zeit
Hallo, ich bin 20 Jahre alt und mache gerade eine Ausbildung und werde im April fertig sein. Mein Problem ist das ich mir immer mehr ein Kind wünsche was ich eigentlich gar nicht verstehen kann weil das jetzt total unpraktisch wäre. Mein Freund wünscht sich genauso ein Baby was aber genauso blöd für ihn wäre da er nochmal eine Ausbildung machen möchte. Kennt ihr das? Was kann ich dagegen tun? Irgendwie möchte ich nicht warten.
 

Benutzer28811  (32)

Meistens hier zu finden
B bibiiherz ich kann dich gut verstehen. Das ist manchmal nichts, was man rational erklären kann.

Bis wann wäre dein Freund denn mit der Ausbildung fertig? Wie seit ihr denn sonst finanziell aufgestellt? Habt ihr Unterstützung in der Familie etc.?

Ich persönlich würde warten wollen bis ich finanziell einigermaßen eine Basis geschaffen habe und auch ein wenig Berufserfahrung gesammelt hätte. Ist halt jetzt die Frage ob du noch so lange warten kannst. Du bist noch jung und hast noch Zeit, aber das hörst du sicher oft genug und hilft dir nicht.

Du kannst natürlich dein Leben auch die nächsten Jahre einfach mit Dingen füllen die dich ablenken und dir gut tun. Macht noch eine tolle Reise, genießt die Zeit zu zweit, genießt die Unabhängigkeit etc. das hilft
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer12529 

Echt Schaf
Wie würde es denn finanziell aussehen während seiner zweiten Ausbildung? Wäre es machbar inkl Kindergeld?
 

Benutzer164344 

Öfters im Forum
Hallo bibiiherz,
ich kann dich und deinen Freund gut verstehen. Ich habe vier Kinder und hätte gerne auch viel früher mit meiner Frau angefangen Familie zu gründen als es dann tatsächlich dazu kam. Das war eine schwere Zeit für mich.
Da das Ende deiner Ausbildung absehbar ist, solltet ihr zumindest das abwarten. Ggf sogar noch, bis du eine Stelle hast. Da der Arbeitsmarkt sehr gut ist, sollte das mit Ausbildung recht fix gehen. Und dann legt los.
ÜBRIGENS: Der Schutz der werdenden Mutter vor Kündigung wiegt schwerer als das Recht des Arbeitgebers in der Probezeit zu kündigen. Bist du also mal im Betrieb angekommen, kann man dich auch in der Probezeit bei bestehender Schwangerschaft nicht rausschmeißen.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Bist du also mal im Betrieb angekommen, kann man dich auch in der Probezeit bei bestehender Schwangerschaft nicht rausschmeißen.
Kommt natürlich total gut an... *Ironie aus*

Mach's, wenn ihr es euch finanziell leisten könnt. Mit einem Ausbildungsgehalt und ein mal Kindergeld kommt man nicht weit.
 

Benutzer164344 

Öfters im Forum
Kommt natürlich total gut an... *Ironie aus*

Scheißegal wie das ankommt. Damit muss ein Arbeitgeber rechnen. Und die nehmen sich ihrerseits doch alles mögliche raus. Ein befristeter Vertrag nach dem nächsten - mal mit mal ohne Sachgrund. Wie willste denn da die finanzielle Sicherheit, die so gerne als Voraussetzung für Familiengründung genannt wird, haben?
Nee, gutste! Da darf man keine Rücksicht auf die Arbeitgeber nehmen. Das machen die auch nicht. Weiß ich als Gewerkschafter nur zu gut!
Und deshalb stehe ich auch auf dem Standpunkt, dass es durchaus legitim ist, dass junge Paare, die eine Familie gründen wollen (was ja letztlich die Keimzelle unserer Gesellschaft ist) auch mit Recht die Hilfe der Gesellschaft einfordern. Denn sie sorgen für deren Fortbestand. Es ist also ein Geben und Nehmen.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Es geht aber darum, dass eine grundsätzliche Versorgung gewährleistet sein sollte. Das ist durch ein Azubigehalt nicht gegeben. Die finanzielle Versorgung auf Wohngeld und ergänzenden ALG2 zu stützen, finde ich persönlich suboptimal. Kann passieren, aber ich finde, da sollte man sich nicht bewusst "reinplanen".
Und hast du mal überlegt, dass man in den Betrieb dann ja auch noch irgendwann zurück will?

Sie ist 20 und hat alle Zeit der Welt. Da muss man nicht in unsichere Verhältnisse reinplanen. Da wartet man 2-4 Jahre, bis alles einigermaßen safe ist und dann geht das auch noch. Ich hab schon zu viele zu junge Mütter begleitet...
 

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
Scheißegal wie das ankommt. Damit muss ein Arbeitgeber rechnen. Und die nehmen sich ihrerseits doch alles mögliche raus. Ein befristeter Vertrag nach dem nächsten - mal mit mal ohne Sachgrund. Wie willste denn da die finanzielle Sicherheit, die so gerne als Voraussetzung für Familiengründung genannt wird, haben?
Nee, gutste! Da darf man keine Rücksicht auf die Arbeitgeber nehmen. Das machen die auch nicht. Weiß ich als Gewerkschafter nur zu gut!
Und deshalb stehe ich auch auf dem Standpunkt, dass es durchaus legitim ist, dass junge Paare, die eine Familie gründen wollen (was ja letztlich die Keimzelle unserer Gesellschaft ist) auch mit Recht die Hilfe der Gesellschaft einfordern. Denn sie sorgen für deren Fortbestand. Es ist also ein Geben und Nehmen.
So einen Unsinn habe ich lange nicht gehört. Dann wird sie nach der Schwangerschaft gekündigt und hat auch nichts und extreme Probleme nen neuen Job zu finden tolle Zukunftsperspektive. Klar hat man das Recht für Hilfe der Gesellschaft einzufordern nur leider kommt man mit dieser Hilfe in Deutschland nicht weit
 

Benutzer164344 

Öfters im Forum
Und hast du mal überlegt, dass man in den Betrieb dann ja auch noch irgendwann zurück will? ..[/QUOT

Klar will sie irgendwann zurück in den Betrieb. Und der Betrieb wird froh sein, dass sie zurückkommt. Wir haben seit knapp zwei Jahren einen Arbeitsmarkt, auf dem sich die Bewerber - sofern sie einen Abschluss haben - ihre Arbeitgeber aussuchen können. Überall herrscht ein Fachkräftemangel, weil die Geburtenstarken Jahrgänge jetzt in den Ruhestand gehen. Da müssen die Arbeitgeber nehmen was sie kriegen, bzw. gute Kräfte regelrecht umwerben. Leute die bei uns heute eingestellt werden, wären noch vor drei Jahren gar nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden. So wirkt sich der Fachkräftemangel aus.

Und außerdem: Noch die Generation unserer Großeltern hat ihre Familiengründung in den Kriegs- und Nachkriegsjahren unter weit schwierigeren Umständen geschafft. Ein bisschen Mut gehört schon dazu, wenn man eine Familie gründen will. Die vielzitierte "German Angst" ist da aber sicher ein schlechter Ratgeber.
 

Benutzer126332  (24)

Verbringt hier viel Zeit
Ja die Ausbildung versuche ich auch noch abzuwarten dann wäre es ja auch finanziell kein Problem mehr. Möchten demnächst auch in eine eigene Wohnung ziehen da wir aktuell noch mit seiner kranken Mutter zusammen wohnen und sie langsam immer mehr zum pflegefall wird und wir beide das nicht möchten aktuell da wir ja unser eigenes Leben aufbauen wollen
[doublepost=1500503680,1500503014][/doublepost]So richtig darüber Gedanken gemacht haben wir uns als ich vor 2 Monaten eine Fehlgeburt hatte - ich wusste nicht das ich schwanger war muss wohl auch sehr früh gewesen sein aber dann kamen halt Fragen auf wie was hätten wir gemacht wenn's so gewesen wäre und auch das finanzielle war ein Thema und irgendwo ist da die Einsicht aber dann dauert das auch noch so lange auf der anderen Seite. Auch Fragen wieso es zur Fehlgeburt kam waren da aber das konnte der Frauenarzt uns auch nicht erklären.
[doublepost=1500503847][/doublepost]Zu meinem Arbeitsplatz habe ich später mal eine sehr gesicherte Stelle auch wenn es früh zur Schwangerschaft kommt da ich ohne Probezeit übernommen werde. Ich arbeite bei einer Uniklinik die hat da sehr gute Regelungen
 

Benutzer164344 

Öfters im Forum
Das ist doch eine gute Perspektive! Dann wünsche ich euch alles Gute für die gemeinsame Zukunft und mehr Glück in der nächsten Schwangerschaft. Eine Fehlgeburt ist uns Gott sei dank erspart geblieben.
Übrigens: Etwa drei Monate bevor ihr plant schwanger zu werden, solltest du mit der Einnahme von Folsäure beginnen. Ich hoffe der FA hat dich darauf hingewiesen.
 

Benutzer166316  (30)

Ist noch neu hier
Ich bin da eher kritisch, wie lange seid ihr denn zusammen? wie alt ist dein Freund? Ich denke, dass du mit 20 noch genug Zeit hast Kinder zu bekommen und jetzt erstmal dich um deine Ausbildung kümmern solltest, er sich um seine und dann erstmal das Thema "Zusammenziehen" in Angriff nehmen solltet. Wenn das alles gut funktioniert und ihr reifer seid und fest im Leben steht, dann ist doch alles kein Problem mehr. Dafür viel Glück :smile:
 
G

Benutzer

Gast
Ich persönlich finde das Alter, in dem man Eltern wird, nicht so wichtig. Späte Elternschaft ist kein Garant dafür, eine bessere Mutter/ein besserer Vater zu sein und junge Elternschaft ist kein Garant dafür, ein gesundes Kind zu bekommen.

Ob man nun mit 20 oder mit 40 ein Kind bekommt, spielt nicht so die Rolle. Wichtig ist, dass das Kind willkommen ist - von beiden. Wichtig ist auch, dass man dem Kind eine gewisse Grundversorgung bieten kann, ohne dauerhaft auf Vater Staat angewiesen zu sein.

Die Frage ist bei dem Thema Kinderwunsch - und du schreibst ja ganz explizit Babywunsch - ob du wirklich das ALLES willst, was mit einem Baby/Kind einhergeht:

  • Kannst du dich mit ev. entstehenden Dehnungsstreifen oder einer einer Kaiserschnittnarbe zu arrangieren?
  • Wie reagierst du auf wochen-, monate-, womöglich sogar jahrelangen Schlafentzug?
  • Bist du bereit, dein bisheriges Leben komplett umzukrempeln?
  • Ist auch der Kindsvater gewillt, neben möglicherweise Vollzeit-Berufstätigkeit und/oder Fortbildung nach Feierabend dir das Kind auch mal abzunehmen? An anstrengenden Tagen kann das für dich lebenswichtig sein.
  • Wie stabil ist deine Beziehung? Ein Kind ist kein Beziehungskitt, vielmehr ist es eine Belastungsprobe.
  • Wollt ihr vor der Familiengründung heiraten? Warum bzw. warum nicht?
  • Kannst du mit möglicherweise auftretenden Stigmatisierungen wegen der relativ frühen Elternschaft umgehen?
  • Hast du mit deinem Partner schon einmal über Erziehungsfragen gesprochen? Seid ihr euch von impfen bis Taufe ja/nein bis hin zu Ernährung (stillen ja/nein, vegan, vegetarisch, Allesesser) und Budget für Babyausstattung einig?
  • Thema Elternzeit: Wer möchte wie lange in Elternzeit gehen? Kann sich dien Partner vorstellen, auch einen Teil zu konsumieren?
Ich will dir nicht den Kinderwunsch ausreden, ich bin selbst nur wenige Jahre älter als du und will bald loslegen. :smile: Aber man sollte sich schon überlegen, was alles mit dem Thema "ich will ein Baby" einhergeht.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Ich zitiere mich selbst, selbes Thema von einer 19-jährigen TS:

Ich selbst bin sehr jung geplant Mutter geworden. Erwacht ist der KiWu bei mir mit 21, ihm Raum gegeben habe ich mit 22, mit 23 bekam ich meine Tochter - kurz vor meinem 24. Geburtstag.
Ich war also 4-5 Jahre älter als du und wurde in der Gesellschaft behandelt wie eine Teenymutter. Ich wurde angeguckt, als wäre ich ein Alien, als ich hätte ich etwas "unanständiges" getan. Ich war in allen Kursen (Schwangerschaftsgymnastik, Rückbildung, Babymassage, Krabbelgruppe) meist mit 10 Jahren Abstand die jüngste. Meine Tochter kam in die Unikita und erst dort traf ich auf weitere Studentenfamilien. In der U3-Gruppe meiner Tochter gab es 2 Arten von Familien: Die Mütter, die wie ich ihr erstes Kind mit deutlich U25 bekamen - und die ü35erinnen. Das war nicht immer sehr einfach, für beide Seiten, auch wenn meine beste "Kitafreundin" (also die Mama des besten Freundes meiner Tochter) 16 Jahre älter ist als ich und wir uns gut verstehen. Wir leben doch sehr unterschiedliche Leben, auch wenn wir auf dem ersten Blick sehr ähnlich scheinen: Mutter, Vater, 2 Kinder. Mit 16 Jahren Vorsprung, haben die beiden ganz andere finanzielle Möglichkeiten. Ja, Geld ist nicht alles, aber es ist Fakt, dass Kinder teuer sind: gerade bei Kindersitzen und Co. haben wir nie gespart: Helme, Sitze, Fahrradanhänger, etc haben wir dann doch immer neu gekauft. Die gehen die Tausende schneller vom Konto, als man gucken kann. Da unsere Kinder jetzt 4 Jahre auseinander sind, dürfen wir vieles aus Sicherheitsgründen gar nicht wieder nutzen: Zb die Autoschale oder den Fahrradhelm. Das Material wird einfach irgendwann alt und unsicher.

Was mich vor allem auch traurig macht ist, dass keiner meiner (Schul-)Freunde Kinder hat und auch nicht so schnell bekommen wird. Meine große Tochter ist jetzt 4, das zweite Kind wird bald geboren - und noch immer ist keine meiner Freundinnen auch nur ansatzweise in der Familienplanung. Wir verlieren uns dadurch immer mehr. Während ich mich für Kitakonzepte, Geburtskliniken und Grundschulen interessiere, suchen sie nach Partnern, fahren in den Urlaub 3 Monate nach Japan, etc - wir mieten das Häuschen an der Nordsee und überlegen uns einen Wohnwagen anzuschaffen. Ja, gute Freundschaften halten solche Unterschiede aus - und mit vielen ist der Kontakt und das Interesse im Beidseitigen noch da, aber es wird nicht leichter und einige Freundschaften haben sich im Sande verlaufen. Freundinnen haben nur beingt Lust den Samstag im Sandkasten zu verbringen, ich muss am Sonntag auch wieder um 7.00 Uhr aufstehen und kann und will nicht am Samstagabend bis nach Mitternacht irgendwohin.

Irgendwann werde ich aus dem Babythema heraus sein, und dann werden meine Freundinnen damit anfangen.

Natürlich sollte man sich auch die Frage stellen, weswegen man sich ein Kind wünscht: Will man ein Baby haben, um Mutter zu sein? Es lieb haben und kuscheln? Um eine Aufgabe im Leben zu haben? Oder um einen Menschen aufwachsen zu sehen. Babys bleiben nicht lange klein... Ganz schnell hat man ein Kleinkind vor sich stehen.

Das wichtigste, das man einem Kind mMn geben kann, ist Liebe und Stabilität, alles andere fügt sich. Dazu braucht man zwei Eltern, die nicht nur Mama und Papa, sondern auch Paar sind, die an einem Strang ziehen.
Mein Mann und ich waren 6 Jahre zusammen, als unsere Tochter kam und das war gut. Wir hatten kleine Krisen gemeistert, uns unser Nest gebaut uns kennen gelernt und schlicht genügend Zeit zu zweit gehabt.
Ich persönlich rate zur Hochzeit vor dem Kind: Sorgerecht, Erbschaft, Versicherungen, etc sind so klarer geregelt. Auch sollte man ein gewisses finanzielles Polster haben. Ich rede nicht 20.000 €, aber Dinge wie Kindersitz, Waschmaschine (wir brauchten eine größere), Trockner, Kinderwagen, Hochstuhl, ggfs. größeres Auto, aber auch Krabbelgruppe und Lohneinbußen in der Elternzeit müssen irgendwie machbar sein. Vieles kann man gebraucht kaufen oder sich leihen, aber alles geht eben nicht immer - und will man auch nicht immer.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Wie stabil ist deine Beziehung? Ein Kind ist kein Beziehungskitt, vielmehr ist es eine Belastungsprobe

Das finde ich einen der wichtigsten Punkte. Ihr werdet an Grenzen geraten. An Grenzen, an die ihr momentan nicht Mal in der Theorie denkt, weil ihr noch nie vor der Situation standet und gleichzeitig so endlos übermüdet gewesen seid. Klingt erst mal nach "achja, lass sie reden...". Aber nee. Ich meine das ernst.
Von rosa und himmelblauen Einhornpupswölkchen ist das Leben mit Baby weit entfernt. Es ist Stress, es ist eine wahnsinnige Belastung und stellt wirklich alles (!) auf den Kopf. Und oft kriegt man doch nur Bonbonpapier zurück :tongue:

Man sollte sich halt klar drüber sein und lieber auf die ehrlichen als auf die beschönigenden Berichte achten, denn die sind der Realität oft näher.
 

Benutzer164344 

Öfters im Forum
JA, die Realität mit Kind ist hart. Das erste Kind verändert das Leben eines Paares vollständig. Darüber muss man sich im Klaren sein. Drei Stunden ohne Unterbrechung nachts zu schlafen sind da schon Luxus, wenn das Baby da ist. Aber die Kinder geben einem auch so viel zurück. Wir haben uns nicht ohne Grund für vier Kinder entschieden.

Natürlich, die Fragen die Strawberries aufgeworfen hat sollte man sich stellen. Darüber muss ein Paar sprechen, das eine Familie gründen will. Aber man sollte sich auch nicht zu sehr ängstigen. Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Ja, bei der ersten Schwangerschaft und dem ersten Baby reagiert man schnell panisch, wenn irgendwas nicht so ist, wie es in der Literatur zu dem Thema steht. Aber wenn dann das zweite Kind kommt, kann man aus seinen Erfahrungen schöpfen und geht viel entspannter an das Thema ran.

Und was das Alter angeht: Ein höheres chronologisches Alter ist nicht mit mehr Lebenserfahrung gleichzusetzen. Entscheidend ist, was man in seinem Leben bis dato alles erlebt ggf. auch durchgemacht hat. Manch einer ist da mit 20 schon reifer als andere mit 35, weil letztere nie in größerem Maße Verantwortung für etwas übernommen haben.

Mindestens genauso wichtig ist, das man ein gutes soziales Netzwerk hat. Stehen also die angehenden Großelternpaare hinter Euch? Könnt ihr euch auf deren Rückhalt und - gerade in den ersten Wochen - Hilfe stützen? Da hatten wir keine Probleme. Und klar war auch: Wer uns in der Anfangszeit besuchen kommt, der bringt Kuchen o. ä. mit - so mussten wir uns nicht darum kümmern, auch noch die Gäste zu bewirten.

Macht Euch mal in Ruhe Gedanken über all die Sachen die hier so geschrieben worden sind und geht zwar mit Respekt aber ruhig auch optimistisch an das Projekt Familiengründung ran.
 

Benutzer126332  (24)

Verbringt hier viel Zeit
Danke für eure Meinungen :smile: da ich eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester mache weiß ich was außer dem Baby auf mich zu kommt und auch durch meine Geschwister habe ich früh viel Verantwortung gelernt. Mit 16 musste ich sehr viel mithelfen und meine 4 kleineren Geschwister mit aufziehen sonst hätte meine Mutter nicht arbeiten gehen können da sie allein erziehend war. Ich weiß auch nicht wieso dieser Wunsch so groß ist. Unsere Beziehung ist sehr stabil vielleicht ist deshalb der Wunsch auch da einfach weil man quasi den richtigen dazu gefunden hat ?
 

Benutzer164344 

Öfters im Forum
Gut möglich, dass der Wuinsch auch deswegen so groß ist, weil man sicher ist, sich gefunden zu haben. Immerhin ist es der natürlichste Wunsch, eigene Kinder zu haben. Warum sollte er also nicht genau dann hochkommen, wenn sich eine Paarbeziehung dafür entsprechend stabil entwickelt hat. Alles Gute für euer Projekt.
 

Benutzer162226 

Verbringt hier viel Zeit
Ich möchte nur kurz die pflegebedürftige Mutter zu bedenken geben.
Natürlich ist sie kein Grund, kein Kind zu bekommen. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, wie belastend eine solche Situation ist, selbst wenn man nicht die Person ist, die die Pflege leistet. Allein die Finanzierung, Organisation und Eingewöhnung ist heftig.

Schaut also, dass das in trockenen Tüchern ist, lässt euch ausrechnen, wie viel dein Freund ggf für Pflege zahlen muss, usw.
 

Benutzer164344 

Öfters im Forum
Schaut also, dass das in trockenen Tüchern ist, lässt euch ausrechnen, wie viel dein Freund ggf für Pflege zahlen muss, usw.

Kleiner hinweis in dem Zusammenhang: Kindesunterhalt (d. h. die Plicht für eigene Kinder Unterhalt zahlen zu müssen) geht vor Elternunterhalt (d. h. die Pflicht für die eigenen Eltern zahlten zu müssen, weil diese z. B. pflegebedürftig sind.
 
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