Auto - was ist wirklich wichtig?

Benutzer133456  (49)

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Ich glaube fast, so, wie man seine Klamotten aussucht, so sucht man auch seine Autos aus - oder sollte es zumindest.
Bei mir war's schon immer die Devise schnittig-elegant, billig, haltbar. Klingt paradox, aber wer schonmal schwarze Jeans besass, und Merino Rollis, und Jacketts von C&A oder H&M, der ist bereits auf diesem Trichter.

Und Pony Cars sind genau das auf Raedern (dass das gut zusammenpasst, siehe den Film Bullitt, mit Steve McQueen, in Jeans, Rolli, Cordjackett, und Mustang).
 

Benutzer162053  (41)

Sorgt für Gesprächsstoff
Im Rahmen der Solarifizierung Deutschlands werden auch immer mehr Haus-Elektroinstallationen zukunftssicherer ausgelegt. Bei mir steht zwar nur so ein kleiner Plug-in-Hybride mit dementsprechend kleiner Batterie, aber der wird auch über Powerwall und Photovoltaik gefüttert.
Wenn man das alles vorher von fähigen Elektrofachleuten gesamtplanen lässt, dann stellen die einem die Powerwalls dahin, wo man die Abwärme auch noch nutzen kann:tongue:.
Klar lassen sich bei den schuhkartongroßen Einfamilienfertighäusern nur kompliziert nachträglich dicke Kabel einziehen.
Aber wir leben auch mittlerweile nicht mehr im Zeitalter des Atomstroms.
In fünf, maximal zehn Jahren werden neue, integrierte Wohnsiedlungen wahrscheinlich ihre eigenen Stromtankstellen haben.
Ein paar Jahre drauf...und jede Garage liefert das. Schade nur, daß dann so wenig deutsche Autos da angeschlossen werden.

Dazu muss man wieder sagen ja aber. Im Moment versorgt eine Netzstation je nachdem wie ländlich oder städtisch das Örtlichkeit ist ungefähr 50-200 Wohneinheiten. Diese Wohneinheiten brauchen bei der aktuellen Gleichzeitigkeit 100-400kVA Leistung. Wenn in der Ortsnetzstation ein Trafo mit 630kVA steht (übliche Größe) funktioniert das prima. Ich kann die Station außer Betrieb nehmen für Wartung und die benachbarten übernehmen die Last. Wenn jetzt aber zu jeder Wohneinheit noch ladende E-Autos kommen, die alle relativ gleichzeitig laden (Leute kommen von der Arbeit) funktioniert das nicht, der Trafo wird überlastet. Genau das gleiche ist im ländlichen Raum passiert wo viel PV Anlagen gebaut wurde. Wir haben Ortschaften, wo pro Nase 40kWp PV installiert wurde. Das führt dazu, dass man entweder viel ALu/Kupfer vergraben muss und/oder intelligentes Lasmanagement. Das führt aber wieder zu großen Problemen bei der IT Sicherheit.
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Wir haben Ortschaften, wo pro Nase 40kWp PV installiert wurde. Das führt dazu, dass man entweder viel ALu/Kupfer vergraben muss und/oder intelligentes Lasmanagement. Das führt aber wieder zu großen Problemen bei der IT Sicherheit.
Natürlich kann das zu Problemen führen, wenn aufeinmal alle Maximalleistung ins Netz einspeisen...dazu muß man natürlich dann Pufferelemente und, wie du schon sagst, Lastmanagement miteingebracht werden.
Ob das nun die Waschmaschinen, die bei gutem Sonnenschein anspringen...oder beheizte Bordsteine, ist ja erst mal zweitrangig...idealerweise greifen für diese Peak-Zeiten halt Speicherung über eigene Batterien und/oder effizienter genutzter Eigenverbrauch.
Bei mir gehen dann in der kälteren Jahreszeit Flächenheizungen an, die die normale Heizung ersetzen....am Swimmingpool, der dann geheizt wird....arbeite ich noch:tongue:.
Klar erfordert das mehr, dickere Kabel.
Aber auf lange Sicht sind solche Netze fortschrittlicher....vor allem was E-Mobilität angeht.
In zwei Bundesländern werden schon Hybrid-LKWs getestet...die über einen Abnehmer über der Fahrbahn Strom bekommen auf der Autobahn....das funktioniert natürlich auch nicht mit dem guten alten 230V-Netz. Vielleicht erleb ich das noch, das die Carrera-Bahn im Maßstab 1:1 auf unseren Straßen Alltag wird...
 

Benutzer44981 

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Aha. Andererseits... 12 Stunden hat man ja locker. Man kommt abends um fuenf heim, steckt das Autochen ans Netz, und faehrt morgens um acht wieder weg. Das sind sogar 15 Stunden. Und moeglicherweise ist's ja nicht mal ganz leer. Die Motorwaermdinger laufen mit 230 V.
Zu Hause mag das ja funktionieren (auch wenn ich selbst dort eine Wallbox mit höherer Leistung bevorzugen würde). Aber ich dachte jetzt eher an das Laden unterwegs, wenn man längere Strecken zurücklegen möchte.

Aber gerade in Skandinavien, wo es im Winter verdammt kalt werden kann (was der Reichweite eines Elektroautos sicherlich nicht zuträglich ist) und wo man dank geringer Bevölkerungsdichte häufig größere Strecken zurücklegen muss, ist ein dichtes Netz von Schnelladestationen absolut notwendig, um sinnvoll mit einem Elektroauto unterwegs sein zu können. - Und für die muss die Stromversorgungs-Infrastruktur massiv ausgebaut und modernisiert werden.
 

Benutzer133456  (49)

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Zu Hause mag das ja funktionieren (auch wenn ich selbst dort eine Wallbox mit höherer Leistung bevorzugen würde). Aber ich dachte jetzt eher an das Laden unterwegs, wenn man längere Strecken zurücklegen möchte.

Aber gerade in Skandinavien, wo es im Winter verdammt kalt werden kann (was der Reichweite eines Elektroautos sicherlich nicht zuträglich ist) und wo man dank geringer Bevölkerungsdichte häufig größere Strecken zurücklegen muss, ist ein dichtes Netz von Schnelladestationen absolut notwendig, um sinnvoll mit einem Elektroauto unterwegs sein zu können. - Und für die muss die Stromversorgungs-Infrastruktur massiv ausgebaut und modernisiert werden.
Ah ja, das ist natuerlich schon klar. Da aber hat Schweden bereits ein ganz gutes Netz von kleinen Tankstellen mit Cafes, genau wegen der langen Entfernungen. Ich glaube, wenn die alle auf Schnelladung aufruesten, ist Schweden elektrisch voll befahrbar. Momentan sieht das dort so aus: Statistics regarding charging points in Sweden. Ca. 1000 Charging Points; Deutschland hat 6.000. Allerdings hat Schweden nur 9 Millionen Einwohner, und Deutschland hat 80 Millionen, also ist das wohl schonmal etwas ueppiger in Schweden mit Charging Points pro Einwohner. Statistics regarding charging points in Germany.
 

Benutzer131834 

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Ca. 1000 Charging Points; Deutschland hat 6.000. Allerdings hat Schweden nur 9 Millionen Einwohner, und Deutschland hat 80 Millionen, also ist das wohl schonmal etwas ueppiger in Schweden mit Charging Points pro Einwohner.
Schweden hat aber eine Fläche von knapp 450.000 km2, Deutschland nur knapp 360.000 km2. Wenn man es so betrachtet, ist Deutschland deutlich üppiger mit Charging Points ausgestattet. :zwinker:
 

Benutzer109783 

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Gerade Norwegen ist DAS Tesla-Land. Wir fahren jedes Jahr mit unserem Auto durch ganz Norwegen ohne Probleme. Wir benutzen die Supercharger und nutzen die Zeit des Aufladens (20-30 Minuten), um die Kinder toben zu lassen und etwas zu essen. Zuhause können wir die Autos aufladen, und da jeder aus unserer Familie ein Tesla hat, haben die auch alle Auflademöglichkeiten Zuhause. Norwegen ist echt ein Elektroauto-Paradies durch die Subvention.
 

Benutzer44981 

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Tahini Tahini
Eine Aufrüstung der Tankstellen mit Schnelladestationen (jeweils für mehrere Elektroautos gleichzeitig) wird aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur funktionieren, wenn das Stromnetz massiv ausgebaut und modernisiert wird.
Wie bereits gesagt, müssen größere Schnelladestationen üblicherweise direkt aus der Mittelspannungsleitung versorgt werden. - Und die verläuft nicht notwendigerweise in der Nähe aller Tankstellen.

Und zu deiner Statistik hat ParkAvenue ParkAvenue schon richtig festgestellt, dass es nicht nur auf die Bevölkerung, sondern auch auf die Fläche ankommt.
Wären die 1000 Ladestationen gleichmäßig über ganz Schweden verteilt, müsste jede einzelne Station eine Fläche von knapp 450 km² versorgen. In einem quadratischen Gitter angeordnet, würde die Entfernung zwischen zwei benachbarten Stationen 21 km betragen.
In Deutschland kommen wir auf eine Fläche von nur 60 km² pro Ladestation und einen Abstand von knapp 8 km.

In meiner Betrachtung habe ich allerdings vernachlässigt, dass ein erheblicher Teil der Ladestationen in den Städten und Ballungszentren konzentriert ist, während es nur sehr wenige Stationen irgendwo außerhalb auf dem Land gibt.
 

Benutzer133456  (49)

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Schweden hat aber eine Fläche von knapp 450.000 km2, Deutschland nur knapp 360.000 km2. Wenn man es so betrachtet, ist Deutschland deutlich üppiger mit Charging Points ausgestattet. :zwinker:
Allerdings ist ja noerdlich von Stockholm auch nichts mehr. Nur ich, und ein Rand, und ein paar Drachen, und dann faelt man in den Weltraum.
 

Benutzer164614  (35)

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Wie wird dann eigentlich das Problem mit der Heizung gelöst? ich hab ab und an einen Auris Hybrid als Werkstattwagen und da friere ich mir im Stadtverkehr jedes mal im Winter alles ab...
 

Benutzer56384  (38)

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Wenn dann aus den 60ern, der erste Mustang kam 1964 in die Läden. :zwinker: *klugscheißmodusoff*
In dem Falle ist es ein 68er, eine 8 war meines Erachtens hinten dran. ^^

Den Mustang und Charger fänd ich auch cool, wobei ich da inzwischen oftmals etwas zu praktisch für denke.
Ich bin inzwischen etwas raumverwöhnt und werde mich schon beim Nächsten dahingehend etwas einschränken müssen. Aber die Beiden sind ja was Stauraum angeht doch ziemlich weit unten angesiedelt. ^^
 

Benutzer162053  (41)

Sorgt für Gesprächsstoff
Wie wird dann eigentlich das Problem mit der Heizung gelöst? ich hab ab und an einen Auris Hybrid als Werkstattwagen und da friere ich mir im Stadtverkehr jedes mal im Winter alles ab...
Ein Arbeitskollege fährt einen Renault Zoe, der hat eine Wärmepumpe und heizt angeblich manierlich. Die Citroen C-Zero die ich bisher gefahren bin sind definitiv nichts für Frostbeulen. Die werden selbst mit Heizung nicht richtig war aber man hat nur noch ein drittel der Reichweite.
 

Benutzer155728 

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Für mich als Vielfahrer, davon den Großteil auf der Autobahn gibt es nach wie vor keine Vernünftige Alternative zu einem Diesel.
Das ist für mich die wirtschaftlichste Motorisierung. Elektrofahrzeuge würden für mich interessant, wenn die Reichweite gesichert über 800km ohne Nachladen läge. Da ist es wohl noch etwas hin...

Bei der Ausstattung ist für mich das mit Abstand wichtigste Merkmal für den Komfort die Klimaanlage, keine Ahnung, wie ich das früher ohne geschafft habe:grin:

Bezüglich Assistenzsysteme wie ASR und ESP möchte ich jedem, der meint, das sei überflüssig mal ein Fahrsicherheitstrainig ans Herz legen und dann die Übungen einmal mit und dann ohne diese eingeschaltet zu haben, zu absolvieren. Die Erleuchtung folgt garantiert auf dem Fuß:zwinker:
 

Benutzer56180 

Verbringt hier viel Zeit
Als Mustang-Besitzer kann ich Tahini Tahini nur recht geben. Es macht damit einfach Spaß, zu fahren - egal, wohin.

Bei der Elektromobilität gibt es eine extreme Bremse: das Aufladen. Solange wie man mehr als 10 Minuten braucht, funktioniert das nicht flächendeckend, sondern nur bei Eigenheimen mit Garage oder Firmenparkplätzen mit Ladestationen. Alles andere ist nicht praktisch umsetzbar. Man schaue nur mal, wie es sich an den vorhandenen Tankstellen staut, und da dauert der Tankvorgang 5-10 Minuten. Rechnet man das auf 30-60 Minuten hoch, dann sieht man, dass das Konzept nicht realistisch ist. Bis die Akkuladezeit entweder drastisch gekürzt (was technische Probleme mit sich bringt, da fließen dann immerhin hunderte von Ampere) oder der Akku einfach gewechselt werden kann, wird es keine nennenswerte Anzahl von Privat-Elektrofahrzeugen geben.
 

Benutzer44981 

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Bei der Elektromobilität gibt es eine extreme Bremse: das Aufladen. Solange wie man mehr als 10 Minuten braucht, funktioniert das nicht flächendeckend, sondern nur bei Eigenheimen mit Garage oder Firmenparkplätzen mit Ladestationen. Alles andere ist nicht praktisch umsetzbar. Man schaue nur mal, wie es sich an den vorhandenen Tankstellen staut, und da dauert der Tankvorgang 5-10 Minuten. Rechnet man das auf 30-60 Minuten hoch, dann sieht man, dass das Konzept nicht realistisch ist. Bis die Akkuladezeit entweder drastisch gekürzt (was technische Probleme mit sich bringt, da fließen dann immerhin hunderte von Ampere) oder der Akku einfach gewechselt werden kann, wird es keine nennenswerte Anzahl von Privat-Elektrofahrzeugen geben.
Man könnte natürlich theoretisch auch monströse Elektro-Tankstellen bauen, an denen man viel mehr Autos gleichzeitig aufladen kann, als man sie heute gleichzeitig an einer normalen Tankstelle auftanken kann.
Das Problem ist nur, dass unser Stromnetz so etwas nicht verkraften wird, solange wir es nicht massiv ausbauen und modernisieren.
Aber gerade in Deutschland, wo viele Bürger davon ausgehen, dass der Strom selbstverständlich aus der Steckdose kommt und gegen jedes Vorhaben, irgendwo in ihrer Nähe eine neue Stromleitung zu bauen, massiv protestieren, Bürgerinitiativen gründen und vor Gericht ziehen, ist dieser Ausbau selbst mit beliebig viel Geld nicht realisierbar.
 

Benutzer11466 

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Das ist für mich die wirtschaftlichste Motorisierung. Elektrofahrzeuge würden für mich interessant, wenn die Reichweite gesichert über 800km ohne Nachladen läge. Da ist es wohl noch etwas hin...
Da fällt eine Sternschnuppe... :zwinker:

Lithium-Ionen-Akku-Pionier stellt Arbeiten für neuen Akku vor

Im Vergleich zu den heute gängigen Lithium-Ionen-Akkumulatoren soll die Ladezeit der Neuentwicklung deutlich geringer ausfallen

Ist natürlich erst mal nur ein Labormuster - aber ich denke und hoffe, das Problem wird sich lösen lassen. Frage ist nur, wann.

Bis es soweit ist, teile ich Deine Einschätzung.
 

Benutzer133456  (49)

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Und dann gaebe es natuerlich noch E-Autos mit Range Extender, wie den Chevrolet Volt.
 

Benutzer44981 

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Da fällt eine Sternschnuppe... :zwinker:

Lithium-Ionen-Akku-Pionier stellt Arbeiten für neuen Akku vor

Im Vergleich zu den heute gängigen Lithium-Ionen-Akkumulatoren soll die Ladezeit der Neuentwicklung deutlich geringer ausfallen

Ist natürlich erst mal nur ein Labormuster - aber ich denke und hoffe, das Problem wird sich lösen lassen. Frage ist nur, wann.
Natürlich begrenzt auch die Akkutechnologie den maximalen Ladestrom. Aber gerade wenn Elektroautos in nennenswerter Stückzahl auf unseren Straßen unterwegs sein werden, ist die Leistungsfähigkeit unseres Stromnetzes der deutlich größere Hemmschuh für das schnelle Laden der Akkus.
Schon jetzt liefert ein Tesla Supercharger bis zu 120 kW an ein einziges Auto. Das entspricht dem mittleren Strombedarf von mehr, als 200 (Ja, richtig gelesen, Zweihundert!) 3-Personen-Haushalten (jeweils ca. 4000 kWh/a = 0,45 kW), oder 16 4-Platten-Elektroherden, die gleichzeitig auf allen Kochplatten ihre volle Heizleistung liefern (pro Herd ca. 7,5 kW).
Dabei ist das Problematische nicht nur der hohe Strom selbst, sondern vor allem auch der Lastwechsel, wenn ein Ladevorgang gestartet, oder gestoppt wird. Für derart abrupte Lastwechsel in dieser Höhe ist unser Stromnetz einfach nicht ausgelegt.
 
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