Ausziehen. Erste eigene Wohnung - Ansprüche?

Benutzer160853  (34)

Meistens hier zu finden
Wohngeld ist keine Sozialleistung zur Deckung von Lücken im Lebensunterhalt, sondern zur Finanzierung der Wohnung.
Ich finde die aufgerufenen Mietpreise auch für großstädtische Wohnungsmärkte erstmal sehr hoch und wundere mich, dass dies erstmal so hingenommen wird und wahlweise der Staat über Sozialleistungen oder die Eltern dann bitte auch die Ansprüche zu finanzieren haben. Ein Sozialstaat soll besondere Härten abfedern oder für eine Zeit unterstützen. Er ist aber nicht dafür da, um Ansprüche zu finanzieren.

Es ist für mich auch ein signifikanter Unterschied, ob man zum Studium auszieht, also wenig oder kein Einkommen hat, oder während einer Ausbildung. Hier ist die wirtschaftliche Eigenständigkeit weitaus höher.

Ich habe beim Auszug bewusst verzichtet und beispielsweise in einem eher problematischeren Quartier gewohnt, allerdings habe ich Miete eingespart. Auto war ein Wunschtraum für wann auch immer, weil der ÖPNV wesentlich günstiger war.
Groß ausgehen war auch nicht, weil mein Nebenjob in der Verwaltung keine Sprünge zuließ.

Anstatt Szenekiez würde ich auch mal am Stadtrand schauen, dort sind die Mieten meist einiges günstiger.
 

Benutzer147358  (27)

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Wohngeld ist keine Sozialleistung zur Deckung von Lücken im Lebensunterhalt, sondern zur Finanzierung der Wohnung.
Ich finde die aufgerufenen Mietpreise auch für großstädtische Wohnungsmärkte erstmal sehr hoch und wundere mich, dass dies erstmal so hingenommen wird und wahlweise der Staat über Sozialleistungen oder die Eltern dann bitte auch die Ansprüche zu finanzieren haben. Ein Sozialstaat soll besondere Härten abfedern oder für eine Zeit unterstützen. Er ist aber nicht dafür da, um Ansprüche zu finanzieren.
Es ist auch nicht so als würdest du ein Vermögen bekommen :what: Mir wurde der höchst mögliche Grundbedarf (also nicht was ich vom Amt bekomme, sondern der Betrag bis wohin sie aufstocken) ohne Kinder berechnet und liege damit um 900 € und ein bisschen.
Ich habe ein paar Jahre von noch weniger gelebt als BAB/Bafög gewesen wäre. Ging. War scheiße.
Natürlich sind Lehrjahre keine Herrenjahre. Aber man ist auch kein Mensch 3. Klasse. Was BAB/Bafög als Grundbedarf berechnet ist meistens schon realistisch für ein Leben das weder teure Urlaube zulässt noch verlangt in löchrigen T-Shirts rumzulaufen.
Also ja, ich bin dankbar das es das gibt und mein Leben wäre mit meinen 450 € Ausbildungsvergütung definitiv härter, aber den Unterton durchklingen zu lassen man würde sich damit ein Luxusleben finanzieren können finde ich nicht gerade realitätsnahe.
Warum ein Student Bafög "verdient" und ein Auszubildener bitte von seinem idR kleineren Gehalt zu leben hat, habe ich auch noch nicht ganz verstanden. Der Grundbedarf von Bafög und BAB berechnet sich gleich. Am Ende hat man mit Bafög/BAB das selbe im Monat.
 
K

Benutzer

Gast
Ich finde die aufgerufenen Mietpreise auch für großstädtische Wohnungsmärkte erstmal sehr hoch und wundere mich, dass dies erstmal so hingenommen wird
Genau, weil man sich die Mietpreise auch selbst aussucht? :grin: Was soll man da anderes machen als hinnehmen? Klar kann man dann nochmal in anderen "Problem" Vierteln gucken, aber das macht doch nicht unbedingt 100-200€ aus. Einen gewissen Preis zahlt man überall für 'ne 1 Zimmer Wohnung, die gibt's eben auch nicht geschenkt.
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Off-Topic:
Ich finde die Preise sogar relativ günstig :whistle:Hier gibts für dieses Geld nur sehr schwer was - wenn man überhaupt was findet...
 

Benutzer65998 

Meistens hier zu finden
Puh, wie so viele andere ehemalige Studenten hier wäre auch ich froh gewesen, während meiner Ausbildung (Studium) monatlich so viel Geld zur Verfügung zu haben, wie die TS. Über 700€ hätte für mich an Luxus gegrenzt. Ich hatte bis ich 28 war monatlich knapp 500€ durch Nebenjob und Eltern, und ja, es ging. Die Hälfte ging immer für die Miete in einer teuren Stadt drauf (WG), und ich musste auch immer etwas zurücklegen für den Semesterbeitrag, musste davon Bücher kaufen etc. Und um ehrlich zu sein gab es nicht nur einen Monat, an dem ich zum Ende hin nur noch Nudeln gegessen habe. Weniger Geld hätte es nicht sein dürfen, aber aus dieser Perspektive erscheinen 200€ mehr monatlich doch als irre viel.

Dies vorausgeschickt kann ich daher nur begrenzt nachvollziehen, wie man bei einem festen Budget, das nicht üppig aber doch auch nicht so wenig ist, von vornherein davon ausgeht, dass es nicht reicht. Klar reicht es, man muss es aber halt auch wollen. Die Überlegung, ausziehen zu wollen, kann ich zwar unheimlich gut verstehen, die ganzen abers, die damit einhergehen, eher weniger. Warum die TS nicht beginnt, ihre Ansprüche herunterzuschrauben, und eben doch eine WG-Zimmer in der Nähe des Arbeitsplatzes sucht (in einer Großstadt sollte es ja durchaus auch andere Menschen geben, die man kennenlernen kann, wenn man denn möchte), sondern stattdessen darüber nachdenkt, wie sie von ihren Eltern (das kann ich noch eher verstehen) oder vom Staat (das leider überhaupt nicht) mehr Geld bekommen könnte, entzieht sich mir völlig. So schlimm kann der Leidensdruck dann ja doch irgendwie nicht sein. Zumal es hier doch wirklich um einen überschaubaren Zeitraum von ein paar Jahren geht.
 

Benutzer163878  (27)

Benutzer gesperrt
Ich bin in der gleichen Situation. Studium abgebrochen, wohne wieder bei meinen Eltern, bin 24.

Zunächst zu den Nebenkosten: Als Student war ich ausgezogen und konnte mit sehr wenig leben (deutlich unter Hartz IV Niveau) und war da bei weitem nicht der Einzige. Also Miete (warm) abgezogen hatte ich nur 235€ im Monat, für alles bis auf Semestergebühren, die haben meine Eltern noch übernommen. Klar, ich habe nur bei Discountern eingekauft und Urlaub habe ich in den drei Jahren nie gemacht. Aber zum Schluss hatte ich ein Plus von ca. 2.500€ auf dem Konto. Es ist wirklich gut möglich so zu leben.

Solange man kein Studium und keine Ausbildung abgeschlossen hat, hat man tatsächlich zum einen Anspruch auf Kindergeld (bis zum Alter von 25 Jahren) und zum anderen auf Unterhalt gegenüber den Eltern.

Wohngeld bekommt man nur, sofern man nachweislich bedürftig ist und - sofern man unter 25 Jahre alt ist - muss man auch eine persönliche Notwendigkeit nachweisen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Familienverhältnisse so zerrüttet sind, dass sich in der Vergangenheit mehrfach das Jugendamt eingeschaltet hat. Also wir reden hier eher von Ausnahmen. ALG II (Hartz IV) können bei unter 25-Jährigen nur die Eltern für das Kind beantragen - aber die müssen bedürftig sein, was sie mit einem Haus oder einer Eigentumswohnung ohne Zweifel nicht sind. Das Amt zahlt einem so schnell nichts.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Sehr schön gesagt, Rory Rory . Man sollte halt immer schauen, die eigenen Ansprüche dem Budget anzupassen, und nciht das Budget den Ansprüchen. Hilft einem auf lange Sicht eigentlich immer, über Budget leben sollte man nach Möglichkeit nie.

Und in diesem konkreten Fall hieße das halt doch irgendwie, mal zu überlegen, was einem wichtiger ist: Die eigene Bude oder die Nähe zum Freundeskreis. Denn ich fürchte, die eierlegende Wollmilchsau wirds auch hier nicht geben.
 

Benutzer147358  (27)

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Huch, ich dachte auch nicht mit meinem Anspruch am Ende des Monats nicht geplant von Nudeln leben zu müssen mal zum Luxusweib zu werden :censored:

Klar kann das mal vorkommen im niedrigen Einkommesbereich. Aber das man das bewusst einkalkuliert, erwartet das es jeder so macht und alles andere als schnorren ab tut finde ich sehr erschreckend.
 

Benutzer122533  (32)

Sehr bekannt hier
aber aus dieser Perspektive erscheinen 200€ mehr monatlich doch als irre viel.
Wenn es absolut nur mit Auto sein soll, dann sind die 200€ pro Monat dafür schon sehr knapp gerechnet, zumindest bei 100€ Ausgaben nur fürs Tanken. Steuern, Versicherung und Inspektionen/Reifen/etc. für monatlich 100€, das kann funktionieren, da darf aber wirklich nichts schiefgehen...
Am Ende ist das vielleicht keine Entscheidung für oder gegen das Ausziehen, sondern zwischen Ausziehen und Wohnort+Auto behalten.
 

Benutzer163878  (27)

Benutzer gesperrt
Ne also Auto ist absoluter Luxus. Ein Ticket bekommt man als Azubi günstiger und zwar bei den meisten Nahverkehrsbetrieben für ungefähr 70€/Monat, im Abo noch günstiger. Ein Auto ist in jedem Fall teurer.
 

Benutzer65998 

Meistens hier zu finden
Klar kann das mal vorkommen im niedrigen Einkommesbereich. Aber das man das bewusst einkalkuliert, erwartet das es jeder so macht und alles andere als schnorren ab tut finde ich sehr erschreckend.
Hm? Als hätte ich ein Plädoyer dafür gehalten, dass von nun an jeder von 500€ im Monat leben müsse inklusive Miete. Das ist aus meiner Perspektive die absolute Untergrenze, aber es geht eben auch damit, sogar lange. Aber man kann Beiträge natürlich auch falsch verstehen, wenn man möchte. Mit meinem Budget zu Studentenzeiten wirkten gut 700€ nunmal einfach, ja, luxuriös. :grin: Kann man traurig finden, ich fand's irgendwie normal. Wem das dennoch zu wenig ist, um von zuhause auszuziehen, der ist meiner Meinung nach einfach auf einen anderen Lebensstandard aus. Der schließt in diesem Fall eben eigene Wohnung und Auto ein. Kann man machen - nur fällt das eben nicht unter den Begriff von Bedürftigkeit, den ich habe, wenn der Staat einspringen sollte.
 

Benutzer165578 

Öfters im Forum
Off-Topic:
Huch, ich dachte auch nicht mit meinem Anspruch am Ende des Monats nicht geplant von Nudeln leben zu müssen mal zum Luxusweib zu werden :censored:

Klar kann das mal vorkommen im niedrigen Einkommesbereich. Aber das man das bewusst einkalkuliert, erwartet das es jeder so macht und alles andere als schnorren ab tut finde ich sehr erschreckend.
Das behauptet ja auch niemand. Rory Rory sagte, dass sie mit knapp 500€ am Monatsende öfters Nudeln gegessen hat. Die TS hat aber 720€ zur Verfügung, könnte zusätzlich auf das Kindergeld* zurückgreifen, bekommt nach Ende des Kindergeldes eine Gehaltserhöhung und wohnt derzeit bei ihren Eltern, sodass vom laufenden Einkommen längst Rücklagen gebildet werden können. Der Umzug steht ja erst "irgendwann nächstes Jahr" im Raum.

Das ist ein eklatanter Einkommensunterschied und wer es nicht schaffen würde, mit über 200€ mehr von den Nudeln am Monatsende wegzukommen, hat IMHO ein Problem, mit Geld umzugehen oder setzt seltsame Prioritäten.
Und während der Ausbildung in 2ZKB statt in ZKB (die meisten ZKB dürften eine Größe von 30-40m² haben) zu leben, würde ich definitv als Luxus bezeichnen.

*Da die TS keinen Grund genannt hat, gehe ich jetzt mal davon aus, dass nur die jährlich einzureichenden Unterlagen nicht oder zumindest nicht rechtzeitig eingereicht wurden. Ansonsten wird nämlich begründet, warum die Kindergeldzahlung eingestellt wurde. Sobald alles eingereicht wurde, wird rücklaufend gezahlt.
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Ich kam auch wunderbar mit 600 Euro aus, habe allerdings in einer sehr günstigen Stadt mit ca 250 Euro Miete gewohnt, hatte keine Auto aber dafür eine WG, wo sich wiederum Kosten geteilt haben. Bei mir gingen ca 100 Euro im Monat für die Bahnfahrten nach Hause drauf, ein Auto hätte ich in diesem Kaff gerne gehabt, wäre finanziell aber der Ruin gewesen.
Wobei man dazu sagen muss, dass meine Eltern mir die Semestergebühren gezahlt haben und ich in den 1-2 Monaten Vorlesungsfrei zu Hause war und dadurch ein bisschen gespart habe. Wiederum dadurch hätte ich auch mit 500 Euro klarkommen können und hätte vermutlich immer noch nicht nur Nudeln essen müssen. Mehr als 100 Euro habe ich aber tatsächlich selten ausgegeben für Essen - Trinken schlägt übrigens gut rein, wenn man sich da auf Leitungswasser beschränkt und sich nur hin und wieder mal was gönnt kann man da auch gut sparen, wenn man denn muss.

Letztendlich liegt die Lage so, dass man sich an die jeweiligen Gegebenheiten eben anpassen muss. Hier würde man zB selbst für ein WG-Zimmer eher keine 250 zahlen, da gehts halt schon los. Daher hilft nur:

Alle Kosten ehrlich aufschreiben - mit dem Budget vergleichen - überlegen, wo man streichen kann - und dann auf dieser Basis entscheiden, ob man auszieht oder nicht.

Das Auto sehe ich tatsächlich aber auch als großen Problempunkt. Kann funktionieren, muss aber nicht.. bei so ner Inspektion ist man schnell mal 600 Euro los, die muss man dann halt auf der hohen Kante haben.
 

Benutzer160853  (34)

Meistens hier zu finden
Genau, weil man sich die Mietpreise auch selbst aussucht? :grin: Was soll man da anderes machen als hinnehmen? Klar kann man dann nochmal in anderen "Problem" Vierteln gucken, aber das macht doch nicht unbedingt 100-200€ aus. Einen gewissen Preis zahlt man überall für 'ne 1 Zimmer Wohnung, die gibt's eben auch nicht geschenkt.

Das kann man aber derweil steuern. Wenn ich eine Wohnung im Szenestadtteil anmieten will, ist dieser teurer als in anderen Wohnlagen, die aus welchen Gründen auch immer erstmal unattraktiver sind.
Was spräche eigentlich gegen eine WG? Ich würde dies auf Zeit zumindest einkalkulieren, wenn der Wunsch des Auszug so stark ist. Das würde auch in diesem Fall Kontakte vor Ort ganz automatisch aufbauen.
Ein Auto kann gut und gerne bei Inspektionen oder Reparaturen richtig Geld kosten. Wenn dann gleich der ganze Haushalt in Schieflage gerät gibt es ein Problem mit den Ansprüchen im Vergleich mit der eigenen Leistungsfähigkeit.

@Rosoideae Fragaria Natürlich ist niemand in der Lehrzeit ein Mensch dritter Klasse, aber er steht für mich wirtschaftlich erstmal auf eigenen Beinen und hat demnach auch seine Bedarfe selber zu decken.
Das Leben funktioniert eben nicht nach dem Prinzip "Eierlegende Wollmilchsau" und es bleibt für mich nicht Aufgabe des Sozialstaates ein Traumleben zu erfüllen. Im Falle des Auszuges wäre im Übrigen keinerlei Hilfebedürftigkeit gegeben, was bei der Bewilligung von Sozialleistungen eine Rolle spielt.

Niemand behauptet, dass Einschränkungen besonders Spaß machen, aber sie sind eben auch Teil des Lebens. Am Ende verschiebt sich ein Auszug auf absehbare Zeit. Nicht mehr und nicht weniger.
 

Benutzer147358  (27)

Sehr bekannt hier
aber er steht für mich wirtschaftlich erstmal auf eigenen Beinen und hat demnach auch seine Bedarfe selber zu decken.
Das Geld was du bekommst ist nicht dafür ausgelegt das du davon eigenständig Leben kannst. Es handelt sich um eine Ausbildungsvergütung, nicht um Gehalt/Lohn.
Es wird doch billigend in Kauf genommen das man man nicht davon Leben kann, sieht man z.B daran das wir nicht wenigstens der Mindestlohn für Azubis anwenden. Und ich kann das schon verstehen, man steht dem Unternehmen nicht die ganze Zeit zur Verfügung, sondern ist auch in der Berufsschule, einem werden Sachen im Betrieb erklärt etc. Aber man wird auch oft genug, gerade in späteren Lehrjahren als billige Arbeitskraft eingesetzt.
Ich habe es gerade mal ausgerechnet: inklusive der staatlichen Förderung und Elternunterhalt bekomme ich keine 6 € die Stunde. Das ist nicht einmal Mindestlohn. Die TS hat sogar noch ~180 € weniger im Monat. Was sie letztendlich mit dem Geld macht ist natürlich ihre Sache. Wenn sie dann nur Nudeln isst um das Auto weiter zu finanzieren ist das ihre Sache und da braucht sich keiner drüber aufregen oder daraus Schnorrvorwürfe ableiten:
sondern stattdessen darüber nachdenkt, wie sie von ihren Eltern (das kann ich noch eher verstehen) oder vom Staat (das leider überhaupt nicht) mehr Geld bekommen könnte
und wahlweise der Staat über Sozialleistungen oder die Eltern dann bitte auch die Ansprüche zu finanzieren haben. Ein Sozialstaat soll besondere Härten abfedern oder für eine Zeit unterstützen. Er ist aber nicht dafür da, um Ansprüche zu finanzieren.

Off-Topic:
Ich habe als Student von weniger gelebt, Nach Miete hatte ich im 1. Jahr noch 118 € für alles andere. Das geht und in meinem studentischen Umfeld wo fast alle so gelebt haben wie ich war das auch vollkommen in Ordnung.
Als ich aber aus dem Studium raus war, ist es anders. Zum Beispiel hat das Umfeld einfach noch andere Ansprüche an die Freizeitgestaltung als "kostenlos". Wenn meine Kleidungsstücke kaputt sind muss ich sie sofort ersetzen und kann damit nicht bis Weihnachten noch zur Arbeit gehen.
Es gibt einfach so viele Punkte die ich als Student nicht leisten musste und heute zwar nicht im eigentlichen Sinne leisten muss, aber irgendwie doch.
Und wenn man nicht muss, warum sollte man so deutlich unter der Armutsgrenze leben wie ich es als Student getan habe und viele noch immer tun.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wenn die Finanzierung der Ausbildung ein Problem darstellt, dann beginne doch eine Ausbildung, in der ich mehr Gehalt erhalte, suche ein duales Studium, für das ich bezahlt werde etc pp. Dieses Problem hatten schon viele Studenten/Azubis in der Vergangenheit und werden es in Zukunft ebenfalls haben. 3 Jahre sind keine Ewigkeit und im Anschluss verdient man ein normales Gehalt.
 
2 Woche(n) später
3 Woche(n) später

Benutzer150106 

Verbringt hier viel Zeit
Also Hilfe vom Amt bekomme ich nicht.
Ausbildungsbeihilfe sowie andere Hilfen fallen aus. Hatte einen Termin und habe verschiedenste Rechnungen mit der Frau dort gemacht..

Lediglich bis zum Sommer (Juli) die 192€ Kindergeld. Ab 1.3. könnte ich die Wohnung beziehen. Und ab 10.08. würde es dann 50€ mehr Lohn geben.

Richtig schlüssig bin ich mir immer noch nicht, ob mit 912€ (inkl. Kindergeld) bzw. ab August 2018 mit 770€ im Monat das alles stemmbar ist.
[doublepost=1513108094,1513107885][/doublepost]Habe mich auch umgehört, in dem Ort, wo ich arbeite. Hier gibt es aktuell keine freien WG-Plätze. Die Miete für eine Wohnung alleine würde mein Budget leider weiter übersteigen, sodass ich diese Überlegung erstmal auf Eis gelegt habe.
Sobald in einer WG etwas frei wird, bekomme ich eine Info - stehe jedoch auf Platz 7 der Liste. Das Ganze läuft über eine Wohngesellschaft dann. Und die haben mir wenig Hoffnung gemacht, dass sich bis Ende nächsten Jahres da groß was drehen wird.
 

Benutzer106075 

Meistens hier zu finden
Das mit den WGs verstehe ich nicht ganz. In der Stadt werden doch nicht alle Wohnungen dieser Wohngesellschaft gehören? In Großstädten gibt es doch eigentlich regelmäßig ein kommen und gehen bei WGs. Hast du da nur bei dieser Wohngesellschaft geguckt oder auch auf den üblichen Plattformen?
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Wieso suchst du nicht z.B. über wg-gesucht.de eine WG? :hmm: Wozu braucht man da eine Wohnbaugesellschaft für?
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren