Ausschweifender Sex und Glaube - ist das vereinbar?

Benutzer22303 

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Als "Mann vom Fach" (abgeschlossenes Theologiestudium) kann ich sagen: Persönlicher Glauben und eine recht offene Sexualität lassen sich durchaus miteinander vereinbaren, da der Begriff der Sünde nicht unbedingt mit Sexualität konnotiert werden muss. Die weiter oben stehende altestamentliche Sichtweise im Buch Leviticus lässt sich vor allem historische erklären (Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau...) da es in der damaligen Sippenstruktur um die eigene Reprodution und nur persönlich bedingt um sexuelles Vergnügen ging. Ein großer Kindersegen war eben gleichbedeutend mit "Überleben".
In der heutigen Zeit ist diese Sicht in unserem Kulturkreis obsolet (nicht so in archaischen Stammeskulturen) und wird überwiegend noch von freien Gemeinden vertreten, die in der Bibel das absolute Wort Gottes sehen. Historisch-kritisch und somit für mich als Protesanten prägend ist die Bibel aber ein Produkt einer uns fremden Kultur, die in nicht mehr so vertrauten Worten und (sprachlichen) Bildern ihre damalige Gotteserfahrung ausdrückten, die uns heute auch noch Mut machen kann. Somit ist es dann doch in gewisser Weise "Gottes Wort". Lange Einleitung - kurzer Sinn: Klar kann man eine offen gelebte Sexualität und den Glauben an einen Gott miteinander vereinbaren, da sich beides ja nicht ausschließt. Als Christ gehe ich nur anders damit um. Gott verbietet Analverkehr genauso wenig wie Löffeln oder Reiten. Es kann auch richtig versaut zugehen, solange ich mir meiner Verantwortung gegenüber eines anderen immer bewußt bin! Also nicht einfach mit einer Frau schlafe, von der ich weiß, dass sie mehr erwartet, als ich es geben will. Oder aber eine Krankheit verheimliche, die dem anderen Schaden könnte, nur weil mein Sexualtrieb gerade auf "Ficken" steht! Wenn aber alles stimmt, dann kann ich sagen: Let´s have fun. Den meisten hatte ich übrigens mit Theologinnen :engel: :drool: :engel:
 

Benutzer8686 

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Ich lass mir doch nicht von einer Gottheit bzw. von einer Glaubensgemeinschaft vordiktieren, was ich im Bett machen darf und was nicht. Das hat für mich nichts mit Glaube zu tun.
Glaube ist für mich auf irgendwo ein Hoffnungsanker, den man hat und das bringe ich mit Sexualität gar nicht erst in Verbindung. Sexualität ist allein evoltionstechnisch gesehen für mich schon legitimiert :zwinker:
 

Benutzer12283 

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Off-Topic:

[...]
Ich sag aber einfach, dass ich gegen das 6. Gebot verstoßen habe. Dann gibt es meistens ne kleine Predigt von ihm + Buße. [...]

und vorher:

[...] Ich persönlich sehe nichts schlechtes bzw. falsches daran, Sex zu haben.[...]

Dann brauchst du es in der Beichte auch gar nicht zu erwähnen, da heute auch die kath. Kirche davon ausgeht, dass für die Vergebung von Sünden eine Reue und ein guter Vorsatz notwendig ist. Ohne die Tat zu bereuen ist die Beichte sinnlos.
 

Benutzer41534 

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Und im Übrigen wird man nicht Christ, wenn man jeden Sonntag in die Kirche geht.
Man wird ja auch nicht zum Auto, wenn man sich oft genug in die Garage stellt.

:grin: :grin: :grin: :grin: Ich glaub so gut hat das noch niemand erklärt :grin:

Ich bin auch Christ und hab kein Problem mit meinem Sexleben. Ich genieße es, wie jeder andere, wenn auch in der Ehe :zwinker: Das ist schon vereinbar! Finde es nur sehr schade, dass andere das nicht einfach akzeptieren. Wer es anders macht, in Ordnung, aber wer sich darüber aufregt, wenn Christen halt nru Sex in der Ehe haben (die es wirklich ernst meinen) finde ich echt schade...

Das Verbot von vorehelichem Sex (genauso was Kondome, Homosexualität usw. angeht) ist von der Institution Kirche gemacht!

Stimmt nicht, Homosexualität ist laut Bibel verboten und vorehelicher Sex auch bzw. dafür gibt es eben die Ehe.
 
D

Benutzer

Gast
Ehrlich gesagt, ich find den christlichen Glauben sowas von überholt. Oder sagen wir besser: Die Kirche.

Meiner Meinung nach hat jeder Mensch seinen Glauben. Und der ist unanhängig von Alter, Beruf, Aussehen, Vorlieben usw.

Und selbst wenn man kein guter Christ ist, nur weil man viele Erfahrungen sammelt: Jesus ging doch immer zu den Sündern, oder nicht? :link_alt:
 

Benutzer50456  (49)

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Kenne wohl ausser dem Buddismus (bedingt) keinen Religionsweg der den Menschen dabei hilft, Freuden leben zu können. Alle sind mit äusserst restriktiven Regeln versehen mit dem Ziel Schuldgefühle wecken und am Leben halten zu können, denn - ein glücklicher, neugieriger Mensch sieht einfach zu schnell hinter die Fassade.
Die Moslems: strikte Ausgrenzung anders Gläubiger oder - noch schlimmer - völlig Ungläubiger. Brutalste Gewalt gegen alles was anders denkt - legitim. Unterdrückung der Frau als totales Programm - selbst der dümmste Mann sollte keinerlei Widerspruch erdulden müssen......und Vergleiche zwischen Männern sind schon fast todesstrafenwürdig.......wohlgemerkt nur für die Frau.
Die Christen - eine äusserst erfolgreiche, wirtschaftlichen Interessen folgende Sekte, derzeit glücklicherweise mit steigenden Akzeptanzproblemen bei intelligenten Menschen. Inhaber von wertvollsten Immobilien, welche nach schon fast brutal kapitalistischen Methoden verwaltet werden. Grösster Grundbesitzer der Welt, wohl auch reichste Gruppierung von Menschen überhaupt. Keinerlei Problem mit Gewalt gegen alles was nicht ihrer Sache dient oder anders glauben möchte - siehe Kreuzzüge und Missionierungen. Offizieller Text dazu natürlich ganz anders......
Eins haben alle gemeinsam: Keine Lösung für die Probleme UNSERER Zeit!
Also - Religionen vergessen, seinen eigenen, ganz persönlichen Glauben leben und viel Spass an allem haben was eben Spass bringt. Und bitte schön - mit Rücksicht auf anders Denkende...:zwinker:
 

Benutzer43364 

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Off-Topic:
Auch wenn dieses Forum sicher nicht dazu gedacht ist, um über Religion zu diskutieren, möchte ich doch ein paar Sätze dazu schreiben.

Zuerst mal: ich bin bekennender Katholik. Und ich lebe noch! Ich möchte sogar behaupten, dass mir das Leben großen Spaß macht.

Ich finde es sehr erschreckend, was einige hier so über ihre "Erfahrungen", die sie angeblich mit Religion gemacht haben, schreiben.

Die Bibel einfach zu lesen verschafft einen nur geringen Einblick in den Glauben, den sie mitbegründet. Wer diese Texte, die größtenteils vor über 2000 Jahren entstanden sind, alle wörtlich nimmt, ist selber schuld.

Ich finde es sehr schade,dass sich kaum noch jemand aktiv an Religion beteiligt und versucht sie mitzugestalten. Ist ja auch viel zu anstrengend...
Stattdessen lautet das Fazit der meisten Beiträge: Hauptsache Spaß. Spaß um jeden Preis. Auch wenn das natürlich niemand offen schreibt, aber darauf läufts hinaus: gerne auch auf Kosten anderer.

Mein Fazit zu dem ganzen:
Religion ist etwas von Menschen gemachtes. Glaube dagegen nicht. Daran sollte man des Öfteren denken, wenn man sich mit solchen Themen beschäftigt.





So, und jetzt zur Frage:
Ob es mit deinem Glauben vereinbar ist oder nicht, das musst du selbst entscheiden. Aber solange du niemandem weh tust und du ehrlich mit deinem Freund bist, warum nicht?
Ich habe auch (ausschweifenden?) Sex mit meiner FREUNDIN (nicht Ehefrau :grin: ) und das als Katholik. Ich denke mal, da wird keiner, der vernünftig denkt, was dagegen haben.

Gruß Mr. Orange
 
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