Auslandssemester/-jahr: Wie habt ihr euch verändert?

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
Gute Einstellung! :smile:

Ich hatte gestern Nacht so ca. um eins bei einem Nachtspaziergang übrigens ein cooles Erlebnis. :-p

Ein schwedisches Pärchen hat mich und meinen Mitbewohner angesprochen, wo der nächste "Falafel-Place" ist (die haben hier freitags bis nachts um 4 offen), auf schwedisch natürlich, und ich habe sie erstaunlicherweise verstanden. :-D

Erklärt habe ich dann allerdings auf Englisch, das Mädel hat sich dann erkundigt, ob wir ausländische Studenten sind, wie lange wir hier sind und ob wir ein Auslandssemester auch anderen empfehlen würden. Wir haben natürlich gemeint "klar, ist das beste, was man machen kann!". Darauf sie zu ihrem Freund, dem das sichtlich eher unangenehm war: "SIEHST DU, da hast du's! Das sag ich doch auch immer, bewirb dich für's Ausland!". :-p

Offensichtlich war er nicht so wirklich motiviert, sich auf das "Wagnis Auslandsstudium" einzulassen, sah auch insgesamt eher schüchtern und zurückhaltend aus, sie war sichtlich froh, ihm mal ein paar begeisterte "lebende Beispiele" vorführen zu können, die ihre Überzeugungsarbeit, daß ein Auslandssemester was Tolles ist, unterstützen, und hat sich dann noch bei uns bedankt, bevor sie weitergegangen sind. *g*

Und irgendwie ist sowas doch cool - man hat sich nie vorher gesehen, trifft sich zufällig und unterhält sich mitten in der Nacht auf der Straße, zwei Schweden, eine Deutsche, ein Brite. Erasmus ist toll! :glueckli_alt: :-p
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich verbrachte mein 16. Lebensjahr in Iowa, USA. Die Idee war mir spontan gekommen und was fuer Auswirkungen diese 12 Monate auf mein Leben haben sollten, haette ich mir nie ertraeumen koennen.

Es war ein Neuanfang, den ich gebraucht habe um endlich mein wahres Ich zu finden. Als ich zurueck kam, war fuer die anderen alles wie vorher, fuer mich selber war mein Leben in Deutschland aber nicht mehr das gleiche. Ich bin erwachsener, kontaktfreudiger, selbstbewusster, selbststaendiger, toleranter und weltoffener geworden, interessiere mich um einiges mehr fuer andere Kulturen, Mentalitaeten und Religionen.

Ich habe jetzt eine voellig andere Denk- und Sichtweise, was mir eine Menge Konflikte vorallem mit meinem Paps eingehandelt hat. Meine Eltern koennen eben nicht wirklich nachvollziehen was sich waerend des Austauschjahres alles veraendert hat. Meine Freunde kamen mir auf einmal alle total engstirnig vor, ich bin noch heute mit ihnen befreundet, teile aber wenige ihrer Ansichten, da sie mit einem fuer mich langweilig erscheinenden Leben zufrieden sind. Ich habe mir deshalb zudem noch einen voellig neuen Freundeskreis aufgebaut.

Vor meinem Austauschjahr war ich eine Niete in Englisch, beim Abitur war ich die beste meiner Klasse. Desweiteren habe ich zum ersten Mal realisiert, dass ich neben einer US Army Station wohne, ich habe mich mit vielen Amerikanern angefreundet, mein bester Freund ist Amerikaner [Er ist im Irak stationiert und vor 3 Wochen hatte er Urlaub und ich habe ihn in Wisconsin besucht], mein Freund ist auch Amerikaner ...

Ich habe ein Tattoo, welches sowohl mit Deutschland als auch mit den USA zu tun hat. Ich hatte so sehr "Fernweh", dass ich beschlossen habe ein weiteres Jahr in den USA zu verbringen, ich bin seit Ende Juli Au Pair in New Jersey. Nach meinem Au Pair Jahr werde ich wahrscheinlich Anglistik studieren.

Mein Auslandsaufenthalt hat mein ganzes Leben beeinflusst.
 

Ähnliche Themen

G
  • Umfrage
2
Antworten
36
Aufrufe
1K
G
  • Umfrage
2
Antworten
21
Aufrufe
1K
G
Antworten
1
Aufrufe
340
G
  • Umfrage
2
Antworten
24
Aufrufe
2K
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren