"Auseinanderleben" eine selbstverständlichkeit?

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das Ausseinanderleben ist gar nicht mal das schlimmste, dass ist, wie oben schon jemand sagte, eher der Fall wenn man sich sehr früh kennenlernt und dann Ende 20 Anfang 30 merkt, dass man völlig verschiedene Lebensplanungen, Interessen, Werte und Humor hat.

Schlimmer und weitaus häufer ist das Nebeneinander herleben in langen Beziehungen, diese Leute lieben sich tief und innig, aber mehr wie Freunde oder Geschwister, gleichen sich an, damit kann man sich zufrieden geben und friedlich und glücklich miteinander alt werden.
Fast alle langjährigen Beziehungen die ihr so kennt (Eltern, Großeltern) sind vermutlich auf dem Level.

Wer mehr von einer Beziehung erwartet, wird jedoch früher oder später ausbrechen.
Im Moment geht es bei uns im Freundeskreis wieder mal rund.:ratlos: :grin:
Es gibt bald wieder billig Häuser zu kaufen.:grin:

Genauso ist es! Wobei ich das eigentlich nicht so schlimm sein muss (außer wenn das "ausschließlich" eine Art geschwisterliche, freundschafltiche Liebe ist. Ihr wisst schon, was ich meine;-)). Die Beziehung hat dann einfach eine ganz andere Ebene als am Anfang. Aber damit muss man halt gemeinsam umgehen können, sonst ist halt Schluss....und es gibt billige Häuser ;-).

Das mit dem Auseinanderleben kenn ich im Ansatz auch. Gerade in diesen Übergangsphasen (Schule-Ausbildung/Studium, Ausbildung/Studium - Beruf etc.) ist das tatsächlich häufig ein Problem. Ist aber auch nicht zwangsläufig, häufig entwickelt man sich ja gemeinsam "weiter". Schlimm wirds nur, wenn das in völlig andere Richtungen geht (z.B. der eine will häuslich und sesshaft sein, der andere raus in die große weite Welt usw.).
 

Benutzer56469  (36)

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Ich stimme dir ein wenig zu. Wie ich auch schon in einen anderen Thread schrieb ist es wichtig in einer Beziehung Kompromisse einzugehen, wenn man dies nicht kann/will hat meiner Meinung nach eine Beziehung keine Chance.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass wenn man seinen Partner liebt und man sich sicher ist sein Leben mit ihm zu verbringen dann lässt man es nicht soweit kommen dass man sich in einen anderen verliebt. (neuer Freundeskreis, neuer Job usw)
 

Benutzer15848 

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Es stimmt, dass es schwierig ist. (Vielleicht wird es auch tatsächlich schwieriger als früher, weil Frauen ihre eigene Wichtigkeit erkannt haben.
Zu Zeiten meiner Großmutter ging es nur um die Karriere des Mannes, da ist die Frau halt mit.
Ich glaube nicht unbedingt, dass das besser war; aber die örtliche Trennung, die oft zu einer Entscheidung Familie-Karriere führen muss, ist mit Sicherheit schwierig.)
Ich glaube (ansonsten) eigentlich nicht, dass man sich auseinanderentwickeln muss. Menschen sind sowieso nicht statisch, sie können sich ständig gegenseitig etwas geben. Interessanterweise funktioniert das innerhalb von Familien und manchen Freundschaften meistens recht gut, und wenn sich einer noch so sehr verändert. Je weniger der andere auf etwas festgelegt wird, desto besser funktioniert es.

Bei einer Partnerschaft ergeben sich meistens Probleme, weil man sich als zu verbunden miteinander sieht. Vielleicht weil man sich irgendwann zu sehr besitzt. Weil man mal dachte, man kennt den anderen so gut und dann plötzlich bemerkt, dass das gar nicht mehr stimmt. Das ist anstrengend. Aber ich denke, es wäre eigentlich nicht anstrengend, wenn man den anderen nicht so fest greifen möchte, eine fest eingestellte "Beziehung" als Bindemittel hinstellen würde, und ein Veränderung des anderen deshalb die Bedrohung des gesamten Lebensgerüsts wäre. Damit meine ich nicht, dass ich nicht finde, dass man sein Leben teilen kann oder sollte, sondern, dass man nicht eine statische Beziehung aufbauen kann, die als unveränderliches Zusammenspiel von gleiche Faktoren in der Mitte zwischen zwei Menschen stehen soll, und das auf lange Zeit. Das KANN gar nicht länger gehen als ein paar Jahre. Es versperrt höchstens die Sicht auf den anderen und hält einen selbst am gleichen Fleck - klar, dass das "Auseinander"leben die Folge davon ist - aber es tut eigentlich nichts, was besonders vorteilhaft wäre.
 
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