Ausbildung abbrechen?

Benutzer148906  (28)

Öfters im Forum
Hallo liebes Forum,

ganz kurz gesagt: Ich bin unsicher, ob die Ausbildung, die ich derzeit mache, wirklich richtig für mich ist. Das klingt erstmal nicht so kompliziert, ist es aber, daher nun erstmal die Vorgeschichte zu meinem Dilemma. Danke fürs Lesen!

Ich habe 2011 fast 4 Semester Jura studiert. Es ist mein Traum gewesen, ich habe mich sehr dafür interessiert und tue es auch immer noch sehr stark. Ich habe leider damals noch viele andere Dinge im Kopf gehabt. Ich hatte gerade mein Abi gemacht, alle meine Freunde sind ins Ausland gegangen, ich hatte viel Streit mit meinem damaligen Freund und war einfach noch nicht bereit, direkt aus der Schule ins Studium zu hüpfen, ohne vorher eine große Pause gemacht zu haben. Natürlich gibt es Leute, die das können und diese beneide ich auch, weil sie schnell voran kommen, aber ich war nicht so. Ich hatte ständig das Bedürfnis, nochmal raus zu kommen. Habe die Uni viel geschwänzt, um Freunde im Ausland zu besuchen, habe ein neues zeitaufwendiges Hobby begonnen, habe viel Sport gemacht und war ständig auf Parties. Trotz alldem wollte ich Juristin werden, habe in meiner freien Zeit Gerichtsverhandlungen besucht, Bücher gelesen, weil ich es interessant fand. Ich wollte unbedingt Rechtsanwältin werden. Ich habe mich auch für die Klausuren angestrengt, habe mir aber zu viel Druck gemacht, sodass ich letztendlich teilweise nicht zu den Klausuren gegangen bin, weil ich solche Angst hatte, zu versagen. :cautious:

Ich habe das Studium nach 3 Semestern abgebrochen, weil ich der Meinung war, dass ich es nicht schaffen würde. Ich war einfach noch nicht so weit. Ich habe dann eine Ausbildung angefangen - habe dazwischen aber ein Jahr Pause gemacht. Nun bin ich Klassenbeste. Der Beruf interessiert mich, ich habe Spaß und mache meine Arbeit auch sehr gut. Aber irgendetwas fehlt mir. Ich vermisse immer die juristische Arbeit, sehe mich einfach viel mehr dort, als in meinem jetzigen Ausbildungsberuf. Wir haben nun auch ein juristisches Fach und ich merke, dass ich am liebsten meine Ausbildung abbrechen würde, um mit Jura noch mal von vorne zu beginnen. Ich habe in meiner Ausbildung gelernt, zu lernen. Das konnte ich vorher noch nicht. Ich bin reifer geworden, habe meine eigene Ordnung gefunden und fühle mich jetzt viel reifer, um ein Jura-Studium zu schaffen.

Nun weiß ich nicht weiter. Einerseits macht mir die Ausbildung Spaß und ich kann mir durchaus vorstellen, in diesem Beruf später zu arbeiten. Andererseits habe ich das Gefühl, dass ich nur einmal lebe und das machen sollte, was mir mein Herz sagt. Mir schwirren tausend Fragen im Kopf herum: Ausbildung abbrechen und Jura neu beginnen? Ausbildung fertig machen und danach Jura neu beginnen? Ausbildung machen und Jura vergessen? Dazu muss man auch sagen, dass die Ausbildung für 3 Jahre ca. 18.000 Euro kostet, mein Vater bezahlt sie mir. Ich könnte vor ihm wahrscheinlich niemals rechtfertigen, weshalb ich die zweite Ausbildung jetzt abbrechen und wieder damit anfange, was ich als erstes abgebrochen habe. Ich bin jetzt bald 23 und habe nicht mehr unbegrenzt Zeit. Das schlägt mir derzeit sehr aufs Gemüt alles und ich weiß nicht weiter.

Ich würde mich über Ratschläge sehr freuen!
 

Benutzer155728 

Sehr bekannt hier
Wie lange geht denn deine Ausbildung noch?

Könntest du diese Ausbildung irgendwie mit der Juristerei verknüpfen?

Grundsätzlich wäre es denke ich nicht verkehrt, das Ganze erstmal durchzuziehen. Denn falls dann Jura doch nichts für dich bist, könntest du immerhin auf eine abgeschlossene Ausbildung zurückgreifen.

Zeit hast du finde ich genug. Ich habe z.B, erst mit 26 mein Abitur auf dem 2. Bildungsweg nachgemacht.
 

Benutzer15049  (35)

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Wichtig zu wissen wäre was für eine Asubildung das jetzt ist und wie lange sie noch dauern würde.
 

Benutzer148906  (28)

Öfters im Forum
Danke für deine Antwort! Es beruhigt, zu lesen, dass es auch Menschen gibt, die erst mit 26 ihr Abi gemacht haben. :zwinker:

Wie lange geht denn deine Ausbildung noch?

Die Ausbildung geht jetzt noch 2 Jahre.

Könntest du diese Ausbildung irgendwie mit der Juristerei verknüpfen?

Nein, leider überhaupt nicht. Das sind zwei grundverschiedene Bereiche. Ich mache gerade eine Ausbildung zur Logopädin. Das Problem wäre nur, dass ich dann 18.000 Euro "verprasst" hätte (von meinem Vater), um dann gar nicht in dem Bereich zu arbeiten, sondern stattdessen Jura zu studieren. Egal, was ich mache, es ist irgendwie alles nicht wirklich optimal.
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich habe 2011 fast 4 Semester Jura studiert.
Ich habe das Studium nach 3 Semestern abgebrochen,
Dann müsstest du doch bald mit der Ausbildung durch sein, oder? An deiner Stelle würde ich unbedingt die Ausbildung noch zu Ende bringen, sodass du wenigstens eine fertige Ausbildung nachweisen kannst.

Jura kannst du danach immer noch weiter studieren. Jedoch sehe ich hierin das größte Problem:
Ich habe mich auch für die Klausuren angestrengt, habe mir aber zu viel Druck gemacht, sodass ich letztendlich teilweise nicht zu den Klausuren gegangen bin, weil ich solche Angst hatte, zu versagen. :cautious:
bist du wirklich ganz, ganz sicher, dass du diese Angst überwunden hast? Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Angst beim 2. Versuch im Studium noch größer wird, weil der Druck noch größer ist, dieses Mal das Studium zu beenden. Eventuell kannst du dir bereits vor Wiederaufnahme des Studiums dahingehend (prof.) Hilfe suchen.
 

Benutzer155728 

Sehr bekannt hier
Aber deine Ausbildung macht dir Spaß und du könntest dir vorstellen auch in diesem Berufsfeld zu arbeiten?

Du meinst aber, dass Jura NOCH besser zu dir passen würde?

Wie würdest du entscheiden, wenn die 18000 nicht im Raum stünden?
 

Benutzer15049  (35)

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Ich würde es ersteinmal zuende machen, wenn es dir Spaß macht und dann kannst du dir immer noch überlegen zu studieren.
Ich kenne dein Problem. Ich habe Abitur und 2 Ausbildungen, aber habe immer noch das Gefühl nicht das richtige für mich gefunden zu haben. Beruhige dich, ZU alt um etwas neues anzufangen bist du noch lange nicht! Aber es ist immer nett etwas fertiges in der Hinterhand zu haben, ab einem gewissen Zeitpunkt.
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Stecken die 18.000 bereits komplett drin, oder wird das zb jährlich/monatlich überwiesen?

Wie lange ist es her, dass die Idee, erneut Jura zu studieren, aufkam? Vielleicht ist es ja auch nur ein "Hirngespinst".
Immerhin macht die Ausbildung dir Spaß.

Dein Alter ist noch jung, selbst wenn du die Ausbildung zu ende machst und dann noch Jura anfängst, wärst du meines Erachtens noch lange nicht zu alt für neues.
Das Geld, dass dann für die Logopädenausbildung drauf ging, könntest du später auch zurück zahlen, falls dein Vater darauf besteht bzw das annehmen würde.

Bist du dir sicher, dass du mit dem Klausurendruck mittlerweile wieder zurecht kommen kannst? Wie sieht es mit dem Druck aus, wenn du als Rechtsanwältin aktiv bist?

Ist in deiner Nähe eine Uni, die Jura anbietet? Wenn ja, könntest du dich ja vielleicht regelmäßig in eine VL setzen und schauen, wie sich das anfühlt. Vielleicht geht es auch in einem Seminar, einfach als Gast.
 

Benutzer148906  (28)

Öfters im Forum
Du meinst aber, dass Jura NOCH besser zu dir passen würde?

Genau, die Ausbildung macht mir großen Spaß und ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, in diesem Beruf später zu arbeiten. Ich bin auch gut in dem, was ich mache. Das zeigt mir, dass es nicht unbedingt das Falsche ist. In dem Beruf liegen meine Stärken ganz klar. Aber meine Leidenschaft liegt nicht dort, die liegt im juristischen Bereich. Schon immer.

Wie würdest du entscheiden, wenn die 18000 nicht im Raum stünden?

Ich würde wahrscheinlich genauso hin und her überlegen. Das Geld spielt natürlich auch eine Rolle und ich möchte jetzt nicht noch 2 Jahre die Ausbildung machen, um danach Jura zu studieren und nie wieder etwas mit dem Beruf der Logopädin am Hut zu haben. Das wäre wirklich eine Verschwendung des vielen Geldes! Zurückzahlen würde ich es meinem Vater auf jeden Fall. Mir graut es bloß so vor dem Moment, ihm das zu sagen. Ich habe mir meine Zweifel bisher nie anmerken lassen. Ein einziges Mal habe ich meinem Vater versucht zu erklären, dass ich vielleicht nur zum falschen Zeitpunkt angefangen habe, Jura zu studieren. Aber er hat mir nicht einmal wirklich zugehört und mich da auch nicht ernst genommen! :schuettel:

Ich habe Abitur und 2 Ausbildungen, aber habe immer noch das Gefühl nicht das richtige für mich gefunden zu haben.

Es ist beruhigend zu lesen, dass es nicht nur mir so geht. Hast du denn vor, noch etwas neues anzufangen?

Stecken die 18.000 bereits komplett drin, oder wird das zb jährlich/monatlich überwiesen?

Die werden glücklicherweise monatlich überwiesen, sodass nicht das ganze Geld schon weg ist. Es geht mir auch eher darum, dass ich wie oben schon erwähnt, nicht 3 Jahre Ausbildung machen will und die 18.000 Euro weg sind und danach nie wieder in dem Bereich arbeiten werde, sondern eben Jura studiere und dann dort arbeite. Das würde mir so leid tun irgendwie.

Wie lange ist es her, dass die Idee, erneut Jura zu studieren, aufkam? Vielleicht ist es ja auch nur ein "Hirngespinst".
Immerhin macht die Ausbildung dir Spaß.

Ich habe das Gefühl schon seit ich das Studium abgebrochen habe. Ich habe es dann beiseite geschoben und mich voll auf die Ausbildung eingelassen. Ich hatte immer mal wieder den Gedanken, dass ich es bereue und am liebsten die Zeit zurück drehen würde. Kurz bevor ich die Ausbildung angefangen habe, habe ich auch mit dem Gedanken gespielt, meine Eltern vor vollendete Tatsachen zu stellen und ihnen zu sagen, dass ich die Ausbildung eben nicht anfange, sondern Jura nochmal von vorne beginne. Dann habe ich mich aber letztendlich dagegen entschieden, um meine Familie nicht vor den Kopf zu stoßen!

Bist du dir sicher, dass du mit dem Klausurendruck mittlerweile wieder zurecht kommen kannst? Wie sieht es mit dem Druck aus, wenn du als Rechtsanwältin aktiv bist?

bist du wirklich ganz, ganz sicher, dass du diese Angst überwunden hast? Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Angst beim 2. Versuch im Studium noch größer wird, weil der Druck noch größer ist, dieses Mal das Studium zu beenden.

Das habe ich in meiner Ausbildung gelernt und ich denke, dass ich dem Druck jetzt gewachsen bin.

Ist in deiner Nähe eine Uni, die Jura anbietet? Wenn ja, könntest du dich ja vielleicht regelmäßig in eine VL setzen und schauen, wie sich das anfühlt. Vielleicht geht es auch in einem Seminar, einfach als Gast.

Das ist eine richtig gute Idee. Ich werde das wohl so machen, um erstmal ein Gefühl dafür zu bekommen, wie real meine Gedanken bzw. mein Wunsch eigentlich sind. Eventuell ist es ja tatsächlich nur ein Hirngespinst! :rolleyes: Vielleicht merke ich ja dann, dass ich eben doch nicht nur abgebrochen habe, weil ich nicht reif genug dafür war, sondern weil es vielleicht wirklich nicht das Richtige für mich ist. Wobei ich das im Moment gar nicht glauben kann bzw. will.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Mach deine Ausbildung zu Ende, du wirst nämlich im Studium zu alt für Kindergeld und Versicherung, etc: Mit deinem Ausbildungsjob findest du bessere (besserbezahlte) Jobs und kannst so dein Studium finanzieren und kannst dich darüber krankenversichern. Mit 185 weniger Kindergeld und zusätzlichen 60-80 Krankenkassenbeitrag musst du nämlich ab deinem 25. Geburtstag rechnen, sprich eine Differenz von 250€ abfedern. Und solang ist es ja nicht mehr hin bis dahin. Und ich bezweifel, dass deine Eltern deinen 3. Ausbildungversuch auch noch finanzieren wollen: Also ziehe es durch und überlege dann. Mit 1-2 Minijobs auf Mindestlohn arbeitest du nämlich locker 20Std die Woche, nur um Mitee und Essen zu bezahlen, das ist kein Spaß. (Weiß ich alles aus Erfahrung...). Mit einer Ausbildung kannst du je nach Branche fast das doppelte pro Std verdienen.
 

Benutzer155728 

Sehr bekannt hier
Das mit den "Probevorlesungen" ist doch ein prima Vorschlag. Weil wenn du dich da jetzt Hals über Kopf wieder ins Jurastudium stürzt und nach 1-2 Semestern merkst, dass es eben doch nicht die beste Idee war? DANN stehst du wirklich blöd da.

Selbst wenn du nie als Logopädin arbeiten solltest. Umsonst sind eigentlich kaum Dineg die man im Leben macht oder erfährt.
 

Benutzer105448 

Sehr bekannt hier
bist du wirklich ganz, ganz sicher, dass du diese Angst überwunden hast? Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Angst beim 2. Versuch im Studium noch größer wird, weil der Druck noch größer ist, dieses Mal das Studium zu beenden. Eventuell kannst du dir bereits vor Wiederaufnahme des Studiums dahingehend (prof.) Hilfe suchen.

Das würde ich auch so sehen.
Der Druck im Jurastudium ist enorm!
Du hast eine große Konkurrenz und der psychologische Druck vor den alles entscheidenden Examina ist unglaublich. (ich empfehle hierzu ein paar Artikel zu lesen Jurastudium: "Vor dem Examen übergaben wir uns" | ZEIT ONLINE )
Wenn du die nicht bestehst, dann war das Studium umsonst. Die klassischen Berufe wie Anwalt, Richter etc pp. kann man dann vergessen. Es bleiben nur noch B-Lösungen...

Ich will dir das nicht ausreden, aber wenn du schon so große Probleme mit normalen Klausuren hast, dann ist das Jurastudium meiner Meinung nach nicht das Richtige für dich!


Im Übrigen würde ich mich den anderen anschließen, mach doch erstmal deine Ausbildung zu Ende.
Wenn du 2010 Abi gemacht hast bist du ja auch mittlerweile 25-26 oder? (und nicht wie im Profil 22...)
Da sollte dann schon so langsam ein Abschluss in Aussicht sein. Weil für das Jurastudium inkl. Ref und Examina benötigst du im Optimalfall weitere 7 Jahre.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Grundsätzlich wäre es denke ich nicht verkehrt, das Ganze erstmal durchzuziehen. Denn falls dann Jura doch nichts für dich bist, könntest du immerhin auf eine abgeschlossene Ausbildung zurückgreifen.
Dem möchte ich mich absolut anschließen! Du hast Spaß an dem, was Du machst - sofern nicht Kollegen oder Arbeitgeber A***hlöcher sind, wärst Du dumm, wieder die Flinte ins Korn zu werfen.

Du solltest auch daran denken, daß man erstens mit Winkeladvokaten die Straße pflastern kann - auch ein guter Abschluß garantiert nicht zwingend die große Kohle -, und Du weißt zweitens vermutlich besser als ich, wieviele Leute durchs Zweite Staatsexamen rasseln und sich ihre gesamte Studienzeit mal so eben in die Haare schmieren können.

Leider schreibst Du nicht, was Du gerade lernst. Eventuell kann man das ja später durchaus mit Jura kombinieren, wenn's Dich juckt.

Nebenbei: Ich kenne viele Juristen, die Fachidioten sind - wenn Du schon mal was Bodenständiges gelernt hast, ist das auch bei einer eventuellen späteren Laufbahn als Rechtsverdreher durchaus von Vorteil. Ich kenne Anwälte, denen man wirklich alles erklären muß, sobald es nicht um die Paragraphenreiterei als solche geht... Die verstehen nicht, worum es bei einem Sachverhalt geht und sind deswegen dann ohne Hilfe auch kaum in der Lage, einen Vorgang juristisch korrekt einzuordnen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Es gibt da auch den Mittelweg:

Die Ausbildung weiter verfolgen und neben der Ausbildung bzw. nebem den Beruf studieren. Die FernUni in Hagen bietet dies an: Bachelor of Laws - Studium - Rechtswissenschaftliche Fakultät - FernUniversität in Hagen

Dies könntest du z. B. später mit einer Teilzeitstelle als Logopäding verknüpfen, um mehr Zeit für das Studium zu haben. Wenn es das nicht ist brichst du ab und arbeitest in Vollzeit weiter. Da hast du nix verloren.

Du strebst dann jedoch einen Bachelor/Master an und kein Staatsexamen. Je nachdem, wo es später hingehen soll, kann es da Probleme geben. Kenne mich da nicht so aus, es ist aber wohl recht unklar, ob und wie man auch mit einem Master in die kassischen justistischen Berufe gehen kann bzw. ob und was da ggf. bald reformiert wird. Das Studium geht schon etwas stärker in Richtung Wirtschaftsrecht, was dir dann natürlich in Unternehmen Türen öffnen kann.
 

Benutzer148906  (28)

Öfters im Forum
Selbst wenn du nie als Logopädin arbeiten solltest. Umsonst sind eigentlich kaum Dineg die man im Leben macht oder erfährt.

Da hast du natürlich absolut Recht. Irgendetwas werde ich aus der Ausbildung auf jeden Fall mitnehmen! :smile:

Ich will dir das nicht ausreden, aber wenn du schon so große Probleme mit normalen Klausuren hast, dann ist das Jurastudium meiner Meinung nach nicht das Richtige für dich!

Das ist ein berechtigter Einwand und ich habe mir darüber auch schon viele Gedanken gemacht. Ich habe leider in der Schule nie wirklich gelernt, wie man eigentlich gut und effektiv lernt. Ich habe dann irgendwann aufgegeben und nichts mehr für die Schule getan, sodass mein Abi nachher nicht besonders gut ausgefallen ist. Danach kam dann direkt das Studium und es hatte sich ja nichts verändert, nur dass der Stoff sich verdoppelt hatte. Ich war vollkommen überfordert, habe immer probiert gut zu lernen, aber wusste nicht wie. In der Ausbildung ist nun auch extrem viel Stoff auf mich eingeprasselt. Dort habe ich aber gelernt, wie ich die Themen ordne, wie ich mir vernünftige Lernunterlagen schaffe, wie ich gut auswendig lerne, wie ich Dinge verknüpfe etc.! Ich fühle mich jetzt sicherer. Der Druck ist hoch, das weiß ich. Aber ich traue es mir jetzt zu, das zu schaffen.

Die Ausbildung weiter verfolgen und neben der Ausbildung bzw. nebem den Beruf studieren. Die FernUni in Hagen bietet dies an: Bachelor of Laws - Studium - Rechtswissenschaftliche Fakultät - FernUniversität in Hagen

Vielen Dank für den Link. Ich werde mir das mal genauer ansehen. Deine Idee, ein Fernstudium zu machen und nebenbei eben in meinem Ausbildungsberuf zu arbeiten, finde ich wirklich sehr gut. Ob ich Volljuristin werden möchte, oder mir etwas weniger "reicht", muss ich mir noch einmal überlegen. Je nachdem, welche Möglichkeiten sich mir dann wo eröffnen würden.

Auf jeden Fall werde ich die Ausbildung zu Ende machen. Ihr habt mir wirklich toll geholfen!
 

Benutzer58054  (39)

Sehr bekannt hier
Mach deine Ausbildung zu Ende, du wirst nämlich im Studium zu alt für Kindergeld und Versicherungtc: Mit deinem Ausbildungsjob findest du bessere (besserbezahlte) Jobs und kannst so dein Studium finanzieren und kannst dich darüber krankenversichern. Mit 185 weniger Kindergeld und zusätzlichen 60-80 Krankenkassenbeitrag musst du nämlich ab deinem 25. Geburtstag rechnen, sprich eine Differenz von 250€ abfedern. Und solang ist es ja nicht mehr hin bis dahin. Und ich bezweifel, dass deine Eltern deinen 3. Ausbildungversuch auch noch finanzieren wollen: Also ziehe es durch und überlege dann. Mit 1-2 Minijobs auf Mindestlohn arbeitest du nämlich locker 20Std die Woche, nur um Mitee und Essen zu bezahlen, das ist kein Spaß. (Weiß ich alles aus Erfahrung...). Mit einer Ausbildung kannst du je nach Branche fast das doppelte pro Std verdienen.
Ich habe es in den ersten 4 Semestern meines Jurastudiums so machen müssen und empfehle diesen Weg nicht. Das Studium, soweit man es mit einer vernünftigen Note abschließen will, ist sehr zeitaufwändig. 20h die Woche arbeiten sind da nicht drin.

Überlege dir das mit dem Studium gut. Wenn du bei den kleinen Scheinen schon Prüfungsangst hattest und viel aufgeschoben hast, dann wird es dir sehr schwer fallen das 1. und 2. Staatsexamen zu bestehen.
Hast du mal überlegt an einer FH oder der Uni Hagen "Wirtschaftsjura" zu studieren? Das ist nicht so langwierig, allerdings kann man mit dem Abschluss "nur" als Unternehmensjurist arbeiten - die klassischen Berufe wie Richter, StAA und Anwalt kann man nicht ausüben.
 

Benutzer124816 

Meistens hier zu finden
Ausbildung fertig machen und danach Jura neu beginnen? Ja, unbedingt!
Ausbildung machen und Jura vergessen? Nein, wozu solltest du deinen Traum aufgeben?

Ich würde dir dringend empfehlen, die Ausbildung zu Ende zu machen, damit du, falls du das Jura-Studium nicht packen solltest, zumindest eine abgeschlossene Ausbildung hast. Nach dem Beenden der Ausbildung würde ich erneut Jura studieren. Da du erst im dritten Semester warst, nehme ich an, dass du noch nicht alle Zwischenprüfungen geschrieben hast. Hast du denn irgendwelche Klausuren geschrieben und bestanden? Ich bin in zwei Semester soweit mit dem Studium fertig und kann mich dem 1. Staatsexamen stellen. Falls du also Fragen hast, kann ich sie dir gerne beantworten.
 

Benutzer107106 

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Ich kenne in meinem Bekanntenkreis viele Juristen: Ich habe selten ein Studienfach gesehen, dass so viele Leute richtig krank gemacht hat: Depressionen, Angststörungen, Magersucht. Juristerei ist echt nichts für schwache Nerven.
 
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