Aufstand der Jugend?

Benutzer72912  (34)

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Ich glaube es ist, weil die Erwachsenen, die in ihrer Jugend ja den Radau durchgemacht haben, jetzt bei ihren Söhnen die Erwartung haben, jetzt auch revolutionär sein zu müssen. Und da Menschen in der Pupertät sich halt leiber gegen den Willen der Eltern handelt, "hängt" man es leiber ein bisschen rum.
Ich glaube je mehr man die heutige Jugend schlecht macht, desto schlimmer wirds.
Im Grunde kann man den Jugendkulturen ansehen, was für Lebenseinstellung sie haben und zu was sie stehen. Ich habe das gefühl, dass Prominente oder Präsidenten, also Leute, die sich gross posaunen, immer mehr ignoriert werden. Also das Zeitalter der Grossen, Coolen, Makellosen geht meiner Meinung nach irgendwie immer mehr vorbei und die sogenannten "Schwächen" werden zelebriert. Da besteht halt die Gefahr, dass halt einer in der Regierung mit Durchsetzungkraft irgendwelchen Mist baut. xD
 

Benutzer85796 

Benutzer gesperrt
schönes songzitat:

Du sitzt zuhause auf deinem Bett,
Frisst jeden Tag Chips und wirst langsam fett.
Und dein Handy ist der Kontakt zur Außenwelt.
Virtuelle Menschen, virtuelles Geld,
Virtuelle Armut, Anonymität.
Du hast seit Jahren keine Menschlichkeit erfahren.

Wir sind zu müde für eine Revolution.
Können nicht mehr aufstehen, denn was wissen wir schon.
Gegen wen sollen wir kämpfen?
Wir haben lange schon verlohren.
Gegen wen sollen wir kämpfen?
Wir haben lange schon verloren.

Du suchst Dir deine Meinung aus dem TV
Die müssen es ja wissen, die sind ja so schlau.
Denn es ist einfacher nachzureden als nachzudenken.
Alles ist so einfach, eine heile Welt.
Keiner stellt mehr Fragen, keiner hat mehr Geld.
Und für Sklavenarbeit bekommt man heute Lohn.



____

Ich denke das heute eben viele alles haben und dsehalb auch nicht großartig demonstrieren gehen müssen... wir haben das nötigste und die nächsten probleme woran man denkt (logischerweise) sind die eigenen probleme und nicht die probleme in einen wüstenland im osten oder einen heissen land in afrika... klar in iraq werden menschen erschossen aber das intressiert hier den poliziist bei einer kontrolle auch nicht.. was ich damit meine ist das wir dennoch hier leben und alle unsere eigenen kleinen problemchen haben... es läuft doch eigentlich alles bestens und was ich 200 jarhen ist.. sorry aber ist einen nunmal egal...

wir hatten es auf der welt kaum so gut wie jetzt... erinnert euch an ganz alte zeiten und an die weltkiriege.. so eine moderne und heile welt wie sie jetzt ist gibt es evt nie wieder zu sehen..
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn ich mir teilweise die Postings hier so anschaue, wunderts mich eigentlich nicht, dass es mit dem "Aufstand" nicht weit her ist.

Woraus speist sich denn (sehr verkürzt gesprochen) sowas wie "Jugendrebellion":

- Emotion und ein "Gefühl", dass irgendwas nicht so läuft, wie es laufen sollte. Glaube an eine "gerechte Welt" oder ähnliches... ein gewisses Maß an "Wut" gehört schon dazu.
- Abgrenzung gegen etabliertes, zynisches, verlogenes und abgebrühtes "Erwachsenen"-Denken und Handeln
- Gemeinschaftsgefühl, Spass gemeinsam für eine Sache einzutreten, mit anderen zu handeln, gemeinsam etwas zu erleben, sich als Gruppe dabei zu fühlen
- Autonomiestreben
- Das Gefühl selbst und gemeinsam stark zu sein, etwas bewegen zu können, auch wenn es nur ein klein wenig ist.
- Eine Überzeugung, dass Denken und Handeln "eines" sind, zusammengehören und dass das in der "Erwachsenenwelt" leider komplett anders ist.
- Energie


Wenn ich mir hier manche Beiträge so durchlese, dann sprechen aus manchen genau das Gegenteil:

- abgebrüht und verkopft, total rational. Alles wird abgewogen bis am Ende nix mehr übrig bleibt.
- Energielosigkeit, meistens begründet mit "bringt ja eh nix", was ziemlicher Blödsinn ist. Man kann halt nicht davon ausgehen, dass man sich nur hinstellen muss und sagen "Ich will dies, ich will das" und schon passierts. Auch die kleinste Form von Widerstand, Rebellion, Meinung äußern, Aktion etc. hat gewisse (wenn auch vielleicht nur kleine) Effekte und nichts ist mehr ganz genauso wie vorher oder wenn man einfach daheim auf dem Sofa sitzen geblieben wäre.
- Totales "Nützlichkeitsdenken". Wenn Rebellion etc. nicht einen unmittelbaren Nutzen aufweist, ist es nix Wert....Ich mache sowieso nur das, was irgendwie "nützt". Wie wär´s: Man könnte ja auch mal evtl. etwas auf den ersten Blick völlig "nutzloses" (aber vielleicht trotzdem "sinnvolles"?) machen? Wer das nicht denken kann, wird niemals zum "Rebellen" werden....
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Die Welt ist nicht mehr so einfach wie früher. Es gibt nicht mehr schwarz und weiss, keiner weiss mehr so genau, wogegen er alles demonstrieren sollte. Die "Jugend" ist halt keine allzu homogene Masse heutzutage.

Es gibt eine eher sozialistische (zum Teil anarchistische) antiamerikanische Bwegung, es gibt sehr viele Rechtsorientierte, die sich diese Bewegung zum Feind genommen haben, es gibt viele Studenten, die einer liberal(istischen) Philosophie anhängen, das sich den 68ern der Magen umdreht, es gibt eine breite unpolitische Masse, die einfach nur in Ruhe gelassen werden will und sich von politischen Themen fast komplett abgewandt hat,...
Selbst gegen Studiengebühren fand sich nichtmal eine wirklich breite Mehrheit.
 

Benutzer79932 

Verbringt hier viel Zeit
Was heißt, extreme Gegenbewegungen sind nicht die Lösung. Viele Male waren die extremen Positionen die einzig richtigen. Apartheit, Anti-Faschismus: Das sind extreme Bewegungen und jede moderatere Form wäre falsch, aber die Position sagt nichts über die Mittel.

Ich finde Extremismus in jeglicher Form nicht unbedingt die ideale Lösung. Du hast als Beispiel die RAF genannt, so was meine ich. Bringt das was? Ja, natürlich, das schon, aber zu welchem Preis? Man kann auch gegen etwas demonstrieren oder sich gegen etwas auflehnen, ohne völlig zu rebellieren. Finde ich...
 

Benutzer73935 

Verbringt hier viel Zeit
Schau die mal die neuesten Studien an die immer in diversen Zeitungen diskutiert werden. Man sieht deutlich das die heutige Jugend vor allem Wert auf Familie, Liebe, Kinder & Sicherheit legt. Vor 40 jahren gings viel mehr um Freiheit...
Deshalb denke ich wird sich das mit der Geburtenrate auch bald ziemlcih drastisch ändern.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Die Welt ist nicht mehr so einfach wie früher. Es gibt nicht mehr schwarz und weiss, keiner weiss mehr so genau, wogegen er alles demonstrieren sollte

Naja, früher war die Welt auch nicht "schwarz-weiß". Auch in einer "bunten" oder "grau-schattierten" Welt gibts ja wohl genug, das einem nicht passen kann. Mir ist jedenfalls noch nicht aufgefallen, dass heute alles in Butter sei.
 

Benutzer79932 

Verbringt hier viel Zeit
Naja, früher war die Welt auch nicht "schwarz-weiß". Auch in einer "bunten" oder "grau-schattierten" Welt gibts ja wohl genug, das einem nicht passen kann. Mir ist jedenfalls noch nicht aufgefallen, dass heute alles in Butter sei.

Sehe ich auch so. Wir empfinden das nur deshalb anders, weil wir jeden kleinsten Scheiss mitkriegen und konstant berieselt werden, was halt früher nicht der Fall war. Einfach war die Welt noch nie, im Gegenteil.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
@ banane0815
Als die letzten "Jugendlichen" ihre Chance eingefordert hat wurde ihnen vorgeworfen sie würden ein terroristisches Netzwerk gründen (Tierschützer) und sie würden mehrere Monate im Gefängnis gehalten - ohne wirklichen Grund, zumindest gabs keine vernünftigen Anklagepunkte.
Diese terroristischen Gruppen gabs natürlich nicht, aber es gibt mir zu denken auf, ob ich wirklich rebellieren kann und will.
Das ist auch mit das Problem, wenn nur eine kleine gruppe vehement für oder gegen irgendwas ist.
Bei einer wirklich großen Gruppe von Menschen, die in der Bevölkerung großen Rückhalt hat, geht so etwas viel schwieriger.
Bei einer kleinen Gruppe ohne Rückhalt in der Bevölkerung ist es kein Problem, die Mitglieder einzusperren, ohne eine noch größere Gruppe gegen sich aufzubringen.
Bei einer sehr großen Gruppe (mehrere Tausend bis Zehntausend oder noch mehr Leute), die auch gesellschaftlich akzeptiert ist, geht so was nicht mehr.
Mit anderen Worten: "die Jugend" ist satt und/oder desillusioniert. - Man erlebt ja in gewissen Situationen durchaus nochmal, dass sich wenigstens Teile "der Jugend" zu Wort melden, wenn ihnen wirklich jemand direkt an die Privilegien will, zB die Studenten mit ihren Protesten gegen Studiengebühren.
Hat es was gebracht? Nein. - Das sorgt dann nicht gerade für eine Wiederbelebung von Protestkultur.
Waren das wirklich große Demos? - Wohl kaum.
Auch gegen die Studiengebühren hat wieder nur ein verschwindend geringer Teil der Studenten protestiert.
Bei einer wirklich großen Beteiligung hätten die Erfolgsaussichten ganz anders ausgesehen.
Ich denke, das wesentliche Problem ist vor allem die Sattheit. Ehrlich, was soll der junge Mensch protestieren? Er hat Handy, Playstation, Internet. Reicht doch? - Darüber hinaus hat er genug mit seinem Leben zu tun (der heutige Student muss Bachelor-Leistungspunkte abarbeiten, da ist keine Zeit für karrierefeindliches Demonstrieren) und kann seinen Protest ja ganz bequem von Zuhause im Internet kundtun.
Andere Zeiten, halt.
Genau das ist das Problem. Wir leben auf einem hohen Standard und viele wissen das nicht zu schätzen.
Es gibt insbesondere für junge Menschen doch mehr als genug katastrophale Dinge, gegen die man dringend etwas unternehmen müsste. Aber Nein, diese Dinge werden stillschweigend hingenommen, obwohl absehbar ist, dass sie in Zukunft unseren Lebensstandard erheblich senken werden und Deutschland sowohl wirtschaftlich, als auch politisch in die Mittelmäßigkeit abrutscht.
Zumindest ich sehe für die Zukunft in Deutschland so schwarz, dass ich es für schon fast für unverantwortlich halte, heutzutage in Deutschland Kinder in die Welt zu setzen, sie dem deutschen Bildungssystem zu überlassen und in einem Deutschland zu lassen, dessen Wirtschaft auf Grund katastrophaler Politik bald deutlich schwächeln wird.
Was heißt, extreme Gegenbewegungen sind nicht die Lösung. Viele Male waren die extremen Positionen die einzig richtigen. Apartheit, Anti-Faschismus: Das sind extreme Bewegungen und jede moderatere Form wäre falsch, aber die Position sagt nichts über die Mittel.
Aber in der heutigen Zeit wirkt es eher abschreckend, wenn nur Leute mit "extremen" Einstellungen protestieren.
Für einen "normalen" Bürger ist es eher abschreckend, wenn hauptsächlich Menschen mit extrem linker politischer Einstellung gegen rechte Partien demonstrieren. - Ich möchte doch nicht als "Linksextremist" gelten, nur weil ich gegen Rechts demonstriere...

Ebenso ist es abschreckend, wenn sich Organisationen völlig übertrieben für gewisse Dinge einsetzen. So finde ich Tierschutz und Umweltschutz wirklich gut - aber mit den extremen, utopischen und nicht finanzierbaren Forderungen (die oftmals auch nichts anderes sind, als blinder Aktionismus) der Tier- oder Umweltschutzorganisationen kann ich mich einfach nicht identifizieren.

Ich würde mich auch äußerst ungern einer Demonstration einer "extremen" Gruppierung anschließen - selbst wenn das Ziel ihrer Demonstration sinnvoll ist.
Aber ich möchte gleichzeitig auch nicht zeigen, dass eine solche "extreme" Gruppierung irgendwelchen Rückhalt in der Bevölkerung hat...
Schau die mal die neuesten Studien an die immer in diversen Zeitungen diskutiert werden. Man sieht deutlich das die heutige Jugend vor allem Wert auf Familie, Liebe, Kinder & Sicherheit legt. Vor 40 jahren gings viel mehr um Freiheit...
Deshalb denke ich wird sich das mit der Geburtenrate auch bald ziemlcih drastisch ändern.
Ich frage mich nur, wie man in der derzeitigen politischen Situation an Kinder denken kann, ohne daran zu denken, ob es auch gute Zukunftsaussichten für die Kinder geben wird...
 

Benutzer472 

Verbringt hier viel Zeit
Aber in der heutigen Zeit wirkt es eher abschreckend, wenn nur Leute mit "extremen" Einstellungen protestieren.
Für einen "normalen" Bürger ist es eher abschreckend, wenn hauptsächlich Menschen mit extrem linker politischer Einstellung gegen rechte Partien demonstrieren. - Ich möchte doch nicht als "Linksextremist" gelten, nur weil ich gegen Rechts demonstriere...

Ebenso ist es abschreckend, wenn sich Organisationen völlig übertrieben für gewisse Dinge einsetzen. So finde ich Tierschutz und Umweltschutz wirklich gut - aber mit den extremen, utopischen und nicht finanzierbaren Forderungen (die oftmals auch nichts anderes sind, als blinder Aktionismus) der Tier- oder Umweltschutzorganisationen kann ich mich einfach nicht identifizieren.

Ich würde mich auch äußerst ungern einer Demonstration einer "extremen" Gruppierung anschließen - selbst wenn das Ziel ihrer Demonstration sinnvoll ist.
Aber ich möchte gleichzeitig auch nicht zeigen, dass eine solche "extreme" Gruppierung irgendwelchen Rückhalt in der Bevölkerung hat...
Ich möchte (auch) nicht mit einer Gruppe von Menschen demonstrieren, denen unser Rechtsstaat egal ist, die anderer Eigentum nicht respektieren, die völlig willkürlich eine Position beziehen in Kriegen wie dem Georgienkrieg usw. Aber noch einmal: Das Problem an extremen Gruppierungen wie der RAF sind nicht die politischen Ziele, weil sie extrem sind, sondern die Wahl der Mittel, ihre Ziele zu erreichen. Es kann sein, dass ein extremes Ziel in meinen Augen falsch ist. Aber mir geht es darum, dass die extremen Ziele oft genug richtig waren. - Die Frage nach den Mitteln bleibt aber!
 

Benutzer6874  (35)

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Mein Pa hat noch auf dem Tramschienen protestiert in seiner Jugend. Sie haben auch noch gelegentlich etwas erreicht.
Aber wenn er von damals erzählt, und wenn ich die heutige Polizei an Demos sehe ->heute wäre ein Aufstand gegen die Staatsgewalt nicht mehr möglich.

Es kommt dazu, dass Teile der Jugend gekauft sind, nur noch konsumorientiert. Und dass Teile der Jugend denen nach laufen, die ihnen das Geld aus der Tasche ziehen wollen.
Beispiel: meine frühere Freundin. Wenn sie sich beim Shoppen etwas hat andrehen lassen, dann sagte sie dem "ich habe eine Eroberung gemacht" :kopfschue :grin:

Ich weiss von der Seite der Grünen, wie schwer es ist die Jugend zu politisieren, obschon ihnen das (ausser leider den Rechten) noch am besten gelingt. Das hat aber auch mit Resignation zu tun. "Gegen den Klimawandel kann man eh nichts machen" - unausgesprochene Zukunftsangst, die als Zynismus und Gleichgültigkeit daher kommt....
 

Benutzer73935 

Verbringt hier viel Zeit
Ich frage mich nur, wie man in der derzeitigen politischen Situation an Kinder denken kann, ohne daran zu denken, ob es auch gute Zukunftsaussichten für die Kinder geben wird...

Sorry, da musste ich lächeln. Uns gings wohl noch nie so gut wie heute.
Die Leute haben in Zeiten der Pest, Cholera, Krieg etc. Kinder bekommen, und das bisschen politische Diskutiere...
Meiner Meinung nach sollte man das sowieso mit ein bisschen Abstand sehen. Politik ist sicherlich sehr wichtig, doch man darf auch die Situation im ganzen nicht ausser Acht lassen.
 

Benutzer80667 

Benutzer gesperrt
Ich finde das jetzt nicht sonderlich schlimm, aber irgendwie würde es niemandem schaden, wenn wir uns mehr beteiligen würden und uns nicht so viel egal wäre.

Wie schon gesagt ist es mir jedoch ziemlich egal. Solange das in einem gewissen Rahmen bleibt ist es auch nicht schlimm, mir gehts ja gut
 
C

Benutzer

Gast
@ Chosy
Nein die Chance hat man meiner Meinung nach heute nicht mehr. Ich lebe zwar in Österreich, aber vom Schemata läufts ja gleich ab. Am Sonntag sind Neuwahlen, das zweite mal verfrüht, weil sich diese Idioten von der Regierung nicht einigen können.
Was bringt es wohl, dagegen zu protestieren das die sich gefälligst mal einigen sollen anstatt die Steuergelder für ihre besch* Werbeaktionen zu nutzen? Nichts, sie werden weitermachen. Da schaut jeder nur auf sich!
Ich glaub auch nicht, das ich von heute auf morgen etwas verändern kann. Nur wenn es so weitergeht, das die Poltiker und hohen Tiere es nicht einmal wert finden uns "Jugendlichen" zuzuhören, dann können wir mit Demos auch nicht viel erreichen - meine Meinung. Wir werden da einfach übergangen.

Wow toll, nur auf Demos gehen bringt nämlich genau gar nichts.

Die Jugendlichen HABEN die Möglichkeit an der Politik mitzumischen, wer ssich darunter aber vorstellt, dass es mit auf Demos getan ist, hat es verdient, nichts erreichen zu können.


Demos alleine sind müll, wer was änderen will, muss aktiv in das tägliche Geschäft der Politik eingreifen und das geht nunmal nicht einfach so, das braucht Zeit und Erfahrung.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich möchte (auch) nicht mit einer Gruppe von Menschen demonstrieren, denen unser Rechtsstaat egal ist, die anderer Eigentum nicht respektieren, die völlig willkürlich eine Position beziehen in Kriegen wie dem Georgienkrieg usw. Aber noch einmal: Das Problem an extremen Gruppierungen wie der RAF sind nicht die politischen Ziele, weil sie extrem sind, sondern die Wahl der Mittel, ihre Ziele zu erreichen. Es kann sein, dass ein extremes Ziel in meinen Augen falsch ist. Aber mir geht es darum, dass die extremen Ziele oft genug richtig waren. - Die Frage nach den Mitteln bleibt aber!
Ich stimme dir zu, dass extreme Ziele oft genug richtig waren.
Allerdings sehe ich heute viele Dinge, bei denen extreme Ziele eben nicht gut sind, sonder eine wohlüberlegte Betrachtung und ein guter Kompromiss gefragt ist, der den Interessen und Bedürfnissen verschiedener Gruppen zumindest teilweise gerecht wird, ohne andere Gruppen zu benachteiligen, o.ä.
Sorry, da musste ich lächeln. Uns gings wohl noch nie so gut wie heute.
Die Leute haben in Zeiten der Pest, Cholera, Krieg etc. Kinder bekommen, und das bisschen politische Diskutiere...
Meiner Meinung nach sollte man das sowieso mit ein bisschen Abstand sehen. Politik ist sicherlich sehr wichtig, doch man darf auch die Situation im ganzen nicht ausser Acht lassen.
Es geht uns heute natürlich sehr gut.
Allerdings wird es uns in absehbarer Zeit deutlich schlechter gehen, wenn in der Politik nicht endlich ein großes Umdenken einsetzt.
Unsere Politiker manövrieren uns auf den Standstreifen, während andere Staaten dabei sind, uns zu überholen.
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Unsere Politiker manövrieren uns auf den Standstreifen, während andere Staaten dabei sind, uns zu überholen.

die knallen dann vielleicht in die Mauer!

Die Richtung muss stimmen, nicht (nur) das Tempo.


Manche finden heute die Idee des sozialen Ausgleichs bereits extrem. Aber wir müssen einen Weg finden, den alle Menschen gehen können. Sonst müssten wir wenigstens so ehrlich sein, dass wir uns überlegen, wen und wie viele wir abkoppeln und auf dem Weg zurück lassen. Und uns dann vor denen schützen.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
die knallen dann vielleicht in die Mauer!

Die Richtung muss stimmen, nicht (nur) das Tempo.
Die Staaten, an die ich gerade denke, handeln wohl deutlich besonnener und mit langfristigeren Zielen, als unsere Politiker... zumindest habe ich diesen Eindruck.

Das Straßen-Beispiel war auch ziemlich schlecht gewählt...
Ich formuliere es mal anders: In Deutschland versucht man, so bald man merkt, dass man nicht auf dem richtigen Weg ist, mit blindem Aktionismus das Steuer rumzureißen. Nur leider kommt man dadurch noch weiter vom Weg ab. - Oder man fährt trotzdem weiter in die falsche Richtung, weil sich die Politiker mal wieder nicht einig sind, ob man jetzt nach rechts oder nach links lenken soll und sich lieber gegenseitig die Köpfe einschlagen.
In anderen Ländern scheint es mir, als ob zuerst mal überlegt wird, wie man wieder auf den richtigen Weg kommt und erst dann erfolgreich gehandelt wird. (Aber natürlich bei weitem nicht in allen Ländern... die Länder, in denen das so läuft, sind sogar äußerst selten.)
 
L

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Hier wurde oft von der ach so schlimmen Politikverdrossenheit gesprochen. Ich frage mich, wie man sich der Politik nicht verschließen soll. Engagierst du dich in einer Partei, erklärt man dir in den ersten Sitzungen, wen und was du scheiße finden sollst. Und das ist genau der Haken - ich kann Leute nicht ernst nehmen, die gute Vorschläge anderer Parteien sofort abblocken, nur weil sie ein anderes Parteibuch haben. Das ist Kindergarten...

Außerdem, was reißt die Politik in Deutschland denn noch bis zur nächsten Wahl? Die SPD muss ihren Kanzlerkandidiaten stärken, die CDU wird nun auch den Wahlkampf anheizen, es passiert quasi ein Jahr lang nix. Und da soll ich mich für Politik interessieren? Nein danke!

Off-Topic:
banane0815 schrieb:
Auch gegen die Studiengebühren hat wieder nur ein verschwindend geringer Teil der Studenten protestiert.
Bei einer wirklich großen Beteiligung hätten die Erfolgsaussichten ganz anders ausgesehen.
Ich finde, es haben viele Studenten protestiert. Aber guck dir mal an, WIE das gemacht wurde:
In Gießen wurde der Bahnhof blockiert, in Marburg die Autobahn. Was ist denn das für eine Art von Protest? Man hätte eher Veranstaltungen blockieren sollen, die etwas mit dem Bildungssystem zu tun hatten. Kann dem Koch doch egal sein, ob der Bahnhof in Gießen für drei Stunden dicht ist, oder?
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hier wurde oft von der ach so schlimmen Politikverdrossenheit gesprochen. Ich frage mich, wie man sich der Politik nicht verschließen soll. Engagierst du dich in einer Partei, erklärt man dir in den ersten Sitzungen, wen und was du scheiße finden sollst. Und das ist genau der Haken - ich kann Leute nicht ernst nehmen, die gute Vorschläge anderer Parteien sofort abblocken, nur weil sie ein anderes Parteibuch haben. Das ist Kindergarten...

Außerdem, was reißt die Politik in Deutschland denn noch bis zur nächsten Wahl? Die SPD muss ihren Kanzlerkandidiaten stärken, die CDU wird nun auch den Wahlkampf anheizen, es passiert quasi ein Jahr lang nix. Und da soll ich mich für Politik interessieren? Nein danke!
Prinzipiell hast du da Recht! - Aber man kann sich auch für etwas interessieren, obwohl oder gerade weil man es ziemlich scheiße findet, wie es gerade läuft :zwinker:
 
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Ich finde, er hat Recht. Deutschland ist ziemlich arm an Leuten, die auch mal aufstehen und sich gegen etwas zur Wehr setzen.
 
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