Aufklärung Kinder

Benutzer4030 

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Wie handhabt ihr das zu Hause? Wird das offen besprochen, oder ehr abgewartet was das Kind selber dazu sagt? Bei uns gab es da schon öfter Diskussionen mit der väterlichen Seite. Das zb. ein Kind ehr damit abgespeist wird, dass es zu jung ist um Fragen zu stellen, die in Richtung gehen "Warum wird mein Pillermann steif", ja puh wie erklärt man das Kindgerecht.

Ich pflege mit meinen Sohn einen offenen Umgang und trotzdem, denke ich wird er irgendwann auch peinlich berührt sein, wenn er vielleicht seine 1. Freundin hat und unser offenen Verhältnis wird vielleicht nicht mehr so offen sein.

In der 4. Klasse war Aufklärungsunterricht. Und obwohl er weiß, dass ich offen bin und er mit mir über alles reden kann, hat er lange gebraucht um mich zu fragen ob er mal ein Kondom sehen könnte. Das war Vorschlag der Lehrerin, dass die Kinder zu Hause nach fragen, ob Kondome im Haus sind. Wir haben dann einen lustigen Kondom Abend verbracht. Seine neugier war gestillt.

Sie kommen ja jetzt doch langsam in ein Alter ab 11-12 wo alles wächst, die Stimmung sich ändert (ja dann ist das Kind auch mal genervt, was sonst so umgänglich war:cool:. Ich muß dazu sagen, dass ich alleinerziehnde Mutter bin und dadurch (keine Ahnung) einen engeren Umgang mit ihm habe, weil er mit seinen Vater er Dinge macht und nicht beredet, ich aber dann teilsweise nicht weiß ob es zu offen bin. Aber über was sie in der Schule so alles untereinander reden, da bin ich lieber ehrlich, als manchen Blödsinn unkommentiert zu lassen.

Was ich eigentlich wissen wollte, wie siehts bei anderen aus?
 

Benutzer77547 

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Unsere Kinder sind 8, 10 und 12. Der 12jährige ist bereits deutlich in der Pubertät. Die beiden jüngeren Mädchen interessieren sich aber eindeutig mehr für die Thematik. Warum, weiß ich nicht.
Ein "geplantes" explizites Aufklärungsgespräch haben wir bisher mit keinem unserer Kinder geführt. Aufkommende Fragen werden eher zwischendurch beantwortet. Wir sind dabei auch relativ offen. Mit irgendwas "abspeisen" mussten wir die Kinder eigentlich noch nie.
Wir machen das also "anlassbezogen".
 

Benutzer151407  (32)

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Bei uns gab es da schon öfter Diskussionen mit der väterlichen Seite.

Seit Anfang Oktober gibt es für genau solche Diskussionen das Magazin Men's Health Dad. Es ist das erste Väter-Magazin dieser Art. Kann das Heft nur empfehlen. Darin werden alltägliche Fragen vatergerecht erklärt. :smile:
 

Benutzer107106 

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Ich habe mehrere Nachhilfejungs in diesem Alter. Einer von ihnen htte neulich Aufklärungsunterricht, er ist 12. Statt Englischvokabeln zu pauken habe ich mich die Hälfte der Stunde über das Thema Pille, Kondome, Pille danach, etc unterhalten. Da keine Arbeit anstand dachte ich mir, dass es im Sinne der Eltern ist, dass Fragen beantwortet werden, die er den eigenen Eltern evtl. nicht stellen mag.
Hat dein Sohn auch andere erwachsene Ansprechpartner? (Paten, Freunde von dir?) Ist manchmal besser als die eigene Mutter :zwinker:
 

Benutzer4030 

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Hat dein Sohn auch andere erwachsene Ansprechpartner? (Paten, Freunde von dir?) Ist manchmal besser als die eigene Mutter :zwinker:

Derzeit hat er denke nicht solche Ansprechpartner, halt nur Kumpels seines Alters. Er ist schon noch relativ offen zu mir und erzählt mir viel, ich denke mir das wird aber immer weniger mit der Zeit. Was auch eventuell logisch ist. Ich kann nur darauf hoffen und vertrauen, dass er sich mir anvertraut, wenn er zb. Kondome braucht und nicht hier in pl einen Beitrag erstellt ;-)

LULU1234 LULU1234 hattest du den Eindruck, dass nicht alles erklärt wurde in der Schule, oder haben sie sich nicht getraut während dem Unterricht zu fragen?
 

Benutzer77547 

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.... und nicht hier in pl einen Beitrag erstellt ;-)

wobei ihm da sicher kompetent geholfen würde. Wäre also nicht die schlechteste vorstellbare Lösung :zwinker:

Mir ist aber noch nicht so ganz klar, weshalb du unsicher bist. Es läuft doch alles prima. Auch wenn dein Sohn eine Weile gebraucht hat und es ihm evtl. irgendwie erstmal unangenehm war: Er hat Dich nach den Kondomen gefragt und ihr habt drüber geredet. Was will man denn mehr?
Wieso glaubst Du, dass er in Zukunft bei Fragen oder Problemen nicht zu Euch kommen sollte?
Sprich es doch direkt an, dass er mit solchen Dingen immer zu Euch kommen kann und ihm nichts peinlich sein muss.
 

Benutzer107106 

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Es wurde lückenhaft und teilweise falsch aufgeklärt (zb wie böse und gefährlich die PD ist: Klar ist das kein Bonbon,aber besser als schwanger mit 14). Außerdem kamen einige Fragen schlicht erst später.
 

Benutzer4030 

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wobei ihm da sicher kompetent geholfen würde. Wäre also nicht die schlechteste vorstellbare Lösung :zwinker:

Ja sicher, hauptsache überhaupt über Verhütung informiert. Aber das würde mir ehrlich gesagt nahe gehen. Ich habe immer vermisst, dass ich nie mit meinen Eltern reden konnte. Und das möchte ich gern bei uns anders haben. Aber mehr als vermitteln, dass ich immer ein offenes Ohr habe, kann ich nicht. Ich weiß ich denk da vielleicht komisch. Und noch hat es Zeit. Aber sie sind schneller groß wie man denkt. Und abgrenzen von den Eltern müssen sie sich schließlich auch, alles andere wäre ungesund.
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Es wurde lückenhaft und teilweise falsch aufgeklärt (zb wie böse und gefährlich die PD ist: Klar ist das kein Bonbon,aber besser als schwanger mit 14). Außerdem kamen einige Fragen schlicht erst später.

Ok das find ich interessant. Find ich cool, dass du dir da die Zeit genommen hast und mit ihnen geredet hast.

Vielleicht hab ich speziell bei mir auch im Hinterkopf, dass ich damals 2 Schulkameraden (einer 14 einer 15) hatte, die ein Mädchen geschwängert haben, weil Kondome uncool sind, man nichts spürt und außerdem gibts ja die Pille.

Also kann man ja nicht oft genug das Thema anbieten zu Hause, natürlich nicht damit nerven.
 

Benutzer77547 

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Ja sicher, hauptsache überhaupt über Verhütung informiert. Aber das würde mir ehrlich gesagt nahe gehen. Ich habe immer vermisst, dass ich nie mit meinen Eltern reden konnte. Und das möchte ich gern bei uns anders haben. Aber mehr als vermitteln, dass ich immer ein offenes Ohr habe, kann ich nicht. Ich weiß ich denk da vielleicht komisch. Und noch hat es Zeit. Aber sie sind schneller groß wie man denkt. Und abgrenzen von den Eltern müssen sie sich schließlich auch, alles andere wäre ungesund.

Ja klar, ich finde das auch ein schwieriges Thema. Wie gesagt, unser Ältester ist 12. Insofern betrifft es mich ja genauso und ich bin auch etwas unsicher. Dein Sohn scheint da nämlich schon weiter zu sein. Unserer - obwohl er bereits in der Pubertät ist - interessiert sich kein Stück für solche Themen und findet alles was mit Mädchen, Sexualität etc. zu tun hat, völlig daneben (jedenfalls tut er so!!). Da kommt nix an Fragen. Die stellen eher seine kleinen Schwestern. Im Moment sind wir aber noch der Ansicht, dass wir da nicht aktiv auf ihn zugehen müssen und ihn damit behelligen. Wäre aber natürlich evtl. fatal, wenn wir den richtigen Zeitpunkt verpassen würden. Im Moment habe ich aber (noch) den Eindruck, dass das wirklich bei ihm noch kein Thema ist. Es gibt jedenfalls keinerlei - auch keine versteckten - Anzeichen, dass es anders wäre.
 

Benutzer150539 

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LULU1234 LULU1234 hattest du den Eindruck, dass nicht alles erklärt wurde in der Schule, oder haben sie sich nicht getraut während dem Unterricht zu fragen?

Ich hab ne Zeit lang bei nem Projekt gearbeitet, das Medizinstudenten in Schulklassen für Aufklärungsunterricht schickt - dies hat einige Vorteile:
- Kidds fragen nicht ihre Lehrer. Wie peinlich wäre es, den Lehrer über Mumus, Schniepel, Menstruation und sexuelle Gefühle zu Fragen, wenn er am nächsten Tag Mathe unterrichtet.
- Geschlechtergetrennter Unterricht. Weil Mädchen unter sich einfacher ins Reden kommen (Menstruation, Veränderung des Körpers, Verliebtheit, Grenzen), wenn sie unter sich sind (Bei Jungs natürlich auch, nur hab ich die Gruppen nie geleitet)
- Fragen kommen nachher. Und dafür wurden Mail-Adressen verteilt, an die sich die Kidds wenden konnten.
- Kidds sind "unaufgeklärter" als gedacht, trotz Internet und Pornos. Alles wissen zwar, was es ist, aber niemand, wie es richtig geht. Wir wurden immer wieder gefragt "muss ich so stöhnen wie im Porno?", "warum ist mein Schwanz mit 11 nicht so lang und gross wie der im Film", "warum stehen Mädchen nicht auf Sperma im Gesicht" usw. Wir mussten immer wieder erklären, dass Pornos wie Hollywood-Filme einfach nur gespielt sind. Die Disney-Märchen sind auch nicht echt!

Wir verteilten Kondome und zeigten an Bananen den Umgang damit, genau so wurden vor- und Nachteile von Verhütungsmitteln besprochen, STDs, Sex, Romantik, Verliebt sein und und und besprochen, je nach Altersstufe und Reife der Klassen. War ne lustige Erfahrung, leider hatte ich neben meinem Studium nicht genug Zeit, um aktiv Unterricht zu leiten.

Aus Erfahrung mit den Kidds weiss ich, dass an neutrale Ansprechpartner ausserhalb des täglichen Umfelds (Eltern, Lehrer) solche Themen einfacher herangetragen werden können.


Ich finds super, dass du ein offenes Verhältnis mit deinem Sohn pflegen willst, doch ich denke, es wird ihm schwer fallen, selber auch offen darüber zu sprechen. (Ich kann das mit meiner Mama heute noch nicht, obwohl ich 26 bin und sie sehr offen.) Drum wärs nicht schlecht, wenn es jemanden geben würde, den er genau dafür Fragen könnte. (So ein "Mann zu Mann"-Gespräch :zwinker: )
 

Benutzer107106 

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Anonyme Fragestellung finde ich auch ganz wichtig.
Und ich weiß, dass ich ganz beiläufig mit Teenagern im Haus mal Fallen lassen würde, wo ich meine Kondome aufbewahre, bzw. eine Packung ins Bad stellen würde. Lieber finanziere ich einen extrem hohen Kondomverbrauch, weil mein Sohn Spaß dran hat die Dinger aufzupusten und Wasserbomben in der Sportumkleide zu bauen, als mir den Vorwurf machen zu müssen, Verhütung nicht zu unterstützen :zwinker:
 

Benutzer44981 

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Auch wenn ich keine Kinder und schon gar keine Kinder in diesem Alter habe, erlaube ich mir doch mal zwei kleine Bemerkungen...

Wie handhabt ihr das zu Hause? Wird das offen besprochen, oder ehr abgewartet was das Kind selber dazu sagt? Bei uns gab es da schon öfter Diskussionen mit der väterlichen Seite. Das zb. ein Kind ehr damit abgespeist wird, dass es zu jung ist um Fragen zu stellen, die in Richtung gehen "Warum wird mein Pillermann steif", ja puh wie erklärt man das Kindgerecht.
Hä? - Ein Kind fragt sich, wieso sein Pillermann steif wird und wird damit abgespeist, dass es für diese Frage zu jung ist?!? - Das ist ja nun wirklich mehr als bescheuert! :kopfwand:

Ja sicher, hauptsache überhaupt über Verhütung informiert. Aber das würde mir ehrlich gesagt nahe gehen. Ich habe immer vermisst, dass ich nie mit meinen Eltern reden konnte. Und das möchte ich gern bei uns anders haben. Aber mehr als vermitteln, dass ich immer ein offenes Ohr habe, kann ich nicht. Ich weiß ich denk da vielleicht komisch. Und noch hat es Zeit. Aber sie sind schneller groß wie man denkt. Und abgrenzen von den Eltern müssen sie sich schließlich auch, alles andere wäre ungesund.
Es ist bestimmt gut, dass du deinem Sohn vermittelst, dass du offen für jegliche Fragen - auch zum Thema Aufklärung, Pubertät, Sex, Verhütung, usw. bist und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch dein Sohn das deutlich besser findet, als wenn du all das zum Tabuthema erklären würdest.
Aber trotzdem halte ich es doch auch für ziemlich plausibel, dass es über manche Dinge lieber nicht mit seiner Mutter sprechen will. :zwinker:
Und ich glaube durchaus, dass PL für derartige Fragen nicht die schlechteste Anlaufstelle ist. :zwinker:
 

Benutzer77547 

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Ich hab ne Zeit lang bei nem Projekt gearbeitet, das Medizinstudenten in Schulklassen für Aufklärungsunterricht schickt - dies hat einige Vorteile:
- Kidds fragen nicht ihre Lehrer. Wie peinlich wäre es, den Lehrer über Mumus, Schniepel, Menstruation und sexuelle Gefühle zu Fragen, wenn er am nächsten Tag Mathe unterrichtet.

Ja, das finde ich auch gut. Deswegen bin ich auch sehr davon angetan, dass die Thematik in der Schulklasse meiner älteren Tochter (10 Jahre) auf Initiative der Lehrerin durch externe Sexualpädagogen in einem Projektunterricht bearbeitet werden soll und nicht von den eigentlichen Lehrern im "laufenden Unterricht". Steht bald an und ich bin sehr gespannt wie das angegangen wird.
 

Benutzer150539 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Deswegen bin ich auch sehr davon angetan, dass die Thematik in der Schulklasse meiner älteren Tochter (10 Jahre) auf Initiative der Lehrerin durch externe Sexualpädagogen in einem Projektunterricht bearbeitet werden soll
Wir haben (hatten) den einen Vorteil, dass wir mit ca. 20-25 Jahren noch näher an den Kidds sind (waren), als ältere Pädagogen. Aber wir hatten Mal ne 60 Jährige Dozentin, die auch bei den Kidds super ankam. Hauptsache extern, auch wenns mal was kostet. Notfalls nen Sponsor für das Eis auf der nächsten Klassenfahrt suchen, aber nicht am Sex-Päd-Unterricht sparen.
Im Gym hats bei uns der 65-jährige Bio-Lehrer versucht. War süss, aber schlussendlich nicht passend.
 

Benutzer4030 

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Sie kommen ja jetzt doch langsam in ein Alter ab 11-12 wo alles wächst, die Stimmung sich ändert (ja dann ist das Kind auch mal genervt, was sonst so umgänglich war:cool:. Ich muß dazu sagen, dass ich alleinerziehnde Mutter bin und dadurch (keine Ahnung) einen engeren Umgang mit ihm habe, weil er mit seinen Vater er Dinge macht und nicht beredet, ich aber dann teilsweise nicht weiß ob es zu offen bin. Aber über was sie in der Schule so alles untereinander reden, da bin ich lieber ehrlich, als manchen Blödsinn unkommentiert zu lassen.

Mir ist aber noch nicht so ganz klar, weshalb du unsicher bist. Es läuft doch alles prima. Auch wenn dein Sohn eine Weile gebraucht hat und es ihm evtl. irgendwie erstmal unangenehm war: Er hat Dich nach den Kondomen gefragt und ihr habt drüber geredet. Was will man denn mehr?
Wieso glaubst Du, dass er in Zukunft bei Fragen oder Problemen nicht zu Euch kommen sollte?
Sprich es doch direkt an, dass er mit solchen Dingen immer zu Euch kommen kann und ihm nichts peinlich sein muss.

casanis casanis Meine Unsicherheit besteht im Moment ehr darin, ob ich zuuu offen mit ihm bin. Weil der Rest unseres Umfeld (ehr die väterliche Seite) da ehr unaufgeschlossen ist. Und mir da schon Vorgeworfen wurde (als noch alles Tutti war) wie ich seine Fragen beantwortet habe (ehrlich aber dennoch Kindgerecht). Ich aber bedenken habe, ob ich als Mutti wirklich so der passende Ansprechpartner bin, wollte ich einfach mal wissen, wie das in anderen Familien so gehandhabt wird.

Was vielleicht noch reinspielt, das wir seit ca. 1 Jahr leichte Tenenzen haben, das mein Sohn die Rolle als Aufpasser für mich ein nimmt, als einfach unbeschwert noch "Kind" zu sein. Platzhirschgehabe mit meinen Neuen Partnere ect. (haben wir im Moment wieder in den Griff bekommen).

Klar kann es auch sein, dass meine Sorgen unbegründet sind. Ich aber erkennen muß, das dieses Alter, wo sich die Kinder abnabeln (was außer Frage steht, dass das sehr wichtig ist), doch noch mal ne andere Hausnummer wie das Kindergartenalter ist.

Ich wollte ein wenig den anderen Austausch zu diesen Thema von anderen Familien.

LG
 

Benutzer71335  (53)

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Ich denke du machst das schon richtig.
Wenn ein Kind fragen hat, offen beantworten, sachlich, neutral und dem Alter angepasst und ne zu viel, lieber weitere Nachfragen abwarten und die nach 6nd nach abarbeiten. Kommen keine Nachfragen mehr das Thema auch beenden.
Kinder wissen gut, wann es genug für den Moment ist.
Schön wenn sie überhaupt fragen.

Es kommt aber auch sehr, sehr viel von außen und auch da bin ich immer wieder erstaunt, wieviel (theoretisches) Wissen aber auch selbst gebildete Ansichten und Meinungen dazu schon bei Ihnen vorhanden ist und wie offen und klar sie das formulieren, so ganz ohne Peinlichkeit.
Meine konkrete Meinung zu sexuellen Fragen scheint ohnehin niemand zu interessieren und mein Mann hat gar keine Meinung g oder Interesse an dem Thema, daher nehmen wir da wenig Einfluss drauf.
Das Thema wird eigentlich nie aus einem Wissensbedarf angeschnitten, aber man schaut halt zusamnen Fernsehn, Nachrichten, Berichte und redet/diskutiert halt allgemein darüber.
Dann sind meine halt auch fast gleichaltrige ubd immer in der selben Lebensphase, fast wie Zwillinge sehr eng miteinander ubd tauschen sich aus und lernen voneinander und schätzen sehr die Meinung des Bruders.
Ich bin mir aber auch nicht sicher ob nicht einige weibliche Youtuber denen meine Söhne so folgen sich nicht auch mit dem Thema Sex und Beziehung usw. Auslassen, ist ja auch nicht alles nur Mist und Klamauk und gibt wohl auch Infos oder Diskussionsstoff.

Auch über Verhütung wissen die erstaunlich gut Bescheid, sind aber auch Wissensjunkies und lesen einfach alles nach was sie nicht wissen und saugen es in sich auf.

Was die Pille angeht hat zumindest mein Großer, woher auch imner, den Wissensstand von @krava. :grin:

Die Frage ist, wie sie reagieren und mit dem Wissen umgehen, wenn sich tatsächlich mal sowas wie eine Beziehung ergibt und Emotionen dem ganzen Leben gibt.
Ob man mich da fragt? :grin:
Bin gespannt, ich drängt mich da aber nicht auf.

Was dein anderes Problem betrifft kann ich jetzt nicht viel sagen, da wir eine sehr traditionelle Rollenverteilung als Familie haben, kenne das aber von alleinerziehenden Müttern auch genau so wie du es beschreibst, die Kinder setzen sich schon auch in die Rolle des Lebenspartners, was sie genau genommen aber ja auch sind.
Denke es ist was anderes als in klassischen Familien, aber doch auch den Bedürfnissen automatisch angepasst.
 

Benutzer4030 

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Lollypoppy Lollypoppy erstemal vielen Dank für deinen doch relativ genauen Einblick in dein Familienleben. Ich fand dich so schon sehr symphatisch doch jetzt bist du die Leiter noch weiter hinauf geklettert:anbeten:


die Kinder setzen sich schon auch in die Rolle des Lebenspartners, was sie genau genommen aber ja auch sind.

Und genau das Versuch ich ein wenig abzublocken. Da haben wir schon intensive und gute Gespräche gehabt, und ich denke mein Sohn hat es verstanden.

Ich versuch mich entspannt zurück zu lehnen und an ihn zu glauben und vor allem zu vertrauen, dass er weiß, wo er sich hinwenden kann, wenn er Probleme und Fragen hat. Ich denke mal deine Lollypoppy Lollypoppy sind aus den gröbsten raus und euer Verhältnis hört sich richtig gut an. So stell ich mir das vor.
 

Benutzer76802  (30)

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Wir sind ja ja noch ganz ganz weit entfernt, ich wüsst ehrlich gesagt garnich wann man damit anfangen sollte bzw wie :what:

Wir haben damals zuhause garnich drüber geredet.. in der schule hatten wir das in der 3ten klasse und in der 6ten dann nochmal.. da war ich 12.. das hat mich noch garnich interssiert.. finde das war viel zu früh.. aber damals wars auch noch ne andere zeit wie heute :tongue:

ca 2 Jahre später hatte ich nen Freund und wir haben das alles zusammen entdeckt.. und zwar richtig.. mit passender Verhütung ohne zu Mami oder Papi zu rennen.

Mir persönlich hat es nicht geschadet.. außerdem wussten meine Eltern eh bescheid.. wir haben da auch nie nen hehl raus gemacht bzw unsere ganze family.. gehört hat mans sowieso :tongue: bei mir mit meinem ex und nun mann oder bei meiner schwester mit ihrem damaligen freund :tongue: meinen eltern hats nie gestört.. die ham uns eher noch machen lassen.. warum auch nicht? Auch ham se für uns keine Kondome gekauft, da ham wir uns drum gekümmert.. fands nun auch nicht so schlimm bzw komisch :what:

deswegen wüsst ich nun garnich wie das so wäre, wenn unser sohnemann da bissel anders denkt bzw schüchterner ist oder sowas :what:

auch heute noch gehn wir alle in der familie also unserer meine seite offen damit um.. machen scherze drüber.. kann nicht jeder verstehen und nachvollziehen, letztens hat die beste freundin meiner schwester mitbekommen wie se mit usneren eltern drüber geredet hat weilse nun nen neuen Freund hat.. (Dad hatte gefragt obse schon sex hatten) die hat se ganz entgeistert angeschaut und gemeint sie könnte darüber niemals mit ihren eltern sprechen :what:

kommt vll ganz auf das kind drauf an bzw auf den charakter.. wir wurden so nie von usneren Eltern aufgeklärt nur in der schule und das war auch eher larifari weils halt sein musste. bzw wie ich finde viel zu verfrüht :what: mit 12 hab ich daran noch garnich gedacht.
 

Benutzer77547 

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Off-Topic:
Betrifft zwar nicht die Frage der TS. Aber ich frage mich gerade, in welchem Alter schulische Sexualaufklärung mit welchen Inhalten eigentlich sinnvoll ist. Wäre aber vielleicht ein anderer Thread....

Insgesamt scheint mir das ein recht schwieriges Thema zu sein.
Beispiel: Einer meiner Töchter ist in der 5. Klasse und 10 Jahre alt. Ich habe oben schon geschrieben, dass die Lehrerin für dieses Halbjahr ein Sexualaufklärungsprojekt mit externen Sexualplädagogen geplant hat (hat noch nicht stattgefunden). Ausgangspunkt war, dass ihr aufgefallen ist, dass das Thema bei einem Teil der Klasse - insbesondere bei einem Großteil der Mädels, meine Tochter ist darunter, durchaus schon auf verbale Art und Weise - und das nicht immer besonder adäquat - eine gewisse Relevanz aufweist. Ich und die meisten Eltern fanden die Initiative der Lehrerin auch sehr gut.

Es gab aber auch ein paar Eltern von ein paar Jungs, die damit etwas "Bauchschmerzen" hatten. Deren Jungs, die ich ja auch kenne, können mit dem Thema noch überhaupt nix anfangen. Das Thema Sex ist einfach noch überhaupt nicht Teil ihrer Vorstellungswelt. Die Eltern haben sich schon die Frage gestellt, ob es da Sinn macht, denen JETZT schon was von Kondomen, Verhütung, Sex etc. pp. zu erzählen. Sie haben zwar letztlich auch zugestimmt, weil sie eingesehen haben, dass etwas passieren sollte, wenn es nunmal Thema in einem Teil der Klasse ist und dass es ihre "Kleinen" schon nicht traumatisieren wird:zwinker:. Besonders glücklich schienen sie aber nicht mit der Entscheidung zu sein, dass ihren Jungs jetzt Fragen beantwortet werden sollen, die sie offenkundig noch gar nicht haben.

Das scheint mir ja ein generelles Problem zu sein, dass in dieser Alterstufe einfach die Bandbreite der individuellen Entwicklungsstufen noch extrem weit auseinander ist. Ist da eine sehr detaillierte schulische Aufklärung, die ja immer irgendwie alle über einen Kamm scheren muss, überhaupt sinnvoll? An was soll sich diese orientieren? An denen, die schon viele Fragen haben (evtl. überfordernd für die einen) oder an denen, die noch gar keine Fragen haben (ineffektiv für die anderen)? Scheint mir für diejenigen, die das durchführen sollen, gar nicht so einfach zu sein.

 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer4030 

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Gute Frage. Und kann ruhig hier mit einfließen. Mir ging es ja auch allgemein um dieses Thema. Du hast recht. Es ist sicherlich individuell, aber wie umsetzen? Einmal find ich auch gut das sich eure Lehrerin Gedanken macht! Bei uns War es in der 4. Klasse. Allgemeine Aufklärung. Wie ein Baby entsteht. Verhütung. Da waren sie 9-10 Jahre.

Weiter oben stand schon sowie , dass es getrennt Aufklärung gab. Da kann auf die Jungs anders eingegangen werden wie auf die Mädchen. Ich denke mal irgendwas zwischen 6. Und 7. Klasse. Aber auch eure Lehrerin hat recht. Wo mein Sohn in der 5. War sahen die Mädels schon teilweise wie 14-15 aus.

Alle unter einen Hut zu bekommen ist sicherlich sehr schwer.
 
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