Aufklärung ich bin verwirrt!!

Benutzer151038  (44)

Ist noch neu hier
Hallo,

ich bin echt darüber erstaunt wie viele Unsicherheiten es in der heutigen Zeit noch immer gibt.

Ich will hier jetzt keine Threads im Einzelenen nennen aber mich verwundert und verwirrt es echt, dass viele Frauen und auch Männer so wenig über Verhütung oder das richtige Anwenden der Pille wissen.

Zum einen finde ich die Arbeit, welche hier im Forum geleistet wird wirklich Klasse, denn so wird ein erheblicher Beitrag zur Aufklärung geleistet aber ich sehe aben auch, dass nicht jeder der Probleme mit dem Thema Verhütung hat, sich einen Rat hier oder in einem anderen Forum sucht.

An wem liegt es denn die Aufklörung voranzutreiben? Liegt es in den Händen der Eltern oder ist es eine Aufgabe welche von der Schule übernommen werden sollte?

Ich bin einfach der Meinung und so mache ich es auch mit meinen Kindern, dass gerade das Thema Aufklärung in das ELternahus gehört. Man kann ja nun nicht alles auf die Schule abwälzen und wenn ich mich an meinen Sexualkundeunterricht erinnere, ist es mir auch viel lieber wenn ich mich dafür verantwortlich zeichnen kann und genau weiß, dass meine Kinder gut vorbereitet in ihr Sexualleben einsteigen können. Ich finde es gefährlich, dass es in der heutigen Zeit noch immer viele Lücken in der Aufklärung gibt, ob es da am Elternhaus liegt weil Sex eine verteufelte Sache ist oder gar als schmutzig gilt oder aber, dass man sich zu fein ist, über Sex zu reden.

Ich habe wie gesagt 2 Kinder und ich spreche mit meinem ältesten Kind ( 11 Jahre ), sehr offen über das Thema Sex, natürlich seinem Alter entsprechend, ich möchte aber erreichen, dass es jederzeit zu mir kommt wenn es Fragen hat, auch meine Partnerin denkt so wie ich und so kommen immer wieder sehr gut Gespräche mit dem ältesten Kind zustande und man merkt auch, dass er sich dabei wohl fühlt.

Sind denn die Beipackzettel in den Pillenverpackungen so schlecht oder unvollständig, dass solche defizielen Fragen aufkommen, wie:

- Pille und Durchfall?
- Pille vergessen was nun?
- Analverkehr Verhütung notwendig?
- Pille, Kondom notwendig?
Alleine wenn man sich das aufkommen der Threads hier im Unterforum Verhütung und Aufklärung ansieht, wird mir echt Angst und Bange.

Ich werde und ich hoffe, dass ich die Zeit finde hier aktiv mitzuschreiben und zu helfen.

Ok, wenn man seinen Partner noch nicht lange kennt oder es sich um einen One Night Stand handelt sollte man IMMER mit einem Kondom verhüten, nciht nur um NICHT Schwanger zu werden sondern auch um Intimkrankheiten zu verhindern.
Das gebietet einem aber doch der gesunde Menschenverstand.

Sicher muss man gerade in einem Forum aufpassen ob es gefakte Beiträge sind, doch wenn ich mir dann die Antworten und ich habe das hier nur Stichprobenartig gemacht, anschaut, kommt in mir doch die Frage auf:

"Wenn ich mich als Hilfesuchende/r an ein so bekanntes und großes Forum wie Planet Liebe wende, erwarte ich doch hilfreiche Antworten und keine sarkastischen oder ironischen Antworten, ODER?!"

Wie auch schon die Teammitglieder und Moderatoren hier geschrieben haben, wenn ich mich in einem solchen Forum anmelden und über die notwendige Erfahrung verfüge, muss ich doch auch ernsthaft Antworten um dem Hilfesuchenden die Angst zu nehmen, sei die Frage auch noch so "unerfahren"!

So ich glaube für meinen ersten Beitrag in diesem Forum war es ein sehr langer und ich hoffe es folgen noch viele mehr.

Gruß
Vielseitig
 

Benutzer137374  (49)

Benutzer gesperrt
So ich glaube für meinen ersten Beitrag in diesem Forum war es ein sehr langer und ich hoffe es folgen noch viele mehr.
Interessanter Beitrag. Ich denke auch, dass das Thema erstens ins Elternhaus gehoert und es zweitens erschuetternd ist, wie unaufgeklaert viele Heranwachsende sind. Meine Tochter ist auch elf und entsprechend praepubertaer schamlos interessiert. Ich blende dann den Vater aus und konzentriere mich auf den Biologen, wenn ich leidend erklaeren muss :zwinker: Die Unterschiede machen das Thema aber auch so komplex. Da gibt es eine Gruppe, die sich sorglos durch die Gegend voegelt, weil sie meint, dass das Waschen danach ausreichende Verhuetung waere und andere, die glauben schwanger zu sein, weil man Haende geschuettelt hat. Der Weg der Vernunft machte die einen noch sorgloser und bereitet den anderen permanente Angst. Das Forum hier leistet da wirklich was.
 

Benutzer135182 

Verbringt hier viel Zeit
Was das Thema fehlende Aufklärung betrifft kann ich nur das dazu sagen:
In der Schule wird in der 7. Klasse das Thema kurz angesprochen, ein Test drüber geschrieben und das war's schon fast. Großartig wird das Thema auch nicht angesprochen. In der Klasse ist das Thema sowieso "witzig" und es wird getuschelt und gelacht. Dementsprechend nicht ernst genommen.
Wir z.B. hatten nie was von einem Lusttropfen in der Schule gelernt, was zwei meiner Freundinnen Probleme bereitet hat.
Elterliche Aufklärung ist auch imemr eine Sache für sich. Die einen kümmern sich mehr, die anderen weniger. Meine Mutter hat mit mir viel darüber geredet. Hat immer gesagt: "Wenn was ist, komm zu mir."
Das ist aber in den seltensten Fällen so, dass die Eltern so mit ihren Kindern reden bzw. die Kinder auf ihre Eltern zukommen.
Ich kann verstehen, dass es einem unangenehm ist, mit den Eltern darüber zu reden. Ich hatte auch ganz schön bange bzw. war nervös, als ich meine Mom nach der Pille gefragt habe.

Meine Fazit daraus: Das Thema sollte mehr in der Schule behandelt werden. Es sollten ernsthafte Filme gezeigt werden, was passieren würde, wenn die Schüler nicht verhpten und was mit ihrem Leben schief gehen kann. Evtl. würden die Schüler besser im Unterricht aufpassen.
Das ist auch nur ein Vorschlag, Wie genau man das ändern könnte, weiß ich allerdings auch nicht genau.
Man könnte auch ein Pflichtprogramm für alle 11-14Jährigen anbieten, die in dem Alter alle halbe Jahr zu einer Pflichtveranstaltung über Sex gehen müssen. Wäre auch eine Möglichkeit.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wir hatten guten Aufklärungsunterricht in der Schule und auch meine Eltern waren offen für derartige Fragen- trotzdem habe ich hier noch Einiges dazu gelernt.

Ich würde aber deutlich mehr die Ärzte in die Pflicht nehmen! Wenn man einem 15jährigen Mädel die Pille verschreibt, könnte man doch zumindest kurz die Standard-Regeln nennen, wie zB "nach 7 Tagen ist der Schutz da, nach 14 Tagen darfst du 7 Tage Pause machen, Antibiotika kann die Wirkung aufheben, lies dir die PB durch". Das wäre eine Sache von einer Minute. Packungsbeilagen finde ich selbst so blöd aufgebaut und ätzend zu lesen, dass ich verstehen kann, dass ein unerfahrenes Mädchen sie nicht unbedingt studiert.
Bei mir und allen Bekannten wurde vom Frauenarzt nur das Rezept in die Hand gedrückt und darauf hingewiesen, dass man nicht mit Rauchen anfangen soll.
Auch Ärzte, die Antibiotika verschreiben, können bei einem Mädchen zwischen 14-18 ja auf die Idee kommen, nachzufragen, ob sie die Pille nehmen bzw. darauf hinzuweisen, dass die Wirkung aufgehoben werden kann. Oder die Apotheker. Auch da kann ich nachvollziehen, dass einem gar nicht in den Sinn kommt, Pille und AB könnten miteinander wechselwirken, wenn das weder Frauenarzt, noch anderer Arzt oder jemand in der Apotheke erwähnt und man die PB vielleicht nur überflogen hat.
 

Benutzer135182 

Verbringt hier viel Zeit
Naja.. reed reed ist es nicht eigentlich selbstverständlich, die PB zu lesen? Bei jedem Medikament, das ich mal nehmen muss, lese ich mir das immer komplett durch. Und da es da um Verhütung geht, um keine Kinder mit 14 Jahren in die Welt zu setzen, ist es doch logischer das zu lesen. Dadurch dass man das bestimmt über Jahre hin nimmt, sollte man doch Risiken etc. wissen bzw. lesen.
Gibt es wirklich welche die das wirklich überhaupt nicht lesen? :what: Ich mein.. so lange wie man das nimmt...
 

Benutzer151038  (44)

Ist noch neu hier
Leider machte ich auch die Erfahrungen, dass kaum eine Partnerin von mir wirklich bescheid wußte wie sich die Pille in Zusammanhang mit anderen Medikamenten oder Erkrankungen verhält.
Auf die Nachfrage wie man so etwas nicht wissen könne, kam meistens PB nicht gelesen oder naja wenn es was gäbe was ich beachten müsste, hätte der Arzt bestimmt was gesagt.

Aber ich muss REED schon recht geben, diese Beilagen sind meist sehr unverständlich geschrieben.
 

Benutzer137374  (49)

Benutzer gesperrt
Naja.. reed reed ist es nicht eigentlich selbstverständlich, die PB zu lesen? Bei jedem Medikament, das ich mal nehmen muss, lese ich mir das immer komplett durch. Und da es da um Verhütung geht, um keine Kinder mit 14 Jahren in die Welt zu setzen, ist es doch logischer das zu lesen. Dadurch dass man das bestimmt über Jahre hin nimmt, sollte man doch Risiken etc. wissen bzw. lesen.
Gibt es wirklich welche die das wirklich überhaupt nicht lesen? :what: Ich mein.. so lange wie man das nimmt...
Das ist ein bisschen ot, aber die PBs haben sich in den letzten Jahren geradezu absurd verschlechtert (wer hat sich das ausgedacht?). Frueher standen dort die Fakten auf den Punkt gebracht (Indikation, Nebenwirkungen, Kontraindikation usw), jetzt ist es ewig langes Geschwurbel in Form von Fragen und Antworten, was sich sehr anstrengend liest. Da hat es jemand viel zu gut gemeint, aber schlecht gemacht.
 

Benutzer135182 

Verbringt hier viel Zeit
Das ist ein bisschen ot, aber die PBs haben sich in den letzten Jahren geradezu absurd verschlechtert (wer hat sich das ausgedacht?). Frueher standen dort die Fakten auf den Punkt gebracht (Indikation, Nebenwirkungen, Kontraindikation usw), jetzt ist es ewig langes Geschwurbel in Form von Fragen und Antworten, was sich sehr anstrengend liest. Da hat es jemand viel zu gut gemeint, aber schlecht gemacht.
Ich finde, dass die eigentlich recht gut geschrieben sind. Ich habe bisher immer alles verstanden. Vielleicht steht heutzutage auch nur darum mehr drin, da sie heute bessere Möglichkeiten haben die Risiken der Medikamente etc rauszufinden. Wer weiß.
 

Benutzer143177 

Sehr bekannt hier
Ich verstehe aber auch nicht, warum manche nicht ordentlich die PB lesen, 90% der Fragen hier könnten durch einen Blick in die PB beantwortet werden. Als ich mit der Pille angefangen habe, habe ich quasi im selben Monat noch ein Antibiotikum nehmen müssen, in der PB stand nix speziell dazu, also hab ich meinen Hausarzt und meinen Frauenarzt gefragt, wies da mit der Wirkung aussieht, weil es für mich völlig logisch war, dass nunmal zwei Medikamente wechselwirken können. Eine Freundin von mir wusste allerdings auch mit Ü20 nach mehr als 5 Jahren Pille noch nicht, dass man da aufpassen sollte, das hat mich schon echt erstaunt. Männer wissen teilweise auch zu wenig über die Pille, obwohl sie sich drauf verlassen, das finde ich ein bisschen blöd, schließlich wäre es nicht verkehrt, wenn sie die Freundin auf einen Fehler hinweisen können, wenn die selber keine Ahnung hat (was ja leider vorkommt). Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum man Medikamente nimmt und sich dann kein bisschen drüber informiert; wenn man keine Lust hat, den 2 Meter Beipackzettel zu lesen, kann man immernoch beim FA nachfragen, da kriegt man auch alles erklärt.

Dass allerdings ohne jegliche Aufklärung über mögliche Risiken und Folgen jedem Mädel einfach mal so die Pille verschrieben wird, finde ich nicht richtig.

In der Schule ist das mit der Aufklärung leider etwas schwierig, wenn man da als Lehrer in einem Haufen kichernder Kinder sitzt, die alles ultrakomisch finden und sich eigentlich nur darin übertrumphen wollen, möglichst dumme Fragen ("Was ist denn Ihre Lieblingsstellung") zu stellen. Da ist es natürlich ein wenig schwerer, wirklich ernsthaft über alles aufzuklären.
Eltern mag das zwar unangenehm sein, aber es ist dennoch ihre Aufgabe und ich finde es wichtig, wenn sie ihren Kindern die Möglichkeit bieten, jederzeit Fragen zu stellen, um schlechte Erfahrungen, Krankheiten und Schwangerschaften zu verhindern. Die wären nämlich deutlich unangenehmer. Daher sollte man zuhause einen lockeren Umgang damit pflegen und sich nicht schämen, wenn man dann mal etwas genauer erklären muss, was passieren kann. Und auch von Elternseite aus das Thema FA, Pille, Kondome ansprechen, spätestens wenn das Kind dann mal einen Freund hat, und nicht versuchen zu verdrängen, dass das liebe Kind am Ende Sex haben könnte.
 

Benutzer138450  (29)

Verbringt hier viel Zeit
Ich will hier jetzt keine Threads im Einzelenen nennen aber mich verwundert und verwirrt es echt, dass viele Frauen und auch Männer so wenig über Verhütung oder das richtige Anwenden der Pille wissen.
Guck mal auf gutefrage.net, da werden die Tränen kommen. Alles, was ich hier gelernt habe, versuch eich dort irgendwie, an offensichtlich schamlos unwissende junge (und teilweise auch nicht mehr so junge) Mädchen und Jungs zu bringen, damit nicht irgendwann ein armes Kind die ganze Unwissenheit ausbaden muss.

Aufklärung ist eigentlich Elternsache (wenn das Verhältnis es zulässt). In der Schule wird das mitten in der Pubertät mal abgehandelt, wo beim Wort "Penis" die ganze Klasse schon anfängt zu johlen und zu brüllen. Wer soll denn da anständig was über Sex und Verhütung lernen? In meinem Sexualkundeunterricht hat die Pille nicht einmal Erwähnung gefunden. Da hieß es im Prinzip nur "Die Frau blutet ein Mal im Monat, wenn sie Sex hat und nicht mehr blutet, ist sie schwanger. Sex geht so und so und jetzt guckt euch mal auf dem Arbeitsblatt die Anatomie von Mann und Frau an." Wow. Dan liegt es wirklich an den Eltern, sich da nicht zu fein für zu sein oder es peinlich zu finden, über Sex zu sprechen. Wenn man ihn hat oder hatte, kann man auch drüber reden. Ich verstehe sowieso nicht, wieso auf jeder Werbetafel einen halbnackte Frauen und Männer anstieren dürfen und in so gut jedem Bereich sexualisiert wird, das Thema aber dann trotzdem unter den Tisch gekehrt wird. Vielleicht will man hier auch, wie in den USA, die Rate der minderjährigen Mütter hochtreiben? :rolleyes:
Ich persönlich habe mich selbst durchs Internet aufgeklärt, weil das Verhältnis zu meinen Eltern es anders nicht zugelassen hat und mir die Schule in der Richtung nichts beigebracht hat, allerdings habe ich das auch getan, bevor ich Sex hatte. Auch das ist ein großes Thema, wie mir scheint - immer erst schreien und fragen, wenn das Kind schon längst in den Brunnen gefallen ist.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nö, ich kann wie gesagt nachvollziehen, dass man die nicht liest, oder nicht komplett, weil man davon ausgeht, dass einen über wichtige Sachen schon der Arzt oder Apotheker informiert.
Klar, ich lese sie- aber ich finde es nachvollziehbar, dass eine 15jährige da nicht unbedingt so "drauf kommt". Wenn der FA die Pille wie ein Bonbon verschreibt, wieso sollte sie dann davon ausgehen, dass sie es nicht ist?
 

Benutzer151038  (44)

Ist noch neu hier
Auch wenn viele Zeter und Mordio schreien wenn man die Aufklärung in Finnland zitiert aber ich muss sagen, dass ich diese Methode einfach klasse finde.
In Finnland wird zum Beispiel das Thema Sexualität völlig offen in den Schulen behandelt.

Der Sexualkundeunterricht ist in Finnland fest im Lehrplan verankert und das nicht nur für ein Schuljahr und ein paar Biostunden sondern über viele Schuljahre hinweg.

Im Gros bin ich heutzutage einfach der Meinung, dass sich viele Eltern zu sehr auf die Schule verlassen und gerne annehmen möchten, dass diese Ihre Kinder schon auf den rechten Weg bringen werden... Tja ich als verantwortungsbewusster Vater kann diese Veranwortung aber nicht abgeben. Ich möchte ja für mich selber sicherstellen, dass ich mein Kind bestens gerüstet in die Selbstständigkeit abgeben kann.

Sofern in meiner Partnerscahft das Thema Verhütung aufkommt, setzen wir uns zusammen und besprechen, was das Sinnvollste ist, ist es die Pille, das Kondom, Spirale oder oder oder. Es steht dann nach der Wahl der Methode, bei uns ist es zu 90 % der Nuvaring, auch die Frage der Ksoten im Raum, ich als Mann kann nicht erwarten, dass Frau diese alleine trägt.
Leider sehe ich in meinem Freundes und Bekanntenkreis immer wieder, dass sich die Frau alleine darum zu kümmern hat und sich der Mann komplett raus hält.
 
A

Benutzer

Gast
Meiner Meinung nach wird hier zu viel von der eigenen Kultur ausgegangen. Ich bin ja zB so aufgezogen worden, dass ich bis ins Erwachsenenalter hinein Jungfrau bleiben sollte. Da war das Einzige, was ich von meinen Eltern hörte, dass ich nicht alleine mit Jungs sein darf und ich soll mich nicht zwischen den Beinen berühren :grin: Aufklärungsunterricht gab es gar keinen.

Es ist natürlich ein schöner Gedanke, dass sich die Eltern darum kümmern, aber es sind nunmal nicht alle Eltern in unseren deutschsprachigen Ländern aus superverständnisvollen modernen Haushalten.
 

Benutzer151038  (44)

Ist noch neu hier
Ohh, ich bin auch aus keinen Elternhaus in dem offen über Sexualität gesprochen wurde, ich habe mich selber dafür interessiert und mir viel selber beigebracht wenn man das in diesem Bezug so nennen darf...

In unserer Familie wurde darüber nicht bis gar nicht gesprochen.
Meine Aufklärung hat zum größten Teil im Internat stattgefunden durch ausprobieren und lesen.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Meiner Meinung nach wird hier zu viel von der eigenen Kultur ausgegangen. Ich bin ja zB so aufgezogen worden, dass ich bis ins Erwachsenenalter hinein Jungfrau bleiben sollte. Da war das Einzige, was ich von meinen Eltern hörte, dass ich nicht alleine mit Jungs sein darf und ich soll mich nicht zwischen den Beinen berühren :grin: Aufklärungsunterricht gab es gar keinen.
Das war ja auch zu "früheren" Zeiten hier nicht unbedingt üblich, meine Eltern wurden auch nicht wirklich aufgeklärt.
 

Benutzer150315  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Also ich erzähle hier mal sowohl meine eigene Erfahrung als auch meine Erfahrung als Lehramtsstudentin im Fach Biologie bezogen auf Sexualerziehung.

Ich selbst wurde sehr gut in der Schule und von meiner Mutter aufgeklärt. Was ich super fand von meiner damaligen Lehrerin Jungs und Mädels wurden zu bestimmten Themen getrennt und dann gab es gerade unter den Mädels weniger das Problem der scham, z.B. anzusprechen wie denn das mit den Tagen noch mal genau istund wie man denn ein Tampon richtig verwendet. da hat man damals die jungs raus weil man wusste die langweilen sich bei sowass und hat diese dann von einem Mann gleichzeitig über Kondome etc aufgeklärt. Meine Eltern sind mit mir ebenfalls sehr offen umgegangen was das anging und wir können da heute noch gut drüber reden wenn ich was bestimmtes wissen muss, meine Mama hat einfach noch ein gesundheiltiches Background Know-How als Krankenschwester und wo ich öfter mal an die Krankenschwester in ihr heran trete als an die "Mama".

So nun zu der Sache mit Schule und Aufklärungsunterricht.
Hier ist eine Sache das Problem was ich sehe, dass das Fach Sexualkunde im Zuge des Studiums der Biologie als Lehrer frei wählbar ist, also nicht zwingend belegt werden muss, für mich ein Grundlegendes Problem! Denn mich hat es geschüttelt als wir bspw. ein Kondom über einen Dildo ziehen sollten um zu zeigen wie das geht - muss man ja den schülern dann auch zeigen!- und dass Frauen im Alter zwischen 20-25 in meinem Kurs kooomplett falsch machten:schuettel::eek: auf meine Frage wer denn das in der Beziehung macht kam dann meist nur ja der Kerl ja ich verwende eh die Pille:whoot::whoot::whoot: für mich absolut unvorstellbar!!! Ich dachte zumindest Biologieleherer wissen solche Dinge-- scheiß n alten:schuettel:
Und wenn ich mir dann Vorstelle, jemand der diesen Kurs nicht besucht unterrichtet später mal Sexualerziehung mit genau diesem NICHTWISSEN dann kotze ich jetzt schon im Strahl:kopfwand:

Und meiner Meiung nach ist es sehr wohl ein Thema was die Schule behandeln sollte, denn es gibt leider auch heute immer noch Eltern die sich entweder schämen über sexualität zu sprechen oder sich selbst nicht gut genug aus kennen oder anderen kluturellen Background haben und einfach anderes aufgewachsen sind und anders erzogen wurde, aber gerade für diese Kinder ist ein Sexualkundeunterricht unabdingbar!

Und noch was mein freund jetzt 26 ist teilweise auch sowas von unaufgeklärt, dass ich ihn anschau und denk hoppla, ich sprech ihn dann drauf an ja hast das nie gelernt was is n da los? und er meinte zu seiner Zeit hatte man eine stunde Sexualerziehung da wurden ihnen die Geschlechtsmerkmale erklärt und gut is... und mit 26 zählt er jetzt eigentlich auch nicht mehr zur uraltschule....
 
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