Arbeitslos nach dem Studium

Benutzer36171 

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Hallo Leute,

Ich habe mein Studium im Herbst beendet, war mit meinem Mann noch 3 Wochen in Urlaub und hatte mit unserem Umzug noch viel zu tun. Seit Januar bewerbe ich mich intensiv.

Tja. :ratlos: Derzeit eiere ich natürlich noch ohne Job herum, was nicht so schlimm wäre, da ich ja noch nicht so wahnsinnig lange suche (beschweren auf hohem Niveau?) und ich auch keine Probleme mit Langeweile, aber ich verliere langsam den Mut. Ich hatte Vorstellungsgespräche, von denen die ersten beiden irgendwie daneben gingen, die beiden folgenden jedoch sehr gut waren, aber es kam bisher nichts dabei raus. Sprich: Absagen.

Nächste Woche bekomme ich für meinen Traumjob Bescheid, aber das Vorstellungsgespräch lief nicht gut und ich ärgere mich seit dem Termin grün und blau. Dauernd fallen mir Sachen ein, die ich hätte besser formulieren können, mitten beim Wäsche waschen muss ich daran denken, wie ich mich gleich beim ersten Vorstellungssatz verhaspelte und so weiter. Total blöd. Aber es lässt mich nicht los, was mich natürlich für weitere Bewerbungen hemmt.

Momentan ist es so weit, dass ich mich zum weiteren Schreiben von Bewerbungen zwingen muss. Ich bin richtig, richtig down. Ich verliere die Lust mich mit Leuten zu treffen und konsumiere stattdessen nur irgendwelchen Kram, um mich abzulenken. :ninja: Ich habe so langsam Angst, ernsthafte psychische Probleme zu bekommen - ich habe ja sowieso schon so meine Schwierigkeiten mit meiner Esstörung und meinem Selbstwertgefühl. Und natürlich habe ich Angst zu versagen, keinen Job zu finden, arbeitslos zu bleiben, ... Meine Eltern unterstützen mich momentan noch finanziell etwas und ich habe Studienkreditschulden.

Jede Absage, die eintrudelt, zieht mich weiter runter und ich habe solche Panik vor nächster Woche, wenn ich Bescheid bekomme, dass ich meinen favorisierten Job nicht machen kann (weil ich mich zu dämlich angestellt habe im Vorstellungsgespräch). Ich höre jetzt schon die Stimme am Telefon in meinen Ohren, dieses leicht bedauernde Luftholen der Person, die mir absagen wird.

Ich schreibe das hier und mir laufen die Tränen die Wangen herunter und gleichzeitig komme ich völlig überdramatisch vor. Ich sollte froh sein, dass ich einen wundervollen Mann, eine tolle Wohnung und eine liebende Familie habe. Bin ich auch. Sehr. Aber ich fühle mich gleichzeitig so... versagermäßig.

Ich weiß gar nicht, was ich von euch will. (Keine Tipps zu meinen Bewerbungen - da habe ich genug Leute drüber schauen lassen. :tongue:) Vielleicht ein bisschen Trost und Aufmunterung.
 
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Benutzer101125  (30)

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Ich kann so gut verstehen.....mir ging es das ganze letzte Jahr genauso. Zwischendurch hatte ich zwar den ein oder anderen kleinen Job, aber ich hab das ganze letzte Jahr Bewerbungen geschrieben und ständig nur Absagen bekommen. Fühl dich einfach mal ganz fest gedrückt :knuddel:
 

Benutzer123421  (30)

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Klingt für mich nicht sehr Versager mäßig. :grin:
Du hast ein abgeschlossendes Studium!!! Hinzu hast du ein wunderbares Umfeld. Dann bist du auch noch kritisch mit dir und versuchst dich zu verbessern bei deinen Vorstellungsgesprächen. Also ich finde du machst alles richtig. Klar das es nicht immer sofort klappt und man direkt einen Job findet. Dran bleiben! :grin: Schaffst du schon! :knuddel:
 
K

Benutzer

Gast
Erst mal ganz tief durchatmen! Lass dich nicht unterkriegen. Das geht vielen so nach dem Studium, und ein Versager bist du deswegen ganz bestimmt nicht. :smile:

Zu den Bewerbungsgesprächen, du warst einfach aufgeregt ist klar das es nicht immer so läuft wie man sich das vorstellt .. Aber warte erst mal ab, vielleicht fand die Traumjobfirma dich auch gar nicht so schlecht wie du denkst und es wird ein positiver Anruf? :smile: Umso mehr du dich runter machst, umso mehr wirst du auch down sein. Versteh ich auch und dir zu sagen es positiver zu sehen, wird dir nicht sonderlich viel weiterhelfen. In solchen Situationen muss man an den guten Sachen festhalten, wie z.B. deinen Mann den du erwähnt hast, oder auch deine Familie die dir hilft.

Übst du vor den Bewerbungsgesprächen was du sagen willst? Vielleicht hilft dir das ja beim nächsten. :smile:
 

Benutzer36171 

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Vielen lieben Dank euch beiden (edit: euch drei). So ein bisschen Trost hilft mir echt total :ashamed: und es tat richtig gut, mir das alles einmal von der Seele zu schreiben.
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Übst du vor den Bewerbungsgesprächen was du sagen willst? Vielleicht hilft dir das ja beim nächsten. :smile:
Ja, aber man wird doch immer von neuen Fragen überrascht. :grin: Was auch nicht so schlimm ist - ich konnte trotzdem reagieren, aber manche Sachen sind mir im Nachhinein so richtig unangenehm: Verhaspeln, verschlucken, falsch formulierte Antworten, nochmaliges Nachhaken des Personalchefs, ...
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich drück dich mal ganz lieb.
Kopf hoch - alles wird gut werden!
Gut, ich habe bisher wenig Ahnung mit der Jobsuche, aber du bewirbst dich ja erst seit Januar. Das sind ja gerade mal zwei Monate. Hast du mal bei deinen ehemaligen Kommilitonen rumgehört, wie es ihnen bei der Arbeitssuche so geht? Wie lange die im Durchschnitt so gebraucht haben?
Vielleicht haben die ja auch noch Tipps für die Suche für dich?
Je nach Studium ist die Jobsuche natürlich schwieriger oder leichter - Ingenieure werden mit Kusshand genommen, während sich Germanisten vielleicht schwerer tun. Vielleicht ist die Jobsuche bei dir deshalb auch schwieriger?
 

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
Hm wenn ich das so richtig sehe hast du auf wieviele Bewerbungen schon 4 Vorstellungsgespräche bekommen ? Auf 10 oder 20 ? Ich finde das ist gerade für eine Berufsanfängerin eine sehr gute Quote. Und ja ich weiß es ist auch jobabhängig wie viele dort gesucht werden aber generell ist es so, daß gerade Studienabgänger sehr oft erstmal Praktikas usw machen müssen oder überhaupt keine Antwort auf Vollzeitstellen bekommen etc insofern würde ich die QUote als sehr aufbauend ansehen.

ich hab über 180 Bewerbungen in den letzten 6 Monaten verschickt 3 Vorstellungsgespräche gehabt und oft nicht mal ne Absagemail bekommen und das trotz 2 Studiengängen und 11 jähriger berufserfahrung allerdings in einem extrem umkämpften MArkt
 

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Hallo liebe Hryna,

mir geht es zur Zeit sehr ähnlich und ich muss auch sehr aufpassen, dass mich das emotional nicht so herunterzieht. Was mir ein bisschen Antrieb gegeben hat, ist ein Praktikum in meiner Nähe. Das hat den Vorteil, dass ich 2-3 Tage pro Woche raus aus der Wohnung komme, Kontakt zu Menschen habe und eine Art Arbeitsalltag und Unternehmenskultur kennenlerne. Hinzu kommt, dass es mich unheimlich beruhigt, in meinem Lebenslauf keine Lücke zu haben und diese sogar sinnvoll zu füllen, da die Projektarbeit im Praktikum genau zu meinem Studium passt und ich mir zusätzlich neues Wissen aneigne - d.h., es ist auch für potentielle Arbeitgeber interessant. Außerdem verdiene ich ein bisschen Geld dazu, sodass ich mir nicht komplett bescheuert gegenüber meinem Freund vorkomme (auch wenn das unbegründet wäre, aber das Gefühl wäre eben da...). Vielleicht wäre ein Praktikum oder eine Aushilfsstelle auch etwas für dich? Klingt vielleicht etwas dramatisch, aber dadurch fühle ich mich nicht so "unnütz".
Dass man sich immer wieder neu aufraffen muss, um Bewerbungen zu schreiben, kommt mir leider auch sehr bekannt vor.

Ich drücke dir die Daumen, dass es vielleicht doch mit deinem Traumjob klappt. Und wenn nicht, dann mach dir nichts draus - dann war die Firma bestimmt eh voll doof! :tongue: :zwinker:
 

Benutzer36171 

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Je nach Studium ist die Jobsuche natürlich schwieriger oder leichter - Ingenieure werden mit Kusshand genommen, während sich Germanisten vielleicht schwerer tun. Vielleicht ist die Jobsuche bei dir deshalb auch schwieriger?
Ich habe eine Ingenieurswissenschaft studiert. Allerdings eine weniger gesuchte. (Aber ich sage ja: beschweren auf hohem Niveau. Verzeiht!) Viele in meinem Bekanntenkreis haben im MINT-Bereich studiert, einige mussten auch viele Monate suchen, selbst bei tollen Noten in Elektrotechnik, andere hatten dagegen vor Studienende etwas. 50 Prozent fanden nur über einen so genannten Dienstleister ins Berufsleben, aber der größte hat mir schon aus Mangel an passenden Projekten in meinem Bereich abgesagt. :ninja:
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Ich drücke dir die Daumen, dass es vielleicht doch mit deinem Traumjob klappt. Und wenn nicht, dann mach dir nichts draus - dann war die Firma bestimmt eh voll doof! :tongue: :zwinker:
Das werde ich mir dann auf jeden Fall sagen. :teufel::zwinker:

Ein Praktikum würde ich gerne machen. Allerdings nehmen die meisten nur Leute mitten im Studium. Ich überlege mir momentan, mich ehrenamtlich zu engagieren. (Wäre ich finanziell und wohnungsmäßig ungebunden, würde ich mir eine Auszeit im Ausland nehmen, zB als Aupair, aber das kommt derzeit nicht in Frage.)
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Hm wenn ich das so richtig sehe hast du auf wieviele Bewerbungen schon 4 Vorstellungsgespräche bekommen ? Auf 10 oder 20 ?
Inzwischen sind es bestimmt um die 40 bis 50 Bewerbungen. Mein Suchumkreis hat sich im letzten Monat enorm erweitert. :ninja:

ich hab über 180 Bewerbungen in den letzten 6 Monaten verschickt 3 Vorstellungsgespräche gehabt und oft nicht mal ne Absagemail bekommen und das trotz 2 Studiengängen und 11 jähriger berufserfahrung allerdings in einem extrem umkämpften MArkt
Gratulation an deine Ausdauer. Das klingt ja wirklich sehr umgekämpft. :eek:
 

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
ZUdem hab ich bundesweit gesucht aber von meiner Sorte gibt es im mom auf dem Arbeitsmarkt einfach zu viele ;-)
 

Benutzer109402 

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Lass den Kopf nicht hängen. :knuddel: Ich weiß, dass ist gar nicht so einfach, aber so lang suchst du noch nicht. Bei vielen Uniabsolventen kann es auch 1 Jahr dauern, bis man was findet. Und für die Zeit hast du eigentlich schon viele Vorstellungsgespräche gehabt, was ja schonmal gut ist :thumbsup:.

Was mir in den letzten Jahren auch auffällt ist, dass die Voraussetzungen immer höher werden, zumindest im geisteswissenschaftlichen Bereich (für den ich jetzt nur sprechen kann). Jobs, die eigentlich für meinen Abschluss ausgelegt sind (Magister) verlangen gern noch einen Doktor o.ä. Das kann schon mal frustrierend sein, aber ich denke, dass findet sich dann mit der Zeit und der Erfahrung.
 

Benutzer78178 

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Lass den Kopf nicht hängen!
Ich hatte vor ca. einem halben/dreiviertel Jahr mal einen ähnlichen Thread bzgl des Berufseinstieges erstellt, ich weiß nicht ob du den kennst. Ich hatte ebenso Ängste, dass ich keinen Job finde, habe mich schlecht gefühlt, konnte mich zu nichts mehr aufraffen. Das ist nicht unnormal und geht vielen Absolventen so. Du bist also nicht allein.
Du musst versuchen, positiv zu denken.
Der passende Job wird kommen!
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
2 Monate Jobsuche nach dem Studium sind doch nun wirklich keine lange Zeit!
Da solltest du dir nun wirklich noch nicht ins Hemd machen!

Du bist ja nicht die einzige Bewerberin... und da ist es doch eigentlich klar, dass man auch die eine oder andere Absage bekommt - genau wie man eben selbst auch mal beim Vorstellungsgespräch merkt, dass man bei dieser Firma doch nicht arbeiten will. Das gehört zur Jobsuche einfach dazu.

Und wieso sollte man dich nur wegen einem verhaspelten Satz und ein paar evtl. ein wenig suboptimal formulierten Sätzen im Vorstellungsgespräch für deinen Traumjob nicht nehmen?!? - Eine Firma, die dich nur wegen derartigen Lapalien nicht nimmt, obwohl du ansonsten die perfekte Bewerberin für diesen Job bist, hat dich und deine Arbeitskraft doch sowieso nicht verdient!
 

Benutzer30735 

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Hallo!

Ich würde sagen, bleib vorerst ruhig, zwei Monate sind wirklich nichts und du hattest doch schon einige Bewerbungsgespräche, das ist doch super!
Man muss halt auch realistisch sein ob der Menge an Absolventen/Bewerbern, da klappt es halt meist nicht gleich beim ersten Gespräch.

Aber ich verstehe schon was du meinst, man kommt frisch von der Uni, voller Motivastion und Tatendrang und möchte jetzt endlich das Gelernte in der Praxis umsetzen. Oft wurde einem dann in der Uni noch eingeredet wie super doch die Arbeitsmarktsituation im eigenen Bereich wäre (so war's zumindest bei mir) und dann kommt das böse Erwachen.

Ich selbst hab auch ein Jahr nach meinem Abschluss gesucht bis ich eine Vollzeitstelle gefunden habe und in meinem Studiengang waren einige dabei die 6+ Monate gesucht haben. Ich habe halt in der Zwischenzeit soviel wie möglich freiberuflich gearbeitet und zusätzlich noch einen Aushilfsjob als Hilfskraft angenommen, dann ging's finanziell einigermaßen.

Den Job hab ich dann übrigens nach 2 Jahren wieder aufgegeben um im Ausland ganz neu anzufangen und hier habe ich auch seeehr lange gebraucht um etwas zu finden (in einem ganz anderen Bereich, weil mein Studium hier noch nicht anerkannt ist, andere Geschichte...), ist sehr frustrierend und hart, aber man muss da einfach durchbeißen.

Ich kann dir auf jeden Fall empfehlen, dich ehrenamtlich zu engagieren, hab ich hier auch gemacht und darin sehe ich nur Vorteile: Man macht was Sinnvolles, kommt raus, entwickelt sich weiter, hat etwas zusätzlich im Lebenslauf stehen und bekommt Referenzen und manchmal hilfreiche Kontakte. Ist echt eine super Sache und es gibt soviel was man machen kann :smile:

Ich wünsch dir alles Gute bei deiner weiteren Arbeitssuche, glaub mir, du wirst was finden, früher oder später, steck nur nicht den Kopf in den Sand :knuddel:
 

Benutzer97517 

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Man hoert zwar immer vom Fachkraeftemangel aber so dolle scheint es ja nicht zu sein.

Kopf hoch das wird schon... MINT ist ja nicht gerade schlecht.

Ich habe so ca. 250 Bewerbungen 1995/1996 rausgehauen (E-Technik) und nachher deutschlandweit... Habe dann ein Arbeitsangebot in Singapur erhalten... Danach was das dann alles relativ einfach...

Lass den Kopf nicht haengen... Vieleicht noch ein kleiner Tip... Schau dir Vorstellungsgespraeche bei YouTube an. Meine Frau schwoert drauf... Und dann die typischen Fragen... Leg dir Antworten dafuer zurecht...

Alles Gute
 

Benutzer36171 

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Vielen lieben Dank für eure Antworten! Es tut wirklich gut, wenn so viele Leute ein wenig Anteil nehmen und nette Worte da lassen. :herz:

Was mir in den letzten Jahren auch auffällt ist, dass die Voraussetzungen immer höher werden, zumindest im geisteswissenschaftlichen Bereich (für den ich jetzt nur sprechen kann). Jobs, die eigentlich für meinen Abschluss ausgelegt sind (Magister) verlangen gern noch einen Doktor o.ä. Das kann schon mal frustrierend sein, aber ich denke, dass findet sich dann mit der Zeit und der Erfahrung.
Ich glaube, da hast du auf jeden Fall recht, was den geisteswissenschaftlichen Bereich angeht. In meinem Bereich ist es "nur" wohl die fehlende Berufserfahrung - jeder Bewerber, der schon ein wenig gearbeitet hat, hat natürlich die Nase vorn. Wenn ich da von der Hochschule ankomme... Trotzdem wundere ich mich, wo denn der angebliche Fachkräftemangel abgeblieben ist. :grin:

Lass den Kopf nicht hängen!
Ich hatte vor ca. einem halben/dreiviertel Jahr mal einen ähnlichen Thread bzgl des Berufseinstieges erstellt, ich weiß nicht ob du den kennst. Ich hatte ebenso Ängste, dass ich keinen Job finde, habe mich schlecht gefühlt, konnte mich zu nichts mehr aufraffen. Das ist nicht unnormal und geht vielen Absolventen so. Du bist also nicht allein.
Du musst versuchen, positiv zu denken.
Der passende Job wird kommen!
Oh, deinen Thread habe ich wohl verpasst. Ich werde mal ein bisschen in ihm schmökern. :smile:

Und wieso sollte man dich nur wegen einem verhaspelten Satz und ein paar evtl. ein wenig suboptimal formulierten Sätzen im Vorstellungsgespräch für deinen Traumjob nicht nehmen?!? - Eine Firma, die dich nur wegen derartigen Lapalien nicht nimmt, obwohl du ansonsten die perfekte Bewerberin für diesen Job bist, hat dich und deine Arbeitskraft doch sowieso nicht verdient!
Ja, das ist wirklich wahr! Mein erstes Gespräch ist so mies verlaufen - ein extrem unhöflicher Interviewer, der mich von oben herab mit dummen Sprüchen zuballerte - dass ich mich nicht mehr gemeldet habe, weil ich mir dafür einfach zu schade war. Zum Glück hat mich bisher jeder in der Entscheidung bestärkt.

Aber ich verstehe schon was du meinst, man kommt frisch von der Uni, voller Motivastion und Tatendrang und möchte jetzt endlich das Gelernte in der Praxis umsetzen. Oft wurde einem dann in der Uni noch eingeredet wie super doch die Arbeitsmarktsituation im eigenen Bereich wäre (so war's zumindest bei mir) und dann kommt das böse Erwachen.
Ja! Ganz genau so geht's mir!

Jahrelang wird einem verkündet, dass man sozusagen von der Straße weg in eine Firma eingestellt wird, die so Hände ringend Leute suchen, dass sie verzweifelt jeden nehmen. Und ich bin ja noch nicht einmal ein "schlechter" Bewerber! (Im guten Mittelfeld, im Vergleich zu meinen Kommilitonen, würde ich sagen.) Da fragt man sich irgendwann, was das eigentlich alles für Märchen waren.

Ich kann dir auf jeden Fall empfehlen, dich ehrenamtlich zu engagieren, hab ich hier auch gemacht und darin sehe ich nur Vorteile: Man macht was Sinnvolles, kommt raus, entwickelt sich weiter, hat etwas zusätzlich im Lebenslauf stehen und bekommt Referenzen und manchmal hilfreiche Kontakte. Ist echt eine super Sache und es gibt soviel was man machen kann :smile:
Ich bin gerade dabei mir etwas zu organisieren. Ich glaube, ich brauche einfach wieder etwas, bei dem ich mich gebraucht und sinnvoll fühle.

Ich wünsch dir alles Gute bei deiner weiteren Arbeitssuche, glaub mir, du wirst was finden, früher oder später, steck nur nicht den Kopf in den Sand :knuddel:
Danke! :knuddel:

Ich habe so ca. 250 Bewerbungen 1995/1996 rausgehauen (E-Technik) und nachher deutschlandweit... Habe dann ein Arbeitsangebot in Singapur erhalten... Danach was das dann alles relativ einfach...
Wow. :eek: Ich hoffe, ich muss nicht nach Singapur. :grin: Aber ich habe schon gemerkt, dass ich meinen Suchumkreis noch etwas erhöhen muss.
 

Benutzer152302  (42)

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Also ich habe auch nen Uni Abschluß und bin seit Jahren arbeitslos bei ca. gefühlten 45000 geschriebenen Bewerbungen. Tja who cares anymore? Ich habe ehrenamtlich gearbeitet, Nebenjobs gehabt, versucht wie andere Menschen zu schleimen usw. War alles fürn Arsch. Wie auch immer, jetzt überlege ich was Illegales zu machen, denn wer mich nicht offiziell will, der hat mich schon gehabt...oder so ähnlich.
 

Benutzer97517 

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Wow. :eek: Ich hoffe, ich muss nicht nach Singapur. :grin: Aber ich habe schon gemerkt, dass ich meinen Suchumkreis noch etwas erhöhen muss.

Wieso ... Singapur ist wirklich toll. War eine tolle Zeit...

Ich haette wahrscheinlich auch was in Deutschland gefunden, jedoch nehm ich an das es laenger gedauert haette und eher suboptimal gewesen waere. Singapur war auch super da ich dort meine Frau kennengelernt habe...

Viel Glueck und alles Gute
 

Benutzer36171 

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Wieso ... Singapur ist wirklich toll. War eine tolle Zeit...

Ich haette wahrscheinlich auch was in Deutschland gefunden, jedoch nehm ich an das es laenger gedauert haette und eher suboptimal gewesen waere. Singapur war auch super da ich dort meine Frau kennengelernt habe...

Viel Glueck und alles Gute
Ich finde es total toll, dass du nach Singapur gegangen bist! So eine Erfahrung ist unbezahlbar. Umso schöner, wenn du dort deine Frau kennen gelernt hast.

Ich würde das auch machen, wenn ich ungebundener wäre, aber mit Mann und festem Zuhause ist das einfach nichts für mich.
 
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