Job Arbeit und Privat - Mein Verhalten

M

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Gast
Ich habe eine Frage an die Berufstätigen hier.

Im Privatleben unter Freunden bin ich der spaßige und verpeilte.
Ich rede viel und dann auch öfters schnell. Mein Mund ist also schneller als mein Kopf.

Auf der Arbeit bin ich in der Regel ruhiger, zumindest bei meinen Vorgesetzen und fremden Mitarbeitern.
Dennoch habe ich ja dort auch meine Arbeitskollegen und dort habe ich auch schon länger das Image vom verpeilten und lustigen Arbeiter, der gerne dummes Zeug von sich gibt.
Wenn ich mich wohl fühle bzw Glücklich bin, dann merkt man dieses Verhalten von mir ganz gut.
Dabei rede ich auch viel privates Zeug.


Ich weiss, dass ich Probleme habe mich auszudrücken.
Wenn ich etwas jemanden erklären will, zum Beispiel ein Problem, dann verwirre ich eher den Mitarbeiter.
Auch mache ich ab und zu grammatikalische Sprachfehler, was nicht gerade sich kompetent anhört.
Ich bin auch nicht der beste Zuhörer, wenn es um komplexe Themen geht.

Da ich aber in den nächsten 2-5 Jahren einen Teamleiter Job haben möchte, sollte ich mich langsam weiterentwickeln.


Den ersten Schritt, den ich machen wollte ist, dass ich mein "Temperament" auf der Arbeit im Griff bekomme.
Sprich, ich will Arbeit und Privatesverhalten trennen.


Wie macht ihr es auf der Arbeit?
Trennt ihr Arbeit und privates Verhalten komplett oder seit ihr in beiden Bereichen gleich?
Trennt ihr auch Arbeit und Privatleben?
 
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Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Grundsätzlich: Wäre es dann nicht einfacher, die Probleme auf der Arbeit trotzdem privat und auf der Arbeit zusammen anzugehen?
 

Benutzer150315  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin auf der Arbeit die selbe wie privat auch eben unter den engeren Kollegen :smile:
Aber ich kenn dein Problem nur zu gut wenn der Kopf schneller denkt als der Mund sprechen kann... wenn mir auffällt dass ich wieder das haspeln anfange dann nehm ich mir kurz ne Minute für mich sammle mich und ganz wichtig ,ich ordne in meinem Kopf was ich sagen möchte, dann passiert sowas nicht. Und das mach ich eben immer dann wenn ich merke oh ich verenn mich schon wieder ohne dass der Mund mit kommt :grin: und das versuch ich konsequent privat wie beruflich in der Hoffnung dass es irgend wann mal eine ende hat ^^ :grin:
 
M

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Gast
Grundsätzlich: Wäre es dann nicht einfacher, die Probleme auf der Arbeit trotzdem privat und auf der Arbeit zusammen anzugehen?

Das stimmt schon.
Vielleicht verkopfe ich mich gerade einfach.
Ich denke momentan viel über meine Berufliche Zukunft und fixiere mich deswegen eher mich darauf, was na klar nicht gerade optimal ist.
Ich sollte schon meine Verhaltensmuster an der Wurzel packen.
Sonst würde ich einfach in jeglicher Situation dagegen ankämpfen
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wie alt bist du denn? Kann man schon so jung eine TL-Position anstreben? :hmm:
 
M

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Gast
Ich bin 24 Jahre. Hatte schon dieses Jahr einen Teamleiter Job durch meinen Industriemeister annehmen können, hatte sich aber aus privaten gründen erledigt.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
das magst du jetzt bestimmt nicht hören, aber... bist du dir sicher dass du einen job annehmen willst für den du dich wahlweise verändern oder eben was vorspielen musst? ist das dann wirklich der richtige job für dich? grade wo du sagst dass du auch komplizierten erklärungen manchmal schlecht folgen kannst, grammatikfehler hast, dann als teamleiter? du kannst eigentlich davon ausgehen dass dir manche was erklären wollen dem du dann folgen müsstest - und dass es chaos gibt wenn deine erklärungen so schwer zu verstehen sind dass etwas völlig anderes herauskommt als du meinst.

meiner meinung nach ist es besser einen job toll zu machen als einen anderen so mittelmässig hinzukriegen. selbst dann, wenn der andere in irgendeiner hinsicht "besser gestellt" ist. ganz ehrlich: du kommst mir nicht wie jemand vor der der geborene teamleiter ist. ich bin mir sicher dass du den job machen kannst wenn du es wirklich willst, aber... da gilt das selbe was ich immer über programmierer sage: wems nicht liegt, der wird mit aller mühe die er sich gibt maximal durchschnittlich sein und nie an die leistungen heran kommen die die bringen können, denen es wirklich liegt - aber vielleicht ist es dann einfach der falsche job, in anderer hinsicht kann er ja viel besser sein als die geborenen programmierer... und sei es, dass er das team bei laune hält, so als "einfacher mitarbeiter" - eben z.b. dadurch, dass er gute stimmung verbreitet.

ich will dich damit nicht kränken oder dir deine planung ausreden, aber denk nochmal nach was wirklich deine talente sind, womit du dich wohlfühlst, was du dir von deiner arbeit erhoffst oder erwartest und denk dann nochmal drüber nach in welche richtung du gehen willst :smile:

---
nur noch so als beispiel, damit ich mir sicher sein kann dass du verstehst was ich meine: mich hat als itler immer der admin-bereich gereizt. sehr. war das, wo ich eigentlich mal hin wollte. mein freund, der ist admin... und im gespräch mit ihm musste ich feststellen, dass mir das talent dazu fehlt, dass ich einfach nicht gut genug bin - nicht für meine eigenen ansprüche.
natürlich könnte ich einer dieser unzähligen admins im mittelbereich sein... will ich das? nein. mein talent liegt im programmieren, darin bin ich wirklich gut, darin fühl ich mich daheim... und so, wie mein admin allenfalls mittelmässig programmieren kann und darin völlig fehl am platze wäre, so wäre ich eben fehl am platz wenn ich seinen job machen wollen würde. obwohl wir beides itler sind. entsprechend hab ich dem admin-bereich mit leiser sehnsucht lebewohl gesagt, mich auf meinen teil konzentriert.. und hey: ich bin glücklich damit. programmieren ist mein leben, macht nen heidenspaß und ich bin mindestens so wichtig wie er. jeder eben so, wie er es man besten kann.. :zwinker:



ich drück dir jedenfalls die daumen, dass du den weg findest der für dich richtig ist. egal ob du dann teamleiter, einfacher angestellter oder chef wirst. tu das, was du wirklich kannst und versuch dich nicht an etwas, das dir nicht liegt - das würde weder deine mitarbeiter noch dich glücklich machen.
 
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Benutzer7447  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Hey,
ich tue mich immer schwer damit wenn jeder "führen" möchte.
Ich muss Nevery Nevery da schon sehr zustimmen... Ich habe selbst eine Zeit lang ein Team geführt.
Und in meinem AC waren Leute, die haben Führungskraft immer als die nächste Stufe der Evolution gesehen.
Waren aber absolut nicht dafür geeignet und wurden daher auch zum Glück ausgesiebt....
Aber warum muss jeder führen? Ist es das Streben nach Macht? Ich finde es furchtbar und traurig zugleich.
Mir wurde in vielen Gesprächen ein gewisses Alpha Gen bestätigt, ich weise viele Eigeschaften auf die für eine gute Führung wichtig sind. Das mache ich aber nicht, weil ich führen will, sondern weil es einfach mein Naturell ist.....
Ich bin privat genau so und übernehme auch dort ganz selbstverständlich für viele Dinge die Verantwortung und "leite".
Das habe ich aber immer schon so gemacht. Nicht weil ich irgendwann Führungskraft werden wollte. Das war eigentlich nur ein konsequenter Schritt eines Tages wozu ich von außen ermuntert wurde.

Ganz ehrlich, heute gibt es zum Glück die Fachkarriere. Jeder, der zu mir kommt und sich über das Thema Führung unterhalten / informieren will bekommt von mir den Rat sich zu fragen, wo die eigentliche Motivation her kommt.
Denn am Ende des Tages ist Führung auch nur ein Job und eine Aufgabe. Wer da meint der große Chef zu sein wird ziemlich schnell viel Stress von oben und unten haben, denn der Häuptling mit aufständischen Indianern hat ein Problem....
Das habe ich mehr als einmal gesehen, bis hin zu psychischen Problemen der jeweiligen Person. Und will man sich das echt geben? Gerade wenn du selbst sagst "Ich kann nicht so gut zuhören, rede überschnell und habe das Image des verrückten Professors" ist das für mich bezeichnend.
Aus meinem damaligen Alltag: Zuhören war das A und O. Es gab Tage, da habe ich morgens im Meeting gesessen, danach eine Informationsrunde, Mittag mit den Kollegen und danach bei meinen Mitarbeitern beim Kunden. Und immer nur zuhören, verstehen, Schlussfolgerungen bilden und so weiter. Wenn ich da nur einen Moment nicht aufgepasst hätte wären mir vielleicht wesentliche Details entgangen. Also enorm wichtige Eigenschaft. Zeugt auch, in eienr guten Führung, von gegenseitigem Respekt und wird in jedem Fall vom gegenüber auch wahrgenommen.

"Zu schnell" rede ich auch, aber eher akkustisch als unüberlegt. Das war sicher etwas, woran ich zuvor im Privatleben gearbeitet habe weil es mir auch einfach mal als Mensch im Weg stand. Aber das war weit vor meiner Führung.
Zum Thema unüberlegt hatte ich einen Kollegen, der im AC bei einem Gespräch einem gespielten Mitarbeiter gesagt hat "Ich bin der Chef, entweder du machst das jetzt und hörst auf zu nerven oder es knallt eine". War absolut raus, zum Glück.
Aber ich glaube sogar, dass genau dieser Gedanke ihm durch den Kopf ging. Wir sind alle Menschen und sicher mag man auch mal echte Rachegelüste haben. Aber eine souveräne Führungskraft steuert dies, lässt sich davon nicht mitreißen und geht damit trotz objektiv um. Mir sind nie Beleidigungen oder sonst wie abfälliges Verhalten gegenüber meinen Mitarbeitern rausgerutscht, No-Go für mich. Und ich hatte eine "interessante" Situation, in welcher mein Mitarbeiter bislang von den Vorgängern nie geführt wurde und sich mit mir erstmalig auseinandersetzen musste. Er war emotional sehr aufgewühlt und verunsichert und hat mich 45 Minuten nur angebrüllt.... Wirklich gebrüllt. Okay, da muss ich als Führungskraft dennoch ruhig bleiben und ihn abholen / verstehen. Und ja, der Drang zurück zu schreien ist oft da :smile:.
Wenn du da vorschnell handelst und nicht schnell genug überlegst schreist du zurück und in dem Moment verlierst du aus meiner Sicht dein Gesicht als Führungskraft. Denn du musst überlegen sein, du musst die Werte leben die du erwartest.

Das Thema "verrückter Professor" kann ich nun nicht einschätzen, aber für eine Führungskraft sind Kontinuität und eine feste Linie enorm wichtig. Meine Mitarbeiter wussten jederzeit was ich erwarte und was meine Haltung zu gewissen Dingen ist. Das hat sich nicht mit dem Wetter oder meiner Stimmung verändert sondern war eine Konstante.
Das war aber, gerade im Feedback als ich aufgehört habe, ein Punkt, der unheimlich positiv bewertet wurde. Weil so wusste jeder woran er war und worauf er sich verlassen konnte. Und fühlte sich sicher und geborgen.
Für mich war das aber wieder keine Sache, die ich extra aus taktischen Gründen oder so gemacht habe sondern ich bin halt so. Für mich war das Bauchgefühl und absolut normal....

Du siehst, jeder muss sich fragen ob er zwingend führen muss und sich "dahin entwickeln" muss. Wie Nevery Nevery schon sagte kann Entwicklung da auch verbiegen bedeuten. Und das wirkt nicht mehr authentisch. Auf Dauer werden dann weder der Teamleiter noch die Angestellten glücklich, man macht den Job halb und kommt auch nicht weiter auf der Leiter.... Und wird von allen belächelt weil man den Job halt nicht so hinbekommt. Warum soll man sich all das geben?
Denk mal für dich in Ruhe nach warum du diesen Job machen willst, was dich reizt und motiviert. Und dann mach das gleiche mal für eine Fachkarriere. Aber sei ehrlich zu dir selbst und mach dir nichts vor, das holt dich sonst wieder ein....



Gruß
 
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