Arbeit macht mich fertig...ist das fair?!

Benutzer14614  (35)

Verbringt hier viel Zeit
Was motzt du da eigentlich wegen einem Praktikum rum? Für Praktikas bekommt man in meinem Unternehmen KEIN Geld. Egal ob Schüler oder Student.

Ja die Firmen meinen es gäbe gratis Studenten und viele Studenten glauben auch noch das müsste so sein.
Naja aber wie ich schon gesagt hat ist er da selber Schuld dran. Kann sich ja jeder aussuchen, wo und zu welchen Bediengungen er arbeitet.
 

Benutzer37  (36)

im Ruhestand
Du wußtest was auf dich zu kommt, schließlich wurde dir gesagt dass du viel arbeiten musst und dafür kein Geld bekommst.
Stimmt doch gar nicht - gesagt wurde ihm, dass er kein Geld bekommt, dafür aber auch weniger arbeiten muss und viel Freizeit hat. Also doch Beschiss...

Und davon abgesehen regen mich die Leute in diesem Thread, die der Überzeugung sind, man müsse sich alles gefallen lassen und trotzdem noch dankbar auf den Knien vor dem Arbeitgeber liegen, weil er einem überhaupt einen Job gibt, grad tierisch auf. Ja, wenn alle so denken, ist es auch tatsächlich kein Wunder, wenn auch noch so reiche Arbeitgeber meinen, die Sparflamme der Angestellten immer kleiner und kleiner drehen zu können...
 
S

Benutzer

Gast
Stimmt doch gar nicht - gesagt wurde ihm, dass er kein Geld bekommt, dafür aber auch weniger arbeiten muss und viel Freizeit hat. Also doch Beschiss...

Und davon abgesehen regen mich die Leute in diesem Thread, die der Überzeugung sind, man müsse sich alles gefallen lassen und trotzdem noch dankbar auf den Knien vor dem Arbeitgeber liegen, weil er einem überhaupt einen Job gibt, grad tierisch auf. Ja, wenn alle so denken, ist es auch tatsächlich kein Wunder, wenn auch noch so reiche Arbeitgeber meinen, die Sparflamme der Angestellten immer kleiner und kleiner drehen zu können...

Endlich mal eine die mir aus den Herzen spricht...Oder sollen die Gesetze nur Zeitverschwendung sein? Und auch wenn hier wer meinte das es ja noch nicht so schlimm ist das meine Freundin sieben Stunden ohne Pause arbeitet, sie hat noch nichtmal die Möglichkeit auf Toilette zu gehen, weil sie ständig Kunden bedienen muss. Und deshalb trinkt sie selbst bei großer Hitze nicht viel was natürlich nicht gesundheitsfördernd ist. Wir werden uns dagegen aber jetzt zur Wehr setzen weil sie sich nicht alles gefallen lassen muss...

Erhöht zwar nicht die Chancen nach der Ausbildung übernommen zu werden, aber wie du meintest muss man sich nicht alles gefallen lassen.
 

Benutzer63720 

Verbringt hier viel Zeit
Und davon abgesehen regen mich die Leute in diesem Thread, die der Überzeugung sind, man müsse sich alles gefallen lassen und trotzdem noch dankbar auf den Knien vor dem Arbeitgeber liegen, weil er einem überhaupt einen Job gibt, grad tierisch auf. /QUOTE]
Teilweise stimme ich dir schon zu, aber anscheindend warst du noch nie arbeitslos und hast auf einen Job gehofft. In dieser Situation macht man dann auch ein unbezahltes Praktikum, wenn es Aussicht auf eine Stelle gibt.
 

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Ich sehe es so, dass es zwar dumm gelaufen ist, aber dass du damit jetzt die paar Monate leben musst. Ich mache auch gerade 3 Monate Praktikum (48 - 56 h Woche), bis mein richtiges praktisches Jahr anfängt und bekomme kein Geld. Dafür bringt es mich aber erfahrungsmäßig weiter und macht sich gut in Bewerbungsgesprächen und dem Lebenslauf. Drei Monate rumsitzen klingt nämlich nicht toll.

Ich an deiner Stelle würde mich freuen, dass du nun überhaupt noch 400 € bekommst. Ich fände das richtig toll momentan.

Die anderen Aushilfen bekommen mehr Geld und haben bessere Arbeitszeiten, aber dafür haben sie auch später auch nicht unbedingt ein abgeschlossenes Studium. Du arbeitest für ein schönes Ziel. Dein Arbeitszeugnis wird sicher nicht zu verachten sein, wenn du so engagiert bist. Ich würde drauf bestehen, dass das besonders hervorgehoben wird.



Ich finde es generell immer merkwürdig, wenn sich manche Arbeitnehmer darüber aufregen, dass sie mal 45 Stunden arbeiten müssen. Einige hier reißen 70 Stunden die Woche, die Aushilfen eben. Beschweren tut sich keiner, weil sie froh sind, dass sie überhaupt eine Stelle haben.

Mein Freund musste auch gerade 3 Wochen Praktikum für umsonst machen und arbeitet nun über 40 Stunden die Woche für 750 € monatlich. Lässt sich nicht ändern und es ist besser als Hartz IV.


Und auch wenn hier wer meinte das es ja noch nicht so schlimm ist das meine Freundin sieben Stunden ohne Pause arbeitet, sie hat noch nichtmal die Möglichkeit auf Toilette zu gehen, weil sie ständig Kunden bedienen muss.

Da ist sie dann aber wohl auch ein wenig selbst schuld, denn normal ist das definitiv nicht und das hätte ich nicht einen Tag lang mitgemacht. Toilettenpausen stehen einem zu und darüber führe ich keine Diskussion, sondern gehe einfach zur Toilette. Sollte der Chef sie in dem Fall darauf ansprechen, würde ich ihm ganz klar sagen, dass das ein menschliches Bedürfnis ist und es ihm bestimmt nicht zusteht, das zu untersagen, sofern es in einem normalen Rahmen ist.
 

Benutzer37  (36)

im Ruhestand
Teilweise stimme ich dir schon zu, aber anscheindend warst du noch nie arbeitslos und hast auf einen Job gehofft. In dieser Situation macht man dann auch ein unbezahltes Praktikum, wenn es Aussicht auf eine Stelle gibt.
Nee nee, dann hab ich mich wohl unklar ausgedrückt :zwinker:. Wer verzweifelt ist, nimmt natürlich auch unbezahlte Praktika an, um dadurch Aussicht auf eine Stelle zu bekommen, selbst wenn er dort auf's Übelste ausgenutzt wird... ich kann das schon verstehen. Das Einzige, was mich hier aufregt, sind die Leute, die offenbar finden, das müsse so sein. "So ist das eben heutzutage, stell dich nicht so an." Das nervt mich ungeheuerlich, weil es eben verdammt falsch ist, dass das heutzutage so ist, und mich die Bereitschaft, sich mit dem Status Quo abzufinden, und sei er noch so schlecht, irgendwo erschreckt.
 

Benutzer25170 

Verbringt hier viel Zeit
also ich finde es auch schlimm, dass momentan immer mehr menschen derart ausgenutzt werden.
klar, manche hätten so eine behandlung verdient und manche angestellten sind auch von der schlimmen sorte (veruntreuung etc).. aber das ist ja wohl nicht der großteil!!!

schau mal, ob du mit dem chef darüber sprechen kannst, ansonsten musst du einfach die zähne zusammenbeißen. wenn du es packst, heißt das wenigstens, dass du echt was drauf hast und was aushalten kannst... muss man auch mal positiv sehen.

aber diese ausbeute ist heute schon gang und gäbe. meine tante arbeitet auf 400-euro basis im bioladen und gibt nebenbei noch selbstständig gitarren- und nachhilfeunterricht, um über die runden zu kommen.

einmal war sie schwer krank mit lungenentzündung und sie ist trotzdem arbeiten gegangen, obwohl das verboten ist, weil sie mit lebensmitteln zu tun hat. aber hätte sie sich krank gemeldet, hätte sie kein geld bekommen und hätte die miete nicht mehr zahlen können.

so eine ausbeuterei kann doch nicht das sein, was wir heute anstreben?
 

Benutzer54003 

Verbringt hier viel Zeit
Die Arbeitszeiten solltest du dir nicht gefallen lassen und mit deinem Chef besprechen, wie man das anders regeln könnte.

Aber rumzujammern, dass du als Praktikant kein Geld bekommst und die Aushilfen und Arbeitnehmer für die gleiche Arbeit bezahlt werden, finde ich nicht in Ordnung. Immerhin bist du dir im klaren gewesen, dass du kein Geld für deine Arbeit bekommst.

Wieviel Stunden in der Woche und an welchen Wochentagen du arbeiten sollst, müsstest du mit deinem Chef noch genau klären und dir am besten schriftlich geben lassen.
 

Benutzer39771  (46)

Benutzer gesperrt
Ich habe von 1997 bis 2002 selber BWL an einer FH studiert. Weil ich keinen (vergüteten) Praktikumsplatz für das 3. Semester finden konnte, stellte ich den Antrag, das erste Praxissemester nach hinten ins Hauptstudium zu verschieben, was auch bewilligt wurde. :cool1: Das hatte für mich auch den Vorteil, zunächst erst mal das Grundstudium mit dem Vordiplom abzuschließen, weil ich nicht gleich im ersten Anlauf die Statistik-Klausur am Ende des zweiten Semesters bestand ... :smile:

Für das verschobene erste sowie das zweite Praxissemester suchte ich dann während der ersten Phase des Hauptstudiums einen Betrieb. Und tatsächlich fand ich einen, bei dem ich ein ganzes Jahr lang ein Praktikum im Controllingbereich absolvieren konnte, was auch auf viel Gegenliebe stieß. :zwinker: Bei einer 35-Stundenwoche mit Gleitzeit (inkl. Gleittagen :cool1: ) bekam ich für das erste halbe Jahr (erstes Praxissemester) ca. 200 Euro und für das zweite halbe Jahr (zweites Praxissemester) das 3-fache!!! :-D Ich hatte in dieser Abteilung eine sehr nette, kurz vor der Rente stehende Betreuungsperson, die sich die notwendige Zeit für mich nahm. :smile: Nie hatte ich das Gefühl, ausgebeutet zu werden!!! :jaa:

Wie sieht es heute aus??? :ratlos: Anscheinend gibt es nur noch Lehrgeld als Entlohnung für fleißige, lernwillige Praktikanten. :wuerg: Ausufernde Managergehälter - und keinerlei gesetzlicher Anspruch auf eine Mindestvergütung als Praktikant. :angryfire :angryfire :angryfire Es wird Zeit, dass sich was dreht!!! :karate-ki Ich würde es nicht länger hinnehmen, 45 Stunden in der Woche eine vollwertige Arbeitskraft zu sein, die quasi entgeltlos gleichwertige Leistungen erbringt - wie andere Beschäftigte im Unternehmen auch. :schuettel Wo bleibt da noch die Lohngerechtigkeit??? :mad:
 
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