Anschaffende Studentinnen dank Studiengebühren?

Benutzer21122 

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Gestern kam auf RTL ein längerer Bericht darüber, dass angeblich die Zahl der Studentinnen, die ihr Studium mit Sex finanzieren, seit Einführung der Studiengebühren stark zugenommen hat. Gezeigt wurde da eine Grafik, dass auf einer Auktionsplattform für Sexdienstleistungen (so eine Art "Sex eBay") seitdem die Zahl der sich anbietenden Studentinnen explosionsartig zugenommen hat. Gezeigt wurden auch angebliche (kostümierte) Studentinnen, die interviewt wurden. Eine macht wohl Escort-Service, eine andere eher die bodenständigere Version mit Sex im Hotel. Ein Bordell-Chef aus Düsseldorf bestätigte dann diesen Trend.

Ich habe mich gefragt, ob das nicht eher typische RTL-Skandal-Berichterstattung ohne Hand und Fuss ist, evtl. sogar mit Schauspielern.

Könnt Ihr Euch vorstellen, dass die Studiengebühren dazu führen, dass immer mehr Studentinnen anschaffen? Ich finde das irgendwie ziemlich unwahrscheinlich.
 

Benutzer27369  (35)

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Offizielle Daten als Diskussionbasis wird man wohl nicht finden :zwinker:
Ich kenne zumindest eine, glaube auch, dass es zugenommen hat, aber sie Zahl ist, denke ich, dennoch sehr klein.

Studiengebühren stinken, hier in Kiel gibt's keine :tongue:
 

Benutzer3253  (37)

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Ehrlich gesagt würde ich behaupten, dass die Damen eines Escortservice meist nicht gerade die studierende Schicht unserer Gesellschaft sind. Andererseits versuch mal in ner Kneipe durchs Kellnern 200€ den Abend zu machen. Wer weiß wies geht, kann mit entsprechenden Dienstleistungen sicher mehr verdienen als in nem "normalen" 400€ Job. Vorraussetzung ist aber immer, dass man sich mit dem was man da tut auch abfinden kann.

In unserer versexten Welt könnte ich mir an der Stelle wiederum vorstellen, dass für einige die Hemmschwelle da niedriger liegt.

Fazit: Ja es wird von RTL künstlich gepusht worden sein, aber meist haben so Dokus zumindest einen kleinen wahren Kern.
 

Benutzer65427 

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ich denke das lediglich die hemmschwelle diesen job zumachen gesunken ist
 

Benutzer83529 

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In der letzten Focus Campus ist ein ähnlicher Artikel drin.

Allerdings geht der Artikel dann etwas weiter, daß manche Damen den Beruf über das Studium hinausmachen, da leicht verdientes Geld.
 

Benutzer34244 

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Ehrlich gesagt würde ich behaupten, dass die Damen eines Escortservice meist nicht gerade die studierende Schicht unserer Gesellschaft sind.

Hmm... ich glaube tatsächlich, dass gerade beim Escortservice schon einige Studentinnen tätig sind. Man sieht in der Uni immer Aushänge von Firmen, die neue "Mitarbeiterinnen" suchen und auch persönlich habe ich aus dem weiteren Bekanntenkreis so etwas mitbekommen. Ahso- und irgendwann hab ich im Spiegel ne Reportage darüber gelesen, dass gerade viele Studentinnen diese "High-class-Prostitution" betreiben.

@ Threadstarter: Ich habe auch mal so ne rtl-Reportage gesehen, dabei ging es um studivz und wie es auch für Prostitution bzw die Vermittlung davon genutzt wird. Gings da wieder um diese Plattform oder um ne andere Seite?

Insgesamt glaube ich nicht, dass seit Einführung der Studiengebühren mehr Frauen dafür prostituieren. Gerade bei Escortservices geht es ja nicht nur darum sein Taschengeld aufzubessern, hier erhoffen sich sicherlich viele Mädels einen Hauch der luxuriösen Welt und bekommen ihn teilweise auch.
Klar hauen die 500 Euro pro Semester richtig rein, keine Frage. Aber trotzdem ist es zu wenig Geld, als dass es irgendeine Konsequenzen auf den Lebenswandel einer Person hätte, denk ich.

In Hessen wurden die Studiengebühren jetzt endlich kürzlich nach langem hin und her abgeschafft- ein Glück, da muss ich mich dann nicht für mein Studium prostituieren!:zwinker:
 

Benutzer79369 

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falls man als studentin unbedingt meint, dass man sich eine 580 € teure wohnung leisten muss und dann insgesamt auf ca. 1000 € im monat kommt und so mal deutlich über notwendige verhältnisse lebt... für solche fälle ist bezahlter sex sicherlich eine brauchbare option.

ich denke aber nicht, dass die durchschnittsstudentin - mit tatsächlichen geldproblemen! - diesen weg wählt.
 

Benutzer80359 

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Ich habe nur die letzten 30 Sekunden von dem Bericht gesehen und mir auch schon gedacht, dass das sicher totaler quatsch ist.

Es mag sicherlich Studentinnen geben die sich prostituieren, aber ich bezweifle stark, dass dabei die Studiengebühren eine große Rolle spielen.

Ich finde die Gebühren im Ganzen zwar nicht OK, aber so hoch sind sie auch wieder nicht, dass man dadurch zwangsläufig in die Prostitution getrieben wird. Wer studieren will und es sich nicht leisten kann, hat noch genügend andere Möglichkeiten um nicht bei der Prostitution zu landen.

Ich denke also mal, dass sich wegen den Studiengebühren niemand prostituiert der das ohne die Gebühren nicht gemacht hat.

Wenn man zur Prostitution bereit ist, ist es eben schnell verdientes Geld. Ob das nun für das Studium ausgegeben wird, oder für sonst was ist dabei doch total egal.

Wenn da doch ein Zusammenhang bestehen sollte, mache ich mir ernsthaft sorgen, was wohl passiert wenn die Benzinpreise weiter steigen :tongue:
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich spiele mit dem Gedanken schon eine ganze Weile. Eigentlich habe ich es nicht nötig und jetzt wo auch noch die Studiengebühren abgeschafft wurden ... aber ich habe die Seite gefunden. :link: Und die Idee macht mich (immer noch) an ... :engel:

Die Entwicklung ist auch in Frankreich und Spanien zu beobachten, immer mehr Studentinnen bieten irgendwelche zwielichtigen Dienstleistungen an um ihr Studium zu finanzieren.
 

Benutzer79932 

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falls man als studentin unbedingt meint, dass man sich eine 580 € teure wohnung leisten muss und dann insgesamt auf ca. 1000 € im monat kommt und so mal deutlich über notwendige verhältnisse lebt... für solche fälle ist bezahlter sex sicherlich eine brauchbare option.

ich denke aber nicht, dass die durchschnittsstudentin - mit tatsächlichen geldproblemen! - diesen weg wählt.

Word.

Wie lächerlich und überdramatisiert ist das denn. Meine Güte, Deutschland ist kein Drittwelt-Land, in dem man irgendwann keine andere Wahl hat, als sich selbst zu verkaufen. Dieses Getue, als wäre Deutschland das ärmste Land der Welt ist so was von nervig. Es ist sicher noch nicht einmal annähernd soweit, dass sich Studis wegen ein paar Euro Studiengebühren prostituieren müssen :rolleyes:

Escort ist im Übrigen was anderes, gibts nicht erst seit gestern und ist auch nicht erst seit gestern als Nebenverdienst bekannt und hat auch nix mit den gestiegenen Studiengebühren zu tun :rolleyes:
 
G

Benutzer

Gast
Schön war auch die Dame, die sich mit Bafög noch 1000,- € im Monat dazuverdient :rolleyes_alt: Hoffentlich hat ihr Bafög-SA zugeschaut :tongue:

Ich hab ständig Geldprobleme, gerade auch seit den Studiengebühren. Deswegen geh ich doch nicht anschaffen.:ratlos:
 

Benutzer30954 

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Escort ist im Übrigen was anderes
Wo ist Escort was anderes? Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Frauen da nur für gemeinsame Kinobesuche gebucht werden? :tongue:

Ich denke nicht, dass es mit den Studiengebühren allein zutun hat. Es ist viel komplexer. Die allgemein niedrigere Hemmschwelle unserer Gesellschaft, das schnelle Geld verdienen wollen, die hohen Preise überall, die Arbeitsmarktsituation, dann das Innenleben der Frauen, welche das betreiben usw.
Man kann nicht behaupten, dass die Gebühren allein dafür verantwortlich sind, das ist ja lächerlich :grin:
 

Benutzer83529 

Benutzer gesperrt
falls man als studentin unbedingt meint, dass man sich eine 580 € teure wohnung leisten muss

Bei mir in München gibts Wohnklos ab ca. 350 Euro und kleinst- Wohnungen ab 500 Euro. Ist halt alles eine Frage des pers. Anspruchs. Nicht jeder ist WG oder Wohnklotauglich.
 

Benutzer35680  (33)

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falls man als studentin unbedingt meint, dass man sich eine 580 € teure wohnung leisten muss und dann insgesamt auf ca. 1000 € im monat kommt und so mal deutlich über notwendige verhältnisse lebt....

genau das hab ich mir auch gedacht: selbst schuld! wenn man derart ÜBER seine verhältnisse lebt muss man eben sehen wo man bleibt, wobei ich dann immer noch lieber putzen gehe als mich zu verkaufen :kopfschue

Aber ob Studiengebühren wirklich zu einem anstieg dieser Studentinnen führen weiß ich nicht... ich mein in Österreich zahlen alle studiengebühren und das nicht mal wenig. 380 Euro pro semester dazu kommt noch 50-100 Euro semesterticket und zu jedem neuen Semester sicher nochmal 50-100 Euro für skripten :angryfire das macht also wenns hoch kommt 580 Euro pro semester :cry: die wohnungen sind was ich verglichen hab Ö meistens auch noch teurer als in D.

ich studier auch hab einen Nebenjob und arbeite eigentlich nur unter dem Semester um mir diese knapp 600 Euro anzusparen :geknickt: aber auf den Strich würd ich deswegen sicher nie gehen.

Ich kenn niemanden auf meiner Uni der soetwas macht...auch vom Hören-Sagen habe ich noch nie solche gerüchte gehört.

"Ich muss auf den Strich gehen sonst überleb ich nicht" ist absoluter quatsch. gibt genug andere möglichkeiten, aber ich denke die machen das aus reiner Bequemlichkeit... wo verdien ich denn schon diesen Studensatz? :engel:
 

Benutzer70315  (32)

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ich denke ich bin nicht naiv, wenn ich behaupte, dass niemand vor armut zwecks studiengebühren stirbt! klar, kann man sich durch zuverdientes geld das leben luxuriöser gestalten. aber ich finde es dämlich, die zunahme der prostitutionen an den gebühren festzumachen.

damen, die sich mit dieser begründung hinstellen, können dies doch nicht ernst meinen?!? ich denke eher, diese damen sind dem "nebenjob" nicht unbedingt abgeneigt. überleben lässt es sich sicher auch ohne.
 

Benutzer76442 

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Off-Topic:
.. ich mein in Österreich zahlen alle studiengebühren und das nicht mal wenig. 380 Euro pro semester dazu kommt noch 50-100 Euro semesterticket und zu jedem neuen Semester sicher nochmal 50-100 Euro für skripten :angryfire das macht also wenns hoch kommt 580 Euro pro semester :cry: die wohnungen sind was ich verglichen hab Ö meistens auch noch teurer als in D.

Zu den öffentlich diskutierten 500 Euro "Uni-Zwangseintritt" kommen auch noch die von Dir aufgezählten zusätzlichen Entgelte.


Zum Thema: Wer sich durch Prostitution Geld verdienen will, wird dies so oder so tun. Ich vermute ganz einfach, dass sich die Entwicklung der Anbieterzahlen bei diesem Portal zufällig parallel zu der Einführung der Studiengebühren entwickelt.
Interessant wäre die Entwicklung in Hessen: Wenn ein signifikanter Zusammenhang zwischen Studierendenprostitution und Studiengebühr bestünde, müssten die Anbieterzahlen dort jetzt zurückgehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass frau das Geschäft einfach weiter macht, weil es so schön ist.

@Kokosmuffin: Dein erster Absatz erklärt in dem von RTL ausgewalzten Fall so einiges.
 

Benutzer67627  (51)

Sehr bekannt hier
ich weiss nicht ob die zahl jetzt gestiegen ist, aber ich kenne definitv ein paar studentinnen aus trier, die das früher gemacht haben um ihr studium zu finanzieren.
 

Benutzer11128 

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Off-Topic:
Und was ist jetzt so schlimm daran ? :ratlos:
Wenn es die Mädels freiwillig machen, ist es ein Job, wie jeder andere auch
.

Ich denke nicht, dass es da einen Zusammenhang gibt.
Ich denke eher, dass viele Frauen eine andere Einstellung zu diesem "Gewerbe" bekommen haben.
 

Benutzer75077 

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Wenn es so sein sollte, dann würden diese Mädchen sicherlich auch aus anderen Gründen anschaffen gehen und nicht nur wegen der Studiengebühren.
 
L

Benutzer

Gast
ich denke auch, dass nicht die studiengebühren, sondern der lukrative nebenverdienst der grund sind. ich studiere in hessen, bin froh, dass die gebühren abgeschafft sind - zumindest, bis die cdu die nächste wahl gewinnt - andrerseits gibt es soviele "normale" möglichkeiten an geld zu kommen.
studiendarlehen, bafög - natürlich kostet das leben geld und klar, arbeiten muss man schon. ich finde die leute furchtbar, die möglichst wenig arbeiten wollen "und sich ihre zeit flexibel einteilen wollen", aber trotzdem viel geld erwarten. wo leben wir denn?! ich kann jetzt nur von einem beispiel sprechen und möchte das nicht auf die allgemeinheit beziehen, aber der jauelt immer, dass man sich in einer WG mit 200-300 euro taschengeld im monat (miete schon abgezogen) nichts vernünftiges kochen kann und in die mensa gehen muss...:ratlos:
 
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