Angst, zu viele Gefühle zu zeigen

Benutzer136704  (29)

Verbringt hier viel Zeit
Hallo,

ich bin ganz frisch in einer Beziehung und total glücklich. Er ist super aufmerksam, liebevoll und zeigt sehr viel Zuneigung. Ich weiß das alles sehr zu schätzen und genieße es.
Ich habe dennoch das Gefühl, keine vernünftige Beziehung führen zu können.
Mir fällt es schwer, Gefühle zu zeigen oder diese zu kommunizieren.
Eigentlich habe ich in Wahrheit nur Angst davor, ihn damit abzuschrecken. Ich weiß auch, dass der Grund in meiner Vergangenheit liegt.
Jedesmal wenn ich mich emotional einem Mann geöffnet habe und zu meinen Gefühlen stand, hatte ich den Eindruck, dass sie sich daraufhin zurückgezogen haben.
Es kommt mir vor wie ein Katz und Maus Spiel. Ich habe den Grundgedanken, einem Mann bloß nie zu viel an Gefühle zu offenbaren, weil dies ihn sonst abschrecken könnte. Als müsste ich ständig seinen "Jagdinstinkt" aktivieren um nicht uninteressant zu werden. Im Grunde genommen ist das total bescheuert, weil das nicht der Sinn einer Beziehung sein kann.

Nur sitzt diese Angst zu tief und ich habe wirklich Angst und die Befürchtung, Männer (in diesem Fall mein Freund) würde sich bei zu viel Gefühlen meinerseits, emotional distanzieren.
Bin ich nicht beziehungsfähig? Oder habe ich vielleicht damit sogar recht?
Ich möchte einfach sein können, frei sein können und offen mit meinen Gefühlen umgehen können.
 

Benutzer163878  (27)

Benutzer gesperrt
So generell starke Emotionen zu zeigen macht dir keine Probleme? Also nur das Verliebtsein etc. in Bezug auf die Beziehung?

Ich weiß, dass es auch viele Männer gibt, die sehr sensibel und sentimental sein können.

Vielleicht vertust du dich, wenn du annimst, dass mit dem Zeigen von Gefühlen, die Beziehungen kaputt gingen. Denn ich schätze eher, dass du das bisher nach einer gewissen Zeit getan hast und die Beziehungen aus ganz anderen Gründen auseinander gegangen sein könnten.

Gerade am Anfang einer Beziehung würde ich mich vielleicht mäßigen, um nicht allzu anhänglich zu wirken, aber ich kann mir vorstellen, dass man das auch schrittweise testen kann bzw. daran messen kann, wie anhänglich der Partner selbst ist.

Letztendlich vermute ich eher, dass du Verlustängste hast. Bis zu einem gewissen, gesunden Grad hat die wohl jeder gelegentlich in einer Beziehung. Du solltest sie bloß nicht ständig hervorrufen, denn sie werden im schlimmsten Fall nur eine selbsterfüllende Prophezeiung! Also genieße die Zeit und lebe den Moment. :smile:
 

Benutzer104498 

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Ich glaube, das mit dem "ich bin ja nicht beziehungsfähig" wird ganz schön schnell mal gesagt und oft liegt die Ursache der Problematik, wenn es denn eine ist, ganz woanders.
Du sagst selbst:
Ich habe den Grundgedanken, einem Mann bloß nie zu viel an Gefühle zu offenbaren, weil dies ihn sonst abschrecken könnte. Als müsste ich ständig seinen "Jagdinstinkt" aktivieren um nicht uninteressant zu werden.
Wie wäre es, wenn du das nicht als Taktik lebst, sondern einfach mal als Tatsache. Wenn du selbst ein eigenes ausgefülltes Leben führst, mit dir im Reinen bist und alleine leben kannst, unterstützt das auch die Vermeidung solcher Ängste. Durch eine ausgeglichene Lebensweise kommt i.d.R. alles dann auch in der "richtigen" Dosis an. Sicherlich kann man immer Exemplaren begegnen, die bei 1..2..3... Gefühlsbekundungen abhauen. Das liegt dann aber nicht an dir. Solange du aber Taktiken fährst ist das womöglich langfristig nicht von Erfolg gekrönt, da Taktiken immer Beherrschung und Regeln erfordern, und so manches mal bricht man dann aus denen aus.
 
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