Angst (krankhaft)

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Ich schäme mich, mein Problem zu äußern, weil es wohl eher nicht in eine solche Community paßt, aber ich STERBE, ich ERSTICKE fast vor schierer Angst. Ich war immer ein Angstmensch, und ich bin aufgrund meiner Ängste öfter am Rande des Wahnsinns! :frown:
 

Benutzer142764  (25)

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Vor Angst brauch man sich nicht zu schämen. Und es ist das der erste Schritte zur Besserung, wenn man mit jemanden drüber redet, bzw, es ein eingesteht:zwinker:
Aber wovor genau hast du denn angst?
 
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Es ist eine Angst des Alters, zusammengerührt aus Schwäche, Trauer und Angst vor der Zukunft! :frown: Ein erdrückendes Gefühl.
 

Benutzer66223  (35)

Planet-Liebe Berühmtheit
Und woher kommt das, weißt du das? Wie äußert sich diese Angst denn? Wie lange geht das schon so?
 
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Gast
Nun, ich bin zeitlebens Angstmensch, - und als junger Kerl war ich deswegen auch schon für 3 Monate in der Psychiatrie. - Wegen Suicidgefahr. - Früher waren es die Ängste der Jugend (vorm Sitzenbleiben, keinen Job zu bekommen, etc.), heute sind es die Ängste des Alters
 
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Gast
Ja, ich bin (fast) so lange ich lebe in Therapie. Mein Psychiater, ein sehr guter Arzt, - zuckt aber mit den Schultern. Er sagt, daß man kurativ nichts dagegen tun könne, - nur palliativ. - Ich hätte Seelenkrebs.
 

Benutzer138371  (40)

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Also wenn der Psychiater nur mit den Schultern zuckt, würde ich vielleicht mal den Arzt wechseln, und mal eine andere Meinung einholen.
 

Benutzer137374  (49)

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Ja, ich bin (fast) so lange ich lebe in Therapie. Mein Psychiater, ein sehr guter Arzt, - zuckt aber mit den Schultern. Er sagt, daß man kurativ nichts dagegen tun könne, - nur palliativ. - Ich hätte Seelenkrebs.
Welcher Psychiater benutzt denn so ein unappetitliches Wort? Seelenkrebs, so ein Unsinn. Eine Behandlung in Deinem Fall palliativ zu nennen, ist regelrecht boesartig. Dann leben alle Menschen palliativ, weil jedes Leben mit dem Tod endet. Wenn Du schon so lange in Behandlung bist, nimmst Du Medikamente? Gegen Depressionen oder Aengste? Es gibt da alles moegliche, was zB akut Angstprobleme loesen kann oder langfristig gegen Depressionen hilft. Deine Situation mit einem Hospizbewohner verglichen palliativ zu nennen, ist jedenfalls vollkommen inakzeptabel.
 

Benutzer151301 

Öfters im Forum
Ängste muss man immer weiter angehen und versuchen, sich bewusst damit zu konfrontieren, das sind zumindest meine Erfahrungen in Psychotherapie von mir und anderen Leuten.

Wenn dien Psycholooge/Psychiater dir die Fähigkeit dazu abspricht, dann ist ein Wechsel des Therapeuten sicher sinnvoll.

Wir können dir hier nur raten, professionelle Hilfe zu bekommen, und zwar von jemandem, der dir auch gut helfen kann, bei dem du dich wohl genug fühlst, um Behandlung bei ihm zuzulassen, und der auch der Meinung ist, es kann sich noch was ändern nach all den vielen Erfahrungen, die du im Leben schon gemacht hast.

Für ein onlineforum ist so ein Thema aber sehr schwierig.
 

Benutzer133456  (49)

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Mir geht es aehnlich. Oder vielleicht sollte ich sagen, mir ging es aehnlich. Ich bin naemlich endlich ausgestiegen aus der Angst. Es war erstaunlich einfach. Hier mein Fall:

Seit meiner Kindheit bin auch ich ein Angstmensch gewesen. Ich sah immer ein ganzes Universum von Bedrohungen und nahender Katastrophen, wo die Menschen um mich herum gar nichts wahrnahmen, und sich ungestoert vergnuegten. Das hat mir bisweilen auch gut gedient, denn hie und da lag ich richtig, und stieg aus Situationen rechtzeitig aus, oder ein, je nachdem. So ganz nutzlos ist das also nicht, es kann schon auch eine Gabe sein. Ein verschaerfter Sinn fuer Intuition.

Aber es nahm mich auch mit, und ich fand dann als Student diverse Mittel, um die Angst zu daempfen - starke Drinks und haeufige, internationale Umzuege. So ging das dann auch fast 20 Jahre lang weiter, und der reisende Angsthase mit dem Whisky jagte um die Welt, auf der Suche nach Sicherheit.

Mittlerweile habe ich sie gefunden, und mich sehr beruhigt. Es ist ein Zweikomponententrick:

1. ich trinke jetzt keinen Alkohol mehr, um die Angst zu betaeuben, sondern nur noch, um mit netten Leuten zu feiern. Die allabendlichen, gewissenhaften Einlegungen in Gesoeff sind somit vorbei, und damit auch die allnaechtlichen, angstvollen Aufwachereien, in denen ich dann stundenlang gruebelnd im Bett liege. Und da man nicht jeden Tag nette Leute zum Feiern da hat, oder gar einen Anlass hat, gehen schon auch mal Wochen und Monate ins Land, ohne, dass Korken springen. Die Ruhe, die dadurch in mir einkehrt, ist herrlich.

2. ich habe eine Inspirationsquelle gefunden, die mir alle Lebensaengste nimmt: Die gemuetlichen, witzigen Reden des buddhistischen Abtes Ajahn Brahm aus Australien, die man auf Youtube geniessen kann. Mit der Lebenseinstellung der Buddhisten kann man sich eigentlich ueberhaupt keine Sorgen mehr machen.

Ich weiss ja nicht, inwiefern diese Tips in Deine Lebensplanung passen, aber fuer mich haben sie Berge bewegt.
 
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Whisky habe ich nie gebraucht; - wir Juden meiden den Alkohol eher. Aber ich habe auch Diabetes Typ 2 (Altersdiabetes) und in Verbindung mit meiner Angsterkrankung 3 Schlaganfälle und 2 Herzinfarkte gehabt.
 

Benutzer109511  (27)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich schäme mich, mein Problem zu äußern, weil es wohl eher nicht in eine solche Community paßt, aber ich STERBE, ich ERSTICKE fast vor schierer Angst. Ich war immer ein Angstmensch, und ich bin aufgrund meiner Ängste öfter am Rande des Wahnsinns! :frown:
Schämen musst du dich dafür ganz sicher nicht! :smile:

Ansonsten... ich finde es unmöglich, was dein Psychiater zu dir gesagt hat:rolleyes: sowas ist ja mal überhaupt nicht hilfreich...
An deiner Stelle würde ich mir so schnell wie möglich einen anderen Arzt suchen.
Und hast du gegen die Ängste auch schon mal angstlösende Medikamente bekommen?
 

Benutzer34612 

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nur palliativ. - Ich hätte Seelenkrebs.

Die Aussage finde ich schon richtig böse und abwertend...
Natürlich kann man gegen Ängste etwas tun. Sicher - ein "Angstmensch" bleibt immer ein Angstmensch, weil der Körper die Abläufe nunmal kennt und sich in schwierigen Situationen immer wieder da hinein flüchtet.
Aber ich würde da auch ganz klar nochmal jemand anderen kontaktieren, mal eine andere Therapieform testen, möglicherweise auch Medikamente.

Hast Du es mal mit der Einstellung versucht, die Angst als "alten Bekannten" zu akzeptieren? Als jemand der kommt, der einem nicht unbedingt gefällt, der einem aber etwas sagen möchte?
Das macht die Angst möglicherweise greifbarer und stellt sie nicht so absolut übermächtig dar. Verstehst Du, was ich meine?
 
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Ja, Valium 10 brauche ich den ganzen Tag. Ohne dieses Medikament würde mein Hirn detonieren vor Angst!
 

Benutzer109511  (27)

Planet-Liebe Berühmtheit
Die Aussage finde ich schon richtig böse und abwertend...
Natürlich kann man gegen Ängste etwas tun. Sicher - ein "Angstmensch" bleibt immer ein Angstmensch, weil der Körper die Abläufe nunmal kennt und sich in schwierigen Situationen immer wieder da hinein flüchtet.
Aber ich würde da auch ganz klar nochmal jemand anderen kontaktieren, mal eine andere Therapieform testen, möglicherweise auch Medikamente.
Dem schließe ich mich an. Wenn deine aktuelle Therapie nicht hilft, kannst du ja vielleicht noch mal was anderes ausprobieren.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Ja, Valium 10 brauche ich den ganzen Tag. Ohne dieses Medikament würde mein Hirn detonieren vor Angst!

Hui! Das ist eine Ansage...

Hast Du denn in Deinen bisherigen Therapien bereits herausfinden können, ob es einen Grund für Deine Angst gibt und was dieser Grund oder die Entstehungsgeschichte ist? Wenn man da einen Ansatzpunkt hat, kann man von da ausgehend ja weiterschauen.
 
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Bei der Entstehungsgeschichte haben mein Hausarzt, mein Rabbi und ich gleichermaßen eine Vermutung, woher mein Angstleiden kommt. - Und zwar wurde ich als sogenanntes "Blue Baby", d. h., unter Sauerstoffmangel geboren. Überdies hatte ich immer schon Herz- und Herzklappenprobleme.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Ouh, das klingt ganz schön dramatisch :geknickt:
Da kommt ja ganz schön was zusammen.
 
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