Angekündigtes Fremdgehen - Wir würdet Ihr reagieren?

Benutzer46635  (33)

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin mit meiner Freundin auch schon fast 1 Jahr zusammen und ich würde sogar mit ihr Schluss machen, wenn sie mit jemand anderen flirtet oder wenn es zu körperlichen Kontakte kommt. Finde, dass du sie klar machen, sollst, dass sie sich entscheiden muss; was ist das bitte schön für eine Frau, die zwei Männer wollen und noch ihr Freund erlaubt, zwei Frauen zu haben?

mfg Chingy

ps. Denkt sie während Sex mit dir auch an ihm?
 
H

Benutzer

Gast
Offene Beziehungen können funktionieren, wie andere Dinge auch.
Aber es bleiben eben Offene Beziehungen, und die sind keinesfalls gleichzusetzen mit
"normale Beziehung" + X sondern wenn, dann eher mit "normale Beziehung" - X.
Klar gewinnt man/frau eine große Menge "Freiheit", aber um was zu tun ?
Wenn man sexuell unerfüllt ist sollte man das mit seinem Partner klären können,
wenn einem andere Dinge fehlen genauso.
Wenn es aber keine Probleme in dieser Form gibt, dann bekommt man ja nur das
"Ich habe mehrere enge Kontakte/Freunde/Partner"-Erlebnis.
Das mag für gewisse Menschen interessant und reizvoll sein, für andere nicht.
Eigentlich ist das so der Bereich der wilden, experimentierfreudigen "vordergroßenbeziehungMenschen", oder von Pärchen, die meinen, dass sie ihre
enge Partnerschaft zuende gelebt haben.
Dafür verzichtet man zwangsläufig auf viele Dinge, die man nur in einer exklusiven 1:1 Beziehung bekommt.
Was Du in der Hinsicht willst, musst Du selbst sehen. Nach Deinen bisherigen Beiträgen
würde ich ganz klar sagen, "Du willst KEINE offene Beziehung."
Ich denke allerdings auch, dass das Siegel in dem Fall schon gebrochen ist.
Sorry, wenn ich das so schwarzmale, aber ich glaube, dass euch diese Sache irgendwann auseinanderbringt, entweder in eine offene Beziehung, oder in eine Trennung. (oder beides nacheinander)
Für Dich ist wichtig "Was willst Du ?".
Gar nicht mal konkret bezogen auf die Situation, sondern allgemein.
Wenn Du weißt, dass Du einen festen Partner haben willst, kannst Du immernoch entscheiden, ob Dich jetzt auf etwas anderes einlässt, und dann später danach schaust, oder ob Du meinst, dass Du lieber danach suchst, als Dingen hinterherzurennen, die nicht Deine eigenen sind.
Eure 12 Jahre zu gewichten ist nicht ganz einfach, ich würde sie aber gerade als Grund nehmen, mich NICHT
auf eine offene Geschichte einzulassen. Offene lockere Beziehugen kannst Du auch anders haben, damit solltest Du nicht diese12 Jahre, die ihr gemeinsam hattet beenden.
Wenn Du keine offene Beziehung willst (und so sieht es aus), dann lass Dich auch nicht darauf ein.
Die Beziehung zu beenden, weil deine Partnerin ihre Wünsche geändert hat ist immernoch besserzu ertragen, als sich durch eine m:n Beziehung zu quälen.
Wenn Du feststellst, dass Du damit klarkommst, dann kannst Du es natürlich versuchen, vielleicht in der Hoffnung, dass Du es toll findest, und es nicht mehr anders willst, oder dass ihr euch auseinanderlebt und es [ironie]dank[/ironie] offener Beziehung wenig Probleme gibt stückweise jemand anderen kennenzulernen.

Gruß

-- -- hellgrau
 
B

Benutzer

Gast
spinnt sie?

natürlich kannst du ihr nicht verbieten mit ihm was zu machen; im gegenzug kann sie dir nicht verbieten schluss zu machen;

ich hätte jedenfalls evtl jetzt schon schluss gemacht..
will sie dich verarschen?

hol dir ne bessere
 

Benutzer46152 

Verbringt hier viel Zeit
"das Problem ist vorläufig eingestellt" - Ich würde jetzt erst einmal abwarten.

Wenn es sich dann doch ergibt, das sie sich mit dem Typen trifft, ist das ein Grund für eine Trennung.

Klar, 12 Jahre ist eine lange Zeit, die ihr zwei, gemeinsam, verbracht habt. Aber auch 12 Jahre sind irgendwann zuende. Schau' dir doch mal die ganzen Ehen an, die nach einer ähnlichen Zeit oder einer noch längeren Zeit zu ende gehen.

Also meine Meinung, wie oben begründet, abwarten und sehen was sich ergibt. Wenn sie sich für ihn und nicht für dich entscheidet, ist es ein Grund sie loszulassen. Es ist zwar nicht einfach - aber es gibt andere...
 
T

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Gast
du bist ganz und gar nich prüde,du bist einfach nur menschlich & ich würde mir das auch nicht bieten lassen,muß ich einigen leuten hier mal zustimmen.Ich frage mich nur wie man nach Jahren (bei dir immerhin12) eine Beziehung einfach so aufs Spiel setzen kann,einfach unbegreiflich:mad:

Na zum Glück gibt es noch andere Frauen:smile:
 

Benutzer46152 

Verbringt hier viel Zeit
Aber in einem Punkt sind sie doch alle gleich:

Irgendwann wollen sie sich austoben und wenn das passiert hat der Mann die Arschkarte gezogen.

Soll bekanntlicherweise auch anders herum sein. Nur um hier mal das weibliche Geschlecht in Schutz zu nehmen.
 

Benutzer47347 

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde hier gerne mal einwerfen, dass sehr viele hier mir zu "extrem" und vorschnell reagieren - also konkret: Was der Threadstarter schreibt, von seiner 12jährigen Beziehung, besonders der Tiefe des Vertrauens etc. (was sich ja auch daran zeigt, dass sie offen ihre Wünsche/Bedürfnisse äußert - Respekt!), klingt alles wirklich beeindruckend in meinen Ohren (Augen naja...).
Also ich kann mir eigentlich bspw. aus meiner aktuellen Sichtweise gar keine 12jährige Beziehung zu einer Frau vorstellen. Und daher denke ich, wenn man das schonmal erreicht hat und die Beziehung nach so langer Zeit noch von soviel Vertrauen und Zuneigung geprägt ist, ist das nichts, wo man eisenhart sagen sollte "Du machst das nicht, oder es ist vorbei!" und damit die Beziehung einfach "wegwerfen" sollte... eine Trennung sollte da dann doch eher angebracht sein, wenn sich beide Partner in grundlegenden Dingen nicht einigen können, und ob das Thema grundlegend genug dafür ist, da bin ich mir noch nicht sicher.

Wenn ihr also in der Diskussion darüber steht, ist das schonmal ein sehr guter Weg, denn dann könnt ihr die Grundlagen der Beziehung aushandeln und solltet nach einer gewissen Zeit Standpunkte entwickelt haben, die euch einschätzen lassen, was eure Beziehung und jeder einzelne von euch beiden verkraftet.

Um nochmal einen praktischen Vorschlag zu machen, ohne ihn getestet zu haben: Wenn es ihr "nur" darum geht, körperliche Erfahrungen mit anderen Männern zu machen und begehrt zu werden, könntet ihr evtl. mal einen Swingerclub aufsuchen (Pärchentag oder was es da so gibt). Da sollte es dann auch möglich sein, dass beide gleichberechtigt auch mal "fremdes Fleisch" an sich lassen, denn so völlig abgeneigt bist du ja offenbar anderen Frauen auch nicht (was ich absolut nachvollziehbar finde).

Wünsche euch jedenfalls viel Glück in der Zukunft!
 

Benutzer23021 

Verbringt hier viel Zeit
hallo
wenigstens ist sie ehrlich.
habe eine ähnliche situation mit meinem freund gehabt. siehe:

https://www.planet-liebe.com/posts/8281269/

man denkt im ersten moment schon so, dass schluss sein besser ist.
aber alles wegschmeißen?
ich liebe ihn so sehr, dass ich es versucht hätte, damit umzugehen.

hätte es nicht funktioniert wäre schluss gewesen. da ich ja bei den gesprächen mit meinem freund schon heulkrämpfe bekommen habe, hat er sich für mich entschieden. er liebt mich und will mich nicht verletzen. aber glücklich ist er glaub ich auch nicht. er sagt: lieber ist er unglücklich, als er mich unglücklich macht.

sein standpunkt ist halt immer: ich bin seine große liebe. es gibt keine, die er so lieben könnte wie mich. aber sex und liebe könnte man trennen.
für mich gehört das alles zusammen...

liebe grüße mädi
 

Benutzer19015 

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde hier gerne mal einwerfen, dass sehr viele hier mir zu "extrem" und vorschnell reagieren - also konkret: Was der Threadstarter schreibt, von seiner 12jährigen Beziehung, besonders der Tiefe des Vertrauens etc. (was sich ja auch daran zeigt, dass sie offen ihre Wünsche/Bedürfnisse äußert - Respekt!), klingt alles wirklich beeindruckend in meinen Ohren (Augen naja...).
Also ich kann mir eigentlich bspw. aus meiner aktuellen Sichtweise gar keine 12jährige Beziehung zu einer Frau vorstellen. Und daher denke ich, wenn man das schonmal erreicht hat und die Beziehung nach so langer Zeit noch von soviel Vertrauen und Zuneigung geprägt ist, ist das nichts, wo man eisenhart sagen sollte "Du machst das nicht, oder es ist vorbei!" und damit die Beziehung einfach "wegwerfen" sollte... eine Trennung sollte da dann doch eher angebracht sein, wenn sich beide Partner in grundlegenden Dingen nicht einigen können, und ob das Thema grundlegend genug dafür ist, da bin ich mir noch nicht sicher.

Wenn ihr also in der Diskussion darüber steht, ist das schonmal ein sehr guter Weg, denn dann könnt ihr die Grundlagen der Beziehung aushandeln und solltet nach einer gewissen Zeit Standpunkte entwickelt haben, die euch einschätzen lassen, was eure Beziehung und jeder einzelne von euch beiden verkraftet.

Um nochmal einen praktischen Vorschlag zu machen, ohne ihn getestet zu haben: Wenn es ihr "nur" darum geht, körperliche Erfahrungen mit anderen Männern zu machen und begehrt zu werden, könntet ihr evtl. mal einen Swingerclub aufsuchen (Pärchentag oder was es da so gibt). Da sollte es dann auch möglich sein, dass beide gleichberechtigt auch mal "fremdes Fleisch" an sich lassen, denn so völlig abgeneigt bist du ja offenbar anderen Frauen auch nicht (was ich absolut nachvollziehbar finde).

Wünsche euch jedenfalls viel Glück in der Zukunft!

Ich würde mal gerne dagegenhalten, dass es stets dabei ankommt, wie man seine Beziehung definiert. Für meine Verlobte und mich ist Sex „nur für uns da“. Es ist etwas besonderes – nicht nur körperlich. Wenn manche das nur als ein körperlichen Akt empfinden, dann ist das natürlich das Ding des Paares – aber es ist und bleibt nicht fair. Schon alleine aus dem Grund der gesundheitlichen Gefährdung des Lebenspartners. Das Argument, ich benutze ein Gummi beim Fremdgehen – egal ob nun „erlaubt oder unerlaubt“ – zieht absolut nicht. Wenn es ziehen würde, dann würden auch sicherlich nicht so viele Mädels ungewollt schwanger werden, nur weil sie/er aus lauter Geilheit das Gummi „vergessen“ hat. Aus diesem Grunde ist der Swingerclub aus meiner Sichtweise überhaupt nicht realistisch. Ich muss meinem Partner verpflichtet sein – auch Gesundheitlich. In meinen Augen ist dieses Argument nicht unter zu bewerten. Ich erwarte von meinem Partner, dass ich mich in allen Lebenslagen auf ihn verlassen kann. Wir sind nicht nur ein Paar – wir sind auch ein Team. Kurzum eine Kommunikation kann auch ohne Worte laufen – alleine ein Blick reicht. Das Vertrauen was in so einer langen Zeit aufgebaut wird – ob nun wie beim Threadstarter (12 Jahre) oder bei uns(6 Jahre) – ist sehr tief gehend, so tief gehend, dass ich mein Leben in ihre Hände legen würde – und das ist nicht nur ein Spruch! Ich weis nicht, ob der Threadstarter ungefähr genauso empfindet – aber wenn es so ist, dann ist es sicherlich auch für ihn sehr schwer, da jemand anders noch zu akzeptieren.

Grundliegend hast Du recht, dass Diskutieren schon mal ein guter Ansatz ist, aber man handelt in einer Beziehung nichts aus – und schon recht nicht die Grenzen. Ein Beziehung ist kein Handel, eine Beziehung sollte aus Liebe und Herz bestehen. Und wenn ich weis, dass der eine ein Problem mit meinen Wünschen hat, dann darf man diese auch äußern – aber nicht mehr einfordern – sonst ist es keine Beziehung mehr in meinen Augen, sondern eine Zwecklebensgemeinschaft, um nicht alleine zu sein.

Jeder Mensch, jedes Paar wird anders über das hier diskutierte Thema denken – darf es ja auch. Und es gab hier schon auch gute Diskussionsansätze – aber wir werden hier das Thema sicherlich nicht abschließend diskutieren können. Ich kann nur dem Threadstarter raten auf sein Herz und Bauch zu hören, und dann zu sagen womit er umgehen kann und womit nicht. Wenn er damit leben kann, dass seine Freundin mit einem anderen Kerl schläft, dann kann es gut sein, dass es ihr nicht mehr reicht und noch ein Kerl her muß, und dann noch einer und noch einer ........so oder so – er muss da seinen eigenen Grenzen definieren – und stets dran denken, auch seine eigenen Position nicht aus den Augen zu verlieren. Man kann vieles aus liebe zum Partner machen/erlauben – wo die Grenzen liegen weis nur er.
Immerhin gehört es auch in meinen Augen zu einer Beziehung Verzicht für den Partner zu üben.
 

Benutzer29410 

Beiträge füllen Bücher
Ich verstehe solche Leute einfach nicht.

So ähnlich schreiben die das auch im Spiegel: Der Spannungsbogen zwischen der Sehnsucht nach familiärer Geborgenheit einerseits und dem von den Medien in jedes Wohnzimmer gebrachten Bedürfnis des schnellen aufregenden Genusses mit verschiedenen (Sex)Partnern, das "Austoben" hat schon sio manchen Menschen gebrochen.

Man kann den Kuchen nun mal nicht haben und gleichzeitig essen (meiner Ansicht nach).

Das ist wohl eine Aufgabe unserer Generation, den Bogen mal wieder ein bisschen zu schließen.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Ein typischer Fall der "Angst was zu verpassen"-Seuche. Die unendlichen Möglichkeiten werden einem ständig vor Augen geführt und suggeriert, dass man am besten alles haben muss. Während man eine Sache lebt, bleiben zwansgläufig eine größere Anzahl von Möglichkeiten unberücksichtigt. Ohne einen allgemeinen Leitfaden weiß in der totalen Individualität niemand mehr, ob er die richtige Sache gewählt hat.

Während ich für mich hoffe, das mich selber dieses Syndrom nie erwischt, finde ich es durchaus menschlich und verständlich, wenn jemand plötzlich in eine Verwirrung gerät.

Die Tipps schon allein wegen dem Ansprechen dieses Problems eine 12-jährige Beziehung hinzuwerfen wundern mich schon längst nicht mehr. Auch das passt absolut in unser heutiges Weltbild. Im Grunde unterscheiden sich diese Denkweisen und die, die bei Deiner Freundin zu den Überlegungen geführt haben, nur um eine klitzekleine Nuance, wenn auch das Ergebnis ein völlig anderes ist. Es handelt sich in beiden Fällen um eine Ablehnung gegenüber Einschränkungen und Kompromissen.

Damit will ich keinesfalls sagen, dass Du ihr diese Freiräume zugestehen musst. Das finden von Kompromissen und das Festlegen der Einschränkungen, ohne die es in Beziehungen niemals geht, erfordert aber den Dialog. In manchen Fällen ist es dann trotzdem nicht möglich auf einen gemeinsammen Nenner zu kommen, dann hat man es aber zumindest versucht.

Für eine offene Beziehung würde ich die Vorbedingungen als eher schlecht einschätzen. Denn zum einen würde der Wunsch nur von einem Partner kommen und Du würdest dich höchstens dazu überreden lassen. Zum anderen hat sie meiner Meinung nach schon gegen die üblichen Regeln für offene Beziehungen verstoßen, in dem es ihr um einen bestimmten Mann geht. Sobald auch nur ein Ansatz von Gefühl ins Spiel kommt, wird es mit offenen Beziehungen extrem schwierig. Dieser Mannn müsste dann zumindest tabu sein.

Welche sonstigen Freiheiten Du ihr zugestehen kannst oder welche ihr gemeinsam Nutzen wollt (Partnertausch oder wie auch immer) müsst ihr einfach ausdiskutieren.

Viel Erfolg

m
 

Benutzer49382 

Verbringt hier viel Zeit
ich habe hier zwar nicht den ganzen thread gelesen, aber ich teile natürlich die Meinung meiner meissten Vorredner absolut NICHT. Wie einige wissen, führe ich mit meiner Freundin eine offene Beziehung. Offen heist bei uns, dass wir absolut offen und ehrlich zueinander sind und wir uns gegenseitig all unsere Wünsche offenbaren und auch erlauben, das beinhaltet auch Affären. Das war am Anfang sehr schwer für mich, wir waren in einer ähnlichen Situation wie du jetzt.

Ihr führt seit 12 Jahren eine glückliche, tiefe, innige und ehrliche Beziehung. Ich glaube ihr, dass sie dich wirklich liebt und nicht verlieren will und unter dieser Situation leidet. Und ich kann ihren Wunsch nach neuem und nach einem Abenteuer nachvollziehen. Das Leben kann nicht nur aus Alltag bestehen, Leben heist Erleben, Probleme und Schwierigkeiten zu meistern, daraus zu lernen und gestärkt daraus hervor zu gehen.

Du solltest nochmal intensiv, vollkommen offen und ehrlich mit deiner Freundin über das ganze reden, vor allem über ihre Gefühle zu dir und zu ihm. Wenn sie sich wirklich absolut sicher ist, dass du für sie der Mann fürs Leben ist, und er nur eine Affäre sein soll, dann würde ich es sie machen lassen. Wenn du sie vor die Wahl stellst könnt ihr eigentlich alle nur verlieren. Wenn sie es nicht macht und sich zusammenreist wird sie ihr Leben lang dem hinterhertrauern und dir insegeheim die Schuld dafür geben. Wenn sie es dann doch macht geht eure langjährige Beziehung in die Brüche, für eine paar Tage ausbruch aus der Realität. Dann verliert ihr beide eine Beziehung, wie die meissten Menschen sie sich nur erträumen können, gut, sie gewinnt vielleicht kurzzeitig ein kleines Abenteuer, dass kann aber auf Grund der räumlichen Trennung sowieso nicht bestehen, und wäre auch sonst nicht von Dauer.
Wenn ihr euch eurer Gefühle zueinander absolut im Klaren seid, lass es sie machen. Ihr könnt alle nur profitieren. Sie hat ihr Abenteuer, du hast die Gewissheit, dass euch nichts auseinander bringen kann, und hinterher ist eure Beziehung stärker als je zuvor.

Ich vergleiche meine Liebe zu meiner Freundin gerne mit der Liebe zu meinen Kindern. Die können eigentlich alle dummheiten machen, die bringen mich zum lachen, manchmal auch zum weinen und zur Verzweiflung. Und doch liebe ich sie, denn es sind meine Kinder, und das wird immer so bleiben, komme was wolle. So sollte es auch in einer Partnerschaft sein.

Wenn man mit seinem Partner alle Höhen und Tiefen und alle Probleme des Lebens gemeinsam bestreiten kann, dann ist das ein absolut wunderbares Gefühl. Das wollte ich nie wieder missen.

Wenn du Fragen hast, wie meine Freundin und ich damit umzugehen gelernt haben, dann PN mich gerne. Ich warne dich aber vor, es war am Anfang sehr sehr schwierig.
 

Benutzer38267 

Verbringt hier viel Zeit
sag ihr ganz klar das wenn sie das tut das schluss ist,das würd ich nicht mit dir machen lassen. Kann ja sein das sie so ne lust darauf hat aber das kann sie dann ohne dich machen,weil denke wenn sie es jetzt macht dann wirds nicht das erste mal sein und das macht dich nur fertig. Also mach schluss wenn sie das trotzdem machen will
 

Benutzer16351 

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe hier jetzt viele gute Ansätze zur Lösung des Problems gelesen, sowohl von den Befürwortern der offenen Beziehung, als auch den Gegnern. Alles war sehr differenziert und argumentativ auch stichhaltig.

All das Für-und-Wieder scheint zumindest überlegenswert, solange man das Problem nicht wirklich GANZ nüchtern betrachtet. Ich reduziere hier nun ganz "primitiv":

Diese Frau will einen anderen Schwanz in sich. Sie wägt das Vertrauen in ihrer Beziehung, die Dauer der Beziehung und die Gefühle ihres Partners (es sind 12 Jahre!!!) gegen einen anderen Schwanz ab.

Triebhaftigkeit gegen Beziehung und Innigkeit.

Hier stehen einfach zwei partnerschaftliche Konzepte gegenüber - und wenn er es ihr "erlaubt", zieht er auf jeden Fall den Kürzeren.

Ich würde mir an Stelle des Threadstarters wohl weniger Gedanken über das konkrete Problem, als über die Frage, mit was für einem Menschen ich 12 Jahre verbracht habe, machen. Was hat zu ihrem Bedürfnis geführt hat bzw. wie konnte das primitive(!) Bedürfnis so stark werden, dass meine Beziehung jetzt auf dem Spiel steht.

Zwei Menschen, zwei Wertbilder = keine Zukunft. Meine Meinung.
Ich würde mit niemandem zusammen sein wollen, der einen solchen Trieb für mich unterdrückt...

Hier geht es ja nicht um die Abwägung von Monogamie gegen Polygamie oder die (äußerst subjektiven) Vor- und Nachteile von offenen Beziehungen, sondern um zwei Wertevorstellungen die aufeinander prallen.
Und in einer solchen Situation ist partnerschaftliche Gemeinsamkeit doch undenkbar - außer man beschließt, in einer - hier bereits genannten - "Zweckbeziehung" zu leben.
 
L

Benutzer

Gast
andere Meinung

Nun macht mal nicht alle seine Freundin so fertig ! Vielleicht denken Eure ja insgeheim genauso und gehen heimlich fremd ?! Ich finde es sehr mutig von ihr so ehrlich zu sein-Respekt ! Und ein bisschen verstehen kann ich sie auch. Wenn die Beziehung schon fast zu perfekt ist hat man bestimmt mal Lust auf Abwechslung. Kannst Du Dir denn nicht vorstellen auch mal einen Seitensprung zu machen, wie so viele Männer ? Dann wärd ihr quasi quitt und hättet frischen Wind in die Beziehung gebracht. Ein bisschen Eifersucht kann nie schaden. Ich glaube schon, dass sie dich wirklich liebt. Gib Eure Beziehung bitte nicht leichtfertig auf !

LG + Kopf hoch, Di
 

Benutzer20882 

Verbringt hier viel Zeit
Also die einzige Option, die mir noch einfallen würde, wäre, dass du bei dem gemeinsamen Wochenende dabei wärst, also n Dreier halt.

Aber ansonsten würde ich ihr eiskalt die Trennung anbieten, so schwer das auch fällt. DU gehst da sonst kaputt dran. Sie hat ihren Spass und du wartest drauf, dass sie zurückkommt.
Also echt, auf eine solche Frau kannst du verzichten, wirklich!
 

Benutzer16351 

Verbringt hier viel Zeit
Ich finde es sehr mutig von ihr so ehrlich zu sein-Respekt ! Und ein bisschen verstehen kann ich sie auch. Wenn die Beziehung schon fast zu perfekt ist hat man bestimmt mal Lust auf Abwechslung. Kannst Du Dir denn nicht vorstellen auch mal einen Seitensprung zu machen, wie so viele Männer ? Dann wärd ihr quasi quitt und hättet frischen Wind in die Beziehung gebracht.

"Respekt" vor ihrer Offenheit darf nicht über das zentrale Problem hinwegtäuschen.

Warum führt eine perfekte Beziehung zur Lust auf Abwechslung? Dann ist sie gerade nicht perfekt. In der perfekten monogamen Beziehung ist die Leidenschaft doch gerade auf einen Partner konzentriert.
In der perfekten Beziehung brauche ich keine Abwechslung, sondern meinen Partner.

Wieso stellen sich viele Männer einen Seitensprung vor? Bzw. was hat die Vorstellung mit der Äußerung ihres Bedürfnisses, welches ja enorm stark sein muss, zu tun.

Eine Beziehung ist geben und nehmen, aber nicht aufrechnen.
Beziehungen haben nichts mit "quitt sein" zu tun.

...
 
M

Benutzer

Gast
Hmm... Wurd wohl schon alles gesagt.
Was ich noch einwerfen wollte:
Ich weiß nicht wie die Situation aussehe, wenn nicht feststehen würde, dass es sich nur um dieses eine Wochenende handelt. Wenn er normalerweise nicht auf einem anderen Kontinent leben würde.
Vielleicht denkt sie sich: "Danach sehen wir uns eh nicht mehr wieder." Und glaubt deshalb, es wäre nicht ein allzu schlimmer Betrug.
Und er hat mittlerweile Pläne geschmiedet, wie er sie bei sich behalten könnte... Wie würde sie da reagieren...
 

Benutzer49382 

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Warum führt eine perfekte Beziehung zur Lust auf Abwechslung?
Weil eine Beziehung so wie sie ist niemals perfekt sein kann. An einer Beziehung muss man wie an allem anderen auch permanent arbeiten. Stagnation bedeutet Tod. Das ganze Universum ist auf Verfall ausgerichtet (Entropie), ohne Energie, ohne ständiges Nachregulieren kann nichts bestehen.

Eine langjährige Beziehung, in der jeder seinen Job hat, jeder seine Freunde hat etc kommt doch meisstens an einen toten Punkt, in den Alltag. Jeder Tag bringt zwar was neues aber im Endeffekt ist jeder Morgen doch wieder genauso wie alle vorhergehenden. Und auch wenn man alles hat, so werden doch die meissten irgendwann etwas vermissen. Nämlich das Neue, Unbekannte, die Abwechslung, Abenteuer, was auch immer.

Und was sollte denn auch so falsch daran sein, sich die Dinge zu nehmen, die sich einem bieten. Man lebt doch nur einmal! Man sollte soviel mitnehmen an Erfahrungen und Erlebnissen wie man kann. Jedes Gefühl, ob nun gut schlecht zeigt einem doch erst, dass man lebendig ist. Wenn man täglich immer das gleiche fühlt, so fühlt man doch irgendwann gar nichts mehr. Leben das stillsteht ist kein Leben. Ruhen kann man immernoch im Tod.

In der perfekten Beziehung brauche ich keine Abwechslung
Halte es mal 12 Jahre mit jemandem aus, dann sprich nochmal darüber.

Eine Beziehung ist geben und nehmen, aber nicht aufrechnen.
JA GENAU! Geben und Nehmen. Doch manchmal kann man dem Anderen nicht das geben was er sich wünscht, und dann sollte man ihm die Freiheit lassen, es sich selbst zu nehmen.
Man sollte auch nicht in dem Irrglauben leben, den anderen zu besitzen. Man kann einen anderen Menschen nicht besitzen und das sollte man auch nicht wollen (ich nehme jetzt mal SM und ähnliche Beziehungen aus). Die wenigsten Menschen sind Herr ihrer selbst, und jeder Mensch lebt in seiner eigenen Welt, hat seine eigene Wahrnehmung, wie soll da ein anderer über einen bestimmen können?
 
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