An welchem Grund der Trennung trägt man sich schwerer...?

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Benutzer14773 

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Ich hab 1) noch nicht erlebt, kann dazu also nichts sagen.

Ich kann es insgesamt nicht einschätzen, aber grundsätzlich sehe ich es glaub ich ähnlich wie du. Ich denke, 1) ist im ersten Moment viel viel schlimmer - weil da von einem Augenblick zum anderen alles zerplatzt und man völlig unvorbereitet davon getroffen wird.

Dagegen denke ich auch, dass 2) bei der Verarbeitung schlimmer ist. Dann denkt man auch sicher drüber nach, was man selber falsch gemacht hat und woran es denn gescheitert ist und ob es nicht doch eine Lösung geben kann etc.

Was dann das "Weiterleben" betrifft, ist aber glaube ich 1) wieder schlimmer. Zumindest ich könnte danach bestimmt sehr lange keine Beziehung mehr eingehen, weil meine Angst vor einer erneuten Enttäuschung zu groß wäre (ist der Grund, warum ich es seit Jahren nicht schaffe, eine normale Freundschaft aufzubauen).
 
G

Benutzer

Gast
Eindeutig 2).

Bei 1) ist es viel einfacher, den Ex als Arsch abzustempeln und sich so richtig von ihm loszumachen. Diejenigen hab ich immer viel schneller vergessen und war viel schneller über die Trennung hinweg.

Bei 2) ist es erst schonmal shcwierig den richtigen Trennungszeitpunkt zu treffen...und dann macht man sich selbst Vorwürfe, wieso es nicht geklappt hat. Man weiß nicht, wie man mit dem Ex umgehen soll, weil da noch so Rest-Gefühle sind und überhaupt...alles eindeutig komplizierter...
 

Benutzer8236 

Verbringt hier viel Zeit
Für mich ist auf jeden Fall Variante 2 schlimmer. Man ist in langer Partnerschaft, liebt sich vielleicht noch, und dann merkt man, das man nicht mit aber auch nicht ohne einander kann. Es wäre aber gescheiter wenn man sich trennen würde usw. Nein, das wäre furchtbar, vorallem da man ja vorhatte eine Zukunft gemeinsam aufzubauen. Grund a.) war und wäre für mich nicht umbedingt ein Trennungsgrund, das kann die Beziehung schlussendlich auch stärken, nach einem harten Kampf und viel Arbeit. Aber dann wird - nach meiner Erfahrung - auch Variante B eher unmöglich, da man wirklich weiß was man aneinander hat. Usw. Blabla.

mein Senf
oblivion
 

Benutzer30831  (31)

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Für mich wäre Fremd- oder Hintergehen in egal welcher Phase das Schlimmste. Wenn man sich einigt, dass man nicht wirklich zusammen passt oder es unüberwindbare Schwierigkeiten gibt, gehe ich eher davon aus, dass die Trennung mehr oder weniger im beider Einvernehmen stattfindet (sofern also beide einsehen, dass es nicht mehr funktioniert). Das ist also eher eine friedliche Trennung und damit würde ich sicher besser abschließen können, als wenn der Partner fremdgeht, weil dann der Schmerz einfach unglaublich ist.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
ich finde den zweiten punkt viel schlimmer. einzusehen, dass der mensch, den man so abgoettisch liebt, nicht mehr zu einem passt und man zwei verschiedene wege eingeschlagen hat ist so schwer zu verstehen. fremdgehen dagegen ... das zeigt er / sie liebt einen nicht wirklich, bzw. kann sich nichtmal selber unter kontrolle halten. da macht man schluss und fertig.
 
D

Benutzer

Gast
Bei Punkt 1 ist es halt so, dass die Beziehung evtl. noch sehr gut lief. Und dann kommt dieser Schlag ins Gesicht.

Bei Punkt 2 tuts einem wahrscheinlich furchtbar leid, dass man sich trennt. Aber andererseits hat man gemerkt, dass es nicht läuft.

Ich denk... Punkt 2 ist schwerer :tongue:
 

Benutzer14426  (33)

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einerseits wird man von demjenigen, den man liebt auf schlimmste weise verletzt, aber vielleicht hilft es auch leichter mit der trennung fertigzuwerden?! weil man merkt, dem hat sowieso nichts an mir gelegen, er ist mit mir schlecht umgegangen und kann so leichter damit abschließen...

beim zweiten fehlt der auslöser, man denkt womöglich immer es könnte ja doch noch klappen, da eigentlich nicht direkt etwas vorgefallen ist, was zu einer trennung führte. natürlich, man hatte gründe, vom logischen verstand her, aber evtl hat man doch noch einen funken hoffnung und die bereitschaft an der beziehung zu arbeiten.

ich versteh was der threadstarter meint :zwinker: aber wirklich entscheiden kann ich mich nicht, das erste ist schmerzhafter, das zweite kann einen aber denk ich mal auf ne andere weise für längere zeit beschäftigen....
 

Benutzer3283  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Ich finde es schlimmer betrogen zu werden...hab das auch schon durchgemacht...es ist so ein schreckliches Gefühl, wenn man sich dem anderen seelisch vollkommen geöffnet hat, und dann so hintergangen wird...mir fällt es schon so schwer genug Vertrauen aufzubauen...doch seitdem ist es für mich noch schwieriger...hab damit auch in meiner neuen Beziehung sehr zu kämpfen...mein Freund versteht das nicht und fühlt sich immer sehr verletzt...

Der zweite Trennungsgrund ist auch schlimm, aber manchmal klappt es halt einfach nicht mehr, und sich dann mehr oder weniger im guten zu trennen tut zwar auch weh, aber ich glaube es verletzt einen persönlich nicht so sehr...
 

Benutzer54073 

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Punkt 2 ist schlimmer. Und zwar um so Einiges.

Habe beides erlebt und auch, wenn die Trennung aufgrund von Punkt 1 mehr weh getan hat (große Liebe), finde ich Punkt 2 unerträglicher.
Ich komme überhaupt nicht damit klar, zu wissen, dass man sich liebt, aber einfach auf keinen gemeinsamen Nenner kommen kann. Ich bin jemand, der immer über alles redet und wenn mich jemand partout nicht verstehen kann und ich ihn auch nicht, dann ist das, als würde man gegen eine Mauer reden, und das ist das Schlimmste, was mir bei zwischenmenschlicher Kommunikation widerfahren kann. Denn für alles andere kann man eine Lösung finden, aber für sowas nicht.
Man beendet dann quasi eine intakte Liebe, während man im Falle eines Betrugs wenigstens noch wütend und enttäuscht sein kann und man einen Schuldigen, bzw. einen Auslöser hat.
Aber zu sagen "Wir passen einfach nicht zusammen" - Dazu gehört schon sehr viel Konsequenz und Rationalismus.
 

Benutzer9648  (40)

Verbringt hier viel Zeit
gefühle sind beide mal noch im spiel
doch im1 fall wird wut und enttäushcung die trennung erleichtern
im 2 fall viom alles versucht es klappt nicht auseinander gelebt usw hat man keinen grudn an deem man sich festhalten kann. aber sicher ist die seh für jedne subjektiv an seine erfahurnn gen gebunden
 

Benutzer24126  (34)

Meistens hier zu finden
Eine Mischung aus 1. und 2. (Weil ich es selbst erlebt habe) :cry:

Habe zwar noch nicht erlebt in einer Beziehung betrogen zu werden.
Aber als mein Ex und ich uns schweren Herzens getrennt haben, weil es nach einem Jahr und nen paar Monaten nicht mehr ging (wir standen bei der Trennung heulend voreinander) und er nach 1 Woche eine neue hatte und auf suuuper glücklich machte (was ich ihm bis heute nicht glaube), da war ich fix und fertig! Ich versteh das bis heute nicht!

Und Stefan falls du das liest, ich wünsch dir alles Glück der Welt mit deiner Süßen! War schön mit uns, aber mein Herz hast du gebrochen!
 

Benutzer15156 

Meistens hier zu finden
ich finde fall 2 schlimmer. schon allein aus dem grund, weil ich mich dann immer frage was ich falsch gemacht hab, wie es hätte besser laufen können usw..

wenn ich betrogen werde kann eher eine wut auf den anderen empfinden und das ganze abhaken, weil ganz genau weiß an was es gescheitert ist und das geht beim ersten meist nicht so einfach.
 

Benutzer5191  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Hmm ich habe gerade Nr. 1 durchgemacht bzw. mache ich noch durch. Ich denke, dass die Situation mir schwerer fällt, als wenn man sich wirklich auseinander lebt. Dann merken ja beide, dass es nicht mehr funktioniert. Wenn man denk die Beziehung ist in Ordnung und es ist auf einmal Schluss, wegen einem/einer anderen, dann trifft das den verlassenen umso mehr.
 
I

Benutzer

Gast
Ich würde mich wohl bei 2. schwerer tun. Einzusehen, dass etwas nicht zusammenpasst, ist für mich schwerer, als Aussichtslosigkeit zu erkennen, wenn mich jemand betrügt.
 

Benutzer15049  (35)

Beiträge füllen Bücher
ich halte das zweite für schlimmer.eine vernunftstrennung,weil die beziehung einfach zu nichts führt,obwohl man sich liebt ist schwerer,als wenn der ander irgendwelche miesen sachen macht.den kann man dann hassen,auf ihn kann man wütend sein,das macht es einfach leichter sich zu lösen.

ist jedenfalls mein empfinden.
 

Benutzer22419 

Sehr bekannt hier
Bisher kenne ich nur die zweite Variante und obwohl ich sie nicht zum ersten Mal erlebe, haut sie mich gerade doch wieder ziemlich um.
Ich schätze, ich käme besser damit zurecht verletzt oder fallengelassen zu werden - saubere Schnitte, auch wenn sie sehr weh tun, sind schneller vorbei und heilen besser.
 
P

Benutzer

Gast
Die zweite Variante ist definitiv schwieriger zu überwinden. Wird man, wie in 1) beschrieben, betrogen oder sonst auf eine unerwartete Weise verletzt tut das zwar sicher auch weh, allerdings hat man dann eine konkrete Sache an der man sich festhalten kann und die man sich immer wieder vor Augen führen kann wenn man anfängt, denjenigen zu vermissen.

Wenn man sich wie in Variante 1 darüber klar werden muss dass man eine geliebte Person verlassen muss weil es einfach keinen Sinn hat zusammen zu bleiben weil man bei aller Liebe einfach nicht zusammenpasst, dann ist das ein ziemlich schwieriger und schmerzhafter Prozess weil immer wieder Hoffnung aufkeimt und man sich an den kleinsten positiven Dingen versucht festzuhalten. Am Ende muss man dann einsehen dass es alles umsonst gewesen ist. Ich denke dass sich diese Art von Trennung und die seelische Trennung an sich über einen viel längeren Zeitraum hinweg abspielt und das nagt mehr an den Nerven und am Wohlbefinden als eine abrupte Trennung.
 

Benutzer21203  (34)

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Ich hätte am zweiten Grund mehr zu Knabbern. Und das weiß ich deshalb so genau, weil ich gerade in einer solchen Situation bin.
Würde mich mein Partner hintergehen, wüsste ich wenigstens genau, warum ich Schluss mache. Wenn ich einen eindeutigen Grund habe, fällt es mir eben leichter. Außerdem wäre ich dann in erster Linie sauer auf meinen Partner. Dann fällt mir das Trauern um die Beziehung leichter.
Meine derzeitige Lage sieht so aus, dass mein Schatz wegzieht. Klingt jetzt eigentlich nicht so dramatisch, aber er ist absolut nicht der Typ für Fernbeziehungen. Ich weiß einfach, dass er sich von sich aus nicht regelmäßig melden wird, und dass ich hier auf ihn wartend sitzen werde. Und das bedeutet Schmerz über Jahre hinweg für mich. Jetzt ist die Frage: Es probieren oder Schluss machen. Wie dumm ist es denn, eine Beziehung zu beenden, obwohl ich ihn noch liebe? Aber was, wenn es das Beste ist am Ende??
Deswegen entscheide ich mich dafür, dass der zweite Punkt der schwerere ist, weil ich mich immer fragen werde, ob es eine richtige Entscheidung war.

lg, étoile
 
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