An die Zivis: Beweggründe für den Kriegsdienstverweigerungsantrag

S

Benutzer

Gast
Hab' ausgiebig von der Suchfunktion Gebrauch gemacht, aber nichts gefunden.
Aus Prinzip und da ich keine Lust habe aus dem Fundus meiner Kreativität zu schöpfen :grin:, wollt' die vaterlandslosen Gesinnungsgenossen im Forum bitten mir einige Seiten zu nennen, in denen akzeptable Schreiben für den Kriegsdienst-Zivi-Beweggründe-Verweigerungs-Scheiß zu finden sind.

Danke, ihr Kiffköppe. :grin:
 

Benutzer29923 

Verbringt hier viel Zeit
Vorgefertigte Schreiben kannst du vergessen. Die werden meistens nicht anerkannt. Schreib einfach selbst was mit den üblichen Gründen (Religion, kannst keine Menschen töten, verabscheust Gewalt, Opa wurde im Krieg verletzt...einfach bei allem übertreiben).

Wenns doch schon vorgeschrieben sein soll: Google ist dein Freund :zwinker:
 

Benutzer22359  (37)

Sehr bekannt hier
Sicherlich wird auch der ein oder andere Standardantrag durchgehen (denn die Ablehnungsrate ist extrem klein, so das damit eigentlich nur die Formfehler wirklich Probleme haben), aber dennoch kann es ja nicht schaden sich mal ein wenig gedanken zu dem Thema zu machen.

Grundsätzlich ist ja irgendwo der Sinn zu erklären, warum man sich nicht in der Lage sieht Menschen zu töten (laut GG mit einer Waffe), auch wenn man bedroht wird (bzw. in eienr Notsituation wie Krieg). Nun, also fallen die Stichworte doch recht einfach aus: Tod, Krieg, Waffe, Gewalt.
Nun, am einfachsten ist es wohl, wenn du dir darüber Gedanken machst, wann du dich mit diesem Themen zuletzt auseinander gesetzt hast (oder es hättest sollen). Also zum Beispiel:
- Tod von Verwandten (egal ob (Ur-)Ome/Opa, eltern, geschwister oder sonst etwas) oder Freunden. Wenn nicht Tod, dann doch zumindest Krankheit, die Lebensbedrohlich gewesen sein könnte (wie gesagt, sinn ist ja nur, das man zeigt, das man sich damit auseinander gesetzt hast).
- Schilderungen von Kriegsleiden, sei es das der Opa mal was erzählt hat, oder bekannte aus Bürgerkriegsländern dich "zum denken angeregt haben"
- Nunja, die meisten haben ja gerade die Schule hintersich, also wenn du dich da mit Krieg auseinandersetzen musstest, kann das sicher auch darein (ich hab für meinen teil damals eine Facharbeit über die IRA im Nordirlandkonflikt verfasst gehabt, und schlichtweg meine schlussfolgerungen zum Thema gewalt daraus dort mit hineingeschrieben)
- usw.

Sorg dafür das das ganze einen Roten Faden hat, also nicht das es so aussieht, als hättest du erst letzte Woche damit angefangen darüber nachzudenken. Und nach guter alter Argumentationstaktik schildern, was der Anlass war, welche Schlüsse du daraus gezogen hast und schlussendlich erklären was das für dein Zukünftiges Handeln bedeuten wird.
Vorlagen findet man im Netz zu genüge, sich mal die ein oder andere durchzulesen kann sicher nicht schaden (denn es kann dir ja niemand vorschrieben zu wissen, wie man sowas verfasst). Allerdings ans schrieben sollte man sich dann schon selber machen, denn schaden sich mit dem Thema mal auseinanderzusetzen kann es eigentlich wirklich kaum einem.
 

Benutzer18981  (35)

Benutzer gesperrt
Wo wohnst du denn dass du einen Grund nennen willst?

Off-Topic:
Naja mein Grund ist gewesen, weil ich viel zu faul für die ganze Lauferei gewesen wäre aber den wollten sie zum Glück nicht wissen
 

Benutzer11345 

Meistens hier zu finden
kauf dir für 2,80€ die aktuelle NEON.
Dort steht ein toller kleiner Artikel über die Ausmusterung drinn.

Ansonsten:
selber Kiffkopp, evtl. wirst de wegen Abhängigkeit ausgemustert.
 

Benutzer29453 

Verbringt hier viel Zeit
lol ... genau:
2 methoden, wie man ausgemustert wird:

1.) wo ist die waffe?????? wann kann ich endlich schiessen(in den krieg)
2.) ich nehme täglich drogen.... (-> achtung führerschein in gefahr!!!)

im ernst.... sag einfach du willst keine waffe in die hand nehmen etc...
oder formulier eine verweigerung eines kumpels um.. hab ich auch gemacht.

wenn du allerdings mal überlegen solltest zur polizei zu gehen, kann die wehrdienstverweigerung recht hinderlich sein!
 

Benutzer41838 

Verbringt hier viel Zeit
scy schrieb:
Vorgefertigte Schreiben kannst du vergessen. Die werden meistens nicht anerkannt. Schreib einfach selbst was mit den üblichen Gründen (Religion, kannst keine Menschen töten, verabscheust Gewalt, Opa wurde im Krieg verletzt...einfach bei allem übertreiben).
wer heutzutage verweigert wird nicht genommen, auch wenn er ein vorgefertigtes Schreiben nutzt. Klar sollte man nicht einfach per copy & paste einen Brief nehmen, sondern vll den einen oder anderen Satz umformulieren bzw. seinen Namen einsetzen *g das reicht schon.

0815 argument ist das Gewissen - das langt dann schon....
 
S

Benutzer

Gast
Hab' meine Köpfchen nun doch bemüht und war überrascht wie viele Gründe ich anführen konnte. Nachdem ich anfangs nur oberflächliches Gelabber zusammen hatte und mich voll und ganz auf meine Interpretation von Hemingways "Alter Mann an der Brücke" gestütz hab, bin ich mittlerweile fast wirklich überzeugt, dass der Dienst an der Waffe mit meinen Vorstellungen nicht zu vereinbaren ist. :tongue:
2 Seiten hab' ich am PC zu Stande gebracht und hätte mich das neue "Star Wars Battlefront 2" nicht verführt wären es womöglich noch mehr geworden.

Nochmals danke, für die Unterstützung.



Ihr Kiffköppe.

:grin:
 

Benutzer631 

Verbringt hier viel Zeit
Safer Sephiroth schrieb:

Off-Topic:
Genau darum hab ich dir hier nicht helfen wollen :grrr: Gibt noch genug Leute, die das nicht aus der "kein Bock, im Schlamm zu robben" Mentalität machen...

das wollt ich nur mal sagen, weil mir deine Ausdrucksweise schwer gegen den Strich läuft
 

Benutzer40734  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Safer Sephiroth schrieb:
Hab' meine Köpfchen nun doch bemüht und war überrascht wie viele Gründe ich anführen konnte. Nachdem ich anfangs nur oberflächliches Gelabber zusammen hatte und mich voll und ganz auf meine Interpretation von Hemingways "Alter Mann an der Brücke" gestütz hab, bin ich mittlerweile fast wirklich überzeugt, dass der Dienst an der Waffe mit meinen Vorstellungen nicht zu vereinbaren ist. :tongue:
2 Seiten hab' ich am PC zu Stande gebracht und hätte mich das neue "Star Wars Battlefront 2" nicht verführt wären es womöglich noch mehr geworden.

Nochmals danke, für die Unterstützung.



Ihr Kiffköppe.

:grin:


Gott sei Dank verweigerst Du! Ich freu mich richtig für die BW, dass sie mit Dir nix zu tun haben wird!!
 

Benutzer43253 

Benutzer gesperrt
Hey - jedem das Seine. Ich war Zeitsoldat beim Bund. Hätte ich nochmals die Wahl, dann würde ich verweigern, da in meiner letzten Kompanie nur Saufköppe und Idioten rumliefen.

LG Daniel
 
1 Monat(e) später
S

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Genau darum hab ich dir hier nicht helfen wollen :grrr: Gibt noch genug Leute, die das nicht aus der "kein Bock, im Schlamm zu robben" Mentalität machen...

das wollt ich nur mal sagen, weil mir deine Ausdrucksweise schwer gegen den Strich läuft

Mensch das war doch nur Spaß. Ich würde nie jemanden provozieren der mich um ganze 25 cm überragt. :grin:
War nich ernst gemeint. Die Ironie erschließt sich einem eigentlich schon deshalb, weil ich mich ja bald auch zu den "Kiffköppen" zählen kann. Unabhänig davon glaube ich genau wie du, dass Zivi der Gesellschaft wesentlich mehr nützt, als das von dir angeführte Schlammrobben.

Gott sei Dank verweigerst Du! Ich freu mich richtig für die BW, dass sie mit Dir nix zu tun haben wird!!
Sprach wer? Obersturmführerin Cordoba?
 

Benutzer48572 

Verbringt hier viel Zeit
Wer sagt, dass er lieber einen Zivildienstposten sucht, weil er anderen helfen will ok, wer keine Lust auf den Drill hat, auch ok.
Aber sich ausmustern lassen ist in meinen Augen drücken.

Anerkannt wird meines Wissens nach nur, dass man es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, auf einen Menschen zu schießen. So eine Erklärung hätte ich nicht abgegeben, selbst wenn ich Zivildienst hätte leisten wollen.

Immerhin erwarte ich auch, dass ich, bzw. meine Rechtsgüter vom Staat etwa durch die Polizei verteidigt werden; und wenn ich von jemandem erwarte, dass er mit Gewalt etwas verteidigt, muss ich so etwas auch leisten können, dann eben auf anderer Ebene.
Selbst aber abzulehnen, Gewalt zur Verteidigung anzuwenden, ist doch hinfällig, wenn man erwartet, dass andere so etwas für sich leisten.

edit: Mal schauen, ich bekomme oft den Vorwurf, ich würde es mir zu leicht machen; denn ich wurde tatsächlich ausgemustert. Sonst wäre ich zum Bund gegangen. Nicht aus Begeisterung, und obwohl ich Gewalt ablehne.
 
S

Benutzer

Gast
Aber sich ausmustern lassen ist in meinen Augen drücken.
Drücken in wiefern? Du meinst ein Jahr zu umgehen in dem ich meinem Unternehmen fehle, das sowieso nicht den gesündesten Eindruck macht. Ein Jahr das mich von meiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit entwurzelt und in dem ich wesentlich weniger Steuerabgaben zahle?

Immerhin erwarte ich auch, dass ich, bzw. meine Rechtsgüter vom Staat etwa durch die Polizei verteidigt werden; und wenn ich von jemandem erwarte, dass er mit Gewalt etwas verteidigt, muss ich so etwas auch leisten können, dann eben auf anderer Ebene.
Selbst aber abzulehnen, Gewalt zur Verteidigung anzuwenden, ist doch hinfällig, wenn man erwartet, dass andere so etwas für sich leisten.

Hr. Polizeioberwachtmeister: "Waren das die Kerle die bei Ihnen eingebrauchen sind?"
Ich: "Ja, das waren sie."
Hr. Polizeioberwachtmeister: "Da sie ja niemanden töten können, sollen wir die Kerle gleich hier umlegen oder erst auf der Wache?"
Ich: "Nee, Wache is besser, ich putz nich gern."

Ich hab nie von einer völligen Abkehr von der Gewalt gesprochen. In Notwehr verteidige ich mich selbstverständlich. Aber jemanden umlegen is dann doch was anderes.
 

Benutzer631 

Verbringt hier viel Zeit
Und mit Militärrängen aus der Nazizeit machst du dir hier auch keine Freunde. Ironie hin oder her, hier hört der Spaß auf.

Die Diskussion um Sinn und Unsinn des Militärdienstes meinetwegen nicht.
 

Benutzer40734  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Danke, das hab ich in meiner Wut ganz vergessen! :kopfschue
 

Benutzer48572 

Verbringt hier viel Zeit
Drücken in wiefern? Du meinst ein Jahr zu umgehen in dem ich meinem Unternehmen fehle, das sowieso nicht den gesündesten Eindruck macht. Ein Jahr das mich von meiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit entwurzelt und in dem ich wesentlich weniger Steuerabgaben zahle?
Zumindest hat die Gesellschaft sich selbst auferlegt, dass jeder taugliche männliche Bürger Zivil/Wehrdienst leisten soll. Dass die Wehrgerechtigkeit nicht mehr gegeben ist, ist noch etwas anderes. Aber generell drückt man sich vor etwas, das die Allgemeinheit, oder vielmehr die Vertreter, will. Warum sollen andere ihre Zeit dann "verschwenden", um ein Land zu verteidigen? Sicher, akut sind wir nicht bedroht (wobei sich das sehr schnell ändert, wie man z.Zt. sieht), aber dazu hat die Existenz der Bundeswehr beigetragen.



Hr. Polizeioberwachtmeister: "Waren das die Kerle die bei Ihnen eingebrauchen sind?"
Ich: "Ja, das waren sie."
Hr. Polizeioberwachtmeister: "Da sie ja niemanden töten können, sollen wir die Kerle gleich hier umlegen oder erst auf der Wache?"
Ich: "Nee, Wache is besser, ich putz nich gern."

Ich hab nie von einer völligen Abkehr von der Gewalt gesprochen. In Notwehr verteidige ich mich selbstverständlich. Aber jemanden umlegen is dann doch was anderes.

In Notwehr hast du also kein Problem mit Gewalt. Ok. Aber warum hast du dann ein Problem damit, ein Land zu verteidigen? Das ist genauso eine Notwehrsituation, nur dass diesmal eben keine Person im Besonderen, sondern die Gemeinschaft angegriffen würde.

Anders: Wenn du zum Beispiel angegriffen würdest, würdest du doch erwarten, dass du verteidigt wirst, richtig? Wenn es nicht anders geht, muss der Angreifer zur Not auch getötet werden (mildestes Mittel, um dich zu schützen).
Ist es dann gerechtfertigt, zu töten?
 
S

Benutzer

Gast
In Notwehr hast du also kein Problem mit Gewalt. Ok. Aber warum hast du dann ein Problem damit, ein Land zu verteidigen? Das ist genauso eine Notwehrsituation, nur dass diesmal eben keine Person im Besonderen, sondern die Gemeinschaft angegriffen würde.
Wir sprechen von Gewalt nicht von Töten.

Wowbagger;1937264Anders: schrieb:
Wenn du zum Beispiel angegriffen würdest, würdest du doch erwarten, dass du verteidigt wirst, richtig? Wenn es nicht anders geht, muss der Angreifer zur Not auch getötet werden (mildestes Mittel, um dich zu schützen).
Ist es dann gerechtfertigt, zu töten?
Ob ich jemals in die Situation kommen werde aus Notwehr zu töten ist spekulativ. Leiste ich hingegen den Dienst an der Waffe wird das ganze konkret. Ich erkläre mich bereit zu einem bestimmten Zeitpunkt zu töten.
Zu deiner Frage. Am MG dutzende von Feinden zusammenschießen, weil die politische Elite es befiehlt und töten aus Notwehr, da mein eigenes Leben bedroht unterscheiden sich meiner Meinung nach. Ein wirklicher Vergleich ist auf Grund mehrere Faktoren nicht möglich. Aber sicher ist, dass ich durch das Töten eines Menschen jemand anders wäre.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren