An die etwas Älteren unter euch: Wohnung vs. Haus

Benutzer9234 

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Hoi miteinander...

Folgende Situation: Meine Grossmutter ist vor drei Monaten gestorben und hat meinem Vater ihr Haus überlassen. Er hat mir nun angeboten, das Haus zu übernehmen, weil ers nicht verkaufen will und Vermietung kommt eigentlich auch nur dann in Frage, wenn ers in naher Umgebung niemandem übergeben kann. Das Haus ist riesig, hat nen grossen Garten, ist teilweise bereits renoviert (und ein Teil wird dies noch) - und es ist hypothekenfrei. Es würde auch zukünftig auf den Namen meines Vaters laufen, ich wäre quasi Mieter...

Nun, ich weiss nicht so recht, was ich hier tun soll... Ich hätte klare Vorteile z.B. daraus, dass ich einiges weniger an Kosten hätte und immerhin hab ich ein Haus zur Verfügung. Gleichzeitig weiss ich nicht, ob ich schon so sesshaft sein will oder kann, auch wenn dies keine lebenslange Verpflichtung wäre, so wär das ja doch was für die nächsten paar Jahre. Ausserdem müsste ich wieder in den Ort zurückziehen, in dem ich aufgewachsen bin, obwohl ich damals sehr bewusst "geflüchtet" bin und mich dort im Grunde genommen auch nicht wohl fühle... Aber reizvoll ist das ganze halt doch...

Wär froh um ein paar Meinungen zu der Situation und vielleicht Hinweise oder Impulse... :smile:

Liebe Grüsse, Dawn
 
I

Benutzer

Gast
ich bin zwar noch nicht "älter" aber ich sag' dir trotzdem mal meine meinung: ich würde auf jeden fall das haus nehmen, schau mal: solltest du dir doch irgendwann überlegen das haus zu nehmen, bekommst du von deinem vater sicher schonetwas erlassen, bzw. geschenkt, das was du schon eingezahlt hast. bei einer mietwohnung ist mein erster gedanke immer, dass du für etweas bezahlst, was nie dir gehören wird. du zahlst praktisch ins leere, ohne irgendwann "richtig" einen nutzen davon zu haben, also sage zu könne, das ist meine. das wäre natürlich bei diesem haus anders. es gehört zwar deinem vater, aber auch ein stückweit dir, weil du weisst, wofür du zahlst. solltest du dennoch irgendwann ausziehen, ist es egal, ob du du in einer mietwohnung oder im haus deines vaters gewohnt hast. und selbst da würde ich das haus vorziehen. ich selbst wohne (als kind) noch bei meinen eltern in einem eigenheim nud ich muss sagen, es ist wirklich schon, wenn du was daran veränderst, weisst du wofür du das gemacht hast. in einer mietwohnung würde ich nie auf die idee kommen mir eine andere treppe einzubauen oder neue fenster, weil ich stets den hintergedanken hätte: der vermieter ruft an und sagt in nem halben jahr musst du raus. daw äre die ganze arbeit und mühe für'n ar***. nun ja und bei nem haus hast du natürlich den vorteil, dass es alleine "dir" gehört, du also ruhe hast und keinen zoff mit mitmietern wegen einer zu großen pflanze im hausflur. garten ist natürlich auch noch positiv,(wäscheplatz, spielwiese für die kiddies ;-)) ich würde das haus nehmen.
 

Benutzer20341 

Sehr bekannt hier
Wenn's so riesig ist könnte man ja vielleicht trotzdem untervermieten oder so... Also ich würd das Haus wohl nehmen.Kommt aber eben auch drauf an weswegen du damals weg bist...
 

Benutzer6665  (50)

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Schwierige Sache. Einfach so, würde ich dir auch raten, dass Haus zu nehmen. Aber wie du ja schon sagst, du bist damals aus der Gegend weggegangen aus guten Gründen.
Ich z.B. würde auf gar keinen Fall im gleichen Ort wohnen wollen, wie meine Eltern (es sei denn es wäre eine sehr grosse Stadt) und schon gar nicht als Mieter meines Vaters. Sorry, aber das wäre mir zu nahe. Ich habe nicht so das innige Verhältnis zu meinen Eltern.
Vielleicht ist es ja bei dir ähnlich und dann würde ich mir das schon zweimal überlegen, ob du dich da wirklich drauf einlassen willst.
 

Benutzer4516 

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Eric|Draven schrieb:
Unterschätze nicht die Unterhaltskosten für ein ganzes haus. Heiz udn Stromkosten, Gartenpflege (Zeit) Mal hier was, mal da was...

Bei mir ists ähnlich wie bei Dir, das heißt meine eltern ahben drei Häuser, von denen ich eines übernehmen werde. ich werd allerdings vermieten.

Ist denke ich für einen jungen Menschen das einzig sinnvolle.
Wenn du dir den Stress mit Mietern net antun willst, beauftrage eine Hausverwaltung und die kümmern sich, dass alles glatt läuft.
Ich denke in den heutigen Zeiten kann man es sich als junger Mensch nicht leisten, den größten Pluspunkt, die Flexibilität durch sowas zu verspielen.

P.S: Unsere Firmegruppe ist durchweg im Immobiliensektor tätig und es gibt nur ganz wenige die soetwas durchziehen. Da gehört schon einiges dazu. Unterschätze Kosten und Aufwand nicht
 

Benutzer9234 

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Vielen Dank für eure Antworten :smile:

Es ist ja eben im Moment noch nicht so, dass das Haus auf mich überschrieben würde, es "gehört" mir in dem Sinne nicht und ich müsste auch nicht mein Leben lang dort drin bleiben, sondern halt solange es mir gefällt. Wenn ich nein sage, wird es wahrscheinlich an Dritte vermietet.
Meinem Vater geht es mehr darum, dass er sehr verbunden ist mit dem Haus und es halt am liebsten sehen würde, wenn es in der Familie bliebe...

Wegen den Nebenkosten hab ich mir schon auch meine Gedanken gemacht. Allerdings sind meine Eltern in solchen Dingen sehr grosszügig und sie würden mir nicht ein Haus aufdrängen, bei dem ich dann mehr Kosten hätte. Es wäre wohl wirklich wie eine Art Mietvertrag gedacht, bei dem Nebenkosten pauschal einberechnet werden. Und so wie ich meine Eltern kennen, wären die relativ tief.

Madison, mir gehts eben auch so, ich möchte eigentlich momentan nicht zurück und da, wo ich zur Zeit wohne, fühle ich mich sehr wohl. Ich hab auch nicht das innigste Verhältnis zu meinen Eltern bzw. wir kommen ohnehin erst miteinander aus, seit ich ausgezogen bin und ich hab Angst, das könnte alles wieder zerstört werden, wenn ich wieder nur ein paar hunder Meter von ihnen weg lebe... Und es ist wieder eine Art Abhängigkeitsverhältnis, das ich zu meinen Eltern hätte, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das momentan möchte...

Ich frag mich halt auch, was ich momentan mit 8 Zimmern machen soll... In zehn Jahren hätte ich das Haus wahrscheinlich mit Kusshand genommen (und dass ich irgendwann vor dieser Entscheidung stehen würde, war mir schon lange klar), aber momentan... :ratlos:

Hm, schwierig... :rolleyes2
 
D

Benutzer

Gast
Ein Haus zu haben, ist in Deutschland wohl normaler als bei uns. Ich würde es sofort nehmen, man kann ja auch 'ne WG machen.
 

Benutzer21724 

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Also für mich wäre das der absolute Traum, ein eigenes Haus. Nie wieder Ärger mit direkten Nachbarn, in einem Haus, man brauch nicht immer so leise sein, man hört nicht wenn die NAchbarn krach machen, nie Ärger mit einem Vermieter..............................ich könnte ewig so weiter aufzählen.
 

Benutzer6487 

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In deinem Profil steht, daß du Studentin bist.

Falls du Bafög bekommst, solltest du folgendes auch bedenken:

Dein Bedarf hängt bekanntlich davon ab, ob bei deinen Eltern wohnst, oder nicht.

Bei den Eltern wohnt man, so lange man in einer Wohnung lebt, die den Eltern gehört - egal, wie groß die Entfernung zwischen Wohnung und Wohnsitz der Eltern ist!
 

Benutzer9234 

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@ Event

Ich bin berufstätig und nebenbei Studentin und lebe schon seit geraumer Zeit nicht mehr bei meinen Eltern :smile:
Aber vielen Dank :smile:

Damasus schrieb:
Ein Haus zu haben, ist in Deutschland wohl normaler als bei uns. Ich würde es sofort nehmen, man kann ja auch 'ne WG machen.

Hab ich mir auch schon überlegt... Allerdings wären meine Eltern - berechtigterweise - von WG weniger begeistert, ich hab da halt sehr schlechte Erfahrungen mit gemacht und möchte das in dem Sinne auch nicht unbedingt wiederholen...

Allgemein sind die Kosten eigentlich das kleinste Problem, irgendwie, denk ich *grübel* :grrr:

Reeva schrieb:
hm, im prinzip könntest du das haus doch auch in 10 jahren noch nehmen, oder? so lange kann dein vater es ja an dritte vermieten und du behältst deine unabhängigkeit.
wenn ich so lese, was du schreibst, hab ich das gefühl, dass du lieber bleiben möchtest, wo du im moment bist. und wenn du das finanziell auch irgendwie bewältigen kannst, überlegs dir zweimal, wieder richtung "heimat" zu ziehen.

Theoretisch könnte ich es auch in 10 Jahren haben, ja... Allerdings eben, ich denke, der Hauptgrund, warum ich überhaupt darüber nachdenke ist, dass es auch jetzt ne nette Gelegenheit wäre und mein Vater sich so freuen würde... Aber das sind wahrscheinlich die falschen Beweggründe :geknickt:
 

Benutzer9234 

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Reeva schrieb:
zum thema "nette gelegenheit"... vergiss dabei nur nicht, dass du dich -wenn du dich jetzt dafür entscheidest- schlecht in zwei monaten wieder vom acker machen kannst, falls sich die gelegenheit als doch nicht so nett entpuppt.
und ja, deinem vater einen gefallen tun zu wollen, ist garantiert ein falscher anreiz. meinst du nicht, er würde es verstehen, wenn du jetzt noch nicht dort einziehen möchtest und freut sich auch zu späterer zeit noch darüber?

wie sieht das denn mit den entfernungen zu deinem arbeitsplatz und der uni aus?

Das stimmt schon, einfach wieder abhauen kann ich da schlecht... Deshalb grüble ich auch so genau darüber nach, weil theoretisch wärs ja echt ne gute Sache...
Doch, mein Vater würde das wahrscheinlich schon verstehen... Trotzdem, irgendwie, kann ich auch nicht so recht erklären... Ne Option wär noch, mit meinem Bruder in das Haus zu ziehen, aber das müsst ich auch genau überlegen.

Zu Arbeitsplatz und Schule hätte ich wieder etwas länger... Momentan hab ich so um die 30min., nachher wärens wieder min. 50min... Wäre aber noch der kleinste Grund, der dagegen spräche...

Ach seufz... :grrr:
 

Benutzer21122 

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deine Familie sollte bedenken, dass dein vater dir das haus nicht für lau überlassen kann. selbst wenn er dir keine miete abnimmt, werden ihm von finanzamt fiktive mieteinnahmen unterstellt, die er dann versteuern muss. das einzige was geht ist eine reduzierte miete im vergleich zur ortsüblichen miete. je nachdem müssen dass 50-75% der ortsüblichen miete sein. bei einem ganz grossen haus können 50% der ortsüblichen miete schon einiges sein. natürlcih könnt ihr das unter der hand machen wie ihr wollt, aber das finanzamt hält für diese miete die hand auf, egal ob sie tatsächlich gezahlt wird oder nicht.
 

Benutzer6276  (37)

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Also ich würde nicht so ein riesen Haus übernehmen, käme mir da sehr verloren vor.
würde entweder, meinem vater sagen, er solle es doch vemrieten, dann habt ihr euch wieder was geld mehr und das du ja später, wen du weißt, was du wirklich willst, immernoch darein ziehen kann oder
ich würde eine WG aufmachen, ziemlich geil in so nem Haus, find ich
 
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