Amoklauf Emsdetten - Internetseite?

Benutzer50561 

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Wahrscheinlich stehe ich mit der Meinung hier ziemlich allein da, aber mich erinnert dieses Schnüffeln nach Information irgendwie schon fast an Gaffer, die um einen Autounfall rumstehen und sich halb kloppen, damit sie nur ja die beste Sicht drauf haben ... warum muss jetzt jeder unbedingt jeden Foreneintrag, jede Homepage, jedes Video dieses Kerls gesehen haben, was habt ihr davon?
Informationelle Selbstbestimmung. Internet ist eben ein Medium, das prinzipiell jedem frei zur Verfügung steht. Ich bin dafürund würde mich selbst dafür einsetzen, dass alle verfassungswidrigen Inhalte gelöscht werden (bin laut meinem Arbeitsvertrag sogar dazu verpflichtet). Das gewaltverherrlichende Video soll noch immer online Verfügbar sein. Die privaten Gedankensowie Forenbeiträge dagegen wurden von der Polizei gesperrt und so wie es aussieht auch von Google beireits gelöscht...

Ich finde es erschreckend wie schnell Behörden zur gezielten Sperrung der Informationen fähig sind. An Stelle der präventiven Maßnahmen. Wie kann es dazu kommen, dass junge Menschen solche Wut der Schule gegenüber entwickeln können?.. Aber man lasse die Veröffentlicheung aller Inhalte durch Behörden prüfen, gewaltfördernde Spiele verbieten (in Mario bringt man auch Käfer um!!!) und erlaube an Stelle dessen Waffen frei in den Innenstädten verkaufen...
 

Benutzer24257 

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war ---ot---

Das wird jetzt natürlich alles gesperrt, damit keine die wahren Gründe heruasfinden kann. Denn nur so können die Killierspiele schuld sein. :grin:

...wenigstens haben manche Medien den Abschiedsbrief veröffentlicht.
 

Benutzer42442  (39)

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Eine Recherche führt auch auf die Seite http://resistantx.livejournal.com/

Und bevor ich als Schnüffler tituliert werde, ich denke angehende Lehrer erhalten da auf seinem Blog einen guten Einblick in so eine "kranke" Seele, insofern interessiert es mich auch. Und es SOLLTE noch viel mehr interessieren, weil solche Leute mit Frust ect. überall jeden Tag mehr und mehr herangezogen werden. Ich finde es wichtig, einen geschärften Blick zu entwickeln, für solche eigentlich "arme" Leute, die immer mehr ins Abseits rutschen.
 
G

Benutzer

Gast
Sind laut deutschen Medien und besorgten Muttis, alle die PC Spiele konsumieren in denen man auf andere schießt oder sie sonst irgendwie zum ableben bringen soll.

Lieblings Prügelknabe der Medien Landschaft: Counter Strike

In welchen Medien hast du das gelesen/gesehen??


Tut mir ja leid, aber ich habe die Verteufelung von "Killerspielen" heute nur in einer Tageszeitung gefunden - und das war die BILD. Von der ich im Übrigen auch nichts anderes erwartet habe...
 

Benutzer41738 

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Wahrscheinlich stehe ich mit der Meinung hier ziemlich allein da, aber mich erinnert dieses Schnüffeln nach Information irgendwie schon fast an Gaffer, die um einen Autounfall rumstehen und sich halb kloppen, damit sie nur ja die beste Sicht drauf haben ... warum muss jetzt jeder unbedingt jeden Foreneintrag, jede Homepage, jedes Video dieses Kerls gesehen haben, was habt ihr davon?

Ho, ho, ich wollte mir damit nur ein genaueres psychologisches Gesamtbild über einen Menschen schaffen, der es fertig bringt, in seine ehemalige Schule zu spazieren und 35 Menschen -teils schwerst- zu verletzten. Nichts für ungut, aber mit Schnüffelei und Gafferei hat das nichts zu tun. Wenn ich unbedingt Wert darauf legen würde, mich am Unglück anderer zu ergötzen, hätte ich ein paar Youtube Links zur RTL II Sendung Frauentausch verlinkt. Außerdem kann man hier nichts lesen, was man nicht auf Web.de/Spiegel hätte lesen können.

Oder sind das etwas auch alles Schnüffler ?

--->Hobbicon

In welchen Medien hast du das gelesen/gesehen??


Tut mir ja leid, aber ich habe die Verteufelung von "Killerspielen" heute nur in einer Tageszeitung gefunden - und das war die BILD. Von der ich im Übrigen auch nichts anderes erwartet habe...

Frontal 21, gerade im Radio, Web.de, ......... man muss nur seine Ohren spitzen. Dass extrem gewaltätige Computerspiele eine abstumpfende Wirkung auf psychisch labilen Menschen aufweisen können, ist ja schon längst bewiesen, aber die Games als Alleinschuldige hinzustellen, verfehlt die Thematik doch bei weitem, in meinen Augen.

--->Hobbicon
 

Benutzer26155 

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Verstehen kann ich ResistantX schon irgendwie. Ich hab mir seine diversen Hinterlassenschaften durchgelesen und muss sagen, dass es mir in vielen Dingen genauso ging wie ihm. Der Amokläufer hätte genauso gut ich sein können.


Verbietet alle Killerspiele! Und wenn das letzte Spiel verboten wurde,
werdet ihr merken, dass dadurch kein einziger Amoklauf verhindert wurde.


Ich sehe das Problem eher darin, dass der Amokläufer fehlende Medienkompetenz hatte - FALLS die Medien hier überhaupt eine Rolle spielten.
Das nächste Problem war sein Umfeld: Hier fehlte die soziale Kompetenz. Eltern und Lehrer haben die Zeichen und Hilferufe nicht erkannt oder gar abgeschmettert. Es würde mich nicht wundern, wenn er dadurch das Vertrauen in Hilfe verloren hat und deswegen aggressiv wurde.
Im Fernsehen habe ich eine Freundin von ihm gesehen, die erzählte, dass sie erkannt hatte, dass es ihm nicht gut ging. Aber da wars schon zu spät, er war da bereits in einem Stadium, wo er kein Vertrauen mehr hatte; was er sogar selbst gesagt hat.

Die tickenden Zeitbomben erzeugt sich das Umfeld selbst. Niemand läuft einfach so aus Lust Amok. Und ich denke, dass das Hauptproblem im sozialen Umfeld zu suchen sind.
 

Benutzer42442  (39)

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Frontal 21, gerade im Radio, Web.de, ......... man muss nur seine Ohren spitzen. Dass extrem gewaltätige Computerspiele eine abstumpfende Wirkung auf psychisch labilen Menschen aufweisen können, ist ja schon längst bewiesen, aber die Games als Alleinschuldige hinzustellen, verfehlt die Thematik doch bei weitem, in meinen Augen.

--->Hobbicon
Klar sind sie abstumpfend, aber die Spiele sind es definitv nicht allein. Um aus einem Spielezocker einen Amokläufer zu machen, muss mehr dazu kommen. Er muss sozial isoliert, frustriert und in gewisser Weise depressiv sein. "Normale" Menschen haben die notwendigen sozialen Sicherungen, die sowas nicht passieren läßt. Wenns euch interessiert, googelt nach seinem Pseudonym. Ihr werdet auf Blogs ect stoßen, aus denen nichts als purer Frust und Verlorenheit und Hass auf eine Gesellschaft rauskommt, durch die wohl durchgefallen ist. Sowas muss dazu kommen, um aus einem CS-Zocker o.ä. so einen Menschen zu machem.

edit
@Gravity hab deinen Beitrag erst jetzt gelesen, genau meine Meinung.
 
N

Benutzer

Gast
Verstehen kann ich ResistantX schon irgendwie. Ich hab mir seine diversen Hinterlassenschaften durchgelesen und muss sagen, dass es mir in vielen Dingen genauso ging wie ihm. Der Amokläufer hätte genauso gut ich sein können.


Verbietet alle Killerspiele! Und wenn das letzte Spiel verboten wurde,
werdet ihr merken, dass dadurch kein einziger Amoklauf verhindert wurde.


Ich sehe das Problem eher darin, dass der Amokläufer fehlende Medienkompetenz hatte - FALLS die Medien hier überhaupt eine Rolle spielten.
Das nächste Problem war sein Umfeld: Hier fehlte die soziale Kompetenz. Eltern und Lehrer haben die Zeichen und Hilferufe nicht erkannt oder gar abgeschmettert. Es würde mich nicht wundern, wenn er dadurch das Vertrauen in Hilfe verloren hat und deswegen aggressiv wurde.
Im Fernsehen habe ich eine Freundin von ihm gesehen, die erzählte, dass sie erkannt hatte, dass es ihm nicht gut ging. Aber da wars schon zu spät, er war da bereits in einem Stadium, wo er kein Vertrauen mehr hatte; was er sogar selbst gesagt hat.

Die tickenden Zeitbomben erzeugt sich das Umfeld selbst. Niemand läuft einfach so aus Lust Amok. Und ich denke, dass das Hauptproblem im sozialen Umfeld zu suchen sind.
Ich stimm dir zu 100% zu
 

Benutzer67785 

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die bösen PC-Spiele sind zwar nicht schuld, fördern jedoch assoziale Gedanken und wirken beim Realitätsverlust mit... ich gebe den PC-Spielen wirklich nicht die Schuld an solchen Taten, jedoch sind sie in einzefällen sehr wohl mittäter. Ähnlich wie eine Droge bei deren Konsum man sich nicht mehr unter Kontrolle hat.

Die Politiker sollten eine art Killerspiel-Führerschein einführen, bei dem man sich einen psychologischen Test unterziehen muss und diesen Schein anschließend beim Kauf solcher Spiele vorweisen muss. Man kann so etwas dann auch per internet-account wie Steam absichern, damit jüngere oder nicht geeignete personen wenig chancen haben so etwas zu spielen... das wäre ne lösung
 

Benutzer18520  (33)

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Verstehen kann ich ResistantX schon irgendwie. Ich hab mir seine diversen Hinterlassenschaften durchgelesen und muss sagen, dass es mir in vielen Dingen genauso ging wie ihm. Der Amokläufer hätte genauso gut ich sein können.


ja das ist genau die sache die mich (erschreckt) oder eher betroffen gemacht hat...

er schreibt in seinem Abschiedsbrief " In einer Welt in der Geld alles regiert selbst in der Schule ging es nur darum. Man muss das neuste Handy haben und die richtigen "Freunde". hat man nichts davon ist man es nicht wert beachtet zu werden. "

und das ich die "wirklichkeit" (auf keinen fall alle) aber für einen groß teil der gesellschaft stehen diese werte im vordergund und nicht die persönlichkeit eines menschen... :kopfschue

und ich finde das wird jetzt garnicht beachtet, klar ist er ist nich mit seinem leben fertig geworden, der hang zu waffen und veilleicht auch computerspiel haben zu dem geführt was passiert ist
doch die gesellschaft wird meiner meinung nach zu sehr aussen vor gelassen...

es ist natürlich auch viel bequemer über computerspiele zu diskutieren. ich will damit auch ganz bestimmt nich sagen das alle anderen schuld sind, es sind nun mal viele sachen zusammen gekommen.


und was in dem zusammenhang noch im raum steht ist die fehlende Medienkompetenz der Kinder/Jugendlichen?
Meiner Meinung nach konnen sie dies überhaupt nicht werden da die Medien kein bisschen Kompetenz zeigen...
die Berichterstattung fand ich persönlich sehr schlimm...
zum einen steht die Presse vor der schule interviewt schüler die warscheinlich garde eins der schlimmsten erlebnisse ihres bisherigen lebens hatten...
das wichtigste was man in einer pressekonferenz erfährt ist das die verletzte lehrerin, nicht das es ihr "gut" geht, nein das sie wirklich schwanger ist...
es wird keinerlei rücksicht auf die familie genommen... die ganze welt weiß vollen namen und wohnort...
es wird über gewaltverherlichende computerspiele geredet und nachmittags gegen 16uhr werden bei n-tv minuten lang kampf szenen aus solchen spielen gezeigt...

ich weiß nicht ob ich das zu "drastisch" sehe aber ich finde so etwas nicht richtig!
 

Benutzer51985  (37)

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In welchen Medien hast du das gelesen/gesehen??


Tut mir ja leid, aber ich habe die Verteufelung von "Killerspielen" heute nur in einer Tageszeitung gefunden - und das war die BILD. Von der ich im Übrigen auch nichts anderes erwartet habe...


Radio, ich glaub FFH wars, und dann stand noch was in "die Welt"
 

Benutzer58944 

Meistens hier zu finden
hier eine kopierte Seite mit seinen Abschiedsbrief:

Link wurde entfernt

kann mich meinen letzten Voorrednern nur anschliessen, solang sich in nserer Gesellschaft nichts grundlegendes ändert, bleiben solche Aktionen - selbstverständlich - und gut nachvollziehbar keine Einzelfälle.
 
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Gast
und was in dem zusammenhang noch im raum steht ist die fehlende Medienkompetenz der Kinder/Jugendlichen?
Meiner Meinung nach konnen sie dies überhaupt nicht werden da die Medien kein bisschen Kompetenz zeigen...
die Berichterstattung fand ich persönlich sehr schlimm...
zum einen steht die Presse vor der schule interviewt schüler die warscheinlich garde eins der schlimmsten erlebnisse ihres bisherigen lebens hatten...
das wichtigste was man in einer pressekonferenz erfährt ist das die verletzte lehrerin, nicht das es ihr "gut" geht, nein das sie wirklich schwanger ist...
es wird keinerlei rücksicht auf die familie genommen... die ganze welt weiß vollen namen und wohnort...
es wird über gewaltverherlichende computerspiele geredet und nachmittags gegen 16uhr werden bei n-tv minuten lang kampf szenen aus solchen spielen gezeigt...

ich weiß nicht ob ich das zu "drastisch" sehe aber ich finde so etwas nicht richtig!

Ich finde das kommt immernoch auf den Umgang damit an.

Immerhin scheint es ja Leute zu geben, die sich solche Berichterstattung gerne und ausführlich reinziehen - aus welchen Gründen auch immer.
Es gibt doch genauso gut auch Medien, die das ganz ordentlich machen und die werden bei so einer Diskussion immer aus dem Bild von den bösen Medien rausgelassen.
Im Fernsehen sind das meiner Meinung nach immernoch die öffentlich-rechtlichen Sender und ganz ehrlich, wenn ich dann z.B. hier im Forum lese, dass Leute keine Rundfunkgebühren zahlen wollen und sich mit allen Mitteln davor drücken, dann muss man sich doch nicht wundern, dass Sender, die von Quoten leben, immer dreister werden um Zuschauer zu ködern.
 
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