AMA AMA - Ich bin hochbegabt

Benutzer147358  (27)

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PS: ich hab spontan mehrere user gefunden, die auch mal ein wort großschreiben :ROFLMAO: aber ich werde dafür angeprangert.
Finde ich bei denen auch nicht besser, die haben mich aber auch nicht danach gefragt :zwinker:

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jemand verallgemeinert und unterstellt, dass man dann eben keine sozialen kontakte hat/ haben kann.. :what:
Das hat doch keiner getan und das ist auch genau das was ich an deinem ursprünglichen Beitrag hauptsächlich anders gesehen habe.
 

Benutzer137391  (46)

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Finde ich bei denen auch nicht besser, die haben mich aber auch nicht danach gefragt :zwinker:

Das hat doch keiner getan und das ist auch genau das was ich an deinem ursprünglichen Beitrag hauptsächlich anders gesehen habe.
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du bewertest eine schreibweise mit sia? :ashamed: ok...

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Das hat doch keiner getan und das ist auch genau das was ich an deinem ursprünglichen Beitrag hauptsächlich anders gesehen habe.
ich finde schon, dass es gemacht wurde.. (meine meinung.. :whistle: )
 

Benutzer68775  (36)

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ich finde schon, dass es gemacht wurde.. (meine meinung.. :whistle: )
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...ohne jeden Vorwurf, ich habe das auch nirgendwo gelesen, auch nicht den Teil mit dem "selbst Schuld" und ich glaube, du bist wirklich sehr getriggert und emotional in dem Thema, weil du in einer hilflosen Lage bist, wenn dein Sohn sich durch sein "besonders sein" Schwierigkeiten macht, die du ihm gerne ersparen würdest... alles verständlich, wirklich, ich hab auch solche Punkte :smile: nur wie gesagt objektiv für mich in den Beiträgen nicht zu sehen...
 
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Benutzer124657  (22)

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Verstehe. Die Frage ist halt, wie stark dieser Drang ist. Möchtest du, wenn du dich am Tag bereits 8 Stunden mit einem Thema beschäftigt hast, dann Abends bei einem Bier mit deinen Freunden auch die ganze Zeit darüber reden, oder tun es dann auch andere
Ja, ich kann auch nach 8 Stunden im Labor noch gut und gerne über Chemie reden. Andere Themen sind aber auch immer gut, wenn sie hinreichend interessant sind.

Das ist dann halt doof, wenn dich das partout nicht interessiert (bzw. interessieren kann) und du dann keinen Spaß hast. Ich weiß, dass es Leute gibt, bei denen das so ist.
:winkwink:

Du fühlst dich denke ich im Moment oft unzugehörig, weil du nur versuchst dich über die "allgemeine Intelligenz" und daraus resultierender Erfahrung zu connecten bzw. entsprechend darüber suchst. Deshalb fandest du es bei Mensa auch
Naja, Mensa ist im Moment eben die Gruppe, wo es mit Abstand am besten passt. Selbst meine Kommilitonen haben halt einfach nicht die Begeisterung und das Wissen oder Verständnis in vielen Bereichen, das ich mitbringe.

Wenn du schon erwartest, dass die Leute negativ auf deine Hobbys reagieren, dann wird sich deine Kommunikation dem auch anpassen. An dem Punkt darfst du dich aber nicht verstellen, sondern du solltest da mit der Begeisterung dabei sein, mit der du dein Hobby auch ausübst
Tja, da die Erfahrung das halt gezeigt hat, ist das ein Problem. Aber wenn ich merke, dass Interesse besteht, verschwindet das auch relativ rasch.

An der Uni gibt es viele Leute mit denen man in Kontakt kommen kann, deshalb kannst du es dir da auch leisten, selektiv "auszusortieren".
Tja, da ist dann das Problem mit dem Einzelgängertum ...

Warum resultiert das aus einer Hochbegabung, wenn andere - auch so unbegabte wie ich - doch sehr ähnlich Probleme haben? Für DICH ist das so, doch wie lässt es sich objektiv belegen?
Ich finde, dass es verdammt viele Hochbegabte gibt, bei denen das auch so ist, ist objektiv genug, um es als einen möglichen Grund anzuerkennen. Es ist eben ein möglicher, nicht der einzig wahre.

Und in jedem der eine andere Auffassung von oder Sichtweise auf die Frage nach Anpassung und Eingliederung oder auch Akzeptanz bei speziellen Begabungen hat, direkt zu unterstellen, entweder zu blöd zu sein es wirklich zu verstehen, oder einfach sowieso neidsich und voller Vorurteile geht da eher in die andere Richtung.
Das habe ich so auch weder gesagt, noch gemeint.

Ich seh da ehrlich gesagt einfach keinen Zusammenhang, weil das ein total alterstypisches Problem ist mit dem jeder Heranwachsende kämpft.
Ich wiederum verstehe nicht, wie ein Problem, dass ich kenne, seit ich mich erinnern kann und das auch Erwachsene haben, die ich kenne, etwas mit dem Heranwachsen zu tun haben soll.

Off-Topic:
Niemand hat gesagt das Mobbing in Ordnung ist oder immer das Opfer daran Schuld ist.
Ich will hier jetzt kein neues Fass aufmachen, aber ich finde, an Mobbing ist nie das Opfer schuld. Das hieße ja, es wäre verwerflich, dass jemand ist, wie er ist. Mir ist jedenfalls noch kein Mobbingopfer untergekommen, das gemobbt wurde, weil es z.B. zuvor jemandem wehgetan hat.

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So, Transfer dazu - "du bist klüger als andere" ist erstmal eine Feststellung, genau wie "du hast LRS". Darauf kann man sich jetzt ausruhen, dass man eine Diagnose hat, und für das Problem nichts kann, ergo auch eh nichts ändern kann
Ja, ich habe die Diagnose - aber dass ich moch einfach darauf ausruhe, stimmt nicht.
Und ein völliges Anpassen des Umfelds habe ich auch nie gefordert, sondern dass sich individuum und Umfeld gleichermaßen aneinander anpassen sollten. Nicht nur ein Individuum an die anderen.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
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Ich will hier jetzt kein neues Fass aufmachen, aber ich finde, an Mobbing ist nie das Opfer schuld. Das hieße ja, es wäre verwerflich, dass jemand ist, wie er ist. Mir ist jedenfalls noch kein Mobbingopfer untergekommen, das gemobbt wurde, weil es z.B. zuvor jemandem wehgetan hat.

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Doch, ich :zwinker: aber ja, das ist ein GANZ anderes Thema. Weil man manchmal eben auch unabsichtlich jemandem weh tut - gerade weil man einfach ist, wie man ist, und der andere ist auch, wie er ist. Wie weit kann man das treiben, ohne dass sich irgendwer verletzt fühlt? Wie soll das in individueller menschlicher Empfindungsrealität funktionieren?
Aber ich bin ja bekanntlich generell kein Verfechter von "jeder darf sein wie er ist, egal wen es stört."
Also, geht schon, aber so funktionieren Gesellschaften einfach nicht, siehe oben. Schon nur zwei sind einfach am liebsten wie sie sind, und das "so sein" des andern verletzt sie jeweils. Wer hat Recht?

Ich bin auch lieber allein, weil Menschen mich meist nerven - belastet mich aber nicht, ich bin GERN allein. Damit erspart man sich solchen Kram. Achja, und ich kann ein ziemliches Arschloch sein :zwinker:
 

Benutzer71015 

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Moderator
Off-Topic:
Häufig überspringen Kinder ja dann ein oder zwei Klassen. Der Alters-/Entwicklungsunterschied trägt dann meiner Vermutung nach mehr zu einer "Ausgrenzung" bei, als die "Hochbegabtheit" an sich, weil man ja seine ganze Jugend den anderen "hinterherhinkt" (kleiner, schwächer, kindlicher, etc.). Das bestimmt ja dann die eigene Rolle im Sozialgefüge ganz enorm und schließt einen quasi automatisch bei vielen Dingen aus.
Das ist ja jetzt z.B. ein ganz spezifischer Teil genau des Problems, der ganz vorsichtig und individuell zu klären ist und definitiv nicht auf alle anderen Kinder auch zutrifft. Ich kenne Erwachsene, für die es gut war zu überspringen und Kinder, denen verwehrt wurde, zu überspringen, worunter sie litten, ebenso wie solche, für die es sinnvoll war, in ihrem Umfeld zu bleiben.
Das ist auch für die Eltern ganz oft eine unglaublich schwierige Entscheidung.
Deshalb verstehe ich auch, dass betroffene Eltern hier emotional reagieren oder sich bereits ausgeklinkt haben.
 
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Benutzer124657  (22)

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Was mich interessiert: Was hast du denn eigentlich für Hobbys?
Sehr viele :grin:. Ich schreibe (Gedichte und Romane), fotografiere, beschäftige mich mit Film und Tontechnik, dann die Chemie (einschließlich eines recht großen Hobbylabors), Heilpflanzen/Pharmazie u.ä. (ich konzipiere und produziere meine eigenen pflanzlichen Arzneimittel für mich, außerdem eigene Naturkosmetik) und alles mögliche, was da irgendwie dazu gehört (z.B. Layout/Design, Datenbankerstellung etc.). Zudem spiele ich Saxofon, singe und komponiere. Etwas Keyboard hab ich mir dafür auch beigebracht. Demnächst will ich mir noch etwas Schlagzeug beibringen. Und manchmal hab ich noch irgendwelche handwerklichen Projekte, wie letztens, eine hölzerne Armbanduhr zu bauen.

denkst du es gibt einen Zusammenhang zwischen Hochbegabung und einer reflektieren "guten" Einstellung in politischen und moralischen Fragen? Mir ist nämlich schon öfter das positive Vorurteil aufgefallen, dass viele meinen eine Person die besonders intelligent ist hat auch zu politischen Themen oder allgemein Themen wo es eher um Moral/Meinung geht gute Ansichten und schließen sich dem dann an. Ich denke das ist Quatsch, da jemand der sehr intelligent ist auch Sachen befürworten kann die überhaupt nicht sinnvoll sind oder unmoralisch sind und andersrum. Wie ist das zum Beispiel bei dir mit den anderen Hochbegabten oder Mensa Leuten habt ihr neben dem gleichen Intellekt auch ähnliche Einstellungen?
Also hochintelligente Menschen können auch "Unsinn" machen (wobei das wieder jeder persönlich anders definiert).
Was ich denke ist, dass einfach gestrickte Menschen tendenziell eher dazu neigen, (politische) Verantwortung abzugeben, als selbst welche zu übernehmen (was der Grundpfeiler der Demokratie ist). Das ist aber meine persönliche Meinung, bitte fangt jetzt dazu nicht auch noch eine Diskussion an.

Häufig überspringen Kinder ja dann ein oder zwei Klassen. Der Alters-/Entwicklungsunterschied trägt dann meiner Vermutung nach mehr zu einer "Ausgrenzung" bei, als die "Hochbegabtheit" an sich, weil man ja seine ganze Jugend den anderen "hinterherhinkt" (kleiner, schwächer, kindlicher, etc.). Das bestimmt ja dann die eigene Rolle im Sozialgefüge ganz enorm und schließt einen quasi automatisch bei vielen Dingen aus.
Einerseits orientieren sich Hochbegabte oftmals an älteren (oft Erwachsene, da sie sich von Gleichaltrigen unverstanden fühlen). Andererseits finde ich den Kontakt zu gleichaltrigen dennoch wichtig. Mir hat das Fehlen desselben keine Probleme bereitet im Nachhinein, dennoch habe ich ihn damals vermisst. Ich fände insgesamt die sinnvollste Lösung, wenn es mehr individuelle Förderung im gleichen Altersumfeld gäbe.
 
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Achtung, Endlos-Beitrag-Alarm... :zwinker:

Ich habe jeden von Flöchen99 Flöchen99 s Beiträge hier gelesen und auch alle anderen zuallermindest überflogen. Eigene Erlebnisse sind immer in OT gehalten.

Off-Topic:
Ein Freund aus meiner Kindheit und Jugend war hochbegabt und war bei vielen Leuten als elender Besserwisser ziemlich unbeliebt - einfach, weil er es meistens tatsächlich besser wusste und sein Wissen und seine Intelligenz nicht versteckt hat.

:winkwink: War aber bei mir nicht sonderlich schwer, ich war in einer ö. Hauptschule und in meiner Klasse waren fast alle in wenigstens einem Hauptgegenstand in der 3. Leistungsgruppe, was dem deutschen Hauptschulniveau entspricht.

Meine Lehrerin, die ich in Deutsch und Geschichte hatte, hat definitiv auch dazu beigetragen. In Geschichte sagte sie immer "Ja, Hildegard*, ich weiß ja eh, dass du es weißt!" und hat mich fast schon verliebt angeguckt. Selbst dann, wenn ich nicht aufgezeigt habe.
In Deutsch gab es häufig Diktate und meist war ich die, die die wenigsten Fehler hatte. Die Lehrerin gab immer bekannt, wie die Fehlerspanne war, also bspw. 0 bis 14 Fehler oder 3 bis 18 Fehler usw. Wenn da nicht 0 oder 1 kam, sondern bspw. 3 Fehler, kam direkt von meine Kollegen: "Oh oh Hildegard*, du brauchst Nachhilfe! So schlecht darfst du ja gar nicht sein, du bist ja sonst immer (ach) so schlau!"

* Nein, ich heiße NICHT Hildegard. :zwinker:



Es gibt Schüler, die trotz permanenter Unterforderung nicht negativ auffallen, weil sie z.B. einfach gedanklich abschweifen und Schüler, die aufgrund ihrer Unterforderung richtig viel Scheiße bauen.

Da fällt mir eben auf, dass meistens die Mädchen noch eher angepasst sind als die Jungs. Man unterstelle mir bitte kein Vorurteil, das resultiert aus jahrelangen Beobachtungen und ich weiß, dass es immer Ausnahmen gibt.

Viele Lehrer fühlen sich aber spätestens dann gekränkt, wenn sie feststellen, dass ihnen ein Schüler in ihrem Fachbereich deutlich überlegen ist.

Ist aber, denke ich, als Lehrkraft auch sehr schwierig, wenn da ein 12jähriger drinsitzt und der nach 5 Jahren Schule mehr Ahnung hat als du selbst, der das Fach studiert und vielleicht sogar drin promoviert hat. Das muss man als Lehrkraft auch mal schlucken können und ich glaube, das verlangt einem auch viel ab.

Off-Topic:
In meinem Ref. hatte ich in einer Klasse auch einen sehr, sehr intelligenten Jungen (9. Klasse), ob er Mensa-tauglich wäre, kann ich nicht mit Sicherheit beurteilen, aber er hatte wirklich Ahnung vom Fach. Der hat mich auch einmal korrigiert :zwinker: Da aber in meinem Ref. es üblich ist, erstmal den Unterricht für eine Weile zu beobachten, bevor man die Klasse übernimmt, habe ich mich irgendwie darauf eingestellt und fand das auch nicht weiter tragisch. Am ehesten fand ich es noch schlimm, dass ich fachlich Mist gebaut habe, auch wenn es tatsächlich nur eine Kleinigkeit war, die nicht weiter tragisch ist für das tiefere Verständnis etc.


Ein Abischnitt mit einer Eins vor dem Komma trotz extremer Faulheit in der Schule und ein erfolgreich abgeschlossenes, als ziemlich schwierig geltendes Studium dürften dafür schon ausreichende Indizien sein.

Definitiv, ich halte dich auch für intelligent. :zwinker:

Als Kind, bzw. Jugendlicher hatte ich einen Freund, der hochbegabt war und der immer wieder Probleme mit seinen Mitmenschen hatte - einfach, weil sie Minderwertigkeitskomplexe hatten, wenn sie bemerkt haben, dass sie ihm in Sachen Intelligenz nicht das Wasser reichen können. Um diese Probleme zu vermeiden, hätte er sich schon absichtlich dumm stellen müssen. Aber das ist ja auch nicht unbedingt Sinn der Sache.

Richtig, ich finde es schlimm, mich dümmer stellen zu müssen, zumindest wenn es auf Dauer wäre. Ist ja auch nicht Sinn der Sache - ich fände es falsch, sich mehr oder minder dafür "schämen" zu müssen, dass man eben schlauer ist als der Durchschnitt.

Ansonsten bleibt noch zu sagen, Fleiß und Wissen können einen auch weit bringen - trotzdem ist das etwas ganz anderes als Intelligenz.

Richtig, wichtige Unterscheidung. :zwinker:

Off-Topic:
Sah daheim eher so aus: Naja, klar, Bildung ist schon gut. Aber halt nur in gegebenen Grenzen. Eine dieser Grenzen war in der Verwandtschaft z.B. die zwischen Realschule und Hauptschule einerseits (Schulen für die Normalos) und Gymnasium andererseits (für die Studierten, Beamten, Realitätsfernen).

Diese Erfahrung habe ich auch lange Zeit gemacht. Ich bin die einzige mit Abitur und Studienabschluss, wobei meine Cousine dieses Jahr auch ihr Abitur macht. Aber in der Eltern- und Großelterngeneration ist hiervon nichts zu sehen. Bis heute wird, wenn es Diskussionen gibt, gerne mal gesagt, dass ich mich für etwas Besseres halten würde, weil ich ja "achso gebildet" bin und meine Familie als "den Pöbel" erachte, was schlicht ergreifend Mist ist. Wenn ich nicht ihrer Meinung bin, dann ist das nicht, weil ich sie als dümmer ansehe - was ich nicht tue - sondern weil schlicht meine Sicht der Dinge eine andere ist.


Wer so denkt, dem mangelt es vielleicht einfach an Sozialkompetenz. Nur weil man hochbegabt ist, muss man sich nicht in Geduld und Rücksichtsnahme üben?

Doch, muss man. Aber ständig Rücksicht zu nehmen und immer geduldig sein zu müssen ist echt mühsam und ich verstehe es, wenn man da nicht immer Lust drauf hat.

Wenn jemand schlecht in Mathe, Deutsch, etc. ist, wird ihm gesagt er soll das üben. Wäre es nicht sinnvoll wenn Menschen die in diesen ganzen Fächern nicht üben müssen, aber Probleme im Sozialverhalten haben, die freien Kapazitäten dazu nutzen sich in sozial Aspekten zu üben?

Ja, aber solche Dinge funktionieren schlecht, wenn sie aufgezwungen werden. Es kann folgender Eindruck auf Seiten des intelligenteren/hochbegabten Kindes entstehen: "Was? Ich soll den Job des Lehrers machen? Ich soll dem Idioten, der mir in der Mittagspause schon mal eins auf die Nase gegeben hat, in Mathe helfen? Ich darf nichts Neues lernen, weil die anderen alle doof sind und es gibt erst neues Futter für mein Hirn, wenn der letzte Spacko das kapiert hat? Finde ich Scheiße!"

Off-Topic:
Ich bin nie getestet worden, da hatte meine Eltern keine Lust drauf und heute interessiert es mich auch nicht mehr, wie hoch mein IQ nun wirklich ist. Ich weiß, dass ich weder sonderlich doof noch sonderlich schlau bin und grundsätzlich mit der großen Mehrheit der Menschen ein Auskommen finde. Und bei denen, die mich ständig anpöbeln müssen - warum auch immer, es scheint Menschen zu geben, denen es einfach Spaß macht, unempathische Spacken zu sein - habe ich für mich beschlossen: "Die, die sich wie die Axt im Walde benehmen, können mich." - Und der Grund, warum sie mich Scheiße behandeln, ist mir erstmal egal. Ob ich für deren Geschmack zu schlau, zu blöd, zu dick, zu klein oder zu hellhäutig bin, ist mir grundlegend egal. Wer mich nicht wie ein Mensch - mit Gefühlen und so - behandeln kann, hat in meinem Leben keinen großen Platz. Fertig.


Ich finde, man darf als HB oder überdurchschnittlich intelligenter Mensch auch mal "keine Lust" haben, jemandem etwas zu erklären, der wiederum selbst vielleicht keine Lust auf Belehrungen hat. Gerade, wenn es zwischenmenschlich zwischen den beiden vielleicht eh nicht so gut passt.

Eine negative Erfahrung meinerseits betrifft auch das Frage stellen. Wenn man immer wieder sieht, dass andere Menschen von den vielen Fragen, die man stellt, genervt sind oder man gesagt bekommt, dass man jetzt keine Fragen zu stellen hat, kann das bleibende Spuren hinterlassen.

Das ist richtig. Dieses übereilende Gehorsam, bloß still zu sein, kann in einem viel kaputt machen - wenn man es mit sich machen lässt. Oft ist es ja keine Kritik an der eigenen Person, sondern der, der meint, man habe nicht zu fragen, will sich damit selbst schützen, weil er so nicht von dir bloßgestellt werden kann.

Ich sehe das anders - ich finde es sogar extrem wichtig zu lernen, wann man auch einfach mal nicht reden und vor allem andere Menschen nicht korrigieren sollte.

Da stimme ich dir zu. Aber ich verstehe es auch, wenn es einem in der Seele wehtut, dass einen herum Quatsch geredet wird und man selbst einfach still dasitzt und die anderen einander Recht geben lässt, nur um nicht anzuecken.

Wenn mich hingegen jemand auf einen Fehler hinweist, freue ich mich, dass ich es nächstes Mal besser machen kann. Manchmal bin ich auch etwas genervt, aber dann nur von mir und nie von jemand anders.

Es kommt halt auch immer drauf an, wie man auf Fehler hinweist und bei dir kommt wohl der "Sonderfall" hinzu, dass du ja schwarz auf weiß hast, dass du hochbegabt bist. Das heißt, selbst, wenn du einen Fehler machst, bist du "unterm Strich" noch immer sehr schlau. Dich trifft ein Hinweis auf eine fachliche Unzulänglichkeit wahrscheinlich weniger als andere, ohne HB-Bestätigung.

Das Reinreden. Das ist natürlich etwas, was man nicht machen sollte, das ist klar. Aber mir ist auch aufgefallen, dass das bei Mensa vielen passiert.

Das ist finde ich eine schwache Rechtfertigung/Ausrede. Mir fällt das selber irre schwer, jeden ausreden zu lassen, v.a., wenn offensichtlich ist, was direkt kommen wird und mir klar ist, dass das Quatsch ist. Das ist eine Übung, die einfach irre viel Geduld erfordert. Konnte ich mit 18 auch noch nicht und jetzt mit Mitte 20 kriege ich das noch immer nicht permanent hin. Aber man kann dran arbeiten.

Es gibt ja speziell bei dir noch einen anderen Zweck, dich auf einen Fehler hinzuweisen: Nämlich den, dir zu beweisen, daß du doch gar nicht so schlau bist, wie du glaubst.

Richtig. Die Absicht haben manche tatsächlich und finde ich beknackt. Nur weil man vermeintlich beweist, dass ein anderer doch nicht so schlau ist, wie man dachte, ist man doch selbst nicht automatisch schlauer... :cautious: Aber ja, ist leider so, manche machen das trotzdem.

Weißt du, ich komme ja auch mit den meisten Menschen ganz gut klar, ich bin allgemein ein sehr umgänglicher Mensch. Aber wenn es um nähere Bekanntschaften geht, wird das eben immer wichtiger und deutlicher.

Dazu hätte ich eine Frage, wenn dir die nicht zu privat ist: Wünschst du dir, dass deine Freundin ebenfalls hochbegabt ist, wenn du dir deine Traumfrau selbst backen könntest?

Wenn einem aber die ganze Kindheit über immer wieder eingetrichtert wird "verbessere andere nicht", "zeig nicht, dass du mehr weißt", "sowas tut man nicht", ... dann wundert mich das überhaupt nicht, dass ich mich schäme.

Mich wundert es auch nicht, aber du kannst beginnen, dich von solchen Aussagen zu lösen. Mach deinen Selbstwert und deine Empfindungen nicht von alten Aussagen anderer Menschen abhängig, das tut dir nicht gut - merkst du ja selbst. :zwinker: Wichtig ist, dass du dich selbst leiden kannst und mit deinem Leben klarkommst und dich folgerichtig dann so verhältst, dass du dieses Ziel erreichst. Wenn du dich mit Korrigieren und ins Wort fallen besser fühlst, dann mach das. Aber sei dir eben auch dessen bewusst, dass das vielen sauer aufstößt und so einige damit nicht umgehen können und deine Gegenwart vielleicht künftig eher meiden werden.

Off-Topic:
Teilweise wurde sogar gefordert, Aufgaben immer nach einem unnötig komplizierten, vorgegebenen Schema zu lösen, während die selbst erarbeiteten, einfacheren und genauer auf die jeweilige Aufgabe zugeschnittenen Lösungswege der guten Schüler oft mit einem genervten "Ja, so kann man das auch lösen. Aber das vorgegebene Schema ist trotzdem der sichere und damit bessere Weg."

Kommt mir bekannt vor, aber war bei mir nicht Mathe. :zwinker: Wobei... in der 8. auch einmal. Aber grundsätzlich war es nicht Mathe und nicht Physik.


Für andere Leute ist es auch nicht leicht, ihre Mathe-Skills, o.Ä. zu trainieren. :zwinker:

Richtig, aber leider werden Mathe-Skills oder andere schulische Fähigkeiten als wichtiger erachtet, als es soziale Kompetenzen tun. Ich hatte sogar in manchen Schuljahren Gegenstände wie "Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz", "Kommunikation und soziales Lernen" und dergleichen, aber in diese Richtung gemacht wurde da nichts. In ersterem lernte man, wie man richtig lernt und wie man eine Präsentation abhält (danke, erzähl' mir was Neues... :rolleyes:) und in letzterem - das war noch in der Hauptschule - haben wir mit unserem Klassenvorstand Belange, die die ganze Klasse betreffen, besprochen.

Ein Kollege von mir, der dem Rest der Belegschaft in manchen Bereichen mit seinem Wissen und seinen Fähigkeiten haushoch überlegen ist (es würde mich auch massiv wundern, wenn er das Mensa-Aufnahmekriterium nicht erfüllen würde), verhält sich gerne mal, wie die Axt im Walde und formuliert seine in der Sache absolut richtige und sinnvolle Kritik oder Verbesserung dermaßen undiplomatisch, dass der korrigierte Kollege ziemlich angepisst ist. Dadurch kommen viele Kollegen nicht gut mit ihm zurecht.
Mit einer etwas netteren, zurückhaltenderen Formulierung könnte er auch locker korrigieren, ohne sich so unbeliebt zu machen.

Wurde ihm das auch schonmal gesagt? Wenn ja, wie reagiert er darauf? Rechtfertigt er sich vielleicht damit, dass er ohnehin Recht hat?

"Ich glaube, du hast bei deinem Vorschlag nicht dran gedacht, dass das so wegen XYZ nicht funktionieren kann. Ich würde das eher so und so machen."

Richtig, ich mache es auch oft so. Aber was ich persönlich (!) allerdings als "störend" empfinde, ist, dass man sagt "ich glaube", "vielleicht", "eher" - wenn man ganz genau weiß, dass es Bullshit ist. Ich muss mein eigenes Wissen "abschwächen", damit sich der andere nicht dumm fühlt. Tatsächlich nehme ich natürlich Rücksicht, formuliere es so, dass sich der andere nicht wie der letzte Idiot fühlt, aber ständige Rücksichtnahme kann für manche auch auf Dauer anstrengend sein.

Um mit vielen Menschen klar zu kommen, muss man sich irgendwie anpassen, an die ungeschriebenen Gesetze und sozialen Regeln halten, die eine oder andere Sache akzeptieren, die einem eigentlich nicht so richtig passt, usw.

Dummerweise geht bei vielen halt ein sehr hoher IQ auch mit Defiziten im Sozialverhalten einher, und DIESE (nicht die Intelligenz an sich) führen dann zu sozialer Ausgrenzung.

Leider, ja.

Off-Topic:
In der 9. und 10. hatte ich einen Klassenkollegen, der wirklich hochbegabt war - vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich, aber er war durchgängig in allen Fächern sehr, sehr gut. Sprachen reizten ihn weniger, aber auch da hatte er nie etwas Schlechteres als hier und da mal eine 2. Und sein Vater steckte ihn in eine Schule mit Sprachenschwerpunkt. :rolleyes: Da waren halt - außer ihm - in Mathe alle durchgängig keine große Leuchte und in Physik war es ähnlich. Obwohl Mathe/Physik absolut nicht in meinem Begabungsbereich lag, kam er in Physik ausgerechnet zu mir, um sich mit mir über Dinge zu unterhalten, die mich einerseits nicht sonderlich interessierten und andererseits mir schlicht und ergreifend "zu hoch" waren.
Er hat dann auch versucht, mir das verständlich zu machen und ich konnte ihm (nach gefühlt 10x einbremsen) auch folgen, aber er meinte dann selbst in etwa: "Es tut mir leid, aber so macht mir das keinen Spaß. Du bist nicht so blöd wie die anderen, aber so reicht es mir nicht. Ich lass es lieber bleiben." Das war für mich auch irgendwie komisch, ich habe mich zwar einerseits "geehrt" gefühlt, "die Auserwählte" zu sein, aber ich war ihm halt auch zu doof.
Er wurde als Septemberkind auch schon früher eingeschult und hat dann die 11. übersprungen und hatte mit 17 sein Abi. Parallel hat er schon im Rahmen eines Begabtenprogrammes im Sommersemester der 10. mit seinem Physikstudium begonnen. Das tat ihm irre gut und man merkte auch, wie er sich im Klassenverband entspannte. Und dann hat er die Klasse übersprungen und dort wurde der auch nicht komisch angeguckt, er hatte den Spitznamen "the brain" und gut wars. :smile:
 
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Benutzer124657  (22)

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Liebe be.positive, vielen Dank für deinen ausgefeilten Beitrag! Dir ist das gelungen, was mir ob meiner "zentralen" Rolle in dieser Diskussion kaum möglich war, den vollen Überblick zu bewahren und in Ruhe auf alles einzugehen :smile:.

Ein paar Anmerkungen habe ich noch zu deinen Kommentaren:
Es kommt halt auch immer drauf an, wie man auf Fehler hinweist und bei dir kommt wohl der "Sonderfall" hinzu, dass du ja schwarz auf weiß hast, dass du hochbegabt bist. Das heißt, selbst, wenn du einen Fehler machst, bist du "unterm Strich" noch immer sehr schlau. Dich trifft ein Hinweis auf eine fachliche Unzulänglichkeit wahrscheinlich weniger als andere, ohne HB-Bestätigung.
Für mich hat das mit Intelligenz überhaupt nichts zu tun.
Wenn man Fehler macht, ist der Grund doch meistens Unwissen oder Unachtsamkeit. Entweder ich lerne also dazu oder ich merke, dass ich halt nicht aufgepasst habe.

Das ist finde ich eine schwache Rechtfertigung/Ausrede. Mir fällt das selber irre schwer, jeden ausreden zu lassen, v.a., wenn offensichtlich ist, was direkt kommen wird und mir klar ist, dass das Quatsch ist. Das ist eine Übung, die einfach irre viel Geduld erfordert. Konnte ich mit 18 auch noch nicht und jetzt mit Mitte 20 kriege ich das noch immer nicht permanent hin. Aber man kann dran arbeiten.
Das sollte weder Rechtfertigung noch Ausrede sein, nur eine reine Feststellung eines Umstandes. Dass das nicht geht, ist mir klar und es klappt auch mittlerweile ziemlich gut :smile:.
 
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Gast
Für mich hat das mit Intelligenz überhaupt nichts zu tun.
Wenn man Fehler macht, ist der Grund doch meistens Unwissen oder Unachtsamkeit. Entweder ich lerne also dazu oder ich merke, dass ich halt nicht aufgepasst habe.

Richtig, für dich. Für andere mag das anders rüberkommen. Es kann ziemlich wehtun, wenn man seine eigenen Unzulänglichkeiten bzw. sein eigenes Unwissen präsentiert bekommt, auch wenn es vom Gegenüber gar nicht gewollt war, auch wenn es dir selbst nicht wehtut.

Dazulernen zu wollen und zu können sind zwei verschiedene Paar Schuhe und oft mangelt es an mindestens einem von beiden. Ich bin auch nicht immer gleich empfänglich für Kritik (Stichwort PMS...) und Zurechtweisungen, das ist einfach ganz normal. Und es gibt Menschen, die es partout nicht hören wollen und lieber in ihrer eigenen kleinen Welt weiterleben wollen. Meiner Meinung nach sollte man die einfach lassen, das ist verlorene Liebesmüh - es bringt doch eh nichts.
[doublepost=1524578276,1524578186][/doublepost]Ergänzung:

Hast du meine Frage:

Dazu hätte ich eine Frage, wenn dir die nicht zu privat ist: Wünschst du dir, dass deine Freundin ebenfalls hochbegabt ist, wenn du dir deine Traumfrau selbst backen könntest?

einfach überlesen oder bewusst nicht beantwortet? :smile:
 

Benutzer67523 

Sehr bekannt hier
Ich muss sagen, Deine Posts hier, die ich so sehe, sind tatsächlich sehr gut geschrieben und auch inhaltlich finde ich sie überlegt und schlüssig.
Daraus auf Hochbegabung zu schliessen, ist nicht natürlich nicht möglich, und ich bin auch nicht die Person dazu.

Mein Rat (keine Frage :smile: ) ist aber einfach der:
Nutze die hohe Begabung, um etwas Ausserordentliches zu erreichen.
Werde Unternehmer mit einer erfolgreichen Firma, welche irgendwie "die Welt besser macht", werde Professor für Philosophie oder was auch immer.
Sonst bleibst Du letztlich ein ewiges Talent, und das Unwichtigste ist, dass andere Menschen von Deiner Hochbegabung erfahren.

Trotz Hochbegabung ist für obige Ziele sehr viel harte Arbeit notwendig, also setz Dich hin und klemm' Dich.
 
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Benutzer72433 

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Wenn einem aber die ganze Kindheit über immer wieder eingetrichtert wird "verbessere andere nicht", "zeig nicht, dass du mehr weißt", "sowas tut man nicht", ... dann wundert mich das überhaupt nicht, dass ich mich schäme.
also, ich glaube, da bringst du etwas durcheinander.

du sollst dich auf keinen fall dafür schämen, etwas besser zu wissen - das wäre ja völliger blödsinn. du solltest dich aber wohl dafür schämen, wenn du andere mit deinem wissen bloßstellst - und das tut sehr direkte verbesserung oder sehr offensichtliches besser-wissen sehr leicht.

wenn du deine kommunikation also als gut einschätzt, dann sollte das doch überhaupt kein thema mehr für dich sein. man ist entsprechend sanft und feinfühlig, stupst lieber leicht in die richtige richtung als die lösung auf den tisch zu werfen... und wenn man das kann, dann gibts da garnix mehr zu schämen.
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
du sollst dich auf keinen fall dafür schämen, etwas besser zu wissen - das wäre ja völliger blödsinn. du solltest dich aber wohl dafür schämen, wenn du andere mit deinem wissen bloßstellst - und das tut sehr direkte verbesserung oder sehr offensichtliches besser-wissen sehr leicht.
Nein.

Ich stelle damit eine Win-Win-Win-Situation her:
1) Die anderen haben etwas dazugelernt (Win!)
2) Die anderen machen es in Zukunft richtig (Win!)
3) Ich habe mich gut verhalten, indem ich den anderen geholfen habe (Win!)

So ungefähr dachte ich damals jedenfalls.

Inzwischen weiß ich zwar, daß das Modell "laß die anderen halt dumm sterben" als total empathisch und sozialkompetent gilt, aber naja. Und ob du daraus lernst, daß du einfach nur das Maul halten sollst, oder auch noch zusätzlich, daß gutes und vieles Wissen überhaupt nichts erstrebenswert ist- das kümmert niemanden.
 

Benutzer72433 

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Nein.

Ich stelle damit eine Win-Win-Win-Situation her:
1) Die anderen haben etwas dazugelernt (Win!)
2) Die anderen machen es in Zukunft richtig (Win!)
3) Ich habe mich gut verhalten, indem ich den anderen geholfen habe (Win!)

So ungefähr dachte ich damals jedenfalls.

Inzwischen weiß ich zwar, daß das Modell "laß die anderen halt dumm sterben" als total empathisch und sozialkompetent gilt, aber naja. Und ob du daraus lernst, daß du einfach nur das Maul halten sollst, oder auch noch zusätzlich, daß gutes und vieles Wissen überhaupt nichts erstrebenswert ist- das kümmert niemanden.
oh, quark. das ist so typisch du, und auch der grund, warum ich tendenziell keine lust habe, mit dir zu diskutieren: dir fehlt die empathie, du holst aus und haust drauf ohne dich drum zu kümmern was am ende übrig bleibt.

natürlich verbessert und korrigiert man. man tuts nur nicht mit gewalt und/oder so, dass das gegenüber sich deswegen schlecht fühlt. man tuts sanft, mit gefühl, lenkt, leitet, stupst, biegt. das ist der vorteil den die größere intelligenz einem bieten sollte: man muss es nicht mit dem vorschlaghammer tun!

dieses stupide "ugh, ugh, du falsch, so richtig!" ist etwas, was so ziemlich jedem menschen schlecht zu gesicht steht, und denen, die mit etwas mehr intelligenz gesegnet sind, ganz besonders.
 

Benutzer161129  (38)

Verbringt hier viel Zeit
Redakteur
Bitte folgendes nicht zitieren, da ich es evtl noch editieren will!

EDIT
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Lainy Lainy schön geschrieben! das kann ich absolut nachvollziehen - dieses "WARUM checken diese menschen das alle nicht???" - auch wenn ich persönlich mir da nen schulterzucken angewöhnt habe, es bringt nichts, sich aufzuregen. kostet nur kraft, die ich lieber darauf verwende, das zu tun, was andere nicht sehen.

der für mich wesentliche punkt war der schritt von "sie wollen es offenbar nicht sehen" (persönlicher vorwurf) zu "sie können es anscheinend nicht sehen" (verständnis) - ab dem punkt konnte ich sowas auch eher verzeihen und die entsprechenden menschen mehr so annehmen wie sie sind und mit ihnen umgehen. die meisten menschen haben andere stärken, die auch nicht schlechter sind. man ergänzt sich eben.

von einem pferd erwarte ich auch nicht, mit messer und gabel zu essen, dazu fehlt ihm einfach naturgegeben die ausstattung :zwinker: - aber dafür kann das pferd mich viele kilometer weit tragen die ich alleine nicht schaffen würde in einer geschwindigkeit, die ich bei weitem nicht schaffen würde.
wenn deinen mann das immernoch so arg frustriert: vielleicht hilft ihm das. "pferd" ist dabei auch nicht negativ gemeint, es zielt nur auf "andere menschen, andere talente" ab.
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
natürlich verbessert und korrigiert man. man tuts nur nicht mit gewalt und/oder so, dass das gegenüber sich deswegen schlecht fühlt. man tuts sanft, mit gefühl, lenkt, leitet, stupst, biegt. das ist der vorteil den die größere intelligenz einem bieten sollte: man muss es nicht mit dem vorschlaghammer tun!
Du hast den Punkt gar nicht verstanden. Mit Geduld und Rücksichtnahme und weil ich so empathisch bin, versuche ich es aber einfach nochmal:

Die Idee, daß sich jemand überhaupt schlecht fühlen könnte deswegen, ist absolut fernliegend. Und, oh Wunder, wenn ich von einem schlechten Gefühl nichts auch nur ahne- dann kann ich rein logisch auch keine Rücksicht nehmen. Intelligenz hat nichts mit Hellseherei zu tun.
Meine Verhaltensänderung kam rein dadurch, daß ich gemerkt habe: Wenn ich das tu, werde ich plötzlich schlecht behandelt. Warum, wieso, weshalb? Keine Ahnung. Ich habe es damals nicht verstanden, nachvollziehen kann ich es bis heute nicht so richtig.

Und meine Botschaft war auch nicht, daß du irgendwas falsch gemacht hast, sondern daß dir hier schlicht eine andere Einsicht in die Dinge fehlt, die dich vielleicht zu einem anderen Schluß führen könnte.

Ich wollte dir helfen (obwohl ich dich auch nicht leiden kann- gegen meinen Bias!) und habe dir diese Einsicht einfach mal hingeschrieben. Du hast stupid zurückgehauen. Ein weiterer Beweis für deine Sozialkompetenz und Empathie, herzlichen Glückwunsch.

der für mich wesentliche punkt war der schritt von "sie wollen es offenbar nicht sehen" (persönlicher vorwurf) zu "sie können es anscheinend nicht sehen" (verständnis)
Das ist eine Einbahnstraße. Bist du in einer anderen Lage, so wird dir "nicht können" als Ausrede angekreidet, weil du dich ja nur "ausruhen" willst.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Die Idee, daß sich jemand überhaupt schlecht fühlen könnte deswegen, ist absolut fernliegend.
nein. schlicht und einfach: nein.
die allermeisten menschen fühlen sich schlecht, wenn ihnen vermittelt wird, dass sie dumm sind, dumm gehandelt haben, fehler gemacht haben, nicht gut genug waren. manche mehr und manche weniger, und wenn das in absolut sicherer, freundschaftlicher atmosphäre passiert sicher weniger als sonst, aber das ist als grundlage gegeben. kann nicht so schwer sein, das zu verinnerlichen.

Meine Verhaltensänderung kam rein dadurch, daß ich gemerkt habe: Wenn ich das tu, werde ich plötzlich schlecht behandelt. Warum, wieso, weshalb? Keine Ahnung. Ich habe es damals nicht verstanden, nachvollziehen kann ich es bis heute nicht so richtig.
das merkt man, denn du hast nicht die gute lösung ergriffen und sanfter gehandelt, sondern komplett eingestellt.

ich sags mal so: wenn da nen mensch am ertrinken ist, du ihm ein seil um den hals bindest und ihn daran hochziehst, dann ist zwar die absicht des vorm-ertrinken-rettens gut, aber die handlung absolut verkehrt, weil du ihn leider dabei erhängst - deine alte handlung.
stattdessen garnichts zu tun ist kein stück besser - das, was du jetzt tust.
würdest du ihm das seil stattdessen - am besten mit sicherungsknoten, dass es sich nicht zu eng zuziehen kann! - um die brust binden, dann wärest du sein held und lebensretter.

Das ist eine Einbahnstraße. Bist du in einer anderen Lage, so wird dir "nicht können" als Ausrede angekreidet, weil du dich ja nur "ausruhen" willst.
lustigerweise nicht unter den menschen, mit denen ich bevorzugt zu tun habe. da darf mensch nämlich schwächen haben und die locker zugeben - niemand muss perfekt sein.
 
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