Alternativen zum Abitur

Benutzer86472 

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Hey Leute,
ich habe schon häufiger hier geschrieben,dass es bei mir in der Schule eher schleppend vorrangeht.Ich gehe also nun in die 12.Klasse,in 2 Wochen gibt es die Halbjahreszeugnisse.Im Idealfall habe ich dort 2 Defizite,im allerschlimmsten Fall sogar 4....Sollte der Fall mit 4 Defiziten eintreten,würde ich die Schule wohl verlassen wollen,ich würds dann einfach nicht mehr packen.Was könnte ich in diesem Fall machen?Zum zweiten Halbjahr auf eine Berufsschule?Ist das möglich?
Ich habe so das Denken(wohl weils dauernd von Lehrern eingetrichtert wird),dass man ohne ABitur nichts ist,keine Chance auf nen vernünftigen gut bezahlten Job hat.Ist dem wirklich so?Was habt ihr für einen Schulabschluss und seid ihr damit bzw mit eurem heutigen Job zufrieden,wenn ich fragen darf?
Wäre super wenn ihr hier ein wenig posten würdet,würde mich sehr freuen denn ich mache mir da aktuell schon Gedanken,ob ich mir mit meiner Lustlosigkeit nicht schon mein Leben verbaut habe....
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich hab ein halbes Jahr vorm Abi aufgehört, weil ich die Zulassungskriterien nicht erfüllt hab. Ich hätte die 13. komplett wiederholen müssen und darauf hatte ich keine Lust. Zumal mein Abi bestenfalls ein 3er Abi geworden wäre und ich auch gar nicht studieren wollte. Ich hatte eine konkrete Ausbildung vor Augen, da war ich auch schon angemeldet (eine rein schulische) und dafür brauchte ich kein Abi. Also hab ich aufgehört.
Die Ausbildung hab ich 2 Jahre später als Jahrgangsbeste mit 1,2 beendet. :smile:

Dass es jobmäßig heute bei mir mies läuft, hat mE nichts damit zu tun, dass ich damals das Abi nicht gemacht hab. Mit Abi würde es wohl keinen Deut besser laufen.

An deiner Stelle würde ich aber nicht einfach so ins Blaue hinein von der Schule gehen.
Auf die Berufsschule kannst du ja nicht einfach so gehen, sondern da brauchst du einen konkreten Ausbildungsplatz und den musst du erstmal finden.
Weißt du denn wenigstens schon in welche Richtung es gehen soll?
Also welchen Beruf willst du ergreifen?
Oder käme ein freiwillig soziales Jahr in Frage?
 

Benutzer18889 

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Ich habe mit 16 Realschule gemacht, hatte mit dem Abi angefangen und in der 11. direkt abgebrochen, weil ich keine Lust mehr auf Schule hatte. Danach habe ich eine Ausbildung gemacht und etwa 2 Jahre normal gearbeitet. Ich habe schnell gemerkt, dass der Job zwar okay ist, aber sicher nichts, was ich mein Leben lang tun wollte.

Somit habe ich meine Vollzeitstelle Ende 2009 aufgegeben und ging gleichzeitig von August 2009 an wieder zur Schule. Da ich schon 'ne Ausbildung habe, dauert es nur 2 Jahre bis zum normalen Abi. Im Sommer 2010 hatte ich die Fachhochschulreife und diesen Juni werde ich endlich mein Abi haben. Ich möchte auf jeden Fall studieren, mir ist das heute sehr wichtig.

Fazit: Es war okay, dass ich das Abi damals nicht direkt gemacht habe. Ich war mit 16/17 einfach genervt von der Schule und hatte andere Dinge im Kopf. Selbst wenn ich es damals geschafft hätte, wäre es wohl ein schlechtes Abi geworden. Nun bin ich reifer, viel engagierter, gehe gern zur Schule und mache ein gutes Abi.

Trotzdem finde ich es heutzutage schon sehr wichtig, dass man den höchstmöglichen Schulabschluss erreicht, den man für sich selbst als realistisch ansieht. Der Arbeitsmarkt ist härter geworden und die Anforderungen, auch an Azubis, wachsen.
 
R

Benutzer

Gast
Ich habe so das Denken(wohl weils dauernd von Lehrern eingetrichtert wird),dass man ohne ABitur nichts ist,keine Chance auf nen vernünftigen gut bezahlten Job hat.Ist dem wirklich so?
Nein, so kann man das nicht sagen, du kannst auch ohne Abi eine gute Ausbildung und dann einen guten Job finden.

Was ich jedoch zu Bedenken gebe: Man kann das Abi nie wieder so leicht machen wie am Gymnasium. Alle anderen Wege sind zwar durchaus möglich und machbar, aber solltest du dich später entschließen, das Abi doch noch nachholen zu wollen, dann wird das schon etwas mehr Engagement verlangen, als wenn man, wie du, schon "im System" drin ist.

Ich habe Abi gemacht und studiere nun, allerdings kann ich verstehen, dass man auch mal Lust auf was Praktischeres hat, daher könnte ich mir auch vorstellen, eine Ausbildung zu machen.
 

Benutzer7157 

Sehr bekannt hier
falls du kein (anderes) konkretes ziel hast, wofür du das abi nicht brauchst, würde ich das abi auf jeden fall mitnehmen. damit hälst du dir alle chancen und möglichkeiten offen. andernfalls könnte es sein, dass du dich irgendwann ärgerst, weil du nicht die laufbahn einshlagen kann, die du möchtest.
sicherlich kann man auch beruflich glücklich ohne abitur werden. nicht aber, wenn man ein universitätsstudium absolvieren möchte oder eine ausbildung, die abitur verlangt. außerdem ist es doch jetzt kein weiter weg mehr zum abi; da wäre es nur umso ärgerlicher nun abzubrechen. außerdem wird es ja nicht unbedingt leichter. auf einer berufsschule wird auch einiges von dir verlangt. und jetzt nur irgendeinen beruf zu wählen, weil du kein bock auf die schule hast, ist definitiv ein falscher weg.

ich habe abi gemacht und dann ein studium an der uni angeknüpft. ich bin sehr zufrieden mit meiner wahl.
 

Benutzer26398 

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ich kann nur eines sagen - heute wäre ich aus diversen Gründen überaus froh wenn ich Abitur hätte!
Was ich jedoch zu Bedenken gebe: Man kann das Abi nie wieder so leicht machen wie am Gymnasium. Alle anderen Wege sind zwar durchaus möglich und machbar, aber solltest du dich später entschließen, das Abi doch noch nachholen zu wollen, dann wird das schon etwas mehr Engagement verlangen, als wenn man, wie du, schon "im System" drin ist.
da ist eindeutig etwas dran... v.a. ist es schwer einen Neuanfang zu machen wenn man schon "gutes Geld" verdient, einen gewissen Lebensstandard hat, eine "gesichtere" berufliche Zukunft etc. Dazu kommt die allgemeine Ungewisseheit "werde ich es schaffen", "was kommt danach" usw.
 

Benutzer10075 

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ist es nicht so das man dann nach 12 Jahren Fachabi hat?

Also für mich ist die defintiv bessere Wahl Fachabitur. Natürlich nur wenn man auch wéiß in welche Richtun man gehen möchte.
Ich wollte immer in die Kaufmännische Schiene also habe ich Fachabi in Wirtschaft gemacht. Das ging 2 Jahre. Viele Themen aus dem normalen Abi hab ich in der Schule gar nicht gehabt. Mathe bestand nur aus kaufmännischem rechnen. Ich wurde bei der Bewerberauswahl vorgezogen. Höhere Handelsschule nund normale Hochschulreife wurden auf eine Stufe gestellt.

In der Berufsschule hatte ich viele vorteile. Ich bin seit ca 2 Jahren ausgelernt und verdiene sehr gutes Geld.

Ich an deiner Stelle würde das jetzt durchziehen. Man muss immer wissen was man später werden möchte. In manchen Bereichen bervorzugt man lieber einen guten Realschüler als einen schlechten ABiturienten.

Wenn du aufhörst musst du bedenken, dass es schlecht aussehen könnte im Lebenslauf. Wenn du noch gar nicht weißt was du werden willst, dann mach lieber dein Abi fertig.
 

Benutzer74554 

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Ich hab die mittlere Reife und danach eine schulische Ausbildung zur Kinderpflegerin gemacht.
Dort war ich total unterfordert und langweilte mich. Mein Praktikum war wundervoll, aber schließlich wurde mir bewusst, dass ich mehr will. Dadurch, dass ich einfach total unterfordert war, hab ich wieder ergeiz entwickelt. Habe mich schließlich dazu entschlossen mein Abi nachzuholen um endlich meinen Traumberuf ausüben zu können, den ich immer wieder weggeschoben habe, da ich nie damit gerechnet habe jemals Abi zu haben.
Heute bin ich auf der Bos und mache mein Abi nach. Im Juni sind Prüfungen und ich freue mich schon richtig aufs Studium.
Im nachhinein betrachtet habe ich mir oft gewünscht diesen Ergeiz schon früher gefunden zu haben. Aber damals war es wohl einfach noch zu früh für mich.

Du solltest wissen wo du hinwillst. Viele Menschen haben auch ohne Abi ihren Traumberuf gefunden. Finde Abi wird überbewertet. Deshalb solltes du dir überlegen wo du hinwillst, welchen Traum du hast.
 
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