Als die Welt zerbrach

Benutzer22852  (46)

Verbringt hier viel Zeit
Als die Welt zerbrach, in tausend kleine Splitter,
die im Licht des Mondes schimmern und funkeln,
der geduldig den wandernden Seelen leuchtet,
ihren Weg, den sie mühsam ertasten im Dunkeln.

Als die Welt zerbrach, im engelsgleichen Klang,
ein Klirren gleich von himmlischem Geläute,
das betörend den Verstand raubt und entzieht,
das süchtig macht, auf Streifzug geht nach Beute.

Als die Welt zerbrach, im Farbenspiel aus Licht,
ein Maelstrom aus benebelnden, berauschenden,
verrückenden, entzückenden und fesselnden,
Eindrücken, die im Nirgends niemals enden.

Als die Welt zerbrach, in Gischt aus Ton und Raum,
wabern die letzten Schwaden des Glaubens
verloren entlang den gebrochenen Schluchten,
vermengend mit den wesend Dünsten des Lebens.

Als die Welt zerbrach, gebärend schale Lüfte,
träge wehend zwischen den versprengten Schatten,
sucht einer die Brücken aus jenem hellen Klang,
der wie Sirenen verlockt, wie die Flöte die Ratten.

Als die Welt zerbrach, in verpestendem Gestank,
der die letzten Wünsche fest im Griff hält,
der sich tief in die Lungen krallt und verhakt,
nicht eher loslässt als wie der letzte Vorhang fällt.

Als der letzte Vorhang fällt, die Lichter fest ausblendend,
die zerbrochene Welt, im Schatten ohne Gesicht,
so kommt kein Gestank heran, die Angst bleibt fern,
als die Welt zerbrach, und er daran zerbricht.
 

Benutzer26465 

Verbringt hier viel Zeit
kann das gedicht nur empfehlen!!!! is großartig!! *hände schüttel*
 
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