Alles raus, einfach nur alles raus.....

Benutzer9807 

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Hi Leute !

Ich hab eigentlich nicht richtig eine Ahnung wo ich beginnen soll .... ich fang einfach mal an.
Erstens mal zu meiner Familie , ich lebe seit meinem neunten Lebensjahr bei meinem Vater , meine Eltern haben sich scheiden lassen als ich 6 oder 7 war (Ich weiss es nicht mehr wann , dass habe ich verdrängt ) .Meine Mutter hat sich nicht großartig um mich gekümmert , ist abends weggegangen und hat sich dort ihre Typen geangelt , die sie dann in der Küche , im Bett , im Gang oder sonstwo in der Wohnung gevögelt hat :cry: , leider war das natürlich so laut , dass ich das alles mitbekommen hab :cry: :cry: .Keine schöne Sache mit 6 Jahren....

Ich bin dann ein Stockwerk höher zu meinem Vater gezogen als ich es bei meiner Mutter nicht mehr ausgehalten hab , ich hab nächtelang durchgeweint , sie ist immer erst so um 4 bis 3 Uhr zurückgekommen und hat mich dann meistens noch zusammengestaucht , weil ich ins Bett gemacht habe .... ich war eben sehr aufgeregt... :cry:

Nur mein Vater ist ein Choleriker und noch dazu ein Perfektionist , eine ganz üble Mischung , somit wird jeder Fehler von mir mit Geschreie und Ausdrücken gestraft.Ich bin mittlerweile 17 Jahre alt und ich erlebe das immer noch,dass er mich einen "feigen Drecksack" ,ein "arrogantes Arschloch" ,ein "elendes Stück Scheisse" nennt.Somit hab ich eigentlich schon fast Angst irgendetwas zu machen , da ich dabei wieder einen Fehler machen könnte , aus dem dann wieder resultiert dass ich angeschrien werde.Letztens hat er mir wieder gedroht dass er mich rauswirft :cry: .Ich hatte ihm nämlich mal ganz offen mitgeteilt dass er sich für mich mit seinem Geschreie zu einem Feindbild entwickelt statt einer Hilfsperson, und darauf fußt dann auch seine Order mich rauszuwerfen , weil wir uns dadurch dauernd becabbeln.Desweiteren hatte er vor 8 Wochen einen Herzinfarkt und als es dann Streit gab , meinte er ich bringe ihn noch ins Grab.........(Ich bin leider ein XXXL-Sensibler Mensch , deswegen trifft mich sowas )

Das letzte was mir geblieben ist , ist meine Ziehoma , die mich erzieht und mir Werte vermittelt , weil meine Mutter wohnt mittlerweile 30 Kilometer entfernt.

Das heißt eigentlich , ich hab keinen familiären Rückhalt , vielleicht ganz entfernt mein Vater , aber meine Ma nicht , denn mein Vater hat mich schon einmal rausgeworfen .Ich hab daraufhin meine Mutter angerufen und die sagte , sie kann mich nur für ein - 2Tage unterbringen .... toll :cry: :cry: danach muss ich mich um mich selbst kümmern.

Dann gibt es da noch meine Freundin.Ich liebe sie sehr und sie mich auch .Wir haben nur zur Zeit Probleme im Bett , weil ich fast nie einen hochbekomme und deswegen hatten wir in den letzten 3 Monaten kein einziges Mal guten Sex , sie möchte aber das "Er" steht und deswegen mache ich mir im Geist jedes Mal Druck.Gestern war ich aus irgendeinem Grund sauer auf sie , was den ganzen Abend verdorben hat und dann hatten wir Schlussendlich auch keinen Sex mehr , gut lag ja auch an mir.Und wir haben da auch schon drüber geredet , sie sagt dann auch es ist ihr egal , ob ich einen Ständer hab oder nicht ..... aber verarschen kann ich mich auch selber :cry: :cry: und bei so einer offensichtlichen Lüge , mache ich mir wieder Druck.

Für mein ersteres Problem hab ich eine Lösung , aber nicht für mein letzteres ....

Ich werde nächstes Jahr mit Hilfe meines Onkels ausziehen wie ist mir egal , hauptsache weg von daheim.

Außerdem , weine ich gerade wieder , ich weine weil gestern den Abend versaut hab , ich weine weil ich keine Familie hab und jedes Mal liegt ein Messer neben mir.An meinem Körper sind summa summarum sicherlich schon 50 Narben nur mittlerweile denke ich darüber nicht mal nach , ich denke nur noch soll ich den letzten Schnitt machen , ist es dass was ich will..... dann wäre alles ruhig , alles egal , ich meine wirklich egal ..... ich wäre dann einsam und gleichsam vereint mit allen , ruhig und es gäbe nur die Trauer für den kläglichen Rest der Leute die mich kennen und mögen,für meine Familie und für meine Freundin.Es ist egal wie viel Musik ich in mein Hirn reinjage die Gedanken gehen nicht weg und ich hab einfach das Gefühl ich wache jeden morgen ein Stück einsamer und verlorener auf , obwohl es einige gibt die mich lieben und mögen , und selbst wenn ich mit meiner Freundin beisammen bin fühle ich mich einsam. Nur seltsamerweise wenn ich Sex habe mit ihr , dann fühle ich mich mit ihr verbunden (ich meine nicht nur physisch sondern auch geistig ), dann fühle ich dass ich nicht einsam bin.....

Die Frage , was soll man dazu sagen .....

Brauche ich Hilfe , bin ich krank , was bin ich ????


Jay
 
S

Benutzer

Gast
Hey,

ich bin der Meinung dein größtes Problem sind deine Eltern oder zumindest das was davon übrig geblieben ist. Mit deiner Freundin wird es erst dann wieder Berg aufgehen, wenn du die Ruhe gefunden hast was deine Eltern betrifft. du bist nicht Krank du brauchst einfach nur Ruhe und einen Ort wo du weißt das du als Mensch respektiert und geachtet wirst.

Wenn du ausziehen kannst, ist die hälfte deiner Probleme schon weg.

Kopf hoch nicht aufgeben, vorallem nicht an Selbstmord denken, damit hilfst du keinem vorallem nicht dir auch wenn es so der Eindruck ist.
 

Benutzer20882 

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Oha...
Das hört sich ja alles echt heftig an...
Hmmm, ich würd' dir jetzt mal spontan raten, zu nem Psychologen zu gehen (kannst ja deinen Schatz mitnehmen, wenn es dir hilft), damit du das ganze Kindheitstrauma (???) nicht dein ganzes Leben mit dir rumschleppst...
Sonst gehst du da echt kaputt dran!
Und da jetzt irgendwie den letzten Schritt zu machen...
Ne, lass das ma schön bleiben, ist doch feige, einfach so aus dem Leben abzuhauen...
Anni
 

Benutzer26214  (51)

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oha

Bist du krank ??? NEIN !!!!

Brauchst du Hilfe??? JA !!!!

Ich glaube, du hast deine Situation schon sehr gut erkannt. Nicht du bist das Problem, sondern deine Familie. Dein Vater, der dich nur zur Sau macht, deine Mutter, der du egal bist. Geschickt von deinem Vater und auch typisch für solche Ignoranten, dass er die Schuld für seinen Herzinfakt, dir in die Schuhe schiebt. Vergiss es...

Such dir bitte Hilfe. Ich glaube dass du mit der richtigen Hilfe in der Lage bist, dein Leben trotz allem wieder in den Griff zu bekommen.

Den Druck den du dir bei deiner Freundin selbst auferlegst, kann man nur schwer abstellen. Dazu fällt mir irgendwie kein Tipp ein. Aber wenn du aus dem Teufelskreis Vater/Mutter ausbrechen kannst, indem du mit Hilfe deines Onkels dir eine eigene Wohnung suchst, dann tu dies.

Du scheinst verdammt mutig zu sein, weil du deinen Vater direkt auf die Probleme angesprochen hast, RESPEKT !!!
Aber dadurch, dass du schon anfängst, dir selbst Schaden zu zufügen, solltest du dir unbedingt Hilfe von Profis holen. Meld dich beim Jugendamt, bitte !!!

Gruß
Feinripp
 
1 Woche(n) später

Benutzer26177 

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Moin,

ich glaube, dass du an Borderline leidest. Du verletzt dich selber, weil es dir danach wahrscheinlich für 2 Minuten besser geht, wenn der zugefügte Schmerz nachlässt, weil du wahrscheinlich "so ein gutes" Gefühl nur selten erfährst. Du solltest wirklich schnell zu einem Psychologen gehen und das mit dem Selbstmord rede dir mal ganz schnell aus! Ausserdem ist deine LAge gar nicht so aussichtslos, wie die anderen auch schon sagten, weil du bald ausziehen kannst und du eine Freundin hast, die dich sehr liebt. Und wenn du ihr wirklich nicht egal bist, dann sollte sie auch Verständnis dafür aufbringen, dass es im Bett mal nicht klappt. Vielleicht solltest du sie auch mit zum Psychologen nehmen, wenn du dich alleine nicht traust. Dann gibt sie dir Kraft.

Viel Glück
 

Benutzer21472 

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dein "versagen" als sohn ist das versagen deiner eltern. dich trifft keine schuld, wie du wahrscheinlich schon erkannt hast. der erste schritt ist ja schon getan und du kennst die ursache. ob abstand allein reicht bezweifel ich. du musst die vergangenheit aufarbeiten sonst holt sie dich immer wieder ein.

zu borderline sag ich auch nix hier eine klassifikation (ohne wertung):


Klassifikation nach DSM-IV
Nach dem Diagnostischen und Statistischen Manual (DSM-IV) definiert sich eine Borderline-Störung wie folgt:

Ein tiefgreifendes Muster von Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, im Selbstbild und in den Affekten, sowie von deutlicher Impulsivität. Der Beginn liegt im frühen Erwachsenenalter, und die Störung manifestiert sich in den verschiedenen Lebensbereichen. Mindestens 5 der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein:

Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z. B. hochgradige episodische Dysphorie, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).

Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z. B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).

Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.

Impulsivität in mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Bereichen (Geldausgaben, Sexualität, Substanzmißbrauch, rücksichtsloses Fahren, ,,Freßanfälle") vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 3 enthalten sind.

Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung auf mindestens zwei Gebieten: Selbstbild, sexuelle Orientierung, Karrierewahl oder auch andere langfristige Ziele, Freundschaften, Wertvorstellungen. Menschen mit Borderline wissen vielleicht noch niecht einmal wer sie wirklich sind, was sie denken, welcher Meinung sie sind oder welcher Religion sie angehören sollen. Stattdessen versuchen Sie dem zu entsprechen, was andere Menschen von ihnen erwarten.

Chronische Gefühle von Leere und Langeweile.

Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den beiden Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.

Verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 3 enthalten sind. Spaltung: sich selbst und andere entweder als vollständig "gut" oder vollständig "böse" betrachten. Wechseln zwischen Nähe und Distanz: Ich hasse Dichm verlaß' mich nicht! Große Schwierigkeiten, Menschen und sich selbst zu vertrauen und zu glauzben. Empfindlich gegenüber Kritik oder Zurückweisung. Das Gefühl ohne eine andere Person nicht überleben zu können. Extremes Bedürfnis nach Liebe und Zuneigung. Manche Borderline-Betroffenen verfügen über ein ungewöhnlich hohes Maß an Sensibilität, Einsicht und Einfühlungsvermögen.

Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome. Dies bedeutet unter anderem Gefühle von "nicht mehr im eigenen Körper sein" oder nicht mehr in der Lage zu sein, sich zu erinnern, was man gesagt oder getan hat. Dies tritt insbesondere in Zeiten hohen Stresses auf.



Weitere Eigenschaften von Borderline-Betroffenen
Folgende Eigenschaften werden bei Borderline-Betroffenen beobachtet, dienen aber nicht als Klassifikationsmerkmal für die Erkrankung. Die im folgenden genannten Merkmale können, müssen aber nicht bei allen Betroffenen in jeder Ausprägung auftreten:

Borderline-Betroffene sind oft sehr intelligent, gewitzt, charmant, lustig und Partylöwen.

Sie haben oft Probleme mit der Objekt-Konstanz. Wenn sie von einer Person auch nur kurzzeitig verlassen werden, können sie Probleme dabei haben Gefühle der Liebe und Zuneigung nachzuspüren oder zu empfinden, die zwischen ihnen und der anderen person bei deren Anwesenheit existiert haben. Borderline-Betroffene möchten oft einen Gegenstand, der der geliebten Person gehört, in Zeiten der Trennung bei sich behalten.

Sie haben ständig Probleme ein Alleinsein - auch nur für kurze Zeit - zu tolerieren.

Der Borderline-Lebenslauf kann eine chaotische Aneinanderreihung von Arbeitsplatzverlusten, abgebrochenen Berufsausbildungen, abgebrochene Beziehungen und Klinikaufenthalten sein.

Bei vielen finden sich in der Kindheit physische, psychische und sexuelle Mißbrauchsmuster oder emotionaler Mißbrauch, sowie physische und emotionale Vernachlässigung.

Adaptiert,zusammengefaßt und übersetzt von M.-A. Golombeck aus: American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders: DSM-IV. 4th ed. Washington: 1994








Klassifikation nach ICD-10
Nach ICD-10 gelten für eine Borderline-Störung die Kriterien der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung (F60.3)! Hier ein Auszug aus der ICD-10 generell über Persönlichkeitsstörungen (Warnung: Fachchinesisch! Nur die Störungen zu Punkt F60 werden aufgeführt! Die komplette Liste der Persönlichkeitsstörungen würde den Umfang der Seite sprengen. Wer sich umfassender informieren möchte, findet in der Linksammlung Verweise auf internetbasierte ICD-10-Verzeichnisse):

Dieser Abschnitt enthält eine Reihe von klinisch wichtigen, meist länger anhaltenden Zustandsbildern und Verhaltensmustern. Sie sind Ausdruck des charakteristischen, individuellen Lebensstils, des Verhältnisses zur eigenen Person und zu anderen Menschen. Einige dieser Zustandsbilder und Verhaltensmuster entstehen als Folge konstitutioneller Faktoren und sozialer Erfahrungen schon früh im Verlauf der individuellen Entwicklung, während andere erst später im Leben erworben werden.

Die spezifischen Persönlichkeitsstörungen (F60.-), die kombinierten und anderen Persönlichkeitsstörungen (F61) und die Persönlichkeitsänderungen (F62.-) sind tief verwurzelte, anhaltende Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktionen auf unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen. Sie verkörpern gegenüber der Mehrheit der betreffenden Bevölkerung deutliche Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in den Beziehungen zu anderen. Solche Verhaltensmuster sind meistens stabil und beziehen sich auf vielfältige Bereiche des Verhaltens und der psychologischen Funktionen. Häufig gehen sie mit einem unterschiedlichen Ausmaß persönlichen Leidens und gestörter sozialer Funktionsfähigkeit einher.


F60 - Spezifische Persönlichkeitsstörungen
Es handelt sich um schwere Störungen der Persönlichkeit und des Verhaltens der betroffenen Person, die nicht direkt auf eine Hirnschädigung oder -krankheit oder auf eine andere psychiatrische Störung zurückzuführen sind. Sie erfassen verschiedene Persönlichkeitsbereiche und gehen beinahe immer mit persönlichen und sozialen Beeinträchtigungen einher. Persönlichkeitsstörungen treten meist in der Kindheit oder in der Adoleszenz in Erscheinung und bestehen während des Erwachsenenalters weiter.

F60.0 - Paranoide Persönlichkeitsstörung

Diese Persönlichkeitsstörung ist durch übertriebene Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung, Nachtragen von Kränkungen, durch Mißtrauen, sowie eine Neigung, Erlebtes zu verdrehen gekennzeichnet, indem neutrale oder freundliche Handlungen anderer als feindlich oder verächtlich mißgedeutet werden, wiederkehrende unberechtigte Verdächtigungen hinsichtlich der sexuellen Treue des Ehegatten oder Sexualpartners, schließlich durch streitsüchtiges und beharrliches Bestehen auf eigenen Rechten. Diese Personen können zu überhöhtem Selbstwertgefühl und häufiger, übertriebener Selbstbezogenheit neigen. Persönlichkeit(sstörung): - expansiv-paranoid - fanatisch - paranoid - querulatorisch - sensitiv paranoid Exkl.: Paranoia (F22.0) Paranoia querulans (F22.8) Paranoid: - Psychose (F22.0) - Schizophrenie (F20.0) - Zustand (F22.0)

F60.1 - Schizoide Persönlichkeitsstörung

Eine Persönlichkeitsstörung, die durch einen Rückzug von affektiven, sozialen und anderen Kontakten mit übermäßiger Vorliebe für Phantasie, einzelgängerisches Verhalten und in sich gekehrte Zurückhaltung gekennzeichnet ist. Es besteht nur ein begrenztes Vermögen, Gefühle auszudrücken und Freude zu erleben. Exkl.: Asperger-Syndrom (F84.5) Schizoide Störung des Kindesalters (F84.5) Schizophrenie (F20.-) Schizotype Störung (F21) Wahnhafte Störung (F22.0)

F60.2 - Dissoziale Persönlichkeitsstörung

Eine Persönlichkeitsstörung, die durch eine Mißachtung sozialer Verpflichtungen und herzloses Unbeteiligtsein an Gefühlen für andere gekennzeichnet ist. Zwischen dem Verhalten und den herrschenden sozialen Normen besteht eine erhebliche Diskrepanz. Das Verhalten erscheint durch nachteilige Erlebnisse, einschließlich Bestrafung, nicht änderungsfähig. Es besteht eine geringe Frustrationstoleranz und eine niedrige Schwelle für aggressives, auch gewalttätiges Verhalten, eine Neigung, andere zu beschuldigen oder vordergründige Rationalisierungen für das Verhalten anzubieten, durch das der betreffende Patient in einen Konflikt mit der Gesellschaft geraten ist. Persönlichkeit(sstörung): - amoralisch - antisozial - asozial - psychopathisch - soziopathisch Exkl.: Emotional instabile Persönlichkeit(sstörung) (F60.3) Störungen des Sozialverhaltens (F91.-)

F60.3 - Emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Borderline-Störung)

Eine Persönlichkeitsstörung mit deutlicher Tendenz, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren, verbunden mit unvorhersehbarer und launenhafter Stimmung. Es besteht eine Neigung zu emotionalen Ausbrüchen und eine Unfähigkeit, impulshaftes Verhalten zu kontrollieren. Ferner besteht eine Tendenz zu streitsüchtigem Verhalten und zu Konflikten mit anderen, insbesondere wenn impulsive Handlungen durchkreuzt oder behindert werden. Zwei Erscheinungsformen können unterschieden werden: Ein impulsiver Typus, vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle; und ein Borderline- Typus, zusätzlich gekennzeichnet durch Störungen des Selbstbildes, der Ziele und der inneren Präferenzen, durch ein chronisches Gefühl von Leere, durch intensive, aber unbeständige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten mit parasuizidalen Handlungen und Suizidversuchen. Persönlichkeit(sstörung): - aggressiv - Borderline - reizbar (explosiv) Exkl.: Dissoziale Persönlichkeitsstörung (F60.2)

F60.4 - Histrionische Persönlichkeitsstörung

Eine Persönlichkeitsstörung, die durch oberflächliche und labile Affektivität, Dramatisierung, einen theatralischen, übertriebenen Ausdruck von Gefühlen, durch Suggestibilität, Egozentrik, Genußsucht, Mangel an Rücksichtnahme, erhöhte Kränkbarkeit und ein dauerndes Verlangen nach Anerkennung, äußeren Reizen und Aufmerksamkeit gekennzeichnet ist. Persönlichkeit(sstörung): - hysterisch - infantil

F60.5 - Anankastische [zwanghafte] Persönlichkeitsstörung

Eine Persönlichkeitsstörung, die durch Gefühle von Zweifel, Perfektionismus, übertriebener Gewissenhaftigkeit, ständigen Kontrollen, Halsstarrigkeit, Vorsicht und Starrheit gekennzeichnet ist. Es können beharrliche und unerwünschte Gedanken oder Impulse auftreten, die nicht die Schwere einer Zwangsstörung erreichen. Zwanghafte Persönlichkeit(sstörung) Zwangspersönlichkeit(sstörung) Exkl.: Zwangsstörung (F42.-)

F60.6 - Ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung

Eine Persönlichkeitsstörung, die durch Gefühle von Anspannung und Besorgtheit, Unsicherheit und Minderwertigkeit gekennzeichnet ist. Es besteht eine andauernde Sehnsucht nach Zuneigung und Akzeptiertwerden, eine Überempfindlichkeit gegenüber Zurückweisung und Kritik mit eingeschränkter Beziehungsfähigkeit. Die betreffende Person neigt zur Überbetonung potentieller Gefahren oder Risiken alltäglicher Situationen bis zur Vermeidung bestimmter Aktivitäten.

F60.7 - Abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung

Personen mit dieser Persönlichkeitsstörung verlassen sich bei kleineren oder größeren Lebensentscheidungen passiv auf andere Menschen. Die Störung ist ferner durch große Trennungsangst, Gefühle von Hilflosigkeit und Inkompetenz, durch eine Neigung, sich den Wünschen älterer und anderer unterzuordnen sowie durch ein Versagen gegenüber den Anforderungen des täglichen Lebens gekennzeichnet. Die Kraftlosigkeit kann sich im intellektuellen emotionalen Bereich zeigen; bei Schwierigkeiten besteht die Tendenz, die Verantwortung anderen zuzuschieben. Persönlichkeit(sstörung): - asthenisch - inadäquat - passiv - selbstschädigend

F60.8 - Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeit(sstörung): - exzentrisch - haltlos - narzißtisch - passiv-aggressiv - psychoneurotisch - unreif

F60.9 - Persönlichkeitsstörung, nicht näher bezeichnet

Charakterneurose o.n.A. Pathologische Persönlichkeit o.n.A.
 

Benutzer23809 

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Du brauchst Hilfe! Und du hast ja gesagtd u willst mit Hilfe deines Onkels ausziehen, also hast du schonmal eine Person, die dir ein Bisschen helfen kann und wie schon von sachmet gesagt ist dann schonmal die Hälfte der Probleme weg und mit Hilfe deiner Freundin und deines Onkels und vielleicht noch nem Psychologen wird auch noch ein teil der anderen Hälfte weggehen. Ein Teil wird bestimmt immer in deinem Gehirn eingebrannt sein, da du es nciht einfach "vergessen" kannst!

Wird schon alles klappen, nur nicht an Selbstmord denken!

MfG Pures Lüstchen
 

Benutzer25163 

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auch meiner meinung nach solltest du den psychologen aufsuchen denn deine freundin schient dich zwar wirklich sehr zu lieben aber wenn du schon selbstmordgedanken hast dann solltest du umgehende psychologische hilfeaufsuchen den schon der kleinste auslöser kann dich wieder zu einer "rizaktion" oder ähnlichen dingen bringen also umgehend hilfe aufsuchen das ist auf jeden fall da beste
wünsche dir viel erfolg
 

Benutzer26177 

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Reeva schrieb:
uh... stop... die gute alte borderline-falle... bitte erst informieren, dann "diagnosen" stellen...
aus seinem text kann man keineswegs auf borderline schliessen.

Hi,

ich sagte ja auch: Ich glaube...

Aber man kann gerade aus seinem Text darauf schliessen. Es wäre sicherlich hilfreich, wenn er uns sagt, warum er das tut bzw. was er dabei/danach empfindet.

MfG
 

Benutzer27435  (46)

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Ich bin der Meinung das du professionelle Hilfe gebrauchst und zwar schnell.

Helfen kann dir hier keiner, ausser dir zu raten das du zu einem Therapeuten gehen solltest, woran nichts schlimmes ist.

Wir können hier nur erahnen was mit dir wirklich ist und können/sollten dir keine Hilfen geben, das wir keine Psychologen sind und der Schuss nach hinten los gehen kann.

Ein Therapeut wird sich oft und lange mit dir unterhalten und so seine "Diagnose" stellen um dir dann helfen zu können.

Ein auszug allerdings, das ist ein guter Schritt.
 
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