Alles falsch gemacht?

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Das ist das mal on point. Aber ich habe vor einigen Wochen mal versucht ggp meiner Mama auszupacken und das ging in die Hose und sie ist auch gar nicht mehr in der Lage, das vernünftig zu betrachten und in der Beziehung meine Mama zu sein, sondern kriegt gleich einen hysterischen Anfall. Es tut mir weh das zu sagen, aber ich denke, sie wird erst wieder meine starke Mama sein, wenn meine Uroma nicht mehr da ist. :frown:
du hast versucht... darf ich fragen, wie das ablief? war das ein zaghaftes ansprechen, oder war das ein "mama, ich brauche dich"?

wenn ich von mir selber ausgehe: zaghafte versuche würde ich wohl ausblenden. das klingt einfach nur nach stress, aber nicht nach "ernst". wenn du es schon ernsthaft versucht hast: frag sie, ob sie erst dann wieder deine mama ist, wenn deine uroma nicht mehr ist. das mag hart klingen, aber ich wage zu behaupten, dass in jeder mutter auch die mutterinstinkte stecken - sie müssen nur manchmal erst geweckt werden.

wenns ganz und gar schiefgeht kannst du dich natürlich auch gerne weiterhin hier auskotzen, und, soweit es mich angeht: wenns wirklich übel ist bin ich auch jederzeit für ein privates gespräch zu haben. manchmal hilfts ja schon, einfach mal alles rauszulassen, und den ein oder anderen objektiven rat zu bekommen.
 

Benutzer116075 

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Hi,

ich weiß, dass das Ref eine anstrengende Zeit ist, in der man einfach wenig Freizeit hat, Druck spürt und auch mit teilweise unberechtigter Kritik bzw. unrealistischen Vorschlägen konfrontiert wird (natürlich gibt es auch viele hilfreiche Tipps von Mentoren und Fachleitern). Da muss man stark sein und für sich den besten Weg durchs Ref finde. Lass dich nicht unterkriegen und gib dein Bestes.

Wie viel Zeit des Refs hast du dnen jetzt hinter dir??
Das mit deiner Fächerkombi hast du nunmal so entschieden. Was nach dem Ref kommt, siehst du dann wenn es soweit ist.

Das Wichtigste jetzt im Ref ist doch auch:
Macht dir das Unterrichten und der Umgang mit den Kindern Spaß?
Was melden dir deine Mentoren zurück, die dich täglich sehen? (deren Meinung ist ja auch sehr wichtig)

Wahrscheinlich grübelst du auch zu sehr und vergleichst zu sehr mit Gleichaltrigen, die eben nicht studiert und kein Ref zu bewältigen haben.. jeder wählt seinen Weg. Du bist jetzt im Ref und da würd ich jetz nicht drüber nachdenken, dass du gerade keinen Freund hast und Familie-Gründen eben noch nicht auf dem Plan steht. Würd mich jetzt aber auch nicht dafür entscheiden, mich nicht zu verlieben..

Liebe Grüße,
Elfe
 

Benutzer131262  (34)

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Hm ich glaube ich bin jetz 26 Jahre alt, sollte es nicht mal Zeit sein, dass ich nun auch mal stark sein muss - wenn ich selbst ein Kind hätte, könnte ich mir ja gar nicht erlauben, nach meiner eigenen Mutter zu heulen, sondern müsste eben erwachsen werden oder?

Elfe du wirst lachen - Ich bin seit 2 Monaten im Ref und habe 3 UBs hinter mir und VOR den UBs war auch alles schön. :zwinker: Und zum Vgl. mit den anderen - selbst die meisten meiner jungen Refkollegen sind verheiratet/ in einer festen langjährigen Partnerschaft.
 
S

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Gast
Warum musst du eigentlich immer das haben was andere haben und sprichst dir selber so wenig zu?
 

Benutzer116075 

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Elfe du wirst lachen - Ich bin seit 2 Monaten im Ref und habe 3 UBs hinter mir und VOR den UBs war auch alles schön. :zwinker: Und zum Vgl. mit den anderen - selbst die meisten meiner jungen Refkollegen sind verheiratet/ in einer festen langjährigen Partnerschaft.

Sei doch selbst nicht so hart zu dir.. du bist 2 Monate im Ref und es ist eben der Start ins Berufsleben nach dem Studium.. da kann nicht alles perfekt laufen.. jetzt nach 2 Monaten Ref schon dran zu denken bzw. zu befürchten, dass du durchs 2. Staatsexamen fallen könntest, finde ich etwas weit hergeholt - es sei denn deien MEntoren/Fachleiter geben dir die Rückmeldung, dass du nicht mit Kindern umgehen kannst und nicht in die Lehrerrolle findest (soll es ja auch geben.. leider). Wenn es drum geht, dass es nach den UBs eben konstruktive Kritik bezüglich deiner Unterrichtsplanung/-durchführung gab, die es be jedem Ref gibt, musst du dir einfach ein dickes Fell zulegen und gewisse Kritik/Vorschläge auch annehmen (gehört zum Leben eines Refs dazu.. das möchten die eben auch sehen und bewerten das auch).

Und: was bringt es dir, jetz zu bedauern, dass du noch keine Familie hast und noch nicht verheiratet bist bzw. dass du jetzt im Ref auch keine gründen wirst (natürlich lässt sich ein Ref auch mit Kind meistern.. aber das entscheidet ja jeder für ich)?? Das zieht dich doch einfach nur runter und macht dir den Alltag nicht schöner und leichter..
 

Benutzer72433 

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Hm ich glaube ich bin jetz 26 Jahre alt, sollte es nicht mal Zeit sein, dass ich nun auch mal stark sein muss - wenn ich selbst ein Kind hätte, könnte ich mir ja gar nicht erlauben, nach meiner eigenen Mutter zu heulen, sondern müsste eben erwachsen werden oder?
findest du wirklich, dass mütter immer stark sein müssen? dass mütter sich nie bei wem anders - sei es nun partner oder eigene mutter - ausheulen dürfen?
natürlich müssen mütter für ihre kinder da sein. genauso dürfen sie aber auch selber hilfe brauchen.

wieso machst du dir eigentlich grade immer wieder nen kopf drum, wie du als mutter wärest? ich meine - aktuell hast du nichtmal einen potentiellen vater eines kindes, oder? und selbst wenn du einen partner hast: wer sagt, dass du dann sofort nachwuchs produzieren müsstest?
 

Benutzer131262  (34)

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^^ :smile: so ist es. zu deinem letzten absatz. völlig irrational alles, aber das geistert mir durch den Kopf...mit 19 habe ich meine damaligen Freundinnen ausgelacht, weil die da schon Torschlusspanik hatten....jetzt ist bei denen alles in trockenen Tüchern und ich habe wohl zu früh gelacht.
 

Benutzer129473 

Sorgt für Gesprächsstoff
Wer sagt, dass bei denen alles in trockenen Tüchern ist? Nach ca. 6 Monaten war ich übrigens auch kurz davor, aufzuhören, weil ich mit einer der schlimmeren Klasse keinen Unterricht machen konnte, da mir 2-4 Schüler jede Stunde geschmissen hatten. 99% der Referendare wollen mindestens 1x alles hinschmeißen. Du bist noch am Anfang. Du wirst noch so viel lernen (z.B. deine Arbeitstage zu kürzen - ich habe am Anfang auch für einige Stunden jeweils mehr als 8h Vorbereitung gehabt).

Und ich kann Nevery zustimmen. Mach dir bitte im Moment keinen Kopf darum, ob du ne gute Mutter wärst. Mach eins nach dem anderen. Erst das Ref, dann die volle Stelle als Lehrerin mit ordentlich Geld und mit diesem Geld kannst du immer noch darüber nachdenken, schwanger zu werden. Ich bin jedenfalls überglücklich, bei all dem Aufwand im Moment mich nicht noch um eigene Kinder kümmern zu müsssen.
 

Benutzer123446 

Beiträge füllen Bücher
Das Referendariat ist kein 18-Stunden-pro-Tag-Job. Es ist es allerdings zu manchen Zeiten (Lehrproben, viele Besuche am Stück), aber selbst dann kann man sich immer noch seine Inseln schaffen. Ich hab während des Refs meine Hobbys vernachlässigt, aber ich hab mich drum bemüht immer Feierabend zu haben. Ich persönlich hätte das Ref als 18-Stunden-pro-Tag-Job nicht überstanden. Vielleicht kannst du gucken, wo du dir mehr Freiräume schaffen kannst?

Mit 1100€ kann man keine großen Sprünge machen, aber dramatisch ist es jetzt auch nicht. Und falls du einen Job bekommst und verbeamtet wirst musst du dir eh keine Sorgen mehr machen...

Du hast keine Zeit verschwendet. Selbst wenn du nicht als Lehrer arbeiten könntest (was an gewissen Privatschulen auch mit 1.StEx möglich ist) hast du doch viel an Reife dazugewonnen - im Ref wächst man, sofern man es zulässt, auch wenns weh tut.
Vielleicht bist du auch in einem seltsamen Seminar - aber ich bin mit 30 Jahren nicht die Älteste und ich weiß nicht, ob überhaupt schon wer in der näheren Ref-Umgebung verheiratet ist - Kinder haben jedenfalls von allen mir bekannten Refs (und das sind viele!) nur ungefähr 5 Leute.
Es hängt ja auch echt immer vom Umfeld ab, in dem man sich bewegt...
Ich hatte übrigens während des Refs mindestens 3 längere Phasen, in denen ichs hinschmeißen wollte. Aber ich hab jetzt ziemlich gut abgeschlossen :zwinker:

Ich frage mich ein bisschen, warum das Kinderthema grade so präsent ist bei dir. Warum beschäftigt dich das so? Hast du eine Familiengründung in näherer Zukunft ins Auge gefasst?
 

Benutzer131262  (34)

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Das Referendariat ist kein 18-Stunden-pro-Tag-Job. Es ist es allerdings zu manchen Zeiten (Lehrproben, viele Besuche am Stück), aber selbst dann kann man sich immer noch seine Inseln schaffen. Ich hab während des Refs meine Hobbys vernachlässigt, aber ich hab mich drum bemüht immer Feierabend zu haben. Ich persönlich hätte das Ref als 18-Stunden-pro-Tag-Job nicht überstanden. Vielleicht kannst du gucken, wo du dir mehr Freiräume schaffen kannst?

Mit 1100€ kann man keine großen Sprünge machen, aber dramatisch ist es jetzt auch nicht. Und falls du einen Job bekommst und verbeamtet wirst musst du dir eh keine Sorgen mehr machen...

Du hast keine Zeit verschwendet. Selbst wenn du nicht als Lehrer arbeiten könntest (was an gewissen Privatschulen auch mit 1.StEx möglich ist) hast du doch viel an Reife dazugewonnen - im Ref wächst man, sofern man es zulässt, auch wenns weh tut.
Vielleicht bist du auch in einem seltsamen Seminar - aber ich bin mit 30 Jahren nicht die Älteste und ich weiß nicht, ob überhaupt schon wer in der näheren Ref-Umgebung verheiratet ist - Kinder haben jedenfalls von allen mir bekannten Refs (und das sind viele!) nur ungefähr 5 Leute.
Es hängt ja auch echt immer vom Umfeld ab, in dem man sich bewegt...
Ich hatte übrigens während des Refs mindestens 3 längere Phasen, in denen ichs hinschmeißen wollte. Aber ich hab jetzt ziemlich gut abgeschlossen :zwinker:

Ich frage mich ein bisschen, warum das Kinderthema grade so präsent ist bei dir. Warum beschäftigt dich das so? Hast du eine Familiengründung in näherer Zukunft ins Auge gefasst?

Bei mir schon. Ich schlafe meistens von halb eins bis 5. Essen, Duschen und solche Späßchen laufen nebenbei und husch husch (eigentlich bin ich der Typ, der den Tag entspannt mit einem 30 minütigem Frühstück beginnt, die Zeiten sind auch vorbei).
Vormittags bin ich ein paar Stunden in der Schule, nachmittags geht's dann los mit planen für den nächsten Tag bis nachts um halb eins. Das Seminar will auch noch was von mir wissen. Jetzt habe ich zum Beispiel ein schlechtes Gewissen, weil ich meine Gedanken an das Schreiben hier verschwende, obwohl die Stunde für morgen noch nicht steht und mein Kopf für heute auch eigentlich zu ist und ich nicht weiß, wie ich das noch auf die Reihe kriegen soll gleich...? Total bescheuert ich weiß! Wenigstens merke ich es noch... .

Übrigens, es geht nicht nur mir so - meine Kollegen an der Schule sitzen auch so lange jeden Abend und wir verstehen uns alle gut, da hat es keiner nötig einen auf sterbenden Schwan zu machen.Unsere Ausbildungslehrer sagen uns, dass das eigentlich nicht in Nachtschichten ausarten sollte, auch nicht vor UBs, aber wir wissen alle nicht, wie wir das umsetzen sollen.

Ich sitze so ewig lange an der Vorbereitung....Arbeitsblätter entwerfen (und dann wird kritisiert dass da kein Kopf drauf ist mit Datum und Klassennamen!), überhaupt werstmal gucken, wie man das Thema angehen kann.... .
Ich werde nicht verbeamtet aufgrund einer "körperlichen Fehlkonstruktion" mich will deswegen nicht mal eine private Krankenversicherung. :zwinker:

Verheiratet sein bedeutet nicht automatisch alt sein. Die sind alle um die 24, 25 - 27 höchstens.

Warum das Kinderthema präsent ist? Naja, ein neuer Lebensabschnitt hat begonnen, die erste Euphorie über das Ref ist verflogen, jetzt grübele ich halt darüber nach, wann ich endlich mal zu etwas komme finanziell und privat. Im Moment habe ich ja in keinem Bereich etwas erreicht, das waren ja alles nur notwendige Schritte, um dahin zu kommen, wo ich hin will - und wenn ich dann in 16 Monaten keine Stelle finde....ja dann hätte ich auch nach der 10. Klasse eine Ausbildung machen und seitdem arbeiten gehen können und nicht meinen Eltern so lange auf der Taschen liegen müssen.
 

Benutzer81125 

Verbringt hier viel Zeit
Mir stellen sich gerade ganz viele Fragen... Kann es sein, dass momentan viel zu viel auf dich einstürzt und du alles viel zu schwarz siehst? Dass dich eine konkrete praktische Tätigkeit erstmals richtig fordert (und bist jetzt alles "nur" Theorie war)? Bist du eigentlich jetzt für das Referendariat von zu Hause in eine andere Stadt umgezogen und erst dadurch von deiner Familie getrennt? Kann es sein, dass du immer eher ein Einzelgänger gewesen bist und ein kleines Problem hast, nicht nur Zustimmung zu bekommen? Nach deinen Aussagen ist bei dir ganz viel sch... Verändert werden soll aber auch nichts... Wenn du schon "ewig" Single bist, spricht das auch dafür, das du besser alleine durch das Leben kommst. Ich stelle es mir nicht so einfach vor, da auf einmal "den Schalter umzulegen" und alles anders zu machen.

Ob deine Selbstzweifel wegen deiner beruflichen Zukunft berechtigt sind oder du überrtreibst, kann hier letztendlich keiner beurteilen. Eine Garantie auf einen sicheren Job haben andere Studenten oder Azubis auch nicht unbedingt. Selbst Arbeitnehmer, die schon lange bei ihrem Arbeitgeber beschäftigt sind, müssen manchmal um ihren Job zittern.

Was meinst du denn selber? Kannst du mal eine gute Lehrerin werden? Oder ist es nichts für dich, vor einer Klasse zu stehen? Ich glaube, dass das Unterrichten an sich oft viel zu sehr unterschätzt wird. Ich möchte z. B. bestimmt nicht mit dir tauschen...
 

Benutzer131262  (34)

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Ich habe eigentlich schon immer viel gearbeitet - hatte neben dem Vollzeitstudium 3 Nebenjobs, aber das waren alles keine großen Denkjobs.

Ja ich bin von meiner Familie getrennt und in eine andere Stadt gezogen.

Kritisiert worden bin ich allerdings immer schon und gefühlt auch mehr als andere - allein durch das jahrelange Mobbing in der Schule und im Bekanntenkreis (die Welt ist ein Dorf - und jetzt, wo etwa 800km zwischen zu Hause und hier liegen, fühle ich mich zum 1. Mal richtig frei und ich habe hier mit niemandem Probleme, ganz im Gegenteil, ich glaube, die mögen mich alle - ohne jetzt zu arrogant wirken zu wollen! Die Kritik hat nichts mit dem Persönlichen zu tun, es geht hier um die Arbeit und da habe ich das Gefühl, dass ich nichts kann. Ich habe zwar meine Masterarbeit mit 1,0 gemacht, aber selbst darauf bin ich mittlerweile nicht mal mehr stolz drauf?)

Ja, das hat du einen guten Punkt getroffen - ich hatte nie das Gefühl andere Menschen zu brauchen außer meiner Familie. Das mag allerdings sehr wohl am Einzelkind Dasein liegen und ich finde es nicht schlecht um durchs Leben zu kommen, nur zwischenmenschlich ist das manchmal blöd, weil mir beispielsweise Freundinnen auch mal im Scherz sagten: Der Mann, der vor dir (vor mir) keine Angst hat, muss noch gebacken werden. Sogar vomn Madonna Syndrom haben die mal gesprochen - erfolgreiche Frau findet keinen Mann, der mit ihr auf gleicher Ebene ist. Wobei ich mich selbst nicht als erfolgreiche Frau bezeichnen würde!


Ich habe nicht gesagt, dass nichts verändert werden soll - ich weiß nur nicht wie ich dasd realistisch hinbekommen soll. Die Veränderung der letzten Monate reicht mir auch irgendwie zur Zeit, was nicht heißt, dass es da nicht noch ein längerfristiges Ziel gibt, das Veränderung erfordert.

Also von der Lehrerpersönlichkeit her wird mir bescheinigt, dass alles tutti ist und man sich keine Sorgen machen braucht um mich, dass ich den falschen Beruf gewählt hätte. So fühöle ich mich auch, jetzt geht's halt ans Handwerkliche, wenn man so will und ja ich gebe es zu: bisher konnte man ja an der Uni machen was man will, fachdidaktisch - war alles ok und begründbar, weil es gar nicht um das ging, um das es jetzt geht. Keine Ahnung ob das für jemanden, der nicht Lehramt studiert hat Sinn macht.
 

Benutzer123446 

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Bei mir schon. Ich schlafe meistens von halb eins bis 5. (...) mein Kopf für heute auch eigentlich zu ist und ich nicht weiß, wie ich das noch auf die Reihe kriegen soll gleich...?
Puh. Okay, du bist erst zwei Monate dabei, nur - ich finde, du musst echt schauen, ob du das irgendwie runterschrauben kannst. Zu UB-Zeiten vielleicht nicht. Aber vielleicht kannst du Stationenarbeit oder Freiarbeit machen, ab und an - dann hast du zwar kurzfristig einen riesigen Vorbereitungsaufwand, du kannst aber mehrere Stunden damit füllen.
Klar wird immer mal eine Nachtschicht drin sein müssen - aber ich glaube, dass du dich langfristig kaputt schindest, wenn du so lebst. Auch innerhalb von zwei Jahren. Ganz ehrlich, ich schlafe fast jede Nacht meine sieben Stunden, aber während der Prüfungszeiten war ich trotzdem völlig im Eimer. Mit deinem Arbeitspensum stell ichs mir schwierig vor.
Habt ihr das Thema "Psychohygiene" und "Selbstfürsorge" im Seminar? Vielleicht könntet ihr da mal drüber sprechen. Es wird ja auch schwierig, wenn alle Nachtschichten einlegen, weil man sich gegenseitig so unter Druck setzt...

Ich werde nicht verbeamtet aufgrund einer "körperlichen Fehlkonstruktion" mich will deswegen nicht mal eine private Krankenversicherung. :zwinker:
Geht mir ähnlich :zwinker:

Im Moment habe ich ja in keinem Bereich etwas erreicht, das waren ja alles nur notwendige Schritte, um dahin zu kommen, wo ich hin will - und wenn ich dann in 16 Monaten keine Stelle finde....ja dann hätte ich auch nach der 10. Klasse eine Ausbildung machen und seitdem arbeiten gehen können und nicht meinen Eltern so lange auf der Taschen liegen müssen.
Wäre denn eine Privatschule (Waldorf?) eine Option für dich? Bist du denn auch örtlich so eng begrenzt, dass es schwierig wird? Das ist nämlich was, das ich jetzt schon mitkriege von anderen - je eher man das Bundesland wechseln kann etc., umso eher findet man auch in überlaufenen Fächern was. Und man kann sich in einigen Länder ja auch gut schulscharf bewerben oder so...

Die Kritik hat nichts mit dem Persönlichen zu tun, es geht hier um die Arbeit und da habe ich das Gefühl, dass ich nichts kann.
Ist das auch ien bisschen Praxisschock? Ich glaube, am Anfang haben die meisten das Gefühl. Praktika liefen super, Rückmeldungen gut - und dann steht man im Ref, und zack ist man trotz seines fortgeschrittenen Alters und des abgeschlossenen Studiums Anfänger. Und das ist durchaus frustrierend.

So fühle ich mich auch, jetzt geht's halt ans Handwerkliche, wenn man so will und ja ich gebe es zu: bisher konnte man ja an der Uni machen was man will, fachdidaktisch - war alles ok und begründbar, weil es gar nicht um das ging, um das es jetzt geht.
Stimmt. Und plötzlich steht man vor einem Haufen Kinder, hat jede Menge Verantwortung und muss möglichst durchgehend klar sein, strukturiert, präsent, ansprechbar. Das ist schon eine große Veränderung, die das Ref mit sich bringt. Und grade wenn man in der Theorie sehr gut war ist es frustrierend sich zu fragen, was denn jetzt Praxis und Theorie gemein haben.
 

Benutzer131262  (34)

Ist noch neu hier
Habt ihr das Thema "Psychohygiene" und "Selbstfürsorge" im Seminar? Vielleicht könntet ihr da mal drüber sprechen. Es wird ja auch schwierig, wenn alle Nachtschichten einlegen, weil man sich gegenseitig so unter Druck setzt...

Nein, aber ich hab mir da mal ein schlaues Buch zugelegt - komme aber bisher nicht zum Lesen.
Wäre denn eine Privatschule (Waldorf?) eine Option für dich?

nein
Bist du denn auch örtlich so eng begrenzt, dass es schwierig wird?
Davon ausgehend, dass ich bereits um die 600-700km weggezogen in ein anderes Bundesland für das Ref....würde ich auch ein 2. Mal hinbekommen. Aber meine Fächerkombi ist so überlaufen bzw. eines meiner Fächer, das sieht deutschlandweit ziemlich ähnlich aus. Ich bin die erste, die die Augen verdreht, wenn jemand sich schon familär bindet und deshalb lieber rumdümpelt, anstatt den Wohnort zu wechseln. Eine Freundin führt seit 5 Jahren (erst Studium, jetzt Ref) eine Fernbeziehung (sie ist aber auch ganz klassisch im Osten aufm Dorf aufgewachsen, da halten solche Fernbeziehungen tatsächlich) und sie könnte sich auch nicht vorstellen, ewig rumzusitzen und zu warten auf den Sanktnimmerleinstag.

Ist das auch ien bisschen Praxisschock? Ich glaube, am Anfang haben die meisten das Gefühl. Praktika liefen super, Rückmeldungen gut - und dann steht man im Ref, und zack ist man trotz seines fortgeschrittenen Alters und des abgeschlossenen Studiums Anfänger. Und das ist durchaus frustrierend.
Das wäre super, wenn es so wäre. Denn das heißt, dass es auch vorbei geht.


Stimmt. Und plötzlich steht man vor einem Haufen Kinder, hat jede Menge Verantwortung und muss möglichst durchgehend klar sein, strukturiert, präsent, ansprechbar. Das ist schon eine große Veränderung, die das Ref mit sich bringt. Und grade wenn man in der Theorie sehr gut war ist es frustrierend sich zu fragen, was denn jetzt Praxis und Theorie gemein haben.
Jap.
 
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