Allein ohne Freundin in den Urlaub?

Benutzer52592 

Benutzer gesperrt
1.) Es könnte ja sein, dass ich sie wirklich vermisse und merke, dass ich sie doch liebe und brauche. In dem Fall könnte ich zurückkehren.

Absolute Einbildung. Glaubs mir. Als ich mich von meinem letzten Partner getrennt habe, fiel es mir auch schwer, und hab mir eingeredet, daß ich ihn vermissen würde jeden Tag. Im Nachhinein habe ich verstanden, das ich mir so ein Hintertürchen nur offen gelassen habe, weil ich Angst hatte, alleine zu sein. Und so geht es dir auch.
Man merkt, das es dich zur Freiheit drängt, aber du hast nicht genug Mumm in den Knochen, es durchzuziehen, aber es ist wichtig, daß du dich traust, einen neuen Schritt zu wagen.
 

Benutzer68964 

Verbringt hier viel Zeit
So, ein kurzes Update:

Viel hat sich leider noch nicht getan:

Ich ziehe erst Übermorgen aus, weil ich dann erst ein Auto kriege. Es gab probleme mit der Mietwagenfirma.
Im Moment bin ich gerade am Packen...schon ein komisches Gefühl.

ich muss mir wirklich immer wieder die Gründe in den Kopf hämmern, warum ich denn gehen wollte. Würde ich das nicht machen, wäre ich geneigt, zu bleiben....Frei nach dem Motto: "Wieso, es läuft doch. Sie ist nett, gibt mir alles, was ich will. Ich hab doch keinen Grund, zu gehen."

Meine Freundin macht sich unterdessen (glaube ich) immer mehr Hoffnungen, dass ich nach den 2 Monaten wieder zurückkomme und wir ganz normal weiterleben.
Aber ich merke irgendwie, dass ich keine rechte Lust mehr habe. das ist mir wirklich peinlich (ihr gegenüber), denn sie gibt sich wirklich allergrößte Mühe, ist tierisch lieb und nett zu mir. Also im Moment fehlt mir nichts in der Partnerschaft...Und trotzdem nervt mich das ganz schnell. Verrückt! irgendwie fühle ich mich böse. Sie macht so viel für mich und ich honoriere es nicht. Sie könnte alles für mich tun, und würde mich nicht glücklicher damit machen. verrückt. Ich gebe ihr nichtmal die Chance, ihre Fehler wieder gut zu machen...weil mir ein gefühl sagt "neee...ich hab keine Lust mehr, ich will weg".

Das macht mich irgendwie wirklich traurig, weil ich gar nicht so zu ihr sein will. Und ich merke auch, wie sehr ich sie damit verletze.

Ach ja,...ich pack dann mal weiter.....

Grüße in die Runde
 

Benutzer30706 

Meistens hier zu finden
Sie könnte alles für mich tun, und würde mich nicht glücklicher damit machen.
ein gefühl sagt "neee...ich hab keine Lust mehr, ich will weg"

das zeigt nur, dass Deine Entscheidung, zu gehen, die Richtige ist. Denn wenn Du so fühlst, obwohl sie sich bemüht, ist nicht mehr genug für eine Beziehung vorhanden. Es ist zu spät (für sie), das wird sie wohl bald sehen müssen.
Viel Glück und halt durch! Das ist wirklich besser für euch beide.
 

Benutzer14614  (35)

Verbringt hier viel Zeit
So, ein kurzes Update:

Viel hat sich leider noch nicht getan:

Ich ziehe erst Übermorgen aus, weil ich dann erst ein Auto kriege. Es gab probleme mit der Mietwagenfirma.
Im Moment bin ich gerade am Packen...schon ein komisches Gefühl.

ich muss mir wirklich immer wieder die Gründe in den Kopf hämmern, warum ich denn gehen wollte. Würde ich das nicht machen, wäre ich geneigt, zu bleiben....Frei nach dem Motto: "Wieso, es läuft doch. Sie ist nett, gibt mir alles, was ich will. Ich hab doch keinen Grund, zu gehen."

Meine Freundin macht sich unterdessen (glaube ich) immer mehr Hoffnungen, dass ich nach den 2 Monaten wieder zurückkomme und wir ganz normal weiterleben.
Aber ich merke irgendwie, dass ich keine rechte Lust mehr habe. das ist mir wirklich peinlich (ihr gegenüber), denn sie gibt sich wirklich allergrößte Mühe, ist tierisch lieb und nett zu mir. Also im Moment fehlt mir nichts in der Partnerschaft...Und trotzdem nervt mich das ganz schnell. Verrückt! irgendwie fühle ich mich böse. Sie macht so viel für mich und ich honoriere es nicht. Sie könnte alles für mich tun, und würde mich nicht glücklicher damit machen. verrückt. Ich gebe ihr nichtmal die Chance, ihre Fehler wieder gut zu machen...weil mir ein gefühl sagt "neee...ich hab keine Lust mehr, ich will weg".

Das macht mich irgendwie wirklich traurig, weil ich gar nicht so zu ihr sein will. Und ich merke auch, wie sehr ich sie damit verletze.

Ach ja,...ich pack dann mal weiter.....

Grüße in die Runde


Du bist auf dem richtigen Weg.
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
Jan, man muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn man jemanden nicht mehr liebt. Wirklich nicht. Das ist nichts, was Dich "böse" macht. (denn das ist es doch im Grunde - die Gefühle sind einfach nicht mehr genügend da...)

Du müsstest nur dann ein schlechtes Gewissen haben, wenn Du sie nicht mehr liebst und TROTZDEM nicht gehst. Das ist nämlich mies.

Aber Du machst es ja jetzt richtig. :smile:
 

Benutzer71098  (33)

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Ich wünsche dir Kraft, aber vorallem ihr, denn für sie wird es viel härter werden als für dich, denn sie liebt dich ja noch.
Am besten du kuschelst weder mit ihr, noch irgendetwas in diese Richtung..Aber spiel nicht weiter mit ihren Gefühlen, sondern steh lieber klipp und klar zu deiner Entscheidung!

Viel Glück
 

Benutzer68964 

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SottoVoce:
Jan, man muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn man jemanden nicht mehr liebt. Wirklich nicht. Das ist nichts, was Dich "böse" macht. (denn das ist es doch im Grunde - die Gefühle sind einfach nicht mehr genügend da...)

Wahrscheinlich ist es so. Wobei ich mich frage, was Liebe genau ist.
Von daher fällt es mir schwer, zu definieren, ob wirklich nicht mehr genug Liebe da ist, um zu gehen.

Manchmal frage ich mich, ob meine Bedingungen, die ich an die Beziehung stelle, nicht viel zu hoch und überzogen sind, bzw. dass ich sie extra so hochlege, nur damit meine Freundin sie nicht erreichen kann und ich gehen kann...Das wäre wirklich extrem böse von mir.

Denn die Gefühle meiner Freundin sind so tief und ehrlich. Es ist so eine tiefe Liebe die da von ihr kommt... das gibt mir einfach ein verdammt schlechtes Gefühl, diese Gefühle nicht zu erwiedern und einfach abzuhauen.

Ich fühle mich so, als würde ich vor dem Problem einfach wegrennen, anstatt mit mir dran zu arbeiten.... Bz.w ich hab das gefühl ich stoße einen wehrlosen Menschen einfach achtlos weg, der doch eigentlich nur gestreichelt werden wollte. Und das nur, weil ich meine Egotour durchziehe und einfach sage "Ich hab keine Lust mehr, ich will was neues."

Auch aus meiner Familie kommen immer mehr Kommentare à la "Wir sind erschüttert", "wir hoffen, dass ihr wieder zusammenkommt", "das wird schon wieder mit euch beiden", etc.

Das irritiert... ich fühle mich langsam wie ein schrecklicher Egomane, der das Leben anderer Menschen kaputt macht, nur um selber mehr "Fun" zu haben...
 

Benutzer8686 

Sehr bekannt hier
Manchmal frage ich mich, ob meine Bedingungen, die ich an die Beziehung stelle, nicht viel zu hoch und überzogen sind
Nach dem, was du hier so geschrieben hast, halte ich deine Erwartungen keineswegs überzogen, sondern durchschnittlich und berrechtigt.

Denn die gefühle meiner freundin sind so tief und ehrlich. Es ist so eine tiefe Liebe die da von ihr kommt
Vorsicht! Liebe womöglich durchaus. Aber das, was sie jetzt an dich klammert, ist in erster Linie die Angst vorm allein sein und des verlassen werdens.

ich fühle mich so, als würde ich vor dem Problem einfach wegrennen, anstatt mit mir dran zu arbeiten....
Jan, du hast 6 lange Jahre ausgehalten. Mach dir das bewusst! Sie hat letztlich eine Paartherapie abgelehnt, du wärst bereit gewesen, zu arbeiten. Vergiss das nicht.
 

Benutzer68964 

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Vorsicht! Liebe womöglich durchaus. Aber das, was sie jetzt an dich klammert, ist in erster Linie die Angst vorm allein sein und des verlassen werdens.

Da hast du wohl Recht!

Jan, du hast 6 lange Jahre ausgehalten. Mach dir das bewusst! Sie hat letztlich eine Paartherapie abgelehnt, du wärst bereit gewesen, zu arbeiten. Vergiss das nicht.

Naja, vor ein paar Tagen meinte sie plötzlich, dass sie einer Therapie jetzt doch nicht mehr so unbedingt abgeneigt sei.

Nur ich merke einfach (obwophl ich es nicht will), dass ich schon gar keine Lust mehr dazu habe... schlimm schlimm...
 

Benutzer8686 

Sehr bekannt hier
Naja, vor ein paar Tagen meinte sie plötzlich, dass sie einer Therapie jetzt doch nicht mehr so unbedingt abgeneigt sei.
Der letzte Strohhalm,merkst du?

Nur ich merke einfach (obwophl ich es nicht will), dass ich schon gar keine Lust mehr dazu habe... schlimm schlimm...
Gut, aber dann hast du auch nicht mehr genug Gefühle, um so etwas weiter zu führen und andererseits: Ist es verwerflich, dass du keine Lust mehr hast nach diesem sehr langen Hin und her?
 

Benutzer68964 

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ja, kann schon sein, dass es der letzte Strohhlam ist, an den sie sich klammert.
Aber sie erwischt mich damit eben immer wieder. Denn wenn ich ihr diesen Wunsch nicht erfülle kommt in mir das Schuldgefühl hoch, ihr nicht die Chace auf Besserung gegeben zu haben, obwohl sie dazu bereit gewesen wäre.

In einer Konfrontation würde sie immer sagen:
"Ich wäre ja bereit gewesen, dran zu arbeiten, aber du hast mir ja keine Chance gegeben sondern bist feige abgehauen".

Das ist ja der paradoxe. ich weiß schon, dass es legitim ist, zu sagen, dass ich keine Lust mehr habe. Aber sie schafft es irgendwie immer weider, mich als den Egoisten dastehen zu lassen, bzw. inzwischen denke ich das eben selber schon und mach mir Vorwürfe deswegen...

hilfe, hilfe...
 

Benutzer8686 

Sehr bekannt hier
Die Fähigkeit zu wissen, dass es anders ist, ist ein großer Schritt.
Du weißt, dass du nicht mehr willst und wohl nicht mehr für eine Beziehung reicht. Du bist Herr der Dinge, du bist objektiv.
Bleib stark und halte dir das vor Augen.
Eine Trennung tut immer weh, das ist normal. Auch wenn es dich zerreißt,sie leiden zu sehen. Da muss sie durch. Und du auch. So ist das Leben
 

Benutzer11686 

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Sellerie hat Recht - Trennungen tun weh und da müssen beide durch. Und da KOMMEN auch beide durch. ;-) Ich habs bei meinem Ex auch geschafft und mir gehts jetzt besser als vorher - ich sehe vieles ruhiger und distanzierter und reagiere nicht mehr so sehr mit Extremen wie früher. :smile: Vielleicht ist Eure Trennung für Deine Freundin auch eine CHANCE. Dann würdest Du ihr sogar was gutes tun, wenn Du Dich jetzt trennst. :smile:

Und sag mir mal bitteschön, wie man glücklich werden soll, wenn man NICHT an sich denkt?! Nicht jeder ist Mutter Theresa... :ratlos: Die konnte sich vielleicht restlos für ander aufopfern - aber ICH hab auch selbst Bedürfnisse und die will ich erfüllt haben!!!

Und mit Deiner Familie solltest Du wohl mal ein ernstes Wörtchen reden. Die sollten hinter DIR stehen, nicht hinter ihr! Sag ihnen mal einige Beispiele, wie Eure Beziehung denn so aussah... Überleg Dir mal Dinge, die Du wirklich, wirklich fürchterlich fandest und wo Du auf Deine Freundin sehr böse warst bzw. sie Dich extrem verletzt hast. Und das erzähl mal jemandem. Es tut gut, sich bei einer Trennung auch die Dinge vor Augen zu halten, die konkret zum Kotzen waren - dann fällt so eine Trennung etwas leichter. ;-)

Ich wünsch Dir weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen... Zieh das morgen durch. Sieh die Trennung als dunklen Tunnel, durch den Du durch musst - und am Ende des Tunnels wartet wieder Licht. ;-)
 

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
Aber sie erwischt mich damit eben immer wieder. Denn wenn ich ihr diesen Wunsch nicht erfülle kommt in mir das Schuldgefühl hoch, ihr nicht die Chace auf Besserung gegeben zu haben, obwohl sie dazu bereit gewesen wäre.

In einer Konfrontation würde sie immer sagen:
"Ich wäre ja bereit gewesen, dran zu arbeiten, aber du hast mir ja keine Chance gegeben sondern bist feige abgehauen".
Und genau hier verdrehst du wieder vor dir selbst die Tatsachen. Du warst 6 Jahre lang (!) mit ihr zusammen, du hast ihr zahllose Möglichkeiten gegeben, etwas zu ändern; zuletzt vor nicht allzu langer Zeit und auch mit der klaren Aussage, daß sie etwas ändern MUSS, weil du sonst nicht mehr willst und auch nicht mehr kannst.

Darauf kam von ihr, sie würde definitiv KEINE Therapie machen, weil sie sich selbst überhaupt nicht als "krank" empfindet, sondern als NORMAL. Sie hält ihr eigenes Verhalten für NORMAL! Und sie hat dir klar gesagt, wenn sie sich überhaupt ändern sollte, dann höchstens in Kleinigkeiten, aber nicht in den großen, wesentlichen Dingen.

Sie war sich sicher, daß du es nicht durchziehen würdest. Jetzt, wo ihr langsam bewußt wird, daß du genau das gerade tust, verspricht sie dir das Blaue vom Himmel herunter, um dich zu halten - und um dir Schuldgefühle einzureden.

Und genau das ist Punkt, wo du deinem inneren Mechanismus NICHT nachgeben darfst. Du mußt dir selbst bewußt machen, daß du KEINEN Grund hast, Schuldgefühle zu entwickeln. Ich weiß selbst, wie schwierig das ist nach einer langen Beziehung, wenn man selbst merkt, es geht nicht mehr, der andere aber noch sehr an einem hängt und versucht, einem ein schlechtes Gewissen zu machen. Gerade, wenn der andere plötzlich ganz "klein" und "schwach" und "labil" wirkt, bekommt man erst recht ein schlechtes Gewissen und den Drang, Verantwortung für ihn zu übernehmen, man fühlt sich verpflichtet und verantwortlich - schließlich hat man selbst ihm das ja "angetan".

Aber genau bei diesem Gedankengang mußt du dir ganz laut sagen: STOP! Du hast gekämpft für eure Beziehung, du hast versucht, an eurer Beziehung zu arbeiten und zu retten, was noch zu retten ist, und das wirklich bis zum letzten. Sie hat sich nie auch nur im geringsten bewegt oder bemüht. Es ist völlig verständlich, daß da irgendwann deine Gefühle einfach weniger wurden und du schlicht und einfach keine Lust mehr hattest. Gefühle lassen sich nicht erzwingen, und man muß keine Schuldgefühle haben, nur weil man eine Beziehung nicht mehr will.

"Egoistisch" ist ein sehr negatives Wort. "Auch mal an sich selbst denken" ist dagegen absolut gesund! Bei einer Beziehung geht es darum, GEMEINSAM GLÜCKLICH zu sein und zu werden. Bei euch fehlt es sowohl an Gemeinsamkeiten als auch an einer glücklichen Perspektive. Du hast getan, was du konntest, irgendwann konntest du nicht mehr. Daß es jetzt endgültig zu spät ist, ist NICHT deine Schuld! Auch wenn sie jetzt versucht, es so zu drehen, als würde SIE ja ALLES tun für die Beziehung und DU bist derjenige, der kaltblütig abblockt. SO IST ES ABER NICHT! Sie hatte zahllose Chancen, sie hat keine davon genutzt, deine Gefühle sind verschwunden, und das ist keine Frage von "Schuld", denn das ist nunmal passiert und nicht mehr zu ändern.

Und ganz zuletzt noch zum Thema Verantwortlichkeit: Ich weiß, wie schwierig das ist, sich von dem Gefühl "ich bin doch verantwortlich für den anderen" loszumachen, und bei dir ist das wahrscheinlich noch sehr, sehr viel deutlicher ausgeprägt als bei mir. Aber, was du dir immer wieder klarmachen mußt: DU BIST NICHT VERANTWORTLICH FÜR SIE! Sie ist ein erwachsener Mensch. Sie ist selbst verantwortlich für ihr Leben und das, was sie daraus macht. Du bist nicht verantwortlich für ihr Glück und ihr Wohlergehen, du bist nicht ihr "Babysitter" oder "Kindermädchen". Du WARST ihr Partner, ihr seid ein Stück eures Lebens gemeinsam gegangen, jetzt seid ihr getrennt und jeder ist wieder auf sich alleine gestellt. Es ist NICHT deine Aufgabe, dafür zu sorgen, daß sie wieder glücklich wird. Und wenn sie es jetzt nicht ist, bist du nicht dafür verantwortlich.

Jan, ich hoffe und wünsche dir, daß du weiter durchhältst! Laß dich nicht unterkriegen, sei stark und tu es FÜR DICH!

Sternschnuppe
 

Benutzer62510  (58)

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Das, was Sternschnuppe zuletzt geschrieben hat, kann ich Wort für Wort unterschreiben. Wieso suchst Du an allem bei Dir die Schuld wie das Schwein den Trüffel? Mitleid und Schuldbewußtsein (vor alle das ist es ja bei Dir) sind keine Basis! Und für eine Beziehung wäre es sowieso erst einmal wichtig, sich selber lieben zu können. Außerdem solltest Du Anhänglichkeit nicht mit tiefer Liebe verwechseln.
 
A

Benutzer

Gast
Natürlich bist du erstmal der böse. Für alle - denn du trennst dich.

Trennungen sind nicht leicht. Schon allein in diesem Forum siehst du, wieviele in ihren kaputten Beziehungen bleiben, aus Angst vor dem was danach kommt.
Manchmal muss man den puren Egoismus herauskehren - aber das ist ja auch dein Leben. Und nicht das von allen anderen.
DU musst glücklich sein. Und nicht die Anderen. Deshalb ist egoismus durchaus angebracht.

Und du weisst ja mittlerweile, dass du nur aus Mitleid und wegen der Vergangenheit mit deiner Freundin zusammenbleiben würdest.

Weil sie dir mal soviel bedeutet hat, und, da waren ja auch schöne Momente dabei. Und 6 Jahre - soviel Zeit....und alle kennen sie.
Ständig dieselben Gedanken. HÖr auf damit. Das bringt dich nicht weiter.
DU erwartest nicht zuviel von einer Beziehung. Sondern etwas ganz normales. Kennst ud keine anderen Paare, bei denen es anders läuft?

Mensch Junge- sieh nach vorne und denk mal was du alles verpasst, wenn du bleibst, abstatt ständig daran zu denken, was du verpasst wenn du gehst.
Denn du weisst inzwischen ja eigentlich, dass du nichts verpasst.
Und diese blöde andeutung von deiner Freundin (Andeutung- kein hartes: ich mach die Therapie!)- die macht sie nur, weil sie jetzt alle ihre FElle davonschwimmen sieht. Das ist alles. Das ist keine Liebe. Aus liebe hätte sie die Therapie schon längst angefangen, weil sie dann sehen müsste, wie sehr du leidest.
 

Benutzer68964 

Verbringt hier viel Zeit
Du warst 6 Jahre lang (!) mit ihr zusammen, du hast ihr zahllose Möglichkeiten gegeben, etwas zu ändern; zuletzt vor nicht allzu langer Zeit und auch mit der klaren Aussage, daß sie etwas ändern MUSS, weil du sonst nicht mehr willst und auch nicht mehr kannst.

Du hast schon Recht. Aber ich frage mich (mit meinen wohl falschen Schuldgefühlen beladen), ob ich es ihr wirklich deutlich genug gesagt habe. ich habe ihr zwar schon vor einem jahr mal gesagt, dass ich möchte, dass sich was ändert, aber so richtig die Pistole auf die Brust gesetzt habe ich ihr ja erst nach dem Urlaubs-Desaster, indem ich ihr sagte, dass ich ihr sagte, dass ich sie verlassen werde - es sei denn, sie macht eine Therapie.

Da hat sie ja abgewunken und ich habe mich praktisch sofort getrennt. Also viele Chancen hatte sie seit der urlaubsgeschichte eigentlich nicht mehr.
Aber ok, es ist eh egal, wenn ich fühle, dass ich keine Lust mehr habe...

Ich weiß selbst, wie schwierig das ist nach einer langen Beziehung, wenn man selbst merkt, es geht nicht mehr, der andere aber noch sehr an einem hängt und versucht, einem ein schlechtes Gewissen zu machen. Gerade, wenn der andere plötzlich ganz "klein" und "schwach" und "labil" wirkt, bekommt man erst recht ein schlechtes Gewissen und den Drang, Verantwortung für ihn zu übernehmen, man fühlt sich verpflichtet und verantwortlich - schließlich hat man selbst ihm das ja "angetan".

Genau so fühle ich mich, ja. Wir waren so lange ein eingeschworenes Team und es kostet mordsmäßige Kraft, sie einfach so "stehen" zu lassen und zu gehen.
Und an dem Punkt frage ich mich, ob ich wirklich genug gekämpft habe oder ob ich uns unbewusst nie wirklich eine Chance gegeben habe, weil ich unbewusst im Hinterkopf immer dachte "Nee...so werde ich auf Dauer nicht glücklich, ich will ein anderes Leben".

Vielleicht habe ich uns so nie eine reele Chance gegeben, weil ich mich vielleicht nie 100% der Beziehung hingegeben habe...
ich merke, da kommen einfach Schuldgefühle in mir hoch. hab ich sie vielleicht Jahrelang getäuscht und in dem sicheren Glaube gewogen, ich bin ein anderer Menschn, als ich es wirklich bin, nur, weil ich selten was gesagt habe, was mich stört?

Du bist nicht verantwortlich für ihr Glück und ihr Wohlergehen, du bist nicht ihr "Babysitter" oder "Kindermädchen". Du WARST ihr Partner, ihr seid ein Stück eures Lebens gemeinsam gegangen, jetzt seid ihr getrennt und jeder ist wieder auf sich alleine gestellt. Es ist NICHT deine Aufgabe, dafür zu sorgen, daß sie wieder glücklich wird. Und wenn sie es jetzt nicht ist, bist du nicht dafür verantwortlich.

Ja, ich muss da jetzt durch, ich weiß!

Alinedra:
DU erwartest nicht zuviel von einer Beziehung. Sondern etwas ganz normales. Kennst ud keine anderen Paare, bei denen es anders läuft?

Ich hoffe es. Wenn ich mir andere Paare angucke, da wird ja auch gestritten. Und die Partner sind auch nicht immer begeistert, wenn jemand so viel "Freiheiten" einfordern würde, wie ich. ich habe im Moment so wenig Lust auf alles, was mit beziehung zu tun hat, dass ich am liebsten wochenlang jeden tag rund um die Uhr nur noch mein "eigenes Ding" machen würde. Meine Hobbys pflegen, allein sein, am PC sitzen, etc. ich merke, dass es mich gerade tierisch nervt, wenn ich 4 Stunden am PC hocke und dann kommt meine Freundin und will mit mir reden. ich meine, das ist ja von mir auch nicht normal, und es ist ihr gutes Recht als partnerin, dass sie auch mal Zeit für die Beziehung einfordert. Aber irgendwie will und kann ich das im Moment nicht geben.

Deswegen glaube ich, wäre es am fairesten, wenn ich wirklich erstmal ne Weile allein lebe.
Denn an diesem Punkt macht meine Freundin ja wirklich nichts schlimmes. Und deswegen frage ich mich, ob die ganzen probleme nicht auch ein ganzes Stück weit an mir liegen...und ich gerade alles kaputt mache und vielleicht doch zu egoistisch bin...
ach, ich weiß es nicht...
 
A

Benutzer

Gast
Also ich finde nicht, dass du zuviel Freiheiten einforderst, wenn du mal mit deinen Freunden weggehen willst oder Party machen. Oder auch der Familienurlaub- sie hatte ja die Wahl mitzugehen oder dich allein gehen zu lassen.
Wenn mein Freund mich vor diese Wahl stellt und ich nicht mit will, ist das doch klar, dass ich ihn alleine ziehen lasse.
Generell- es muss uach mal eine Auszeit geben. Ich genieße es z.B. sehr, nur mal mit meinen Freundinnen wegzugehen. Und ich gönn es ihm auch ohne mich Party zu machen.

KLar- gibt bessere Gefühle, als zu wissen, dass er jetzt da draussen schön feiert, und vielleicht von irgendwelchen leicht bekleideten Frauen angegraben wird. Aber ich weiss, dass ich ihm vertrauen kann. Und ich will auch , dass er selbstständig ist und bleibt, seinen Freundeskreis pflegt- auch bestätigung von woanders bekommt.
Und ich weiss ja von mir, dass unsere Beziehung so stark ist. Solange wie diese Liebe lebt kann nichts passieren.

Natürlich muss man Zeit in eine Beziehung investieren- aber man muss uach Zeit in sich selbst und in eigene Freundschaften investieren.

Das muss im GLeichgewicht bleiben.
Warum hast du so ein schlechtes Gewissen, wenn du nur eine normale Beziehung willst?

Und natürlich gibts auch in Normalen Beziehungen STreit. Das gehört dazu und ist das Salz in der Suppe.
Aber es kommt auch drauf an, wie solche Streitereien zu Ende gehen. Wer welche Kompromisse macht und wie oft.

Jan, werd jetzt nicht schwach. Die Grundsatzdiskussionen haben wir schon hinter uns gelassen.
Das diese Beziehung dir nicht gibt, was du brauchst - das wissen wur bereits. Und dass diese Beziehung auch nicht dem Prototypen entspricht auch.

Also. Zieh diese Trennung durch.
Am besten denkst du nicht mehr daran, ob gut oder schlecht- vorerst. Und in 2 Monaten darfst du dann Bilanz ziehen.

Diesen Tipp hat mir meine ehemalige Mitbewohnerin gegeben, als ich mich getrennt habe: Denk nicht drüber nach, denn jetzt findest du sowieso keine ANtworten und wankst nur von A nach B.
Ziehs durch. Und in 2 Monaten entshceidest du, obs gut oder schlecht war. Aber nicht vorher. Die Entscheidung ist bereits gefallen. Hör auf drüber nachzugrübeln, ob sie eventuell unter Umständen falsch war.
 

Benutzer68964 

Verbringt hier viel Zeit
ja, genauso hab ich es geplant. der Auszug steht jetzt nicht mehr zur Debatte (auch wenn meine Freundin gerade im Wohnzimmer sitzt und laut alle unseren gemeinsamen Lieder rauf und runterhört...weinend..).

ich habe es aufgegeben, jetzt eine glasklare end-endgültige innere Antwort auf alle meine Fragen und Bedenken zu bekommen.

Ich sehe vor mir nur noch den Auszug und werde mich ein paar Wopchen lang ins Leben schmeißen. Nach sechs Wochen müsste ich soweit sein, dass ich klarer sehe und dann ziehe ich eine endgültige Bilanz und entscheide definitif, wie es am besten weiter geht.

Weiß mich allerdings beunruhigt ist, dass meine Freundin immer labiler wird. Ich habe langsam echt Angst, dass sie hier allein zu grunde geht, bzw. sich was antun könnte.
ich habe immrhin meine Freunde, Familie und eure moralische Unterstützung hier aus dem Forum. Sie hat aber niemanden (ist zwar selbstverschuldet...hilft jetzt aber auch nix mehr.). Ich befürchte, dass sie ganz ganz ganz tief fallen wird in den kommenden Tagen. Und ich weiß nicht einmal, wie tief, weil ich ja weg bin....
 
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