@all: Studie sagt: Pille manipuliert Partnerwahl

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich lass das einfach mal so stehen.

Pille macht sexuell unzufrieden - science.ORF.at


Jene Frauen, die den Vater ihres ersten Kindes "auf Pille" kennengelernt hatten, fanden ihn später weniger attraktiv und waren auch in sexueller Hinsicht weniger befriedigt. Umgekehrt führte der Hormoneinfluss während der Wahlphase zu einer größeren Zufriedenheit in anderen (nicht-sexuellen) Bereichen der Partnerschaft, was die Beziehungen im Schnitt um zwei Jahre verlängerte.
...
Roberts jedenfalls empfiehlt: "Wenn eine Frau heiraten will, sollte sie einige Zeit auf eine nicht-hormonelle Verhütungsmethode umsteigen. Das könnte ein Weg sein festzustellen, ob sie ihren Partner auch nach der Heirat attraktiv findet."

An die Pille-Schluckerinnen: Wäre der Ratschlag etwas, was ihr in Betracht ziehen würdet?

Ist das alles Quatsch oder habt ihr ähnliches schon selbst erlebt? Wie fühlen sich die Männer hier als Partner von pilleschluckenden Frauen beim Lesen des Artikels? Versorgertyp? Könnt ihr euch damit identifizieren?

Natürlich ist das alles nur eine Studie, die vermutlich viele Aspekte nicht berücksichtigt hat und daher auch fern der Wahrheit sein kann. Ich finde die Ergebnisse allerdings schon interessant und höchst befremdlich. Ich selbst verhüte nicht-hormonell.
 

Benutzer95038 

Benutzer gesperrt
Ich dachte das wäre nichts Neues. Ist auch logisch, den eine Frau, die hormonell auf "schwanger" steht, sucht sich andere Partner, als eine, die es nicht ist.
 
F

Benutzer

Gast
Ich habe so eine pillenschluckende Frau und ich fürchte mich vor dem Tag, an dem sie ihre Pille absetzt. :tongue:
Obwohl sie es während der Schwangerschaft natürlich gemacht hat, aber da war sie unglaublich geil, da hätte sie wohl jeden rangelassen. :grin:
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Die horrenden methodologischen Probleme dieser Studie (die schon vorher zu einer Retractionflut in genau diesem Bereich geführt haben :rolleyes:) kommentiere ich mal nicht... nur soviel sei mir erlaubt: Während welcher Zyklusphase sollte Frau dann den Partner optimalerweise aussuchen? :smile:

Nein, ich habe nicht hormonell verhütet als ich meinen Partner kennenlernte, verhüte jetzt hormonell, der Unterschied ist für mich nicht wahrnehmbar. Ebenso übrigens in vorigen Beziehungen, da war es ein wilder Strauß aus Verhütungsmethoden und Partnerwahl.
Bei mir hat die soziale Komponente immer alles bewirkt. Neobiologismen konnte ich bei mir nicht als einflußreich erkennen.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Während welcher Zyklusphase sollte Frau dann den Partner optimalerweise aussuchen? :smile:

Das finde ich eine gute Frage :grin: Ich hab da bei mir ehrlich gesagt auch noch nie verschiedene Beuteschemata feststellen können. Die Menschen waren immer so verschieden, man lernte sich stets über einen längeren Zeitraum kennen, sodass es schwer einschätzbar ist, wann man sich tatsächlich für jemanden entscheidet und warum man das überhaupt tut.

Also, Studie ist Schmonzes? Das fände ich gut :smile:
 

Benutzer88899 

Verbringt hier viel Zeit
Also, ich hab meinen Partner sowohl unter Pilleneinnahme als auch eben ohne hormonelle Verhütung erlebt und es gab keinen Unterschied. Ich hab auch sonst nie einen Unterschied durch die hormonelle Verhütung an mir bemerkt ... außer geringere Periodenschmerzen und so, aber nichts charakterliches. Deswegen messe ich dem zumindest bei mir eine Bedeutung bei.
 

Benutzer95038 

Benutzer gesperrt
Dabei ging es ja nicht um Phasen des Zyklus einer Frau sondern um einen langanhaltenden Eingriff in ihre Hormone....
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Das finde ich eine gute Frage :grin: Ich hab da bei mir ehrlich gesagt auch noch nie verschiedene Beuteschemata feststellen können. Die Menschen waren immer so verschieden, man lernte sich stets über einen längeren Zeitraum kennen, sodass es schwer einschätzbar ist, wann man sich tatsächlich für jemanden entscheidet und warum man das überhaupt tut.

Also, Studie ist Schmonzes? Das fände ich gut :smile:

Alle Jahre wieder lanciert dieselbe Richtung dieselben "Studien" und ignoriert dabei jegliche wissenschaftliche Ethik. Keine Kontrollgruppen, keine V/N Analyse, keine heterogene Probandenauswahl. Die letzte solche Studie wurde ja sang- und klanglos von der UOC eingezogen. Hoppala!

Nur schon wenn ich den Artikel lese wird mir schmunzlig:

Der Psychologe von der University of Stirling befragte mehr als 2.500 Mütter zu Beziehungs- und Familienthemen und fand im Datenwust ähnliche Zusammenhänge.

Allerdings: Wenn es dennoch zu einer Trennung kam, dann wurde sie eher von der Frau initiiert - was wiederum an der sexuellen Unzufriedenheit gelegen haben mag

Während der übrigen Tage spielt die Genetik keine so große Rolle, typische Testosteron-Signale wie etwa kantige Gesichter verlieren während dieser Zeit ebenfalls an Attraktivität. Wobei auch hier gilt: alles Statistik. Wenig Testosteron im Blut macht noch keinen guten Vater. Und flottierende Botenstoffe sind für Rabenväter wohl auch keine glaubwürdige Ausrede.

[ame=http://www.youtube.com/watch?v=4zPKHx5MK_w]Nein! Doch! Ohh! - YouTube[/ame]

---------- Beitrag hinzugefügt um 18:51 -----------

Dabei ging es ja nicht um Phasen des Zyklus einer Frau sondern um einen langanhaltenden Eingriff in ihre Hormone....

Der Grund: Die Antibabypille ebnet die natürlichen Schwankungen der Periode ein oder reduziert sie zumindest. Und diese sind normalerweise an parallel gerichtete Partnerpräferenzen der Frau gekoppelt. Kurz gesagt: Während der fruchtbaren Tage zählen eher die guten Gene, in der prämenstruellen Phase (die hormonell der frühen Schwangerschaft ähnelt) eher die Versorgerqualitäten der Männer.

kein Kommentar.
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
Ich habe bisher alle meine Beziehungspartner unter Pilleneinnahme kennengelernt. Keine der beiden Beziehung hielt überhaupt 2 Jahre. Was sagt mir das jetzt? :grin:

Mag sein, dass die Hormone meine Wahl beeinflussen. Ich denke aber in keinster Weise daran, auf all die Vorteile, die die Pille für mich mit sich bringt, zu verzichten.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Also ich hab meinen Partner ohne Pille "ausgesucht". :grin:
Ich bin auch mit Pille bei ihm geblieben und wollte nie einen anderen.
Jetzt wieder ohne Pille bin ich immer noch beim Gleichen. :zwinker:
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nur schon wenn ich den Artikel lese wird mir schmunzlig:

Ich halte von diesem ganzen zur Zeit sehr modischen evolutionspsychologischen (sprich einseitig "biologistischen") Ansatz ja auch nicht viel. Aber um zu schmunzeln bzw. die Studie quasi in die Mülltonne zu treten, sollte man m.E. nicht die journalistische Aufbereitung zitieren, sondern den Originaltext der Studie (zumal wenn sich ein Link zum Original direkt daneben befindet, nicht nur zum Abstract, sondern sogar zum Volltext).

Schon allein die grobe Durchsicht der Ergebnistabellen zeigt natürlich ein Problem bzw. eine Schwachstelle der Studie auf (die jedoch m.E. nicht diejenigen sind, die du beschreibst): Es werden zwar signifikante Unterschiede zwischen den OC-users und OC-non-users (zum Zeitpunkt der Partnerwahl) identifiziert. Es werden aber nicht die Effektstärken angegeben. Ohne das jetzt nachgerechnet zu haben, lassen die berichteten Mittelwertsunterschiede und Standardabweichungen aber erahnen, dass es sich um sehr kleine Effekte handelt. Und das wirft natürlich die Frage der "praktischen" Relevanz des Ergebnisses auf.
 

Benutzer46728 

Beiträge füllen Bücher
Bei mir 100%ig NICHT der Fall, meinen jetzigen Partner hätte ich auch mit 16 so geil gefunden, wie jetzt (mit 16 habe ich die Pille nicht genommen). Habe mit der Pille mitten in einer Beziehung angefangen und fand den Kerl so heiß, wie vorher auch. Jetzt nehme ich die Pille immernoch und finde bis heute meine Exen aus der pillenfreien Zeit immernoch attraktiv.
 

Benutzer65149 

Meistens hier zu finden
Das kann mir egal sein, habe meinen Freund kennengelernt, da nahm ich die Pille noch nicht. Zu dem Zeitpunkt fand ich ihn scharf und zum jetzigen auch.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Da ja auch Männer angesprochen sind: Ich habe meine Frau in einer pillenfreie Zeit kennengelernt und die Beziehung dauert jetzt schon fast ewig. Hab also Glück gehabt ;-).....wenn ich die Sache denn wirklich so ernst nehmen würde.

---------- Beitrag hinzugefügt um 10:06 -----------

Das finde ich eine gute Frage :grin: Ich hab da bei mir ehrlich gesagt auch noch nie verschiedene Beuteschemata feststellen können. Die Menschen waren immer so verschieden, man lernte sich stets über einen längeren Zeitraum kennen, sodass es schwer einschätzbar ist, wann man sich tatsächlich für jemanden entscheidet und warum man das überhaupt tut.

Also, Studie ist Schmonzes? Das fände ich gut :smile:

Was hat das ganze denn mit den Zyklusphasen zu tun? Sorry, ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch...

Das Ergebnis wird mit folgendem Mechanismus begründet (Zitat aus dem theoretischen Teil der Studie):

"Women express an increased periovulatory preference for traits that signal genetic quality or compatibility [1–4]. Hormonal contraceptives suppress these shifts, leading to different mate preference patterns among users and non-users [5–8] and changes in women's preferences before and after initiating use [9]. To date, this evidence comes from laboratory studies, but it suggests that hormonal contraceptive users might make different actual partner choices than they otherwise would [9–12]."
[...]
"Research on mate preferences for genetic complementarity at the major histocompatibility complex (MHC) has provided the clearest evidence for these effects. If preferences are typically for MHC-dissimilar partners [8,10], and use of OCs shifts preferences towards MHC-similarity [9], then couples who meet while the woman is using hormonal contraception may be more likely to be relatively MHC-similar. This could have a negative impact on relationship quality because, once a partnership has formed, subsequent cessation of contraceptive use could lead to realignment of a woman's preferences and reduction in attraction to her partner. Indeed, women who are relatively MHC-similar to their partner report reduced in-pair sexual satisfaction and increased interest in extra-pair relationships [15]. "
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Was hat das ganze denn mit den Zyklusphasen zu tun? Sorry, ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch...

Innenlogik der Studienargumentation ist, daß die Pille die Zyklusphasen einebnet und darum für die "falsche" (oder eben andere) Partnerwahl sorgt, weil die Fruchtbarkeits- und Fortpflanzungsphase nicht mehr vorhanden ist. Der Autor nimmt dezidiert an, daß je nach Zyklusphase unterschiedliche Partner ausgesucht werden. Das hat die Zyklusphase damit zu tun.

Das steht auch im Volltext:
Women express an increased periovulatory preference for traits that signal genetic quality or compatibility [1–4]. Hormonal contraceptives suppress these shifts, leading to different mate preference patterns among users and non-users [5–8] and changes in women's preferences before and after initiating use [9].
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Innenlogik der Studienargumentation ist, daß die Pille die Zyklusphasen einebnet und darum für die "falsche" (oder eben andere) Partnerwahl sorgt, weil die Fruchtbarkeits- und Fortpflanzungsphase nicht mehr vorhanden ist. Der Autor nimmt dezidiert an, daß je nach Zyklusphase unterschiedliche Partner ausgesucht werden. Das hat die Zyklusphase damit zu tun.

Das steht auch im Volltext:

Das hab ich schon verstanden. Aber gewöhnlich dauert es doch länger als einen Gesamtzyklus bis man heiratet, Kinder in der Welt setzt etc.
Es geht hier ja nicht um ONS, sondern um "Beziehungen".
Ich kann mir gerade also keine "Kennenlernphase" vorstellen, die nicht einen kompletten Zyklus umfassen würde. O.K. soll es schon gegeben haben dass sich Leute kennengelernt haben und eine Woche später in Las Vegas geheiratet, aber die Regel dürfte das wohl nicht sein.
Deswegen habe ich die Aussage mit dem "in welcher Zyklusphase man sich kennenlernt" nicht verstanden.
Aber kann schon sein, dass ich gerade irgendwie einen Knoten im Hirn habe ;-)
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Ehrlich gesagt, habe ich von so einer Studie noch nie gehört. Als ich meine Frau kennengelernt hatte, hatte sie die Pille genommen. Zwischenzeitlich gab es immer wieder Zeiten, in denen sie die Pille genommen hatte und mal wieder nicht. Jetzt gerade nimmt sie wieder die Pille.
Aber bisher habe ich noch keinen Zusammenhang feststellen können, dass sie mich mal mehr, mal weniger attraktiv findet - zumindest kommt es mir so vor, denn im Grunde weiss ich selbst nach 10 Jahren noch nicht, was in ihrem Kopf vorgeht :ashamed::
Aber Hauptsache, sie kommt nicht auf die Idee, sich plötzlich von jemand anders den Kopf verdrehen zu lassen:zwinker:
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Das hab ich schon verstanden. Aber gewöhnlich dauert es doch länger als einen Gesamtzyklus bis man heiratet, Kinder in der Welt setzt etc.
Es geht hier ja nicht um ONS, sondern um "Beziehungen".
Ich kann mir gerade also keine "Kennenlernphase" vorstellen, die nicht einen kompletten Zyklus umfassen würde. O.K. soll es schon gegeben haben dass sich Leute kennengelernt haben und eine Woche später in Las Vegas geheiratet, aber die Regel dürfte das wohl nicht sein.
Deswegen habe ich die Aussage mit dem "in welcher Zyklusphase man sich kennenlernt" nicht verstanden.
Aber kann schon sein, dass ich gerade irgendwie einen Knoten im Hirn habe ;-)


Das Ganze ist eben einer meiner Kritikpunkte:

Entweder erstreckt sich die Kennenlernphase über mehrere Zyklusphasen hin, dann ist die Ausrichtung der Partnerwahl auf die Scheindichotomie "genetisch Kompatible" und "treue Versorger" nicht haltbar, weil diese sich dann ja planiert. Diese Grundannahme der evolutionärbedingten zyklusregierten Partnerwahl ginge daran kaputt.

Oder aber die Kennenlernphase wird durch den "ersten Eindruck" vorherbestimmt (i.e. keine weitere Kennenlernphase, wenn Mann nicht zu aktueller Zyklusphase paßt), dann stellt sich die Frage, während welcher Phase frau dann auf Männerpirsch gehen sollte - denn entweder wird sie sexuell unzufrieden ("treue Versorger" als Partner) und beendet die deswegen Beziehung oder sie wird generell unzufrieden ("genetisch Kompatibler" als Partner) und beendet die Beziehung noch rascher.

Warum aber dann zum Absetzen der Pille während der Partnerwahl raten? Zumal er ja selbst meint, daß sich die Effekte zu kompensieren "scheinen"...
 

Benutzer101233  (39)

Planet-Liebe Berühmtheit
Jetzt wird mir einiges klar. :eek:
Immer die Mädels, die zu mir gesagt haben, man Junge, siehst du scheiße aus, haben nicht mit der Pille verhütet. :tongue:
 
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