Ahhhhhhhhhhhh.....:(

Benutzer16100 

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Ich "muss" mich heute mal wieder mit einem Problem an euch wenden...vorab- mir ist vollkommen bewusst, dass ich eine erwachsene Frau bin, die ihre Probleme selbst in den Griff bekommen sollte aber ich sehe grad keinen Weg....

Vielleicht wäre es zu Beginn wichtig zu erwähnen, dass ich seit langer Zeit aufgrund einer Borderline Erkrankung und einer depressiven Störung in Behandlung bin- nicht, weil ich mich auf meinen Diagnosen ausruhe sondern zum besseren Verständnis....

Das Drama began, als mein Freund vor knapp einem Monat in den Urlaub fuhr- innerhalb dieser Woche überlegte ich mir, dass es zwischen uns doch nicht so passt und beschloss, mich von ihm zu trennen- nach 1,5 Jahren Beziehung und gemeinsamer Familienplanung- ich hab keine Ahnung welcher Schalter sich da in meinem Kopf umgelegt hat- was genau passiert ist- ich hab keine Idee. Ich glaube ich hatte das Gefühl, dass es meine letzte Chance war auf einen Zug aufzuspringen- nur, dass ich keine Ahnung hab wo genau der Zug nun hin fährt. Ich weiß auch nicht, wieviele infantile Impulse letzendlich zu dieser Entscheidung geführt haben- aber auch nüchtern betrachtet versuche ich zu dieser Entscheidung zu stehen.

Nun sind wir also getrennt- leben vorerst noch in einer Wohnung. Wir haben schon gekündigt aber müssen halt die 3 Monate abwarten was verdammt schwer ist. Und auf einmal habe ich das Gefühl, als würde ich die fast 2 Jahre unserer Beziehung einfach so weg werfen- die Beziehung zu ihm war ohne Frage die, die "erwachsen" war- die erste meiner Beziehung..die ich als erwachsen bezeichnen würde. Und ich halte es nicht aus, diese Beziehung zu führen- trotz aller Vernunft.

Nun stehe ich also da- und fühle mich vollkommen alleine auf der Welt- komplett. Ich war vorhin bei meinem Therapeuten und er meinte, dass ich mich eben erst versucht hab von allen Abhängigkeiten zu trennen und zu lösen- nur um zu versuchen mir so schnell wie möglich neue zu schaffen- (wie bekloppt bin ich denn bitte.....:mad:). Ich bin einfach grad wahnsinnig sauer auf mich selbst... Noch dazu kommt, dass ich meine Arbeit gerade kaum hin bekomme- mir ist den ganzen Tag schwindelig und ich bekomme nichts auf die Reihe- ich hab null Energie und bin einfach nur fertig. Ich habe den ganzen Montag überlegt zum Arzt zu gehen um mir nen Krankenschein zu holen- es aber immer wieder verworfen.

Dazu kommt noch, dass ich gerade wieder in alle autoaggressiven Handlungen verfalle, die ich so zur Verfügung habe- etwas, was ich in den vergangenen 1,5 Jahren echt gut unter Kontrolle hatte und nun gar nicht mehr geht. Ich habe das Gefühl ich brauche ganz dringend ne Auszeit von mir selbst- aber wie soll das gehen? Ich habe heute mit meinem Therapeuten darüber gesprochen, dass ich das Gefühl hab einfach weg zu müssen...seine Frage war immer wieder: Ja, das habe ich verstanden aber wo wollen Sie denn hin? :frown:...und ich weiß es einfach nicht...

Zum Thema Auszeit und Krank schreiben meinte er, dass er das nur befürworten würde, wenn ich die Zeit nutze um mich zu ordnen und zu organisieren- aber er denkt nicht, dass das passieren wird. Ich muss allerdings gestehen, dass ich ihm nichts von meinen Selbstverletzungen erzählt habe- ich weiß nicht, ob er die "Sache" dann vielleicht anders gesehen hätte- keine Ahnung... ich rede hier auch nicht von Monaten aber vlt 1-2 Wochen um wieder etwas klarer zu sehen...die Frage ist, was in diesen 2 Wochen anders sein soll- diese Frage stellt sich mir natürlich auch aber ich habe gerade einfach keine Kraft mehr.

Ganz nüchtern betrachtet sollte ich das jetzt wohl einfach durchziehen und zu meiner Entscheidung stehen und stark sein. Anderseits denke ich mir, dass ich wg meiner psychischen "Erkrankungen" noch nie ausgefallen bin und einfach irgendwas passieren muss... ich hab keine Ahnung...

Ich weiß auch gar nicht genau was ich von euch "hören möchte"...Gedanken, Tendenzen..Meinungen? Ich hab keine Ahnung..ich hab nur gerade das Gefühl bei 0 zu stehen...
 

Benutzer10855 

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Ohje... das hört sich nicht gut an... :frown:

Vermutlich kann dir jemand mit mehr Erfahrung bzgl. Borderline besser helfen als ich, aber ich wage es trotzdem einmal. :zwinker:

Wenn ich es richtig verstehe, bist du während des Urlaubs deines Freundes ausgetickt. Er war nicht da für dich in diesem Moment und vielleicht hast du dich ja in ein Einsamkeitsgefühl hineingesteigert, so dass dir schlußendlich dieser Impuls "ich schmeiß hin!" gekommen ist? Glaubst du, das kann sein?

Weiterhin erkenne ich nicht ganz die Logik, mit der du hier argumentierst. Auf der einen Seite kannst du selbst nicht nachvollziehen, warum du dich getrennt hast, bezeichnest es als infantilen Impuls etc. aber willst hinter dieser Entscheidung stehen? Du betonst das zweimal in deinen Text, also muss es dir wichtig sein. Ich frage mich nur, warum?

Und eine letzte Frage: wielange hast du denn das selbstverletztende Verhalten schon? Ging das auch im Urlaub deines Freundes los, oder schon vorher? :smile:
 

Benutzer105121 

Benutzer gesperrt
Was machst du denn beruflich? und mir wird nicht ganz klar, wieso du dich so fühlst. Hast du noch Familie? wie stehen die zu dem Ganzen?

So eine Auszeit ist wirklich nur zu befürworten, wenn man danach auch was an seinem Leben ändert. Sonst fällt man sehr schnell wieder in den alten "Trott" und die Probleme sind wieder da.

Wieso du dich von deinem Freund getrennt hast, erschließt sich mir auch nicht. Ist die Liebe weg?

Fragen über Fragen...
 

Benutzer16100 

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So ich versuche das mal zu ordnen....

@Fuchs: Ich habe dieses Verhalten schon seit ich 12 bin- bis vor 1,5 Jahren war es recht massiv- aber in letzter Zeit hatte ich es recht gut unter Kontrolle. Während seines Urlaubs habe ich nichts degleichen getan- das fing erst Anfang der Woche wieder an. Die Gedanken ob ich mich nur getrennt habe, weil er ohne mich in den Urlaub gefahren ist hatte ich auch schon- und genau da beginnt das Problem. Ich kann einfach nicht differenzieren, welche Argumente "erwachsen" und welche kinisch sind...welche "krank" sind und welche "gesund"... ich bekomme es einfach nicht auseinander... . Ich glaube ich habe in meinem Drang alles kaputt zu machen wieder mal nur Mist gebaut- ich lasse immer alle Männer hängen, die "nett" zu mir sind und mich "aushalten".

@goodasgold: Ich bin Sozialarbeiterin (welch Ironie eigentlich). Ich habe null Kontakt zu meiner Familie. Wieso habe ich mich getrennt- ich glaube einfach, dass es die letzte Chance war- und ich habe auch schon vor seinem Urlaub ernsthaft darüber nachgedacht. Ich konnte ihm schon seit einigen WOchen zb nicht mehr sagen, dass ich ihn liebe- weil ich es einfach nicht mehr fühle. Ich weiß, dass ich so eine Auszeit für mich argumentieren müsste- ich fühle mich grad einfach nur wie ein Weichei und ne Heulsuse..total absurd...
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ach, das du Probleme hast, dein Verhalten selbst vernünftig zu reflektieren ist ja symptomatisch bei dir. Damit haben aber auch Menschen noch genug Probleme, die keine psychische Beeinträchtigung haben. Von daher möchte ich dich ein bisschen aufmuntern - das ist schwierig - für jeden. :smile:

Ansonsten weiß ich gerade noch genug über Borderline, dass dein Verhaltensmuster da sehr gut hineinpasst. Dieses urplötzliche switchen, der "power-cut" sämtlicher Gefühle und vorallem dann die da drauf folgenden Kurzschlußhandlungen - das ist unter der Perspektive deiner Störung am ehesten zu erklären. Dein hartes Los ist halt zu lernen, dich diesen falschen Impulsen nicht sofort hinzugeben. Durch den langen Urlaub wurde das sicherlich begünstigt und vermutlich hast du nicht bemerkt, dass du in dem Moment getickt hast.

Wie geht es denn jetzt deinem Ex? Redet ihr noch miteinander? Herrscht eine angespannte Atmosphäre in eurem Haushalt?
 

Benutzer16100 

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Ich habe eher das Gefühl, dass er darauf wartet, dass ich alles rückgängig mache- zwei Tage nach unserer Trennung hat er zu mir gesagt: Scheinbar war das ja nicht nur eine Laune... Das sagt ja schon alles. Wir sehen uns nicht zu oft, da wir ja beide den ganzen Tag auf Arbeit sind...

Ich bin so unglaublich sauer auf mich selbst, weil ich mich immer wieder in solche Abhängigkeiten schubse, sie regelrecht suche- mich dann als Opferlamm darstelle und es einfach nicht schaffe erwachsener zu sein....

Ich habe gerade überlegt, ob ich morgen mal zu meiner HÄ gehe, ihr das Problem kurz schildere und sie frage, ob sie mir Kliniken empfehlen kann- einfach, um mal wieder an den Kern des Problems zu kommen...ka...

:frown:
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ich stimme dir zu, dass du versuchen solltest, eine Auszeit zu nehmen. Lass dich krankschreiben, nimm Urlaub oder finde irgendeine Möglichkeit aber das brauchst du im Moment: Abstand! Du kannst dann ein wenig neue Kräfte sammeln und wenn du bereit bist, dich den Dingen zuwenden, die du da kaputt gemacht hast und die Scherben wieder aufsammeln. Es ist okay, dass du jetzt einknickst und auf Arbeit durchhängst, das ist durchaus menschlich.

Ich weiß, du hast diesen starken Drang "erwachsene" Handlungen zu vollführen und gegen deine Störungen anzukämpfen. Erwachsene Handlungen sind aber manchmal auch strategische Rückzüge. Wenn du lernen willst, dich selbst besser einzuschätzen musst du diese Grenzen für dich in deinen Kopf erkennen, denn dein Gefühl wird dich immer nur in die Irre leiten. Dein Gefühl drischt nämlich gerade auf dich ein und wirft dir das Weichei und die Heulsuse an den Kopf und will dich dazu bringen, dass du weitermachst und stark bist. Das hört sich aber nur in der Theorie gut an, denn nach allem, was du so schilderst, ist dein Gefühl hier im Irrtum: es geht nicht mehr. Erwachsen ist, diesen Fakt zu akzeptieren und daraus die Konsequenzen zu ziehen, Hilfe zu suchen, nicht gleich vor allem wegzulaufen aber erst einmal neue Kräfte zu sammeln.

Weiterhin glaube ich, dass du dein SVV nicht vor deinen Therapeuten verheimlichen solltest. Das wirkt alles so, als ob du ein bisschen nachlässig geworden bist, weil es lange Zeit so gut mit dir lief. Als ob du keine Lust mehr drauf hattest, dich mit dir selbst auseinanderzusetzen und nun hat dich deine Nachlässigkeit eingeholt.

Das wären so meine Gedanken zu der Situation. Ich wünsche dir, dass du deine Stärke schnell wiederfinden wirst, egal wie du es anstellst! :smile:
 

Benutzer16100 

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Ich danke dir für deine Gedanken :smile:

Ich glaube ich wollte es ihm nicht sagen weil ich dachte, dass er meint ich wolle ihm davon überzeugen, wie schlecht es mir doch geht- das wäre garantiert seine Frage gewesen. Und darauf hätte ich wohl keine Antwort gewusst...
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Hi,

vorab: ich bin ja noch recht neu bei PL und kenne Dich nicht und weiß nichts von Dir außer diesem Thread hier. Daher sage ich das Folgende mit aller Vorsicht.

Ich kenne mich mit Borderline nicht aus, aber aus eigener Erfahrung ein wenig mit Depressionen. Aus dieser Sicht heraus rate ich Dir, KEINE Auszeit zu nehmen, jedenfalls nicht jetzt. Ich würde sogar an Deiner Stelle Alles versuchen, nicht auch nur einen Tag auf der Arbeit zu fehlen, damit Du diesen Damm gar nicht erst beginnst, einzureißen.
Anderseits denke ich mir, dass ich wg meiner psychischen "Erkrankungen" noch nie ausgefallen bin
Da klingt auch ein wenig Stolz mit, und das ist gut. Da kannst Du auch Kraft d'raus schöpfen, aber nicht, wenn Du jetzt quasi "aufgibst".

Außerdem halte ich Deine momentane Verfassung für nicht geeignet, eine Auszeit zu nehmen. Es würde Dir kaum etwas bringen. Deine Gedanken drehen sich ziellos im Kreis und es klingt für mich nicht so, daß Du in näherer Zukunft zu einem (Teil-)Ziel kommen kannst. Eine Pause ohne weitere Ablenkung würde Dich daher genau nicht zur Ruhe kommen lassen sondern das Gegenteil bewirken, Stichwort SVV.

Was mir aufgefallen ist: Du sprichst zweimal von der "letzten Chance", definierst es aber nicht genauer, bzw. weißt nicht, wofür diese Chance steht. Da würde ich mal ansetzen, eventuell kommst Du damit dahinter, was es eigentlich ist, das Dich im Moment an der Beziehung (und Deinem momentanen Leben?) so zweifeln lässt.
Mir hat es während meiner Depression stark geholfen, (mit meiner Therapeutin damals) meine Gedanken und Probleme gedanklich in kleine Häppchen zu splitten, Prioritäten aufzustellen (wir haben einfach eine Liste mit Nummern erstellt) und dann die Einzel-Probleme und -Gedanken möglichst einzeln und nacheinander anzugehen, so konnte ich so langsam Stück für Stück wieder Ordnung in das Gefühls- und Gedankenchaos bekommen (wie immer bei solchen Sachen: dem einen hilft's, dem anderen nicht, aber da sage ich Dir wohl nix Neues).

Ich würde an Deiner Stelle erstmal versuchen, so lange "stark" zu bleiben, bis das größte äußere Chaos vorbei ist. Damit meine ich v.A. erstmal eine räumliche Trennung zu Deinem Freund herzustellen, die neue Wohnung einzurichten und solche Sachen. Eventuell wird Dir ja schon Einiges klarer, wenn Du Deinem Freund nicht mehr jede freie Minute über den Weg läufst und Du einen neuen Rückzugsraum hast.
Wenn Du dann ein wenig mehr Ruhe hast, eh ein neuer Abschnitt für Dich begonnen hat, dann kannst Du auch über eine Auszeit nachdenken, denn dann macht es in meinen Augen auch Sinn, daß Du Dir die Zeit nimmst und Dich und Dein Leben neu ordnest.

Über die Beziehung zu Deinem (Ex-)Freund möchte ich nichts schreiben, dazu sind es mir zu wenig Infos.

Ich wünsch Dir viel Kraft die nächste Zeit!
Mark11
 

Benutzer16100 

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So. Ich habe mich entschlossen wieder eine stationäre Therapie zu machen und hab auch schon für nächsten Mittwoch ein Termin für ein Vorgespräch... :smile:

Ansonsten versuche ich mir jeden Tag zumindest eine kleine Sache vor zu nehmen damit ich nicht völlig in die Depression verfalle- mal sehen ob es heute klappt. Gestern habe ich jedenfalls gleich als ich vom Arzt zu Hause war den Termin für das Gespräch ausgemacht. Ich sollte erst am 30 August erst kommen- aber dann rief mich die Schwester zurück und meinte, ich kann auch schon nächste Woche zum Gespräch kommen. Das macht mir etwas Hoffnung, dass es nicht zu lange dauert bis ich kommen kann....
 

Benutzer105719  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Liebe Ts,

einer meiner zwei besten Kumpels hat eine Borderline-Störung.
Mit 29 Jahren hat er seinen Tiefpunkt dieser Karriere erreicht. Wusstest du, dass viele berühmte Künstler möglicherweise nicht diagnostizierte Borderline-Störuingen hatten? Curt Cobain, Jimmy Hendrix und angeblich sogar Amy Winehouse. Wann haben diese sich zu Grunde gerichtet? Richtig mit 27. Ende 20 ist statistisch betrachtet für Borderliner eine sehr gefährliche Zeit.

Man weiß nicht genau, was im Körper und der Psyche abgeht, dass es gerade mit Ende 20 nochmal so kritisch wird, wo doch die Pubertät und die Teenie Jahre schon richtig gefährlich sind, aber es ist durch Zahlen belegbar, dass es diese Krisenzeit gibt.

Mein bester Freund hat damals alles hingeschmissen. Seine Freundin, sein Studium, seinen Job, seine beste Freundin (also mich). Er ist für 2 Jahre verschwunden, weder Familie, Freunde noch Ärzte wussten wo er ist...ich sowieso nicht. Bevor er verschwunden ist, hat er identisch geklungen wie du. Er wusste sehr genau, dass er durch Übersprungshandlungen getrieben ist und er wusste genau, was er eigentlich tun SOLLTE, was er eigentlich von sich selbst erwartet zu tun, konnte es aber nicht. Er sprach nicht vom Zug, sondern er sprach immer von seiner "last ridiculous opportunity" ohne definieren zu können, was er zu verpassen fürchtet.
Als er nach 2 Jahren wieder auftauchte hat er recht schnell KOntakt zu mir gesucht, wir sind heute wieder enger den je und er wird immer stabiler. In den zwei Jahren war er auf Goa, hat sich mit Drogen fertig gemacht, rumgevögelt, sich selbst verletzt und alles getan, was man tun kann um sich selbst zu zerstören. Die Folgen dieser Zeit hängen immer noch an ihm, er kam nämlich mit einer durch Drogen ausgelösten psychotischen Störung wieder, die mittlerweile nach sehr anstrengender Therapie wieder im Griff ist, er musste in die Entgiftung, einen Entzug durchmachen und die daraus folgende soziale Schmach ertragen (sein Vater ist dt. Botschafter, Mutter Chirurgin).
Heute studiert er wieder (mit 33 Jahren im 6ten Semester), er jobbt in einer Hauptschule und gibt Computerkurse und er ist wieder ein lieber, verlässlicher Freund. Aber Goa hat tiefe Narben auf Haut und Seele hinterlassen.

Warum schreibe ich dir das? Ich glaube, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast. Du hast eine Borderline-Störung. Borderliner sind extrem sensible und intelligente Menschen und sie kommen gerade mit Ende 20 an einen Punkt, an dem sie die Welt und sich selbst nicht mehr ertragen können. Sie spüren die Last der Welt auf ihren Schultern. Deine SChultern allein sind zu schmal dafür, es ist die richtige Entscheidung dich wieder ordentlich zu basen mit der Hilfe von Leuten, die dein Krankheitsbild kennen und verstehen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft! Du bist ein besonderer Mensch, der durch besondere Prüfungen gehen muss, aber wenn du da bald heraus kommst, wirst du gestärkter und positiver sein, da bin ich mir sicher!
 
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