ADS/ADHS

Benutzer148933 

Ist noch neu hier
Hallo allerseits!
Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob es hier Leute mit ADS/ADHS gibt. Wenn ja, welche Symptome sind aufgetreten? Mit welchem Alter wurde es diagnostiziert? Wie wurde es behandelt? Traten im Zusammenhang damit auch andere psychische Störungen auf? Erzählt einfach mal, wenn ihr mögt (evt. auch von Bekannten/Freunden, die es haben). Ihr könnt mich auch gerne per PN kontaktieren, falls das hier "in aller Öffentlichkeit" zu persönlich wird.
 

Benutzer137374  (49)

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Hallo allerseits!
Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob es hier Leute mit ADS/ADHS gibt. Wenn ja, welche Symptome sind aufgetreten? Mit welchem Alter wurde es diagnostiziert? Wie wurde es behandelt? Traten im Zusammenhang damit auch andere psychische Störungen auf? Erzählt einfach mal, wenn ihr mögt (evt. auch von Bekannten/Freunden, die es haben). Ihr könnt mich auch gerne per PN kontaktieren, falls das hier "in aller Öffentlichkeit" zu persönlich wird.
Ist ja anonym. Meine Tocher ist betroffen und ich auch. Bei ihr wird es heutzutage natuerlich beruecksichtigt. Als ich Kind war, "gab" es das nicht. Man kann sich damit arrangieren "vorlaut" zu sein. Bezueglich der Symptome muesstest Du Deine Frage praezisieren (das fuellte Buecher). Ein Zustand permanenter Ruhelosigkeit trifft es wohl am besten.
 

Benutzer148933 

Ist noch neu hier
Wie meinst du das genau mit "vorlaut" sein? Ist es bei dir aufgrund dieser "Ruhelosigkeit" also die Hyperaktive Variante?
Ich meine mit Symptomen halt die paar Dinge, die dir am meisten auffallen. Ins Detail müssen wir ja nicht allzu sehr gehen.
 

Benutzer127708 

Sehr bekannt hier
Ich finde das das heute wirklich extrem überbewertet wird.

H huhngesicht schreibt, er und seine Tochter seien vorlaut, das ist für mich noch lange kein Anzeichen, sndern kann eine völlig normale Charaktereigenschaft sein.

Dementsprechend finde ich auch, dass das ganze nur seltenst behandelt werden muss und Ritalin ist eig immer das komplett falsche Mittel.
Bzw. Es gibt welche, ohne Nebenwirkungen, die aber als weniger effizient erachtet werden.
 

Benutzer137374  (49)

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Wie meinst du das genau mit "vorlaut" sein? Ist es bei dir aufgrund dieser "Ruhelosigkeit" also die Hyperaktive Variante?
Ich meine mit Symptomen halt die paar Dinge, die dir am meisten auffallen. Ins Detail müssen wir ja nicht allzu sehr gehen.
Es waere einfacher, Deine Frage zu beantworten, wenn ich wuesste, warum Du sie stellst. Ich spreche von der hyperaktiven Variante. Ich wuesste, wie gesagt, nicht wo ich da anfangen soll. Meine Tochter trampelt zB permanent mit den Fuessen und singt pausenlos. Das klingt ganz suess, ist es aber nicht, wenn man es staendig aushalten muss :zwinker: Sie hat das grosse Glueck, dass ich weiss, wie sie sich fuehlt. Dann eine extreme emotionale Instabilitaet. Das wurde mit dem Alter besser. Als koenne man den 100-Meter-Lauf schneller als jeder andere schaffen, aber man stolpert deswegen. Bei meiner Tochter fing es schon im Kleinstkindsalter an. Waehrend andere Kinder schlafen, wenn man sie im Arm herumtraegt, hat sie ueberstreckt und doppelt so laut geschrien. Als sie vier Jahre alt war (ich schatze, ist zu lange her), ist sie ausgeflippt (und das ist ein Euphemismus), weil die Toilette verstopft war. Und niemals Regeln. Was auch nur nach Vorgabe "riecht", wird verweigert. Paradoxerweise gepaart mit dem Wunsch nach strengen Regeln. Ohne wird es noch schlimmer. Schmusen zB heisst und hiess Kaempfen (jede Zaertlichkeit ist grob). Wie ich sagte, ich kann keine Buecher fuellen. Und ich war als Kind auch deutlich weniger extrem, wurde aber auch wie damals ueblich von strenger Hand erzogen.
[DOUBLEPOST=1424733201,1424732659][/DOUBLEPOST]
Ich finde das das heute wirklich extrem überbewertet wird.
Das wissen die am besten, die es nicht kennen.

H huhngesicht schreibt, er und seine Tochter seien vorlaut, das ist für mich noch lange kein Anzeichen, sndern kann eine völlig normale Charaktereigenschaft sein.
Das bezog sich nicht auf meine Tochter sondern auf mich. Das stand so in meinem Zeugnis. Dein Verstaendnis in der Sache mag gut gemeint sein aber mit der Betonung auf gemeint.

Dementsprechend finde ich auch, dass das ganze nur seltenst behandelt werden muss und Ritalin ist eig immer das komplett falsche Mittel.
Bzw. Es gibt welche, ohne Nebenwirkungen, die aber als weniger effizient erachtet werden.

[/quote]
Dem stimme ich zu (bezogen auf Ritalin). Meine Tochter ist das einzige Kind in ihrer Klasse (von den ADHS-Kindern), das nicht medikamentoes behandelt wird. Wenn Du bei "welche" jetzt aber mit "homoeopathischem Scheiss" kommst, dann flippe ich aus. Vergiss nicht, dass ich auch darunter leide und meine schwerst antrainierte Selbstkontrolle broeckelte :zwinker:
 

Benutzer148933 

Ist noch neu hier
H huhngesicht
Nach jahrelangen Therapien bei den verschiedensten Leuten, weil ich schulisch nicht das erreichen konnte, was ich wollte, aber das Potenzial dafür hätte, kamen ein paar auf die Idee, dass ich eventuell ADS haben könnte. Ich möchte einfach ein paar persönliche Erfahrungsberichte sammeln, um ein bisschen schlauer zu werden, was ich persönlich wertvoller finde als diese trockenen "Beschreibungen", die man sonst so geliefert bekommt.
 

Benutzer127708 

Sehr bekannt hier
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Das wissen die am besten, die es nicht kennen.


Das bezog sich nicht auf meine Tochter sondern auf mich. Das stand so in meinem Zeugnis. Dein Verstaendnis in der Sache mag gut gemeint sein aber mit der Betonung auf gemeint.
Dem stimme ich zu (bezogen auf Ritalin). Meine Tochter ist das einzige Kind in ihrer Klasse (von den ADHS-Kindern), das nicht medikamentoes behandelt wird. Wenn Du bei "welche" jetzt aber mit "homoeopathischem Scheiss" kommst, dann flippe ich aus. Vergiss nicht, dass ich auch darunter leide und meine schwerst antrainierte Selbstkontrolle broeckelte :zwinker:[/QUOTE]
Lustigerweise kenne ich es aber, von Freunden, von mir selber.

In dem Zeugnis finde ich das viel steht, wirklich danach würde ich nicht gehen.

Mir sind keine homöopathischen Mittel bekannt, auch wenn ich überzeugter Anhänger von Naturheilmitteln bin.

Nein ich rede eig eher von Sport, sraussen sein, instrumente, chor, was auch immer.
As hilft eig schon, um überschüssige energien abzubauen,
 

Benutzer137374  (49)

Benutzer gesperrt
Dem stimme ich zu (bezogen auf Ritalin). Meine Tochter ist das einzige Kind in ihrer Klasse (von den ADHS-Kindern), das nicht medikamentoes behandelt wird. Wenn Du bei "welche" jetzt aber mit "homoeopathischem Scheiss" kommst, dann flippe ich aus. Vergiss nicht, dass ich auch darunter leide und meine schwerst antrainierte Selbstkontrolle broeckelte :zwinker:
Lustigerweise kenne ich es aber, von Freunden, von mir selber.

In dem Zeugnis finde ich das viel steht, wirklich danach würde ich nicht gehen.

Mir sind keine homöopathischen Mittel bekannt, auch wenn ich überzeugter Anhänger von Naturheilmitteln bin.

Nein ich rede eig eher von Sport, sraussen sein, instrumente, chor, was auch immer.
As hilft eig schon, um überschüssige energien abzubauen,[/QUOTE]

Vielen Dank, lieber Mausezahn, das hat mir sehr geholfen. Wie konnte ich nur so bloed sein, an Sport u.ae noch nicht gedacht zu haben, um ueberschuessige Energien abzubauen. Endlich eine Loesung aller Probleme. Waere es nicht so sehr an der belastenden Reatitaet vorbei, nannte ich das lustig :zwinker:
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob es hier Leute mit ADS/ADHS gibt.
ja mich zb.
Wenn ja, welche Symptome sind aufgetreten?
haha sorry,aber wenn ich die hier alle nennen wollen würde,säße ich morgen noch dran.jedenfalls hab ich im rahmen der diagnosestellung mal eine stichwortartige liste mit symptomen angefertigt.nur mit denen,die mir auf anhieb einfielen.war locker eine dina4 seite voll.^^
Mit welchem Alter wurde es diagnostiziert?
bei mir erst mit 30.
Wie wurde es behandelt?
bislang direkt noch gar nicht.ich bin nämlich zum einen non responder auf ritalin und hatte übelste nebenwirkungen,die einmalige gabe im rahmen der testung hat mich eine woche schwer depressiv werden lassen,weshalb ich von weiteren experimenten mit stimulanzien absehe.aber mein AD,das ich wegen burnout verschrieben bekam,wirkt ganz gut,heißt es lindert einiges und verbessert ein wenig meine konzentrationsfähigkeit.werde das AD dennoch bald wieder absetzen,weil die nebenwirkung starkes schwitzen einfach zu eklig ist (was ich als hochsensible natürlich als extrem belastend empfinde).
ansonsten lerne ich einige strategien,die mir weiterhelfen.und meine mutter coacht mich seitdem auch ziemlich erfolgreich.
Traten im Zusammenhang damit auch andere psychische Störungen auf?
ja,burnout und depressionen.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Bei mir wurde es nie diagnostiziert. Da aber meine Symptome nie so extrem waren, halte ich es auch nicht für sinnvoll da jetzt noch hinterherzusteigen.

Ich habe schwierigkeiten mich länge Zeit auf etwas zu konzentrieren. Nur wenn es mich wirklich brennend interessiert, dann kann ich dabei bleiben. Wenn es mich nicht so sehr interessiert (Schule, Vorlesungen, Meetings), ist es so, als wenn eine gewaltige Kraft meinen Kopf vom aktuellen Geschehen weg drückt. Ich muss mich ständig dagegen wehren und das ist erstaunlich hart.

Ich bin auch hyperaktiv, auch wenn ich das ein ganzes Stück in den Griff bekommen habe. Ich wackel viel mit den Beinen und kann beim telefonieren und auch beim nachdenken nur schwer still sitzen. Ich laufe auf und ab, BEVOR ich bemerkt habe, dass ich aufgestanden bin.

Was gut funktioniert ist, wenn ich ausgelastet werde. Nehmen wir als Beispiel das installieren und einrichten von Windows. Da kann es schnell passieren, dass ich einen Fehler mache. Wenn ich aber 3 unterschiedliche Rechner gleichzeitig installieren würde und ständig von einem zum anderen springe, dann mache ich tatsächlich weniger Fehler.

Ich denke ich habe eine sehr sehr hohe Auffassungsgabe. Wenn mir z.B. etwas technisches erklärt wird, dann kann es häufig nicht schnell genug gehen. Ich kann es überhaupt nicht haben, wenn jemand zu viele Beispiele gibt, wenn ichs schon lange kapiert habe. Gelegentlich werde ich dann richtig ungeduldig und will denjenigen dazu bringen, dass er doch mal weiter macht. Schwer ist das, weil ich eben nicht alles sofort kapiere...aber ich hab ja auch einen Mund.

Stört es mich in meiner Lebensführung?
Ein Stück weit auf jeden Fall.
Ich denke aber, dass man vieles durch Training in den Griff bekommen kann, wenn man es will und mit dem Rest kann man leben. Andere haben ganz andere Probleme. Man muss eben lernen um dieses herum zu arbeiten.
Wenn jemand eine ganz schlimme Variante von ADS, vielleicht sogar noch in Kombination mit anderen Problemen hat, sieht das natürlich anders aus. Ich bin froh, dass zu meiner Zeit noch nicht mit den ganzen Tabletten um sich geworfen wurde.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe schwierigkeiten mich länge Zeit auf etwas zu konzentrieren. Nur wenn es mich wirklich brennend interessiert, dann kann ich dabei bleiben.
du beschreibst da den hyperfokus,was dann natürlich umso mehr für ein ADHS bei dir spricht.^^denn die fähigkeit zum hyperfokussieren haben nur menschen mit ADS/ADHS.
 

Benutzer6428 

Doctor How
du beschreibst da den hyperfokus,was dann natürlich umso mehr für ein ADHS bei dir spricht.^^denn die fähigkeit zum hyperfokussieren haben nur menschen mit ADS/ADHS.
Das muss ich mal nachschlagen... danke!
[DOUBLEPOST=1424788355,1424774894][/DOUBLEPOST]Gerade nachgeschlagen..."Hyperfokus"...das passt erschreckend gut auf mich..auch der Satz "er kann doch, wenn er will" kommt mir sehr sehr bekannt vor...
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Damian Damian dachte ichs mir doch...
ich hab mir halt vor und nach meiner diagnose wochenlang wissen darüber verschafft und könnte da nen buch drüber schrieben.
und japp dieses kommentar aussenstehender ist mir neben vielen anderen dämlichen bemerkungen wohlbekannt.
und nochmal zum hyperfokus:was denkste,wie oft der mir im studium den arsch gerettet hat?ich wurde ja erst im studium wirklich mal gefordert,zuvor war ich immer unterfordert.und dann hab ich wegen adhs halt statt klausuren meist hausarbeiten geschrieben,also echt unzählige.und die dann oft über nacht,bin regelrecht mit dem schreibtisch verwachsen;nichts konnte mich aus diesem zustand rausholen ausser erschöpfung oder die fertigstellung der arbeit.so kann man halt auch einen 1er schnitt erreichen als stark konzentrationsgestörte...wichtig war dabei aber,dass ich mir die themen alle selbst aussuchen kann-ich hab mir nie eins vorgeben lassen.denn dann sind wir-wie du weißt-ja automatisch motiviert und gelangen dann eben häufig in den zustand des hyperfokus.
[DOUBLEPOST=1424801507,1424798781][/DOUBLEPOST]ach ja,ich möchte noch etwas ganz wichtiges hinzufügen,bevor ich ab morgen ein paar tage nicht online bin und nach meiner ankunft hier der thread evtl in der versenkung verschwunden...

also was ich sagen möchte ist:

1.AD(H)S ist nach meiner ansicht und nach derer vieler spezialisten keine erkrankung!es ist nur eine neurologische besonderheit,durch die unser gehirn anders strukturiert ist als die gehirne der meisten anderen menschen.nichts weiter.und dadurch arbeitet unser gehirn nur anders als das der meisten-nicht aber besser oder schlechter,nur anders.

2.das problem ist somit nicht, ADS/ADHS zu haben (oder,wie zb lynn weiss es ausdrückt,"ADHS zu sein").das problem bzw der grund dafür,dass AD(H)Sler im alltag oft behindert sind,ist das system.denn das ist auf normalos und nicht auf uns ausgerichtet.wäre unser system anders,wären womöglich wir die gewinner.

3.AD(H)S hat auch etliche vorteile, von denen auch ich oft profitiere.und somit niemals ein normalo sein wollen würde.
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Benutzer137374  (49)

Benutzer gesperrt
Damian Damian also was ich sagen möchte ist:
1.AD(H)S ist nach meiner ansicht und nach derer vieler spezialisten keine erkrankung!es ist nur eine neurologische besonderheit,durch die unser gehirn anders strukturiert ist als die gehirne der meisten anderen menschen.nichts weiter.und dadurch arbeitet unser gehirn nur anders als das der meisten-nicht aber besser oder schlechter,nur anders.
Auch wenn ich dieser Betrachtung zustimmen wuerde (das taete ich aber auch bei Depressionen zb, weil ich unnoetiges Pathologisieren nicht schaetze), macht es ja nicht wirklich einen Unterschied. Wenn man unter einer Andersartigkeit leidet, was bei ADHS der Fall ist, ist das Kriterium Krankheit erfuellt.
2.das problem ist somit nicht, ADS/ADHS zu haben (oder,wie zb lynn weiss es ausdrückt,"ADHS zu sein").das problem bzw der grund dafür,dass AD(H)Sler im alltag oft behindert sind,ist das system.denn das ist auf normalos und nicht auf uns ausgerichtet.wäre unser system anders,wären womöglich wir die gewinner.
Die Betrachtung ist aber nicht hilfreich. Wuerde meine Tochter zB unter Steinzeitmenschen aufwachsen, waere sie vermutlich ein Chef. Allein ihre physische Ueberlegenheit und kaum fassbare gesundheitliche Robustizitaet machten sie ueberlegen, weil Schoenschrift und das Rechnen mit komlexen Zahlen niemand braucht. Man kann aber das System nicht dem Individuum anpassen.
3.AD(H)S hat auch etliche vorteile, von denen auch ich oft profitiere.und somit niemals ein normalo sein wollen würde.
Das ist eine interessante Frage. Ich weiss ja nicht, wie es waere, "normal" zu sein. Sich einfach mal nicht getrieben zu fuehlen, stelle ich mir schon nett vor. Wenn das Gegenueber Ruhe und das dazugehoerige Wohlgefuehl verstroemt, dann vermisse ich das schon. Auch wenn manche Vorteile nicht von der Hand zu weisen sind.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Auch wenn ich dieser Betrachtung zustimmen wuerde (das taete ich aber auch bei Depressionen zb, weil ich unnoetiges Pathologisieren nicht schaetze), macht es ja nicht wirklich einen Unterschied. Wenn man unter einer Andersartigkeit leidet, was bei ADHS der Fall ist, ist das Kriterium Krankheit erfuellt.
1.lies dir bitte mal die definition der WHO des begriffs gesundheit durch.
2.depression ist eine erkrankung.bitte schreib nicht so einen unsinn und bedenke,was derlei kommentare bei betroffenen anrichten kann.danke im voraus.

Die Betrachtung ist aber nicht hilfreich.
meiner ansicht nach sehr wohl.denn ich drückte damit nur folgendes aus:nicht du bist als ADHSler falsch oder ein problem,sondern das problem ist,dass das system nicht auf dich ausgerichtet ist.mnichts anderes wollte ich damit sagen.und doch,diese erkenntnis hilft sehr wohl,zb denen,die zb deshalb unter mangelndem selbstwertgefühlö uä leiden (so geht das den meisten ADHSlern übrigens;ich hatte glück,ich hab mir bereits in einer therapie selbstwertgefühl etc erarbeitet,bevor ich die diagnose jahre später bekam).

abschließend möchte ich nur noch anmerken [das geht an alle,die das lesen,nicht nur an dich,huhngesicht),dass ich mich in meiner freizeit viel mit psychologie beschäftige und zu HSP,ADHS uä sehr viel fachtexte und auch bücher gelesen habe.bin also bestens darüber informiert und bitte daher darum,dass leute,die nicht viel darüber wissen,entweder konkrete fragen stellen statt falsche vermutungen zu äußern.es herrscht da draussen genug unwissenheit und unverständnis in bezug auf solche themen,da muss das online nicht auch noch sein.
 

Benutzer137374  (49)

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1.lies dir bitte mal die definition der WHO des begriffs gesundheit durch.
Mir ist diese bekannt:
Definition Krankheit

Nach Schmidt und Unsicker, 2003: „Als Krankheit wird das Vorliegen von Symptomen und/oder Befunden bezeichnet, die als Abweichung von einem physiologischen Gleichgewicht oder einer Regelgröße (Norm) interpretiert werden können und die auf definierte Ursachen innerer oder äußerer Schädigungen zurückgeführt werden können.“ – Aber: „Abweichungen von einem physiologischem Gleichgewicht, einer Regelgröße, einer Organfunktion oder einer Organstruktur sind oft schwer zu beurteilen, weil manche physiologische Regelgrößen eine beachtliche Streuung aufweisen.“

Im Versicherungsrecht der GKV wird Krankheit definiert als ein: „Objektiv fassbarer, regelwidriger, anomaler körperlicher oder geistiger Zustand, der die Notwendigkeit einer Heilbehandlung erfordert und zur Arbeitsunfähigkeit führen kann.“ Dabei wird die Aufmerksamkeit nur auf die Behandlungsbedürftigkeit gelenkt. In diesem Sinne liegt Krankheit nur dann vor, wenn Behandlungsbedürftigkeit besteht, um beispielsweise Schmerzen zu beheben, zu lindern, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen oder die zukünftige Erwerbsfähigkeit zu beeinflussen. Ungeachtet dessen, dass es sehr schwierig ist, objektiv zu bestimmen, wo Gesundheit aufhört und damit Krankheit anfängt, wird die Krankheit als Abweichung von der Norm verstanden.

„Krankheit beinhaltet mehr als nur körperliche Fehlfunktion oder Schädigung. Auch beschädigte Identität oder länger anhaltende Angst- oder Hilflosigkeitsgefühle müssen wegen ihrer negativen Auswirkungen auf Denken, Motivation und Verhalten aber auch auf das Immun- und Herz-Kreislaufsystem als Krankheitssymptome begriffen werden.“
Menschen können schon bei einer nur geringen Störung der Körperfunktionen und teilweise auch ohne derartige Störungen, beispielsweise bei einer pessimistischen Grundstimmung, eine Unfähigkeit zu beruflicher Tätigkeit empfinden und erleben.

Das passt zu meiner Auslegung.

2.depression ist eine erkrankung.bitte schreib nicht so einen unsinn und bedenke,was derlei kommentare bei betroffenen anrichten kann.danke im voraus.
Ich habe beides. Die Depressionen sind vermutlich Folge von ADHS. Es macht es weder besser noch schlechter, ob man es pathologisiert oder nicht. Es macht einen Betroffenen weder kraenker noch gesuender. Das ist das gleiche wie mit dem Begriff behindert. Klar, klingt es angenehmer, wenn man von "besonders" statt "behindert" spricht. In der Sache aendert das nichts. Ich ziehe es vor, der Wahrheit wertfrei ins Gesicht zu blicken, anstatt zu euphemisieren, weil das dem Selbstbewusstsein schmeicheln koennte.

meiner ansicht nach sehr wohl.denn ich drückte damit nur folgendes aus:nicht du bist als ADHSler falsch oder ein problem,sondern das problem ist,dass das system nicht auf dich ausgerichtet ist.mnichts anderes wollte ich damit sagen.und doch,diese erkenntnis hilft sehr wohl,zb denen,die zb deshalb unter mangelndem selbstwertgefühlö uä leiden (so geht das den meisten ADHSlern übrigens;ich hatte glück,ich hab mir bereits in einer therapie selbstwertgefühl etc erarbeitet,bevor ich die diagnose jahre später bekam).
Wenn dieser Kunstgriff "hilfreich" ist, soll man das machen. Ich fuehle mich deshalb nicht besser. Das System orientiert sich nie am Individuum. Haette ich einen IQ von 50, waere aber ein Koloss koennte, fuehrte ich in einer apokalytischen Welt nach dem Dritten Weltkrieg vielleicht eine Armee an, waehrend ich heute kaum bei McDonalds Buerger verkaufen koennte. Ich sehe immer noch nicht den Unterschied (siehe die Definition von Krankheit der WHO) zwischen ADHS und Depressionen zB. In beiden Faellen fuehrt ein Stoffwechselungleichgewicht im Hirn (oder strukturelle Abweichungen von der Norm) zu Befindlichkeiten, die mit den ueblichen sozialen Strukturen nicht vereinbar sind. Der Betroffene leidet, deshalb ist er krank. Beide Personengruppen werden je nach Wunsch ja auch behandelt.
abschließend möchte ich nur noch anmerken [das geht an alle,die das lesen,nicht nur an dich,huhngesicht),dass ich mich in meiner freizeit viel mit psychologie beschäftige und zu HSP,ADHS uä sehr viel fachtexte und auch bücher gelesen habe.bin also bestens darüber informiert und bitte daher darum,dass leute,die nicht viel darüber wissen,entweder konkrete fragen stellen statt falsche vermutungen zu äußern.
Ich hoffe, Du meinst nicht mich. Ich habe Pharmakologie als Nebenfach mit Schwerpunkt Psychopharmaka studiert. Da meine Tochter von ADHS betroffen ist, bin ich natuerlich auch darueber hinaus gut informiert (und wer schon mal eine Depression hatte, muss kein Buch mehr lesen, um bescheid zu wissen :zwinker:. Ich halte mich nicht fuer einen Superexperten, aber nichts von dem, was ich schrieb, widerspricht geltendem wissenschaftlichen Konsens. Allein, dass ich persoenlich Depressionen nicht pathologisieren moechte, ist Geschmackssache. Ich akzeptiere sowohl bei Depressionen als auch ADHS, dass man sie als Krankheit behandelt.
Wenn Du Dich schon beschwerst, wenn ich bezudglich Depressionen meinen Geschmack mitteile, muss man auch Deine Entpathologisierung von ADHS kritisieren, weil es diesen Menschen die Moeglichkeit nimmt, sich als krank betrachten zu duerfen. Damit richtest Du potentiell den gleichen Schaden an wie ich, wenn ich Depressionen entpathologisiere.
 
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