Gesundheit ADHS - Krankheit der Kinder oder der Gesellschaft?

Benutzer36171 

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Seit kurzem steht fest, dass mein Freund ADHS hat. Man kann hier gerne meine alten Threads zu unseren Beziehungsproblemen lesen und das sind bei Weitem nicht die einzigen Probleme, die mein Freund im Leben hat(te), die auf ADHS zurückzuführen sind. Jetzt verstehe ich die Dinge, die mich lange Zeit beinahe wahnsinnig gemacht haben, endlich: die Grübeleien über vollkommen (!) unwichtige Themen, sein absolutes Unvermögen auch nur sehr kurze Zeiten der Langeweile zu ertragen, seine Einschlafprobleme, sein chronisches Zuspätkommen obwohl er jedes Mal pünklich sein will, dass er in Gruppensituationen immer in seine eigene Welt abdriftet und gar nichts mehr aufnehmen kann, seine Desorganisiertheit mit plötzlichen Anfällen von Perfektionismus, wie er sich jedes Mal einen total unrealistischen Zeitplan aufstellt und nie, nie daraus lernt ... Auch wenn ich nicht weiß, wie es weitergehen soll, bin ich dankbar für die Diagnose, weil auf einmal alles Sinn macht.

Wer jemanden kennt, der ADHS hat, kann kaum abstreiten, dass es sich um eine echte Einschränkung handelt.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich glaube schon, dass es sich bei ADHS um eine real-existierende Krankheit handelt.
Aber: Ich glaube auch, dass es viel zu viele Fehldiagnosen gibt und Kinder viel zu schnell, nämlich ohne eigehende psychologische Diagnostik, das Label "ADHS" aufgedrückt bekommen und dann mit Ritalin "ruhig gestellt" werden. Völlig überflüssiger Weise.

Mein Fazit:
ADHS ist manchmal eine Krankheit von Kindern.
Der Umgang mit ADHS (Fehldiagnosen etc. pp.) im Ganzen ist aber eine Krankheit der Gesellschaft.

Leider trifft dies m.E. auch für viele andere "psychische Störungen" zu.

In unserer Gesellschaft hat gefälligst jeder "optimal" zu funktionieren...und zwar ab der Wiege. Wer das nicht tut, ist eben krank und braucht Medikamente.
 

Benutzer36171 

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Und deiner?
Meinungsbildung würde ich mal sagen.

Achso, Wikipedia sagt das seien Verschwörungstheorien ... na dann kann man das ganze wohl nicht ernst nehmen ... :schuettel:

Nein, man kann es deswegen nicht ernst nehmen, weil schon im ersten Satz gesagt wird, dass ADHS aufgrund von ökonomischen und politischen Interessen erfunden worden ist und eigentlich gar nicht existiere. Ich bezweifle ja gar nicht, dass es haufenweise Fehldiagnosen gibt. So etwas kommt vor. Auch über die Medikamente lässt sich streiten - aber ADHS-Kranke als "ein bisschen aufgewecktere Kinder" abzutun hilft den Betroffenene kein Stück weiter. Du würdest dich auch bedanken, wenn man deine Probleme als "erfunden" bezeichnen würde.
 

Benutzer67771 

Sehr bekannt hier
Und deiner?
Meinungsbildung würde ich mal sagen.

Achso, Wikipedia sagt das seien Verschwörungstheorien ... na dann kann man das ganze wohl nicht ernst nehmen ... :schuettel:
Was mein Link aussagen soll, habe ich dazugeschrieben, du hingegen knallst da einfach was hin. :hmm:

"Wikipedia" sagt dazu überhaupt nichts. Wenn du mal ein wenig Quellenkritik walten lassen (oder den von mir verlinkten Text über die Seite lesen) würdest, dann dürfte dir sehr schnell auffallen, aus was für einem Umfeld dein Link stammt und für Hintergrundinteressen die Betreiber dieser Seite verfolgen und weshalb diese Seite daher auf keinen Fall auch nur ansatzweise ernst genommen werden kann.
 

Benutzer35070 

Meistens hier zu finden
ADHS gibt es, aber leider gibt es auch die Tendenz, Kinder die unruhiger sind , direkt mit der Diagnose ADHS abzufertigen und ihnen Ritalin zu verschreiben. Habe beides in meiner beruflichen Praxis bisher gesehen.
 
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