Job Abschluss, aber unsicher, was ich machen soll

Sunset1

Benutzer173990 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo zusammen,

ich bin 24 Jahre alt und habe im Sommer letzten Jahres meinen Bachelor gemacht. Studiert habe ich etwas im pädagogischen Bereich, möchte hier aber nicht den exakten Namen des Studiengangs nennen. Grundsätzlich könnte ich mit meinem Abschluss aber in verschiedene Bereiche der Betreuung, Erziehung und Bildung einsteigen (z.B. Kindertagesstätten, Arbeit mit Menschen mit Behinderungen usw.). Vor und während des Studiums habe ich durch ein FSJ, Praktika und meinen Nebenjob recht viele Erfahrungen im sozialen Bereich gesammelt und es hatte sich für mich eigentlich herauskristallisiert, mit welchem Klientel ich arbeiten möchte. Auf der anderen Seite hatte ich während des Studiums schon immer wieder Zweifel, ob es wirklich das Richtige für mich ist. Angetrieben hat mich aber der Gedanke, nach dem Studium dann eine Stelle zu finden, die genau zu mir passt. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass ich eigentlich keine richtige Vorstellung davon hatte, wie genau diese Stelle aussehen soll, ich hatte nur Vorstellungen dazu mit welchem Klientel ich arbeiten möchte und die Idee, dass es dazu irgendwo eine perfekte Stelle für mich gibt. Nach dem Studium habe ich dann auch schnell meine erste Stelle gefunden. Die Arbeit mit den Menschen hat mir eigentlich Spaß gemacht, allerdings waren die Arbeitsbedingungen (Schichtdienst, Personalmangel, ständiges Einspringen, Strukturlosigkeit, negative und unkollegiale Stimmung im Team, Schwierigkeiten auf Leitungsebene) so miserabel, dass es mir nach fünf Monaten körperlich und auch psychisch so schlecht ging, dass ich mich dafür entschieden habe in der Probezeit zu kündigen. Ich habe mich damit nicht leicht getan, aber habe in dem Moment keine andere Lösung gesehen. Aufgrund der negativen Erfahrungen wollte ich dann etwas ganz anderes machen und habe mir eine Stelle mit einem ganz anderen Klientel gesucht und so etwas für mich Neues ausprobiert. Dort arbeite ich nun seit drei Monaten. Die Arbeitsbedingungen sind um Welten besser und ganz am Anfang war ich auch zufrieden. Nach der Einarbeitungszeit musste ich aber leider feststellen, dass die Arbeit dort einfach nicht mein Ding ist. Ich merke, dass es mir wenig Spaß macht, mich tendenziell eher langweilt und habe das Gefühl, dass ich auch nicht das mitbringe, was man für den Job haben muss.

Nun stehe ich da und weiß nicht recht, wie es weiter gehen soll. Mir ist schon bewusst, dass es den perfekten Job nicht geben wird, es wird immer irgendwas geben, das nicht passt. Trotzdem möchte ich gerne etwas tun, dass "mein Ding" ist und wofür ich brenne. Nur stehe ich vor der Frage, wie ich denn herausfinde, was wirklich mein Ding ist. Ich weiß, wohin ich nicht möchte, aber wohin ich möchte... keine Ahnung. Dazu kommt natürlich, dass ich bereits eine Stelle nach ein paar Monaten gekündigt habe und ich meinen Lebenslauf auch nicht komplett zerstören möchte. Ich hätte nicht erwartet, dass es mir so gehen würde, weil ich immer jemand war, der sich um die Zukunft gekümmert und vorausgeplant hat.

Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen im Berufseinstieg gehabt und kann berichten, wie er damit umgegangen ist? Oder jemand hat Anregungen dazu? Ich bedanke mich schonmal im Voraus. :smile:
 
Zauberschnitte

Benutzer189381 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo,

Als erstes zerschießt du dir nicht den Lebenslauf durch ausprobieren.

Versuche einfach neue Jobs mit anderen Arbeitsfeldern.

Niemand erwartet von einem Frischling, das er mindestens 5 Jahre in den ersten Jobs bleibt.

Du kannst auch jetzt noch zur Berufsberatung um neuen Input zu bekommen
 
Sunset1

Benutzer173990 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo,

Als erstes zerschießt du dir nicht den Lebenslauf durch ausprobieren.

Versuche einfach neue Jobs mit anderen Arbeitsfeldern.

Niemand erwartet von einem Frischling, das er mindestens 5 Jahre in den ersten Jobs bleibt.

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Danke für deine Antwort.

Aber zwei Wechsel innerhalb nicht einmal eines Jahres machen doch auch als Berufsanfängerin keinen so tollen Eindruck, oder?
 
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Benutzer189381 

Verbringt hier viel Zeit
Danke für deine Antwort.

Aber zwei Wechsel innerhalb nicht einmal eines Jahres machen doch auch als Berufsanfängerin keinen so tollen Eindruck, oder?

Es kommt immer drauf an.

Bei einem sehr konservativen Umfeld und Jobwahl wird man sicher nachfragen. Aber auch das kannst du gut begründen.

Aber sonst ist bei einem Frischling nix anderes zu erwarten als das er erstmal verschiedene Jobs macht und ausprobiert.
 
Kisch

Benutzer182656  (72)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo Sunset1,
Ich habe selten jemand so ausführlich und so präzise etwas beschreiben sehen, ohne wirklich etwas auszusagen :zwinker:. Ich habe mit Universitätsstudium mehrere Jahrzehnte im sozialen Bereich gearbeitet. Es war ein jahrelanger Kampf, weil Mitarbeiter mit einer Erzieherausbildung oft denen mit einem Hochschulstudium voreingenommen gegenüberstehen, man unterstellt, dass sie sich für etwas besseres halten. Doch geht es darum, wann man sich sagt, dass Bedingungen für einen nicht mehr tragbar sind, so dass man sich neu orientieren möchte.
Doch die perfekte Stelle, ohne jede Abstriche habe ich in 40 Jahren Berufsleben nie gefunden. Leider finde ich bei Dir keinen Ansatz, der Probleme beschreibt, auf die man eingehen könnte. Es ist, als würdest Du über dich wie über eine andere Person schreiben. Mag ja sein, dass es Selbstschutz ist, weil Du nicht möchtest, dass man dich erkennen könnte, aber benannt hast Du weder ein konkretes Problem, dass dich zum Wechsel bewogen hat, noch irgendein Ziel oder irgendeine Aufgabe, die Du präferieren würdest.
Um dir einen Rat geben zu können braucht man aber diese Anhaltspunkte. Ich würde dir ja auch keine Ernährungstipps geben, ohne zu wissen, ob Du diese Lebensmittel überhaupt verträgst :smile:!
Vielleicht kannst Du ja noch einmal ein paar Gedanken dazu äußern!?
 
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