Abneigung gegenüber dem Kind

Benutzer96926 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo...

Ich hatte versucht, allein damit fertig zu werden, aber es klappt nicht. Nachdem ich mich eine Zeit lang super damit arrangiert hatte, dass mein Freund ein kleines Kind hat (4 1/2), und ich mich auch immer gut mit dem Kind verstanden habe, hat sich vor Kurzem alles geändert und ich weiß nicht wieso :geknickt:

Ich saß mit dem Kleinen zusammen und hab mit ihm ganz normal gespielt und da kam immer mehr dieses unterschwellige Gefühl auf, dass er ein lebendes Zeugnis der ehemals großen Liebe meines Freundes ist. Irgendwas in meinem Unterbewusstsein schien mir dauernd zu sagen, dass er zwischen mir und meinem Freund steht und eine Art Konkurrent für mich ist, gegen den ich nie gewinnen könnte. Irgendwie stieg in mir sowas wie Abneigung gegenüber dem Kind auf, was ich einfach nicht mehr wegbekomme. :hmm: Wenn ich ihn angucke, denke ich, dass er irgendwie bösartig oder hinterhältig ist, dabei kann er das in dem Alter eigentlich noch nicht sein. Aber er hat manchmal so eine komische Art an sich, wo ich mich dann fühle, als würde er mich nicht mögen, sondern als Eindringling betrachten. Dabei ist er meistens nett und gibt mir sogar ab und an Küsschen und so und er fragt auch, wo ich bin, wenn ich mal nicht bei meinem Freund bin. Aber manchmal sagt er mir dann noch nicht mal Hallo, sondern ignoriert mich komplett oder guckt mich mit einem richtig bösen Blick an. :ratlos: Und ich komme mir dann einfach irgendwie fehl am Platz vor und kann das Kind nicht mehr leiden, weil es mich daran erinnert, dass mein Ex mit einer anderen Frau durch den Jungen mehr verbunden ist als mit mir und das für immer.
Und ich weiß nicht, ob das normal ist, dass Kinder einen manchmal total ignorieren oder nur böse angucken und dann 2 Stunden später einem dann aber ein Küsschen geben und mit einem spielen wollen? Ich komme damit irgendwie nicht zurecht, das Verhalten des Kindes ist so willkürlich. Zudem ist er total egoistisch und etwas verzogen, finde ich. Aber vielleicht ist das normal bei Einzelkindern.

Meine Gedanken diesbezüglich sind echt wirr, aber ich kriege diese negativen Gefühle dem Kind gegenüber nicht mehr weg, obwohl ich das so gerne möchte :frown: Mit meinem Freund kann ich darüber nicht reden, weil er bei dem Thema super empfindlich reagiert (verständlicher Weise) und er ja eh nichts daran ändern kann, entweder ich komme mit dem Kind klar, oder ich kann nicht mit meinem Freund zusammen sein. Das Kind ist nunmal das Wichtigste für ihn. So ist das und ich möchte wirklich gerne damit zurecht kommen, aber diese negativen Gefühle machen mich echt fertig. Inzwischen möchte ich gar nicht mehr bei meinem Freund sein, wenn das Kind da ist...dabei hat es mich vorher auch nie gestört, ich weiß nicht, was plötzlich passiert ist.

Ich weiß auch nicht genau, was ich von euch hören will...vielleicht hat jemand ein paar aufmunternde Worte oder so...:frown:
 

Benutzer15848 

Meistens hier zu finden
Ich kann dazu nur sagen: ja, das Kind verhält sich normal. Die kleinen Fratzen machen halt, was ihnen grad einfällt, mal ignorieren, mal lieb sein, aber ich bin mit ziemlich sicher, dass das selten ein Kind böse meint :zwinker:

Auf der anderen Seite kann ich dein Problem trotzdem verstehen, mein Exfreund hatte Kinder und besonders die Tochter war ein einem blöden Alter und manchmal auch etwas fies, wie ich finde - aber hey, das ist das Kind und nicht der Vater und mein Status war ein anderer als ihrer. Wahrscheinlich hatte sie sogar mehr Probleme damit, als ich je haben könnte. Von daher wars mir dann auch egal und ich war immer freundlich.
Dass du denkst, er wäre jetzt mit der Mutter auf ewig mehr verbunden als mit dir, kann ich zwar einerseits nachvollziehen, andererseits musst du es aber umgekehrt sehen: jetzt sind sie anscheinend durch ein Kind so verbunden und trotzdem nicht zusammen! Das hat doch Gründe - und da musst du ja sowas von eindeutig besser für ihn sein!
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Hallo,

Kinder haben sehr oft ganz feine Antennen und es kann durchaus sein, dass es im Unterbewusstsein bemerkt, dass du es irgendwie ablehnst und als Eindringling empfindest.
Und eines solltest du dir auch klar machen: Für ein Kind ist es auch nicht immer leicht, sich in verschiedenen Umgebungen wohl zu fühlen und mehrere Bezugspersonen zu besitzen, die alle irgendwie versuchen, an dem Kleinen herumzuerziehen.

Kann es vielleicht sein, dass du eifersüchtig reagierst, weil dein Freund dir nicht klar und deutlich zu verstehen gibt, dass auch du eine große Rolle in seinem Leben besitzt und eventuell keine Anstalten für eine Zukunftsplanung macht?
Warum fällt es dir so schwer, für den Kleinen eine gute Freundin und Begleiterin zu sein, was ebenfalls eine sehr wichtige, ausgleichende und bedeutende Rolle sein kann - für dich, aber auch für das Kind auf dem schwierigen Weg durch alle Kindheits- und Jugendphasen.

Mir sind auf alle Fälle Männer lieber, die zu ihrem Kind stehen, es liebevoll behandeln und somit zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen und Kinderfreundlichkeit besitzen - anstatt sich vor gewissen Dingen einfach zu drücken und ihrem Nachwuchs mehr als Gleichgültigkeit entgegenbringen.

Ich finde schon, dass du mit deinem Partner darüber reden solltest, wenn dich etwas bedrückt und du der Meinung bist, er vernachlässige dich komplett zu Gunsten des Kindes.
Dennoch bin ich auch der Meinung, dass du dich unbedingt an den Gedanken gewöhnen solltest, dass es deinen Freund nur im Doppelpack gibt, die Mutter seines Kindes immer irgendwie "anwesend" ist, denn die beiden verbindet eben ein gemeinsames Kind, (aber kein gemeinsames Leben mehr zwischen Mann/Frau und "heiler" Familienwelt) es immer wieder zu Problemen kommen wird und man viel Geduld, Verständnis und Toleranz benötigt - aber dennoch weiterhin schwach und mit kleinen menschlichen Fehlern sein darf.
Kannst du das nicht, dann wäre es für alle Beteiligte das Sinnvollste, wenn man mal reinen Tisch macht...
Der Zwerg und sein durchaus normal-kindliches Verhalten sind nicht das Problem - aber das weißt du selber wohl am Besten. Und dir sollte vielleicht bald klar sein, ob du dieser schweren "Bürde" gewachsen bist oder nicht doch lieber einen Mann möchtest, der noch keine Kinder besitzt.
Aber vielleicht schaust du dich vorher im Internet um, denn es gibt bestimmt Selbsthilfegruppen, die sich mit diesem Thema beschäftigen und eventuell nützt dir der Austausch mit "Gleichgesinnten" weiter.
 

Benutzer92892 

Benutzer gesperrt
Ich kenne dein Problem sehr sehr gut! Geht mir genau gleich wie dir! Mein Freund hat auch ein Kind (wird 3 Jahre alt). Und am Anfang hat es mich auch nicht gestört, der Kleine hatte mich auch wirklich sehr gerne. Er hat auch nach recht kurzer Zeit mir immer Mama gesagt. Aber das wollte ich nicht. Und ich habe es ihm abgewöhnt.
Bislang hatte ich den Kleinen sehr lieb. Es ging auch sehr gut. Doch jetzt war er ca. 2 Wochen bei uns in den Ferien. Phu war das anstrengend. Ich weiss nicht was die Mutter mit dem Kind macht. Keine Ahnung. Aber so kann ein Kind fast nicht sein. Er isst nichts, er will nur Schokolade und Chips. Wenn er etwas nicht bekommt fängt er an zu schreien und zu weinen. Das ist so etwas von nervend. Klar ich begreife es, Kinder sind so, aber ganz bestimmt nicht so wie er es jetzt diese 2 Wochen getan hat.
Ich finde einfach, dass es bei uns zu Hause einfach einige Regeln hat, die er einhalten muss. (Da ich und mein Freund zusammen wohnen möchte ich, dass dies auch eingehalten wird, wenn er alleine wohnen würde wäre es mir egal.)
Er muss einfach am Tisch sitzen, wenn es Essen gibt, ober er nun essen will oder nicht usw.

Manchmal weiss ich auch nicht wie weit ich in die Erziehung eingreifen darf. Es ist wirklich sehr schwierig.

Und ich habe auch das gleiche Gefühl, dass ich mich wie ein 3tes Rad fühle wenn der Kleine da ist. Klar ich begreife es er sieht ihn nur alle 2 Wochen. Doch man fühlt sich trotzdem ausgeschlossen.

Wie auch die Verbindung zu seiner Ex-Freundin... Grrrr da könnte ich an die Wände gehen. Ich komme mit ihr aus, ich gehe den Kleinen auch meistens bei ihr abholen, wenn er das Wochenende bei uns ist.
Doch ich könnte seine Ex. Was sie manchmal für Sprüche raus lässt oder wie sie mit meinem Freund flirtet.... boooah da könnte ich an die Wände.

Deswegen ich kann dich sehr gut verstehen, aber ein Rat kann ich dir leider auch nicht geben. Da ich selber auch nicht weiss wie ich damit umgehen kann.

Sry der Text wurde ein wenig zu lang.... :/
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Off-Topic:
Ja, Kinder sind so. Nachdem ich dem damals gut dreijährigen Sohn einer Freundin auf seinen Wunsch hin Fotos gezeigt und dazu viel erklärt hatte, wobei er von sich aus auf meinen Schoß gekrabbelt war, sagte er danach sehr entschieden: "Nein, Du darfst nicht mitgehen! Du bleibst hier." Es ging um einen Spaziergang mit seiner Mutter und noch einer Freundin. Komplette Ablehnung. Hat nicht unbedingt viel zu bedeuten. Ich fragte ihn, warum ich nicht mitkommen darf - "weil Du nicht darfst. Weil ich nicht will." Ach sooo. :zwinker: Ich ging natürlich mit und war da auch wieder als gute Kumpelfreundin gefragt. :zwinker: Kinder reagieren nicht unbedingt logisch, manchmal ist es für sie einfach toll, NEIN zu sagen. Mich hat das Spazierverbot nicht wirklich schockiert seinerzeit, aber ich stehe mit der Mutter auch nicht in einer so engen Verbindung wie in einer Beziehung, dass ich diese Ablehnung als Gemeinheit mir gegenüber interpretiert hätte.

Auch die viereinhalbjährige Tochter eines guten Freundes reagiert sehr verschieden auf mich. Mal zurückhaltend, mal sauer, weil ihr Vater MIR zuhört und nicht ihr bzw. weil sie warten muss; mal blödelt sie aber direkt mit mir herum, erzählt mir ausführlich was, schmiegt sich an mich - oder ärgert mich, was durchaus auch ein Zeichen von Zuneigung ist, auch wenn das erstmal seltsam klingt.

Kinder loten die Beziehungen zu anderen Menschen aus - nicht unbedingt bewusst. Wenn mich das Mädchen manchmal höchst grimmig anguckt und sagt "Musst Du denn immer soooooo viel reden! Nie darf ich was sagen!", dann grinsen die Eltern und ich uns mittlerweile an, denn das Mädel ist selbst ein Plappermaul und kommt sicher nicht zu kurz. Kinder zeigen oft ungefiltert ihre aktuellen Gefühle - und die können sehr wechselhaft sein. Dass man jemanden, mit dem man sich sonst ganz gut versteht, nicht aufgrund einer kurzzeitigen Verstimmung bitterböse anstarren sollte, weil das unfreundlich ist, lernt man meist erst später. Ich finde diesen fehlenden "höflichen Filter" manchmal ganz erfrischend. Und zumindest die Kinder, die ich kennengelernt habe, sind an sich halbwegs erzogen, auch wenn sie manchmal ihren kindlichen Egoismus ungehemmt zeigen.


Auch für das Kind ist die Situation neu, Du bist, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ja die erste Frau an der Seite seines Vaters, seit dieser sich von der Mutter getrennt hat. Könnte durchaus sein, dass das Kind in den Momenten, in denen es Dich nicht freudig anstrahlt, sondern "böse" guckt, an seine Mutter denkt bzw. einfach das Gefühl hat, dass Du eben ein "Eindringling" bist, zwischen ihm und seinem Vater stehst oder dergleichen. Eventuell denkt das Kind das nicht so "ausgefeilt", ich greife hier mal das gute Stichwort der "feinen Antennen" auf. Kinder spiegeln auch wider, wie wir ihnen begegnen - selbst wenn Du es nie böse angeschaut hast, merkt es durchaus, ob Du mehr oder weniger unbewusst manchmal sauer bist, weil eben aus Deiner Sicht das Kind eine Art Störfaktor ist. Du bist eifersüchtig. Auf das Kind - und auch auf seine frühere Freundin, weil die eben mit Deinem Freund ein Kind hat.
Dass das so ist, ist menschlich. Die Frage ist: Wie gehst Du damit um?

Du musst sein Kind nicht permanent toll finden. Du darfst auch mal genervt sein oder denken "verzogenes Monster!" :zwinker:.
Wie stark Du das dem Vater gegenüber zeigst, ist eine andere Sache - er sollte wissen, dass Du das Kind grundsätzlich akzeptierst, aber dass es manchmal nicht so einfach für Dich ist, weil Du jünger bist, weil Du eben keine Mutter bist (und jetzt auch [noch] nicht sein willst), weil seine frühere Freundin eben in die Familie anders integriert ist/war. Du bist an Kinder nicht gewöhnt und findest erst jetzt heraus, wie die kleinen Monster :zwinker: so ticken.
Sei bitte geduldiger mit Dir selbst.

Nachtrag:
Hast Du Beispiele dafür, was Du als verzogen bezeichnest? Es ist gut möglich, dass die Eltern aufgrund der Trennung, die sie ihrem Kind zugemutet haben, aus einem schlechten Gewissen heraus ihr Kind gelegentlich zu sehr verwöhnen. Als Entschädigung. Kinder können sowas durchaus ganz gut ausnutzen. Auch das ist nicht böswillig.
 

Benutzer29410 

Beiträge füllen Bücher
Willkommen Im Club! Gratuliere, du hast dir ein hartes Leben ausgesucht ;-) Aber auch ein schönes!

Und ich weiß nicht, ob das normal ist, dass Kinder einen manchmal total ignorieren oder nur böse angucken und dann 2 Stunden später einem dann aber ein Küsschen geben und mit einem spielen wollen?

*lach* oja, das ist es. *gg* Auch das fehlende hallo-Sagen. Ich kann das auch nicht leiden und sage fremden Kindern, die bei uns zu Besuch sind und dem Sohn von meinem Freund dann so penetrant lange "hallo"+Name bis sie antworten, um nicht länger genervt zu sein, und nach ein, zwei Mal wissen sie dann, was ich hören will. *gg*

da kam immer mehr dieses unterschwellige Gefühl auf, dass er ein lebendes Zeugnis der ehemals großen Liebe meines Freundes ist. Irgendwas in meinem Unterbewusstsein schien mir dauernd zu sagen, dass er zwischen mir und meinem Freund steht und eine Art Konkurrent für mich ist

völlig normales Gefühl, aber trotzdem fehlgeleitet. Es gibt Eltern, die hassen sich und wünschen sich den Tod an den Hals (die Familiengerichte sind voll davon). Es gibt Lieben, die sind so tot wie sonst nichts auf der Welt. Positive Erinnerungen aus der Vergangenheit verschwimmen und verschwinden, alte Erfahrungen werden durch neue ersetzt, die viel intensiver und farbiger sind. Eure Geschichte wird ihm viel wertvoller sein, als die Vergangenheit, weil etwas in der Vergangenheit ja gravierend nicht gestimmt haben muss, sonst wäre die Vergangenheit noch da.

Sowas merkt man aber erst mit der Zeit, hab Geduld! Mach eure eigene Geschichte, schreib eure eigene Vergangenheit.

Das Kind ist da, aber du kannst sicher sein, dass der Partner in ihm nicht ein geliebtes Abbild der Mutter, das die Anwesenheit der Mutter ersetzt, sieht. Es ist eine dritte kleine eigenständige Person, die da steht, kein Abbilds und kein Stellvertreter.

Ich komme damit irgendwie nicht zurecht, das Verhalten des Kindes ist so willkürlich. Zudem ist er total egoistisch und etwas verzogen, finde ich. Aber vielleicht ist das normal bei Einzelkindern.

Kinder sind in dem Alter ungemein unberechenbar, weil sie total aus dem Bauch agieren. Nimm das bloss nicht persönlich, sondern zuck einfach die Schultern und denk dir: und wenn schon. Das Kind denkt sich nicht das mindeste dabei, es ist noch weit davon entfernt, auf die Gefühle anderwer Leute Rücksicht zu nehmen oder sich selber nicht als absolutes Epizentrum aller Relevanz wahrzunehmen.

Das mit dem egoistisch und verzogen liegt an zwei Faktoren: a) du hast null Einfluss auf seine Erziehung, daher fühlst du dich ihm wahrscheinlich ein bisschen "ausgeliefert"; Kinder die man selber erzieht erscheinen einem gleich viel weniger schlecht erzogen und doof,m da hat man einen ganz anderen Einfluss drauf. b) gelegentliches Papawochendekind? Da kommt das fast automatisch. Wer so wenig von seinem Kind hat, will ihm ein möglichst harmonisches stressfreies WE bieten, und dann darf da meistens das Kind alles bestimmen.
Gerade Väter sind da sehr anfällig. *gg*
Das sollte dich aber nicht davon abhalten, eigene Akzente zu setzen, Vorschläge zu machen und du musst dich auch nicht zur Sklavin des Kindes machen. Ein harmonisches Familienleben sollte dein Ziel sein (so in etwa), in dem jeder zu seinem Recht kommt, ist aber schwer bei WE-Kindern. Ein paar Sachen sollten klar sein: Bettzeitenm, Mahlzeiten, Höflichkeit und Freundlichkeit als genereller Umgangston. Wenn etwas verabredet isat, wird es eingehalten, das Kind kann dann nicht 2 min vorher sagen "ach ich will doch nicht in den Zoo" und 5 Minuten später wieder andersherum.

Ich kann dir nur den Rat geben, dich von anderen nicht verunsichern zu lassen (gerade Leute, die mit Kindern nichts zu tun haben haben oft sehr hohe Forderungen gerade an Frauen, was das angeht, und wissen immer alles ganz genau), Frauen sind was sowas angeht, in einer sehr schwierigen Lage, weil von ihnen praktisch totale Selbstaufgabe im Umgang mit diesen Kindern gefordert wird, während sie gleichzeitig emotional kaum was von den Kindern zurück kriegen (instinktiv starkle Mutter-Kind-Bindung, Animositäten zwischen den Expartnern, Schuld- und Loyalitätsgefühle des Kindes), es gibt soooo viele verzweifelte Forumsbeiträge im Netz von Frauen in deiner Lage, das hält nämlich kaum eine gesunde Frau aus.

Lass dich nicht kirre machen, behandle das Kind so wie du wolltest wie andere dein Kind behandeln sollen, bleibe vor allen Diongen immer ruhig, steh ein bisschen über den Dingen und bringe deine eigenen Vorschläge zur Freizeitgestaltung ein, setze deine eigenen Akzente. Mit der Zeit wird alles gut.

PS: das Kind muss dich nicht lieben, nicht schmusen, dich nicht allen anderen vorziehen (ich finde, das wird von Stuefmüttern auch immer so verlangt), es hat eine Mutter, du kannst seine Freundin sein, vor allem aber bist du die Freuzndin vom Papa. Es genügt, wenn ihr euch gut versteht. Dazu gehört natürlich auch ein bisschen innerer Abstand von dir, dann bist du auch nicht so enttäuscht, wenn das Kind dich mal von sich weist.

Mit meinem Freund kann ich darüber nicht reden, weil er bei dem Thema super empfindlich reagiert (verständlicher Weise) und er ja eh nichts daran ändern kann, entweder ich komme mit dem Kind klar, oder ich kann nicht mit meinem Freund zusammen sein. Das Kind ist nunmal das Wichtigste für ihn. So ist das und ich möchte wirklich gerne damit zurecht kommen, aber diese negativen Gefühle machen mich echt fertig

Viele Väter haben noch nicht begriffen, dass es ihrem Kind nur dann gut gehen kann, wenn es auch der Freundin gut geht, und dass die Freundin auch ein bisschen Aufmerksamkeit an Kinderwochen braucht um sich nicht als 5. Rad am Wagen oder als billige Putze /Kindersklavin zu fühlen.

Männer wissen häufig nicht, was sie sich, ihren Kindern und den Frauen in ihrem Leben antun, wenn sie immer wieder trompetend verkünden "Mein Kind ist mir das Wichtigste!" Mein Freund hat mittlerweile gelernt und weiss: "Mein Rudel ist mir das Wichtigste!" Schon geht es allen besser. Das Kind fühlt sich nicht als alleinverantwortlich für das Glück des Vaters, die Freundin fühlt sich geliebt und gebraucht usw.
 

Benutzer102609 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo! :smile2:

Also viel zu Deiner Lage raten, kann ich Dir nicht, da ich sie nicht kenne. Aber ich kann Dir das ganze mal aus der anderen Sicht vielleicht ein bißchen schildern, vielleicht hilft Dir das.

Als ich 2 war haben sich meine Eltern getrennt und als ich ca 3 1/2 war, hatte mein Vater eine neue Freundin. (So genau weiß ich das nicht - habe ja an damals keine Erinnerung ;-))
Bestimmt war es am Anfang komisch für mich, daß da eine neue Frau an der Seite meines Vaters war. Aber ich kann mich nicht erinnern, irgendwelche negativen Gefühle damit zu verbinden und auch mein familiäres Umfeld (Mutter/Großmutter) erzählt mir stets, daß ich sie ziemlich von Anfang an mochte.
Soweit ich mich daran erinnern kann, hat sie mich nicht nur akzeptiert, sondern sich auch immer mit um mich gekümmert, wenn ich an den Wochenenden bei meinem Vater war. Sie hat mich mit in den Urlaub genommen, oft war sie es, die mit meiner Mutter den Kind-Tausch gemacht hat und etwas später haben auch meistens sie und meine Mutter kommuniziert, wenn es um mich ging, da meine Mutter und mein Vater nicht so gut miteinander reden konnten (ohne Zoff ging da meistens garnichts -.-).
Sie hat sich im Laufe der Zeit zu einer sehr wichtigen Bezugsperson für mich entwickelt und ich kann mir garnicht mehr vorstellen, wie es ohne sie gewesen wäre.
Wie gesagt, an den Anfang habe ihc keine Erinnerung (war damals einfach zu klein), aber mir wurde auch erzählt, daß ich (natürlich) versuchen wollte, meine Eltern wieder zu verkuppeln, wobei damals die Frage "aber Papa ist doch jetzt mit ihr zusammen?" jedesmal dafür gesorgt hat, daß ich den Plan aufgegeben habe, da sie für mich einfach zu Papa gehörte.

Natürlich solltest Du Dich von dem Kind nicht verdrängt fühlen. Aber die Mutter ist schließlich nicht umsonst seine EX-Freundin! Wenn er sich tatsächlich mehr um das Kind kümmert als um Dich, sprich doch mal mit ihm drüber. Ansonsten genieße die Zeit mit ihm, wenn das Kind nicht da ist und wenn es da ist, binde das Kind einfach so natürlich wie Du kannst mit ein. Daß es Dich nicht mag kann ich mir nicht vorstellen! Kinder mögen allgemein meistens die Menschen, die regelmäßig da sind und sich freundlich und liebevoll mit ihnen beschäftigen. (Soweit ich das bisher mitbekommen hab^^)
 
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